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Horror nach Halloween – Das vorletzte Gewinnspiel: 1 x Suspiria (2018) als Limited Collector’s Edition Mediabook

Verlosung

„Suspiria“ (2018) von Luca Guadagnino („Call Me by Your Name“) greift Motive von Dario Argentos 1977er-Original auf, geht aber in puncto Storytelling und Visualisierung einen ganz eigenen Weg, greift auch politische Themen des Deutschlands der 1970er-Jahre auf. capelight pictures und Koch Films haben für die Heimkino-Veröffentlichung des sehr eigentümlichen Werks aus dem Vollen geschöpft und unter anderem eine Ultimate Edition mit zehn Discs im Großformat und zwei verschiedene Mediabook-Formate veröffentlicht. Ein Mediabook mit zwei Blu-rays und einer DVD hat uns Koch Films zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerin oder des kommenden Gewinners!

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 2,70 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel sind bis Sonntag, 10. November 2019, 22 Uhr, folgende Fragen zu beantworten, was euch nach Lektüre von Lucas Grönings Rezension des Films keine Probleme bereiten sollte:

01. In welcher deutschen Großstadt ist die Handlung angesiedelt?

02. Wie lautet der Titel der Aufführung, welche an der Tanzakademie einstudiert wird?

03. Welche männliche Zweitrolle verkörpert Tilda Swinton, die auch die Leiterin der Akademie spielt?

04. Wer schuf die Filmmusik von „Suspiria“?

05. Von wem stammt der analytische Text im Booklet des Mediabooks?

Einen Fehlschuss gebe ich euch – jeder hat ja mal einen Blackout, daran soll die Teilnahme nicht scheitern, also landet Ihr mit vier korrekten Antworten im Lostopf. Minimal fehlerhafte Schreibweisen und Tippfehler toleriere ich, wenn klar ist, wer oder was gemeint ist. Alle Kommentare werden erst nach Ende der Abgabefrist veröffentlicht. Während der Laufzeit des Gewinnspiels werde ich nach und nach die Namen aller bislang eingegangenen Kommentatorinnen und Kommentatoren hier unten auflisten.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Die Gewinnerin oder den Gewinner werde ich im Lauf von etwa zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie oder ihn auch per E-Mail benachrichtigen. Wer sich spätestens drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht zurückmeldet, verliert den Anspruch auf das Mediabook. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Achtung, Sonderregel: Im Rahmen der diesjährigen „Horror für Halloween“-Strecke wird es fünf Gewinnspiele geben – vier davon, bei denen je ein Mediabook zu gewinnen ist, gefolgt vom Hauptgewinnspiel mit zahlreichen Preisen, darunter wiederum einige Mediabooks. Um eine einigermaßen gerechte Verteilung zu gewährleisten, lege ich fest: Wer eines der vier Mediabooks aus den Einzel-Gewinnspielen gewinnt, verwirkt sein Recht auf eines der drei übrigen einzeln ausgelobten Mediabooks sowie darauf, sich beim Hauptgewinnspiel als eine/r der ersten acht einen Preis aussuchen zu dürfen.

Bislang teilgenommen haben (mit fünf korrekten Antworten, sofern nicht anders vermerkt):

01. Jens Albers
02. transfairleistung
03. Thomas Hortian
04. Andreas H.
05. Lilly
06. Klaus Marquardt
07. Lamafaun
08. Dirk B
09. Steffen
10. Klaus
11. Florian Gröning
12. Sebastian Graf
13. Heiko Esser
14. Knut
15. Thomas Oeller
16. Roman Köckeritz
17. Christoph
18. Birgit
19. Adrian Lübke
20. Samara
21. Frank Hillemann

Das Mediabook geht an Lilly. Herzlichen Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Die Rezension von „Suspiria“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Suspiria (2018) – Von der Emanzipation der Kunst

Suspiria

Von Lucas Gröning

Horror // 1977 gelang Dario Argento mit seinem Werk „Suspiria“ ein Meilenstein des Horrorgenres. Der Italiener setzte mit dem Film vor allem stilistisch neue Maßstäbe. Die heute noch beeindruckende Farbgebung war damals revolutionär und verleiht dem Film ein historisch einmaliges Merkmal. 1980 und 2007 drehte Argento mit „Inferno“ und „The Mother of Tears“ zwei Fortsetzungen, welche die Brillanz des 1977er-Kultfilms allerdings nicht erreichen. Zusammen sind die drei Filme bekannt als die „Mutter-Trilogie“ oder „The Three Mothers“. 2018 folgte ein gleichnamiges Remake von „Suspiria“ unter der Regie des Italieners Luca Guadagnino („A Bigger Splash“, 2015) – um diese Neuverfilmung geht es im vorliegenden Text. Der Regisseur ist bereits seit 20 Jahren aktiv, dürfte einem breiten Publikum aber erst durch seine fantastische Romanverfilmung „Call Me by Your Name“ aus dem Jahr 2016 bekannt sein, die vielfach prämiert wurde, darunter mit dem Oscar fürs beste adaptierte Drehbuch. In dieser erzählt er die Geschichte zweier Männer, die sich in einem Sommer in der italienischen Provinz näherkommen. Klingt nicht unbedingt nach der besten Referenz, um einen Horrorfilm zu drehen, nicht wahr? Und wenn man sich die gesamte Filmografie des Italieners zu Gemüte führt, so findet man kein Werk, das sich auch nur entfernt dem Horrorgenre zuordnen lässt, geschweige denn der skurrilen Optik des „Suspiria“-Originals nachempfunden ist. Und doch muss man nach Sichtung des Filmes feststellen: Guadagnino und seinem Team ist mit diesem Remake ein Meisterwerk gelungen, das sich nahtlos in die Reihe großer Horrorfilme einreiht und seiner ohnehin schon großartigen Vorlage in nichts nachsteht.

Worum geht es in „Suspiria“? Wir schreiben das Jahr 1977. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die junge Susie Bannion (Dakota Johnson) nach Berlin, um sich bei der Tanzakademie von Helena Markos (Tilda Swinton) einzuschreiben. Sie erweist sich als sehr talentiert und zieht bereits beim Vortanzen die Aufmerksamkeit der Unterrichtsleiterin Madame Blanc (ebenfalls Tilda Swinton) auf sich. Durch das Ausscheiden einer Tänzerin wird Susie innerhalb kürzester Zeit die Ehre zuteil, die zentrale Rolle in der seit Monaten eingeübten Tanzaufführung des Stücks „Volk“ einzunehmen. Schnell fühlt sich Susie in der Tanzakademie wie zu Hause und genießt die familiäre Harmonie, die unter den Tänzerinnen und ihren Lehrerinnen herrscht – Doch der Schein trügt und mit dem unerklärlichen Verschwinden einiger Schülerinnen wird klar, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Susie beginnt in der Tanzakademie …

Tatsächlich sind alle Lehrerinnen Teil eines uralten Hexenzirkels, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen jüngeren Wirt für die Seele ihrer alternden und immer schwächer werdenden Vorsitzenden Helena Markos zu finden. Als neue Musterschülerin gerät Susie ins Visier der diabolischen Organisation. Während die Hexen alle Hebel in Bewegung setzen, die Übertragung von Markos’ Geist auf den jungen Körper der Tanzschülerin vorzubereiten, bekommt der alte Doktor Josef Klemperer (erneut Tilda Swinton, unter dem Pseudonym Lutz Ebersdorf) Wind von den Vorkommnissen in der Akademie und folgt den Spuren der verschwundenen Mädchen.

Das etwas andere Remake

Diese Geschichte entspricht in Grundzügen Dario Argentos Original, weicht jedoch in einigen wichtigen Punkten ab. Guadagninos Film sollte deshalb nicht als 1:1-Remake des 1977er-Films verstanden werden, macht er doch viele Sachen fundamental anders – und das nicht nur bezüglich der Story. Bleiben wir doch aber zunächst bei der Geschichte: Spielt sich diese im Original noch im recht unmarkierten Freiburg des Jahres 1977 ab, so wurde sie bei der Neuverfilmung ins politisch klar gekennzeichnete Berlin desselben Jahres übertragen. Immer wieder werden wir darauf hingewiesen, dass sich die Stadt aufgrund der Aktionen der Rote Armee Fraktion (RAF) in Unruhe befindet. Diese versucht, durch die Entführung des Passagierflugzeugs „Landshut“ und des damaligen Präsidenten des deutschen Arbeitgeberverbandes sowie ehemaligen SS-Funktionärs Hanns Martin Schleyer die Freilassung mehrerer Terroristen zu erwirken. Zugleich ist Berlin selbst als ehemalige Hochburg des Nationalsozialismus und Hauptstadt des Deutschen Reiches markiert. Auf die tiefergehende Bedeutung dieser politischen Hintergründe gehe ich später ein, denn es ist nicht nur der Ort, der sich im Vergleich zum Original geändert hat.

… und wird fester Bestandteil der Tanzgruppe

Die Geschichte des Remakes ist wesentlich umfangreicher, was sich auch in der Laufzeit widerspiegelt, ist die Neuauflage doch etwa eine Stunde länger als ihre Vorlage. Dies drückt sich in mehreren Aspekten aus. Zum einen fehlt die Storyline um Doktor Klemperer im Original völlig – sie wurde extra für das Remake geschrieben. Zum anderen lauschen wir ausufernden Dialogen, sodass die einzelnen Szenen wesentlich länger sind als im Original. Einer der wohl größten Unterschiede zum Original ist die Häufung von Tanzszenen und deren ausufernde Länge. Bekommen wir im Original nur wenige dieser Szenen zu Gesicht, so stellen der Tanz und seine Choreografie den zentralen Punkt des Remakes dar. Auch im Original drückt sich Kunst auf eine ganz bestimmte Weise aus, jedoch ist es in diesem Fall nicht der Tanz, sondern die künstlerische Farbgebung der Akademie und die unheimliche Atmosphäre, die dadurch ausgedrückt werden. Im Werk aus dem Jahr 2018 sind die Farben satt und es ist kein Vergleich zu den ins Auge stechenden dominanten Paletten von Argentos Werk zu erkennen.

Autorität und Kunst

Der Tanz sowie seine Rolle in der Akademie ist es, welcher das Grundthema des Films vorgibt. Tatsächlich sehen wir wunderschön eingefangene Tanzchoreografien, die jedoch nichts von einer freiheitlich-künstlerischen Darstellung haben. Die Choreografie an sich und das Beharren der Lehrenden auf der strikten Einhaltung dieser Vorgabe verhindern eine echte Entfaltung der Künstler, in diesem Fall der Tänzerinnen. Jeder Fehler, jede minimale Abkehr oder falsche Haltung einer Darstellerinnen korrigiert Madame Blanc sofort. Sie und die anderen Hexen übernehmen hier die Repräsentation eines zutiefst autoritären und einschränkenden Kunstverständnisses. Entfaltung und die freie Auslegung künstlerischer Vorgaben haben in den Wänden der Akademie keinen Platz. Auch die Darstellung der Tänzerinnen selbst spricht hier zum Zuschauer. Wir sehen wunderschöne junge und zutiefst unschuldige Frauen, deren Körper stehts durch konservative Kleidung bedeckt werden. Nur im Tanz bietet sich ihnen die Möglichkeit freier Entfaltung, die jedoch durch die Strenge der Akademie und des Stückes nie vollständig erreicht werden kann. Somit sind auch die Emanzipation der Frauen aus diesem engen Korsett sowie deren freie Entfaltung als sexuelle Wesen unmöglich.

Kein Wunder, dass der aufzuführende Tanz „Volk“ seinen Ursprung im nationalsozialistischen Deutschland unter Adolf Hitler hat, wie mehrmals im Film erwähnt wird. Mit dem Doktor sehen wir auch die Darstellung eines Opfers dieses brutalen Systems. Klemperer verlor seine Frau gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und es besteht die Möglichkeit, dass sie entweder den Nationalsozialisten selbst oder dem von ihnen initiierten Krieg zum Opfer fiel. Neben dem Nationalsozialismus wird das Thema Religion thematisiert und der Gottglauben als Einschränkung auf die freie Entfaltung des Individuums empfunden. Die Lehrerinnen selbst werden innerhalb der Akademie als die „neuen Mütter“ der Tänzerinnen und schließlich auch als ihre Gottheiten aufgebaut, deren Anweisungen ohne Zögerungen Folge zu leisten ist und die die Frauen vor der Bosheit beschützen, welche außerhalb der Akademie lauert. Eine Abkehr oder eine Auflehnung gegen diese Autorität hat unendliche Qualen oder den Tod zur Folge. Es treffen hier also drei autoritäre oder gar totalitäre Systeme aufeinander: der Nationalsozialismus, die Religion und die Regularien des Hexenzirkels. In Fusion ergibt das eine durch und durch bösartige, die freie Kunst und Emanzipation ablehnende Form weiblicher Autorität.

Emanzipation und Widerstand

Doch der Film bietet auch einen Gegenpart zu dieser Autorität:, repräsentiert durch die neue Schülerin Susie. Sie fügt sich anfangs noch sehr klar in die Machtstrukturen der Akademie ein. Widerstand oder gar Widerspruch ist von ihr nicht zu erwarten. Doch mit der Zeit beginnt sie aufzubegehren, jedoch weniger durch ihre Sprache – sie spricht durch die Kunst selbst. Anstatt Madame Blanc aggressiv zu widersprechen, macht sie Vorschläge zur Abänderung der Choreografie. Susie argumentiert, warum bestimmte Änderungen die von ihr in den Tanz interpretierte Aussage stärker betonen. Madame Blanc will davon nichts wissen und versucht, Susie wieder in das System einzugliedern, was zunächst zu gelingen scheint.

Madame Blanc spielt ein gefährliches Spiel mit den Tänzerinnen

Bei einer Aufführung jedoch taucht auf einmal Susies sich in Trance befindliche Freundin Sara (Mia Goth) auf, deren freier Wille von den Hexen genommen wurde und die nur noch als leere Hülle fungiert, um ihre Rolle innerhalb des Tanzes auszuüben. Trotz gebrochenem Bein tanzt sie ihren Part perfekt. Das ändert sich erst, als sich Susie dazu entschließt, mitten in der Performance zu improvisieren und so aus den festen Strukturen des Stückes auszubrechen. Dieser Ausbruch ist es, der Sara aus dem Griff der Hexen entlässt und dafür sorgt, dass sie in Front des Publikums zusammenbricht. Mit einem Schlag wird den Zuschauerinnen und Zuschauern somit die gesamte Brutalität der Akademie ersichtlich. Wenn Madame Blanc in der nächsten Szene zu Susie geht und sie dazu ermahnt, nie wieder eine solche Improvisation zu wagen, so versucht sie damit, die alten, autoritären Strukturen zu erhalten. Wenn sie zugleich jedoch betont, dass sie Susie liebt, so liebt sie nicht Susie als Person – sie liebt die künstlerische Entfaltung und die damit einhergehende Freiheit, die sich in ihr manifestiert. Sie liebt ihre Emanzipation als Frau, die ihren Ausdruck in der Improvisation findet, genauso wie ihre Emanzipation von den einengenden Strukturen eines autoritären Kunstbegriffs. Kurzum: Die Emanzipation der Kunst an sich ist es, die dem Charakter Susie in dieser Szene gelingt.

Es ist dieser rebellische Widerstand, der sich auch auf politische Konflikte übertragen lässt und der in kurzen Einschüben durch die RAF repräsentiert wird. Widerstand, das Hinterfragen und Aufbegehren gegen die beherrschende Ordnung sind ein fundamentaler Teil von Demokratie und Freiheit. Die Handlungen der RAF werden daher bereits zu Beginn von Madame Blanc gerechtfertigt, wodurch sich bereits früh ihre Liebe zur Freiheit und ihre unterschwellige Ablehnung autoritärer Strukturen zeigt. Wohlgemerkt macht sie ihre Ablehnung gegenüber den terroristischen Anschlägen der Organisation deutlich, verteidigt jedoch die Ideale der Fraktion, welche aus einem Kampf gegen die Überbleibsel der autoritären, nationalsozialistischen Strukturen des Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden.

Die Befreiung von den Fesseln des Originals

In gewisser Weise ist auch der Film selbst rebellisch. Er ist so viel anders als das Original von Dario Argento und schafft es dennoch, ein genialer eigenständiger Film zu sein. In Guadagninos Werk manifestiert sich die Definition eines freien Kunstbegriffs. Ein Werk, das sich nicht bloß durch die Strukturen seiner Vorlage einengen lässt und deren Handlung, sowie den einprägsamen Stil einfach kopiert. Der Regisseur traut sich hier etwas vollkommen anderes, beweist Mut und hat damit selbst ein einzigartiges, brillantes Werk geschaffen. Guadagninos „Suspiria“ schafft es, seine Vorlage zu ehren, einen anderen Weg zu gehen und seine eigene Geschichte mit eigenen Motiven zu erzählen. Guadagnino, der gern mit der stets famosen Tilda Swinton dreht, hat hier wirklich Kunst geschaffen und einen Film gedreht, der für genau die Freiheit eintritt, die nötig war, damit er dieses Werk überhaupt realisieren konnte. Somit entstand mit „Suspiria“ (2018) zwar ein Remake, jedoch eine zutiefst eigenständige Neuverfilmung, die selbst zu den Meisterwerken des Horrorgenres gezählt werden kann. Bleibt zu hoffen, dass auch künftige Remakes diesen Mut aufbringen – es wird an weiteren Neuverfilmungen bekannter Stoffe sicher nicht mangeln.

Doktor Klemperer will den Hexen auf die Spur kommen

Bei der Heimkino-Veröffentlichung der Neuverfilmung arbeiteten die beiden Label capelight pictures und Koch Films zusammen. Der Film wird in mehreren Editionen veröffentlicht. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die Ultimate Edition, sowie die Veröffentlichungen im Mediabook gelegt werden. Die Ultimate Edition ist eine Box im üppigen Format von 33 x 33 Zentimetern, die gleich zehn Discs umfasst und unter anderem auch Dario Argentos 1977er-Original als Blu-ray und UHD Blu-ray enthält. Des Weiteren sind die fantastischen Soundtracks beider Filme enthalten. Im Film von Argento zeichnete die heute legendäre italienische Progressive-Rock-Band Goblin für die Musik verantwortlich, während man für das Remake Radiohead-Frontmann Thom Yorke verpflichten konnte. Außerdem finden sich in der Ultimate Edition zwei Din-A1-Poster, acht Art-Cards, sowie ein 64-seitiger Bildband mit Motiven aus beiden Filmen.

Die Mediabooks wiederum umfassen ein 28-seitiges Booklet mit unter anderem einem Interview mit Regisseur Luca Guadagnino. Auch der Text von Prof. Dr. Marcus Stiglegger dürfte lesenswert sein – das Booklet lag mir aber nicht vor. Zusätzlich sind Interviews von Cast und Crew auf Film enthalten sowie kleinere Making-ofs. Je nach Veröffentlichung haben die Mediabooks außerdem verschiedene Cover: Cover A ist dabei etwas kleiner und kommt in der üblichen Größe von Koch Films daher, Cover B im üblichen Format von capelight pictures.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Chloë Grace Moretz und Tilda Swinton sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet.

Veröffentlichung: 4. April 2019 als 10-Disc Ultimate Edition (2 4K UHDs, 3 Blu-rays, 2 DVDs, 3 Soundtrack-CDs, limitiert auf 3.000 Exemplare), 3-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (2 Blu-rays & 1 DVD), 4K UHD inkl. Blu-ray, Blu-ray und DVD

Länge: 152 Min. (Blu-ray), 146 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Suspiria
IT/USA 2018
Regie: Luca Guadagnino
Drehbuch: David Kajganich
Besetzung: Chloë Grace Moretz, Tilda Swinton, Dakota Johnson, Doris Hick, Angela Winkler, Ingrid Caven, Malgorzata Bela, Vanda Capriolo, Alek Wek, Jessica Batut, Elena Fokina, Mia Goth, Clémentine Houdart, Sylvie Testud
Zusatzmaterial Ultimate Edition: Dario Argentos „Suspiria“ (1977) auf Blu-ray und UHD Blu-ray (101 Min.), 64-seitiger Bildband mit seltenen Werbematerialien und Bildern der beiden Suspiria Filme sowie einem Interview mit Luca Guadagnino und einem Text von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, 2 Poster (DIN A1), 8 Art-Cards, Bonus-Blu-ray „Suspiria“ (2018): BAFTA-Guru-Masterclass mit Luca Guadagnino (74 Min.), Die Oscar-Academy im Gespräch mit Luca Guadagnino und Cast (11 Min.), Interviews mit Cast und Crew (39 Min.), Making-of (4 Min.), Die Kunst des Tanzens (4 Min.), Der Look (4 Min.), Die Masken (4 Min.), Teaser und Trailer (4 Min.), Bonus-DVD „Suspiria“ (1977): Audiokommentar mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger und Dr. Kai Naumann, deutscher Teaser und Trailer, US-Trailer und -TV-Spot, Dokumentation über die Restaurierung (57 Min.), Interviews mit Dario Argento (123 Min.), Cinestrange Specials, u. a. mit Dario Argento und Claudio Simonetti (39 Min.), Dario Argento bei „World of Horror“ (14 Min.), Bildergalerien, zwei Soundtrack-CDs mit der Musik zum 2018er-Film von Thom Yorke (81 Min.), Soundtrack-CD mit der Musik zum 1977er-Film von Goblin (46 Min.)
Zusatzmaterial Mediabooks: 28-seitiges Booklet mit einem Interview mit Luca Guadagnino und einem Text von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, BAFTA-Guru-Masterclass mit Luca Guadagnino (74 Min.), Die Oscar-Academy im Gespräch mit Luca Guadagnino und Cast (11 Min.), Interviews mit Cast und Crew (39 Min.), Making-of (4 Min.), Die Kunst des Tanzens (4 Min.), Der Look (4 Min.), Die Masken (4 Min.), Teaser und Trailer (4 Min.)
Zusatzmaterial Single-DVD, Single-Blu-ray und 4K Ultra HD Blu-ray: Teaser und Trailer
Label: capelight pictures / Koch Films

Copyright 2019 by Lucas Gröning

Packshots & Trailer: © 2019 capelight pictures / Koch Films, Szenenfotos: © 2018 Amazon Studios

 
 

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Greta – Wer nett ist, verliert?

Greta

Kinostart: 16. Mai 2019

Von Philipp Ludwig

Thriller // Wer wie ich aus eher ländlichen Gefilden stammt, dem wird gern eine gewisse Grund-Naivität nachgesagt – nach dem Motto „treudoof stolpern wir durch die Welt“. Dabei sind wir in der Regel einfach nur außerordentlich nett und zuvorkommend. Kommt man im Lauf seines Lebens zunehmend mit größeren Städten in Berührung, so hält dies für uns Landeier stets immer ein erhöhtes Überraschungspotenzial parat. Nicht allzu selten scheint in diesen leider das Recht des Stärkeren zu herrschen und man sollte mitunter auch mal ordentlich die Ellenbogen auspacken können. Mir persönlich reicht Hamburg da schon voll und ganz und das Leben mit den häufig recht rücksichtslosen Menschen hier bringt mich gelegentlich nah an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.

„This city will eat you alive!“

Gleiches gilt wohl auch für die junge Studentin Frances McCullen (Chloë Grace Moretz, „Die 5. Welle“), die vor Kurzem erst in die Millionen-Metropole New York gezogen ist. Wobei hier zur Symbolisierung ihrer provinziellen Herkunft interessanterweise eine Großstadt wie Boston herhalten muss, aber in den USA sind die Dimensionen diesbezüglich wohl etwas anders ausgeprägt. Zusammen mit ihrer besten Freundin Erica Penn (Maika Monroe, „Independence Day – Wiederkehr“) teilt sie sich ein erstaunlich komfortables Loft. Um sich das Leben im Big Apple leisten zu können, muss sie sich für einen Großteil ihrer freien Zeit als Kellnerin in einem Sternerestaurant verdingen. Viel Zeit für weitere soziale Kontakte bleibt der schüchternen Frances daher kaum. Erschwerend hinzu kommt, das sie den kürzlichen Tod ihrer geliebten Mutter verkraften muss. Auch der extrovertierten Erica gelingt es nicht, ihre Freundin aus dem Schneckenhaus zu locken, in das sich diese verstärkt zurückzuziehen scheint.

Traurig in New York City: Die introvertierte Studentin Frances fühlt sich verloren in der großen Stadt

Als Frances eines Tages eine vergessene Handtasche in der U-Bahn bemerkt, ändert sich alles. Den nachdrücklichen Warnungen ihrer Freundin Erica zum Trotz macht sich die gute Seele auf, die Tasche ihrer rechtmäßigen Besitzerin zurückzugeben. Diese stellt sich als die Klavierlehrerin Greta Hideg (Isabelle Huppert, „Elle“) heraus. Die französischstämmige und kultivierte ältere Dame wohnt einsam und zurückgezogenen in ihrem gemütlichen kleinen Häuschen in einem New Yorker Hinterhof. Nachdem ihre Tochter vor einiger Zeit zum Studieren nach Paris gegangen ist, sehnt sich Greta nach einer liebevollen Beziehung, so wie Frances dies nach dem Verlust ihrer Mutter ebenfalls tut. Die beiden einsamen Seelen finden daher schnell zueinander, eine innige Freundschaft scheint zu entstehen. Doch bald muss Frances feststellen, dass ihr Handtaschenfund weniger zufällig war als zunächst angenommen und dass sich hinter der unscheinbaren, netten Dame Greta weit mehr verbirgt. Diese lässt sich auch nicht so schnell wieder abwimmeln, wenn man ihr erst einmal die Tür ins eigene Leben geöffnet hat.

Der Fund einer damenlosen Handtasche wird Frances’ Leben nachhaltig verändern

Das der irische Regisseur Neil Jordan etwas vom Fach versteht, hat der Oscar-Gewinner (bestes Drehbuch für „The Crying Game“, 1992) hinlänglich bewiesen. Allerdings liegen die öffentlich beachteten Erfolge des mittlerweile fast 70-jährigen Filmemachers nun auch schon eine ganze Weile zurück – siehe beispielsweise auch „Interview mit einem Vampir“ (1994) und „Michael Collins“ (1996). Mit „Greta“ setzt er sich nun nach siebenjähriger Unterbrechung erstmalig wieder auf den Regiestuhl einer Filmproduktion. Und man merkt diesem Werk durchaus an, dass Jordan ein überzeugter Vertreter der alten Schule geblieben ist. Dies muss ja nun nicht zwingend ein Nachteil sein – ganz im Gegenteil –, in Bezug auf seinen Thriller um eine durchgeknallte Stalkerin im beginnenden Seniorenalter erweist es sich allerdings leider als nur bedingt förderlich.

Kaum Innovation im Thriller-Genre

So bekommen wir mit „Greta“ einen zumindest halbwegs soliden Thriller geboten, der sich etlicher etablierter Formen aus dem Genrebaukasten bedient: Mit Frances etwa einer klassischen, naiv gutherzigen wie hübschen jungen „Damsel in Distress“, in deren Alltag sich sukzessive das Grauen einschleicht, bis es zur unausweichlichen Katastrophe kommt. Ebenso vertraut Jordan auf klassische dramaturgische Inszenierungsstrategien des Suspense, indem er uns als Zuschauer stets etwas mehr wissen lässt als die bedauernswert ahnungslose junge Studentin. Wir bemerken dadurch relativ früh, dass hinter der Fassade der netten, einsamen Greta mehr lauert, und müssen fortan hilflos zusehen, wie sich unsere junge Protagonistin zunehmend in die Misere bewegt.

Wie Mutter und Tochter? Frances (l.) freundet sich mit der einsamen Greta an

Jordans neuestes Werk hat durch diese beinahe schon sklavische Bedienung der Genrekonventionen jedoch ein Problem: Es fehlt nahezu komplett an Einfallsreichtum und nachhaltigen Überraschungen. Ist der Film filmtechnisch-handwerklich zwar durchweg top, so bleiben beinahe jede charakterliche Figurenentwicklung, überraschende dramaturgische Wendung und jeder vermeintliche Schockmoment für mit dem Genre vertraute Zuschauer komplett vorhersehbar. Bei mir blieb im Nachhinein tatsächlich nur eine einzige, längere Sequenz in Erinnerung, bei der mich der Regisseur wirklich einmal überraschen und nachdrücklich begeistern konnte. Da diese ziemlich entscheidend für die Geschichte ist, verrate ich lieber nicht, worum es geht. Aber hier ist „Greta“ tatsächlich mal sowohl handwerklich als auch inszenatorisch interessant gemacht und weiß mit einem Twist ausnahmsweise zu überraschen.

Suspension of Disbelief?

Auch mit der Logik nimmt es der irische Regisseur, der zusammen mit Ray Wright auch am Drehbuch mitgewirkt hat, in seinem Plot nicht immer allzu genau. So lassen einen die Handlungen der einzelnen Figuren häufig recht ratlos zurück, manche Verhaltensweisen dienen mit ihrer mitunter schieren Dummheit wohl einzig dem Spannungsaufbau. Ein beliebtes Stilmittel etwa auch im Horrorgenre, um Spannung in erster Linie durch nicht nachvollziehbare Handlungen der einzelnen Protagonisten zu erzeugen. Da will ich gar nicht weiter ins Detail gehen. Wer sich den Film anschaut, wird erkennen, was ich meine – es ist einfach zu offensichtlich. Kleiner Tipp: Achtet mal auf die Handlungen von Frances’ Vater (Colm Feore) und des von diesem engagierten Privatdetektivs (Stephen Rea)!

Die Theorie vom „Suspension of Disbelief“ besagt jedoch, das Zuschauerinnen und Zuschauer durchaus dazu bereit sein können, über fehlende Logik in fiktionalen Werken wohlwollend hinwegzusehen und sich auf das Gezeigte emotional einzulassen. Viele Science-Fiction-, Horror- und Fantasyfilme wären anders wohl kaum vorstellbar. Ob diese stille Übereinkunft zwischen Rezipienten und einem Werk allerdings auch bei einem maximal als mittelmäßig einzustufenden Film wie „Greta“ Früchte trägt, wage ich dagegen zu bezweifeln.

Erica stößt mit ihren Warnungen bei ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin auf taube Ohren

Das „Greta“, trotz der Überraschungsarmut sowie der oft fehlenden logischen Nachvollziehbarkeit, wenigstens im grauen cineastischen Mittelmaß anzusiedeln sein wird, verdankt der Film vor allem der tollen Besetzung seiner beiden Hauptfiguren. Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert absolviert hier auf ihre alten Tage noch einmal einen ihrer seltenen Ausflüge in amerikanische Spielfilme. Ist ihr Charakter der Greta zwar im Großen und Ganzen dann doch ziemlich überzeichnet, so gelingt es der Thriller-erfahrenen Darstellerin dennoch auf beeindruckende Weise, deren emotionalen Facettenreichtum auf die Leinwand zu bringen – von der zunächst freundlichen Klavierlehrerin, der wir aufgrund ihres kultivierten Wesens und der traurigen Einsamkeit zunächst unsere Sympathien entgegenbringen bis hin zur kaltblütigen und durchgeknallten Psychopathin, die sie eigentlich darstellt.

Gar nicht mal so nett: Greta

Chloë Grace Moretz ist wie gewohnt eine Wucht. Die junge amerikanische Schauspielerin hat mit ihren gerade einmal 22 Jahren bereits eine beachtliche Filmografie vorzuweisen. Sie beweist auch mit „Greta“ ihren ausgeprägten Hang zu Rollen in emotional wenig erbaulichen Filmen, wie sie seit ihrem Durchbruch als 12-jähriges „Hit-Girl“ im Superhelden-Action-Splatter-Spektakel „Kick-Ass“ wiederholt bewiesen hat. Ob Action, Horor oder Thriller – Filme mit Hang zum Dramatischen scheinen auf jeden Fall ihr Ding zu sein. Auch wenn ihre Figur der Frances in „Greta“ schon arg viel durchmachen muss und nur wenig Gelegenheit bekommt, sich auch mal ohne fremde Hilfe zu behaupten, so macht Moretz schauspielerisch das Beste aus ihrer vom Drehbuch ziemlich devot angelegten Rolle.

Filme, die die Welt nicht braucht?

Das soll nun alles aber auch nicht so harsch klingen, wie es vielleicht den Eindruck macht. Aber mit „Greta“ liefert Regisseur Jordan einen Thriller ganz nach Schema F, an dem zumindest handwerklich wenig auszusetzen ist, der durch seine Überraschungsarmut und fehlendem Einfallsreichtum jedoch weder sonderlich spannend ist, noch groß zu schockieren oder gar zu überraschen vermag – mit geringfügigen Ausnahmen. Dessen Überzeichnung einzelner Figuren und mitunter gewaltige Logiklöcher werden gerade bei einem anspruchsvollen Publikum nur wenig Begeisterungsstürme entfachen. Ein höchst durchschnittlicher, beinahe schon belangloser Film also, der es wohl nur der populären Besetzung seiner beiden Hauptrollen zu verdanken hat, überhaupt ein größeres öffentliches Interesse zu rechtfertigen.

Dass darüber hinaus auch das interessante und wichtige Thema des Stalkings nur als spannungserzeugender Aufhänger für die Story dient, sei nur am Rande erwähnt. Ich werde zumindest auch weiterhin versuchen, so freundlich wie möglich zu sein. Lasst euch nach der Sichtung von „Greta“ auch weiterhin nicht davon abhalten, verlorene Gegenstände an ihre Besitzer zurückzugeben! Nur wenn es sich dabei um ältere, frankophile Klavierlehrerinnen handelt, empfehle ich ausdrücklich, lieber Abstand zu halten oder am besten direkt Reißaus zu nehmen. Gleiches gilt aber im Prinzip auch für den Thriller „Greta“. Kann man sich diesen zwar durchaus mal anschauen, ohne komplett etwas falsch zu machen, so können mit den knapp 100 Minuten Lebenszeit bestimmt auch sinnvollere Dinge angestellt werden. Socken bügeln zum Beispiel. Ihr würdet es nicht bereuen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Neil Jordan sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Chloë Grace Moretz unter Schauspielerinnen.

Was hat Greta (l.) mit Frances vor?

Länge: 98 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Greta
IRL/USA 2018
Regie: Neil Jordan
Drehbuch: Ray Wright, Neil Jordan
Darsteller: Isabelle Huppert, Chloë Grace Moretz, Maika Monroe, Colm Feore, Stephen Rea, Jane Perry, Jeff Hiller, Thaddeus Daniels, Raven Dauda
Verleih: capelight pictures

Copyright 2019 by Philipp Ludwig


Filmplakat, Szenenfotos & Trailer: © 2018 capelight pictures. All rights reserved.

 

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