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Schlagwort-Archive: Comedy

Anger Management – Die komplette 1. Staffel: Mensch ärgere dich nicht!

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Anger Management

Gastrezension von Florian Schneider

TV-Sitcom // Als Anti-Aggressionstrainer hat Charlie Goodson (Charlie Sheen) erhebliche Mühe, sein eigenes Aggressionspotenzial im Zaum zu halten – diese US-amerikanische Sitcom ist zweifellos ein großer finanzieller Erfolg. Und Charlie Sheen selbst konnte sich mit ihr nach seinem unrühmlichen Ausstieg/Rauswurf bei „Two and a Half Men“ vollständig rehabilitieren. Doch beim Rezensenten überwiegt weiter die Trauer um den Verlust des Charlie Harper (Sheens Charakter in „Two and a Half Men“) und darüber, dass Charlie Goodson diesem nicht das Wasser reichen kann.

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Charlie verdingt sich als Anti-Aggressionstrainer

Das mag an den eindimensionalen Nebenfiguren von „Anger Management“ liegen, die damit auch Goodson eindimensional erscheinen lassen, oder am schablonenhaften Aufbau der einzelnen Episoden. Vielleicht liegt es aber auch lediglich daran, dass ich noch nicht über das Betrachten der ersten sechs Episoden hinausgekommen bin (Staffel 1 umfasst insgesamt zehn Folgen).

Sollte sich in naher Zukunft die Gelegenheit ergeben, die nachfolgenden Episoden (immerhin soll allein die zweite Staffel 90 (!) Folgen umfassen) zu sichten, und sollte sich dadurch – was durchaus vorstellbar ist ¬– mein Urteil ändern, werde ich dies in diesem Blog sehr gern kundtun.

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„ICH BIN NICHT AGGRESSIV!“

Veröffentlichung: 22. Mai 2014 als Blu-ray und DVD (gleichzeitig mit Staffel 2)

Länge: 216 Min. (Blu-ray), 207 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Anger Management
USA 2012
Regie: diverse
Drehbuch: diverse
Besetzung: Charlie Sheen, Selma Blair, Shawnee Smith, Noureen DeWulf, Michael Arden, Derek Richardson, Barry Corbin, Martin Sheen, Denise Richards
Zusatzmaterial: Hinter den Kulissen, Outtakes, Interview, Wendecover
Vertrieb: Concorde Home Entertainment

Copyright 2014 by Florian Schneider
Fotos & Packshot: © 2014 Concorde Home Entertainment

 

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Einmal Hans mit scharfer Soße – Peinlich

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Kinostart: 12. Juni 2014

Gastrezension von Simon Kyprianou

Komödie // Das Wichtigste gleich vorweg: „Einmal Hans mit scharfer Soße“ ist ein schlechter Film, er ist dümmlich, miserabel gespielt, uninspiriert, nicht lustig, eine visuelle Katastrophe und er kann leider nicht einmal das profane Versprechen nach einfacher Comedy-Unterhaltung einlösen.

Zum Inhalt: Sehr zum Bedauern ihrer Eltern Ismail und Emine (Adnan Maral, Siir Eloglu) ist die Thirtysomething-Türkin Hatice Coskun (Idil Üner) trotz ihres „hohen“ Alters noch unverheiratet. Bisher ist das kein großes Problem, sie findet immer eine Ausrede, doch nun wird ihre ebenfalls unverheiratete jüngere Schwester Fatma (Sesede Terziyan) ungewollt schwanger. Folge: Fatma muss heiraten, bevor es jemandem auffällt – die Schande wäre sonst groß. Dummerweise erlaubt der Vater der jüngeren Schwester erst dann die Ehe, wenn die Ältere auch verheiratet ist. Ein Mann für Hatice muss also her, und zwar schnell.

Einmal Hans mit scharfer Soße

Antrittsbesuch bei den Eltern – ein Minenfeld

Das wirklich Ärgerliche an dem Film ist, wie lächerlich und würdelos er sich an seiner eigentlich ungemein wichtigen politischen Prämisse verhebt: dem Umgang mit dem Islam, seinen Werten und der Integration der Türken in Deutschand. Regisseur Buket Alakus traut sich nie, das Thema wirklich radikal und ehrlich anzupacken, er buchstabiert es nie aus, bewegt sich immer peinlich berührt um den heißen Brei herum.

Statt ehrliche Figuren und bissige, intelligente Comedy zu inszenieren, findet man in „Einmal Hans mit scharfer Soße“ nur stereotype Figuren und klischeehafte Türken-Witzchen, nicht subversiv, nicht intelligent. Eine typisch deutsche Mainstream-Komödie halt – ein Trauerspiel!

Länge: 96 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
D 2013
Regie: Buket Alakus
Drehbuch: Ruth Toma, nach einem Roman von Hatice Akyün
Besetzung: Idil Üner, Adnan Maral, Siir Eloglu, Sesede Terziyan, Demet Gül, Julia Dietze, Max von Thun, Janek Rieke, Steffen Groth
Verleih: NFP / Filmwelt

Einmal Hans mit scharfer Soße

Ein strenger Vater – Verehrer der Tochter haben’s schwer!

Copyright 2014 by Simon Kyprianou
Filmplakat & Fotos: © 2014 NFP / Filmwelt

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 2014/06/11 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Wir sind die Millers – Eine schrecklich nette Familie

We’re the Millers

Kinostart: 29. August 2013

Von Volker Schönenberger

Komödie // Lieber in den Tag hinein leben, als Verantwortung übernehmen: Obwohl er die Collegezeit lange hinter sich gelassen hat, vertickt David (Jason Sudeikis) in Denver immer noch Marihuana – zwar im kleinen Stil, aber das Einkommen stimmt. Als ihm Drogenbestand und Barvermögen eines Tages geraubt werden, gerät er bei seinem Lieferanten Brad Gurdlinger (Ed Helms aus der „Hangover“-Reihe) in Bedrängnis. Der zwingt den Kleindealer, eine große Ladung Marihuana aus Mexiko in die USA zu schmuggeln.

Um an der Grenze unauffällig zu wirken und Durchsuchungen zu vermeiden, legt sich David eine Tarnidentität als spießiger Familienvater zu. Die dazugehörige Familie klaubt er in seiner Umgebung zusammen: Seine als Stripperin arbeitende Nachbarin Rose (Jennifer Aniston) fungiert als Ehefrau, der einsame Verlierertyp Kenny (Will Poulter) und die obdachlose Ausreißerin Casey (Emma Roberts) geben Sohn und Tochter. Im Wohnmobil fährt die ungleiche „Familie“ ständig zankend nach Mexiko. Am Ort der Übergabe eingetroffen, erweist sich die zu schmuggelnde Drogenladung als weit größer als angekündigt. Es soll nicht die einzige Komplikation bleiben.

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Familie Fürchterlich auf Tour: die Millers

Klingt vorhersehbar? Nun ja – wie sich die Beziehung der vier Protagonisten entwickeln wird, lässt sich in der Tat schon zu Beginn des Trips erraten. Überraschungen gibt’s eher im Detail, etwa wenn ein ebenfalls per Wohnmobil reisendes Ehepaar pikante Vorlieben offenbart. Die Gags sitzen mal gut, mal so lala, wirken allerdings gelegentlich etwas zusammenhanglos aneinandergereiht. Obendrein sprühen zwischen Jennifer Aniston und Jason Sudeikis nicht gerade die Funken.

Man kann es gut oder schlecht finden – so oder so weiß der Filmzuschauer, was ihn in einem Film mit Jennifer Aniston erwartet: seichte Unterhaltung mit trotz kleiner Anzüglichkeiten familienfreundlichem Humor und sympathischen Figuren. Insofern bietet „Wir sind die Millers“ einen angenehmen Kinobesuch, ohne nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. Mal eine ganz andere Rolle für „Friends“-Star Aniston wäre schön, bleibt aber vorerst ein frommer Wunsch: Ihre Filmographie in der IMDb zeigt drei kommende Projekte – alles Komödien. Apropos „Friends“: Unmittelbar zu Beginn des Abspanns folgen einige Outtakes, einer davon dürfte besonders Fans der TV-Serie gefallen.

„Wir sind die Millers“ mag ein Jennifer-Aniston-Vehikel sein, doch auch die anderen Darsteller verdienen Erwähnung: Der aus „Saturday Night Live“ bekannte Jason Sudeikis und Aniston haben mit „Kill the Boss“ (2011) bereits einen gemeinsamen Film gedreht. Auf Will Poulter wurde Hollywood 2007 durch den britischen Film „Der Sohn von Rambow“ aufmerksam. Emma Roberts („Scream 4“) hat eine Hauptrolle im Gia Coppolas bereits abgedrehtem Drama „Palo Alto“ mit James Franco und Val Kilmer. In einer Nebenrolle als mexikanischer Drogenbaron ist zu guter Letzt der in Berlin geborene Tomer Sisley zu sehen, bekannt durch die Titelrolle der beiden „Largo Winch“-Filme.

Länge: 110 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: We’re the Millers
USA 2013
Regie: Rawson Marshall Thurber
Drehbuch: Bob Fisher, Steve Faber, Sean Anders, John Morris
Besetzung: Jennifer Aniston, Jason Sudeikis, Will Poulter Emma Roberts, Ed Helms, Tomer Sisley
Verleih: Warner Bros. Pictures Germany

Copyright 2013 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Foto & Trailer: © 2013 Warner Bros. Entertainment Inc. (Foto: Michael Tackett)

 

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