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Endzeit – Die Zombieapokalypse: Überleben in Thüringen

Endzeit – Die Zombieapokalypse

Von Volker Schönenberger

Horrordrama // Eine Seuche hat die Erde heimgesucht. Nur in zwei Städten haben Menschen überlebt. In Weimar werden Infizierte sofort getötet. In Jena forscht man nach einem Heilmittel. Niemand darf die Städte verlassen. Zwei Orte in Thüringen sind als letzte Refugien nach der Zombieapokalypse natürlich so gut wie jede andere Stadt auf der Welt. Mit behelfsmäßigen Zäunen und Mauern haben sich die Überlebenden darin eingeigelt. Nicht immer gehen die Ausbesserungsarbeiten an den Außengrenzen ohne Opfer ab.

Am Zaun ist’s brandgefährlich

Als ein unbemannter Versorgungszug auf freier Strecke stehenbleibt, finden sich die beiden blinden Passagiere Vivi (Gro Swantje Kohlhof) und Eva (Maja Lehrer) plötzlich ungeschützt in der feindlichen Außenwelt wieder.

Die Untoten aus Deutschland

Bei Zombiefilmen aus deutschen Landen muss man eine Weile nachdenken. Das durchaus gelungene Berlin-Kammerspiel „Rammbock“ (2010) kommt in den Sinn, auch Uwe Bolls Videospiel-Verfilmung „House of the Dead“ sei genannt. 2015 gab’s den ausgelassenen Splatter-Spaß „Caedes – Die Lichtung des Todes“, der mit amateurhafter Anmutung eher bei Trash-Fans Anklang fand. In dem Zuge sei auch die österreichische Zombiekomödie „Angriff der Lederhosenzombies“ von 2016 genannt. Denken wir etwas länger nach, fällt uns ein, dass auch die „Resident Evil“-Reihe deutsche Produktionswurzeln hat. Das war es dann aber auch schon, wenn man von diversen Underground-Produktionen absieht.

Vivi kämpft ums Überleben …

„Endzeit“ scheint sich als Independent-Produktion mit zumindest mir unbekannten Darstellerinnen und Darstellern in der Nähe von „Caedes – Die Lichtung des Todes“ zu platzieren, doch weit gefehlt: Das gänzlich ohne Humor auskommende Werk hat mit Trash nichts am Hut und wirkt professionell in Szene gesetzt, auch wenn man ihm das schmale Budget jederzeit ansieht. Bei den Untoten handelt es sich hier um die rasenden Wüteriche moderner Machart, und nicht um die langsam schlurfenden Gesellen à la Romero. Und wenn Eva und Vivi unvermittelt auf eine sonderbar missgestaltete Gärtnerin (Trine Dyrholm) treffen, verlässt „Endzeit“ auf wohltuende Weise ausgetretene Zombiepfade und dringt in mystische Gefilde vor. Das ist sicher nicht perfekt umgesetzt, manch ein Zombiefan wird es womöglich als albern abtun, aber es verdient Anerkennung, etwas Eigenständiges schaffen zu wollen.

Nach einer Vorlage von Olivia Vieweg

Bemerkenswert die Konsequenz, mit der „Endzeit“ vor und hinter der Kamera auf Frauen setzt: Das Drehbuch stammt von Olivia Vieweg (* 1987) aus Weimar, die damit ihren eigenen, 72-seitigen Comic adaptierte, den sie 2011 als Diplomarbeit für die Bauhaus-Universität in Weimar erschaffen hatte. Aus dem Skript zum Film schuf Vieweg zudem eine Graphic Novel, die 2018 vom Carlsen Verlag veröffentlicht worden ist. Regie führte die in Berlin lebende Schwedin Carolina Hellsgård („Wanja“), weitere bedeutsame Funktionen hinter der Kamera sind ebenfalls weiblich besetzt, etwa die Kamera, der Schnitt, das Produktionsdesign und das Kostümdesign. Die stimmungsvolle und mit angemessener Zurückhaltung eingesetzte Musik stammt von Franziska Henke, und die Produktion teilten sich drei Frauen mit einem Mann. Bedeutsame männliche Rollen im Film sind obendrein keine zu finden. Ein paar Statisten als Überlebende zu Beginn, unter den Zombies natürlich zu Genüge – das war es auch schon. Bemerkenswert auch, dass sich mit Trine Dyrholm („Love Is All You Need“) eine namhafte dänische Schauspielerin für einen kurzen Auftritt gefunden hat. Diese geballte Weiblichkeit ist angetan, den üblichen Horrorfan-Macho in die Flucht zu schlagen, aber wer sich als Mann etwas gelassener ans Gender-Thema wagt und keine Berührungsängste gegenüber weiblicher Dominanz hat, erlebt vielleicht eine angenehme Überraschung. Auch Frauen können Zombies, und warum auch nicht? Da haben wir im Indie-Horror schon ganz andere männliche Produktionen krepieren sehen.

Beim Toronto International Film Festival gezeigt

Dank einiger Festivalauftritte, darunter beim Toronto International Film Festival 2018 und dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2019, hat „Endzeit“ bereits verdiente Aufmerksamkeit und sogar begrenzte Kinoauswertung erfahren. Das Horrordrama endet anders als viele andere Zombie-Endzeitfilme. Es gibt Hoffnung, aber auf denkbar ungewöhnliche Weise. Hoffnung für den deutschen Horrorfilm gibt es ebenfalls. Schade nur, dass die deutsche Blu-ray und DVD ohne jedes Bonusmaterial daherkommen.

… und sucht ihr Heil in der Flucht

Veröffentlichung: 24. Januar 2020 als Blu-ray und DVD

Länge: 89 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Audiodeskription für Blinde und Sehbehinderte
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Endzeit – Die Zombieapokalypse
D 2018
Regie: Carolina Hellsgård
Drehbuch: Olivia Vieweg, nach ihrem eigenen Comic
Besetzung: Gro Swantje Kohlhof, Maja Lehrer, Trine Dyrholm, Barbara Philipp, Yûho Yamashita, Marco Albrecht
Zusatzmaterial: Wendecover
Label/Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment

Copyright 2020 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2020 Lighthouse Home Entertainment

 

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Hellboy – Call of Darkness: Vorerst letzter Auftritt des Höllenknilchs?

Hellboy

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Action // Die Kultstatus genießenden Graphic Novels von Mike Mignola habe ich nie gelesen. An Guillermo del Toros erste Verfilmung „Hellboy“ von 2004 mit Ron Perlman in der Titelrolle entsinne ich mich kaum noch, seine Fortsetzung „Hellboy – Die goldene Armee“ (2008) habe ich gar nicht geschaut. Das nur vorab, damit ihr meine folgenden Zeilen einordnen könnt. Ich nehme mir „Hellboy – Call of Darkness“ somit völlig unbeleckt vor. Ob Neil Marshalls Regiearbeit eine adäquate Umsetzung der Comic-Vorlage und gegenüber del Toros Versionen einen Fort- oder Rückschritt darstellt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Hellboy als Wrestler

Ein Prolog führt uns ins finstere Mittelalter des Jahres 517 nach Christus. König Artus persönlich besiegt die böse Nimue (Milla Jovovich), die sogenannte Blood Queen. Er zerstückelt ihren Körper und lässt die Einzelteile in aller Welt verstreut vergraben, damit Nimue nie wieder Unheil über die Menschen bringen kann.

Hellboy steigt in den Ring

Nach einem Zeitsprung ins mexikanische Tijuana an der Grenze zu den USA lernen wir Hellboy (David Harbour, „Stranger Things“) kennen, der als Ermittler paranormalen Phänomenen auf der Spur ist – ungeachtet dessen, dass er selbst ein solches Phänomen darstellt. In einem Wrestling-Ring trifft er auf seinen Kollegen und Kumpel Esteban Ruiz (Mario de la Rosa), in den während dessen jüngster Mission der vampirische Dämon Camazotz gefahren ist. Nach Ruiz’ Tod wird Hellboy von seinem Ziehvater Trevor Bruttenholm (Ian McShane, „John Wick“-Reihe) nach Colorado verfrachtet, dem Sitz des „Bureau for Paranormal Research and Defense“ (BPRD). Dort erhält er einen Auftrag, der ihn nach Großbritannien führt.

Trevor Bruttenholm hat mit Hellboy etwas vor

Ursprünglich war eine zweite Fortsetzung von del Toros 2004er-„Hellboy“ geplant, aber aufgrund der berühmten „kreativen Differenzen“ stiegen Guillermo del Toro und Ron Perlman irgendwann aus – oder wurden sanft aus dem Projekt herauskomplimentiert, wer weiß das schon? Nun ist aus „Hellboy – Call of Darkness“ ein sogenanntes Reboot geworden, das eine von den beiden vorherigen Kino-Umsetzungen völlig abgekoppelte Geschichte erzählt. Angesichts des Misserfolgs an den Kinokassen und der alles andere als schmeichelhaften Resonanz bei der Filmkritik kann es allerdings gut sein, dass Hellboy im Kino bis auf Weiteres Geschichte ist. Eine Wertung von gerade mal 17 Prozent im „Tomatometer“ bei „Rotten Tomatoes“ spricht eine deutliche Sprache (Stand August 2019).

Der Kampf gegen die drei Riesen

Dabei geizt „Hellboy – Call of Darkness“ nicht mit Schauwerten. Der Kampf des rotgesichtigen Höllenknilchs mit den abgesägten Teufelshörnern gegen drei Riesen macht viel Freude, und Neil Marshall kennt auch kein Pardon, was CGI-blutige Details angeht. Die FSK hatte offenbar einen gnädigen Tag, als sie trotz durchbohrter und zerteilter Körper die Altersfreigabe ab 16 Jahren zückte. In der Folge bekommt es Hellboy mit dem Gruagach zu tun, einem rachsüchtigen Dämon mit Wildschweinkopf, der im Auftrag der Hexe Baba Yaga unterwegs ist, Nimues Körperteile zusammenzutragen, um die Blood Queen wiederauferstehen zu lassen. Es droht die Apokalypse, aber dafür benötigt Nimue offenbar Hellboy. Immerhin erhält er Unterstützung durch Alice Monaghan (Sasha Lane, „American Honey“), die er einst vor Dämonen rettete, als sie ein Baby war, und die seitdem die Fähigkeiten eines Mediums in sich trägt, und den BPRD-Soldaten Ben Daimio (Daniel Dae Kim, „Lost“), einen Gestaltwandler. Dessen Verwandlung in ein Jaguar-ähnliches Wesen erinnerte mich frappierend an die berühmte Transformations-Szene in John Landis’ „American Werewolf“ (1981) – eine schöne Hommage immerhin.

Eine echte Schönheit: Gruagach

Die Story gibt einiges her, ihre Umsetzung erschöpft sich aber im nicht zu leugnenden Einfallsreichtum bei der Visualisierung der Figuren. Sie sind schön, bisweilen hübsch hässlich anzuschauen, wirken aber recht seelenlos. Immer wieder muss sich Hellboy garstige Kreaturen vom Leib halten, die ihm ans widerstandsfähige Leder wollen. Er wird verraten, von Speeren durchbohrt und erleidet weiteres Unbill – zum Glück hat er gutes Heilfleisch. So recht ans Herz will er mir leider nicht wachsen, das erscheint mir aber als durchaus bedeutsame Prämisse, um „Hellboy – Call of Darkness“ fesselnd zu finden. Vermutlich lasse ich Mike Mignola damit Unrecht widerfahren, aber mein Interesse an den Vorlagen hat der Film nicht geweckt. Der Comicautor wird es verschmerzen können.

Was hat Baba Yaga vor?

Ein paar Rückblenden unterbrechen immer wieder die Haupthandlung. Sie sind mal interessant, mal leidlich interessant geraten, stören aber bisweilen den Erzählfluss. Das trägt ab und zu den Charakter einer Nummernrevue. Sonderlich dialogstark erscheint mir das Ganze auch nicht. Ich habe gelegentlich zwischen der deutschen Synchronisation und der englischen Sprachfassung hin und her geschaltet – die Original-Tonspur ist erwartungsgemäß vorzuziehen. Im Finale bricht kurz ein Inferno über London herein, das aber schneller vorbei ist, als es begonnen hat. Da hätte ich mir mehr gewünscht.

Neil Marshall setzt fremdes Drehbuch um

Mit „Hellboy – Call of Darkness“ hat Neil Marshall („The Descent – Abgrund des Grauens“) erstmals ein Drehbuch aus fremder Feder umgesetzt. Vielleicht ist er mit Verfilmungen eigener Skripts besser beraten, bei denen seine Stimme dann auch mehr Gewicht hat – bei der ins Kino gelangten Schnittfassung („Final Cut“) von „Hellboy – Call of Darkness“ hatte er kein Mitspracherecht mehr. Er ist auch für den Regiestuhl von „Skull Island – Blood of the Kong“ vorgesehen. Da ich Marshalls Arbeit mag, freue ich mich darauf, aber gegenüber „Hellboy – Call of Darkness“ muss er eine gehörige Schippe drauflegen.

Das ungleiche Team muss sich …

Das Ende des Films kündigt nach Kräften die wenig überraschende Absicht der Macher an, Fortsetzungen zu drehen, um ein großes Kino-Universum rund um den Höllenknaben zu etablieren: Sowohl ein Epilog als auch eine Szene während und eine nach Ende des Abspanns bieten Cliffhanger dafür. Angesichts des Misserfolgs von „Hellboy – Call of Darkness“ muss sich das Marvel Cinematic Universe aber wohl keine Sorgen machen, vom Franchise-Thron gestoßen zu werden. Ob es je ein Sequel geben wird?

… der bösen Nimue stellen

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Neil Marshall sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Milla Jovovich unter Schauspielerinnen.

Hellboy im Infight mit Gruagach

Veröffentlichung: 23. August 2019 als 4K UHD Blu-ray (inkl. Blu-ray), Blu-ray im Steelbook, Blu-ray und DVD

Länge: 130 Min. (Blu-ray), 125 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Hellboy
GB/BUL/USA 2019
Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Andrew Cosby, nach einer Vorlage von Mike Mignola
Besetzung: David Harbour, Milla Jovovich, Ian McShane, Sasha Lane, Daniel Dae Kim, Brian Gleeson, Mark Stanley, Penelope Mitchell, Nadya Keranova, Maria Tepavicharova, Ana Tabakova, Mario de la Rosa, Atanas Srebrev, Dawn Sherrer, Michael Heath
Zusatzmaterial: „Tales of the Wild Hunt – Hellboy Reborn“ (nicht DVD), entfernte Szenen, Previzualiations, 2 Featurettes, nur Blu-rays: 3 weitere Featurettes („The Forever Warriors – Story and Characters“, „Ye Gods And Devils – Creatures And Gear“ und „Rise Of The Blood Queen – Production“), Trailershow
Label/Vertrieb: Universum Film

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshots: © 2019 Universum Film

 

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Spider-Man – Far from Home: Spinnenmann schwingt sich durch Europa

Spider-Man – Far from Home

Kinostart: 4. Juli 20169

Von Iris Janke

SF-Action // Erwachsenwerden auf der Klassenfahrt – paradox, aber genau dieses Kunststück gelingt Jon Watts („Clown“) mit „Spider Man – Far from Home“, seiner auf „Spider-Man – Homecoming“ folgenden Regiearbeit. Watts schickt Peter Parker (Tom Holland) alias Spider-Man diesmal auf eine Klassenfahrt quer durch Europa. Dabei versucht der junge Mann, den richtigen Moment zu finden, seiner Klassenkameradin Michelle Jonas (Zendaya, „K.C. Undercover“) alias MJ seine Gefühle zu gestehen.

Spinnenmann auf Klassenausflug

Peter Parkers ursprünglicher Plan für den Europatrip sah vor: viel Entspannung, das rote Superheldenkostüm auf jeden Fall daheim lassen und MJ auf dem Eiffelturm ein romantisches Geschenk überreichen. Doch dabei hat er die Rechnung ohne Happy Hogan (Jon Favreau) gemacht. Der informiert ihn, dass sein neuer Ziehvater Nick Fury (Samuel L. Jackson) ihn dringend sprechen will. Wir erinnern uns: Spider-Man-Förderer Tony Stark (Robert Downey Jr.) alias Iron-Man ist tot. Peter Parker jedoch steht der Sinn gerade wenig nach Action. Kein Wunder also, dass er Happy Hogans Aufforderung ignoriert, Nick Fury zu kontaktieren. Fury allerdings lässt sich nicht so leicht abweisen. Kurzerhand leitet er den gesamten Europatrip der Klasse um – geradewegs dahin, wo sich vier übermächtige Bösewichte tummeln: die Elementals Hydron, Magnum, Zephyr und Hellfire. Klar, dass Peter Parker in altbekannte Gefahrensituationen gerät und sich zwecks Rettung seiner Klassenkameraden und der übrigen Bevölkerung plötzlich durch Venedig, Prag, Berlin und London schwingt. Seltsam: Überall dort, wo gerade eine Katastrophe passiert, taucht Quentin Beck (Jake Gyllenhaal) alias Mysterio, auf …

Soll Peter Parker MJ seine Liebe gestehen?

Der MCU(Marvel Cinematic Universe)-Episode „Spider-Man – Far from Home“ tut es extrem gut, dass sie an für Spider-Man ungewöhnlichen Orten spielt. Scheinbar mühelos lässt Regisseur Watts den Spinnenmann in – gefühlt – ganz Europa Menschen retten. Spider-Man Peter Parker mit Tom Holland in der Hauptrolle wirkt, anders als seine Rollen-Vorgänger (Tobey Maguire und Andrew Garfield) frischer, jünger und irgendwie entstaubt. Auch Zendaya als Peter Parkers neuer Schwarm MJ trägt zur Verjüngung des Teams bei. Ebenfalls toll besetzt: Jake Gyllenhaal als Hingucker Mysterio, umso interessanter, da er einst selbst einst als Spider-Man-Besetzung im Gespräch war. Watts gelingt der Mix aus guten jungen Schauspielern und etablierten Stars, computeranimierten Superschurken, historischer Kulisse und pointierten Gags. Ergebnis: gelungenes buntes Popcornkino für alle.

Nick Fury (r.) will Spider-Man für seine Zwecke einsetzen

Kenner des MCU werden zudem ihren Spaß daran haben, diesen „Spider-Man“-Teil in die „richtige“ zeitliche Reihenfolge der anderen Teiles zu bringen. Wichtig: Unbedingt bis nach dem Abspann im Kinosessel sitzen bleiben, denn wie bei den meisten Marvel-Filmen gibt es einen Ausblick auf kommende Ereignisse, tatsächlich sogar zwei völlig verschiedene – einen vergleichsweise kurz nach Beginn des Abspanns, den anderen ganz am Ende.

Freunde? Spider-Man und Mysterio (r.)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jake Gyllenhaal und Samuel L. Jackson sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Neuer schwarzer Anzug für Spider-Man

Länge: 129 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Spider-Man – Far from Home
USA 2019
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Chris McKenna, Erik Sommers, nach den Comicvorlagen von Steve Ditko und Stan Lee
Besetzung: Tom Holland, Jake Gyllenhaal, Samuel L. Jackson, Marisa Tomei, Jon Favreau, Zendaya, Jacob Batalon, Remy Hii, Angourie Rice, Cobie Smulders, Martin Starr, Numan Acar
Verleih: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Copyright 2019 by Iris Janke

Filmplakate, Szenenfotos & Trailer: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

 

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