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Acceleration – Gegen die Zeit: Von Lundgren auf die Jagd geschickt

Acceleration

Von Volker Schönenberger

Actionthriller // Dolph Lundgren hat noch lange nicht genug – das belegt allein schon sein Eintrag in der Internet Movie Database (IMDb). Der 1957 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm Geborene dreht seit Jahren konstant pro Jahr mehrere Filme. Natürlich ist das nicht A-Liga, und ein Klassiker wie „Red Scorpion“ (1988), „The Punisher“ (1989), „Universal Soldier“ (1992) und „Men of War“ (1994) wird dabei wohl nicht mehr herauskommen; dennoch macht er mir Spaß, weshalb ich keine Scheu habe, neue Produktionen mit Lundgren anzutesten.

Vladik schickt …

Ab und zu findet sich sogar eine kleine Perle wie „Skin Trade“ (2014) mit „Ong-Bak“-Star Tony Jaa. Auch sein Ausflug ins Zombiegenre „Battle of the Damned“ (2013) hat mir Freude bereitet – „Zombie Shooter“ (2017) allerdings zugegeben nicht so sehr. Der trashige „The Demon Hunter“ (2016) wiederum war ein schöner Horrorspaß, auch der Actionthriller „Black Water“ (2018) hatte seine Momente und markierte obendrein Lundgrens fünfte Zusammenarbeit mit Jean-Claude Van Damme.

Der Schwede als Kindesentführer?

In „Acceleration – Gegen die Zeit“ gibt der alte Schwede zur Abwechslung mal wieder den Schurken, was er weniger häufig tut, als man denken könnte: Als Gangsterboss Vladik regiert er in Los Angeles mit eiserner Hand. Weil er seine Vertraute Rhona (Natalie Burn) verdächtigt, gegen ihn zu agitieren, entführt er ihren kleinen Sohn. Mit diesem Faustpfand nötigt er sie, für ihn ein paar Aufträge auszuführen, die sich vornehmlich gegen seine Rivalen richten. Für Rhona wird es eine lange Nacht.

… Rhona in die Nacht hinaus

Die ukrainische Hauptdarstellerin Natalie Burn fungierte gleichzeitig auch als Produzentin von „Acceleration“. Da liegt der Gedanke nahe, dass der Streifen ihr auch als Vehikel dienen sollte. Sie hat durchaus ihre Szenen und ein paar anständige Actioneinlagen, insgesamt aber zu wenig Profil, um sich von anderen coolen und toughen Frauen im Actiongenre abzuheben. Beweglich genug ist sie immerhin, das kommt vermutlich von ihrer Ballett-Erfahrung. Burn kennt Lundgren bereits von den Dreharbeiten zu Uwe Bolls „Schwerter des Königs – Zwei Welten“ (2011) und dem Actionstar-Stelldichein „The Expendables 3“ (2014).

Danny Trejo macht einmal „Kuckuck“

Während Rhona kopfüber in die Nacht eintaucht, entpuppt sich der Gangsterboss Kane (Sean Patrick Flanery) als Vladiks größter Rivale. Der aus „Der blutige Pfad Gottes“ (1999) bekannte Flanery spielt ihn mit Inbrunst und überkandidelt, sogar mit elegantem Spazierstock ausgestattet und immer für ein tödliches Spiel zu haben. Auch Charakterkopf Danny „Machete“ Trejo hat einen Auftritt als Santos, der allerdings denkbar kurz ausfällt: Rhona sucht ihn auf, die beiden wechseln ein paar Worte, dann verschwindet sie wieder. Trejos Rolle ist offenbar eines dieser Engagements, die einzig dem Zweck dienen, einem Film mehr Prominenz in den Credits zu geben (wobei Trejo zumindest auf dem deutschen Cover gar nicht auftaucht). Mit den Mixed-Martial-Arts-Athleten Chuck Liddell und Quinton „Rampage“ Jackson sowie Al Sapienza („Godzilla“, 2014) sind weitere bekannte Namen vertreten.

Dort trifft sie unter anderem auf Santos

Für einen Actionfilm wird gelegentlich zu viel geredet, und dem Regisseurs-Duo Michael Merino und Daniel Zirilli fehlt das Händchen, Rhonas Trip durch die Nacht als den pulsierenden Großstadt-Thriller zu inszenieren, der „Acceleration“ sein soll. Für Actionszenen ist Lundgren obendrein mittlerweile wohl zu alt. Seine einzige Kampfszene kaschiert gewisse Unbeweglichkeiten mit reichlich Schnitten (hoffentlich liest er das nicht, denn beweglicher als ich ist er vermutlich allemal noch). So geht „Acceleration – Gegen die Zeit“ als generischer Thriller ins Ziel, den ich sicher kein zweites Mal schauen werde. Langsam wird es mal wieder Zeit für ein kleines Lundgren-Highlight.

Kane mag Russisch Roulette

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Natalie Burn haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Dolph Lundgren und Danny Trejo unter Schauspieler aufgelistet.

Wird Rhona ihren Sohn wiedersehen?

Veröffentlichung: 2. Juli 2020 als Blu-ray und DVD

Länge: 85 Min. (Blu-ray), 83 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Acceleration
USA 2019
Regie: Michael Merino, Daniel Zirilli
Drehbuch: Michael Merino
Besetzung: Sean Patrick Flanery, Dolph Lundgren, Natalie Burn, Danny Trejo, Chuck Liddell, Quinton „Rampage“ Jackson
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow
Label: Tiberius Film
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment

Copyright 2020 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot: © 2020 Tiberius Film

 

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Silent Trigger – Lundgrens Finger am Abzug zuckt

Silent Trigger

Von Volker Schönenberger

Action // Ex-Elitesoldat Waxman (Dolph Lundgren) arbeitet als Auftragsmörder für einen ihm unbekannten Boss. Seine Opfer erledigt er mittels Scharfschützengewehr, unterstützt von Clegg (Gina Bellman), die dem „Sniper“ als „Spotter“ mit präzisen Kalkulationen von Distanz, Wind etc. die Opfer auf dem Silbertablett serviert. Doch beim Attentat auf eine Politikerin im Wahlkampf eines fremden Landes geht einiges schief: Weil die Frau gerade ein Baby in den Armen hält, weigert sich Waxman, den Schießbefehl auszuführen. Per Funk erteilt der Auftraggeber daraufhin Clegg die Order, ihren Partner umzulegen. Bevor es dazu kommen kann, naht ein Helikopter mit schwer bewaffneten Männern, die die beiden Attentäter unter Feuer nehmen. Nur knapp gelingt Waxman und Clegg die Flucht.

Waxman nimmt sein Ziel ins Visier

Nach dem Auftrag ist vor dem Auftrag, der Befehl, Waxman zu eliminieren, scheint vergessen: Für einen weiteren Anschlag sucht der Killer das „Algonquin“ auf, einen in Bau befindlichen Wolkenkratzer. Überrascht stellt er fest, dass ihm erneut Clegg als Spotter zugeteilt worden ist. Die wiederum muss sich im Gebäude eines aufdringlichen Sicherheitsmanns (Christopher Heyerdahl) erwehren.

Auftragsmörder im Karriereherbst

Der des Tötens müde Auftragskiller mit Gewissen stellt ein immer wieder gern genommenes Motiv dar. Wenn die Action stimmt wie bei „Silent Trigger“, ist gegen die generische Machart auch nichts einzuwenden. Bei Dolph Lundgren weiß man ohnehin, was man bekommt – keine A-Ware, aber auch nur selten echte Stinker. Ich schau mir den Schweden immer wieder gern an und kann B-Action ohnehin einiges abgewinnen. „Silent Trigger“ ist aufgrund einiger Rückblenden etwas weniger geradlinig inszeniert, als es die Story an sich hergibt. Der missratene Auftrag zu Beginn und die anschließende Flucht von Waxman und Clegg nehmen Raum ein. Das ist aber versiert genug inszeniert und stört weder Tempo noch Verlauf der Haupthandlung auf der „Algonquin“-Baustelle. Ein paar Explosionen sieht man in der Totalen zu sehr die Herkunft aus dem Computer an, aber das trübt das Actionvergnügen nur gering. Den billigen Konserven-Score auszublenden, bereitet da schon mehr Mühe.

Auf der Flucht lässt er sich nicht aufhalten

Regisseur Russell Mulcahy („Resident Evil – Extinction“, 2007) durfte nach dem zumindest in den USA bescheidenen Einspielergebnis von „Highlander – Es kann nur einen geben“ (1986) vorerst nur wieder Musikvideos inszenieren – sein ursprüngliches Metier. Fünf Jahre danach übertrug man ihm immerhin die Fortsetzung „Highlander II – Die Rückkehr“ und „Ricochet – Der Aufprall“ mit Denzel Washington. Zu seinen weiteren bedeutsamen Regiearbeiten zählen „Karen McCoy – Die Katze“ (1993) mit Kim Basinger und Val Kilmer sowie „Shadow und der Fluch des Khan“ (1994) mit Alec Baldwin und Penelope Ann Miller. Beiden war jedoch kein kommerzieller Erfolg beschieden. Er dreht auch viel fürs Fernsehen.

Nach 16 Jahren runter vom Index

Wer die Zielpersonen der Auftragsmorde und weshalb sie dem Tode geweiht sind, bleibt ebenso offen wie die Funktion des Auftraggebers. Auf diese Weise lassen sich Logiklöcher natürlich gut vermeiden. Am Ende wird letztlich gar nichts erklärt, das ist immerhin konsequent. „Silent Trigger“ war 1999 indiziert worden, eine legale DVD gab es bis 2014 nicht – in dem Jahr veröffentlichte Subkultur den Film ungeprüft im Digipack mit Blu-ray und DVD. Ein Jahr später erfolgte die Listenstreichung, sodass der Film mittlerweile keine Beschaffungsprobleme mehr bereitet. Laut Information von OFDb haben Black Hill Pictures / Koch Films für die 2015er-Auflage des Films nicht auf das vorzügliche Subkultur-Master des Films zugegriffen, sondern ein älteres von geringerer Qualität verwendet. Die mir vorliegende 2018er-Neuauflage hingegen ist demzufolge mit der Erstauflage identisch, an der Bild- und Tonqualität habe ich auch nichts auszusetzen. Für Dolph-Lundgren-Komplettisten natürlich unerlässlich, sei der Streifen B-Action generell zugeneigten Menschen ebenfalls ans Herz gelegt.

Um an dem Killer vorbeizukommen, muss man einiges draufhaben

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Dolph Lundgren haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

„Kuckuck!“

Veröffentlichung: 27. April 2018 als Blu-ray und DVD, 13. August 2015 als Blu-ray, 19. Dezember 2014 als Blu-ray, 5. Dezember 2014 als Limited 2-Disc Edition (Blu-ray & DVD, Digipack im Schuber)

Länge: 90 Min. (Blu-ray), 94 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Silent Trigger
KAN/GB 1996
Regie: Russell Mulcahy
Drehbuch: Sergio Altieri
Besetzung: Dolph Lundgren, Gina Bellman, Conrad Dunn, Christopher Heyerdahl, Emma Stevens, Alexandria Haber, Reynald Robinson, Dale Hayes, Erin Simms, Jonathan Robert Rondeau, Carl Alacchi, Jonathan Larocque, Andreas Apergis, Tim Post
Zusatzmaterial 2018: Interview mit Drehbuchautor Sergio Altieri (19:30 Min.), deutscher und französischer Trailer, Credits & Vergleich Rohscan – Final Grading (6:30 Min.), Filmografie & Trailershow Dolph Lundgren, Wendecover
Zusatzmaterial 2015: deutscher und französischer Trailer
Label 2018: Black Hill Pictures
Vertrieb 2018: WVG Medien GmbH
Label/Vertrieb 2014: Subkultur
Label 2015: Black Hill Pictures
Vertrieb 2015: Koch Media

Copyright 2020 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshot links unten: © Black Hill Pictures, Packshot rechts unten: © Subkultur

 

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Gewinnspiel: 2 x Zombie Shooter auf Blu-ray

Verlosung

Nach „Battle of the Damned“ (2013) hat sich Action-Altstar Dolph Lundgren mit „Zombie Shooter“ (2017) erneut in Untotengefilde begeben. Tiberius Film hat uns von der Verfilmung eines für Smartphones und Tablets kostenlos erhältlichen Ego-Shooters zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,45 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 17. März 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die verspätete Auslosung bitte ich zu entschuldigen. Je eine Blu-ray geht an

– Dirk B.,
– Michael Werner.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Zombie Shooter“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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