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Der gläserne Turm – Das schwache Geschlecht

Der gläserne Turm

Von Tonio Klein

Drama // Was für ein Bild! Eine Frau rennt über zwanzig Stockwerke eine runde Treppe herunter, der Top Shot versinnbildlicht ihr Hamsterrad. Sie flieht vor ihrem Mann, nervös, dass der Fahrstuhl nicht gleich kommt und dass der Gatte sie beim Warten noch erwischen könnte. Natürlich benutzt der Mann dann den Fahrstuhl, und als die Frau unten ankommt, ist er schon da, hat sie sich im Kreis gedreht, flieht sozusagen in seine omnipräsenten Arme, die eher Bedrohung als Schutz sind. Die Frau ist Katja (Lilli Palmer), einst erfolgreiche Theaterschauspielerin, die nach dem Krieg ihre Karriere gegen die Heirat mit dem älteren, (erfolg)reichen Unternehmer Robert Flemming (O. E. Hasse) getauscht hat und die zurück auf die Bretter möchte, die die Welt und ihre Befreiung bedeuten würden. Hierzu wurde sie vom deutsch-amerikanischen Bühnenautor John Lawrence (Peter van Eyck) überredet, der sie für einzigartig hält, zumal in der ihr zugedachten Rolle. Dass es in dem Stück unten anderem um sexualisierte Gewalt geht, ist kaum Zufall.

Ein Bild der Zeit

Das westdeutsche Nachkriegskino konnte nicht nur „Liebe, Tanz und 1000 Schlager“ (1955)! In diesem bedrückenden Drama, das im letzten Akt zum Justizthriller wird, fallen zunächst die hohen schauspielerischen Leistungen und ein unbedingter Gestaltungswille (auch außen- wie innenarchitektonisch) auf, wobei manche ihm angekreidet haben, die Botschaft komme etwas überdeutlich daher. So ganz falsch ist das nicht, richtig aber auch nicht. Sicher, die Dialoge kommen gelegentlich dem Kipppunkt gefährlich nah, an dem man sagen möchte: Wir hätten auch so gemerkt, dass die Frau in einem gläsernen und damit dem Mann stets einsehbaren Käfig steckt und dass der Wirtschaftswundermann von der Angst gezeichnet ist, seine „Errungenschaften“ wieder zu verlieren. Dabei setzt er Materielles und die Gattin gleich, wobei man rätseln kann, ob er Letztere überhaupt je „gehabt“ hat. Alles übertrieben, auch in der dräuenden Nutzung der filmischen Räume?

Der gläserne Käfig

Eher nicht! Der Film ist nicht nur Emanzipationsgeschichte, sondern auch Zeitgeschichte. Bei Ersterem ist er eh gut, bei Letzterem dürfte er mit den Jahrzehnten noch gewonnen haben. Wie Robert Zion, mein Kollege bei „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ schreibt: Filme sind kultureller Speicher. Und es ist eindrücklich, sich einmal oder auch mal wieder vor Augen zu führen, wie das in Westdeutschland eben war. Lauter Gegensätze: Vom titelgebenden Hochhaus, Symbol des Wirtschaftswunders, das sich Flemming erarbeitet (oder erarbeiten lassen) hat und in dessen zwanzigstem Stock er lebt, kann man noch auf Trümmer schauen. Zarte Pflänzchen der Emanzipation blühen, das Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht rammten durchaus bedeutende Pflöcke in die Landschaft, der Rechtsanwalt Katjas ist eine Rechtsanwältin (Brigitte Horney), die Künstlerszene lebendig, aber Frauen durften eben auch noch nicht ohne Einverständnis des Gatten arbeiten. Und wenn Katja, die die Ehe aus einem Sicherheitsbedürfnis und ohne Liebe eingegangen ist, am Ende sagt, sie hätte dem Mann die Zuneigung doch nicht vorspielen können, denke ich daran, dass der Bundesgerichtshof noch 1966 etwas Ungeheuerliches gesagt hat: „Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen (…) versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen.“ (BGH, IV ZR 239/65, Rn. 13)

Na, darf ich trinken? Immer der Blick zum Gatten

Der Film haut uns die Lage von Katja, aber auch verschiedene Ambivalenzen mit allen Mitteln der Kunst um die Ohren. Musikalisch wechselt 50er-Nachkriegsswing-Gedudel mit Dissonanzen, bei denen wohl auch elektronische Instrumente eingesetzt wurden. Die Architektur im Appartement der Flemmings ist nicht nur überladen, sondern eine so schräge Kombination von Dingen, die einfach nicht zusammenpassen, dass es die Zerrissenheit auch des Ehemannes zeigt. Da trifft gediegen Traditionelles wie ein Ohrensessel auf kalten Modernismus und einen Kamin mit fast pop-art-gebogenen Formen, wie sie bei Sitzmöbeln seinerzeit aufkamen. Und von allem unsagbar viel! Der Mann scheint manisch wahllos im Ansammeln von „Besitz“. Man sollte bei solchen vollgestopften Räumen eigentlich Enge erwarten, aber die gibt es nur im übertragenen Sinne, garniert mit einer bald schon Orwellschen Überwachung. Im Gegensatz dazu sind die Räume weit, sind das Appartement und speziell das Wohnzimmer riesig. So bezeichnend wie erschreckend ist eine Szene, in der Katja es einmal durchquert, was als erster Fluchtversuch zu lesen ist. Wie lange sie dafür braucht, um dann noch hinzufallen, wieder aufzustehen und immer noch weit entfernt von der Tür zu sein! Der Film spielt virtuos mit Tiefenschärfe, die der Frau noch aus dem letzten Winkel suggeriert: Big Husband is watching and controlling you. Dass gelegentlich aber auch die Tiefenschärfe in auffälliger Weise fehlt, lässt die Brennweitenentscheidungen als bewusst erscheinen: Manchmal ist die Frau eben auch isoliert (der Mann gelegentlich ebenfalls).

Die Form folgt formvollendet der Funktion

Der Film ist gestalterisch auf allen Ebenen ein Meisterstück. Neben dem Auffälligeren sollte man ein Augenmerk auf die Anschlüsse lenken. Zusammen mit dem geschickten Drehbuch (unter anderem vom Schriftsteller Wolfgang Koeppen) entstehen so immer wieder Parallelen. Ab und an wissen wir nach einem Schnitt für einen Moment nicht, ob wir uns bei einer Theaterprobe/-besprechung, bei einer Geschäftskonferenz Flemmings oder in einem Dialog über die private Situation des Paares befinden. So erfahren wir beispielsweise nie genau, worin das Geschäft des Mannes eigentlich besteht, aber Flemming sagt einmal etwas Bezeichnendes: Man müsse bei einer Kooperation einen Rückzieher machen, obwohl man damit den Vertragspartner enttäusche (und mutmaßlich einen Vertrag bricht), aber man habe ja auch an die Firma zu denken. Genauso wird Flemming Katja ermahnen, gegenüber dem Theater, dem sie dann doch allein zugesagt hatte, vertragsbrüchig zu werden, denn sie müsse ja auch an die Interessen ihres Herrn und Gebieters (ja, so sieht er das) denken. Architektur und Kostüme sind gerade in Anschlüssen ebenfalls bezeichnend. Katja ist auffällig oft in hypereleganten Kleidern zu sehen, bei den Theaterproben indes fast schon burschikos mit Jeans. Bei einer Geschäftskonferenz haben die Teilnehmenden, natürlich ausschließlich männlich, dermaßen ausladend bequeme Sessel, dass es nicht nur schön, sondern auch äußerst unpraktisch ist, weil man, um den Tisch zu nutzen, wie ein Huhn auf der Vorderkante sitzen muss. Wohlstand um des Symbols willen, die Form folgt nicht der Funktion, Schnitt – und am kleinen runden Holztisch der Theaterkantine mit sehr einfachen Stühlen scheint sich Katja wohlzufühlen. Der Film ist jenseits des Offensichtlichen voll solcher kleiner feiner Zeichen.

Und wenn es zu einem höchst symbolischen Gewitter kommt, hätte man es auch gewaltig verbocken können. Lawrence und Katja kommen sich in einer engen Telefonzelle näher, Flemming ist in seiner prunkvollen Weite am Boden zerstört und lässt sich nassregnen, psychisch nicht mehr in der Lage, das Oberlicht einfach zu schließen. Eine Parallelmontage hätte die Aussage zu sehr auf die Spitze getrieben, aber der Film tut genau dies nicht, sondern verrät uns erst sehr spät, dass beide Ereignisse zur selben Zeit stattgefunden haben. Wunderbar!

„Ich bin unschuldig!“ Nein, ganz so fühlt Katja sich nicht

Wenn nach einem dramatischen Ereignis eine Gerichtsverhandlung stattfindet, in deren Unterbrechung es zum klassischen Thriller-Element des Auffindens eines Entlastungsbeweises gegen die Zeit kommt, ist der Film immer noch virtuos. Auch wenn nicht alles im Einklang mit der Strafprozessordnung ablaufen mag: Das damals schon existente Mordmerkmal „Heimtücke“ ist noch heute das umstrittenste, und endlich einmal sitzt das Detail, dass die Fachbuchrücken auf dem Richtertisch nicht telegen zum Publikum zeigen (einer der vielen Mängel unsäglicher TV-Gerichtsshows), sondern natürlich zu den Richtern. Der Film weist dort über das Juristische hinaus, spinnt den psychologischen und gesellschaftskritischen Faden weiter und schafft durch die nun größere Bedeutung eines ehrpusselig-unterwürfigen Dieners Flemmings (Ludwig Linkmann) noch eine herrliche Archetypik der 50er-Sitten – mit höchst dramatischer Bedeutung, die aber nicht verraten sei. Er lässt immer noch lange in der Schwebe, ob Katja ihre Befreiung gelingen wird, da sie durchaus eine unsichere Frau war und ist und Schuldgefühle ob der Tatsache hat, dass sie Flemming ohne Liebe geheiratet und den Erwartungen nicht entsprochen hat. Da ist sie nun eine grandiose Schauspielerin, aber sich die Liebe einfach zu erdichten, auf dass sie dann irgendwie auch in echt komme, das vermochte sie nicht. Und die Zeiten sowie ihre Konstitution sind so, dass sie sie noch dafür schämt.

Der ehrpusselige Diener und der „ehrenwerte Herr“

Die Auflösung mag man kritisieren, mir hätte auch die andere denkbare Variante gefallen. Gleichwohl ist mit meiner Rezensionsüberschrift nicht unbedingt das weibliche Geschlecht gemeint.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Peter van Eyck haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 18. Juni 2021 als DVD

Länge: 101 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: keine
Originaltitel: Der gläserne Turm
BRD 1957
Regie: Harald Braun
Drehbuch: Harald Braun, Odo Krohmann, Wolfgang Koeppen
Besetzung: Lilli Palmer, O. E. Hasse, Peter van Eyck, Brigitte Horney, Hannes Messemer, Ludwig Linkmann, Gerd Brüdern, Fritz Hinz-Fabricius, Else Ehser, Werner Stock, Ewald Wenck, Gaby Fehling
Zusatzmaterial: Wendecover
Label: Pidax Film
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2021 by Tonio Klein

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2021 Pidax Film

 

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Nomadland – Leben im Kleinbus von Job zu Job

Nomadland

Kinostart: 1. Juli 2021

Von Volker Schönenberger

Sozialdrama // Am 31. Januar 2011 schließt der Baustofffabrikant US Gypsum nach 88 Jahren seine Produktionsstätte in Empire, Nevada. Für den kleinen Ort bedeutet es das Ende – er wird zur Geisterstadt. Auch Fern (Frances McDormand) verliert ihre Existenz. Sie packt ihre paar Habseligkeiten in einen Kleinbus und fährt davon. Fortan führt die gerade verwitwete 60-Jährige ein Leben als Wanderarbeiterin. Eine moderne Nomadin, die im Auto lebt und es dort abstellt, wo sie für eine Weile einen Job ausüben kann. Sei es als Paketpackerin in einem modernen Logistikzentrum eines großen Online-Händlers, sei es als Küchenhelferin in einem Restaurant, sei es als Toilettenfrau.

Welches Leben will Fern führen?

Kurz nach Erscheinen von Jessica Bruders Sachbuch „Nomadland: Surviving America in the Twenty-First Century“ (deutsch: „Nomaden der Arbeit. Überleben in den USA im 21. Jahrhundert“) sicherte sich Frances McDormand 2017 die Verfilmungsrechte gemeinsam mit Peter Spears. Die beiden und ein paar andere produzierten die Kino-Adaption „Nomadland“ (2020), nachdem sie mit der vornehmlich in den USA tätigen Chloé Zhao eine Drehbuchautorin und Regisseurin gefunden hatten. Zhao wiederum reiste zur Vorbereitung selbst per Wohnmobil auf den Spuren der „Vandwellers“, wie diese US-Arbeitsnomaden genannt werden.

Die Vandwellers am Lagerfeuer

Angesichts der mannigfachen Lobpreisungen und Auszeichnungen, die „Nomadland“ zuteil wurden – dazu später mehr –, wird es niemanden überraschen, dass ich mich dort einfach einreihe: Das Sozialdrama gibt uns einen vorzüglichen Einblick in eine Subkultur des US-Arbeitslebens im Anschluss an die ab 2007 einsetzende Große Rezession. Es verleiht Menschen ein Gesicht, die in den Vereinigten Staaten zu den Vergessenen und Unbeachteten gehören und die sich gleichwohl ihre Würde bewahrt haben und einander auf den Straßen, Park- und Campingplätzen des Landes unterstützen.

Besetzt mit echten Vandwellers

Viele tragende Rollen wurden mit Laiendarstellerinnen und -darstellern besetzt, die tatsächlich als Vandwellers leben, so etwa Bob Wells, Linda May und Charlene Swankie. Man merkt „Nomadland“ zu jedem Zeitpunkt die sorgfältige Vorbereitung und Recherche an – sie verleiht dem Film einen geradezu dokumentarischen Charakter. Außer Frances McDormand ist mit David Strathairn („Die dunkelste Stunde“) lediglich ein weiterer namhafter Star an Bord. „Nomadland“ atmet dann auch Authentizität und Lebensnähe aus jeder Pore. Hauptdarstellerin McDormand lebte während der Dreharbeiten phasenweise selbst in dem Kleinbus, wechselte nach einer Weile aber doch ins Hotel, wie sie im Interview bekannte: Mit 61 Jahren ist es besser für mich, das Erschöpftsein zu spielen als tatsächlich erschöpft zu sein. Das habe ich erkannt. Sie ist in jeder Szene des Films zu sehen und trägt ihn über weite Strecken auf ihren Schultern. Chloé Zhao kann sich ganz auf ihre Hauptdarstellerin verlassen. Die Regisseurin ignoriert herkömmliche Erzählstrukturen der Spielfilmdramaturgie – etwa das Drei-Akt-Prinzip – und reiht kleine Begebenheiten und Erlebnisse Ferns in aller Ruhe und musikalisch nur spärlich untermalt aneinander. So ergibt sich ein nachdenklich stimmendes Bild einer Gesellschaft am Rande der Gesellschaft. Es dürfte auch für viele Amerikaner ein bislang unbekanntes Bild ihrer Heimat sein.

Ist Fern einsam?

Gedreht wurde das Roadmovie an Originalschauplätzen in South Dakota, Nebraska, Nevada, Kalifornien und Arizona. Wir bekommen viel Provinz und Gegend zu sehen – ganz viel Gegend. Obwohl im Auto unterwegs, führen die Vandwellers ein vergleichsweise naturnahes Leben. Ihr materieller Besitz ist gering, und womöglich wirkt das Dasein frei vom zivilisatorischen Ballast für einige von ihnen befreiend. Gleichwohl macht „Nomadland“ jederzeit klar, dass es ein hartes Leben ist. Einige von ihnen mögen es aus freien Stücken gewählt haben, viele aber sicher nur mangels Alternativen.

Mit drei Oscars und zwei Golden Globes prämiert

Zu den Auszeichnungen: Nach „Fargo – Blutiger Schnee“ (1996) und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (2017) erhielt Frances McDormand ihren dritten Oscar als beste Hauptdarstellerin. Und wer will bestreiten, dass das verdient ist? Ich sicher nicht. Als Produzentin von „Nomadland“ ist McDormand zudem nunmehr vierfache Oscar-Preisträgerin, denn den Academy Award für den besten Film gab es ebenfalls, obendrein auch einen für Regisseurin Chloé Zhao. Zhao ist die erste asiatische Frau und erste „Woman of Color“, die für den Regie-Oscar nominiert wurde – folgerichtig auch die erste, die ihn gewann. Erfolg und Lobpreisungen ihres sogar ausschließlich mit Laiendarstellerinnen und -darstellern gedrehten zweiten Langfilms „The Rider“ (2017) führten dazu, dass sie das Angebot bekam (und wahrnahm), für Marvel den Fantasy-Blockbuster „Eternals“ mit Angelina Jolie, Salma Hayek sowie den beiden „Game of Thrones“-Stars Kit Harington und Richard Madden zu drehen. Dessen weltweiter Kinostart ist für November geplant.

Zurück zu „Nomadland“: Für den Oscar nominiert waren obendrein die betörende, stets nah an den Menschen und auch der Natur verweilende Kamera von Joshua James Richards („The Rider“) sowie Zhaos adaptiertes Drehbuch und ihr Schnitt. Der Hollywood-Auslandspresse war das Werk zuvor ein Golden Globe als bestes Drama und einer für die beste Regie wert gewesen. Seine Weltpremiere hatte der Film am 11. September 2020 beim Filmfestival in Venedig gefeiert, wo er drei Preise gewann, darunter mit dem Goldenen Löwen den Hauptpreis. Zahlreiche weitere Festival- und Kritikerpreise folgten.

Durch die Weiten des Westens

In Deutschland machte „Nomadland“ erstmals im Oktober 2020 beim Filmfest Hamburg als Abschlussfilm Station. Der reguläre Kinostart ließ aus bekannten Gründen auf sich warten. Bleibt zu hoffen, dass das stille Sozialdrama trotz der widrigen Umstände ein zahlreiches Publikum findet, das hat es allemal verdient. „Nomadland“ entlässt uns mit zwiespältigen Gefühlen für die porträtierten Figuren. Soll man sie bedauern oder gar bemitleiden? Ich bezweifle, dass sie das wollen. Manche mögen mit ihrem Leben auf der Straße zufrieden oder gar glücklich sein. Andere sicher nicht. Die Hoffnung bleibt.

Ein friedlicher Moment mit David

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Frances McDormand haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit David Strathairn unter Schauspieler.

Eins mit der Natur?

Länge: 107 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Originaltitel: Nomadland
USA/D 2020
Regie: Chloé Zhao
Drehbuch: Chloé Zhao, nach einer Vorlage von Jessica Bruder
Besetzung: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Gay DeForest, Patricia Grier, Angela Reyes, Carl R. Hughes, Douglas G. Soul, Ryan Aquino, Teresa Buchanan, Karie Lynn McDermott Wilder, Brandy Wilber, Makenzie Etcheverry, Bob Wells, Charlene Swankie, Bryce Bedsworth
Verleih: The Walt Disney Company (Germany) GmbH

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Szenenfotos & Trailer: © 2021 The Walt Disney Company (Germany) GmbH

 

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Gewinnspiel: 3 x Sea Fog auf Blu-ray

Verlosung

Ein verschuldeter Fischer will sich als Schlepper betätigen – mit seiner Besatzung eine Gruppe Migranten von China nach Südkorea einschleusen. Das hat fatale Folgen. Koch Films hat das auf wahren Begebenheiten beruhende südkoreanische Thrillerdrama „Sea Fog“ (2014) als Blu-ray und DVD veröffentlicht und uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 16. Mai 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Sven Böttger,
– Sven Plog,
– Jörg Plutta.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Sea Fog“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

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