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Schlagwort-Archive: Dustin Hoffman

Gewinnspiel: 3 x Little Big Man auf Blu-ray

Verlosung

Arthur Penns „Little Big Man“ zeigt Dustin Hoffman als steinalten Indianer im Altersheim, der einem Reporter seine Lebensgeschichte erzählt. Koch Films hat uns von dem epischen New-Hollywood-Western drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Florians Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 12. November 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Fließtextes.

Fallen euch keine Filme ein, die Ihr nennen könnt, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste „Folgen“ anklicken und E-Mail-Adresse eintragen) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Christoph,
– Frank Hillemann,
– Michael Schwidefsky.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Little Big Man“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

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Little Big Man – Kleiner Simplicissimus, was nun?

Little Big Man

Von Florian Schneider

Westernkomödie // Man kann durchaus darüber streiten, ob Arthur Penns „Little Big Man“ aus dem Jahr 1970 wirklich eine Komödie genannt werden sollte – wird einem doch der Genozid an den amerikanischen Ureinwohnern ziemlich drastisch vor Augen geführt, was natürlich alles andere als komisch ist. Dennoch strotzt der Film vor zahlreichen komischen und satirischen Momenten, angefangen bei den karikaturhaften Protagonisten bis hin zur Entmystifizierung bedeutender Momente der amerikanischen Pioniergeschichte wie die Schlacht am Little Bighorn.

Jack Crabb alias Little Big Man als 121-Jähriger – ein maskenbildnerisches Meisterwerk

Getragen wird der Film durch die Erzählung des Jack Crabb (Dustin Hoffman), von den Indianern Little Big Man genannt, der einem Reporter seine Lebensgeschichte als 121-jähriger Bewohner eines Seniorenheims ins Mikrofon diktiert. Getragen wird der Film aber vor allem durch die schauspielerische Leistung von Dustin Hoffman, der den Zuschauer mit einer Leichtigkeit und Souveränität durch die Jahrzehnte führt, dass er dafür bereits zehn Jahre vor „Kramer gegen Kramer“ (1980) den Oscar verdient gehabt hätte.

Von der Adoption durch Cheyennes zum Ende von General Custer

Jack Crabb wird als zehnjähriger Waise (Ray Dimas), nach einem seinen Eltern den Tod gebrachten Überfall durch die Pawnee-Indianer, von den Cheyenne adoptiert und aufgezogen. Als junger Erwachsener gerät Jack (fortan von Hoffman verkörpert) in die Fänge Indianer mordender US-Soldaten und gibt sich als Weißer zu erkennen. Es folgt ein Wechselspiel zwischen Crabbs Aufenthalten bei den Weißen und bei seinen roten Brüdern, bis hinein in die Indianerkriege und bis hin zu der legendären Schlacht General Custers (Richard Mulligan) am Little Bighorn.

General Custer (r.) hat nicht alle Murmeln im Oberstübchen

Filmhistorisch als früher Vertreter der filmischen Moderne eingeordnet – Stichwort New Hollywood –, erinnert „Little Big Man“ in seiner dramaturgischen und inhaltlichen Anlage an den bereits 1669 erschienenen Roman „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“, einen Schelmenroman von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, der in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges angesiedelt ist. Beim Schelmenroman spricht man von einem dreiteiligen Handlungsschema: der Initation, der episodischen Reise durch die Gegenwart des Protagonisten und dem Rückblick auf das eigene Leben durch den Protagonisten. Dieses Schema ist bei „Little Big Man“ klar erkennbar, ebenso die inhaltlichen Analogien durch das Thema „Krieg“ und die Einfältigkeit der Hauptfigur.

Blu-ray in brillanter Qualität

Die 2-Disc-Special-Editon-Blu-ray besticht durch exzellente Bild- und Tonqualität und reichlich Extras, wie der deutschen Super-8-Fassung in drei Teilen (gekürzt auf 76 Minuten) und einigen Kurz-Dokumentationen.

Jack ist zurück in der „Zivilisation“ …

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Martin Balsam und Dustin Hoffman haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

… und versucht sich als Revolverheld

Veröffentlichung: 14. September 2017 als Special Edition Doppel-Blu-ray, 1. April 2004 als DVD

Länge: 139 Min. (Blu-ray), 134 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Little Big Man
USA 1970
Regie: Arthur Penn
Drehbuch: Calder Willingham, nach einem Roman von Thomas Berger
Besetzung: Dustin Hoffman, Faye Dunaway, Chief Dan George, Martin Balsam, Richard Mulligan, Jeff Cory, Aimee Eccles, Kelly Jean Peters
Zusatzmaterial: Trailer, Dokumentationen über die Dreharbeiten, Bildergalerien mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Vertrieb: Koch Films (DVD: Paramount / Universal Pictures)

Copyright 2017 by Florian Schneider
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 
 

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Kiss the Cook – So schmeckt das Leben! Wohlfühlen im Food-Truck

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Chef

Von Matthias Holm

Komödie // Food-Trucks. Der neueste Schrei. Dabei ist das nur ein neuer Name für eine altbekannte Art der Nahrungsbeschaffung – den Imbisswagen. Aber das klingt wohl heute nicht mehr interessant genug oder ist zu negativ konnotiert. Jedenfalls baut sich Jon Favreau in „Kiss the Cook – So schmeckt das Leben!“ als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion auch so einen Wagen zusammen und fährt damit durch die südlichen USA.

Vater Carl und Sohn Percy schmeißen den Laden

Der von ihm verkörperte Carl Casper wird nach einem Streit mit dem Restaurant-Besitzer Riva (Dustin Hoffman) als Chefkoch gefeuert. Dazu kommt, dass seine Ehe mit der hübschen Inez (Sofia Vergara) gescheitert ist, von seinem Sohn Percy (Emjay Anthony) ist er entfremdet. Also besorgt sich Carl einen alten Imbisswagen, motzt ihn auf und begibt sich mit seinem Kumpel Martin (John Leguizamo) und Percy auf eine Reise – nicht nur, um Kunden mit hervorragenden Speisen zu beglücken, sondern auch, um zu sich selbst zu finden.

Leerer Bauch schaut nicht gern Food-Truck zu

Eine Warnung vorweg – schaut diesen Film nicht mit leerem Magen! Man bekommt sofort Lust, etwas Ausgefallenes zu kochen und/oder zu verspeisen. Oder in den Fernseher zu springen und alle Gerichte selbst zu probieren. Mein persönliches Highlight war das langsam gegarte Barbecue-Fleisch in Texas – wem dabei nicht das Wasser im Munde zusammen läuft, der ist vermutlich Vegetarier.

Gerade die müssen in der ersten Szene besonders stark sein, wenn Carl ein Schwein seziert. Das sieht man nicht in voller Pracht, aber der Fantasie wird auch nicht allzu viel Spielraum gelassen. Das war es dann auch schon mit den Stolpersteinen. Ab der ersten Minute versprüht der Film eine wunderbare Atmosphäre, in der man sich einfach wohlfühlt.

Stimmiger Soundtrack

Dafür sorgt zum einen die hervorragende Musik. Die ist stets passend zu den Standorten der Protagonisten eingebaut. So hört man zum Beispiel in Little Havanna in Miami wunderbare kubanische Klänge. Eine meiner Lieblingsszenen spielt sich im Wagen selbst ab: Carl und Martin schunkeln munter zu einer hervorragenden Coverversion von Marvin Gayes „Sexual Healing“, während Percy nicht versteht, was die alten Männer an dem Song so toll finden.

Kunden-Akquise über Lautsprecher

Hier sticht ein zweiter Punkt ins Auge – der superbe Cast. Jon Favreau ist ohnehin einfach sympathisch. John Leguizamo darf als Martin lockere Oneliner bringen und beim Blick auf die weitere Besetzung klappt einem die Mundlade runter: Neben Dustin Hoffmann bekommt man Scarlett Johansson als Kellnerin, Oliver Platt als Restaurantkritiker und Robert Downey Jr. als Ex-Mann von Inez zu sehen. Und allesamt haben sie sichtlich Spaß an ihren Rollen, seien die auch noch so klein.

Hat jemand etwas gegen Twitter?

Lediglich die Chemie zwischen Jon Favreau und Jungdarsteller Emjay Anthony stimmt nicht so richtig. Das ist insofern schade, als sich der Film während seiner Laufzeit immer stärker auf die Verbindung von Vater und Sohn konzentriert. Außerdem darf man nicht allergisch auf Twitter reagieren – der Kurznachrichtendienst wird zusammen mit Vines inflationär gezeigt.

Das sind allerdings nur geringe Kritikpunkte. Für mich ist „Kiss the Cook“ für das Kochen der Film, der „Can a Song Save Your Life?“ für Indie-Musik war. Einfach ein wunderbarer Einblick in die Branche und dabei ein fluffig-leichter Film. Ich fliege jetzt nach Texas und mach bei einem Barbecue mit.

Inez tanzt gern

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Scarlett Johansson sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Dustin Hoffman in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 22. Oktober 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 114 Min. (Blu-ray), 110 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Chef
USA 2014
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Jon Favreau
Besetzung: Jon Favreau, John Jeguizamo, Bobby Cannavale, Sofia Vergara, Scarlett Johansson, Rovert Downey Jr., Dustin Hoffman, Oliver Platt, Emjay Anthony
Zusatzmaterial: Audiokommentar, Trailer, Deleted Scenes, Interviews, Trailershow
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2015 by Matthias Holm

Fotos, Packshots & Trailer: © 2015 Koch Media

 
 

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