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James Cameron (IV): Alita – Battle Angel: Mehr Schein als Sein?

Alita – Battle Angel

Kinostart: 14. Februar 2019

Von Philipp Ludwig

SF-Action // Ich gebe zu: Als ich die Einladung zur Pressevorführung von „Alita – Battle Angel“ in den virtuellen Händen meines E-Mail-Accounts hielt, war ich zunächst äußerst skeptisch. Braucht es wirklich den Auftakt zu einem weiteren pompösen Kino-Franchise? Ein weiterer Film, bei dem die spektakuläre visuelle Schöpfungskraft der Macherinnen und Macher im Vordergrund steht, während Story und Figuren meist nur lästiges Beiwerk darstellen? 3D-Wahn und IMAX-Fetischismus in Reinkultur? Ein neues Mammutprojekt unter Mitwirkung des Bombast-Filmemachers James Cameron? Den ich zwar für eine ganze Reihe von Filmen zutiefst schätze (ja, auch für „Titanic“), wohingegen mich „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ als ein meiner Meinung nach visuelles Blendwerk vollkommen kalt gelassen hat. Meine persönlichen Vorzeichen hätten also durchaus positiver sein können. Aber vielleicht ist es gerade dieser skeptischen Erwartungshaltung zu verdanken, dass ich mich von dem beeindruckenden Popcorn-Kino in Reinkultur durchaus mitreißen ließ, das uns „Alita – Battle Angel“ bietet. Oder habe ich mich schlussendlich eventuell doch bloß, entgegen meiner Grundsätze, von der visuellen Wucht der 200 Millionen Dollar schweren Manga-Verfilmung blenden lassen?

Cyber-Mediziner Dr. Ido macht auf dem Schrottplatz der „Iron City“ einen bemerkenswerten Fund

Das dem Film zugrundeliegende Setting ist wie aus einem dystopischen SF-Baukasten entnommen und bietet daher beste Voraussetzungen für ein interessantes Zukunftsszenario: Im 23. Jahrhundert hat ein massiver weltweiter Krieg stattgefunden, in welchem sich die Menschen der Erde und die menschlichen Kolonialisten vom Mars als Feinde gegenüberstanden. Nach einem Ereignis, dass von allen nur „The Fall“ genannt wird, erfolgte ein technologischer Absturz. In dessen Folge fielen sämtliche der mächtigen Himmelsstädte vom Himmel, die bis dahin über den Landschaften der Erde thronten.

A Tale of Two Cities

Nur eine dieser beeindruckenden Himmelsstädte blieb bestehen: Zalem. Unter der sich die gigantische Iron City in den Ruinen einer alten Metropole aus längst vergessenen Zeiten ausgebreitet hat. Während das abgeschottete Zalem zu einem Wohnort der Oberklasse wurde und für Außenstehende nahezu unerreichbar ist, wurde Iron City zum Sammelbecken sämtlicher Überlebender der Erde. Die fristen dort nun ein eher trauriges Dasein, besteht ihre Hauptaufgabe doch vor allem darin, Zalem mit den nötigen Rohstoffen zu versorgen. Selbst das Gesetz müssen sie in die eigenen Hände nehmen – in Form von freiberuflichen, rauen Jäger-Kriegern, die im Auftrag der „Firma“ aus Zalem Kopfgeldjägertätigkeiten übernehmen. Die bekannte Fabel von den gegensätzlichen Städten also, von arm und reich, von sprichwörtlich oben und unten.

„Alita – Battle Angel“ setzt im Jahr 2563 an, etwa 300 Jahre nach „The Fall“. Die Menschen in Iron City versuchen mit einer Vielzahl an Cyber-Erweiterungen, ihre körperlichen Fertigkeiten zu verstärken oder etwa Behinderungen und Missbildungen zu beseitigen. Dies hat nicht nur zur Folge, dass teils die aberwitzigsten, mitunter gemeingefährlichen Cyborg-Kreationen entstanden sind – die wertvollen technischen Erweiterungen rufen auch zahlreiche kriminelle Banden auf den Plan. So sind die technischen Erweiterungen für einen persönlich zwar empfehlenswert, um im harten Alltag von Iron City zu bestehen. Es empfiehlt sich jedoch auch dringend, stetig ein Auge nach denjenigen offenzuhalten, die einem die kostbaren Gadgets abluchsen wollen: den sogenannten Cyber-Jackern. Die gehen dabei gewiss nicht zimperlich vor. Einen weiteren Grund für die technischen Optimierungen stellt der populäre Sport Motorball dar – eine irre Kreuzung aus Gladiatorenwettkämpfen, American Football und Rollerderby, ohne Rücksicht auf Verluste. Mit freundlicher Reminiszenz an den dystopischen SF-Action-Klassiker „Rollerball“ (1975). Der Sport dient nicht nur der Unterhaltung der breiten Masse: Dem jährlichen Champion winkt zudem ein begehrtes Ticket nach Zalem.

Die unerreichbare Himmelsstadt Zalem – darunter: Iron City

Doch nicht alle nutzen die fortgeschrittene Cybertechnologie zur mitunter abstrusen Selbstoptimierung, bei der der reale Mensch im Cyborg häufig kaum noch zu erkennen ist. Der Cyber-Mediziner Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) etwa hilft mit Implantaten und Cyber-Prothesen, seinen Patienten verlorene Körperteile zu ersetzen oder andere Handicaps zu überwinden. Auf der Suche nach neuen Bauteilen macht er auf dem gigantischen Schrottplatz im Herzen von Iron City eines Tages einen folgenreichen Fund: Den Kern eines jugendlich anmutenden weiblichen Cyborgs, sprich, dessen Kopf.

Pinocchio im Science-Fiction-Gewand

In seinem privaten Labor stellt er zu seinem eigenen Erstaunen fest, dass dieser Kopf ein voll funktionsfähiges menschliches Gehirn enthält, und implantiert ihn auf den künstlichen Cyber-Körper, den er einst für seine gehbehinderte Tochter angefertigt hatte – diese hat tragischerweise keinen Bedarf mehr für ihren Ersatzkörper. Schnell baut Ido eine innige Beziehung zu dem von ihm gefundenen, sympathischen Cyborg-Mädchen (Rosa Salazar) auf, dass keinerlei Erinnerungen an ein früheres Leben zu haben scheint. Er tauft seine neueste Entdeckung daher passenderweise nach seiner verstorbenen Tochter: Alita.

Die Titelfigur Alita ist fortan auch unser Zugang zu der faszinierenden Welt dieses filmischen Spektakels. Ohne jede Erinnerung an ihre Herkunft oder ihr früheres Leben erkunden wir mit ihr gemeinsam die gefährliche und aufregende Welt von Iron City. Schon bald wird sich herausstellen, dass Alita nicht nur deutlich älter ist, als man annehmen könnte, sondern unter dem jugendlich-naiven, fast schon niedlichen Wesen mit dem warmen Herzen ganz andere Qualitäten stecken. Und die wecken Begehrlichkeiten einer ganzen Reihe übler Gestalten, sowohl in Iron City als auch aus Zalem. Der Titel „Alita – Battle Angel“ kommt in Bezug auf die Heldin gewiss nicht von ungefähr.

Populäre Manga-Reihe als Vorlage

Als Vorlage dient die populäre japanische Cyber-Punk Manga-Reihe „Battle Angel Alita“ (im Original „Gunnm“) von Yukito Kishiro. Seit 1990 erzählt dieser in mittlerweile knapp 30 Ausgaben die zahlreichen und umfangreichen Abenteuer seiner Titelheldin Alita in Iron City, Zalem und dem Weltall. Ende der Neunziger wurde auch der Erfolgsregisseur James Cameron auf die Reihe aufmerksam und sofort zu einem großen Fan. Ebenso entstand bei dem so leidenschaftlichen wie visionären Filmemacher natürlich direkt der Wunsch, diese Story auf die große Leinwand zu bringen. Schaut man sich darüber hinaus etwa Neill Blomkamps „Elysium“ (2013) an, so war Cameron offenbar nicht der einzige Filmemacher, der sich durch die Manga-Vorlage hat inspirieren lassen. Nur ist Alita dort kein jugendlich anmutender, weiblicher Cyborg, sondern Matt Damon.

Wie Vater und Tochter: Dr. Ido und seine Entdeckung Alita

Cameron, bekannt als detailversessener und penibler Arbeiter, stürzte sich direkt in die Arbeit. Er beauftragte Künstler, ihm Zeichnungen einer filmischen Version von Iron City anzufertigen. Ebenso verfasste er ein mehr als 600 Seiten umfassendes Manuskript, in dem er bis ins kleinste Detail das Leben in Iron City beschrieb. Alles sollte Sinn ergeben, die Technik, die gesellschaftlichen Strukturen. Auch zu den einzelnen Figuren fertigte er umfangreiche Dossiers an, damit diese zusätzlich an Leben gewinnen. In Zusammenarbeit mit Laeta Kalogridis („Shutter Island“), mit der er auch bei „Avatar“ zusammenarbeite, schrieb er ein Drehbuch. Doch trotz all der jahrelangen Arbeit – seine Vision umzusetzen, dazu fehlte Cameron offenbar stets die Zeit. Dies lag vor allem an seinem weiteren Herzensprojekt „Avatar“, dessen Fortsetzungen für ihn weiterhin höchste Priorität haben. Das Projekt „Alita – Battle Angel“ schien am Ende zu sein.

Kreative Freundschaft

Wäre da nicht Kult-Regisseur Robert Rodriguez („From Dusk Til Dawn“, „Sin City“) gewesen. Der pflegt seit Jahren eine enge Freundschaft mit Cameron, wie er jüngst im Interview in „Deadline – Das Filmmagazin“ bekräftigt (das Gespräch führte übrigens unser geschätzter „Die Nacht der lebenden Texte“-Kollege Leonhard Elias Lemke): „Wir kennen uns seit über 25 Jahren, sind schon lange Freunde, da wir aus der gleichen Ecke im Filmgeschäft kommen. (…) Eines Tages, als ich gerade am Schnitt von „Desperados“ saß, klopfte er an meine Haustür. Er hatte gehört, dass ich ein Avid zum Filmeschneiden in meinem Wohnzimmer hatte. Es war damals fast schon unerhört, dass ein Regisseur seinen Film selbst schnitt – noch dazu zu Hause. Ich bat ihn herein, er war total interessiert.“ In einem der zahlreichen Treffen und Gespräche mit Cameron kam auch das Thema „Alita“ zur Sprache, wollte Rodriguez, selbst Fan der Manga-Reihe, doch wissen, wann mit einem Film denn nun endlich mal zu rechnen sei. Da Cameron der Meinung war, es selbst wohl nicht mehr zu schaffen, bot er Rodriguez an, die Regie zu übernehmen. Dieser nahm dankend an und erweiterte die umfangreiche Vorarbeit seines Kumpels mit eigenen Ideen. Auch Cameron blieb als Produzent und kreativer Ideengeber weiter eng mit dem Projekt verbunden. In dem „Deadline“-Interview merkt Rodriguez zu dieser besonderen Zusammenarbeit seines bisher teuersten als Regisseur zu verantwortenden Films an: „Jim hat normalerweise die Einstellung, dass er lieber sein Drehbuch in der Schublade lässt, als es jemand anderem zu geben. Ich wusste also, dass ich mich unbedingt an seiner Vision, an seinen Ideen orientieren musste, sonst würde der Film nicht funktionieren. Er hat so klar geschrieben, dass es mir leichtfiel, mich ganz auf meinen Job als Regisseur zu konzentrieren und sein Drehbuch zu filmischem Leben zu erwecken. Natürlich würde der Film mit Jim als Regisseur noch mehr nach einem seiner Filme aussehen, aber er ist sehr überrascht, wie nah ich seiner persönlichen Vorstellung mit dem Film gekommen bin.“

Idos Ex-Frau Chiren hat ebenfalls ein Auge auf die mysteriöse Alita geworfen

So lassen sich in „Alita – Battle Angel“ die kreativen Einflüsse gleich zweier großer Könner erkennen, was dem Film definitiv zugutekommt – eine für Rodriguez typische, zünftige Bar-Keilerei inklusive. Überhaupt profitiert der Film insbesondere von der kohärenten Welt seiner umfangreichen Manga-Vorlage, die durch die Detailversessenheit der Vorarbeit James Camerons nochmals an Qualität gewinnt. Denn die Welt von Iron City weiß mit ihrer Liebe zum Detail absolut zu überzeugen. Lobenswert ist hierbei auch, dass für die Kulissen dieses Schmelztiegels auf Wunsch von Rodriguez eine größtenteils reale Requisitenstadt erbaut und nicht etwa ausschließlich auf die pure Macht des CGI vertraut wurde. Bei einem unter anderem so auf eine starke Visualität setzenden Film wie „Alita – Battle Angel“ wirkt dies zunächst etwas überraschend. Dem Film wird hierdurch aber erfolgreich zusätzliche Authentizität und Tiefe verliehen.

Manchmal ist weniger vielleicht mehr

Doch sind die umfangreiche Vorlage und die damit verbundene, mehr als solide kreative Basis interessanterweise auch eine der Ursachen für die unübersehbaren Schwächen des ansonsten beeindruckenden Films. Denn Cameron nahm sich bei seinem Projekt zum Ziel, für den Auftaktfilm einer auf mehrere Teile angelegten Filmreihe direkt die ersten vier Bände der Manga-Reihe in die Handlung zu integrieren. Bei einer Laufzeit von gerade einmal 122 Minuten ein ambitioniertes Vorhaben. Muss das breite Publikum ja nicht nur in eine umfangreiche, unbekannte Welt mit einer Vielzahl an Figuren eingeführt werden, sondern darüber hinaus auch eine hohe Zahl schicksalhafter Wendepunkte der Hauptfigur unterbringen. So entsteht aufgrund des vollgepackten Drehbuchs oft der Eindruck, der Film hetze von Ereignis zu Ereignis, von Szene zu Szene. Zeit zum Durchatmen bleibt so kaum. Zum Aufkommen von Langeweile aber natürlich auch nicht. Das ist jedoch insofern bedauerlich, denn wann immer „Alita – Battle Angel“ kurz davor ist, szenisch auch mal tiefer unter die Oberfläche zu gehen, nimmt er doch lieber eine dramaturgische Abkürzung in Form von knappen Dialog-Einzeilern oder schnell eingeschobenen Ereignissen, die fix zum nächsten Punkt der Handlung führen müssen.

So viel darf bereits verraten sein: Der Film endet mit einem deutlichen Schielen auf eine mehrteilige Reihe natürlich offen. Genau hier liegt der nächste Kritikpunkt: Die Offensichtlichkeit, mit der man die Botschaft „Fortsetzung folgt“ aufs Auge gedrückt bekommt, stört mitunter etwas. Hat die Tendenz zur lang angelegten Filmreihe in den vergangenen Jahren doch ein wenig überhandgenommen. Die Konkurrenz der populären TV-Serien scheint immer mehr Eindruck in der Filmwelt zu hinterlassen. Natürlich muss das kein Nachteil sein, denn es gibt ja eine Reihe ausgesprochen guter Mehrteiler. Doch liegen die meisten davon meiner Meinung nach einige Zeit zurück. Aber diese Selbstverständlichkeit, davon auszugehen, wir würden schon irgendwann die Fortsetzung schauen, weil wir wissen wollen, wie es weitergeht, finde ich schon etwas nervig. Gerade wenn man nicht weiß, wann dies denn sein wird und ob „Alita – Battle Angel“ überhaupt genügend Resonanz an den Kinokassen erfahren wird, um eine Fortsetzung zu ermöglichen. Dagegen wird man zum Abschluss mit dem Anblick eines längst verschollen geglaubten Hollywoodstars in der Rolle des großen, in Zalem lebenden Antagonisten Nova belohnt, den man bis dato im Film immer nur als mysteriösen Strippenzieher im Hintergrund vernommen hatte, ohne ihn zu Gesicht zu bekommen. Wer dies sein könnte, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. Irgendwelche Tipps? Der Gewinner bekommt zur Belohnung ein Stück selbst gemachter Seife.

Ein Fest für Augen und Ohren

Die große Stärke von „Alita – Battle Angel“ ist auf jeden Fall die visuelle Gestaltung. Die Kombination von James Camerons Trickfirma Lightouse Entertainment mit den Kreativen der Troublemakerstudios von Robert Rodriguez kommt hier zur vollen Entfaltung. Denn nur mit realen Requisiten kann man eine zeitgemäße, technisch anspruchsvolle und publikumswirksame Manga-Verfilmung kaum gewährleisten. Und ich kann sagen, dass hier tricktechnisch beste Arbeit geleistet wurde, sieht der Film doch einfach phänomenal aus. Iron City, die variationsreichen Cyborg-Kreationen, die alles überthronende Stadt Zalem, die zahlreichen toll choreografierten Kämpfe, das imposante Ereignis Motorball – ein wahres Fest für die Augen. Und glücklicherweise nicht nur Mittel zum Zweck, entdeckt man in der Arbeit doch stets auch die Liebe daran. Insbesondere die Figur der Alita ist besonders gelungen, handelt es sich hier doch um eine digitalisierte, verjüngte Version der 33-jährigen Hauptdarstellerin Rosa Salazar. Große Manga-Kulleraugen inklusive. Die Künstlerinnen und Künstler von Lighthouse bewiesen hier nach „Avatar“ erneut ihr Können im Umgang mit Motion Capturing, und es ist erstaunlich zu sehen, welchen Fortschritt die Technik mittlerweile gemacht hat. Auch werden die 3D-Effekte hier tatsächlich mal sinnvoll eingesetzt. Ebenso lohnt es sich, den Film in einem IMAX-Kino anzuschauen, wurden doch etwa 40 Minuten des Films speziell dafür produziert. Und auch das imposante Sounddesign ist imstande, die Kinosessel gelegentlich in vibrierende Massagestühle zu verwandeln.

So viel Zeit muss sein: Entdeckt Alita im Cyber-Jacker Hugo die große Liebe?

Die Besetzung der Hauptfigur Alita vertraut Rodriguez mit Rosa Salazar einer Schauspielerin an, die einem größeren Publikum bisher wohl bestenfalls aus ihren Auftritten in zwei Filmen der „Maze Runner“-Trilogie bekannt sein dürfte. Mit 33 Jahren sollte „Alita – Battle Angel“ für sie nun das große Los zum Durchbruch sein. Sie macht aber auch einen wirklich phänomenalen Job. Schafft sie es doch nicht nur, ihrer Alita mit jugendlich-naiver, neugieriger und positiver Seele mit viel Herz Leben zu verleihen, sondern auch den körperlichen Aspekten der zahlreichen intensiven Kampfszenen gerecht zu werden. Hierfür nahm Salazar nicht nur monatelang Unterricht in verschiedenen Kampfsportarten, auch eine Reihe der Stunts übernahm sie selbst. Da sie dennoch über gleich neun verschiedene Stunt-Doubles verfügte, lässt sich vermutlich erahnen, dass es bei der Manga-Verfilmung ordentlich zur Sache geht. Ein weiteres neues Gesicht ist Keean Johnson, der als Alitas Love Interest, Cyber-Jacker Hugo, ebenfalls überzeugen kann. Ein unbeschriebenes Blatt im wahrsten Sinne des Wortes – hat er doch bislang nicht einmal einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Das dürfte sich bald ändern.

Rodriguez dirigiert aber auch eine ganze Reihe bekannter Schauspielgrößen durch sein Werk, die mit einer gehörigen Portion Oscar-Glanz ausgestattet sind: Christoph Waltz (Oscars für „Inglourious Basterds“ und „Django Unchained“) gibt gewohnt souverän Alitas väterlichen Mentor Dr. Ido, der seine ganz eigenen Geheimnisse zu hüten pflegt. Er wurde Rodriguez übrigens von einem weiteren kongenialen Kumpel aus dem Filmbusiness ans Herz gelegt: Quentin Tarantino. Jennifer Connelly (prämiert für „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“) spielt dessen Ex-Frau Chiren, die ebenfalls ein erhöhtes Interesse an Alita entwickelt. Gleiches gilt für den zwielichtigen und mit besten Verbindungen zu Zalem ausgestatten Motorball-Macher Vector, dargestellt von Mahershala Ali (ausgezeichnet für „Moonlight“ und vielleicht auch bald für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“). Schade nur, dass gerade die von Connelly und Ali verkörperten Figuren vergleichsweise wenig Screentime zugestanden bekommen und für zwei so ausgeprägte Talente der Schauspielkunst ein Stück weit zu blass konzipiert worden sind.

Alita betritt die Motorball-Arena

Der Rest des Casts ist wie für Rodriguez typisch mit einer Reihe von Genrestars besetzt, die mitunter auch gerne schon längere Zeit mal vom Radar verschwunden waren. Jackie Earle Haley („Watchmen – Die Wächter“) etwa verkörpert die von Antagonist Nova kontrollierte Cyborg-Monstrosität Grewishka, die unsere Protagonistin vor einige Herausforderungen stellen wird. Michelle Rodriguez („Avatar“) gibt einer wichtigen Persönlichkeit aus Alitas Vergangenheit ihr ebenfalls komplett digitalisiertes Gesicht. Und selbst Casper Van Dien („Starship Troopers“) darf sein Comeback in einer großen Kinoproduktion feiern. Und dann ist da natürlich noch der britische Rapper und Schauspieler Ed Skrein („Deadpool“) in der Rolle des Zapan, des am meisten gefürchteten Jäger-Kriegers von Iron City. Aufgrund seiner ausgeprägten Badass-Fertigkeiten übrigens auch die heimliche Lieblingsfigur des Regisseurs.

Ein bisschen Spaß muss sein

Trotz der kleineren Schwächen des etwas überladenen Drehbuchs, das sich gelegentlich im eigenen rasanten Erzähltempo selbst zu überholen scheint, sowie dem allzu offensichtlichen offenen Ende für weitere Fortsetzungen bietet „Alita – Battle Angel“ dennoch allerbeste Kino-Unterhaltung. Die Bildgewalt ist einfach fantastisch und die Liebe zum Detail überzeugt. Die gesunde Balance aus bombastischer, toll inszenierter Action-Sequenzen mit leiseren und sogar humorvollen Tönen stimmt ebenfalls. Insbesondere das aus der Manga-Vorlage entnommene Zukunftsszenario überzeugt mit seiner Stimmigkeit, wobei die kreativen Erweiterungen durch die Filmschaffenden unter Führung von Cameron und Rodriguez diesem sogar einen deutlichen Mehrwert verleihen. Dank der tollen 3D-Effekte erwacht die imposante Iron City mit tollen Kulissen und vielfältigem Figurenensemble jederzeit zum Leben. Und die Hauptfigur Alita muss man einfach gern haben als Mischung aus herzensgutem, liebem Mädchen und tödlicher Kampfmaschine. „Alita – Battle Angel“ ist also glücklicherweise nicht mehr Schein als sein, denn liegt hier unter der visuell beeindruckenden Fassade ein äußerst unterhaltsamer Film bereit – den man auf jeden Fall im Kino genießen sollte. Und wenn man dann, während man beispielsweise staunend das beeindruckende Motorball-Spektakel beobachtet, durch die Bässe des Sounddesigns in seinem Kinosessel durchgerüttelt wird – dann muss sich auch die noch so zarte Cineasten-Seele eingestehen, dass hin und wieder eine Portion guten alten Popcorn-Kinos ganz guttun kann. Es kann auch einfach mal Spaß machen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von James Cameron – auch seine Produktionen – sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Jennifer Connelly unter Schauspielerinnen, Filme mit Mahershala Ali und Christoph Waltz in der Rubrik Schauspieler.

Brot und Spiele für das Volk: das äußerst brutale Spektakel Motorball

Länge: 122 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Alita – Battle Angel
KAN/ARG/USA 2019
Regie: Robert Rodriguez
Drehbuch: James Cameron, Laeta Kalogridis, Robert Rodriguez, nach der Manga-Reihe „Gunnm“
Besetzung: Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Ed Skrein, Keean Johnson, Michelle Rodriguez, Casper Van Dien, Jackie Earle Haley, Elle LaMont, Jeff Fahey, Eiza González, Derek Mears, Lana Condor, Sam Medina, Billy Blair, Alan Nguyen
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Copyright 2019 by Philipp Ludwig

Filmplakate, Fotos & Trailer: © 2019 Twentieth Century Fox

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The Darkest Minds – Die Überlebenden: Oops! They Did It Again

The Darkest Minds

Kinostart: 16. August 2018

Von Paula Bierend

SF-Thriller // Hollywood bleibt in Recycling-Laune: „Die Tribute von Panem“, „Die Bestimmung“, nun „The Darkest Minds – Die Überlebenden“ – sie alle erzählen von einer jungen Heldin, die plötzlich anders ist als alle anderen und somit der Schlüssel ist für die Tür in eine bessere Welt. Der Verantwortung und ihrer Aufgabe fühlt sie sich nicht gewachsen und zweifelt an sich selbst. Doch ihr Team steht hinter ihr (natürlich inklusive einer großen Liebe), und gemeinsam können sie dann wohl doch alles schaffen.

Nur Auserwählte überleben

Die Prämisse dieser „Auserwählten“-Geschichte: Eine geheimnisvolle Krankheit tötet alle Kinder und diejenigen, welche die Pandemie überleben (kreativ „die Überlebenden“ genannt) entwickeln übernatürliche Kräfte – es gibt fünf Gruppen: Die Grünen erweisen sich als hochintelligent, die Blauen haben telekinetische Fähigkeiten, die Goldenen manipulieren Elektrizität, die Roten tun ebensolches mit Feuer und die seltensten und die am meisten gefürchteten Orangenen können die Gedanken und Handlungen anderer Menschen beeinflussen.

Liam befreit sich und andere Camp-Insassen

Ruby (gut und facettenreich gespielt von Amandla Stenberg) ist die junge Heldin von „The Darkest Minds – Die Überlebenden“. Gemeinsam mit drei Verbündeten (Harris Dickinson, Skylan Brooks, Miya Cech) kämpft sie gegen die böse Regierung unter Präsident Snow … Verzeihung: Gray (Bradley Whitford, erinnert optisch mehr an Präsident Snow als Donald Sutherland, der jene Rolle trotzdem großartig ausfüllte). Die Regierung sperrt die Überlebenden in Camps ein und zwingt die vielversprechendsten unter ihnen in die Armee. Was die Eltern dazu sagen, bleibt offen. Die Regierung füttert sie offensichtlich mit Lügen über ein Heilmittel, das bereits den Sohn des Präsidenten kuriert hätte. Alle vier Hauptfiguren sind aus ihren Camps geflohen und suchen nach einem sicheren Ort. Doch gibt es den überhaupt? Niemandem kann vertraut werden, alle sind Feinde, als einzige Lösung erscheint es, die Regierung auszuschalten …

Im Fahrwasser der „Tribute von Panem“

Wer die Romane der „Die Tribute von Panem“-Reihe (erschienen zwischen 2008 und 2010) oder „Die Bestimmung“ (2011) verschlungen hat, den wird der Trailer von „The Darkest Minds – Die Überlebenden“ zweifellos ansprechen, auch wenn er von dem 2012 in den USA veröffentlichten ersten Band der Reihe nichts gehört hat – in deutscher Übersetzung ist der Roman seit 2014 lieferbar. Die Kino-Umsetzung ist aber eher enttäuschend. Es handelt sich um die Adaption des ersten Teils einer fünfbändigen Reihe, und danach hat sich der Film auch stark angefühlt. „The Darkest Minds – Die Überlebenden“ wirkt wie ein langer Prolog, der notwendig ist, um die folgende Geschichte zu verstehen.

Liam, Chubs, Zu und Ruby (v. l.) suchen nach einem sicheren Ort

Der Film hat an sich alle Aspekte einer guten Teenie-Dystopie. Die Gruppe junger Helden, die böse Regierung bzw. Organisation, der obligatorische Plottwist zum Ende und ein tatsächlich recht herzzerreißendes Ende („Find Me“ von Sigma featuring Birdy wurde hier perfekt eingesetzt). Doch es fehlt das gewisse Extra, der „Wow“-Effekt. Es war alles so perfekt nach Rezept gekocht, das fast nichts Unerwartetes passiert. Ab einem bestimmten Punkt ist alles vorhersehbar. Das mag an der Unerfahrenheit der südkoreanischen Regisseurin Jennifer Yuh Nelson liegen, die zuvor lediglich vier Folgen der TV-Serie „Spawn“ sowie die Computertrickfilme „Kung Fu Panda 2“ und „Kung Fu Panda 3“ inszeniert hatte, welche zugegeben recht erfolgreich waren.

Amandla Stenberg überzeugt als Ruby

An Amandla Stenbergs Spiel ist nichts auszusetzen, sie fängt die Unschuld des Charakters sehr gut ein, und trotz der deutschen Synchronisation hat sie es geschafft, mich zu rühren. Doch die Art und Weise, wie die Geschichte verläuft, lässt stark daran zweifeln, dass man gerade tatsächlich einem Menschen dabei zusieht, wie er all das durchlebt. Egal was passiert, Ruby macht weiter als sei nichts geschehen. Wer so ein Camp durchlebt, trägt Narben davon, das hätte mehr thematisiert werden müssen. Alles scheint an Ruby vorbeizuwabern, ohne einen Effekt auf ihr Denken und Tun zu haben – abgesehen davon, dass sie niemandem vertraut und sich aus Angst vor ihren Fähigkeiten nicht anfassen lassen will (was im Verlauf immer unglaubhafter wird, denn es gibt vermehrt Körperkontakt). Es fehlen die moralische Tortur, die Grauzonen, die Echtheit, es fehlt einfach die Menschlichkeit in der Geschichte.

Die frisch Verliebten genießen einen Moment des Friedens

Nichtsdestotrotz bietet der Film ordentliche Unterhaltung. Er wurde halt nach dem altbekannten, gut funktionierenden Erfolgrezept gemacht, um Jugendliche und auch den einen oder anderen Erwachsenen ins Kino zu bekommen. Der prologartige Charakter macht tatsächlich neugierig auf den zweiten Teil, auch wenn zu hoffen ist, dass die Macher daraus mehr herausholen und dieser Jugend-Dystopie Besonderheit einhauchen. Insofern funktioniert die Geldmaschine Hollywoods also.

Empfehlung: „The Young Elites“

Abschließend ein Lektüretipp: Wer eine originelle Variante dieser klassischen „Auserwählten“-Geschichte lesen will, dem sei die „The Young Elites“-Reihe von Marie Lu ans Herz gelegt. Die Romane erzählen eine sehr ähnliche Geschichte wie „The Darkest Minds – Die Überlebenden“, nur dass diese in einer eher mittelalterlichen Gesellschaft spielt, wesentlich interessantere Charakterentwicklungen darstellt und nicht mit dem simplen „Der Auserwählte rettet die Welt“-Plot aufwartet. Marie Lu lässt alles sehr real und menschlich werden, weil sie auch in die menschlichen Abgründe der Helden schaut. Dieses Buch ist eine der wenigen Teenager-Dystopien bei denen sich nicht das Gefühl „Been there, done that“ einschleicht und die auch Erwachsene fesseln kann.

Es kommt zum Showdown

Länge: 104 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: The Darkest Minds
USA 2018
Regie: Jennifer Yuh Nelson
Drehbuch: Chad Hodge, nach einem Roman von Alexandra Bracken
Besetzung: Amandla Stenberg, Harris Dickinson, Miya Cech, Skylan Brooks, Mandy Moore, Bradley Whitford, Gwendoline Christie, Patrick Gibson, Mark O’Brien, Wallace Langham, Golden Brooks
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Copyright 2018 by Paula Bierend

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2018 Twentieth Century Fox

 

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Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone: Würdiges Grande Finale

Maze Runner – The Death Cure

Kinostart: 1. Februar 2018

Von Iris Janke

SF-Action // Labyrinth, Wüste – keine Frage, im Finale der „Maze Runner“-Trilogie von Regisseur Wes Ball können Thomas (Dylan O’ Brien, „American Assassin“) und seine Mitstreiter keineswegs aufatmen.

Böse: Wicked-Chefin Ava Paige

Auch in „Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone“, dem letzten Teil der dystopischen Trilogie, stehen Newt (Thomas Brodie-Sangster, „Tatsächlich … Liebe“) und Gally (Will Poulter, „The Revenant – Der Rückkehrer“) ihrem Freund und Leidensgenosen Thomas bei. Gleich in der ersten Szene gibt es Action und Spannung pur: Thomas und die Rebellen wollen ihre vom Bio-Konzern Wicked gefangen gehaltenen Kameraden aus dem durch die Wüste Richtung Last City rasenden Zug befreien. Sie versuchen den Waggon abzukoppeln. Doch der Coup misslingt. Thomas und die Rebellen bleiben außerhalb der Last City und müssen sich unterirdisch den Weg in die Stadt suchen.

Der unterirdische Weg in die Last City

Über der Erde befindet sich die Last City fest in der Hand von Wicked, unterirdisch jedoch formieren sich die Rebellen und die bereits vom Virus befallenen und zu Zombies mutierten Menschen. Um die Jugendlichen zu befreien, müssen sich Thomas und seine Ferunde unter der Mauer hindurch- und an den Zombies vorbeischummeln. In der Last City wird Minho (Ki Hong Lee) gefangen gehalten – in den ersten beiden „Maze Runner“-Teilen „Die Auserwählten im Labyrinth“ und „Die Auserwählten in der Brandwüste“ gehörte er zu den Hauptfiguren. Er wird von Janson (Aidan Gillen, „Game of Thrones“) und Ava Paige (Patricia Clarkson, „Herbststurm“) als menschliches Versuchskaninchen missbraucht. Beide wollen herausfinden, was Minho gegen das Virus immunisiert. Mit ihrem medizinischen Fachwissen scheint sogar Thomas’ hübsche und schlagkräftige Freundin Teresa (Kaya Scodelario, „Pirates of the Caribbean – Salazars Rache“) die Bio-Konzern-Bosse zu unterstützen.

Auserwählt, aber nicht völlig immun: Newt, Thomas und Minho (v. l.)

„Maze Runer – Die Auserwählten in der Todeszone“ versöhnt als Abschluss der Trilogie mit dem gegenüber dem ersten Teil „Die Auserwählten im Labyrinth“ schwächeren zweiten Teil „Die Auserwählten in der Bramdwüste“ – Mittelteile von Trilogien haben ja oft Probleme. Spektakulär gelingt die lange, aber keinewegs zu lange Einstiegsszene mit dem Transportzug. Optisches Highlight sind auch die gläsernen Hochhausfassaden, etwas düster hingegen: die Verfolgungsjagden durch die unterirdischen Zombie-Gewölbe. Trotzdem: Dieser dritte Teil setzt im Gegensatz zu einigen anderen letzten Teilen diverser Kinoreihen nicht darauf, die Hauptdarsteller am Ende auf eine Blumenwiese zu setzen und nach einem düsteren finalen Gemetzel in der letzten Szene alles rosarot und weich zu spülen. Nicht nur deshalb ein Muss für alle „Maze Runner“-Fans.

Unterstützt Teresa (l.) Ava Paige?

„Maze Runner“ bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (2014)
Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste: Der offizielle Prequel-Comic
Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste (2015)
The Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone (2018)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Patricia Clarkson sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet.

Gemeinsam gegen Wicked: Thomas (r.) und Newt

Länge: 142 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Maze Runner – The Death Cure
USA 2018
Regie: Wes Ball
Drehbuch: T. S. Nowlin, nach James Dashners Roman „Die Auserwählten in der Todeszone“ („The Death Cure“)
Besetzung: Dylan O’Brien, Kayla Scodelario, Thomas Brodie-Sangster, Ki Hong Lee, Rosa Salazar, Jacob Lofland, Aiden Gillen, Patricia Clarkson, Giancarlo Esposito, Walton Goggins, Katherine McNamara, Nathalie Emmanuel, Barry Pepper
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2018 by Iris Janke

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2018 Twentieth Century Fox

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 2018/01/29 in Film, Kino, Rezensionen

 

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