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Das Geheimnis des Dr. Mirakel – Frauen am Kreuz und Tierblut-Experimente

Murders in the Rue Morgue

Von Ansgar Skulme

Horror // Im nächtlichen Paris des Jahres 1845 verschwinden junge Frauen von der Straße und tauchen wenig später tot wieder auf. Merkwürdige Male an den Körpern der Opfer wecken das Interesse des Medizinstudenten und Hobby-Detektivs Pierre Dupin (Leon Ames). Die Spur führt zum Jahrmarkt – ein wunderbarer Platz, um täglich frische Opfer kennenzulernen. Unter den Schaustellern ist auch Dr. Mirakel (Bela Lugosi), der verdammt fasziniert von Gorillas als ursprüngliche Form des Menschen ist – wenn nicht sogar davon besessen.

Der Zweck heiligt die Mittel

Ursprünglich sollte Bela Lugosi in Universals legendärer „Frankenstein“-Verfilmung von 1931 den Doktor spielen, der das Monster erschafft. Als Regisseur war der in Paris geborene Robert Florey auserkoren, der das Projekt bis fast zum Drehstart federführend künstlerisch entwickelte. Florey war es auch, der Lugosi die Rolle des Doktors anbot. Dann jedoch wurde Lugosi vom Studio angetragen, anstelle des Doktors doch lieber das Monster zu spielen. Umstritten ist, ob Lugosi dies letztlich beleidigt ablehnte oder aus anderen Gründen ersetzt wurde. Florey und Lugosi nahmen in den Sets von „Dracula“ (1931) sogar noch 20 Minuten an Testaufnahmen mit Lugosi als Monster auf. Dann jedoch verliert sich Lugosis Spur in diesem Projekt. Ein paar Passagen im fertigen „Frankenstein“-Film sollen noch von Robert Florey inszeniert worden sein, ehe schließlich James Whale übernahm und Boris Karloff als Monster zur Legende wurde. Überliefert ist, dass Florey von dem Projekt deutlich abweichende inhaltliche Vorstellungen hatte – unter seiner Regie hätte die Geschichte wohl an vielen Stellen anders ausgesehen. „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ wurde als Ersatzprojekt für Florey und Lugosi gewählt. Im Original „Murders in the Rue Morgue“ betitelt, basiert der Film auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe, hierzulande als „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ bekannt.

Stirb für mich!

An der Kinokasse scheiterte der Film, was dazu führte, dass Bela Lugosi bei Universal keinen neuen Vertrag in „Dracula“-Größenordnungen erhielt. Aus heutiger Sicht jedoch hat der in Schwarz-Weiß gedrehte Klassiker einen guten Ruf, beispielsweise wegen einer starken visuellen Nähe zum deutschen filmischen Expressionismus der 20er-Jahre-Stummfilmzeit – begünstigt durch den deutschen Kameramann Karl Freund (Kamera bei „Metropolis“, 1927 sowie bei „Dracula“, 1931; Regie bei „Die Mumie“, 1932) sowie wunderbar gestaltete Sets, Tiefenkonstruktionen im Raum und Licht-/Schattenstimmungen. Dazu ein paar für die frühen 30er durchaus beachtliche, ansehnliche Kamerabewegungen. Wie sehr die Ähnlichkeit der Sequenz über den Dächern von Paris gegen Ende mit dem Finale von „Metropolis“ und der Anwesenheit von Karl Freund zu tun hat, darüber kann man getrost ein paar Mutmaßungen anstellen.

Potenzielle Opfer auf dem Präsentierteller

Bemerkenswert ist auch, dass „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ zwar noch entstand, bevor die Zensur-Einschränkungen des Hays Codes ab 1934 verpflichtend für ganz Hollywood wurden, dennoch aber – aufgrund der gezeigten Gewalt – auf Initiative des Studios hin in stattlicher Art und Weise von 80 auf 61 Minuten gekürzt wurde. Zudem wurden Nachdrehs vom Regisseur verlangt, die dieser innerhalb von etwa zehn Tagen, rund einen Monat nach Abschluss der eigentlichen Dreharbeiten, Ende 1931 umsetzte.

Trotz alledem ist der rabiate, verstörende Umgang des verrückten Wissenschaftlers mit seinen Opfern auch in der ins Kino gelangten Version des Films immer noch recht starker Tobak, was dunkel erahnen lässt, wie heftig die ungekürzte Fassung wohl gewesen sein muss. Dr. Mirakel quält die Frauen so lange, dass er teilweise schon gar nicht mehr mitbekommt, ob sie überhaupt noch leben, und schreit die ohnehin schon Wehrlosen oder Verstorbenen im Wahn noch an, als seien sie an allem schuld, wenn seine Experimente mit ihnen nicht gelingen. All das in einem Szenario, das die jungen Frauen wie gekreuzigte Engel im Bild erscheinen lässt. Diese sanften Wesen sterben einfach als Versuchsobjekte für ihn, damit der Schlächter seine pseudo-wissenschaftlichen Ziele erreichen kann. Wie er angesichts des sterbenden Leibes regelrecht vor eine Wand schreit und im Wahn notfalls mit Geschrei das Gelingen seiner Experimente zu erzwingen versucht, zählt zum Denkwürdigsten, was Bela Lugosi auf der Leinwand hinterlassen hat. Zwar bewegte sich der berühmte ungarische Mime beim Verkörpern seiner Rollen häufig hart an der Grenze zum hoffnungslosen Überzeichnen, doch gerade als Dr. Mirakel gelingt es ihm recht gut, die totale Eskalation in einigen Momenten, in denen er die Fassade völlig fallen lässt, konsequent auf den Punkt zu bringen. Einer der eher seltenen Fälle, bei denen es ihm wirklich überzeugend glückte, so zu wirken, als würde seine Figur absolut hoffnungslos einen komplett kranken Film in ihrem Kopf schieben. Gelegentlich scheiterte er an solchen Psycho-Rollen auch mit einigen Anflügen unfreiwilliger Komik. Hier jedoch nicht.

Wenn es nicht nach Dr. Mirakels Kopf geht, beschimpft er auch Leichen – und macht ihnen Vorwürfe

Schwerer hat es da schon der Gorilla, den Grusel-Faktor des Films nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, da die Art und Weise, wie Dr. Mirakel dieses Tier einsetzt, doch arg an den Haaren herbeigezogen und insgesamt sehr unglaubwürdig wirkt. Zudem sieht das Kostüm auch nicht wirklich bedrohlich aus – der Darsteller Charles Gemora war derselbe, der später auch in „Dick & Doof als Salontiroler“ (1938) auf einer Hängebrücke im Gorilla-Kostüm auf Stan Laurel und Oliver Hardy traf. Und im Wesentlichen wirkt es so, als sei auch das Kostüm womöglich dasselbe. Nur ist das eine eben eine Slapstick-Komödie und das andere ein düsterer Horrorfilm – zwei Genres, wie sie gegensätzlicher kaum sein können.

So stark, wie man ihn sein ließ

Ein Resultat der vom Studio geforderten Kürzungen dürfte sein, dass der Film seine Konzentration im Mittelteil vor allem dem jungen Ermittler widmet. Dieser Pierre Dupin basiert auf Edgar Allan Poes Figur C. Auguste Dupin, die auch in zwei anderen Poe-Geschichten auftaucht. Der Spannungsbogen leidet etwas darunter, dass Dr. Mirakel nicht wenigstens noch zwei oder drei Szenen mehr sein Unwesen treiben darf. Wenn man die Erzählung mit „Der geheimnisvolle Doktor X“ (1932) oder „Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts“ (1933) vergleicht, ist da am Ende einfach immer noch zu wenig unmittelbare Konfrontation mit dem geballten Bösen. Das Potenzial, sich auf Augenhöhe mit diesen beiden Farb-Horrorklassikern zu bewegen, hat „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“, jedoch wird es nur punktuell erschöpft. Und das liegt tatsächlich – für mich durchaus überraschend – am wenigsten an der Darstellung von Bela Lugosi; und natürlich auch nicht an der Stimmungskraft der Bilder. Es sind narrative Probleme, die eben manchmal aufkommen, wenn man einem Regisseur als Studio ins Handwerk pfuscht. Einen Film um ein Viertel zu kürzen, ist keine Kleinigkeit und kein Kavaliersdelikt – und kann im Grunde gar nicht anders, als aufzufallen. Erfreulich ist immerhin, dass der junge Ermittler alles andere als ein Milchgesicht ist, sondern in der Verkörperung von Leon Ames, der damals noch unter dem Nachnamen Waycoff firmierte, für ein solches Rollenbild im Hollywood der 30er- und 40er-Jahre optisch angenehm aus dem Rahmen fällt – das bewahrt den Film vor einer zu akuten Verwässerung, wenn die Figur Übergewicht im Windschatten von Dr. Mirakel bekommt.

Bei diesem Gorilla sind alle unten durch

So bleibt am Ende ein komprimiertes Gesamtpaket von dem übrig, was sich Robert Florey ursprünglich einmal vorgestellt haben mag, das es aufgrund des Schockpotenzials einiger Szenen zumindest aber doch recht geschmeidig über die knappe Dauer von rund 60 Minuten schafft. Zu den Top 10 der US-Horrorfilme, die in der kurzen, aber genialen, brutalen und verstörenden Phase zwischen Beginn des Tonfilms und verpflichtender Installation des Hays Codes 1934 entstanden, würde ich „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ zwar eventuell nicht ganz zählen, aber das kann man durchaus als knappe Entscheidung werten. Und man kann guten Gewissens behaupten, dass die klassische Horrorliteratur- und Horrorfilmfigur des verrückten Wissenschaftlers nur selten so brutal auf die Spitze getrieben wurde wie hier. Wenn auch nur in relativ wenigen Sequenzen erhalten, sind es doch Passagen, die in Erinnerung bleiben und zum Heftigsten zählen, was das Genre damals diesbezüglich hervorgebracht hat.

Kurzum: Dafür, dass er offensichtlich sogar noch viel besser hätte sein können, allein schon, wenn man den Regisseur zufriedengelassen hätte, ist dieser Film erstaunlicherweise dennoch ziemlich denkwürdig gelungen. Selbst die Version mit angezogener Handbremse toppt viele spätere Vertreter des Genres aus den 30er- und 40er-Jahren, weil einige Nadelstiche einfach perfekt sitzen. Und bei Dr. Mirakel, in seinen Opfern, sitzen die Nadelstiche zudem auch im wahrsten Sinne des Wortes.

Genau das, was der Klassiker-Markt jetzt braucht

Das Label Ostalgica hat dem Film im Rahmen seiner „Classic Chiller Collection“ eine brillante Veröffentlichung mit klasse Bild als Blu-ray spendiert. Hierfür wurde er, unter der Regie von Bodo Traber, eigens neu synchronisiert, wenngleich es von „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ offenbar schon eine frühere Synchronfassung aus dem Jahr 1978 gibt. Wenigstens annähend zeitgenössische, zumindest noch in den 50ern entstandene Synchronfassungen findet man zu klassischen Hollywood-Horrorfilmen der 30er und 40er ja leider ohnehin nur selten. Es verdient Sonderlob, einen solchen Film mithilfe einer selbst auf die Beine gestellten Synchronfassung wieder für den deutschen Markt interessant zu machen. Von den zur Wahl stehenden Ton-Optionen ist aus meiner Sicht eher die möglichst originalgetreu gehaltene deutsche Fassung gegenüber der nachträglich mit zusätzlicher Orchester-Musik aus dem Hause Universal bestückten Fassung vorzuziehen. In ähnlicher Form wie „Dracula“ – da nachträglich aus der Feder von Philip Glass – wurde auch „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ also viele Jahrzehnte später eine um Musik erweiterte, alternative Ton-Fassung beschert. Filme der frühen 30er zeichnen sich für meinen Geschmack nun einmal oft gerade dadurch narrativ aus, dass begleitende Musik eine relativ kleine Rolle spielt und so in der Form noch nicht entdeckt beziehungsweise erschlossen war. Erfreulich, dass man auf der Ostalgica-Blu-ray frei die Variante wählen kann, die man selbst bevorzugt.

Der Frauenfänger von Paris

Im Übrigen muss ich offen zugeben, dass es wohl keinen anderen Schauspieler gibt, dessen deutsche Synchronstimmen mich so selten überzeugt haben, wie es bei Bela Lugosi der Fall ist. Erstaunlich vor allem, weil ich sonst überhaupt keinen großartigen Wert darauf lege, dass Synchronstimmen dem Original möglichst ähnlich klingen müssen. Aber seine äußerst prägnante Stimme, die mitsamt eines sehr eigenen Sprechrhythmus und Akzents wirklich enorm starken Einfluss auf seine Rollengestaltung hat, ist einfach nur äußerst kompliziert atmosphärisch ersetzbar. Die vorliegende Synchronfassung ist engagiert gemacht, aber Lugosi auf Deutsch bleibt für mich auch hier nach wie vor eine schwere Prüfung. Insbesondere dann, wenn die Stimme viel tiefer und/oder rauer als das Original klingt. Ich bin auch kein Freund der Lösung, die in „Dracula“ als deutsche Stimme gewählt wurde – es hat also absolut nichts damit zu tun, dass die vorliegende Fassung von „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ so neu ist oder ansonsten misslungen wäre. Und man sollte, das sei ausdrücklich betont, solche Fassungen natürlich auch nicht generalisierend dafür verurteilen, wenn sie an etwas „scheitern“, was erstens mein subjektiver Eindruck und zweitens eventuell sowieso nahezu unmöglich zu schaffen ist.

Der will doch nur spielen – oder auch nicht

Eine DVD-Auskopplung des Films enthält diese Edition, im Gegensatz zu anderen Teilen der „Classic Chiller“-Reihe zwar nicht, dafür aber zwei Audio-CDs für den Hörspiel-Bonus. Der Pappschuber sowie das Wendecover in der Amaray-Hülle sind grafisch sehr schön gestaltet. Dazu ein Booklet und ein Audiokommentar sowie ein ausgezeichneter Bonusfilm: der Whodunit-Krimi „The Death Kiss“ (1932) mit Lugosi und zwei „Dracula“-Co-Stars. Diese Kollektion ist jeden Cent wert und man kann sich nur auf jeden weiteren Klassiker freuen, der da noch kommt. Hätte ich einen Wunsch frei, dann wäre es „Murders in the Zoo“ (1933), der mit seinem belanglosen Titel im „Snakes on a Plane“-Stil oberflächlich gut die fies-brutale Wundertüte kaschiert, die dann über den Zuschauer hereinbricht, wenn man sich einmal auf das womöglich harmlose Vergnügen eingelassen hat. Für alle, die „Das Geheimnis des Dr. Mirakel“ vor allem für seine verrücktesten und brutalsten Momente feiern, ist „Murders in the Zoo“ genau das richtige Topping.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Bela Lugosi haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 8. November 2019 als 3-Disc Edition (Blu-ray & 2 CDs) der „Classic Chiller Collection“

Länge: 61 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Deutsch mit neuer Musikspur von Universal, Englisch
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Originaltitel: Murders in the Rue Morgue
Deutscher Alternativtitel: Mord in der Rue Morgue
USA 1932
Regie: Robert Florey
Drehbuch: Tom Reed, Dale Van Every, Robert Florey, John Huston, Ethel M. Kelly, nach einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe
Besetzung: Bela Lugosi, Sidney Fox, Leon Ames, Bert Roach, Betty Ross Clarke, Brandon Hurst, D’Arcy Corrigan, Noble Johnson, Arlene Francis, Agostino Borgato
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Bodo Traber, Matthias Künnecke und Dr. Gerd Naumann, Originaltrailer, Deutscher Trailer, Booklet, Bildergalerie, Hörspiel „Der Doppelmord in der Rue Morgue“, Bonusfilm „The Death Kiss” (1932)
Label: Ostalgica
Vertrieb: Media Target Distribution GmbH

Copyright 2019 by Ansgar Skulme

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2019 Ostalgica

 

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Horror für Halloween (XXXI): Das Grab der Lygeia – Krönender Abschluss von Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Zyklus

The Tomb of Ligeia

Von Volker Schönenberger

Horror // Wenn schon Vincent Price „Das Grab der Lygeia“ als seinen Lieblingsfilm aus Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Zyklus bezeichnet hat, kann man dagegen natürlich überhaupt nichts mehr sagen. Mein Favorit bleibt „Das Pendel des Todes“ („Pit and the Pendulum“) von 1961, gefolgt vielleicht von „Lebendig begraben“ („Premature Burial“, 1962), in welchem Ray Milland den vertraglich verhinderten Price ausnahmsweise ersetzte, aber meine Reihung hat persönliche Gründe. In einer IMDb-Rangliste mit den Wertungen dort angemeldeter Filmfreunde befindet sich „Das Grab der Lygeia“ nur auf dem achten und damit letzten Rang, allerdings schwanken die Wertungen aller acht Filme auf der Zehnerskala denkbar gering zwischen 6,6 und 6,9. Das passt auch, da ich alle Filme hoch einschätze, wobei „Der grauenvolle Mr. X“ („Tales of Terror“, 1962) und „Der Rabe – Duell der Zauberer“ („The Raven“, 1963) noch der Sichtung harren. An Roger Cormas Poe-Regiearbeiten inklusive des Lovecraft-Wolf-im-Poe-Schafspelz-Beitrags „Die Folterkammer des Hexenjägers“ („The Haunted Palace“, 1963) gibt es jedenfalls kein Vorbeikommen, will man sich mit dem Horrorfilm der 1960er-Jahre befassen.

Lady Lygeia wird zu Grabe getragen

1960 mit „Die Verfluchten“ („House of Usher“) begonnen, setzte Roger Corman den Schlusspunkt seines Edgar-Allan-Poe-Zyklus vier Jahre später mit „The Tomb of Ligeia“. Zu Beginn muss Lord Verden Fell (Vincent Price) seine geliebte Gemahlin Lygeia (Elizabeth Shepherd) zu Grabe tragen. Offenbar hat sie Selbstmord begangen, man will dem trauernden Witwer die Beerdigung auf dem geweihten Friedhof verweigern. Eine schwarze Katze springt auf den Sarg, die Tote schlägt die Augen auf. Nur ein Reflex des Leichnams? Lord Fell gerät aus dem Häuschen.

Vom Pferd in den Hafen der Ehe gestürzt

Bald darauf nähert sich eine Reitgesellschaft auf Fuchsjagd dem Gottesacker. Das Pferd von Lady Rowena Trevanion (ebenfalls Shepherd) scheut vor einer schwarzen Katze, sie stürzt zu Boden. Der Lord kommt hinzu und versorgt die leicht Verletzte. Beide sind voneinander fasziniert, Verden von der Lady nicht zuletzt deswegen, weil sie ihn sehr an seine Frau erinnert. Nach einiger Zeit heiraten die beiden, doch mysteriöse Geschehnisse künden von drohendem Unheil. Was hat die schwarze Katze damit zu tun?

Außenaufnahmen in Stonehenge

Angeblich war es Vincent Price, der Roger Corman zu Außenaufnahmen überzeugte, weil er gern mal in einer Burgruine drehen wollte. Die Wahl fiel auf das Castle Acre Priory in der ostenglischen Grafschaft Norfolk. Auch zwischen den Monolithen von Stonehenge wurde gefilmt. Ein reizvoller Kontrast zu den wie gewohnt im Studio entstandenen Szenen, die im Innern der von Lord Fell bewohnten Abtei spielen. In seiner einzigen Zusammenarbeit mit Roger Corman schuf Hammer-Films-Kameramann Arthur Grant („Sie sind verdammt“, „Nächte des Grauens“) betörende Bilder, an denen wir uns kaum sattsehen können, Eine verfallene Abtei und die Steinkreise von Stonehenge sind natürlich auch eine Bank. Die aufwendige Ausstattung reichert die Motive zusätzlich an. So klar und kräftig die Bildgestaltung, so rätselhaft gibt sich die Geschichte, was aber nicht als Kritik gemeint ist. Welches Band spinnt sich da im Dreieck mit Lord Verden Fell, Lady Lygeia und Lady Rowena? Ein übernatürliches Band, so viel wird bald deutlich, aber etwas Wahn mag auch dabei sein.

Lord Verden Fell kann seine erste Frau nicht vergessen

Price war aufgrund seines Alters gar nicht mal erste Wahl für Corman und dessen Drehbuchautor Robert Towne, aber weil American International Pictures als US-Verleih im Boot war und den Film mitfinanzierte, wurde der 53-jährige US-Star für die englische Produktion gecastet und mithilfe von Perücke und Make-up etwas verjüngt. Corman hatte sich wohl mehr als genug mit Edgar Allan Poe befasst, wollte zu neuen Ufern aufbrechen. Seine nächste Regiearbeit nach „Das Grab der Lygeia“ bestätigt diese Annahme: „Die wilden Engel“ (1966) mit Peter Fonda und Bruce Dern spielt im kalifornischen Rockermilieu, denkbar weit entfernt vom Gothic Horror Lygeias.

Roger Corman nimmt sich Freiheiten

Wer den Film mit der literarischen Vorlage vergleichen will, kann dies online sowohl anhand einer deutschen Übersetzung als auch mit dem englischsprachigen Originaltext erledigen. Wenig überraschend: Man wird Unterschiede feststellen. Corman nahm sich einige Freiheiten und fügte diverse Elemente hinzu, das tut bei Edgar Allan Poe auch bitter Not, der Regisseur hat es im gesamten Zyklus so gehandhabt. Wer will es ihm angesichts der brillanten Resultate verdenken?

Was meint Robert Zion zu Lygeia?

In seinem 2018 in Eigenregie veröffentlichten Buch „Roger Corman – Die Rebellion des Unmittelbaren“ schreibt der Publizist Robert Zion im Kapitel über „Das Grab der Lygeia“, kein Gegenstand, kein Handlungselement, kein Bild nehme nicht eine symbolische Bedeutung an. Buchstäblich alles verweise auf die Anwesenheit des Geistes Lygeias, alles sei Symbol, Verweis, Allegorie. Glücklicherweise lässt sich der Film genießen, ohne jedes Detail diesbezüglich zu analysieren, aber Zion belegt damit, welch kluger Filmemacher Roger Corman war und ist. Sein umfangreiches Buch über den Regisseur hat im Übrigen das Zeug zum Standardwerk. Die Lektüre des „Lygeia“-Kapitels empfiehlt sich nach Sichtung des Films, da Zion die Handlung bis zum Ende erzählt. Aber das gilt ja generell für solche analytischen Betrachtungen.

Mediabook mit zwei Covermotiven

Weshalb „Das Grab der Lygeia“ erst 1981 – mithin 17 Jahre nach der Premiere im Vereinigten Königreich – in die bundesdeutschen Kinos kam, entzieht sich meiner Kenntnis. Mit dem Mediabook von Koch Films in zwei Covervarianten hat Cormans Poe-Finale nun hierzulande eine angemessene Veröffentlichung erhalten. Für die Lektüre des Booklet-Texts von Nicolai Bühnemann gilt dasselbe wie für das Kapitel im Buch von Robert Zion: erst nach Sichtung des Films! Glücklicherweise gibt es in Deutschland keinen Mangel an fachkundigen Autoren. Mir kommt in Veröffentlichungen wie dieser kaum mal ein missratener Essay vor die Augen, und auch der von Bühnemann hält das gewohnte Niveau. Die Cover des Mediabooks gefallen mir beide, da wird manch ein Sammler doppelt zuschlagen oder bereits zugeschlagen haben. Am Bonusmaterial auf den Discs ist ebenfalls nichts auszusetzen, auch Bild- und Tonqualität haben einen nach oben gereckten Daumen verdient. Also spricht viel dafür, sich „Das Grab der Lygeia“ in die Sammlung zu stellen – ob ins Corman-Regal, ins Price-Regal oder schlicht ins Mediabook-Regal (auch wenn der eine oder andere Sammler dieses Formats die geringe Höhe der Koch-Editionen missbilligt). Gothic Horror in Reinkultur – schauderhaft gut.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Roger Corman sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Vincent Price unter Schauspieler. Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Regiearbeiten haben wir auch in der Rubrik Filmreihen aufgelistet.

Lady Rowena erlebt Beängstigendes

Veröffentlichung: 6. Dezember 2018 als limitiertes 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD in zwei Covervarianten), 11. Oktober 2005 als DVD (unter dem Titel „Das Grab des Grauens“)

Länge: 82 Min. (Blu-ray), 79 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Tomb of Ligeia
GB 1964
Regie: Roger Corman
Drehbuch: Robert Towne, nach einer Erzählung von Edgar Allan Poe
Besetzung: Vincent Price, Elizabeth Shepherd, John Westbrook, Derek Francis, Oliver Johnston, Richard Vernon, Frank Thornton, Ronald Adam
Zusatzmaterial Mediabook: Audiokommentar, Trailer, Interviews, Bildergalerie, 20-seitiges Booklet mit Texten von Nicolai Bühnemann
Label/Vertrieb Mediabook: Koch Films
Label/Vertrieb DVD: MGM Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2018 Koch Films

 

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Horror für Halloween (XX): Die Folterkammer des Hexenjägers – Poe drauf, Lovecraft drin

The Haunted Palace

Von Volker Schönenberger

Horror // Einen der dreistesten Etikettenschwindel der Horrorfilmgeschichte leistete sich das Studio American International Pictures (AIP) 1963: Roger Corman wollte seinem drei Jahre zuvor mit „Die Verfluchten“ gestarteten und bis dato fünf Filme umfassenden Edgar-Allan-Poe-Zyklus eine Pause gönnen. Er verspürte Lust, sich H. P. Lovecraft zuzuwenden und dessen Kurznovelle „Der Fall Charles Dexter Ward“ zu verfilmen. Dabei hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht – eben AIP: Das Studio setzte weiter auf den gegenüber Lovecraft weitaus zugkräftigeren Namen Poe, verpasste dem Film kurzerhand den Titel des Poe-Gedichts „The Haunted Palace“ und ließ ein paar Zeilen daraus einbauen. Das gefiel Corman überhaupt nicht, ändert aber nichts daran, dass er auf „Die Folterkammer des Hexenjägers“ heute noch stolz sein kann. Poes „The Haunted Palace“ war 1839 im „American Museum Magazine“ erschienen. Lovecraft hatte „The Case of Charles Dexter Ward“ 1927 geschrieben, die Geschichte wurde aber erst 1941 im Magazin „Weird Tales“ veröffentlicht – vier Jahre nach dem Tod des Autors. Bei „Die Folterkammer des Hexenjägers“ handelt es sich sogar um die erste Verfilmung einer Lovecraft-Erzählung überhaupt (falls ich mich irre, bitte ich um Nennung der früheren Adaption/en).

Angeführt von Ezra Weeden (Leo Gordon), rotten sich im Jahr 1765 die Bewohner des Städtchens Arkham in Massachusetts zusammen und stürmen das Anwesen von Joseph Curwen (Vincent Price), den sie verdächtigen, schwarze Magie zu praktizieren – zu Recht, wie sich herausstellt. Curwen endet auf dem Scheiterhaufen, nicht ohne vor seinem Tod angekündigt zu haben, er werde aus dem Grab wiederkehren, und seine Henker und all ihre Nachfahren zu verfluchen.

And travellers, now, within that valley,
Through the red-litten windows see
Vast forms that move fantastically
To a discordant melody.

Diese nach dem Prolog eingeblendeten Zeilen aus Poes Gedicht leiten die 110 Jahre später einsetzende Haupthandlung ein. Charles Dexter Ward (Vincent Price) und seine Ehefrau Ann (Debra Paget) treffen in Arkham ein, um ihr Erbe anzutreten: Ward hat den Palast geerbt, Curwen war sein Ururgroßvater. Die Einwohner begegnen dem Ehepaar unwirsch. Ezra Weedens Nachfahre Edgar (Leo Gordon) warnt sie davor, ihren Besitz überhaupt zu betreten. Erst der einzig freundliche Doctor Marinus Willet (Frank Maxwell) weist ihnen den Weg zum seit den damaligen Ereignissen unbewohnten Palast. Ein Ölgemälde zeigt Wards unglückseligen Vorfahr – der Ururenkel schreckt vor der Ähnlichkeit zu ihm selbst zurück. Er scheint das Gebäude obendrein bemerkenswert gut zu kennen. Die Eheleute treffen den Hauswart Simon Orne (Lon Chaney Jr.), der sie bereits erwartet hat.

Wie AIP betrieb auch der deutsche Verleih Etikettenschwindel, denn die Folterkammer eines Hexenjägers – oder irgendeine Folterkammer – gehört nicht zu den Schauplätzen des Films. Offenbar wollte man auf „Witchfinder General“ mit Vincent Price anspielen – deutscher Titel: „Der Hexenjäger“. Der entstand zwar fünf Jahre später, allerdings kamen beide erst 1969 in die deutschen Kinos, „Die Folterkammer des Hexenjägers“ ein halbes Jahr nach „Der Hexenjäger“.

Joseph Curwen stirbt einen grausamen Tod

Ähnlich den Nebelschwaden, die durch den Ort wabern, zieht sich von Beginn an eine rabenschwarze Atmosphäre der Bedrohung und des Grauens durch „The Haunted Palace“. Roger Corman und sein Ausstattungsteam haben ganze Arbeit geleistet, auch wenn einige Masken nach heutigen Maßstäben suboptimal ausgefallen sind. In Arkham kommen ungewöhnlich viele deformierte Menschen zur Welt, oft ganz ohne Augen. Nicht einmal Augenhöhlen haben sie – genau das ist maskentechnisch nicht ganz gelungen ausgefallen. Aber da suche ich das Haar in der Suppe, auch die Mutierten tragen das Ihrige zu der düsteren Stimmung bei, erst recht in einer Szene, in der sich einige von ihnen zusammenrotten und unheilvoll von allen Seiten auf das Ehepaar Ward zustapfen. Eine beängstigende Sequenz, die seinerzeit in den Kinos einiges Schaudern verursacht haben dürfte und das auch heute noch vermag.

Das artifizielle Arkham

Ob die USA (Universal-Horror), das Vereinigte Königreich (Hammer Films) oder das Italien des Mario Bava („Die Stunde wenn Dracula kommt“) – Roger Corman hatte vor „The Haunted Palace“ seine Horror-Hausaufgaben gemacht und sich trefflich inspirieren lassen, wobei er selbst die genannten Felder zweifellos zurückinspirierte. Das Arkham des US-Regisseurs kann und will zu keinem Zeitpunkt seine Studio-Herkunft verleugnen – Realitätsnähe sieht anders aus, das Feld überließ Corman gern anderen. Seine Kulissen sind kunstvoll.

Die Eheleute Ward treten in Arkham ihr düsteres Erbe an

H. P. Lovecrafts kosmisches Grauen manifestiert sich in einer massiv verriegelten Grube tief unten im Keller des Curwen-Palasts. Etwas bewegt sich dort unten, spät bekommt das Publikum es auch zu sehen, doch die bedrohliche Kreatur bleibt unscharf, ebenso wie ihr Daseinszweck und ihre Fähigkeiten. Ist sie telepathisch begabt? Tentakel scheint sie nicht zu haben – um ein altes Cthulhu-Motiv aufzugreifen –, vielleicht aber Schuppen. Sogar der spanische Großinquisitor Torquemada soll viel Zeit an der Grube verbracht haben, wie wir erfahren. Gehört das Wesen zu den „Großen Alten“, jenen mächtigen, kaum greifbaren gottesähnlichen Kreaturen aus Lovecrafts Universum? Viel mehr erfahren wir nicht, Corman war klug genug, nicht jede Frage der Handlung beantworten zu wollen. Damit dürfte er ganz im Geiste Lovecrafts gehandelt haben.

Doppelrolle für Vincent Price

Vincent Price spielt seine markante Mimik voll aus und brilliert in der Doppelrolle als Joseph Curwen und Charles Dexter Ward gleichermaßen. Ein nicht mehr ganz gesund aussehender Lon Chaney Jr. („Der Wolfsmensch“, 1941) taucht in seinem einzigen Roger-Corman-Film als undurchsichtiger Hausverwalter gern unverhofft auf und verschreckt damit besonders Ann Ward. Debra Paget („Die zehn Gebote“, 1956) wird in ihrem letzten Spielfilm etwas verschenkt, ihr Part beschränkt sich auf den der verängstigten Ehefrau und gelegentlichen Stichwortgeberin. Ein Jahr zuvor hatte sie in „Der grauenvolle Mr. X“ („Tales of Terror“) erstmals unter Roger Corman gespielt.

While, like a ghastly rapid river,
Through the pale door
A hideous throng rush out forever,
And laugh – but smile no more.

Mit diesen Zeilen aus Poes Gedicht endet „Die Folterkammer des Hexenjägers“. Lovecraft hin oder her – trotz der erwähnten Flunkerei fügt sich „The Haunted Palace“ ganz wunderbar in Roger Cormans Poe-Zyklus ein. Galt Edgar Allan Poe seinerzeit als deutlich bedeutsamer, hat H. P. Lovecraft im Lauf der Jahrzehnte zu seinem literarischen Kollegen aufgeschlossen, ihn womöglich gar hinter sich gelassen, was den popkulturellen Einfluss angeht. So oder so darf es gern weitere filmische Umsetzungen beider Größen des Grauens geben. Was „Der Fall Charles Dexter Ward“ angeht: Ebenfalls sehenswert ist die in die Moderne verlegte Neuverfilmung „The Resurrected“ von 1991.

Empfehlung: Arrow Video

Über die deutsche Veröffentlichung des Films kann ich mangels Sichtung keine Angaben machen. Ich mag Arrow Video und kann auch in diesem Fall die Blu-ray des englischen Labels nur empfehlen (siehe die ersten drei Fotos). Bild- und Tonqualität, Bonusmaterial, Booklet – alles vorbildlich. Wer keine deutsche Tonspur braucht, ist mit Arrow stets bestens bedient.

Hauswart mit ungesundem Teint

In der ganz H. P. Lovecraft und seinem Einfluss auf die populäre Kultur gewidmeten und hier von mir vorgestellten Erstausgabe der Zeitschrift „Wicked-Vision – Das Magazin für den phantastischen Film“ findet sich ein vierseitiger Artikel über „Die Folterkammer des Hexenjägers“. Das Druckerzeugnis kann im Webshop von Wicked-Vision Media bestellt werden.

Die Ähnlichkeit ist verblüffend

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Roger Corman sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Lon Chaney Jr. und Vincent Price unter Schauspieler. Roger Cormans Edgar-Allan-Poe-Regiearbeiten haben wir auch in der Rubrik Filmreihen aufgeführt. Ein lesenswerter Text zu „Die Folterkammer des Hexenjägers“ findet sich auch bei den Kollegen von Evil Ed.

Veröffentlichung: 24. März 2016 als Blu-ray in der Box „Meisterwerke des Horrors (mit „Tanz der Totenköpfe“, Das Haus der langen Schatten“ und „Lebendig begraben“), 14. April 2015 als Blu-ray und DVD (unter dem Titel „Das Schloss des Grauens), 25. Mai 2012 als Blu-ray und DVD, 7. August 2003 als DVD

Länge: 87 Min. (Blu-ray), 84 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: The Haunted Palace
USA 1963
Regie: Roger Corman
Drehbuch: Charles Beaumont, nach einem Gedicht von Edgar Allan Poe (Titel) und dem Roman „Der Fall Charles Dexter Ward“ von H. P. Lovecraft
Besetzung: Vincent Price, Debra Paget, Lon Chaney Jr., Frank Maxwell, Leo Gordon, Elisha Cook Jr., John Dierkes, Milton Parsons, Cathie Merchant, Guy Wilkerson
Zusatzmaterial: Trailer
Label/Vertrieb 2015: Ascot Elite Home Entertainment
Label 2012: Spirit Media
Vertrieb 2012: Koch Films
Label/Vertrieb 2003: EMS GmbH

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshot deutsche Blu-ray „Das Schloss des Grauens“: © 2015 Ascot Elite Home Entertainment, Packshot deutsche Blu-ray „Die Folterkammer des Hexenjägers“: © 2012 Spirit Media

 

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