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Die Totengruft des Dr. Jekyll – War Mr. Hyde ein Werwolf?

Daughter of Dr. Jekyll

Von Volker Schönenberger

Horror // Janet Smith (Gloria Talbott) trifft mit ihrem Verlobten George Hastings (John Agar) auf dem irischen Landsitz ein, wo sie aufgewachsen ist. Die Bediensteten empfangen sie freundlich, das Hausmädchen Maggie (Molly McCard) allerdings deutet an, stets nach Hause zu kommen, bevor der Mond aufgeht, und auf keinen Fall je in dem Anwesen übernachten zu wollen. Janets Vormund Dr. Lomas (Arthur Shields) überbringt ihr die frohe Kunde, dass sie am Folgetag – ihrem 21. Geburtstag – von ihrem verstorbenen Vater ein üppiges Vermögen inklusive des Anwesens erben wird. Doch er deutet an, eine weitere Information für sie zu haben, mit deren Enthüllung sie allerdings erst für morgen warten müsse, da er dies zugesagt habe. Die Nachricht an ihrem Geburtstag schockiert Janet zutiefst: Sie ist die Tochter des berüchtigten Dr. Jekyll …

Janet und ihr Verlobter George …

Robert Louis Stevenson (1850–1894) veröffentlichte seine Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ („Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“) im Jahr 1886. Die Geschichte vom Wissenschaftler, der mittels eines Gebräus sein böses Ich zum Vorschein kommen ließ, ist vielfach für Bühne, Film, Radio und Theater umgesetzt worden. „Die Totengruft des Dr. Jekyll“ von 1957 greift lediglich Motive der Novelle des „Die Schatzinsel“-Autors auf und erzählt eine ganz eigene Geschichte.

Dr. Jekyll und der Werwolf

Von der Enthüllung ihres Vormunds zutiefst verstört, wird Janet fortan von Albträumen heimgesucht. Wird sie sich selbst in ein Ungeheuer verwandeln? Mit dieser Frage verbindet Regisseur Edgar G. Ulmer („Santiago der Verdammte“, 1955) eine seltsame Story, die das Jekyll-und-Hyde-Motiv mit Elementen des Werwolf-Films verbindet. Dass der Hausdiener Jacob (John Dierkes) als Mittel gegen Werwölfe einen Holzpflock durchs Herz empfiehlt, spricht nicht unbedingt für Ulmers Vertrautheit mit den Kreaturen des Horrorfilms, gehört das doch eher zu den Waffen gegen Vampire.

… erfahren von Janets Vormund Dr. Lomas ein düsteres Geheimnis

Der Regisseur solch stimmungsvoller Werke wie „Die schwarze Katze“ (1934) mit Boris Karloff und Bela Lugosi und „Detour – Umleitung“ (1945) hat mit „Die Totengruft des Dr. Jekyll“ 1957 nicht unbedingt seine stärkste Arbeit abgeliefert. Man sieht dem Streifen jederzeit sein geringes Budget an, beginnend mit notdürftig von Nebel getarnten Miniaturmodellen wie Haus und Auto. Studiokulissen können auch Charme entfalten, hier verströmen einfach zu viele Einstellungen den Billigfaktor. Trotz geringer Lauflänge zieht sich die Handlung etwas, allzu viel geschieht nicht, vieles erfahren wir mittels Dialogen, nicht immer die eleganteste Lösung. Zum Finale gibt es immerhin einen Twist und eine Verwandlungsszene inklusive Showdown, das und die darstellerische Leistung von Hauptdarstellerin Gloria Talbott („Wir sind keine Engel“) bewahrt „Die Totengruft des Dr. Jekyll“ vor der völligen Beliebigkeit.

Rahmenhandlung für den deutschen Markt

Die Qualität von Bild und Ton ist suboptimal, um es milde auszudrücken. Erstmals hat Anolis Entertainment „Die Totengruft des Dr. Jekyll“ 2012 auf DVD veröffentlicht – im Rahmen der Reihe „Die Rückkehr der Galerie des Grauens“. Diese Edition dürfte gegenüber den späteren DVDs vorzuziehen sein, ist aber vergriffen. Die Neuauflage von Studio Hamburg Enterprises hat als Lauflänge auf dem Cover 77 Minuten stehen, ist aber tatsächlich nur 66:50 Minuten lang. Vielleicht ging man beim Label irrtümlich davon aus, die deutsche Fassung auf Disc zu bannen, die 75 Minuten lang ist. Kurioserweise wurde für den bundesdeutschen Markt eine Rahmenhandlung gedreht, um den Film zu verlängern – nachzulesen im Schnittbericht. Diese Rahmenhandlung findet sich auf der Studio-Hamburg-DVD aber lediglich im Bonusmaterial.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Edgar G. Ulmer sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt. Ein lesenswerter Text zu „Die Totengruft des Dr. Jekyll“ findet sich auch im Filmforum Bremen.

Wird Janet zum Werwolf?

Veröffentlichung: 5. Juli 2019, 29. November 2013 und 24. August 2012 als DVD

Länge: 67 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Daughter of Dr. Jekyll
USA 1957
Regie: Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Jack Pollexfen, nach Motiven von Robert Louis Stevensons Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ („Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“)
Besetzung: John Agar, Gloria Talbott, Arthur Shields, John Dierkes, Mollie McCard, Martha Wentworth, Marjorie Stapp, Reita Green, Marel Page, Ken Terrell
Zusatzmaterial: Deutscher und englischer Trailer, deutsche Rahmenhandlung, Bildergalerie, Wendecover
Label/Vertrieb 2019: Studio Hamburg Enterprises
Label/Vertrieb 2013: Edel Germany
Label/Vertrieb 2012: Anolis Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © 2019 Studio Hamburg Enterprises

 

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Menschen am Sonntag – Unbeschwerte Berlin-Fingerübung späterer Hollywood-Granden

Menschen am Sonntag

Von Volker Schönenberger

Stummfilm-Melodram // Kommen euch die Wochenenden auch immer so kurz vor? Das mag daran liegen, dass sie es im Vergleich zur Arbeitswoche auch sind. Von Montag bis Freitag machen wir uns krumm, um im Anschluss schlappe zwei Tage frei zu haben. Immerhin zwei, zumindest wenn man bedenkt, dass der Samstag in den 1920er- und 1930er-Jahren hierzulande ein ganz normaler Arbeitstag war. Demzufolge war der Sonntag umso heiliger, und das gar nicht mal im religiösen Sinne.

Annie verschläft den Sonntag

Lange vor seinem Hollywood-Ruhm schrieb ein gewisser Billy Wilder – damals noch als Billie vermerkt – anhand einer Reportage von Kurt Siodmak das Filmskript zu „Menschen am Sonntag“. Regie führten Kurts älterer Bruder Robert Siodmak sowie Edgar G. Ulmer. Kameramann war Eugen Schüfftan, 1962 Oscar-Gewinner für die Kamera von „Haie der Großstadt“. Ihm assistierte ohne Nennung in den Credits Fred Zinnemann. Was für eine Ansammlung großer Namen! Umso schöner, das Werk nun wieder genießen zu können, wenn auch nicht ganz vollständig.

Brigitte hat ihren Plattenspieler mitgebracht

Film ohne Schauspieler findet sich als Einblendung zu Beginn, kurz darauf folgt die Info: Diese fünf Leute standen hier zum ersten Mal in ihrem Leben vor einer Kamera. Heute gehen sie alle wieder ihren Berufen nach. Als ersten Protagonisten lernen wir den Taxifahrer Erwin Splettstößer kennen, danach die Schallplatten-Verkäuferin Brigitte Borchert und den Weinreisenden Wolfgang von Waltershausen, der uns auch als Offizier, Landwirt, Antiquar und Eintänzer vorgestellt wird – aber was genau macht ein Weinreisender? Klingt interessant. Vierte im Bunde ist die Film-Komparsin Christl Ehlers, und zuletzt folgt das „Mannekin“ Annie Schreyer.

Verabredung am Sonntag

Noch ist Sonnabend. Bei schönem Wetter herrscht geschäftiges Treiben in den Straßen von Berlin. Busse, S-Bahnen und Straßenbahnen bringen ihre Passagiere ans Ziel. Unweit vom Bahnhof Zoo laufen Wolfgang und Christl einander über den Weg, die beiden verabreden sich für den nächsten Tag am Wannsee. Wolfgang bringt seinen Kumpel Erwin mit, Christl ihre Freundin Brigitte. Nur Erwins Freundin Annie ist nicht aus den Federn zu kriegen. Das Quartett verbringt den Sonntag gut gelaunt am See, mal geht es unbeschwert zu, mal gar frivol, ein paar Eifersüchteleien sind auch zu bemerken. Zwischendurch zeigt die Kamera auch immer wieder andere Menschen in der Nähe, den schönen Sommertag will offenbar ganz Berlin im Freien verbringen, und sei es nur am Fenster.

Brigitte und Wolfgang im kühlen Nass

„Menschen am Sonntag“ feierte am 4. Februar 1930 in Berlin Uraufführung. Die Scheinblüte der 1920er-Jahre war im Deutschen Reich noch nicht von der Weltwirtschaftskrise hinweggefegt worden. Die Schrecken und Verluste des Ersten Weltkriegs verblassten langsam, noch waren die Nazis nicht allzu präsent – im Film überhaupt nicht, die Leichtigkeit der Bilder ist bemerkenswert. Ein Kuriosum stellt er ohnehin dar, beschränkt sich die Spielhandlung doch auf genau das, was der Titel aussagt. Die später großen Filmemacher können unbeschwert drehen und ihren Einfällen folgen. Das Gezeigte wirkt authentisch, und das vermeintliche Defizit des Stummfilms erweist sich hier als hilfreich, da wir keine Dialoge zu hören bekommen, die aufgrund der Laiendarsteller womöglich hölzern ausgefallen wären.

Christl bleibt lieber am Ufer

„Menschen am Sonntag“ war Ende der 1990er-Jahre im EYE Film Institute Netherlands rekonstruiert und restauriert worden, dabei griff man auch auf in Archiven in Belgien, Italien und der Schweiz gefundenes Material zurück. 2010 erfolgte an Ort und Stelle die Digitalisierung des Werks. Unter der Leitung der Deutschen Kinemathek wurde dieser 2K-Scan schließlich 2014 in Berlin digital bearbeitet und gemastert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn die vollständige Originalfassung mangels Originalnegativ nicht erhalten ist. Um es exakt zu benennen: Die vollständige Version umfasste 2.014 Meter Film, aus der 1.615 Meter langen niederländischen Fassung wurde mithilfe der genannten Fundstücke schließlich die 1.856 Meter lange vorliegende Endfassung. Mehr war offenbar nicht drin. Das tut dem Filmgenuss aber keinen Abbruch, die Handlung besteht ohnehin aus vielen Momentaufnahmen. Aus historischer Sicht ist der Verlust der fehlenden Meter natürlich bedauerlich.

Doku „Weekend am Wannsee“ im Bonusmaterial des Mediabooks

Deutsche Zwischentitel wurden neu angefertigt, ebenso entstand 2014 eine neue musikalische Begleitung durch den Pianisten Robert Sosin, da sich die Originalversion von Otto Stenzel als unbrauchbar erwies. Ausführliches zum gesamten Prozess, der zur Endfassung führte, findet sich im Booklet des Mediabooks von atlas film. Ein paar zeitgenössische Texte ergänzen das vorzüglich. Im Bonusmaterial findet sich die halbstündige Doku „Weekend am Wannsee“, die Informatives sowohl zur Entstehung des Films als auch zur Restaurierung bietet, inklusive Interviews mit einigen Beteiligten, darunter Brigitte Borchert, inzwischen eine alte Dame geworden. Im Gegensatz zu den Filmemachern verschwanden die drei Darstellerinnen und zwei Darsteller im Anschluss an „Menschen am Sonntag“ wieder im Alltag.

Picknick am Wannsee

atlas film hat sich der Aufgabe verschrieben, restaurierte Produktionen der Nero Film AG in schönen Editionen wieder zugänglich zu machen, was mit „Westfront 1918 – Vier von der Infanterie“ (1930), „Kameradschaft“ (1931) und „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1933) sowie jüngst „Die 3-Groschen-Oper“ (1931) als gelungen bezeichnet werden kann. „Menschen am Sonntag“ reiht sich da nahtlos ein. Ein echtes Kleinod, nicht nur für Berlin-Nostalgiker unschätzbar. Der Film endet am Montag, der Arbeitsalltag hat Berlin wieder im Griff. Vier Millionen warten auf den nächsten Sonntag.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Billy Wilder und Fred Zinnemann sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt.

Tretboot nicht in Seenot

Veröffentlichung: 26. Oktober 2018 als 2-Disc Mediabook (Blu-ray & DVD)

Länge: 74 Min. (Blu-ray), 71 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Menschen am Sonntag
Internationaler Titel: People on Sunday
D 1930
Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Rochus Gliese, Curt Siodmak, Fred Zinnemann
Drehbuch: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Billy Wilder, nach einer Reportage von Curt Siodmak
Besetzung: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, Annie Schreyer, Kurt Gerron, Valeska Gert, Heinrich Gretler, Ernö Verebes
Zusatzmaterial: Dokumentarfilm „Weekend am Wannsee“ (29:58) inklusive Interviews der Beteiligten, 20-seitiges Booklet
Label: atlas film
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © 2018 atlas film / Stiftung Deutsche Kinemathek

 
 

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Santiago der Verdammte – Der Schuft, der auch ein Retter war

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The Naked Dawn

Von Dirk Ottelübbert

Westerndrama // Im mexikanisch-amerikanischen Grenzgebiet: Der Dieb Santiago (Arthur Kennedy) und sein Kumpel Vincente stehlen mehrere Kisten mit Uhren. Vincente kommt dabei ums Leben, Santiago sucht Unterschlupf beim ärmlich lebenden jungen Farmer-Ehepaar Maria (Betta St. John) und Manuel Lopez (Eugene Iglesias). Für ein bisschen Bares chauffiert der unbescholtene Manuel den großtuerischen Spitzbuben in die Stadt, wo Santiago die Beute verhökern will. Als Hehler Guntz (Roy Engel) ihn übers Ohr zu hauen versucht, überwältigt Santiago den Ganoven mit Manuels zögerlicher Hilfe und räumt den Tresor aus.

Lockruf des Geldes

Die Männer verzechen einen Großteil des Geldes. Nach einer Kneipenprügelei wieder auf der Farm, schenkt Santiago Manuel die restlichen Pesos – und einen Revolver. Irritiert und schließlich voll Abscheu bemerkt Maria, wie in ihrem Mann nach und nach die Gier erwacht und aus ihm einen völlig anderen Menschen macht. Sie fleht Santiago an, sie mitzunehmen – nach Vera Cruz oder sonst wohin, nur weg aus dem trostlosen Leben. Der Bandit zögert. Manuel fasst den Gedanken, Santiago umzubringen, beichtet den bösen Plan jedoch. Als Santiago mit Maria davonreiten will, taucht der geprellte Guntz mit zwei Schergen auf. Die Männer schnappen Manuel, Santiago schreitet ein – und zahlt dafür einen hohen Preis.

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Santiago steht dem sterbenden Vincente bei

Wie die meisten seiner Filme realisierte Regisseur Edgar G. Ulmer „The Naked Dawn“ (Originaltitel) mit einem Mini-Budget, die Drehzeit betrug unglaubliche zehn Tage. Herausgekommen ist gleichwohl ein emotionales Stück Kino, ruppig und klug, ein trotz etwas überpointierten Spiels wahrhaftiges Western-Melodram über die Gier und andere menschliche Niederungen. Neben dem Horrorklassiker „The Black Cat“ (1934) dürfte dies Ulmers bekanntester Film sein. Als wichtigen Einfluss für seinen Western nannte der Regisseur (1904 – 1972) das Theater des Mittelalters; ihn reizten die „morality plays“, Schwänke und Mysterienspiele: „Ich will zeigen, dass das Gute und das Böse untrennbar miteinander verbunden sind. Bei John Ford ist der Mann im schwarzen Hemd der Böse und der Mann im weißen Hemd der Gute. Bei mir vermischt sich das.“

Ganove mit Gewissen

Diese Vermischung funktioniert vor allem dank Arthur Kennedy, der seinen Santiago als mehrgesichtigen Schurken anlegt. „He was a devil – and a saint“, heißt es im Kinotrailer, der sich unter den DVD-Extras findet. Santiagos unfeine Pläne werden mehr als einmal von seinem plötzlich aufblitzenden Gewissen ausgehebelt. Dass es nicht gut für ihn ausgehen wird, dass Santiago zahlen muss, statt belohnt zu werden – ein klarer Fall. Das breite Grinsen, die ausladenden Gesten, der Stich ins Operettenhafte, den Kennedy seiner Diebesfigur mitgibt – das erinnert interessanterweise von ferne an einen zwölf Jahre später auftauchenden unvergesslichen Filmschurken: den von Eli Wallach verkörperten schlitzohrig-brutalen Tuco in Sergio Leones „Zwei glorreiche Halunken“ (1966).

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Mit Manuel (M.) überwältigt Santiago (l.) den hinterhältigen Guntz

François Truffaut, einer von vielen prominenten Verehrern Edgar Ulmers, nannte „Santiago, der Verdammte“ als Inspiration für sein Liebesdrama „Jules und Jim“ (1962). Ein weiteres Werk von Ulmer gibt es übrigens in der von Koch Media herausgegebenen Film Noir Collection zu bestaunen: den düsteren Krimi „Detour – Umleitung“ von 1945.

Die „Edition Western Legenden“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgeführt. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Edgar G. Ulmer sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Arthur Kennedy unter Schauspieler.

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Tequila und Tanz: Beim Barbesuch geht’s hoch her

Veröffentlichung: 6. Dezember 2013 als DVD

Länge: 78 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: The Naked Dawn
USA 1955
Regie: Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Julian Zimet
Besetzung: Arthur Kennedy, Betta St. John, Eugene Iglesias, Charlita, Roy Engel, Tony Martinez, Francis McDonald
Zusatzmaterial: Bildergalerie, Originaltrailer
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2013 by Dirk Ottelübbert
Fotos & Packshot: © 2013 Koch Media

 

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