RSS

Schlagwort-Archive: Elizabeth De Razzo

Gewinnspiel: 3 x The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer auf Blu-ray

Verlosung

„The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer“ ist einer dieser Filme, bei denen man sich während des Betrachtens fragt, „was da wohl im Kopf des Regisseurs vorgegangen sein mag – oder in seiner Kindheit falsch gelaufen ist.“ So schrieb Andreas in seiner Rezension. Drei Leserinnen oder Leser von „Die Nacht der lebenden Texte“ können sich in Kürze anhand einer Blu-ray selbst ein Bild von der Groteske machen. Herzlichen Dank an den Publisher Tiberius Film, der uns die Verlosungsexemplare zur Verfügung gestellt hat.

Auf der Ölspur in den Lostopf

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zur Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 2. Juli 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Könnt Ihr sie mangels ausreichender Sichtung solcher Filme nicht beantworten, so schreibt das einfach. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Gewinner sind

– Claudia benz,
– Petra Dietrich,
– Lilly.

Mensch, drei Frauen gezogen. Aber warum nicht? Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Andreas‘ Rezension von „The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer: Witzig-absurdes Schmierentheater

The Greasy Strangler

Von Andreas Eckenfels

Groteske // Wenn man als Jungregisseur für seinen ersten Langfilm „Der Herr der Ringe“-Star Elijah Wood und „High Rise“-Regisseur Ben Wheatley als Produzenten gewinnen kann, dann ist das eine große Ehre. Diesen Vertrauensvorschuss konnte der britische Filmemacher Jim Hosking mit „The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer“ auch prompt zurückzahlen.

Big Brayden (l.) und Big Ronnie zeigen Touristen besondere Orte aus der Disco-Ära

Seit der Premiere auf dem Sundance Film Festival 2016 erntete sein skurriles Spielfilmdebüt Lob und Anerkennung, wurde hierzulande im gleichen Jahr auch auf dem Fantasy Filmfest gezeigt und erlebte 2017 seinen Höhepunkt, als „The Greasy Strangler“ von den Lesern des renommierten Filmmagazins Empire zur besten Komödie des Jahres gewählt wurde. Wer allerdings eine Gagparade im klassischen Sinne erwartet, könnte mit Hoskings Werk Probleme bekommen. Denn es gibt durchaus einige unappetitliche Szenen in dieser unkonventionellen Vater-Sohn-Groteske zu überstehen, die aufgrund einiger Geschmacklosigkeiten angetan sind, zartbesaiteten Gemütern auf den Magen zu schlagen.

Vater und Sohn – und jede Menge Bratfett

Big Ronnie (Michael St. Michaels) und sein erwachsener Sohn Big Brayden (Sky Elobar) leben in einer heruntergekommenen Bude in Los Angeles. Die Mutter hat die Familie schon lange verlassen. Beide halten sich als Tour-Guides über Wasser: Sie zeigen ahnungslosen Touristen die Örtlichkeiten, wo Größen aus der Disco-Ära angeblich gelebt, gearbeitet oder gefeiert haben. Auf einer dieser Touren lernt Big Brayden die attraktive Janet (Elizabeth De Razzo) kennen. Unter der Beziehung leidet Big Ronnie gewaltig. Er fühlt sich von seinem Sohn zunehmend vernachlässigt. Jetzt muss er sich sein geliebtes Brattfett allein besorgen – er tunkt darin all seine Speisen. Big Ronnie beschließt deshalb, es seinem Sohn ordentlich heimzuzahlen, und versucht, ebenfalls bei Janet zu landen. Derweil hält die Stadt eine Mordserie in Atem. Der Täter wird „Bratfett-Killer“ genannt, weil er seinen Körper komplett mit Fett überzogen hat …

Der Bratfett-Killer greift an!

Wer Hoskings Episode „G is for Granddad“ aus dem Horror-Anthologiefilm „The ABCs of Death 2“ (2014) kennt, kann sich in etwa vorstellen, was ihn bei „The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer“ erwartet. Seine Protagonisten laufen gern nur in ihren Unterhosen herum – und besonders der ältere Herr lässt auch mal die Hosen runter. Im Gegensatz zum Kurzfilm ist auch Big Ronnies bestes Stück einige Male zu sehen. Auch wenn es sich dabei nur um eine übergroße, für den Film angefertigte Prothese handelt, mag dies auf manche Zuschauer ebenso abstoßend wirken wie jene Szenen, in der der Vater sein Hinterteil in die Höhe streckt und einen ordentlichen Wind daraus verbreitet.

Bizarrer Mikrokosmos

Aber man muss Hoskings zugutehalten, dass sein Film trotz zahlreicher bizarrer Momente nie komplett ausartet; zu keiner Komödie ekelhafter Peinlichkeiten verkommt. Denn innerhalb dieses Mikrokosmos, den Hosking um seine Vater-und-Sohn-Geschichte entwickelt, funktioniert das alles prächtig. Auch die anderen Gestalten, die diese Welt bevölkern, benehmen sich relativ normal, sehen nur eben etwas anders aus oder bevorzugen einen eigenwilligen Kleidungsstil. So tragen Vater und Sohn während ihrer Touren pinkfarbene Pullover und ein Freund von Big Brayden läuft mit einer Schweinsnase herum. Es erscheint dann auch nicht mehr seltsam, wenn der Bratfett-Killer eines seiner Opfer erwürgt und dessen Augen dabei comichaft überzeichnet aus den Höhlen herauspoppen. Später wird sich der Mörder dann in einer Autowaschanlage das Fett von seinem Körper abwaschen lassen und die Augen genüsslich verspeisen.

Big Brayden und Janet kommen einander näher

Nicht jeder wird mit „The Greasy Strangler – Der Bratfett-Killer“ etwas anfangen können. Häufig fragt man sich in einigen Szenen, was da wohl im Kopf des Regisseurs vorgegangen sein mag – oder in seiner Kindheit falsch gelaufen ist. Doch wer Jared Hess’ Kultfilm „Napoleon Dynamite“ (2004) ebenso mag wie die Werke von John Waters oder Monty Python, der sollte auch diesem witzig-absurden Schmierentheater eine Chance geben. Welche bizarr-grotesken Filmerlebnisse könnt Ihr nennen?

Aber auch Big Ronny macht Janet recht deutliche Avancen

Veröffentlichung: 1. Juni 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 93 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: The Greasy Strangler
USA 2016
Regie: Jim Hosking
Drehbuch: Jim Hosking, Toby Harvard
Besetzung: Michael St. Michaels, Sky Elobar, Elizabeth De Razzo, Gil Gex, Abdoulaye NGom, Holland MacFallister, Joe David Walters
Zusatzmaterial: Trailer
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2017 by Andreas Eckenfels

Fotos, Packshot & Trailer: © 2017 Tiberius Film

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: