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Gewinnspiel: 3 x Der Mann ohne Furcht auf Blu-ray

Verlosung

Ein Cowboy (Glenn Ford) bekommt in die Bredouille, als ihm die Ehefrau (Valerie French) seines Bosses (Ernest Borgnine) schöne Augen macht. Das Label explosive media hat den u. a. mit Rod Steiger, Charles Bronson und Jack Elam prima besetzten Western „Der Mann ohne Furcht“ (1956) von Delmer Daves als Blu-ray veröffentlicht, der Vertrieb Koch Films hat uns drei Exemplare zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 2. Mai 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Andreas H.,
– Eva,
– SmileySmile77.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Der Mann ohne Furcht“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

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Ernest Borgnine (IX): Der Mann ohne Furcht – Liebesränke im Westen

Jubal

Von Volker Schönenberger

Western // Irgendwo in den Bergen zwischen Montana und Wyoming schleppt sich der sichtlich angeschlagene Jubal Troop (Glenn Ford) einen Hang hinunter und bleibt auf einem Weg in der Nähe eines Gletscherpasses liegen. Dort entdeckt ihn Shep Horgan (Ernest Borgnine) und nimmt ihn mit auf seine Ranch. Weil Troop nach Schafen riecht, begegnet ihm der Cowboy Pinky (Rod Steiger) sogleich verachtungsvoll, was Horgan nicht daran hindert, Troop einen Job anzubieten. Schnell lernt der Neuling des Ranchers deutlich jüngere Ehefrau Mae (Valerie French) kennen, und beim Zureiten eines störrischen Pferds erwirbt er sich den Respekt seiner neuen Kollegen. Bis auf den von Pinky, dem es gar nicht gefällt, dass Mae ein Auge auf Jubal geworfen hat und Horgan diesen schon bald zum Vormann der Ranch macht.

Der Rancher und seine junge Gemahlin

Ein reinrassiges Beziehungsdrama im Gewand eines Westerns – oder gar Liebesdrama? So oder so außergewöhnlich, auch wenn Frauen die Kerle im Genre natürlich oft genug an der Nase herumgeführt haben. Jedenfalls ist die junge Mae überhaupt nicht glücklich mit ihrem gutmütigen, in puncto Frauen aber unbeholfenen Ehemann, der sie wie ein Besitzstück behandelt. Kaum kann sich Jubal ihrer Avancen erwehren. Um die heikle Situation für den Vormann weiter zu verkomplizieren, wird Amors Pfeil ihn bald aus einer anderen Richtung treffen, als ein paar religiöse Siedler mit ihrem Treck auf Horgans Gebiet rasten. Unter ihnen: die aparte Naomi Hoktor (Felicia Farr). Dieses Beziehungsgeflecht wird Westernfans missfallen, denen es in erster Linie auf zünftige Duelle unter Revolverhelden oder Indianerkriege ankommt. Wer das Genre etwas weiter fasst, kann sich an einem vorzüglich gespielten Westerndrama mit Menschen aus Fleisch und Blut erfreuen, das nach und nach tragische Züge annimmt. Fast wie bei Shakespeares „Othello“, dessen Figurenkonstellation wohl grob Pate stand.

Harte Arbeit zahlt sich aus

Sie alle sind einzigartige Figuren mit präziser Charakterzeichnung, etwa Rod Steiger („In der Hitze der Nacht“) als eifersüchtiger Intrigant und Ernest Borgnine („Verdammt in alle Ewigkeit“), kurz zuvor erst für seine Titelrolle als Schlachter in „Marty“ mit dem Oscar prämiert. Mit Verve spielt er den enthusiastischen Naivling, der sich an der Nase herumführen lässt. Glenn Ford wiederum gibt dem sympathischen Außenseiter mehr Tiefe, als vielleicht zu erwarten war. Unter der Regie von Delmer Daves trat er bald darauf in zwei weiteren Western auf: „Zähl bis drei und bete“ (1957), der Klassikerstatus erlangte, und „Cowboy“ (1958).

Jubal lernt die junge Naomi kennen

Auftritt Charles Bronson! Der hatte seine Karriere 1949 begonnen und bekam Mitte der 1950er-Jahre langsam Rollen in größeren Produktionen unter namhaften Regisseuren. So zum Beispiel 1954 in „Massai – Der große Apache“ und „Vera Cruz“, beide inszeniert von Robert Aldrich. Im selben Jahr spielte Bronson im Western „Der einsame Adler“) mit Alan Ladd zum ersten Mal unter Delmer Daves, der sich auch für „Der Mann ohne Furcht“ auf den Regiestuhl setzte. Hier spielt Bronson Reb Haislipp, der mit den Siedlern eintrifft, sich vom Rancher als Cowboy anheuern lässt und mit Jubal anfreundet.

Es riecht nach Verrat

In einer kleineren Nebenrolle als Cowboy einer benachbarten Ranch ist auch Jack Elam („Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe“) zu sehen. Noch ein bekanntes Gesicht also, das Westernstimmung bringt. Das gilt auch für die schönen Technicolor-Bilder von Charles Lawton Jr. („Zwei ritten zusammen“), keiner der großen Hollywood-Kameramänner, aber ab Mitte der 1930er-Jahre doch für drei Jahrzehnte gut beschäftigt und durchaus mit Perlen wie „Die Lady von Shanghai“ (1947) und „Geheimakte M“ (1960) in der Filmografie. Mit Wyomings prachtvollen Berg-Silhouetten, Szenen auf der Ranch und einigen Treck-Motiven dürfte Lawton Genre-Fans dann doch das geben, was sie erwarten. Ein echtes Western-Kleinod, hierzulande vormals nur in zwei längst vergriffenen DVD-Auflagen erschienen, nun auch in anständiger Qualität auf Blu-ray von explosive media.

Die wütende Meute naht

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Delmer Daves haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Ernest Borgnine, Charles Bronson, Jack Elam, Glenn Ford und Rod Steiger unter Schauspieler. Glenn Ford ist darin eindeutig unterrepräsentiert. Welche seiner dort nicht aufgeführten Filme gehören unbedingt hinein, will man sich ein Bild seiner Karriere machen?

Veröffentlichung: 25. Februar 2021 als Blu-ray, 26. Oktober 2012 und 7. Februar 2006 als DVD

Länge: 101 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Jubal
USA 1956
Regie: Delmer Daves
Drehbuch: Russell S. Hughes, Delmer Daves, nach einem Roman von Paul Wellman
Besetzung: Glenn Ford, Ernest Borgnine, Rod Steiger, Valerie French, Felicia Farr, Charles Bronson, Jack Elam, Basil Ruysdael, Noah Beery Jr., John Dierkes, Robert Burton
Zusatzmaterial: historischer deutscher Kinotrailer, Bildergalerie seltener Artworks, Wendecover
Label Blu-ray: explosive media
Vertrieb Blu-ray: Koch Films
Label/Vertrieb DVD: Sony Pictures Entertainment

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Blu-ray-Packshot: © 2021 explosive media,
DVD-Packshot: © Sony Pictures Entertainment

 
 

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Ernest Borgnine (VIII): Die Wikinger – Raue Kerle oder Frauenfeinde?

The Vikings

Von Volker Schönenberger

Action-Abenteuer // Woher kommt eigentlich diese romantisierende Faszination für die Wikinger? Und seit wann wird sie gepflegt? Nicht erst seit Torfrock, so viel ist klar, auch „Wickie und die starken Männer“ kam erst später auf. In der Popkultur mag tatsächlich das von Richard Fleischer („Barrabas“, „Das Gesetz bin ich“) inszenierte Action-Abenteuer von 1958 ein Auslöser gewesen sein, dem weitere filmische Porträts der gewalttätigen Nordmänner folgten, darunter in jüngerer Vergangenheit „Northmen – A Viking Saga“ (2014), „„Escape – Vermächtnis der Wikinger“ (2012) und Nicolas Winding Refns „Walhalla Rising“ (2009).

Der Wille zur Authentizität

In der im Bonusmaterial der Neuveröffentlichung enthaltenen knapp halbstündigen 2002er-Doku „Eine Geschichte über Norwegen“ berichtet Regisseur Richard Fleischer, er und der den Film als „Executive Producer“ mit verantwortende Hauptdarsteller Kirk Douglas wollten „Die Wikinger“ so authentisch wie möglich inszenieren. Mangels Kenntnis der Historie der Nordmänner kann ich das nicht beurteilen, das Abenteuer dient aber zweifellos nicht dem Zweck einer Geschichtsstunde.

Sklave Eric (l.) macht sich beim …

Im 8. und 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung waren die Wikinger der Schrecken des Nordmeers, die Geißel der Menschheit. Sie verehrten Odin, einen heidnischen Kriegsgott, und nutzten ihre Geschicklichkeit als Schiffsbauer, um von der Enge des Fjords und ihrer schnee- und eisbedeckten Gletscher aus auf Raubzüge auszuziehen, die an Gewalt und Brutalität alles übertrafen, was die Geschichte bis dahin gekannt hatte. Der heiligste Wunsch eines jeden Wikingers war es, mit dem Schwert in der Hand zu sterben, um in Walhalla aufgenommen zu werden, wo Gott Odin ihn als Helden willkommen hieß.

Der Kompass war damals noch unbekannt, deshalb konnten sie sich bei ihren kühnen Seefahrten nur nach der Sonne oder den Sternen orientieren. Wenn sich Nebel bildete, waren sie blind und hilflos. Außerdem war die Erde nach der damaligen Vorstellung eine flache Scheibe. Wenn man zu weit vom Kurs abkam, so konnte man vom „schwarzen Wind“ gen Westen getrieben werden, wo das Giftmeer lag, und über den Rand der Welt hinabstürzen ins Totenreich der Göttin Hel.

Ihr höchstes Ziel war es, England zu erobern, das damals aus einer Anzahl kleinerer Königreiche bestand, von denen jedes der eifersüchtige Rivale des anderen war. Wenn die Wikinger zu ihren Raubzügen gen England aufbrachen, segelten sie immer in Sichtweite der Küste und beschränkten ihre Angriffe auf plötzliche nächtliche Überfälle. Es ist kein Zufall, dass das englische Gebetbuch jener Zeit den Satz enthielt: „Beschirme uns, oh Herr, vor dem Zorn der Nordmänner!“

Meuchelmörder und Vergewaltiger

Den Zorn des Nordmanns Ragnar (Ernest Borgnine) bekommt nach diesen einleitenden Worten aus dem Off König Edwin von Northumbria zu spüren, den der ruchlose Wikingerführer bei einem Raubzug dahinmeuchelt. Edwins Frau Enid (Maxine Audley) wird von Ragnar vergewaltigt. Weil sie bis dato keine Kinder hat, besteigt Edwins Cousin Ælle (Frank Thring) den Thron. Doch Enid bringt bald darauf einen Sohn zur Welt – Ragnars Sohn.

… Häuptlingssohn Einar unbeliebt

20 Jahre später lässt König Ælle seine bevorstehende Eheschließung mit der walisischen Prinzessin Morgana (Janet Leigh) verkünden. Gleichzeitig beschuldigt er seinen Cousin Lord Egbert (James Donald) des Hochverrats. Zu Recht, wie sich herausstellt – der englische Adlige hatte mit Ragnar gemeinsame Sache gemacht. Doch Egbert gelingt die Flucht aus Großbritannien, er rettet sich auf Ragnars Schiff und begleitet diesen in dessen Heimat. Dort wartet Ragnars legitimer Sohn Einar (Kirk Douglas) sehnlichst auf die Rückkehr seines Vaters.

Bei einem Jagdausflug mit Falken treffen Einar und Egbert auf den Sklaven Eric (Tony Curtis). Ein Wort gibt das andere, und plötzlich hat Erics Falke Einars linkes Auge ausgehackt. Nur das Eingreifen der Schamanin Kitala (Eileen Way) bewahrt den Sklaven vor dem sofortigen Tod, stattdessen soll ihn ein Gottesurteil richten. Er überlebt, und Egbert beansprucht ihn für sich. Ein Amulett um Erics Hals hatte dem Engländer enthüllt: Der junge Sklave ist Enids Sohn, somit Thronfolger von Northumbria, auch wenn er Ragnars Bastard ist. Seine Mutter hatte ihn aus Furcht vor Ælle nach Italien geschickt, doch das Schiff wurde von den Wikingern gekapert, Eric versklavt.

Frauen als Objekt der Begierde

Ob Nordmänner oder Engländer – ein sympathisches Bild der Männer zeichnet „Die Wikinger“ nicht gerade. Dafür sind die Frauen zu sehr Objekt. Bei den Briten dienen sie der Sicherung von Pfründen und Machtbündnissen in Form arrangierter Eheschließungen ohne jedes Mitspracherecht der Bräute, bei den Wikingern haben sie verfügbar zu sein, ob mit ihrem Willen oder dagegen. Und ist eine mal willig, aber mit einem anderen verheiratet, darf man ihr in einer kruden Form eines Gottesurteils per Axtwurf die Zöpfe abschneiden, um ihre Unschuld zu beweisen.

Fressen und saufen können sie, diese Wikinger. Als Gegenpol für die kraftstrotzende Virilität von Kirk Douglas’ Einar dient dessen ruhiger Halbbruder Eric, der vergleichsweise kultiviert auftritt. Da endet dann offenbar die von Richard Fleischer gewünschte Authentizität, zumal Eric zwar zeitlebens Sklave war, am Ende aber dennoch in der Schlacht Anweisungen geben darf und sich als versierter Schwertkämpfer entpuppt.

Prinzessin Morgana gerät …

Die altnordische Ragnarssona þáttr – zu deutsch: Geschichte von Ragnars Söhnen – mag dem Schriftsteller Edison Marshall als Inspiration zu seinem Roman gedient haben, der dem Drehbuch von „Die Wikinger“ als Vorlage diente. Mit der Handlung der Sage hat die Story des Films aber kaum etwas gemein. Im Vorspann sehen wir in animierter Darstellung Ausschnitte des Teppichs von Bayeux, der Abspann orientiert sich visuell ebenfalls daran. Die Stickarbeit entstand jedoch im 11. Jahrhundert n. Chr., während der Film einige Jahrhunderte früher spielt. So viel zum Thema Authentizität. Und einen „Fun Fact“ kann ich mir nicht verkneifen: Ernest Borgnine spielt zwar den Vater des von Kirk Douglas verkörperten Einar, wurde tatsächlich aber anderthalb Monate vor seinem Filmsohn geboren.

Mediabook von capelight pictures

Womöglich hat nicht zuletzt der Erfolg der Fernsehserie „Vikings“ capelight pictures motiviert, dem Abenteuer eine schmucke Veröffentlichung im Mediabook angedeihen zu lassen. Bild und Ton überzeugen, die Technicolor-Farben kommen auf der Blu-ray hervorragend zur Geltung. Das Booklet enthält Texte von Nicolai Bühnemann über Regisseur Richard Fleischer, Hauptdarsteller Kirk Douglas und den Film, wobei letztgenannte Zeilen erst nach dem erstmaligen Genuss von „Die Wikinger“ gelesen werden sollten. Da sich „Die Wikinger“ trotz aller Kritikpunkte als unterhaltsames Kostüm-Abenteuer gut anschauen lässt, fügt sich das Mediabook gut ins Filmregal der vermutlich vornehmlich männlichen Sammler ein. Allein schon die Starpower überzeugt ja, auch wenn einem Janet Leigh etwas leid tun kann. Das Charisma von Kirk Douglas passt jedenfalls gut zu dem, was wir uns unter den rauen Nordmännern vorstellen, und man sieht dem Guten den Spaß an seiner Rolle an. Die actionreiche Szenerie kommt ansprechend und bildgewaltig zur Geltung, wozu auch Technicolor beiträgt. Lassen wir „Die Wikinger“ also durchaus als Klassiker des Monumentalfilms aus der ganz langsam ausklingenden Goldenen Ära Hollywoods durchgehen. Für all jene, die auf eine Blu-ray keinen Wert legen oder die Investition ins Mediabook scheuen, hat das Label parallel auch eine neue DVD veröffentlicht, die die Bild- und Tonqualität der alten Veröffentlichungen übertreffen dürfte.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Richard Fleischer haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Janet Leigh unter Schauspielerinnen, Filme mit Ernest Borgnine, Tony Curtis und Kirk Douglas in der Rubrik Schauspieler.

… in die Gewalt der Wikinger

Veröffentlichung: 1. März 2019 als 2-Disc Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD) und DVD, 13. Juni 2008 und 27. März 2003 als DVD

Länge: 116 Min. (Blu-ray), 111 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Vikings
USA/BRD 1958
Regie: Richard Fleischer
Drehbuch: Calder Willingham, nach einem Roman von Edison Marshall
Besetzung: Kirk Douglas, Tony Curtis, Ernest Borgnine, Janet Leigh, James Donald, Alexander Knox, Maxine Audley, Frank Thring, Dandy Nichols, Eileen Way
Zusatzmaterial: Featurette mit Regisseur Richard Fleischer: „Eine Geschichte über Norwegen“ („A Tale of Norway“, 2002, 28:13), Originaltrailer, deutscher Kinotrailer, Trailershow, 24-seitiges Booklet mit einem Text von Nicolai Bühnemann
Label 2019: capelight pictures
Vertrieb 2019: Al!ve AG
Label/Vertrieb 2008: MGM Home Entertainment
Label/Vertrieb 2003: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot DVD: © 2019 capelight pictures

 
 

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