RSS

Schlagwort-Archive: Ewan McGregor

Doctor Sleeps Erwachen – Overlook ist überall

Doctor Sleep

Kinostart: 21. November 2019

Von Volker Schönenberger

Horror // Hand aufs Herz: Wer hat nach Sichtung von Stanley Kubricks Horrorklassiker „Shining“ (1980), der von Stephen King persönlich produzierten TV-Miniserie „The Shining“ (1997) oder Lektüre des Romans darüber nachgedacht, wie wohl das spätere Leben von Danny Torrance verlaufen werde? Niemand? Ich auch nicht. Stephen King offenbar schon. Vielleicht hat er sich auch von diesbezüglichen Äußerungen motivieren und inspirieren lassen, 2013 – 36 Jahre nach Erscheinen des ersten Romans – die Fortsetzung „Doctor Sleep“ nachzuschieben. Dem Vernehmen nach hatte 1998 bei einer Signierstunde jemand den Horrorautor gefragt, was aus Danny geworden sein mag. So oder so hat dessen Schöpfer natürlich jedes Recht, um die Figur herum eine neue Geschichte zu spinnen. Und angesichts der derzeitigen Schwemme an King-Verfilmungen war klar, dass das Kino nicht um eine Adaption herumkommt. Visuell erinnerte mich „Doctor Sleeps Erwachen“ mehr an Kubricks Regiearbeit als an die Zweitverfilmung – und das, obwohl Stephen King als Executive Producer am Kino-Sequel beteiligt war. Sollte er im Lauf der Jahre seinen Frieden mit der ungeliebten Kubrick-Version gemacht haben? Vielleicht war ihm der visuelle Aspekt auch gleichgültig, solange nun endlich die Bösartigkeit des Overlook-Hotels deutlich werden würde – und das kann konstatiert werden.

Rückblick: Danny im Overlook

Die Handlung setzt 1980 kurz nach den Ereignissen von „Shining“ ein. Wendy Torrance (Alex Essoe) und ihr Sohn Danny (Roger Dale Floyd) sind ins sonnige Florida gezogen und versuchen, die grauenvollen Ereignisse in den Bergen von Colorado zu verdrängen. Doch die Dämonen des Overlook geben keine Ruhe, verfolgen Danny. Glücklicherweise erhält er Unterstützung vom Geist von Dick Hallorann (Carl Lumbly), ehemaliger Chefkoch des Hotels. Der lehrt ihn, wie er die bösartigen Entitäten bezwingen und in mentale Boxen sperren kann.

Vom Alkoholiker zu Doctor Sleep

Im Jahr 2011 scheint sich Dan Torrance (Ewan McGregor) aufgegeben zu haben. Als schwerer Alkoholiker zieht er ziellos durch die Gegend, hat keine Hemmungen, bei einer Kneipenschlägerei seinen Kontrahenten mit einer Billardkugel brutal zusammenzuschlagen und kurz darauf eine Bettgefährtin zu beklauen, obwohl diese ein Kind hat. In einer Kleinstadt in New Hampshire trifft er auf Billy Freeman (Cliff Curtis), der seine helfende Hand ausstreckt – und Dan ergreift sie. Weitere acht Jahre später hat sich der seitdem trockene Alkoholiker zu einem anständigen Menschen entwickelt, der seine „Shining“-Gabe nutzt, um in einem Hospiz Sterbenden ihren letzten Weg zu erleichtern. Dafür wird er Doctor Sleep genannt.

Dan erhält eine beunruhigende Botschaft

Ein unsichtbares Band verbindet Dan mit dem jungen Mädchen Abra Stone (Kyliegh Curran), die ebenfalls über das „Shining“ verfügt. Ohne dass die beiden einander je begegnet sind, kommunizieren sie auf telepathische Weise miteinander. Doch Unheil braut sich zusammen: Die schöne, aber bösartige Rose the Hat (Rebecca Ferguson, „Mission: Impossible – Rogue Nation“) führt eine kleine, aber verschworene Gemeinschaft, einem sonderbaren Kult ähnlich, die sich „Wahrer Knoten“ (im Original „True Knot“) nennt. Die Gruppe zieht wie fahrendes Volk in Wohnmobilen durch die Vereinigten Staaten und führt nichts Gutes im Schilde.

Rose the Hat führt …

„Doctor Sleeps Erwachen“ dockt in einigen Sequenzen visuell so stark an Kubricks „Shining“-Variante an, dass manche puristische Fans den Untergang des Abendlandes befürchten und greinen werden, der neue Film schade dem älteren. Seid unbesorgt: Es ist in all den Jahren nicht mal Stephen King mit seinem Gemecker über Kubrick gelungen, am Status des Films als großes Meisterwerk des Horrorkinos etwas zu ändern. Wie soll das einer Fortsetzung gelingen?

… den wahren Knoten – doch wohin?

Natürlich erreicht „Doctor Sleeps Erwachen“ zu keinem Zeitpunkt die visuelle Wucht von „Shining“. Der gut beschäftigte Kameramann Michael Fimognari („Abattoir – Er erwartet dich!“, „Before I Wake“) braucht noch etwas, um an Kubricks Kameramann John Alcott heranzukommen, der immerhin 1976 einen Oscar für die Bilder von „Barry Lyndon“ erhalten hatte. Aber Fimognari stümpert nicht herum und findet einige schöne Einstellungen, zollt mit einigen Bildern dem Vorgänger auch unmittelbar Tribut. Das musste er allein schon deswegen tun, weil Regisseur und Drehbuchautor Mike Flanagan („Oculus – Das Böse ist in dir“) ein paar Rückblenden einbauen wollte. Fans des filmischen und literarischen Stephen-King-Universums können sich ohnehin auf die Suche nach Referenzen begeben, von denen es einige zu entdecken gibt. Der oft dissonante Score der Newton Brothers, mit denen Flanagan bereits mehrfach kooperiert hat, bringt dräuende Atmosphäre und treibt immer wieder mit ruhigen, dumpfen Percussion-Klängen das Geschehen voran, speziell in den Sequenzen mit dem „True Knot“.

Von Danny zu Dan

Mike Flanagan inszenierte zuvor für Netflix die gelungene Stephen-King-Verfilmung „Das Spiel“ („Gerald’s Game“, 2017) und die hochgelobte Horrorserie „Spuk in Hill House“ („The Haunting of Hill House“, seit 2018). „Doctor Sleeps Erwachen“ ist mit zweieinhalb Stunden recht lang geraten. Damit muss bei Stephen-King-Verfilmungen stets gerechnet werden, neigt der Gute doch zu überlangen Romanen, die dann eben auch lange Verfilmungen nach sich ziehen. Aus der im Deutschen mehr als 700 Seiten langen Vorlage strich Mike Flanagan einiges heraus, anderes modifizierte er. So gab King im Roman der Entwicklung von Danny zu Dan deutlich mehr Raum; dies fürs Kino zu straffen, erscheint sinnvoll, damit der Film den Fokus auf eine Haupthandlung legen kann, die innerhalb eines stärker begrenzten Zeitraums stattfindet und nicht über mehrere Jahre hinweg ausfranst. Auch der Showdown im Finale gestaltet sich im Film gegenüber der Vorlage mit großen Unterschieden, aber ich unterlasse es, dies näher zu erläutern, damit sich niemand gespoilert fühlt. So recht zufriedengestellt hat mich die Entwicklung der Story hin zu diesem Showdown im Film nicht, sie erschien mir etwas herbeifabuliert. Aber da wir es mit übernatürlichen Ereignissen und Phänomenen zu tun haben, die sich unserem realistischen Verständnis von Logik entziehen, mögen sich andere Kinobesucherinnen und -besucher vielleicht nicht daran stören.

Konfrontation: Abra (l.) und Rose

In den US-Kinos kam „Doctor Sleep“ rumpelig aus den Startlöchern, schon ist vom „größten Schock“ die Rede. Ob das berechtigt ist, werden die kommenden Wochen und der Erfolg an den europäischen Kinokassen zeigen. Immerhin hat der Film seine Produktionskosten von 45 Millionen Dollar weltweit bereits eingespielt, ganz so arg wird es also nicht werden. Dennoch hat sich Warner nach dem Erfolg von „Es“ (2017) und „Es – Kapitel 2“ (2019) zweifellos mehr erhofft.

Kubricks „Shining“ bleibt unerreicht und unangekratzt

Ich neige dazu, solche Fortsetzungen mit hochgezogenen Augenbrauen wahrzunehmen, weil sie angetan sind, eine Figur zu entmystifizieren, wenn man sie zu Ende erzählt. Andererseits stellt Stanley Kubricks „Shining“ ein derartiges Monument eines Horrorfilms dar, dass nichts und niemand dem Werk seinen Mythos nehmen kann. „Doctor Sleeps Erwachen“ wird nach meiner Einschätzung niemals zu den wenigen großen Stephen-King-Verfilmungen aufschließen, muss sich angesichts der vielen missratenen Adaptionen aber auch nicht verstecken, reiht sich somit im soliden oberen Mittelfeld ein.

Auch im Busch-Labyrinth

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Stephen-King-Adaptionen sind in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Mike Flanagan haben wir unter Regisseure aufgeführt, Filme mit Ewan McGregor in der Rubrik Schauspieler.

Was war hier noch mal passiert?

Länge: 152 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Doctor Sleep
USA/GB 2019
Regie: Mike Flanagan
Drehbuch: Mike Flanagan, nach dem Roman von Stephen King
Besetzung: Ewan McGregor, Rebecca Ferguson, Kyliegh Curran, Cliff Curtis, Zahn McClarnon, Emily Alyn Lind, Selena Anduze, Robert Longstreet, Carel Struycken, Met Clark, Roger Dale Floyd, Alex Essoe, Carl Lumbly
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Szenenfotos & Trailer: © 2019 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 2019/11/20 in Film, Kino, Rezensionen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Ridley Scott (V): Black Hawk Down – Tödliches Fiasko in Somalia

black_hawk_down-packshot-br-sb-uk

Black Hawk Down

Von Volker Schönenberger

Only the dead have seen the end of war. (Texttafel zu Beginn des Films, fälschlicherweise Plato zugeschrieben)

Kriegs-Action // 18 US-Soldaten sowie ein zu einer UNO-Mission gehörender Malaye starben am 3. und 4. Oktober 1993 während der Schlacht von Mogadischu im somalischen Bürgerkrieg – ein weiterer GI kam zwei Tage später ums Leben. Eine geringe Zahl, vergleicht man sie mit den geschätzt etwa 1.000 getöteten Somaliern auf der Gegenseite, doch höhere Verluste hatte es seit Vietnam nicht gegeben. Die US-Toten resultierten aus dem Abschuss zweier Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky UH-60 – genannt „Black Hawk“ während eines Einsatzes in Mogadischu. Ich entsinne mich noch an die Fernsehbilder von damals: Zwei tote US-Soldaten wurden von wütenden Somaliern durch den Staub geschleift. Das brannte sich ins kollektive Gedächtnis ein.

Der Journalist Mark Bowden verfasste für die Tageszeitung The Philadelphia Inquirer eine Reihe von Artikeln über den Konflikt in Somalia und die Ereignisse jener Tage. 1999 fasste er sie in Buchform unter dem Titel Black Hawk Down – A Story of Modern War zusammen, in Deutschland als „Black Hawk Down – Kein Mann bleibt zurück“ erschienen. Von dort war es nur noch ein kurzer Weg, bis sich Hollywood in Gestalt von Regisseur Ridley Scott der Geschichte annahm.

black_hawk_down-2

Zu Beginn erhalten wir einen kurzen Abriss über die Situation in Somalia 1992. Einblendungen nennen 300.000 Tote als Opfer der Hungersnot in Somalia, Folge andauernder Kriege rivalisierender Clans im Lande. Der Warlord Mohammed Farah Aidid kontrolliert Mogadischu und fängt Hilfslieferungen der internationalen Völkergemeinschaft ab. 20.000 US-Marines sichern die Versorgung der hungernden Bevölkerung, doch nach ihrem Abzug nimmt Aidid ab April 1993 die verbleibenden UN-Truppen ins Visier. Nun gerät der Warlord selbst ins Visier: Im August des Jahres machen sich Angehörige der Delta Force, der Army Rangers und Mitglieder des 160th SOAR auf, Aidid auszuschalten.

Tödlicher Irrtum: Es wird ein kurzer Einsatz

Ein schwer bewaffneter „Black Hawk“ kreist über einer Nahrungsmittelausgabe des Roten Kreuzes. Milizionäre Aidids schießen gnadenlos in die Menge, doch die US-Soldaten erhalten keine Genehmigung einzugreifen. Bald darauf geht es in den Einsatz, um zwei wichtige Berater Aidids zu fassen. Staff Sergeant Matthew Eversmann (Josh Hartnett, „Pearl Harbor“) erhält das Kommando über eine Einheit der Rangers, die zum Feuerschutz eingeteilt ist, Männer der Delta Force sollen die Zielpersonen fassen. Ein vermeintlich leichter Einsatz beginnt, eine halbe Stunde später wird er wohl beendet sein, so glauben die Soldaten, lassen Wasser und Nachtsichtgeräte als überflüssigen Ballast zurück. Als sich die „Black Hawks“ in die Luft erheben, ahnt keiner, was für ein Höllenritt ihnen bevorsteht. Bald muss General William F. Garrison (Sam Shepard, „Der Stoff aus dem die Helden sind“) über Funk hören: „We got a Black Hawk Down.“

Stars und kommende Stars am Start

Als Somalia musste Marokko herhalten. Geballte Starpower oder kommende Starpower streifte sich dort die Uniform über: In verschiedenen Rängen und mit mal mehr, mal weniger Leinwandzeit sehen wir Ewan McGregor („Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“), William Fichtner („Lone Ranger“), Eric Bana („München“), Orlando Bloom („Fluch der Karibik“), Jeremy Piven („Entourage“), Nikolaj Costa-Waldau („Game of Thrones“) und Tom Sizemore („Natural Born Killers“) sowie Tom Hardy („Mad Max – Fury Road“) in seinem Kinodebüt.

Sonderlich fordernd oder gar ausgefeilt ist keine ihrer Rollen, denn Ridley Scott und seinem Produzenten Jerry Bruckheimer geht es nach einer etwa vierzigminütigen Exposition in erster Linie um eins: Action! Die folgenden gut anderthalb Stunden sind eine Orgie aus Schüssen und Einschlägen, Raketenwerfern und Explosionen, Stahl und Staub, Straßenkampf und Tod.

Kritik – Fehlanzeige

Sie sind Helden! Ähnlich wie ein Jahr später in Randall Wallaces „Wir waren Helden“ mit Mel Gibson geht es in „Black Hawk Down“ den eingangs skizzierten Ausführungen zum Trotz zu keinem Zeitpunkt um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konflikt oder gar der amerikanischen Intervention. Kein Wunder, unterstützte die US-Army die Produktion doch nach Kräften. Die Kerle erleiden zwar Todesangst und Schmerzen in nicht zu knapper Dosis, aber sie tragen allesamt das Herz auf dem rechten Fleck, setzen sich für ihre Kameraden ein, harren geduldig aus oder dringen zu den Eingeschlossenen vor. Immerhin verzichtet Scott auf die Inszenierung von US-Patriotismus. Die Somalier auf der anderen Seite werden nicht einer einzigen individuellen Porträtierung gewürdigt. Aidids Truppen haben zu Beginn Zivilisten und Landsleute abgeknallt, das muss wohl als Charakterisierung reichen. Ganze zwei Somalier haben nennenswerte Textzeilen auf den Leib geschrieben bekommen, ansonsten sind sie dunkle Schemen, todbringende Schatten, die von Dächern schießen.

black_hawk_down-1

Nichts gegen die Action, sie ist mitreißend inszeniert und verursacht schweißnasse Handflächen. Von Hans Zimmers Score passend untermalt, kommt der Zuschauer – Männer bilden das Zielpublikum – nicht umhin, mit den US-Soldaten mitzufiebern wie General Garrison: aus der Ferne und in Sicherheit. Apropos Männer: Frauenrollen gibt es keine einzige. Das hätte zwar ohnehin nicht recht gepasst, ist aber dennoch bemerkenswert.

Ausgezeichnet mit zwei Oscars

Die Kamera und Ridley Scotts Regie wurden für den Oscar nominiert. Dass Scott bei den Academy Awards 2002 Ron Howards Regie für „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“ unterlag, geht völlig in Ordnung, bei aller Wucht der Action wäre ein Oscar für eine derartig eindimensionale Inszenierung zu viel des Guten gewesen. Die beiden Oscars für den Schnitt und den Ton hingegen kann man dem Film ruhig zugestehen. Technisch ist „Black Hawk Down“ über alle Zweifel erhaben. Als Hochglanzprodukt ist er prädestiniert, auf Blu-ray gesichtet zu werden. Der HD-Transfer bringt das scharfe und kontrastreiche Bild perfekt zur Geltung, trotz der überbordenden Action behält der Zuschauer den Überblick. Wer nach dem 144-minütigen Inferno noch nicht genug hat, kann sich das Featurette „The Essence of Combat – Making Black Hawk Down“ geben, das mit 151 Minuten sogar noch länger als der Film geraten ist. Tipp für Steelbook-Sammler, die keine deutsche Tonspur benötigen: Das im Vereinigten Königreich erschienene (siehe oben) sieht deutlich besser aus als das deutsche (siehe unten).

In puncto Kriegs-Action bietet „Black Hawk Down“ großes Kino, als Kriegsdrama versagt der Film auf ganzer Linie.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Ridley Scott sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Ewan McGregor und/oder Tom Hardy in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 4. Januar 2013 als 2-Disc Edition (Blu-ray & DVD) im Steelbook, 8. Juli 2011 als Blu-ray im Steelbook, 9. September 2010 als Blu-ray, 3. September 2010 & 1. April 2004 als DVD, 1. Februar 2007 als Oscar Edition DVD, 14. September 2006 als 3-Disc Deluxe Edition Bulletproof Collection DVD, 20. März 2003 als 2-Disc Special Edition DVD

Länge: 144 Min. (Blu-ray), 138 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Black Hawk Down
USA/GB 2001
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Ken Nolan, nach einer Vorlage von Mark Bowden
Besetzung: Josh Hartnett, Ewan McGregor, Tom Sizemore, Eric Bana, William Fichtner, Ewen Bremner, Sam Shepard, Gabriel Casseus, Kim Coates, Hugh Dancy, Jason Isaacs, Jeremy Piven, Tom Hardy
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit US-Special Forces Veteranen 1993, Audiokommentar von Mark Bowden und Ken Nolan, Audiokommentar von Ridley Scott und Jerry Bruckheimer, Interviews mit Cast & Crew, Featurette „The Essence of Combat – Making Black Hawk Down“, Image and Design, entfallene und alternative Szenen, Hinter den Kulissen, Kinotrailer
Vertrieb: Universum Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

black_hawk_down-packshot-br-sb

Fotos & Packshot: © Universum Film

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Die Schöne und das Biest – Emma Watson zaubert wieder

Beauty and the Beast

Kinostart: 16. März 2017

Von Iris Janke

Fantasy-Melodram // Belle (Emma Watson) ist eine Schönheit und verzaubert, ob im blauen Dirndl als Dorfschönheit oder im gelben Ballkleid im Schloss. Der Name Belle ist Programm – und Emma Watson („Harry Potter“) die perfekte Besetzung dafür. 26 Jahre nach Disneys Oscar-gekröntem Animationsklassiker kommt nun das Realfilm-Remake ins Kino – ebenfalls aus dem Hause Disney.

Auf den ersten Blick ziemlich gruselig: das Biest

Regisseur Bill Condon („Twilight“-Saga) hält sich dabei optisch und inhaltlich eng an das Zeichentrick-Original von 1991: Hier wie dort wird viel gesungen, sogar einige neue Songs wurden neben den bekannten Oscar-gekrönten Titeln von Alan Menken und Tim Rice beigesteuert. Hauptdarstellerin Emma Watson hat sich auf ihren Part monatelang mit Gesangsstunden vorbereitet. Auch Ko-Hauptdarsteller und Biest Dan Stevens und sein Gegenspieler, der Jäger Gaston (Luke Evans, „Dracula Untold“), überzeugen gesanglich.

Der Prinz und die Bettlerin

Zum Inhalt: Ein junger Prinz (Dan Stevens) lädt in seinem prunkvollen Schloss zum Debütantinnenball. Sein Charme und sein Äußeres bestechen die geladenen Damen, seine Diener lesen ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Doch als eine arme Bettlerin im Schloss um Unterkunft bittet und im Gegenzug eine Rose anbietet, zeigt sich der Königssohn unbarmherzig und arrogant. Dass die alte Frau tatsächlich eine schöne Zauberin ist, ahnt der Prinz nicht.

Belle liebt ihren Vater Maurice abgöttisch

Die Strafe für die königliche Unmenschlichkeit folgt unverzüglich: Das ganze Schloss steht plötzlich unter einem Fluch, der schöne Prinz wird zu einem hässlichen Biest und die Schlossbewohner werden zu lebenden Haushaltsgegenständen. Dabei wird Lumière (Ewan McGregor, sang bereits in „Moulin Rouge“), der französische Diener des Prinzen, in einen singenden Kerzenständer verwandelt. Lumières gesangliches Highlight: das extravagante Musical-Stück „Sei hier Gast“. Der Diener liegt in ständigem Zwist mit der singenden Standuhr von Unruh – bemerkenswertes Gesangsdebüt für den 76-jährigen Ian McKellen (Magneto aus den „X-Men-Filmen“, Gandalf aus der „Herr der Ringe“-Trilogie).

Zwei, die sich perfekt ergänzen: Dorfschönling Gaston (l.) und sein ergebener Kumpel LeFou

Derweil lebt Belle mit ihrem Vater, dem etwas zerstreuten, aber liebenswerten Erfinder Maurice (Kevin Kline), in einem französischen Dorf in der Nähe des Schlosses. Belle wird von allen Dorfbewohnern wegen ihrer Anmut bewundert – allen voran der Jäger und Dorfschönling Gaston (Dan Stevens). Die Hübsche kann sich seiner Avancen kaum erwehren. Eines Tages bricht Vater Maurice mit Pferd und Kutsche auf, um eine neue Erfindung zu verkaufen. Er gerät Schließlich in das verwunschene Schloss und damit in die Fänge des Biests. Belle macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, findet ihn – und bietet sich im Austausch für den Gefangenen an …

Auch als Realfilm zauberhaft

Für wen ist diese Realverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ zu empfehlen? Ganz einfach: für alle, die sich noch einmal verzaubern lassen wollen, und das ganz im Disney-Stil – nicht einmal das gelbe Kleid aus dem Oscar-gekrönten Zeichentrickfilm fehlt. Besonders schön: die Kulisse von Schloss und Umgebung, die verwunschenen Bewohner und ihre perfekt animierte Verwandlung in lebendige Luxus-Gegenstände einer vergangenen märchenhaften Zeit.

Fast zu schön, um wahr zu sein: der Tanz des Biests mit Belle

Auf ihre Kosten kommen sowohl diejenigen, die das Original bereits kennen – sie können sich von Neuerungen faszinieren lassen; und wer keinerlei Vorkenntnisse besitzt, kann den Film einfach genießen. Und – Vorteil für ganz junge Zuschauer: Im Gegensatz zur ebenfalls ab sechs Jahren freigegebenen französischen Verfilmung von Christophe Gans (2014) mit Léa Seydoux als Belle und Vincent Cassel als Biest fällt diese Version keinesfalls düster und gruselig aus – Disney-like eben – und das Lächeln von Emma Watson zaubert sowieso jeden Anflug von Furcht einfach weg.

Wunderschön im gelben Ballkleid: Belle

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Luke Evans, Ewan McGregor und Stanley Tucci haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 129 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Originaltitel: Beauty and the Beast
USA 2017
Regie: Bill Condon
Drehbuch: Stephen Chbosky, Evan Spiliotopoulos
Besetzung: Dan Stevens, Emma Watson, Luke Evans, Ewan McGregor, Josh Gad, Gugu Mbatha-Raw, Ian McKellen, Emma Thompson, Stanley Tucci, Kevin Kline, Henry Garrett, Hattie Morahan, Sonoya Mizuno, Adrian Schiller
Verleih: Walt Disney Studios Motion Picture Germany

Copyright 2017 by Iris Janke

Filmplakate, Fotos & Trailer: © 2016 Disney Enterprises Inc. All Rights Reserved.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 2017/03/14 in Film, Kino, Rezensionen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: