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Der stolze Rebell – Hoffnung im Schatten des Krieges

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The Proud Rebel

Von Ansgar Skulme

Western-Melodram // Ein früherer Südstaatensoldat (Alan Ladd) reist nach dem Bürgerkrieg mit seinem Sohn David (David Ladd) in den Norden, stetig auf der Suche nach einem Arzt für das Kind. Der Junge musste in Abwesenheit des Vaters mit ansehen, wie das Haus der Familie niederbrannte und die Mutter dabei zu Tode kam – seitdem hat er die Sprache verloren und hängt mehr denn je an seinem treuen Freund, einem kleinen Hund. Nur die alleinstehende Linnett Moore (Olivia de Havilland) und ein freundlicher Mediziner (Cecil Kellaway) kümmern sich um die Kriegsverlierer, aber auch auf dem Land von Miss Moore droht den Gebeutelten Unheil: Die Burleigh-Familie (unter anderem: Dean Jagger) hat es auf die Ländereien abgesehen und der Geschäftsmann Bates (James Westerfield) auf den Hund vom kleinen David …

Das Ganze liest sich auf den ersten Blick schrecklich vorhersehbar und rührselig, aber da man dem ohnehin in seinen 50er-Jahre-Filmen häufig recht resigniert wirkenden Alan Ladd diese Rolle hervorragend abkauft und seinem Sohn David im Alter von nur zehn Jahren eine enorm gute schauspielerische Leistung gelang, funktioniert dieses Spätwerk von Michael Curtiz durchaus ansprechend. David Ladd wurde verdient für gleich zwei reguläre Golden Globes nominiert und letztlich mit einem Special Award als bester jugendlicher Darsteller ausgezeichnet. „Der stolze Rebell“ wirkt bemerkenswert aufrichtig und ist dadurch bewegend, was letztlich in erster Linie dem guten Gespür von Michael Curtiz zu verdanken ist, die Bilder nüchtern zu belassen, da die Story ohnehin melodramatisch genug ist. Es besteht schlicht keine Notwendigkeit einer Dopplung von melodramatischer Handlung und Bildsprache, wie man es etwa von Douglas Sirk („Was der Himmel erlaubt“) kennt. Im Ergebnis heißt das: Viel glaubwürdiger als „Der stolze Rebell“ kann man ein Melodram im Grunde kaum inszenieren.

Momente das Abschieds

Glaubwürdig ist der Film aber auch, weil man Olivia de Havilland – hier im fünften ihrer nur sechs Filme aus den 50er-Jahren zu sehen – die bescheidene, alleinstehende Frau als ehrlich und liebevoll abnimmt; rüstig verwaltet sie ein großes Stück Land und ist glücklich, als sie sieht, wie sich der kleine Junge über sein neues Zuhause freut, das bisher ihr alleiniges Heim war. Einmal mehr überzeugt de Havilland als starke Kämpferin für das Gute, der alles Böse komplett fremd zu sein scheint – das Rollenprofil, mit dem sie seit den 30er-Jahren berühmt geworden war. Es war nicht nur ihr letzter Kino-Western, dem lediglich noch eine Episode der Serie „Big Valley“ von 1965 folgte, sondern auch ihr letzter Film mit Michael Curtiz, dem Regisseur, der sie mit Filmen wie „Unter Piratenflagge“ (1935) und „Die Abenteuer des Robin Hood“ (1938) berühmt gemacht hatte.

Mit Alan Ladd, der sich zunächst vor dem raubeinigen Umgang des Regisseurs mit seinen Stars gefürchtet hatte, drehte Curtiz unmittelbar danach noch den Kriminalfilm „Das tödliche Netz“ (1959). Binnen nur weniger weiterer Jahre sollten die Hollywood-Karrieren beider Stars und des Regisseurs enden: Michael Curtiz starb 1962, Alan Ladd 1964 und Olivia de Havilland war nachfolgend nur noch in vier Hauptrollen im Kino zu sehen – 1964 in ihrer letzten. Ein Spätwerk war der Film aber auch für den angehenden Jungstar Tom Pittman, welcher einen der beiden Söhne der Burleigh-Familie spielt. Pittman wurde seinerzeit als Nachfolger von James Dean gehandelt, starb aber fünf Monate nach der Premiere des Films mit 26 Jahren bei einem Autounfall. Der Film „Verboten!“, eine Zusammenarbeit mit Samuel Fuller, und seine erste Kinohauptrolle „High School Big Shot“, die ihm im Doppelpack wahrscheinlich eine große Tür aufgestoßen hätten, erschienen 1959 erst posthum.

Ein rares Synchronvergnügen

In den USA wurde der Film 2011 von Echo Bridge Home Entertainment auf DVD veröffentlicht und dabei offen als Familienfilm angepriesen – mit einem Cover, das stark an Disney-Veröffentlichungen von Produktionen jener Zeit erinnert. Zuvor gab es bereits 2007 eine Veröffentlichung, im August 2015 folgte eine weitere. Kurzum: Selbst in seinem Herkunftsland schieben kleine Labels den Film hin und her. Für den Kino-Verleih in den USA war ursprünglich Buena Vista zuständig, in Deutschland wurde der Film von MGM auf die Leinwand gebracht. Offen bleibt, ob es aus dieser Sachlage einen Ausweg für das Werk auf eine deutsche DVD gibt. Lohnend wäre eine Veröffentlichung in der Bundesrepublik schon allein deswegen, weil es sich hierbei um einen der wenigen Filme handelt, in denen Werner Peters (1918–1971) in der Hauptrolle, als Stimme von Alan Ladd, zu hören ist – ein auch vor der Kamera in den 50er- und 60er-Jahren durchaus namhafter deutscher Schauspieler („Der Untertan“, 1951), der es bis ins internationale Kino und in Filme wirklich großer Regisseure schaffte. Peters arbeitete in den 50ern zwar häufig als Synchronsprecher und war auch oftmals in recht großen Rollen im Einsatz, den an erster Stelle genannten Star eines Films durfte er aber leider nur ausgesprochen selten sprechen. Wer nach weiteren Beispielen Ausschau hält, dem sei noch der Film noir „Der Henker nimmt Maß“ (1957) empfohlen, in dem Werner Peters in einer Doppelrolle für Jack Palance zu hören ist. Auch hierbei handelt es sich um eine MGM-Veröffentlichung – ein Studio, das oftmals mit ungewöhnlichen Synchronbesetzungen auffiel und auch gern einmal lange bewährte Kontinuitäten missachtete, im Falle von Peters aber einen guten Schachzug tätigte.

Von der Reduzierung des Michael Curtiz

Abschließend bietet es sich an, ausgehend von diesem Film und anknüpfend an meinen Text zu „Goldene Erde Kalifornien“ (1938), den allgemeinen filmhistorischen Umgang mit Michael Curtiz zu kritisieren, nicht zuletzt was die Veröffentlichung seiner Filme bis heute anbelangt – speziell in Deutschland. Curtiz war ein überaus fleißiger Regisseur, der gewissermaßen bis zum letzten Atemzug auf höchstem Niveau arbeitete. Einer, der bereits in den 30er-Jahren enorm erfolgreich gewesen ist und nach dem Tonfilm auch alle neuen Farbverfahren stets zeitnah erproben durfte. Schon Anfang der 30er war er eine sichere Bank und die Produzenten brachten ihm großes Vertrauen entgegen. Viele seiner 30er-Filme waren bei uns in Deutschland noch sehr lange im TV präsent, regelmäßig im Nachtprogramm der ARD und der dritten Programme vertreten, und sind es teilweise noch heute. Ab Ende der 30er-Jahre wird Curtiz‘ Schaffen aber zu sehr mit Blick auf seine Zusammenarbeiten mit Errol Flynn (und Olivia de Havilland) reduziert – nicht nur in Deutschland.

Von den mehr als 30 Filmen, die er nach dem Zweiten Weltkrieg bzw. etwa ab seinem 60. Lebensjahr bis zu seinem Tod binnen weniger als 20 Jahren fertigstellte, sind viele heute kaum noch bekannt, obwohl von fast allen (sogar von fast allen seit Anfang der 30er-Jahre!) eine deutsche Synchronfassung angefertigt wurde. Curtiz drehte rund 100 Tonfilme, die beinahe von Beginn an erfolgreich waren, und hatte zuvor auch schon rund 70 Stummfilme realisiert, aber eine Michael-Curtiz-Box oder -Collection lässt selbst in den USA oder Großbritannien bis heute auf sich warten. Curtiz war weder nur der Haus-und-Hof-Regisseur von Errol Flynn, als der er gern einmal verkauft wird, noch brachte der an Heiligabend geborene Regie-Veteran in den 50ern nicht mehr als lediglich die beiden großen Weihnachtsklassiker „Weiße Weihnachten“ (1954) und „Wir sind keine Engel“ (1955) zustande. Bis zu seinem Tod im Alter von 75 Jahren war er quer durch die Genrewelt aktiv, und noch seine finalen drei Filme waren bei Licht betrachtet Hausnummern: die Mark-Twain-Verfilmung „Abenteuer am Mississippi“ (1960), das heute fast vergessene Biopic „Franz von Assisi“ (1961) und schließlich der John-Wayne-Western „Die Comancheros“ (1961), doch ebenso stiefmütterlich wie „Franz von Assisi“ werden auch die meisten anderen Filme behandelt, die er vor, nach und während seiner Zeit mit Errol Flynn drehte. Selbst seine im TV noch einigermaßen präsent gebliebenen 30er-Filme gibt es hierzulande größenteils nicht auf DVD.

Das Problem der Vielseitigkeit

Die Filmografie von Michael Curtiz sachgemäß und qualitativ angemessen zugänglich zu machen und in ihrer Breite zu erschließen, für die Errol Flynn nur ein Baustein war, ist eine große, bisher nicht bewältigte Aufgabe. Was in Deutschland an Filmen vergessen wurde, wurde in den USA zu einem guten Teil zumindest degradiert. Stellt sich eigentlich nur die Frage, wo man zuzugreifen und dies zu ändern beginnt. Selbst wenn man vorerst nur die Filme ab dem Beginn seines wirklich großen Erfolgs mit einigen Genre-Meilensteinen im Horror-, Kriminal- und Gangsterfilm Anfang der 30er berücksichtigt, bleiben von dort aus bis zu seinem Tode immer noch dreißig Jahre eher spärlich beleuchtete Kinogeschichte übrig.

Der gebürtige Budapester Michael Curtiz ist einer der Regisseure, denen es zum Verhängnis geworden zu sein scheint, dass sie praktisch alles konnten, dies ausgewogen zeigten und einfach nicht auf ein Genre festzunageln sind, mit dem man sie assoziiert. John Ford verbindet man mit dem Western, James Whale oder Tod Browning mit dem Horrorfilm, Hal Roach mit Slapstick, Alfred Hitchcock mit dem Thriller, Cecil B. DeMille mit epischen Großproduktionen; allesamt werden sie als Meister des jeweiligen Sektors ausgerufen – und das sicher nicht zu Unrecht, aber ihre Schwerpunkte waren auch dementsprechend gelagert. Und Michael Curtiz, der keinen wirklichen Schwerpunkt hatte, sondern alles ausprobierte, technisch und inhaltlich sehr offen war, assoziiert man … mit Errol Flynn und „Casablanca“ (1942). Der einzige sehr rege bei großen Studios aktive Regisseur, dem man auf diese Weise Unrecht tut, ist er aber sicher nicht. Man könnte nun beispielsweise mit Allan Dwan weitermachen, dem das Cinema-Ritrovato-Festival in Bologna immerhin erst vor wenigen Jahren eine Retrospektive widmete, aber das ist eine andere Geschichte.

Olivia de Havilland bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Goldene Erde Kalifornien (1938)
Der stolze Rebell (1958)
Wiegenlied für eine Leiche (1964)

Michael Curtiz bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Goldene Erde Kalifornien (1938)
Der stolze Rebell (1958)
Die Comancheros (1961)

Veröffentlichung (USA): 12. August 2015, 3. Mai 2011 und 22. Mai 2007 als DVD

Länge: 103 Min. (Kino)
Originaltitel: The Proud Rebel
USA 1958
Regie: Michael Curtiz
Drehbuch: Joseph Petracca & Lillie Hayward, nach einer Geschichte von James Edward Grant
Besetzung: Alan Ladd, Olivia de Havilland, Dean Jagger, David Ladd, Cecil Kellaway, Harry Dean Stanton, Tom Pittman, Henry Hull, Eli Mintz, John Carradine, Percy Helton
Vertrieb: Buena Vista Film Distribution Company & Metro-Goldwyn-Mayer

Copyright 2016 by Ansgar Skulme
Filmplakat: Fair Use

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Danielle Gebur: Erziehung im Wechselmodell – Trennungskinder und gelungene Erziehungspartnerschaft (Buchrezension)

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Erziehung im Wechselmodell – Trennungskinder und gelungene Erziehungspartnerschaft

Familie // So richtig viel Literatur über das Wechselmodell gibt es in Deutschland nicht. Da ist das 2013 erschienene „Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis“ der Nürnberger Juristin Prof. Hildegund Sünderhauf-Kravets, die schöne Sammlung von Erfahrungsberichten „Eine Woche Mama, eine Woche Papa“ der beiden Journalistinnen Ina Kiesewetter und Petra Wagner, und da sind ein paar andere Publikationen. Üppig ist das nicht gerade.

Die hierzulande bis vor einiger Zeit eher zurückhaltende Auseinandersetzung mit diesem Modell mag darin begründet sein, dass Familien, in denen sich die Eltern gemeinsam entscheiden, auch nach der Trennung ihre Kinder gleichberechtigt und zeitlich annähernd hälftig aufgeteilt großzuziehen, oft unter dem Radar der Institutionen laufen. Solche Eltern kommen eben häufig ohne Einmischung der Instanzen aus. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Jugendämter und Familiengerichte mit diesem Modell seltener konfrontiert werden, weil sie in vielen Fällen einfach nicht gebraucht werden.

Zwei Wochenenden pro Monat sind zu wenig!

Mittlerweile werden die Instanzen aber auch beim Thema Wechselmodell offenbar häufiger in Beschlag genommen, weil sich Männer verstärkt nicht mehr ins Abseits des Zwei-Wochenenden-pro-Monat-Papi-Daseins drängen lassen wollen, Frauen ihren Ex-Kerlen aber nicht immer Gleichberechtigung zugestehen wollen, wenn es um die Kinder geht. Da ist es dringend notwendig, die verfügbare Literatur zum Thema auszuweiten.

Bachelor-Arbeit aus Potsdam

Einen Beitrag dazu leistet Danielle Gebur mit der Veröffentlichung von „Erziehung im Wechselmodell – Trennungskinder und gelungene Erziehungspartnerschaft“. Dabei handelt es sich um ihre Bachelor-Arbeit, die sie 2014 an der Fachhochschule Potsdam vorgelegt hat. Gebur betreibt die Familienhilfe Potsdam, eine Beratungsstelle für Menschen in Krisensituationen, auch für Familien in Trennungssituationen. Die staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (B. A.) und systemisch-lösungsorientierte Therapeutin/Beraterin i. W. lebt in einer Patchwork-Konstellation: Die Kinder ihres Ehemanns wohnen im Wechselmodell mal bei ihr und dem Vater, mal bei der Mutter. Geburs eigene Tochter lebt im Haushalt der Autorin.

Ist das Wechselmodell die Lösung?

Der Autorin geht es darum, das Wechselmodell und dessen Folgen näher zu beleuchten. In der Einleitung erläutert sie dazu: Ist das Wechselmodell eine adäquate Lösung, wenn sich Eltern für eine hälftige Betreuung entscheiden? Wie gehen die Eltern mit der Einflussnahme des anderen Elternteils auf ihr Leben um und wie wirkt sich diese Einflussnahme aus? Wie gestalten Eltern, gerade in konfliktbehafteten Situationen, den Alltag?

In der Folge beschreibt Gebur Trennung und Scheidung als traumatisches Erlebnis mit entsprechenden Folgen speziell für die Kinder – unter anderem können Störungen des sozialen Beziehungs- und Partnerschaftsverhaltens auftreten. Psychische Probleme bis ins Erwachsenenalter sind möglich. Diese Folgen seien aber nicht monokausal auf die Trennung an sich zurückzuführen, sondern vielmehr auf die damit einhergehende emotionale Anspannung und die Konflikte, die verstärkt auftreten.

Kontakterhalt zu beiden Elternteilen

Nach einem Abschnitt über Betreuungsformen nach Trennung und Scheidung kommt Gebur zum Wechselmodell, das sie eingangs definiert, um dann Chancen und Risiken zu untersuchen. Ihr zentrales Argument ist dabei die Tatsache, dass das Wechselmodell es den Kindern mehr als in anderen, gängigeren Umgangsmodellen ermöglicht, ungebrochenen Kontakt zu beiden Elternteilen beizubehalten. Besonderes Augenmerk gilt auch der noch nicht abschließend zu beantwortenden Frage, ob das Wechselmodell auch bei hochstrittigen Eltern anwendbar ist.

Fünf Elternpaare hat Gebur für ihre Arbeit befragt. Sie erläutert die Methodik ihrer Interviews, stellt den sozioökonomischen Hintergrund der Befragten vor und präsentiert anhand einer Tabelle die für die vorliegende Fragestellung wesentlichen soziodemographischen Angaben der fünf Frauen und fünf Männer. Es folgt ein Abschnitt über deren Motivation fürs Wechselmodell.

Mehrheitlich Zufriedenheit bei den Befragten

In der Auswertung ergibt sich mit einer Ausnahme eine große („sehr“) Zufriedenheit der Befragten. Die Mütter und Väter sehen laut Gebur zwar ein Konfliktpotenzial, was die Abstimmung mit dem anderen Elternteil angeht, aber auch Chancen für sich selbst in Form von kinderfreien Tagen und der damit gegebenen Flexibilität bei der Erwerbstätigkeit.

In einem gesonderten Abschnitt geht die Autorin kurz auf die gegenseitige Einflussnahme ein: Im Wechselmodell üben Eltern Einfluss auf das Leben ihrer Ex-Partnerin oder ihres Ex-Partners aus, ein Zustand, den man üblicherweise nach einer Trennung als unangenehm empfinden mag. Dies ist ein wichtiger Aspekt, den Danielle Gebur verständlicherweise im Rahmen ihrer Arbeit nicht vertiefen konnte.

Exkurs zum Einfluss des Ex-Partners

Man verzeihe mir diesen kurzen Exkurs: Wer Kinder in die Welt setzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Partnerin oder der Partner von nun an unwiderruflich Teil des Lebens sind – auch nach der Trennung. Diese Erkenntnis ist ganz offenbar bis zu manchen Eltern nicht vorgedrungen. Eine Trennung ohne Kind kann dazu führen, dass die oder der vormals Liebste nach einiger Zeit nur noch eine verschwommene Erinnerung an ein anderes Leben ist. Ist die oder der Ex jedoch Mutter oder Vater des gemeinsamen Kindes, sollte das anders sein. Ein Thema, das verstärkte Betrachtung verdient hat.

Den Anstoß geben meist die Väter

In ihrem Fazit verdeutlicht die Autorin, dass die befragten Mütter das Wechselmodell als schwieriger empfinden als die Väter. Der Anstoß dazu sei ohnehin mehrheitlich vom Vater ausgegangen. Gebur betont, wie wichtig es ist, die Chancen des Wechselmodells für Kinder und Eltern hervorzuheben, um den Widerstand dagegen als größten Risikofaktor fürs Gelingen des Modells zu verringern.

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Arbeit, so viel ist klar. Den Anforderungen der Sozialwissenschaften hat Gebur nach meinem Empfinden Genüge getan, da vertraue ich auch darauf, dass ihr Professor sorgfältig gearbeitet hat – er hat ein Vorwort beigesteuert und die Veröffentlichung der Bachelor-Arbeit in Buchform somit gutgeheißen.

Das Buch spricht einige Aspekte an, die vertieft werden müssen, wollen wir uns in Deutschland endlich einmal umfassend mit der paritätischen Doppelresidenz beschäftigen. Das konnte Danielle Gebur im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit nicht leisten, sie liefert jedoch einige gute Anstöße.

„Eine Woche Mama, eine Woche Papa“

Manch potenzielle/r Leser/in wird sich vielleicht vom wissenschaftlichen Duktus abschrecken lassen. Das wäre schade, als Einstieg in die Beschäftigung mit dem Thema Wechselmodell ist das Buch sehr gut geeignet – und problemlos lesbar ohnehin. Ich empfehle, es in Kombination mit oben erwähntem „Eine Woche Mama, eine Woche Papa“ – nach Lektüre dieser beiden kompakten Werke hat man einen sehr guten Einstieg ins Thema.

Mindestens ebenso interessant wie Geburs Arbeit ist die im Anhang zu findende Niederschrift der zehn Interviews, die die – damals angehende – Sozialpädagogin geführt hat. Die Aussagen der anonymisierten fünf Mütter und fünf Väter geben einen tiefen Einblick in ihre Befindlichkeiten. Besonders aufschlussreich und entlarvend war für mich das Interview mit Frau P – derjenigen Mutter, die das Wechselmodell von allen Befragten am negativsten darstellt. Es war so aufschlussreich, dass es mir eine gesonderte Betrachtung wert erschien, zu finden bei Fatherleft, dem Blog von Lutz R. Bierend.

Autorin: Danielle Gebur
Originaltitel: Erziehung im Wechselmodell – Trennungskinder und gelungene Erziehungspartnerschaft
Deutsche Erstveröffentlichung: 10. Dezember 2014
157 Seiten
Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag Marburg
Preis: 24,95 Euro

Copyright 2015 by Volker Schönenberger

 
 

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Andrea Micus: Väter ohne Kinder – Was für Männer nach einer Trennung auf dem Spiel steht (Buchrezension)

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Väter ohne Kinder – Was für Männer nach einer Trennung auf dem Spiel steht

Familie // Dieses Buch behandelt das Schicksal und den Schmerz von Vätern, die nach der Trennung von der Mutter ihres Nachwuchses unfreiwillig den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben – umgehend oder im Lauf der Zeit. Nun mag manch Leser versucht sein, dies für eine verfehlte Perspektive zu halten; sind doch die Leidtragenden einer Trennung immer und ausnahmslos die Kinder, ihnen habe der Fokus zu gelten.

Ist nicht das Kindeswohl der entscheidende Faktor?

Das stimmt zwar, dennoch muss auch dieser Aspekt bei Trennungsfamilien betrachtet werden, und das geschieht in der breiten Öffentlichkeit viel zu selten. In Jugendämtern und an Familiengerichten trifft man oft noch die Haltung an, entscheidend für das Kindeswohl sei, dass es der Kindsmutter gut gehe. Nur recht und billig, auch dem Befinden des männlichen Elternteils Rechnung zu tragen.

Die Journalistin und Buchautorin Andrea Micus räumt gleich zu Beginn ihres Buches ein, selbst Mutter eines 16-Jährigen zu sein, der seinen Vater in den vergangenen drei Jahren gerade mal drei Stunden gesehen habe. Womöglich hat das sie motiviert, „Väter ohne Kinder“ zu schreiben.

Weshalb verlieren Väter den Kontakt zu ihrem Nachwuchs?

Warum Scheidungs- und Trennungsväter keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern haben. So betitelt die Autorin ihr erstes Kapitel, in dem sie die vielfältigen Ursachen beleuchtet. Da seien zum einen die nach wie vor typischen traditionellen Lebensmuster, nach denen die Väter erwerbstätig sind, die Mütter zu Hause bleiben. Bei einer Trennung blieben dann die Kinder nahezu zwangsläufig bei der Mutter. Folge: Mütter, die vorher vehement die Mithilfe in Sachen Kindererziehung eingefordert haben, kommen jetzt prima allein mit den Kindern zurecht, und häufig ist auch schnell ein anderer Mann da, der Papa-Ersatz spielen kann. Die Väter sind raus …

Hinzu komme mangelnde Kooperation der Mutter bis hin zum Umgangsboykott, ob bewusst oder unbewusst. Das Ende einer Trennung bringt Verletzungen, Wut, Kränkungen und Trauer mit sich. Vielleicht liebt die Mutter den Vater noch, vielleicht hasst sie ihn auch. So oder so scheue sie dann jede Begegnung mit dem Ex-Partner. Aber meistens sind es gar nicht diese dramatischen Gefühle, die entscheiden. Oft ist es nur der Eindruck, dass der Ex nicht mehr in den neuen Alltag passt. Auch die Gegenwehr von Vätern thematisiert Micus, oft im Bereich der Finanzen ausgetragen. Die Konflikte peitschen sich hoch.

Loyalitätskonflikt

Die Kinder geraten in einen Loyalitätskonflikt: Mama will nicht, dass ich Papa lieb habe! Und was tun sie dann? Sie wählen den Weg des geringsten Widerstandes, richten sich nach der Mama, weil sie bei ihr leben. Das wiederum bestärkt die Mutter, den „blöden Kerl“ aktiv fernzuhalten.

Micus verschweigt allerdings eins bzw. sie lässt es unerwähnt (denn bewusstes Verschweigen unterstelle ich ihr keineswegs): Egal, wie geduldig man manchen Müttern den Loyalitätskonflikt erklärt, einige wollen es partout nicht begreifen, in welcher Zwangslage sich ihre Kinder befinden, oder wenn sie es begreifen, so ignorieren sie es. Sind sie es doch, die Mütter, die einzig wissen, was für ihre Kinder das Beste ist. Der Vater? Hat sowieso keine Ahnung! Die als Sozialpädagogin eingesetzte Mediatorin? Kennt die Kinder doch gar nicht! Der Richter? Wer ist das denn? Diesen Aspekt hätte Micus etwas stärker herausarbeiten können.

Das Cochemer Modell

Es gibt Modelle, mit denen solche Entwicklungen im Trennungskonflikt aufgehalten werden können. Micus erwähnt das Cochemer Modell des Familienrichters Jürgen Rudolph, dem es dank intensiver Bemühungen gelang, alle an familienrechtlichen Verfahren Beteiligten zur Zusammenarbeit zu bewegen: Richterkollegen, Anwälte, Jugendamt, Eltern. Auf diese Weise konnte Rudolph einen Zwang zur Mediation und zur Einigung durchsetzen – mit dem Ziel, dass kein Kind ein Elternteil verliert. Micus lässt allerdings auch Kritiker am Cochemer Modell zu Wort kommen.

Am Ende des Kapitels richtet die Autorin das Wort an die neuen Partner von Trennungsmüttern, die sich oft vorbildlich um ihre mitgeheirateten Kinder kümmern würden. Ihnen gilt Micus’ Hinweis: Sie können die nächsten sein. Ich hab’ allerdings den begründeten Verdacht, dass manch ein solcher Ersatzvater darüber überhaupt nicht nachgedacht hat. Einen solchen, dem es erging wie seinem Vorgänger, lernen wir etwas später kennen.

Sechs Väter erzählen

Ging es auf den ersten 43 Seiten eher theoretisch zu, so geht es in der Folge ans Eingemachte: Sechs Väter berichten von ihrem Schicksal, Andrea Micus lässt sie in Ich-Form zu Wort kommen und macht so ihren Schmerz direkt spürbar. Es beginnt der 46-jährige Markus, der seine 16-jährige Tochter Lisa seit 13 Jahren nicht gesehen hat. Kurz vor dem dritten Geburtstag seiner Tochter hat ihn seine Frau verlassen. Später erfährt er, dass sie schon seit einem Jahr Trennungsgedanken gehabt hat. Es scheint kein untypisches Phänomen zu sein: Der Kerl merkt nichts, die Frau sagt nichts. Aber das nur am Rande.

Im Trennungsstress begeht Markus einen fatalen Fehler. Danach sieht er seine Tochter noch ein einziges, kurzes Mal in Gegenwart einer Jugendamts-Mitarbeiterin. Er hofft heute noch, dass sie bald vor seiner Tür steht.

Das Angstszenario

Frank ist 48 Jahre alt und hat eine elfjährige Tochter. Er hat Mia seit fast zwei Jahren nicht gesehen. Frank ist der erwähnte Vater, dessen Freundin zwei Söhne in die Beziehung mitbringt. Beide haben keinen Kontakt zu ihrem Vater – angeblich sei er gefühlskalt und habe kein Interesse an seinen Kindern. Frank glaubt seiner Freundin. Er heiratet sie, Mia kommt zur Welt, irgendwann ziehen die Söhne aus.

Doch seine Frau ist krankhaft eifersüchtig und verlässt ihn eines Tages, weil sie fälschlicherweise glaubt, er habe eine andere. Seine Umgangsbemühungen sabotiert sie. Jugendamt und Familiengericht ändern daran wenig. Die Entfremdung gelingt, bald will Mia ihren Vater nicht mehr sehen. Seine Frau hat erfolgreich ein Angstszenario aufgebaut, dem sich das Mädchen nicht entziehen konnte. Auch das scheint kein Einzelphänomen zu sein. Er schreibt seiner Tochter einen Brief – nicht den ersten. Zu gern wüsste ich, ob Mia den Brief bekommt.

Unglücklich bis ans Lebensende

Der nächste zu Wort kommende Vater ist Thomas, 60 Jahre alt. Beinahe hätte er seine beiden Kinder aus erster Ehe verloren, und um seine Tochter aus der Beziehung zu einer 20 Jahre Jüngeren muss er kämpfen, wie man nur kämpfen kann. Aber ihm gelingt es immerhin. Es folgt der 68-jährige Hendrik aus Hannover, der sich vor mehr als 20 Jahren wegen einer Jüngeren von seiner Ehefrau getrennt hat. Das hat ihn bis heute den Kontakt zu seinen Kindern gekostet. Aus seinen Zeilen liest man deutlich heraus: Er ist daran zerbrochen. Glücklich ist er seit dem Verlust nicht mehr, er wird es nie mehr werden.

Fabian, 38 Jahre, hatte eine sechs Monate andauernde Affäre mit einer verheirateten Frau. Daraus entstand seine Tochter Patti, von der ihm die Mutter erst berichtet, als sie zwei Jahre alt war. Er erkennt die Vaterschaft an, baut eine Beziehung zu Patti auf. Doch als die Mutter wieder eine Beziehung beginnt, bröckelt der Umgang. Schließlich degradiert ihn eine schlimme Anschuldigung zum Zahlvater. Fabians Fazit: Um so etwas nicht erleben zu müssen, gebe es nur einen Schutz: Man darf nicht Vater werden.

Trennung von der Frau = Trennung von den Kindern?

Letzter im Bunde ist der 53-jährige Dietrich, dessen schlimme Geschichte er selbst so zusammenfasst: Ich wollte mich von meiner Frau trennen. Ich hatte keine Ahnung, dass das auch die Trennung von meinen Kindern bedeutet. Zu Sohn Fabian, Tochter Annika und Sohn Jahn hat er keinen Kontakt mehr.

Das Wechselmodell

Es sind sechs traurige und überaus schmerzhafte Geschichten, die Andrea Micus uns vorsetzt; so entsetzlich, dass sie ihr Buch nicht auf eine solche Weise ausklingen lassen will. Daher skizziert sie im letzten Kapitel Möglichkeiten und Modelle, die zum Erfolg führen können: beiden Elternteilen die Kinder zu erhalten, Kindern beide Elternteile zu erhalten. Die Juristin mit Lehrstuhl in Nürnberg Prof. Hildegund Sünderhauf-Kravets etwa propagiert einen 50:50-Umgang, das sogenannte paritätische Doppelresidenzmodell oder Wechselmodell. Frau Sünderhauf hat 2013 mit „Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis“ ein Standardwerk vorgelegt, das die aktuelle Rechtslage und Rechtsprechung in Deutschland ebenso dokumentiert wie internationale psychologische Forschung zum Thema Wechselmodell – deutsche Studien darüber gibt es noch nicht allzu viele.

Andrea Micus’ endet mit ein paar Modellen und Beispielen von Familien, in denen der Umgang der Kinder zu beiden Elternteilen nach der Trennung klappt.

Schmerzhafte Lektüre

Von den sechs Vätern, deren Leid der Leser hautnah erfährt, kennen wir natürlich nur ihre Sicht der Dinge, nur ihre Wahrheit. Ob sie ihre eigene Rolle im Trennungs- und Umgangskonflikt womöglich etwas geschönt haben, können wir nicht beurteilen. Es ist aber auch nicht entscheidend. So oder so ist ihr Schmerz immens, und das wollte Andrea Micus herausarbeiten. Es ist ihr gelungen, die Lektüre war sehr bewegend.

Autorin Andrea Micus

Die sechs Fälle sind beispielhaft, sie decken keineswegs das vielfältige Spektrum von Umgangskonflikten ab, die zum Verlust der Kinder führen können. Dennoch werden sich betroffene Väter in etlichen Details wiederfinden.

Unerwähnt: die Neue als Konkurrentin

Ein Aspekt fehlte mir noch. Micus hätte ihn im ersten Kapitel unterbringen können, meiner Ansicht nach sogar müssen. Ich meine den Fall, dass Umgangsvereitelung durch die Mutter ihre Ursache darin haben kann, dass der Vater eine neue Beziehung hat und die neue Freundin zum Nachwuchs ein wunderbares Verhältnis aufbaut. Ganz gefährliches Terrain! Auch, wenn nicht sogar besonders in Fällen, bei denen die Frau den Mann verlassen hat. Man hüte sich als Vater davor, sich jemals in Sicherheit zu wiegen. Der Vater kann seiner Ex noch so sehr vermittelt haben, wie wichtig sie als Mutter seiner Kinder sei, sie wird die Neue an seiner Seite als Konkurrenz um die Gunst der Kinder empfinden. Das mag nicht auf jede Mutter zutreffen, aber es dürfte eine verbreitete Furcht sein.

Lektüreempfehlung

Wer soll das Buch lesen? Am besten alle beteiligten Parteien: Väter, Mütter, Ersatzväter, Ersatzmütter, Jugendamtler, Familienrechtler usw. Viel zu oft wird das Fehlverhalten umgangsvereitelnder Mütter von Jugendämtern und Familiengerichten hingenommen. Es gibt Gerichtsbeschlüsse, in denen die Richter sogar eingeräumt haben, dass die Mutter den Abbruch des Kontakts zwischen Vater und Kind zu verantworten hat – und dennoch wurde der Umgang ausgesetzt. Die Mutter wird kritisiert, gleichzeitig gibt man ihr mit dem Ergebnis zu verstehen, dass sie alles richtig gemacht hat. Das glaubt Ihr nicht, liebe Leser? Unsere höchsten Richter denken so.

Die Mutter hat den Willen des Kindes so sehr verkorkst, dass dem Kind der Umgang mit dem Vater nicht mehr zumutbar sei. Druck auf die Mutter würde das Kind als Druck auf sich selbst empfinden. Woher die Richter die Erkenntnis haben, dass man das Kind nicht behutsam wieder an den Vater heranführen kann und man deshalb eine renitente Mutter nicht in die Schranken weisen darf, bleibt ihr Geheimnis. Auch solche Richter sollten Andrea Micus’ Buch lesen.

Die Ignoranz mancher Mutter

Sollen vom Verlust der Kinder betroffene Väter zu „Väter ohne Kinder“ greifen? Manchmal hilft es zu wissen, dass man mit seinem Schicksal nicht allein ist, sogar alles andere als allein. Aber es tut weh und rückt einem den eigenen Schmerz überdeutlich ins Bewusstsein. Umgangsvereitelnde Mütter werden sich von der Lektüre vermutlich kaum eines Besseren belehren lassen. Geht ihnen Empathie nicht völlig ab, werden sie wissen, was sie den Vätern ihrer Kinder antun – es ist vielen dieser Frauen vermutlich egal.

Schön wäre es, wenn auch nicht unmittelbar Betroffene oder Beteiligte nachempfinden können, wie es manchen Vätern in unserer Gesellschaft nach der Trennung ergeht. Es muss ein breites Bewusstsein entstehen, wie wichtig es ist, dass Väter im Leben ihrer Kinder präsent bleiben.

Auch Müttern kann das widerfahren

Abschließend ein Wort zur Güte über Mütter, denen von Vätern der Kontakt zu ihren Kindern verwehrt worden ist und die hier nicht vorkommen: Ich bin sicher, Andrea Micus weiß, dass es sie gibt. Das Schicksal dieser Mütter und letztlich auch ihrer Kinder ist ebenso bitter wie das Schicksal von Markus, Frank und der vier anderen im Buch vorgestellten Väter. Auch wenn die Zahl entsorgter Väter um ein Vielfaches höher sein wird als die Zahl aus dem Leben ihrer Kinder verbannter Mütter, sollten doch auch sie Beachtung finden, denn jeder einzelne Fall ist schlimm.

Andrea Micus hat mit „Väter ohne Kinder“ ein vernachlässigtes Feld bestellt. Bleibt für Väter und ihre Kinder zu hoffen, dass das Buch gelesen und verstanden wird.

Autorin: Andrea Micus
Deutsche Erstveröffentlichung: 2. März 2015
192 Seiten, Klappenbroschur
Verlag: Kösel-Verlag (Verlagsgruppe Random House)
Preis: 15,99 Euro

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Foto der Autorin: © Jörg Ladwig

 
 

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