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Der Würgeengel – Wenn die Gäste partout nicht gehen wollen (und können)

El ángel exterminador

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Drama // In einem vornehmen Anwesen in der Calle de la providencia (Straße der Vorsehung) bereiten die Bediensteten eine Dinnerparty vor, während sie gleichzeitig davon reden zu gehen. Gesagt, getan: Als die gastgebenden Eheleute Edmundo und Lucía de Nobile (Enrique Rambal, Lucy Gallardo) mit ihren hochwohlgeborenen Gästen von einem Opernbesuch kommend die Villa betreten, verlassen Teile der Dienerschaft bereits das Gebäude. Am Ende wird einzig der oberste Hausdiener Julio (Claudio Brook) geblieben sein.

Zur Zerstreuung etwas Hausmusik

Die Abendgesellschaft zieht sich bis tief in die Nacht. Als es vier Uhr vorbei ist, betten sich die Gäste nach und nach zum Schlaf – auf Sofas, Sesseln, sogar auf dem Boden, und das, obwohl keineswegs eine Übernachtungsgesellschaft auf dem Plan stand. Nicht einmal am nächsten Morgen begeben sie sich heim oder an ihr Tagwerk. Nach und nach bricht sich eine Erkenntnis Bahn: Eine unsichtbare Macht scheint alle Anwesenden am Verlassen der Villa zu hindern. Sie alle sind in einem der großen Räume des Erdgeschosses gefangen, obwohl weder Türen noch Fenster versperrt sind. Nach 24 Stunden machen sich Unruhe bis hin zur Panik breit.

Bürgertum und Christenheit

Machen wir es uns einfach: Mit „Der Würgeengel“ liefert der legendäre mexikanische Filmemacher Luis Buñuel („Ein andalusischer Hund“) einmal mehr einen beeindruckenden Kommentar zu einem in dekadenter Sinnlosigkeit erstarrten Bürgertum ab. Machen wir es uns weniger einfach: Ich habe keine Ahnung, was uns Buñuel mit diesem Film sagen wollte. Am gehobenen Bürgertum hat sich Buñuel bekanntermaßen gern abgearbeitet, etwa in seinen letzten Filmen „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ (1972), „Das Gespenst der Freiheit“ (1974) und „Dieses obskure Objekt der Begierde“ (1977). Nicht nur in „Der Würgeengel“ bekommt auch die katholische Kirche ihr Fett weg. Am Ende erweist sich die Hoffnung auf Erlösung durch den christlichen Glauben als trügerisch. Wenn sich in der letzten Einstellung des Films eine Schafherde auf die Tore des Doms zubewegt, trägt das auch nicht unbedingt zur Erhellung bei.

Schnell macht sich Wassermangel bemerkbar

Die Verwirrung beginnt aber bereits zu Beginn, wenn der Regisseur das Eintreffen der Abendgesellschaft zweimal zeigt, beim zweiten Mal aus einem etwas anderen Winkel. Was hat das zu bedeuten? Jedenfalls wird es nicht die einzige Wiederholung bleiben. In einem Raum finden sich ein paar Schafe und ein Bär, von den de Nobiles anscheinend für irgendeine Vorführung zur Zerstreuung ihrer Gäste herangeschafft, zu der es aber nie kommt, weil sich ja das Personal davongemacht hat. Soll die Absurdität der Anwesenheit der Nutztiere und des Wildtiers im Haus die Dekadenz der oberen Zehntausend illustrieren? Denkbar. Diese absurden Elemente machen den surrealen Charakter des Werks aus, ohne dass surrealistische Elemente in die Bildgestaltung einfließen. Selbst die Blockade der Menschen im Innern wird nicht mittels irgendwelcher visueller Effekte thematisiert. Sie gehen einfach nicht hinaus, begründen dies eine Weile mit unbestimmten Motiven, bis sie erkennen, dass es offenbar eine unsichtbare Gewalt gibt, die Macht über sie ausübt.

Roger Ebert findet erst spät eine Erklärung

Der US-Kritikerpapst Roger Ebert schrieb zweimal über „Der Würgeengel“: einmal im Januar 1968, nachdem das Werk im August 1967 seine US-Premiere gefeiert hatte, und einmal im Mai 1997 im Rahmen von Eberts „Great Movies“-Rezensionsreihe. War er 1968 noch überzeugt, es sei unmöglich zu sagen, was der Film bedeute, sah das für Ebert 1997 schon ganz anders aus: Die Dinnergäste würden offensichtlich die herrschende Klasse im Spanien der Franco-Diktatur repräsentieren, die sich das Bankett selbst bereitet habe, indem sie im Spanischen Bürgerkrieg die Arbeiter besiegte. Das ist natürlich eine legitime Interpretation, allerdings konnte ich gar nicht feststellen, ob „Der Würgeengel“ tatsächlich in einer spanischen Metropole wie etwa der Hauptstadt Madrid spielen soll oder vielleicht doch eher in Mexiko-Stadt, wo er gedreht wurde.

Der Schrecken bleibt nicht greifbar …

Während der Sichtung von „Der Würgeengel“ kam mir Ben Wheatleys SF-Drama „High-Rise“ (2015) mit Tom Hiddleston und Luke Evans in den Sinn. Ob sich Romanautor James Graham Ballard beim Schreiben seines 1975 veröffentlichten Romans „High-Rise“ von Buñuels Werk inspirieren ließ? Nicht auszuschließen. Beiden Filmen ist gemein, dass sie den Verfall von Sitte und Anstand und das Abblättern der Zivilisationstünche in begrenzten Räumlichkeiten abbilden.

… und greift gleichwohl weiter um sich

„El ángel exterminador“, so der Originaltitel, feierte seine Weltpremiere im Mai 1962 beim Filmfestival in Cannes, wo der Film im Wettbewerb um die Goldene Palme gezeigt wurde (die allerdings an Anselmo Duartes „Fünfzig Stufen zur Gerechtigkeit“ ging). Dort gewann er den FIPRESCI-Preis, den Preis der internationalen Filmkritik. Verdienter Lohn für ein beeindruckendes Werk, das sich herkömmlichen Versuchen einer Erklärung entzieht und in seiner Narration weit jenseits des Mainstreamkinos angesiedelt ist.

In der arte-Mediathek verfügbar

Die deutsche Blu-ray von „Der Würgeengel“ weist laut Eintrag in der Online-Filmdatenbank auf dem Cover einige Ungereimtheiten auf. So seien die Angaben zu Ton- und Bildformat falsch, auch die angegebene Laufzeit von 98 Minuten entspreche nicht der tatsächlichen Länge des Films auf der Disc. Auf dem Cover findet sich der Aufdruck „Wendecover“, tatsächlich gebe es keines. „RC 2“ auf einem Blu-ray-Cover ist natürlich auch falsch, da Regionalcodes von Blu-rays nicht mit Zahlen, sondern Buchstaben angegeben werden. Obendrein lasse sich die Tonspur nicht über das Menü wechseln, sondern nur während des laufenden Films. Eine sonderbar schlampige Arbeit, da lobt man sich die TV-Ausstrahlung des deutsch-französischen Kultursenders arte im Oktober 2021. Bis zum 5. Dezember 2021 kann das Fantasy-Drama in der arte-Mediathek gesichtet werden.

Gibt es ein Entkommen?

Veröffentlichung: 23. Juni 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 93 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: keine
Originaltitel: El ángel exterminador
Internationaler Titel: The Exterminating Angel
MEX 1962
Regie: Luis Buñuel
Drehbuch: Luis Buñuel
Besetzung: Silvia Pinal, Jacqueline Andere, Enrique Rambal, José Baviera, Augusto Benedico, Luis Beristáin, Antonio Bravo, Claudio Brook, César del Campo, Rosa Elena Durgel, Lucy Gallardo, Enrique García Álvarez, Ofelia Guilmáin, Nadia Haro Oliva, Tito Junco, Xavier Loyá, Xavier Massé, Ofelia Montesco
Zusatzmaterial: Originaltrailer
Label/Vertrieb: Endless Classics

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshot: © 2017 Endless Classics

 

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Chroniken der Finsternis (I) – Der schwarze Reiter: Mit Nikolai Gogol in die ukrainische Provinz

Gogol – Nachalo

Von Volker Schönenberger

Fantasy-Abenteuer // Irgendwo in der Nähe des Dorfs Dikanka in der zentralukrainischen Oblast Poltawa sitzen zwei schmutzige Männer an einem Lagerfeuer und essen. Ein Dritter kommt per Pferd hinzu, er hat eine nackte junge Frau dabei. Mit der Entführten will sich das Trio nun vergnügen, doch dazu kommt es nicht: Ein weiterer Reiter mit dunkler Kapuze kommt heran. Er stellt sich vor den dreien auf und plötzlich wachsen ihm mehrere Hörner aus dem Körper. Die drei Kerle sind schnell niedergemetzelt, doch für die junge Frau bedeutet das keineswegs die Rettung: Der Gehörnte fügt ihr mit dem Messer eine tiefe Wunde zu und scheint ihr Blut in sich aufzunehmen.

Vision oder Wirklichkeit?

Wir schreiben das Jahr 1829. Der erfolglose russische Schriftsteller Nikolai Wassiljewitsch Gogol (Alexander Petrov) hält selbst so wenig von seinen von der Kritik missachteten Werken, dass er selbst die gesamte Auflage aufkauft, nur um sie anschließend zu verbrennen. Obwohl mit zartem Gemüt gesegnet, arbeitet er bei der Polizei von St. Petersburg, um als Schreiber Mordfälle zu dokumentieren. Dabei erleidet er gelegentlich Visionen, in denen er unbewusst Hinweise auf die Täter niederschreibt. Der erfahrene Kriminalbeamte Guro Yakov Petrovich (Oleg Menshikov) erkennt Gogols Gabe und nimmt ihn mit in die Provinz, um die Morde an drei jungen Frauen aufzuklären.

Modernes russisches Kino

Das moderne russische Kino ist in seiner Farbenpracht und mit seinem Ideenreichtum einen Blick wert, wie wir spätestens seit „Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor“ (2004) wissen. Es hat sich trotz optischer Annäherung an westliche Sehgewohnheiten seinen eigenen Charme bewahrt, und sei es aufgrund der für uns frischen Gesichter der Darstellerinnen und Darsteller sowie des Zugriffs auf den eigenen Mythenschatz. Diese visuelle Kraft ist auch bei „Chroniken der Finsternis (I) – Der schwarze Reiter“ zu bemerken, wobei nicht mit dem Einsatz von CGI gespart wird und das auch gut erkennbar ist. Aber das haben wir in Hollywood-Produktionen schon schlechter gesehen.

Guro Yakov Petrovich (2. v. l.) und Nikolai Gogol (3. v. l.) ermitteln in der ukrainischen Provinz

Der Name der Hauptfigur ist nicht zufällig gewählt. Nikolai Gogol (1809–1852) gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller Russlands. Sein Werk ist von düsterer Fantastik durchzogen. Die „Chroniken der Finsternis“-Trilogie ist inspiriert von „Abende auf dem Weiler bei Dikanka“, einer Sammlung von acht volkstümlichen ukrainischen Geschichten, die Gogol 1831 und 1832 niedergeschrieben und veröffentlicht hat.

Ein russisches „Sleepy Hollow“?

Als verhuschter und furchtsamer, gleichwohl tapferer Dichter überzeugt Alexander Petrov („Attraction“), im Westen noch ein recht unbeschriebenes Blatt. Das erinnert in einigen Aspekten frappierend an Tim Burtons „Sleepy Hollow“ (1999) mit Johnny Depp. Wer das Fantasy-Abenteuer mag, müsste auch an den „Chroniken der Finsternis“ Gefallen finden. Bevor der Fall der Frauenmorde restlos aufgeklärt ist, gibt es nach einer guten Stunde plötzlich einen Bruch, und Gogol ermittelt nun allein in einem neuen Fall weiter. Der ist zwar mit dem ersten verwoben, stiftet aber Verwirrung. Hier haben sich Regisseur Egor Baranov („Blackout“) und die Produzenten offenbar etwas verzettelt zwischen der Schnittfassung für die Kinoauswertung und der Konzeption als TV-Serie – es existiert auch eine achtteilige Schnittfassung fürs russische Fernsehen. Das schmälert etwas den Genuss – ich für mein Teil musste mich erst wieder auf das Geschehen eintakten. Als das geklappt hatte, ging es aber problemlos wieder.

Nur ein Trugbild?

Das Label capelight pictures hat „Der schwarze Reiter“ mit seinen beiden Fortsetzungen „Der Dämonenjäger“ und „Blutige Rache“ als Steelbook mit drei Blu-rays und als 3-DVD-Edition veröffentlicht, jeden der drei Filme auch einzeln als Blu-ray und DVD. Allzu viel Aufmerksamkeit scheinen die „Chroniken der Finsternis“ international nicht erhalten zu haben, auch in Deutschland hält sich die Bekanntheit in Grenzen. Zu Unrecht – ich jedenfalls freue mich auf die Sichtungen von „Der Dämonenjäger“ und „Blutige Rache“.

Abschied für immer?

Die drei Teile der „Chroniken der Finsternis“ im Überblick:

1. Der schwarze Reiter (Gogol – Nachalo, 2017)
2. Der Dämonenjäger (Gogol – Viy, 2018)
3. Blutige Rache (Gogol – Strashnaya Mest, 2018)

Veröffentlichung: 5. Juli 2019 als Blu-ray im 3-Disc Edition Steelbook und 3-Fach-DVD „Chroniken der Finsternis – Die Trilogie“, Blu-ray und DVD

Länge: 106 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Russisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Gogol – Nachalo
RUS 2017
Regie: Egor Baranov
Drehbuch: Aleksey Chupov, Natasha Merkulova
Besetzung: Alexander Petrov, Oleg Menshikov, Evgeniy Stychkin, Yuliya Dzutseva, Taisiya Vilkova, Yan Tsapnik, Evgeniy Sytyy, Sergey Badyuk, Artyom Tkachenko, Marta Timofeeva
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos und unterer Packshot: © 2019 capelight pictures

 

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Godzilla vs. Kong – Es kann nur einen König geben

Godzilla vs. Kong

Kinostart: 1. Juli 2021

Von Florian Schneider

Fantasy-Action // Godzilla oder Kong, wer ist der wahre König unter den Monstern des 2014 als Franchise gestarteten MonsterVerse? Mein Herz schlägt ganz klar für den Affen und dies nicht nur aufgrund seiner menschlichen Züge. Filmgeschichtlich hält Kong bereits 1933 mit „King Kong und die weiße Frau“ Einzug in die Kinosäle – deutlich zu früh für mich, doch mit Nachdruck und legendärer Tricktechnik.

Die gehörlose Jia kann sich mit Kong verständigen

Die erste große Neuverfilmung aus dem Jahr 1976, „King Kong“ von Regisseur John Guillermin, mochte zwar ein veritabler Flop bei Kritikern und an den Kinokassen gewesen sein, doch mich als Kind beziehungsweise später als pubertierender Teenager konnten sowohl Jessica Lange als auch der riesige Gorilla begeistern. Als dann Peter Jackson 2005 seine Version dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte als gleichsam aktionsgeladenes wie emotionales Spektakel inszenierte, schien Kong endgültig auf dem Thron angekommen zu sein.

Kong ist auf Skull Island nicht mehr sicher …

Die zahlreichen über den heimischen Bildschirm flimmernden Kaijū-Filme mit der mächtigen Riesenechse aus Japan, die beim Kampf mit anderen Ungeheuern allerlei Miniaturstädte in Schutt und Asche legt, konnten mich hingegen als Teenager nicht in diesem Maße fesseln und blieben auch später lediglich Randerscheinungen in meiner filmmischen Rezeptionswelt. Daran änderte natürlich auch der durchwachsene Neuaufguss „Godzilla“ von Roland Emmerich aus dem Jahr 1998 wenig.

… denn Godzilla scheint außer Rand und Band

Doch beim Blick über die Autorenbrille, vor allem hin nach Japan, ist das Kräfteverhältnis keineswegs so eindeutig. Schließlich ist Godzilla dort nicht nur der unstrittige König der Monster und mit 32 japanischen Filmen seit 1954 eines der umfangreichsten und das langlebigste Franchise der Filmgeschichte, sondern Godzilla gilt im Land der aufgehenden Sonne schlicht als Teil der Kulturgeschichte. Mit den Filmen der MonsterVerse erfährt dieser königliche Status nun seit „Godzilla“ (2014) zunehmend eine globale Ausdehnung, auch wenn sich Godzilla in den ersten vier Filmen der Reihe bereits einmal den Platz an der Sonne mit Kong teilen musste: in „Kong – Skull Island“ (2017).

Als die beiden Monster zum ersten Mal aufeinandertreffen …

Nun steht mit „Godzilla vs. Kong“ vom sich aus dem Horrorgenre freischwimmenden Regisseur Adam Wingard („You’re Next“) der vielleicht entscheidende Titelkampf der Monsterlegenden an: Kong ist inzwischen dank der Regierungsorganisation Monarch auf Skull Island unter einer gigantischen Kuppel von der Außenwelt abgeschirmt. Nur so kann eine Konfrontation mit Godzilla vermieden werden. Auch wenn die Riesenechse inzwischen als Helfer der Menschen im Kampf gegen andere Titanen verehrt wird, hätte eine Begegnung wohl tödliche Konsequenzen für den Riesenaffen, der lediglich mit seiner Körperstärke und Wendigkeit punkten kann, nicht aber wie Godzilla über eine mächtige Waffe wie den atomaren Atem verfügt.

… können die menschlichen Protagonisten nur mit offenen Mündern zusehen

Gehegt und gepflegt wird Kong unter seiner Kuppel von der anthropologischen Linguistin Dr. Ilene Andrews (Rebecca Hall) und ihrer gehörlosen Adoptivtochter Jia (Kaylee Hottle). Jia hat ein ganz besonders vertrauensvolles Verhältnis zu Kong und kann sich mit ihm sogar durch Zeichensprache verständigen. Als Godzilla außer Kontrolle geraten zu sein scheint und eine Forschungseinheit des Technologiekonzerns Apex Cybernetics angreift, machen sich Ilene, Jia und Kong gemeinsam mit dem Monarch-Geologen Dr. Nathan Lind (Alexander Skarsgård) auf den Weg in die Hohlerde.

Ring frei für die erste Runde!

Klar, etwas Story gibt es bei „Godzilla vs. Kong“ schon und sie ist tatsächlich nicht einmal grottenschlecht. Allerdings interessiert das doch sowieso niemanden, weder die Filmemacher noch die Millionen Zuschauer, die auch beim fünften Teil der Reihe wieder in die Kinos strömen werden. Schließlich geht es doch auch in der Fortsetzung von „Godzilla II – King of the Monsters“ (2019) in erster Linie darum, die Monster kämpfen zu sehen und am besten nicht nur die Titelhelden, sondern auch weitere Vertreter des MonsterVerse. So viel sei verraten: Kämpfe gibt es reichlich, gekonnt in Szene gesetzt und choreografiert. Das sieht alles so gut aus und ist dermaßen unterhaltsam, dass für mich „Godzilla vs. Kong“ die Krone des bislang besten Films der Reihe trägt.

Armes Hongkong!

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Adam Wingard haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Kyle Chandler und Alexander Skarsgård unter Schauspieler.

Kann King Kong Hongkong retten?

Länge: 114 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Godzilla vs. Kong
USA/AUS/KAN/IND 2021
Regie: Adam Wingard
Drehbuch: Eric Pearson, Max Borenstein
Besetzung: Alexander Skarsgård, Kyle Chandler, Demián Bichir, Millie Bobby Brown, Rebecca Hall, Brian Tyree Henry, Shun Oguri, Eiza González, Kaylee Hottle, Hakeem Kae-Kazim, Ronny Chieng, John Pirruccello
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Copyright 2021 by Florian Schneider

Filmplakat Trailer: © 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. Alle Rechte vorbehalten, Szenenfotos: Courtesy of Warner Bros. Pictures and Legendary Pictures, © 2021 Legendary and Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved. Godzilla TM & © Toho Co., Ltd.

 

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