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Der Panther – Rauben, morden, fliehen, verstecken

Highway 301

Von Ansgar Skulme

Krimidrama // Die US-Bundesstaaten North Carolina, Maryland und Virginia werden von einer skrupellosen Räuberbande terrorisiert. Ihr Anführer ist George Legenza (Steve Cochran) – ein eiskalter Vollblut-Egoist, der lieber seinem Betthäschen in den Rücken schießt, als auch nur das kleinste Risiko einzugehen, an die Polizei verraten zu werden. Nur, wenn er selbst Todesangst hat, zeigt dieser Legenza echte Gefühle. Mit purer Berechnung lassen sich viele Verbrechen erfolgreich gestalten, doch wenn man sich beim Beseitigen von Spuren vom Hundertsten ins Tausendste verstrickt, wird das Eis immer dünner. Ärgerlich vor allem dann, wenn mal ein Coup schiefgelaufen ist und man trotzdem nun erst einmal die Nachwehen überleben muss.

„Der Panther“ ist ein von den Warner Brothers in die Kinos gebrachtes, auf wahren Begebenheiten basierendes Prestige-Projekt von Andrew L. Stone, der sowohl für Drehbuch als auch Regie verantwortlich war. Dieser Noir startet zwar reichlich absurd mit gleich drei ziemlich hölzernen Kurz-Gastauftritten der damaligen Gouverneure von North Carolina, Maryland und Virginia, die ihm zusätzliche Glaubhaftigkeit verleihen sollen, aber eher das Gegenteil bewirken – dann jedoch folgen rund 80 Minuten wirklich spannende, mit konsequenter Kompromisslosigkeit punktende Thriller-Unterhaltung.

Lektionen im steifen Textaufsagen vor der Kamera

Vor allem das deutsche Publikum kommt bestens auf seine Kosten, da die drei Gastauftritte der Gouverneure hierzulande glücklicherweise, wohl schon für die Kinoauswertung, geschnitten wurden. Mitsamt dieser skurrilen politisch verpackten Moral-Cameos hingegen hat „Der Panther“ leider von vornherein – bis hin zum ähnlich belehrend gearteten Schlusswort des allerdings von einem Schauspieler verkörperten polizeilichen Ermittlers – recht deutlich das eine oder andere Momentum eines Propaganda-Films auf seiner Seite. Dass es hier gegen Bankräuber und Raubmörder geht, und nicht gegen Kommunisten, ändert an der Vorgehensweise mit dem erhobenen Zeigefinger und der pauschalen Glorifizierung sämtlicher Gesetzeshüter letztlich wenig, was nun einmal unschön an im selben Zeitfenster in Hollywood entstandene antikommunistische Hetzfilme erinnert. Ob die Attitüde des Propaganda-Films in so einem Fall nun statthaft ist, da der Zweck die Mittel heiligt, und es diese Kriminellen – da es um aus reiner Geldgier handelnde Diebe und Raubmörder geht – ja eventuell wirklich nicht besser verdient haben könnten, als an den Pranger gestellt zu werden, ist eine moralisch schwierige, fast schon philosophische Frage; aber zum Glück ist das allem Anschein nach wenigstens nie ein Problem der deutschen Synchronfassung gewesen.

Du kannst nicht davonlaufen!

Eine von zwei großen Stärken dieses Films ist die Darbietung von Steve Cochran in der Hauptrolle, der hier eine der besten Verkörperungen eines eiskalten Gangsters im Film noir der 40er- und 50er-Jahre hinterlässt. Dieser Faktor allein macht „Highway 301“ – wie das Werk im Original heißt – schon wichtig für das Genre. Spannend auch insofern, als Cochran in dieser Rolle einen äußerst abwertenden Umgang mit Frauen pflegt, Prügel und Mord inbegriffen. Ausgerechnet Cochran, der in Hollywood seinerzeit als Frauenheld und Schürzenjäger bekannt war. So gesehen dürfte dieser Auftritt damals manch einen Kinogänger oder vielmehr manch eine Kinogängerin gleich doppelt geschockt und einige Traumbilder zerstört haben. Es war bei weitem nicht das einzige Mal, dass Cochran einen Kriminellen spielte, aber so böse und so respektlos gegenüber der Damenwelt wie hier hat man ihn selten gesehen. Da wird der Wunsch nach Nähe knallhart von der Angst abgelöst, ihm den Rücken zuzudrehen.

Die zweite große Stärke sind drei von Andrew Stone sehr sorgfältig inszenierte, von großer Furcht im Angesicht des Todes durchzogene, spannend und mit Ausdauer in die Länge gezogene Katz-und-Maus-Spiele, in denen Cochran zweimal der Jäger ist – nur, dass er Frauen hier eben nicht jagt, um Zärtlichkeiten mit ihnen auszutauschen. Und schließlich ist er auch einmal der Gejagte. Drei denkwürdige Szenen mit wirklich harten Abschlüssen, wobei die letzte dieser drei Szenen obendrein eine recht realistisch gelungene Schießerei in einem Krankenhaus – ein durchaus perfide gewählter Handlungsort – mitbringt, die schon für sich genommen als kleines, aber feines Actionelement äußerst sehenswert ist. Man merkt allen voran diesen drei Episoden des Films sehr deutlich an, dass Stone klare Visionen hatte, die er umsetzen wollte, wofür er auch bereit war, sich einiges an Handlungszeit zu nehmen. Dass Drehbuchautor und Regisseur dieselbe Person waren, ist an diesen Stellen ziemlich gut nachvollziehbar. Irgendwann wird einem dann auch bewusst, dass der Film eigentlich nur ein recht kurzes Zeitfenster umspannt – und manchmal recht eng mit dem späteren „24“-Konzept kokettiert, Geschehnisse über lange Zeiträume in Echtzeit wiederzugeben – und dafür Dramatik und Spannung einiger Szenen besonders stark auskostet. Dass die gejagten Menschen hier vorzugsweise ziemlich wehrlos sind und zudem gern einmal der falschen Hoffnung unterliegen, bereits entkommen zu sein, ehe sie schließlich doch noch ins offene Messer laufen, lässt „Highway 301“ zu einem ausgesprochen bösen und heimtückischen Noir werden, der ein manchmal regelrecht Elemente des italienischen Giallo vorwegnehmendes Gesicht zeigt. Einigen Kritikern war das erheblich zu reißerisch – vielleicht ist dieser Aspekt aber auch gerade ein Zeichen dafür, dass dieser Film seiner Zeit voraus war. So oder so ist er mehr als nur ein Geheimtipp, spielte weltweit etwa das Dreifache seiner Produktionskosten, allein über Kinoauswertungen, ein und kann somit in jedem Fall als Publikumserfolg gewertet werden.

Bekannte Gesichter in frühen Rollen – vor der Kamera und hinter dem Mikrofon

Nicht zuletzt ist da der Bonuspunkt, dass man die später in einigen durchaus bedeutenden Filmen und großen Rollen zu sehen gewesenen Richard Egan und Robert Webber hier ganz früh in ihrer Karriere, als Teil der Räuberbande, erleben darf. Ergänzt von Wally Cassell in der Rolle von George Legenzas engstem Vertrauten. Cassell beendete zwar schon Mitte der 60er-Jahre seine Laufbahn als Film- und Fernsehschauspieler, starb aber erst 2015 im stolzen Alter von 103 Jahren, was ihn zu einem der am ältesten geworden Menschen macht, die jemals in Hollywood als Schauspieler tätig waren. Der abenteuerlustige Steve Cochran war zu dem Zeitpunkt bereits knapp 50 Jahre tot – 1965 im Alter von nur 48 Jahren an Bord seiner Yacht vor der Küste Guatemalas gestorben. Standesgemäß in alleiniger Begleitung von drei mexikanischen Girls. Eine üble Tragödie, zumal die jungen Frauen nicht wussten, wie man das Schiff bedient, und daher etwa zehn Tage mit dem Leichnam umhertrieben, ehe die Yacht schließlich an Land gespült wurde. Gerüchte, Cochran sei vergiftet worden, konnten nicht erhärtet werden.

Ähnlich wie Robert Webber und Richard Egan vor der Kamera, kamen auch für die deutsche Synchronfassung mehrere erst später (nicht nur hinter dem Mikrofon) ziemlich populär gewordene Schauspieler zum Einsatz: Wolfgang Kieling („Der zerrissene Vorhang”) ist als Stimme von Robert Webber zu hören, Erik Ode („Der Kommissar“) für Wally Cassell. Die Hauptrolle beziehungsweise in der deutschen Fassung „Der Panther“ gleichzeitig auch Titelrolle spricht der mit seiner Stimme, passend zum Part des George Legenza hier, unter anderem auf eiskalte Vollstrecker spezialisiert gewesene Friedrich Joloff („Raumpatrouille Orion“). Die Synchronfassung ist überzeugend gelungen, atmosphärisch dicht und versiert besetzt. Was diesem Film einzig fehlt, ist eine digitale Veröffentlichung in Deutschland. In den USA gibt es schon seit knapp zehn Jahren eine im Rahmen der „Warner Archive Collection“ erschienene DVD – wir warten.

Veröffentlichung (USA): 2. Dezember 2009 als DVD

Länge: 83 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Highway 301
USA 1950
Regie: Andrew L. Stone
Drehbuch: Andrew L. Stone
Besetzung: Steve Cochran, Virginia Grey, Gaby André, Edmon Ryan, Robert Webber, Wally Cassell, Aline Towne, Richard Egan, Edward Norris, John McGuire
Verleih: Warner Brothers

Copyright 2019 by Ansgar Skulme
Filmplakat: Fair Use

 

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Miami Exposé – Im Genre der hartgekochten Bullen

Miami Exposé

Von Ansgar Skulme

Krimidrama // Ein Flugzeug explodiert, bald darauf wird ein führender Polizeibeamter Miamis ermordet aufgefunden. Umstände, die Lieutenant Bart Scott (Lee J. Cobb) dazu zwingen, seinen geplanten Rückzug aus dem Polizeidienst vorerst auf Eis zu legen. Seine Verlobte (Eleanore Tanin) hat bereits ihren früheren Mann im Polizeieinsatz verloren und erwartet daher von Scott den Ausstieg vor der Hochzeit. Der jedoch ist, trotz gewachsener Vernunft und Altersweisheit, im Grunde seines Herzens immer noch einer von der ganz abgebrühten Sorte. Er will und muss den Tod seines Freundes und Vorgesetzten persönlich aufklären, das ist er sich und ihm schuldig. Es dauert nicht lange, schon ist Scott auf dem Weg nach Kuba, um eine flüchtige Zeugin (Patricia Medina) einzufangen, mit deren Hilfe er vielleicht den Fall lösen und die in Miami sitzenden Drahtzieher entlarven kann.

Mit einem semi-dokumentarischen Cameo des damaligen Bürgermeisters von Miami, Randy Christmas, der sich vorab belehrend ans Publikum wendet, startet „Miami Exposé“ zunächst eher bieder in seine Geschichte (so ähnlich findet man es übrigens auch in anderen Noirs dieser Epoche mit verschiedenen Verantwortungs- und Würdenträgern). Dann allerdings folgt ein augenscheinlich von Jules Dassins großem Noir-Klassiker „Stadt ohne Maske“ (1948) inspirierter Off-Erzähler – bei Dassin so spannend und stilbildend wie kaum ein anderer Erzähler im gesamten Noir-Corpus – und reißt das Ruder blitzschnell herum, nur viel mehr Raum bekommt dieser Erzähler dann überraschenderweise nicht. Dem Rest der Geschichte merkt man bedauerlicherweise das niedrige Budget teils ziemlich deutlich an, jedoch überrascht das im Großen und Ganzen bestenfalls durchschnittliche Krimidrama mit einem der aus meiner Sicht potenzialreichsten Ermittler der Noir-Geschichte.

Cobb als abgebrühter Cop

Eine schöne Eigenheit des Noirs ist, dass hier auch mal Darsteller und Typen das Gesetz vertreten, die man auf den ersten Blick vielleicht eher auf Seiten der Gangster verorten würde. Für das klassische Hollywood als Heldenbild ein ansonsten eher ungewöhnliches Szenario. Es geht oft, im Vergleich mit anderen Genres, besonders wenig um edle, hübsche, junge Helden oder gar Strahlemänner, sondern um kernige Kerle. Harte Bandagen werden mit noch härteren Gesetzeshütern bekämpft – finster aussehende Männer tun hässliche Dinge, um üble Gesellen in den Griff zu bekommen.

Lee J. Cobb beweist in „Miami Exposé“ recht schnell, dass er den harten Hund vom Dienst sehr glaubhaft darzustellen vermochte und die dafür geeigneten Posen auch gut verstanden hatte. Dieser Film ist für viele Beteiligte kein Aushängeschild, für Cobb allerdings geradezu ein Bewerbungsschreiben. Man möchte fast ein wenig wehmütig werden, dass er eine derartige Hauptrolle nicht zeitnah in wesentlich größeren Produktionen wiederholen durfte. Ihm kauft man wirklich ab, dass der von ihm verkörperte Police Lieutenant eine ganze Menge gesehen, erlebt und überlebt hat. Ein Filmbulle der Sorte, die sich mit Kippe im Mundwinkel und einem bereits brennenden Streichholz in der Hand noch die Zeit nimmt, einfach mal innezuhalten, um dann mit verbrauchter Stimme einen trockenen Spruch rauszuhauen.

Tubbs auf der anderen Seite des Gesetzes

Sehenswert ist das Krimidrama zudem auch als finales Projekt von Edward Arnold („Meet Nero Wolfe“), der während der Produktion starb, mehrere Monate vor dem Kinostart. Ob es tatsächlich ein Zufall sein kann, dass seine Rolle in diesem in Miami spielenden Film den eher ungewöhnlichen Nachnamen Tubbs trägt, der knapp 30 Jahre später schließlich auch einer der beiden Hauptrollen der 80er-Kultserie „Miami Vice“ übertragen wurde, möchte man fast bezweifeln – zumal Miami für den Film noir auch ein vergleichsweise ungewöhnlicher Handlungsort ist und „Miami Exposé“ sich mit „Miami Vice“ somit in gewisser Weise eine Klinke in die Hand gibt. Für Fans von Edward Arnold dürfte „Miami Exposé“ aber eine gewisse Bewährungsprobe gewesen sein. Nicht nur, weil man ihn auch aus erheblich teureren Filmen kannte. Um dies genauer zu erklären, ist jedoch ein kurzer Spoiler notwendig. Wer den überspringen will, liest einfach ab der nächsten Zwischenüberschrift weiter.

Ob Edward Arnold die für ihn geplanten Szenen abschließen konnte, ist schwer zu rekonstruieren, jedoch wirkt der Film gen Ende in jedem Fall zumindest ein wenig, als würden Bausteine fehlen – unter anderem kommen die zum Titel beitragenden Exposés, deren Inhalte die Grundlage für die Erpressung diverser Einflussträger bilden sollen, eigentlich kaum zur Geltung. Gruselig allerdings ist, dass eine Schlussszene mit Edward Arnold durchaus vorhanden ist, in der dieser hervorragende Mime regungslos, wie paralysiert, einem Opfer gegenübersitzt, das er gerade erschossen hat. Eine finale Szene mit einem Schauspieler in Schockstarre, der dabei nahezu aussieht als hätte er soeben einen Schlaganfall erlitten, welcher wenig später dann wirklich starb, ist schon ziemlich starker Tobak. Zumal er dann auch nicht mehr spricht, obwohl seine Figur nicht erschossen wurde, sondern jemand anderen erschossen hat, wirkt es für Augenblicke geradezu als sei er kurz vor oder mitten in seiner letzten Szene mit offenen Augen vor der Kamera verstorben. Der Nachgeschmack ist bitter – auf eine Art allerdings auch ein bärenstarker Abgang von der Leinwand, nach großartiger Karriere, der im Gedächtnis bleibt.

Sterne von Columbia

Da es sich um eine Regiearbeit von Fred F. Sears, mit Patricia Medina in der größten Damenrolle und beispielsweise Michael Granger in einer Nebenrolle handelt, merkt man – unabhängig von Cobb und Arnold – recht schnell, dass man sich in einem 50er-Jahre-Columbia-Film befindet. Zugegeben: Sears hat sicherlich einige bessere Filme als „Miami Exposé“ gedreht. Vor allem aus den Szenen mit Edward Arnold und seinem krummen Geschäftspartner, der von Alan Napier gespielt wird, hätte man wesentlich mehr herauskitzeln können. Sowohl Napier als auch Arnold haben zwar schon allein ihres Aussehens wegen eine so starke, charismatische Leinwandpräsenz, dass gewissermaßen ihre bloße Anwesenheit ein Statement ist – aber, dass sie deutlich unterfordert wirken, wenn man sie aus anderen Rollen kennt, ist dennoch schade. Zudem setzt der Film auch den Showdown ziemlich in den Sand.

Patricia Medina wiederum merkt man für meinen Geschmack immer wieder an, dass sie mehr Talent hatte, als es viele ihrer B-Filmrollen hergaben. Darunter auch eine gesunde Portion Selbstironie, die sie vor der Kamera zu zeigen bereit schien. Ich assoziiere sie allerdings aus heutiger Sicht so stark mit Columbia Pictures wie kaum eine andere Dame des 50er-Hollywoods. Mehr Abwechslung im Stil von Orson Welles’ „Herr Satan persönlich!“ (1955) hätte ihrer Karriere vermutlich gutgetan. Ein Regisseur wie Welles hätte vermutlich nicht auf sie gesetzt, wäre da nicht ein gewisses Etwas der ganz besonderen Art gewesen. Bereits kurz nach „Miami Exposé“ kippte ihre Karriere sehr stark weg vom Kino, in Richtung von Gastrollen in TV-Serien.

Michael Granger, der hier den Gangster Ascot spielt, ist mir vor allem durch seine wenigen, aber prägnanten Interpretationen von Indianerhäuptlingen im 50er-Jahre-Hollywood-Western im Gedächtnis geblieben, wo mir seine sehr ruhig und besonnen wirkende Rollenauslegung gut gefiel und mich an zuvor gesehene Karl-May-Filme aus den 60er-Jahren erinnerte. Ein Ansatz, den ich für das 50er-Hollywood in der Form als eher untypisch empfand. Gemeint ist insbesondere seine Darbietung in „Battle of Rogue River“ (1954), ergänzend kann man „Fort der Rache“ (1953) hinzuziehen. Als Gangster, wie hier in „Miami Exposé“, hat er ebenfalls etwas Stilbildendes an sich. Er hätte vermutlich einen guten Al Capone abgegeben – im gleichnamigen Biopic von 1959 verkörperte jedoch Rod Steiger diese Rolle. Granger war, aufgrund seiner prägnanten, angenehm tiefen Stimme in späteren Jahren eher vor dem Mikrofon als im Bild gefragt. Nach über 15 Jahren Pause von Kino- sowie Fernsehrollen vor der Kamera feierte er 1977 in einer Folge von „Kojak – Einsatz in Manhattan“ eine Art kurzes TV-Comeback, ehe er 1981 im Alter von nur 58 Jahren starb. Ein gutes Beispiel für einen meiner Meinung nach völlig unterschätzten Schauspieler des 50er-Hollywoods, der leider nicht viel über einige TV-Rollen und ein paar größere Kinorollen in relativ kostengünstigen Produktionen sowie ein paar kleinere Rollen in größeren Filmen hinauskam, zwischen die sich auch mehrfach ungenannte Auftritte mit sehr kleinen Parts gesellten. Karriereverläufe dieser Art sind in diesem Kapitel der Filmgeschichte keine Rarität – auch bei talentierten Darstellern nicht. Der Produzent Sam Katzman setzte mehrfach auf ihn, wodurch unter anderem alle drei namentlich in den Credits genannten Auftritte von Michael Granger in Filmen unter der Regie von Fred F. Sears – darunter „Miami Exposé“ – und eine gewisse Bindung zu Columbia Pictures für wenige Jahre zustande kamen.

Sicher ist nur, dass man sterben muss

Obwohl sich Lee J. Cobb mit der Zeit durchaus einen gewissen Namen gemacht hat, hat es dieses Krimidrama selbst in den USA bis heute leider nicht auf DVD geschafft. Eine deutsche Synchronfassung wurde offenbar nie erstellt. Mag auch sonst nicht viel für „Miami Exposé“ sprechen, halte ich die Aspekte, Cobb hier mal in einer 50er-Hauptrolle sehen zu können und dass man Edward Arnolds Abschiedsvorstellung noch dazu bekommt, schon einmal für gute Argumente, die diesen Film interessant machen. Zudem wäre „Miami Exposé“ bei mir, der Darbietung Lee J. Cobbs wegen, auf jedem noch so kleinen Filmstapel vertreten, würde mich jemand um Tipps für besonders griffige Polizistendarstellungen im Film noir fragen, die bis heute als Inspiration Sinn machen, wenn man im Geiste dieses Genres agieren will. „Miami Exposé“ ist für den US-Noir der 50er phasenweise in etwa das, was „Ein Dollar zwischen den Zähnen“ (1967) für den Italowestern ist – ein Film, dem man das geringe Budget konstant anmerkt, der mit einigen schauspielerischen Nadelstichen aber bemerkenswert zielsicher ins Schwarze trifft und sogar stellenweise großartige Momente generiert, die die eine oder andere wichtige Zutat des Genres erstaunlich gut zu repräsentieren vermögen. Der Film noir braucht Figuren – darunter auch Gesetzeshüter –, die den Eindruck vermitteln, dass ihre erste Idee, wenn sie den Sensenmann bei sich daheim im Wandschrank fänden, wäre, ihm eine Zigarette anzubieten und ihm erst mal Feuer zu geben, ehe über den Rest abgerechnet wird. Zumindest diese eine Hausaufgabe macht „Miami Exposé“ absolut bravourös und sticht dahingehend viel Konkurrenz aus – das ist eine ganze Menge wert.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Lee J. Cobb sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Länge: 73 Min.
Altersfreigabe: FSK ungeprüft
Originaltitel: Miami Exposé
USA 1956
Regie: Fred F. Sears
Drehbuch: Robert E. Kent
Besetzung: Lee J. Cobb, Patricia Medina, Edward Arnold, Alan Napier, Michael Granger, Harry Lauter, Eleanore Tanin, Chris Alcaide, Hugh Sanders, Barry L. Connors
Verleih: Columbia Pictures

Copyright 2019 by Ansgar Skulme
Filmplakat: Fair Use

 

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Mördersyndikat San Francisco – Wer nicht für uns ist, ist gegen uns

Hoodlum Empire

Von Ansgar Skulme

Krimidrama // Gangsterboss Nicholas Mancani (Luther Adler) muss sich vor einer Grand Jury für die ihm zur Last gelegten Taten verantworten. Die Senatoren unter Federführung von Bill Stephens (Brian Donlevy) wollen insbesondere der Ausbeutung durch Glücksspiel ans Leder, bei der die organisierten Kriminellen keinen Halt davor machen, kleinen Kindern auf dem Schulweg mit eigens platzierten Automaten das Geld fürs Frühstück aus der Tasche zu ziehen. Wenn es sein muss wird dabei auch mit simplen, aber dreisten Hilfsmitteln gearbeitet, damit selbst die Kleinsten an die Münzschlitze gelangen können. Befragt werden neben dem Boss unter anderem enge Freunde und vermutete Untergebene Mancanis, wie etwa Charles Pignatalli (Forrest Tucker), der schnell einmal über Leichen geht, wenn er nervös wird. Zwischen den Fronten steht Joe Gray (John Russell) – dieser hat zwar vor dem Kriegsdienst unter den Augen seines großzügigen Onkels „Nick“ Mancani das eine oder andere Ding gedreht, wollte nach der Heimkehr aber nicht ins mittlerweile deutlich gewachsene Mancani-Imperium einsteigen. Doch wen man weder für sich arbeiten lassen noch kaufen kann, dem kann man eventuell zumindest empfindliche Glaubwürdigkeits- oder Überlebensprobleme verschaffen.

Manch ein Italo-Amerikaner fühlte sich von dieser Erzählung zum Kinostart schon allein aufgrund der Namen der Kriminellen reichlich auf die Füße getreten. Doch nicht nur wer vom Film noir eine Kompromisslosigkeit dergestalt erwartet, dass auch Szenen mit bereits verzweifelt am Boden liegenden Frauen denkbar sind, die wehrlos von in ihrer Ehre gekränkten Gangstern erschossen werden, findet in „Mördersyndikat San Francisco“ in jedem Fall einen treffenden, giftigen Genrebeitrag. Ein Film, der die düstersten Schattierungen des Noirs mit gesellschaftspolitisch ambitionierten Ansätzen kreuzt.

Mamma Mia!

Man kann diese von den seinerzeit topaktuellen, sogenannten Kefauver-Hearings inspirierte Produktion sicherlich als Prestige-Projekt der Republic Pictures verstehen – unschwer an der Besetzung diverser aus berühmten Projekten wesentlich größerer Studios bekannter Charakterdarsteller zu erkennen, darunter mehrere hauptrollenaffine Recken mit Star-Qualitäten. Die Anbindung an die wahren Geschehnisse erklärt letztlich auch die Vergabe der Namen der Figuren, wenngleich man dem Film vermutlich einen Gefallen damit getan hätte, zumindest etwas mehr darauf einzugehen, dass es natürlich auch Kriminelle im Umfeld der im Zentrum der Handlung agierenden Charaktere gab, in deren Adern kein italienisches Blut floss. Ärgerlich ist das aber eigentlich nur insofern, als es völlig unproblematisch möglich gewesen wäre, mit ein paar wenigen Dialogen diverse Verflechtungen mehr zu zeigen, aber nicht, weil der Film sich mit dem nichtsdestotrotz gewählten Ansatz waghalsig auf Glatteis begäbe. Die Problematik liegt eher bei den Anhörungen selbst, die im Rückblick ebenfalls mit dem Vorwurf konfrontiert wurden, sich zu einseitig auf die italo-amerikanische Mafia eingeschossen zu haben. Der Film reproduziert diese Einseitigkeit lediglich, wenn auch ohne die Fragwürdigkeit der Konstellation merklich zu reflektieren oder eben die Option zu nutzen, dass man spielend einige Schritte weiter hätte gehen können.

Der Star ist die Mannschaft

Unabhängig davon, wie sehr man diesem Thriller das etwas unglückliche Treiben im Fahrwasser fragwürdig verlaufener wahrer Begebenheiten nun ankreiden will, ist „Mördersyndikat San Francisco“ zunächst einmal ein recht gut geeignetes Beispiel für einen Film, dessen Ensemble vor der Kamera in der Lage ist, allen Widrigkeiten zu trotzen – was gerade bei einem eher kleinen Studio wie Republic Pictures ein löblicher Umstand ist.

Dem Story-Verlauf nach wäre eigentlich die Rolle von John Russell an erster Stelle des Vorspanns zu nennen, würde man einem klassischen Hollywood-Muster folgen. Doch um sich nach solchen Gepflogenheiten zu richten, hat dieser Film einfach zu viele bekannte Gesichter im Gepäck, darunter auch Namen, mit denen Russell damals noch nicht hätte mithalten können. So geht der erste Platz in den Credits an Brian Donlevy, während einem Forrest Tucker – der bei Republic seinerzeit auch schon als Führungskraft vor der Kamera eingesetzt worden war – hier mal wieder eine Sidekick-Rolle zukommt. Und schauspielerisch reißen insbesondere Luther Adler und Gene Lockhart ihre jeweiligen Szenen an sich – Adler als charismatischer Gangsterboss, Lockhart als verbissen gegen das Verbrechen keifender Senator –, während sich Claire Trevor in dem männerdominierten Cast in einer tragischen Damenrolle sehr würdevoll und schließlich auch berührend präsentiert. Geplant waren offenbar auch Einsätze von Joseph Cotten und George Raft, die letztlich aber nicht realisiert wurden.

Sogar die ehemalige Eiskunstläuferin Vera Ralston, deren gesamte Filmkarriere von Republic Pictures umspannt wurde, gibt in „Mördersyndikat San Francisco“ eine recht überzeugende Vorstellung als schüchterne, aber durch Kriegserfahrungen geprägte und gereifte Europäerin vom Lande. Kritik an ihren Darbietungen hängt sich oft daran auf, dass sie mit dem wesentlich älteren Republic-Pictures-Gründer Herbert J. Yates liiert war – frei nach dem Motto, sie hätte ihre Engagements vor der Kamera nicht durch Talent, sondern persönliche Beziehungen bekommen. Angeblich waren fast alle ihrer insgesamt weniger als 30 Filme kommerzielle Misserfolge, dennoch erhielt sie bis zum frühzeitigen Ende ihrer Filmkarriere 1958 konstant umfangreiche Spielfilmparts bei Republic. Yates wurde Vetternwirtschaft vorgeworfen und sein Festhalten an Ralston vor der Kamera gilt als einer der Gründe, warum er sich schließlich von der Spitze der Republic Pictures zurückziehen musste. Die These, dass Vera Ralston ungewöhnlich talentfrei war, halte ich allerdings für deutlich überzogen. Sicherlich spielte sie überwiegend eher belanglose Figuren – wenn man sich jedoch vergegenwärtigt, wie viele belanglose Frauenrollen das damalige Hollywood zu bieten hat, ist das mit Sicherheit nicht einmal ansatzweise so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal, schauspielerisches Vermögen oder Unvermögen der Beteiligten eingerechnet. Und sie war gewiss nicht die einzige Frau in Hollywood, die maßgeblich von persönlichen Beziehungen profitierte und sich darüber eine langjährige Karriere aufbaute. Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Kane war ihr Schicksal

Ein ähnliches Opfer oberflächlicher Kritik ist auch der Regisseur des Films, Joseph Kane. Er sogar noch wesentlich deutlicher zu Unrecht, wie ich finde. Kritikern und Wissenschaftlern, die von einem Regisseur regelrecht zwingend erwarten, dass er durch seine ästhetische Handschrift oder spezielle narrative Elemente ständig, wenn nicht gar redundant, also auffällig, auf sich selbst hinweist – indem er immer wieder mit bestimmten Stilmitteln deutlich werden lässt, dass es sich eindeutig um einen Film von ihm handelt –, sind Regisseure wie Kane ein Dorn im Auge. Regisseure wie Joseph Kane waren es allerdings, die vergleichsweise kleine Produktionsfirmen wie Republic Pictures im Hollywood der 30er bis 50er am Laufen hielten. Vielfilmer, deren Kunst das solide Unterhalten und Beherrschen diverser kommerziell relevanter Genres war, die aber auch die Fähigkeit besaßen, den Schauspielern die Bühne zu überlassen, was durchaus gewisse Vorzüge haben kann – und die ihre Kameramänner auch einfach mal ohne Stress eher altmodisch filmen ließen, weil schlicht und ergreifend ja auch eigentlich gar nichts dagegen spricht, einem schon für damalige Verhältnisse recht klassischen Look verhaftet zu bleiben, solange es nicht jeder macht. Stilistisch-ästhetisch unspektakulär zu sein, muss nicht immer negativ sein, sondern bringt unter Umständen sogar eine Art Mehr an Objektivität ins Spiel. Da kann aus der Not im besten Fall sogar eine Tugend werden. Kurios: In „Mördersyndikat San Francisco“ passt es obendrein recht gut zur mehrfach mit Rückblenden in die Vergangenheit greifenden Handlung, dass auch die Kameraarbeit an Filme der 30er und 40er erinnert.

Regisseure des Schlages von Joseph Kane waren im damaligen Hollywood des Öfteren quer durch diverse auf Spannung und Abenteuer abzielende Genres unterwegs – meist angeführt vom Western, über exotische Abenteuerfilme bis hin zu Kriegsfilmen und Noir-Krimis. Letzten Endes sind es gerade die Filme von Regisseuren wie Kane, die einem immer wieder bewusst machen, dass es beim Film eben nicht zwingend darum gehen muss, im Nachhinein über den „Einfluss des Regisseurs“ oder seinen „Blickwinkel“ zu philosophieren. Filme erzählen in erster Linie Geschichten und nur Filme als hochwertig einzustufen, in denen der Regisseur eine auffallende, sich bewusst oder unbewusst in den Vordergrund drängende Handschrift hat, halte ich für bedenklich eindimensional. Auch ob man in derartigen Kontexten mit abwertenden Differenzierungen arbeiten sollte, wie etwa, wenn man von „trivialer Dramaturgie“ oder „Trivialliteratur“ spricht – womit eine Art der Literatur gemeint ist, die vergleichbar ist mit der Art wie ein Joseph Kane Filme drehte – halte ich für sehr diskutabel. Und wer das tut, darf sich zumindest nicht beschweren, wenn umgekehrt das Autorenkino hin und wieder Stempel wie „verkünstelt“ oder „langweilig“ bekommt.

Kino wird erst vielfältig und spannend, wenn manchmal im Film eine Komponente wie die „Handschrift des Regisseurs“ eben auch einmal weitgehend wegfällt und dafür andere Bestandteile des Films an Gewicht gewinnen. Letztlich ist das Kino von Dauerbrenner-Regisseuren wie Joseph Kane, Lesley Selander oder Fred F. Sears, wenn man so will, quasi der frühzeitige, radikale Gegenentwurf zum Autorenkino. Das mag nicht so intendiert gewesen sein – zumal der Typ „Autor“ unter den Kino-Regisseuren damals sowieso noch weniger verbreitet war –, ist aber verdammt gut so. Der Charme, den beispielsweise das Genre Western bis heute hat, wäre ohne Kanten wie Kane, Selander oder Sears überhaupt nicht möglich gewesen – Regisseure wie John Ford oder Howard Hawks machen nur einen Bruchteil des Genres aus. Und gerade der Erfolg des klassischen Hollywood-Westerns bis heute belegt die Sinnhaftigkeit eines der am nachhaltigsten, bei einem relativ breit gefächerten Publikum funktionierenden Konzepte des klassischen Kinos. Dass der Western noch heute mehr als jedes andere Filmgenre in vielen großen Märkten in Deutschland eine eigene Sektion bekommt, damit man die Filme des Genres im Verkaufsregal schneller findet, obwohl die meisten dort zu findenden Produktionen zwischen 50 und 80 Jahren alt sind, ist ja alles andere als Zufall. Artifizielle oder auffallend bemüht nach Realismus strebende Filme sind gut und schön – aber auch anderes sollte man als filmhistorisch relevant anerkennen können, vor allem wenn es nachweislich über Jahrzehnte den Nerv eines relativ großen Publikums trifft.

Mehr Republic für die Bundesrepublik

In den USA gibt es „Mördersyndikat San Francisco“ schon seit 2013 auf Blu-ray und DVD. Der deutsche Markt könnte sich, im Falle eines Erscheinens hierzulande, auf eine wunderbare klassische Synchronisation von 1955 freuen, die im Auftrag des Verleihs „Gloria“ erstellt wurde, der in Deutschland damals auf den Vertrieb von Republic-Pictures-Filmen abonniert war. Mit dabei: der bis ins hohe Alter aktiv gewesene, heute legendäre Friedrich Schoenfelder in einer ganz frühen Hauptrolle – überraschend als Stimme von Brian Donlevy besetzt. Eine Zeit lang hat sich insbesondere das Label „Filmjuwelen“ in Deutschland um DVD-Veröffentlichungen diverser Republic-Pictures-Klassiker gekümmert. Generell aber gilt, dass selbst der Film noir des US-Kinos der 40er und 50er hinsichtlich DVD-Veröffentlichungen hierzulande noch bei Weitem nicht so gut erschlossen ist wie der Western oder, nach meinem Empfinden, auch der Kriegsfilm derselben Epoche. Es besteht ein gewisser Nachholbedarf, da nach wie vor etliche wirklich gute, teils auch international recht populäre klassische US-Noirs einer DVD-Veröffentlichung in Deutschland harren. „Mördersyndikat San Francisco“ ist in Relation dazu eher so etwas wie ein Geheimtipp, aber Geheimtipps dieser Größenordnung haben im Western in den vergangenen Jahren dutzendweise den Sprung in unsere DVD-Regale geschafft. Die ungleiche Behandlung der Genres ist da momentan leider ein Hemmnis. Als kämpferisches Statement gegen organisierte Kriminalität in Verbindung mit taffen Noir-Elementen und ein paar wirklich starken schauspielerischen Leistungen sowie etlichen Charakterköpfen, ist „Mördersyndikat San Francisco“ eine klare Empfehlung für Freunde des US-Thrillers der 40er und 50er in Schwarz-Weiß.

Veröffentlichung (USA): 30. April 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 98 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Hoodlum Empire
USA 1952
Regie: Joseph Kane
Drehbuch: Bob Considine, Bruce Manning
Besetzung: Brian Donlevy, Claire Trevor, Luther Adler, John Russell, Forrest Tucker, Gene Lockhart, Vera Ralston, Grant Withers, Taylor Holmes, Douglas Kennedy
Verleih: Republic Pictures

Copyright 2019 by Ansgar Skulme
Filmplakat: Fair Use

 

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