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Der Tango: Von Buenos Aires über Helsinki nach Hamburg

FINtango – Erstes Finnisches Tangofestival in Deutschland

FINtango? Was’n das? Tango kommt doch aus Argentinien!? Was haben die Finnen mit Tango zu schaffen? Oha – eine ganze Menge! Wiki schreibt: 1913, als Europa im Tangofieber taumelte, nach Finnland gekommen, habe der Tango den Finnen Kraft gegeben, die russische Unterdrückung zu ertragen.

Wie auch immer – nun also Hamburg im September 2013: Die Hansestadt ist Gastgeber des Ersten Finnischen Tangofestivals in Deutschland. Schirmherr ist – Trommelwirbel – Aki Kaurismäki. Der finnische Regisseur von Filmperlen wie „Leningrad Cowboys Go America“, „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ und „Le Havre“ setzt in seinen Werken gern mal finnischen Tango ein.

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Tangon Taikaa (Foto: Katja Ruge)

„Tango hat in Finnland eine große Tradition, die Musik ist fest im Leben der Finnen verankert. Vor allem um die Zeit der Mitternachtssonne gehört Tango zum alltäglichen Leben“, erklärt Timo Valtonen, Leiter des FINtango-Festivals. In Finnland werde Tangomusik bei festlichen Gelegenheiten gespielt, in Gaststätten und auf den Fährschiffen, vor allem aber im Sommer beim sogenannten Lavatanssi – Tanz auf dem Bretterboden. Sogar in Fußgängerzonen sei er anzutreffen. FINtango bringt nun das finnische Lebensgefühl und die Mitternachtssonne nach Hamburg.

Los geht’s am Freitag, 27. September. Bis Sonntag, 29. September, werden die Facetten des finnischen Tangos von verschiedenen Seiten beleuchtet. Das Musikprogramm bietet u. a. den finnischen Tangokönig Amadeus Lundberg auf. Tangokönig – was es nicht alles gibt … Auch die populäre finnische Tangoband Tangon Taikaa wird erwartet – kein Wunder, ist ihr Sänger doch Festivalleiter Valtonen persönlich. Der Name der Formation bedeutet „Zauber des Tango“. Eine weitere Künstlerin beim Festival: Johanna Juhola, die 2007 dank ihres Auftritts im Rahmenprogramm des Eurovision Song Contest europaweit bekannt wurde.

In der Alfred-Schnittke-Akademie an der Max-Brauer-Allee in Altona kann an allen drei Tagen des Festivals eine Ausstellung besucht werden. Unter dem Titel „100 Jahre Finnischer Tango – 1913 bis 2013 – Die Jubiläumsausstellung“ können Interessierte ihr Wissen über den Wikipedia-Artikel hinaus aufbauen und erweitern. Die feierliche Ausstellungseröffnung am Freitag um 20 Uhr ist gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung des Festivals. Es moderiert „Grand FINtango Lady“ Maarit Niiniluoto (verlinkt zu ihrem finnischen Wiki-Artikel, kleiner Scherz).

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Tangokönig Amadeus Lundberg

Finnischer Tango – war da nicht noch was? Ah – tanzen! „Jeder kann Tango tanzen“, behaupten die Veranstalter des Festivals zur Vorstellung ihres Tanzprogramms. Immerhin – laut Wikipedia reicht zur Beherrschung des finnischen Tangos der Grundschritt. Außerdem sei das Ganze weniger Performance, sondern gelte mehr als Freizeitvergnügen. Also ab zu einem der fünf Crashkurse! Sie finden bei passendem Wetter vor dem Altonaer Museum statt; bei Nässe geht’s in die Aula des Museums. Die eigens aus Finnland angereisten Tanzlehrer wollen tanzfaulen Hanseaten Beine machen – aber gemütlich soll’s bleiben. Ein Akkordeonspieler wird für die musikalische Untermalung der Crashkurse zuständig sein. Die Teilnahme an einem der Kurse kostet zehn Euro, ermäßigt sechs Euro.

Ein finnisches Festival wäre nicht vollständig ohne Sauna – Klischees müssen schließlich bisweilen auch mal zutreffen. Daher wird es eine Sauna-Bar geben, die vor dem Altonaer Museum zum Schwitzen und Konsum von Kaltgetränken einlädt.

Zur vollständigen Programmübersicht des Festivals geht’s hier, Informationen über Eintrittspreise und den bereits laufenden Vorverkauf sind hier zu finden.

Copyright 2013 by Volker Schönenberger


Fotos: © 2013 FINtango.de
Videos: © 2012 Johanna Juhola

 
2 Kommentare

Verfasst von - 2013/09/07 in Musik, Veranstaltungen

 

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