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Eden Log – Was geht hier vor?

Eden Log

Von Volker Schönenberger

SF-Horror // Seit Tausenden von Jahren entwickelt sich der Mensch Tag für Tag immer weiter weg von seinen animalischen Anfängen. Mit enormer Kraft und nicht ohne Stolz steigt er von Ast zu Ast des Baumes der Evolution. Doch wohin wird ihn diese Reise führen? Wie kann er sicher sein, dass sie nicht ein Weg zurück in den verwilderten Garten ist, in dem alles seinen Anfang hatte? Willkommen in EDEN LOG. Nach dieser kryptischen Texteinblendung zu Beginn folgt eine weitere – aus der Genesis, dem ersten Buch Mose, Vers 3.23: Da wies ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.

Mit der Botanikerin, die ihn erst einfing …

In einer finsteren Höhle findet sich ein bibbernder, verwirrter Mann (Clovis Cornillac) in einer Schlammgrube wieder. Unstet blinkendes Licht offenbart nur wenig Umgebung, immerhin kann er sich bald eine Taschenlampe sichern. Er entdeckt eine stählerne Drehtür, die er mit etwas Mühe sogar überwinden kann. Er erkennt technologische Geräte, verwaist und vor sich hin rottend, einiges funktioniert, anderes nicht. An einer Wand findet sich ein anderer Mann, gequält, wirkt wie mit einer Wurzel verwachsen. Eine andere Wand zeigt als Logo einen Baum samt Krone und Wurzeln, dazu den Schriftzug „Eden Log“.

Mutanten und eine Botanikerin

Noch etwas weiter erblickt er drei weitere Männer, die jemanden suchen – am Ende ihn? Mutiert wirkende Kreaturen von humanoider Form nehmen seine Witterung auf, jagen ihn. Eine Person (Vimala Pons) im Schutzanzug vertreibt sie, rettet ihn damit, fängt ihn im Gegenzug aber mit einem Netz ein. Sie äußert ihm gegenüber, die Botanikerin zu sein. Was geht hier vor?

… tastet sich der Mann eine Weile voran

Düster und anfangs in Schwarz-Weiß/Monochrom inszeniert, einen minimalen Blaustich glaubte ich zu entdecken, und beizeiten kommt auch Farbe hinzu, viele Licht- und Schattenwechsel – „Eden Log“ zeigt sich mit ausdrucksstarken Bildern vom deutschen expressionistischen Film inspiriert.

Was geht hier vor?

Ein weiteres bestimmendes Merkmal des Films: die Rätselhaftigkeit. Wir tappen ebenso im Dunkeln wie der Protagonist, der sich langsam durch das so finstere wie feuchte Labyrinth aus mehreren Stockwerken nach oben arbeitet. Vielleicht wissen wir sogar noch weniger als er, denn was er erkennt oder sich zusammenreimen kann, können wir nur ahnen. Er scheint an Gedächtnisverlust zu leiden, doch wie weit dieser geht, lässt sich nur raten. Eine Pflanze ist von zentraler Bedeutung, so viel wird bald deutlich. Sie schlägt mächtige Wurzeln. Sind sie auch für die Mutationen verantwortlich? Welchen Daseinszweck verfolgt das Unternehmen „Eden Log“, so es sich denn um ein Unternehmen handelt? Irgendwann scheint auch der Protagonist zu vertieren. Nach und nach fügen sich einige Puzzleteile zusammen. Aufmerksamkeit und Kombinationsgabe sind gefragt. Dranbleiben lohnt auf jeden Fall, denn zum Finale – aber was rede ich? Schaut es euch an! Ob euch am Ende alle Fragen beantwortet werden, sei dahingestellt.

Was geht hier vor?

Regisseur und Ko-Drehbuchautor Franck Vestiel hat in seiner etwa zehnjährigen Laufbahn vornehmlich als First oder Second Assistant Director gearbeitet, so etwa bei Brian De Palmas Neo-Noir-Thriller „Femme Fatale“ (2002), dem Neo-Western „Blueberry und der Fluch der Dämonen“ (2004) und Pascal Laugiers „Saint Ange – Haus der Stimmen“ (2004). „Eden Log“ markiert seine einzige Langfilm-Regiearbeit, nachdem er drei Jahre zuvor drei Episoden einer französischen Krimiserie namens „Central nuit“ inszeniert hat. Herausgekommen ist ein so außergewöhnliches wie sperriges Werk, das dystopische Science-Fiction mit Horrorelementen verbindet.

Screening beim Fantasy Filmfest

Wer es eher konventionell mag, wird mit „Eden Log“ Probleme bekommen. Das gilt auch für Filmgucker, die bei Mysterien auf jeden Fall einen Erklärbär benötigen, der ihnen alle Fäden zusammenspinnt, die sie sich nicht selbst erschließen können. Nach seiner Weltpremiere in Frankreich Ende 2007 ging der Film 2008 auf eine kleine Festival-Tour, die ihn in Deutschland zu den Fantasy Filmfest Nights und in Kanada immerhin zum renommierten Toronto International Film Festival führte. Mittlerweile scheint „Eden Log“ in Vergessenheit geraten zu sein. Bedauerlich, denn solche originellen kleinen Indie-Produktionen bringen den Genrefilm voran. Also: Nur Mut – antesten! Es lohnt sich.

Veröffentlichung: 24. Juli 2009 als DVD, 14. November 2008 als Blu-ray und 2-Disc Special Edition DVD

Länge: 97 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Eden Log
F 2007
Regie: Franck Vestiel
Drehbuch: Pierre Bordage, Franck Vestiel
Besetzung: Clovis Cornillac, Vimala Pons, Zohar Wexler, Sifan Shao, Arben Bajraktaraj, Antony Rea, Antoine Helou, Abdel Kader Dahou, Tony Amoni, Antonin Bastian, Joachim Staaf, Benjamin Baroche, Zakariya Gouram, Gabriella Wright, Asha Sumputh
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Regisseur Franck Vestiel, exklusive Interviews mit Regisseur und Produzent (45:10), Interviews mit Darstellern und Produzent (23:55), Making-of (46:10), deutscher Trailer, französischer Trailer, Teaser, Booklet (vermutlich nur Erstauflage)
Label/Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2020 by Volker Schönenberger

Szenenfotos, Packshot & Trailer: © 2008 Tiberius Film

 

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Gewinnspiel: 1 x Ghostland als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD)

Verlosung

Vom Regisseur von „Martyrs“ (2008) kommt mit „Ghostland“ eines der Horror-Highlights 2018, von capelight pictures unter anderem als Mediabook veröffentlicht. Ein Exemplar hat uns das Label zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension von Pascal Laugiers Film und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Freitag, 24. August 2018, 12 Uhr mittags, im Kommentarfeld nach bestem Wissen und Gewissen die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Collector’s Edition. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

77 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – eine stattliche Zahl. Trommelwirbel! Ein Online-Zufallsgenerator warf die Zahl 37 aus. Der Verfasser des 37. Kommentars gewinnt somit das „Ghostland“-Mediabook. Mal durchzählen, noch einmal zur Kontrolle, freuen darf sich:

Markus Wille

Herzlichen Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Update Sonntag, 2. September: Leider hat Markus Wille trotz üppiger Karenzzeit auf zwei Nachrichten nicht reagiert, deshalb habe ich einen neuen Gewinner ausgelost: Rene Siegmund. Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Die Rezension von „Ghostland“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Kameradschaft – Grubenunglück bringt Völkerverständigung

Kameradschaft

Von Volker Schönenberger

Drama // Das Grubenunglück von Courrières gilt mit 1.099 Toten als die größte Bergwerkskatastrophe in Europa. Am 10. März 1906 hatte eine Kohlenstaubexplosion die nordfranzösische Grube erschüttert, in der zu dem Zeitpunkt etwa 1.800 Kumpels – darunter viele Kinder – in mehreren hundert Meter Tiefe arbeiteten. Weil sich die Rettungsarbeiten schwierig gestalteten, wurde Unterstützung von außerhalb angefordert. Einen Tag später brach ein Trupp von 25 Grubenwehrmännern aus zwei deutschen Bergwerken auf und eilte zu Hilfe. Das fand damals zur Zeit äußerst angespannter Beziehungen zwischen Frankreich und dem deutschen Kaiserreich internationale Beachtung.

Von 1906 in die damalige Gegenwart verlegt

Georg Wilhelm Pabst verlegte die Handlung seiner filmischen Umsetzung 1931 in die von der Weltwirtschaftskrise geplagte Gegenwart und an die deutsch-französische Grenze. Zu Beginn sehen wir einen deutschen und einen französischen Jungen im Grenzgebiet beim Murmelspiel streiten – wohl Söhne der Zollbeamten beider Länder. Erwerbslose deutsche Arbeiter versuchen vergeblich, auf französischem Boden einen Job zu finden. Zwischen Deutschen und Franzosen schwelen mehr als zehn Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs die Spannungen, wie sich zeigt, als die drei deutschen Kumpels Kasper (Alexander Granach), Wilderer (Fritz Kampers) und Wittkopp (Ernst Busch) eine französische Kneipe besuchen. Wilderer fordert die aparte Françoise Leclerc (Andrée Ducret) zum Tanz auf, sie bittet ihren Ehemann Jean (Daniel Mendaille), das abzulehnen – er spreche ja etwas deutsch. Wilderer versteht allemand und glaubt, die junge Frau wolle nicht mit ihm tanzen, weil er Deutscher ist, dabei ist sie nur müde.

Die Rettungskolonne bereitet sich auf ihren Einsatz vor

Am nächsten Morgen erschüttert eine schwere Explosion eine französische Mine, viele Bergleute sterben schnell. 600 Bergleute sind in der Tiefe verschüttet, an der Erdoberfläche macht sich sofort Angst um die Eingeschlossenen breit. Im nahe gelegenen deutschen Bergwerk überzeugt der Arbeiter Wittkopp seine Kollegen, eine Rettungskolonne zu bilden und den Franzosen zu Hilfe zu eilen. Ihr Boss rückt sogar das Rettungsgerät raus. Die Lastwagen nehmen keine Rücksicht auf die französische Grenzschranke, das Ignorieren der Zollkontrolle aus Zeitgründen geht aber zum Glück glimpflich ab.

Düstere Unter-Tage-Bilder

Ein Bergmann versucht, seinen bewusstlosen oder toten Kollegen aus der Gefahrenzone zu schleppen, bis er selbst erschöpft zusammenbricht. Ein anderer watet tief unter Tage durch hüfthoch stehendes Wasser, um seinen Freund zu finden. Pabst drehte in drei Gelsenkirchener Zechen und fand eindringliche Unter-Tage-Bilder. Das Auflodern der Flammen im Schacht lässt die Gefahr erahnen, der zusammenbrechende Schacht bringt Verwüstung und Tod. Die Bilder, die Pabst und seine Kameramänner Fritz Arno Wagner und Robert Baberske für diese Szenen erschufen, stehen mit präzise ausgeleuchtetem Licht- und Schattenspiel ganz im Zeichen des deutschen Expressionismus. Die realistische Anmutung verstärkt sich dadurch, dass die Franzosen tatsächlich Französisch sprechen – ihre Dialoge wurden deutsch untertitelt.

„Die Deutschen! Das ist doch nicht möglich.“

Les Allemands! Ce n’est pas possible. („Die Deutschen! Das ist doch nicht möglich.“) Françoise Leclerc steht am Tor des französischen Werks, bangt um ihren Mann und kann es kaum glauben, dass aus dem ungeliebten Nachbarland Retter zu Hilfe eilen, als sei das selbstverständlich (was es natürlich sein sollte). Unter Tage macht ein Händedruck zwischen einem französischen und einem deutschen Retter die Intention des Regisseurs deutlich, wenn man sie zuvor noch nicht begriffen hat. Heute verläuft die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich in friedlichen Bahnen, aber 1931 waren die beiden Nationen Erzfeinde, die deutsch-französische Erbfeindschaft blühte, ihre über Jahrhunderte gepflegte Tradition etlicher Kriege hatte lediglich eine kurze Auszeit genommen. Sie währte 21 Jahre und kulminierte 1939 im Zweiten Weltkrieg. Pabst bezieht sich auch ausdrücklich auf die Kriege zwischen beiden Nationen, wenn bei einem Eingeschlossenen beim Anblick eines deutschen Retters mit Gasmaske die Erinnerung an die Schützengräben des Ersten Weltkriegs überkocht.

Ein verschütteter Kumpel sucht nach einem Ausweg

„Kameradschaft“ feierte am 17. November 1931 in Berlin seine Uraufführung, in Paris hatte das Drama am 29. Januar 1932 Premiere. Großer Erfolg war dem Bergarbeiter-Katastrophendrama nicht beschieden, dem damaligen Deutschland stand eben nicht der Sinn nach Völkerverständigung, wie sie Pabst propagierte. Vielleicht war er auch einfach naiv, zu glauben, mit seinem wunderbaren Werk etwas gegen den Hass ausrichten zu können, der sich damals in Deutschland ausbreitete. Heutige Zeitgenossen mit menschenfeindlicher Rechtsaußen-Gesinnung würden ihn wohl als Gutmensch diffamieren, um von ihrem eigenen Schlechtmenschentum abzulenken. Lieber naiv als misanthropisch! Und ganz so naiv war der Regisseur dann doch nicht: Am Ende zeigt er, wie tief unter Tage, wo sich deutsche und französische Schächte treffen, die Trenngitter wieder errichtet werden wie heute Zäune an der EU-Außengrenze, als sei das selbstverständlich (was es natürlich nicht sein sollte). Tatsächlich gab es in der weit von deutschem Gebiet gelegenen Grube von Courrières keinen Schacht, der nach Deutschland führte, aber diese Freiheit darf sich ein Filmemacher natürlich nehmen. Die zeitgenössischen Pressestimmen zu „Kameradschaft“ fielen sogar wohlwollend aus, wie Auszüge daraus im Booklet veranschaulichen.

Mutiges Zeitdokument

Gibt es heute deutsche Filmemacher, die als mutig und unbequem gelten? Pabst war zweifellos ein solcher. Zwar waren die Nazis unter Adolf Hitler noch nicht an der Macht, die Stimmung in der Weimarer Republik kippte aber schon seit einiger Zeit in die braune Richtung. Die NSDAP-Kampfschwadronen der SA unter Ernst Röhm machten bereits die Straßen unsicher. Ja, es ist mutig, in solchen Zeiten die humanistische Fahne hochzuhalten.

Briten, Deutsche und Franzosen kooperieren

Ein Duplikatpositiv der deutschen Fassung im BFI National Archive diente als Grundlage der Rekonstruktion von „Kameradschaft“. Ihm fehlte der Schluss, daher wurde das Ende der französischen Filmfassung „La tragédie de la mine“ ergänzt – dessen Originalnegativ lagerte im Archiv des Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC). Bei der Restaurierung kooperierte die Deutsche Kinemathek mit dem britischen und dem französischen Filminstitut. Heraus kam eine sorgfältig restaurierte Edition in für das Alter hervorragender Bild- und Tonqualität – ein Genuss. Wer die 2006er-DVD der „UFA Klassiker Edition“ von Universum im Regal stehen hat, möge sie durch das Mediabook ersetzen.

Eureka, Criterion – nun auch atlas film

Parallel hat atlas film in vergleichbarer Edition auch Pabsts Kriegsdrama „Westfront 1918 – Vier von der Infanterie“ von 1930 veröffentlicht. Das englische Label Eureka Entertainment hat beide Werke bereits im Juli 2017 als Double Feature in seiner „The Masters of Cinema Series“ herausgebracht. Auch beim feinen US-Label The Criterion Collection sind „Westfront 1918 – Vier von der Infanterie“ und „Kameradschaft“ als Blu-ray und DVD erschienen. Den deutschen Discs fehlen zwar leider die Bonusmaterialien der amerikanischen und britischen Veröffentlichungen, dennoch gilt: Mit den beiden Mediabooks von atlas film liegen nun auch hierzulande zwei vorzügliche Editionen vor. Besonders lobenswert: die Mühe, die sich atlas film mit dem Booklet gemacht hat, das zeitgenössische und aktuelle Texte vereint.

Ich will einen menschlichen Film machen. Das vor allem! So begründete G. W. Pabst seine Motivation für „Kameradschaft“. Es ist ihm gelungen. Ein überaus bewegendes Werk, damals wie heute wichtig.

Die deutschen Retter eilen zu Hilfe

Ein lesenswerter Text zu „Kameradschaft“ findet sich auch im Filmforum Bremen.

Veröffentlichung: 13. April 2018 als 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD), 4. September 2006 als DVD (Universum Film)

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch (tlw. Französisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Originaltitel: Kameradschaft
D/F 1931
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Drehbuch: Peter Martin Lampel, Karl Otten, Gerbert Rappaport, Ladislaus Vajda, nach einem Roman von Carl Haensel
Besetzung: Alexander Granach, Fritz Kampers, Ernst Busch, Elisabeth Wendt, Gustav Püttjer, Oskar Höcker, Daniel Mendaille, Georges Charlia, Andrée Ducret, Alex Bernard, Pierre-Louis, Héléna Manson, Marcel Lesieur, Willem Holsboer, Georges Tourreil, Fritz Wendhausen, Gerhard Bienert
Zusatzmaterial Mediabook: Booklet
Label: atlas film
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © 2018 atlas film / Stiftung Deutsche Kinemathek

 

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