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Schlagwort-Archive: Henry Hathaway

Gewinnspiel: 2 x Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill auf Blu-ray

Verlosung

Ein aus dem Knast entlassener Bankräuber (Gregory Peck) macht sich auf, Rache an seinem verräterischen Kompagnon zu üben und sich die Beute des damaligen Überfalls unter den Nagel zu reißen. Dabei gerät er nicht nur an drei junge Gesetzlose, sondern auch an ein siebenjähriges Waisenmädchen. Koch Films hat Henry Hathaways Western „Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill“ von 1971 als Blu-ray und DVD veröffentlicht und uns davon zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Florians Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 10. Januar 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Jürgen Middeldorf,
– Bernd Rohe.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

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Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill: Rächer und Vaterfigur

Shoot Out

Von Florian Schneider

Western // Der ehemalige Bankräuber Clay Lomax (Gregory Peck) kommt nach sieben Jahren aus dem Gefängnis frei und macht sich umgehend auf die Suche nach seinem früheren Partner Sam Foley (James Gregory). Dieser hat sich nicht nur die Beute eines gemeinsamen Banküberfalls unter den Nagel gerissen, sondern Clay auch in den Rücken geschossen und damit der Justiz ausgeliefert. Als Foley von der Freilassung erfährt, heuert er ein Trio junger Gesetzloser an, die Lomax ausfindig machen sollen. Doch die drei Kleingangster unter der Führung des sadistischen Bobby Jay Jones (Robert F. Lyons) geraten schnell außer Kontrolle und zwingen Lomax, sich zwischen dem Weg der Rache und dem der Gerechtigkeit zu entscheiden. Seine Mission wird nicht einfacher, als Lomax zwangsweise die siebenjährige Waise Decky (Dawn Lyn) unter seine Obhut nehmen muss – die vorlaute Göre nervt den Revolvermann fortan mit altklugen Sprüchen.

Ein junges Mädchen und ein grummeliger, aber väterlicher Revolvermann auf Rachetour – das kennt man doch. Richtig, die Anleihen zu Henry Hathaways eigenem Werk „Der Marshal“ (oder „True Grit“ wie der Originaltitel und auch die Neuverfilmung der Coen-Brüder aus dem Jahr 2010 lautet) sind unübersehbar. Leider kann „Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill“, der 1971, also zwei Jahre nach „Der Marshal“, veröffentlicht wurde, weder darstellerisch noch inszenatorisch so richtig mithalten. Natürlich ist Gregory Peck ein großartiger Darsteller (laut American Film Institute auf Platz 12 der wichtigsten männlichen Schauspieler des US-amerikanischen Films), der auch im Western sichtbare Spuren hinterlassen hat („Duell in der Sonne“, „Der Scharfschütze“, „Weites Land“ usw.), und Henry Hathaway ist einer der bedeutensten Regisseure gerade für das Westerngenre, doch selbst diese Kombination garantiert keinen Volltreffer.

War Henry Hathaway altersmüde?

Sicherlich steht die Rolle des bärbeißigen Haudegens John Wayne etwas besser, doch spielt auch Peck durchaus glaubwürdig, wenn auch ohne die Prise Selbstironie, mit der Wayne die Figur des Reuben J. Cogburn zur Ikone hat werden lassen. Aber vielleicht liegt es lediglich an einer gewissen Altersmüdigkeit des Regisseurs, dass „Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill“ ein eher durchschnittliches Werk in der langen Filmografie Hathaways geworden ist. Schließlich wurde der Altmeister bereits 1898 geboren, zählte 1971 also bereits 73 Lenze. Hathaway drehte im Anschluss nur noch einen einzigen Film: „Hangup“ aus dem Jahr 1975 wurde kurioserweise ein B-Movie, der dem Blaxploitation-Genre zugerechnet ist und dem wenig Erfolg beschieden war. Die Hauptrolle übernimmt der ziemlich unbekannte Schauspieler William Elliott (verheiratet mit der Soul-Legende Dionne Warwick).

Lomax (l.) schließt Bekanntschaft mit dem Schurken-Trio

„Shoot Out – Abrechnung in Gun Hill“ bleibt unterm Strich ein passabler Western, immer noch überdurchschnittlich, wenn auch nicht mehr ganz auf der Höhe Hathaways sonstiger Regiearbeiten. Es soll nicht vergessen werden, dass es gerade seine Filme aus den 60ern sind, die dem Italowestern einigermaßen Paroli bieten und mit „Die vier Söhne der Katie Elder“, „Nevada Smith“ und natürlich „Der Marshal“ dem klassischen Western neues Leben einhauchen und gleichzeitig das Zeitalter der Moderne mit einläuten – auch wenn Sam Peckinpah („Sacramento“, „The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz“) vielleicht das schnellere und wildere Pferd reitet.

Die drei fiesen Spießgesellen sind Lomax ständig auf der Spur …

Für die Neuauflage der 2012 erstveröffentlichten DVD hat Koch Films bedauerlicherweise das Mediabook-Format der „Edition Western Legenden“ verlassen – die mir vorliegende Edition kommt in Amaray-Hülle daher, enthält aber immerhin das vollständige Booklet. Acht Jahre nach der Erstveröffentlichung hat das Label 2020 eine Blu-ray nachgelegt, diese allerdings nicht im Rahmen und Layout oben erwähnter Reihe, sondern unter dem Slogan „Classic Western in HD“. Welche Regiearbeiten von Henry Hathaway könnt Ihr empfehlen?

… während dieser sich in Begleitung der kleinen Decky nach Gun Hill aufgemacht hat

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Henry Hathaway haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Arthur Hunnicutt und Gregory Peck unter Schauspieler. Die „Edition Western Legenden“ ist in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet.

In einer Hütte auf dem Weg nach Gun Hill kommt es zur Konfrontation

Veröffentlichung: 13. Februar 2020 als Blu-ray, 3. Februar 2012 als DVD

Länge: 91 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Englisch
Originaltitel: Shoot Out
USA 1971
Regie: Henry Hathaway
Drehbuch: Marguerite Roberts, nach einem Roman von Will James
Besetzung: Gregory Peck, James Gregory, Patricia Quinn, Robert F. Lyons, Susan Tyrrell, Jeff Corey, Rita Gam, Dawn Lyn, Pepe Serna, Paul Fix, John Davis Chandler, Arthur Hunnicutt
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Dick Eulain und William Wellman Jr., Featurette „Henry Fonda – Hollywoods stiller Held“, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, englischer Trailer, achtseitiges Booklet mit einem Text von Hank Schaudolph
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2020 by Florian Schneider

Szenenfotos & unterer Packshot: © Koch Films

 
 

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23 Schritte zum Abgrund – Blinder jagt Kidnapper

23 Paces to Baker Street

Von Simon Kyprianou

Thriller // Obgleich Adaption eines Romans von Philip MacDonald, kann und will Henry Hathaways Thriller seine Verwandtschaft mit Alfred Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“ nicht leugnen. Es ist ein Thriller, wie es sie viele gibt, insbesondere in den 50er- und 60er-Jahren, aber durchaus auch später, nur eben vereinzelter, der deutlich und gewollt im Fahrwasser von Hitchcocks Kino schwimmt.

Der blinde Autor Hannon (M.) belauscht die Planung eines Verbrechens

Der blinde Theaterautor Phillip Hannon (Van Johnson) lebt vorübergehend in London in einem schönen Apartment über der Themse. Mit seiner Blindheit hat er sich mittlerweile arrangiert, er bewegt sich frei in seiner Wohnung und auch der Weg in die Bar ein paar Straßen weiter ist kein Problem. Als er seine Bitterkeit dort eines Nachmittags im Whisky ertränken will, hört er Fetzen einer seltsamen Unterhaltung anderer Gäste mit, aus denen er den Schluss zieht, dass ein Mann ein Kindermädchen angestiftet hat, ihm bei einer Kindesentführung in einer Woche zu assistieren. Er nimmt seine Erinnerung des Gesprächs auf Band auf und benachrichtigt die Polizei, die ihn aber natürlich nicht ernst nimmt. Zusammen mit seinem Sekretär Bob (Cecil Parker) und seiner ehemaligen Verlobten Jean Lennox (Vera Miles) nimmt Hannon daher selbst Ermittlungen auf.

Thriller von der Stange, aber schön

„23 Schritte zum Abgrund“ ist sozusagen Stangenware, das aber im bestmöglichen Sinne. Was Classical-Hollywood-Veteran Henry Hathaway hier liefert, ist perfektes Handwerk, dem zuzuschauen großes Vergnügen bereitet. Hathaway inszeniert den Film absolut souverän, vor allem visuell ist er wunderbar – zum Beispiel gibt es immer wieder wirklich schöne Bilder vom verbitterten Hannon auf seinem Balkon und im Hintergrund das vernebelte London im zarten Morgenlicht. Die London-Bilder sind generell sehr gelungen und Hathaway findet auch einen hervorragenden Bruch mit seinen eigenen schönen Motiven, wenn später ein im Krieg zerbombtes und zerstörtes Haus in einer Nacht beinahe zur Todesfalle wird. Es ist auch ein sehr präzise inszenierter Film im Hinblick auf Stimmungen und Figurenzeichnung.

Die Polizei glaubt ihm nicht

Auch eine Gemeinsamkeit zu „Das Fenster zum Hof“: Ein großer Teil der Handlung findet in Hannons Apartment statt. Die Blindheit ist für Hathaway nicht nur das Gimmick seiner Hauptfigur, sondern wird auch zum essenziellen Bestandteil der Handlung und der Inszenierung. Hitchcock sagte einmal in einem Interview, die Figuren im Film sollten immer die in ihrer Situation naheliegendsten Dinge zu ihrer Verteidigung verwenden: Wenn Cary Grant also in „Der unsichtbare Dritte“ auf einer Auktion in Bedrängnis gerät, befreit er sich durch Bieten. Und wenn der Fotograf Jefferies in „Das Fenster zum Hof“ angegriffen wird, blendet er den Angreifer mit Blitzen seiner Kamera. Auch Hathaway befolgt diesen Rat und lässt im hervorragend inszenierten Finale Hannon mit seinen ihm eigenen Mitteln kämpfen.

Leider keine Untertitel

Der Film ist also uneingeschränkt sehenswert, die Blu-ray von Pidax Film ist ebenfalls zufriedenstellend, einziges Manko sind die fehlenden Untertitel, die manche bei der englischen Sprachfassung sicherlich hilfreich fänden.

Mit seiner Freundin Jean stellt Hannon selbst Untersuchungen an

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Henry Hathaway sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Vera Miles unter Schauspielerinnen.

Dabei gerät er in Lebensgefahr

Veröffentlichung: 9. Februar 2018 als Blu-ray, 15. Mai 2015 als DVD

Länge: 103 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: 23 Paces to Baker Street
USA 1956
Regie: Henry Hathaway
Drehbuch: Nigel Balchin, nach einem Roman von Philip MacDonald
Besetzung: Van Johnson, Vera Miles, Cecil Parker, Patricia Laffan, Maurice Denham, Estelle Winwood, Liam Redmond, Martin Benson, Isobel Elsom, Natalie Norwick
Zusatzmaterial: Wendecover
Label: Pidax Film
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshots: © Al!ve AG / Pidax Film

 

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