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Gewinnspiel: 3 x Die glorreichen Reiter auf Blu-ray im Mediabook

Verlosung

Lose angelehnt an die Schlacht am Little Bighorn und den Tod General Custers erzählt „Die glorreichen Reiter (1965) von einem Soldaten und einem Scout, die als Freunde um eine Frau (Senta Berger) konkurrieren und unter einem kriegslüsternen Offizier in eine Schlacht gegen Indianer ziehen müssen. Koch Films hat den nach einem Drehbuch von Sam Peckinpah inszenierten Western von Arnold Laven kürzlich als 62. Teil der „Edition Western Legenden“ auf Blu-ray und DVD im schmalen Mediabook veröffentlicht und uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Lars Johansens Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 2. Februar 2020, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Dirk Busch,
– Marco Felici,
– Marco Winnig.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Die glorreichen Reiter“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2020 by Volker Schönenberger

 

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Die glorreichen Reiter – Nenn mich nicht Peckinpah!

The Glory Guys

Von Lars Johansen

Western // Sam Peckinpah begann seine Karriere beim Fernsehen. 1958 hatte er die Idee zu der Serie „Westlich von Santa Fé“ („The Rifleman“), von der er ein paar Folgen auch selbst inszenierte und die zu einem großen Erfolg wurde. Dabei lernte er auch Arnold Laven kennen, der vor allem als Produzent arbeitete, sich aber auch als Regisseur versuchte. Irgendwann in dieser Zeit schrieb Peckinpah das Drehbuch zu „Die glorreichen Reiter“ („The Glory Guys“), in dem es relativ unverbrämt um General Custer und die berühmte Schlacht am Little Bighorn ging. Es wurde erst einmal nicht realisiert und Peckinpah wandte sich anderen Aufgaben zu. „Sacramento“ („Ride the High Country“) drehte er 1962 günstig und war damit an den Kinokassen relativ erfolgreich. Also durfte er sich 1965 an „Major Dundee – Sierra Charriba“ versuchen – und das geriet zum Desaster. Zwar hatte Hauptdarsteller Charlton Heston Geld zugeschossen, damit die Dreharbeiten halbwegs ordnungsgemäß beendet werden konnten, aber die Produzenten entzogen dem Regisseur den Schnitt und verwässerten die Ideen Peckinpahs bis zur Unkenntlichkeit. Vier Jahre sollte es dauern bis er mit „The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz“ („The Wild Bunch“) wieder einen Film drehen konnte, der seinen Ideen entsprach. In der Zwischenzeit wollte ihn kein Studio einsetzen. Und so wurde „The Glory Guys“ nach Peckinpahs Drehbuch von Arnold Laven („Als Jim Dolan kam“) gedreht, der aus den ganz ordentlichen Möglichkeiten einen merkwürdigen Hybriden machte, dem man ansah, dass er nicht ganz billig gewesen sein kann, der aber gleichzeitig über keinen einzigen Star verfügt, sodass er irgendwo auf dem halben Weg zu einem wirklichen Großwestern versandet.

Ich sehe was, das du nicht siehst

Es geht um Captain Demas Harrod (Tom Tryon), der mit dem Scout Sol Rogers (Harve Presnell) um die Liebe zur Witwe Lou Woddard (Senta Berger) konkurriert. Die beiden Männer sind eigentlich Freunde und werden zu einem Einsatz unter General Frederick McCabe abkommandiert, der in einen Indianerkrieg zieht. Größenwahnsinnig geworden, lässt er gegen die Befehle der Heeresleitung einen Tag zu früh und ohne Verstärkung angreifen. Fast alle Soldaten, darunter auch Rogers, kommen dabei ums Leben. Harrod und ein paar Männer unter seinem Kommando überleben, um am Ende das große Schlachtfeld mit allen Getöteten zu sehen. Die Indianer sind abgezogen.

Golden-Globe-Nominierung für den jungen James Caan

Fast zwei Stunden braucht „Die glorreichen Reiter“, um das zu erzählen. Der Western beginnt als schwaches Liebesdrama und steigert sich dann ein wenig. Wir erfahren einiges über die Ausbildung der Rekruten, darunter der junge James Caan, der für seine Rolle immerhin für den Golden Globe nominiert wurde und ein Jahr später in Howard Hawks’ „El Dorado“ seinen Durchbruch erleben sollte. Die letzte halbe Stunde ist dann richtig gut. Wir sehen nämlich nicht die ganze Schlacht, sondern nur das Vorgeplänkel der kleinen Truppe um Harrod. Das ist zupackend und hautnah inszeniert. Wenn die Überlebenden am Ende auf dem Schlachtfeld ankommen und sehen, dass alle außer ihnen tot sind, dann ist das wirklich überraschend und erschütternd. Der General, den Andrew Duggan leider nicht sehr beeindruckend spielt, ist eine typische Peckinpah-Figur, zerrissen zwischen Pflichtgefühl, Minderwertigkeitsgefühlen und Größenwahn. Unter der Regie von Laven verkommt er jedoch zu einem etwas seltsamen Zausel. Sol Rogers, der Scout, hat eine Frisur, die nach jedem Kampf schon nach Sekunden wieder so aussieht, als sei er gerade vom Friseur gekommen. Das streift die unfreiwillige Komik, auch wenn man sieht, dass die Schläge bei seiner Prügelei mit Harrod immer an den Kombattanten vorbei gehen. Senta Berger erzählt, dass ihre Rolle von Peckinpah extra für sie in das Buch geschrieben wurde. Vielleicht wirkt sie daher wie ein Fremdkörper. Es ist beinahe so, als würde sie ihre Rolle aus „Sierra Charriba“ wiederholen. In beiden Filmen ist sie eine Witwe, in die die Männer sich verlieben, aber ihre genaue Funktion für die Dramaturgie bleibt unklar, außer dass sie einen Konflikt provoziert, der aber für die Story unwichtig bleibt.

„Wo haben Sie diese Schlachtordnung gelernt?“ „In den Karl-May-Filmen.“

Die Musik von Riz Ortolani ordnet sich dem Geschehen unter. Das Einzige, was den Film über das totale Mittelmaß erhebt, ist die Kameraarbeit vom zweimaligen Oscar-Preisträger James Wong Howe, ein Veteran, der schon seit der Stummfilmzeit unterwegs war. Immer wieder gelingen ihm erstaunliche Einstellungen, und dass der Schluss so eindrücklich geraten ist, liegt ebenfalls an seiner Kameraführung. Laven inszenierte in der Folge noch ein paar Kinofilme, arbeitete dann aber nur noch für das Fernsehen, wo er gewiss besser aufgehoben war. Die typischen Peckinpah-Motive sind nur in Rudimenten vorhanden, eine eigene Handschrift gewinnt der Film an keiner Stelle. Man fragt sich unwillkürlich, wie das Ergebnis ausgesehen hätte, wenn Peckinpah selbst die Regie übernommen hätte.

In der „Edition Western Legenden“ gut aufgehoben

Die Veröffentlichung von Koch Films ist wieder einmal außerordentlich gut geworden. Das Bild wurde zwar nicht komplett digital überarbeitet, ist aber mit Ausnahme von ein paar Szenen, die wohl schon im Original mindere Qualität aufweisen, sehr ansehbar. Leider gibt es nur eine englische Untertitelspur, doch die ist immerhin hilfreich. Der Audiokommentar des deutschen Peckinpah-Experten Mike Siegel ist äußerst kompetent und auf jeden Fall hörenswert. Auch die übrigen Extras sind hochwertig, das Interview mit Senta Berger gibt gute Einblicke und das Featurette über den berühmten Kameramann James Wong Howe ist gut geworden. Auch wenn der Film nicht über sehr gutes Mittelmaß hinaus kommt, ist er doch für Peckinpah-Fans ein Muss und Westernfreunden ans Herz zu legen und in der „Edition Western Legenden“ von Koch Films gut aufgehoben. Welche Peckinpah-Filme gehören zu euren Favoriten?

Die Statisten drehen zur Mittagspause ab

Die „Edition Western Legenden“ haben wir in unserer Rubrik Filmreihen aufgeführt. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Sam Peckinpah haben wir unter Regisseure aufgelistet, Filme mit James Caan in der Rubrik Schauspieler.

Wasserspiele

Veröffentlichung: 14. November 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 113 Min. (Blu-ray), 109 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Englisch
Originaltitel: The Glory Guys
USA 1965
Regie: Arnold Laven
Drehbuch: Sam Peckinpah, nach einem Roman von Hoffman Birney
Besetzung: Tom Tryon, James Caan, Senta Berger, Harve Presnell, Andrew Duggan, Slim Pickens, Peter Breck, Jeanne Cooper, Laurel Goodwin, Adam Williams, Wayne Rogers
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Filmhistoriker Mike Siegel, Featurette, Bildergalerie, Booklet
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2019 by Lars Johansen
Szenenfotos & Packshot: © 2019 Koch Films

 
 

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