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Schlagwort-Archive: Horror

Gewinnspiel: The Girl with All the Gifts – 1 x Blu-ray, 1 x DVD

Verlosung

Für herausragende Produktionen wie „The Girl with All the Gifts“ wühlen wir uns gern durch den Sumpf unterdurchschnittlicher bis unterirdischer Zombie- und Infiziertenfilme. Von dem intelligenten britischen SF-Horrordrama haben wir eine Blu-ray und eine DVD zum Verlosen zur Verfügung gestellt bekommen. Im Namen der beiden kommenden Gewinnerinnen oder Gewinner herzlichen Dank an SquareOne Entertainment und Universum Film für die Exemplare.

Fragen über Fragen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch in gewohnter Manier zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 30. Juli 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Könnt Ihr sie mangels ausreichender Sichtung solcher Filme nicht beantworten, so schreibt einfach das. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und auch per E-Mail benachrichtigen.

Meine Rezension von „The Girl with All The Gifts“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

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William Friedkin (V): Das Kindermädchen – Mein Freund, der Baum

The Guardian

Von Andreas Eckenfels

Horror // 17 lange Jahre sollte es dauern, bis William Friedkin nach seinem Meisterwerk „Der Exorzist“ wieder einen Horrorfilm inszenierte. Eigentlich war Sam Raimi der erste Kandidat, den Roman „Satans Frau“ von Dan Greenburg zu verfilmen. Doch der „Tanz der Teufel“-Regisseur sagte ab und drehte stattdessen „Darkman“. Also bat Produzent Joe Wizan seinen alten Bekannten darum, einen Blick in das Drehbuch zu werfen. Aus alter Verbundenheit zu seinem früheren Agenten sagte Friedkin schließlich zu, den Regieposten bei „Das Kindermädchen“ zu übernehmen – und das obwohl ihm das Skript komplett missfiel.

Camilla erhält bei den Sterlings einen Job als Kindermädchen

So setzte sich Friedkin gemeinsam mit Stephen Volk an einen Tisch, um das Drehbuch zu überarbeiten. Doch offenkundig konnten sich Studio und Autoren nicht über die Ausrichtung des Films einigen. Nach einem Nervenzusammenbruch verließ Volk das Projekt. Friedkin oblag es nun, das finale Drehbuch fertigzustellen, obwohl er nach eigenen Angaben Greenburgs Roman nie gelesen hatte. Seine Geschichte entfernt sich dann auch sehr weit von der Vorlage.

Babysitterin gesucht

Nach ihrem Umzug nach Los Angeles ist das Ehepaar Phil (Dwier Brown) und Kate Sterling (Carey Lowell) auf der Suche nach einem Babysitter für ihr Söhnchen Jake. Als ihre erste Wahl Arlene (Theresa Randle) durch einen mysteriösen Fahrrad-Unfall ums Leben kommt, entscheiden sich die Sterlings schließlich für Camilla (Jenny Seagrove). Das britische Kindermädchen ist bald ein Teil der Familie, und auch Nachbar Ned (Brad Hall) hat mehr als ein Auge auf sie geworfen. Als er ihr eines Abends heimlich in den Wald folgt, beobachtet er Camilla dabei, wie sie zunächst ein Nacktbad in einem See nimmt und sich kurz später auf dem großen Ast eines uralten Baumes räkelt. Neds Pech: Er bleibt nicht unentdeckt. Auf der Flucht kann er noch eine Warnung auf Phil und Kates Anrufbeantworter hinterlassen, danach tötet ihn Camilla mit der Hilfe einiger Wölfe …

Ein düsteres Geheimnis umgibt die junge Frau

25 Jahre nach seiner Indizierung wurde diese im März 2017 aufgehoben. Einen Monat später erhielt „Das Kindermädchen“ eine Freigabe ab 16 Jahren. Nach heutigen Maßstäben geht das völlig in Ordnung. Die wenigen blutige Szenen haben es immerhin in sich – auch wenn Friedkin sofort nach dem Schock-Moment wegschneidet und die Gewalt nicht voll auskostet. Besonders hart trifft es drei mutmaßliche Vergewaltiger, die Camilla in den Wald verfolgen und schließlich von dem Baum getötet werden. Ähnlich wie Phil und Kate und später Camilla auf den kleinen Jake aufpassen, fungiert hier der Baum für seine Dienerin als Beschützer vor dem Bösen. So erhält der Originaltitel „The Guardian“ auch eine mehrfache Bedeutung.

Druidin sorgt für ihren stämmigen Beschützer

„Das Kindermädchen“ nutzt ohne große Überraschungen die üblichen Mechanismen eines Psychothrillers. Eine fremde Person nistet sich in einer heilen Familie ein, um diese Einheit zu zerstören. Dass das Skript noch während des Drehs mehrfach umgeschrieben wurde, merkt man dem holprigen Verlauf der Handlung an. Löblich ist dabei, dass Friedkin darauf verzichtet, Camilla den Ehemann verführen zu lassen. Zwar träumt Phil davon, dass er mit der Babysitterin ein Schäferstündchen eingeht, aber im Wachzustand herrscht zwischen beiden keinerlei sexuelles Prickeln. Camilla ist voll und ganz auf ihr Ziel fokussiert, den kleinen Jake ihrem Baum als Opfer darzureichen. Schon im Prolog hat der Zuschauer erfahren, was ein Druide ist und somit auch, was es mit Camillas Geheimnis auf sich hat. Damit geht natürlich frühzeitig einiges an Spannung verloren.

Mit Camillas stämmigem Freund sollte man sich besser nicht anlegen

Allerdings macht diese übernatürliche Komponente „Das Kindermädchen“ durchaus sehenswert, sofern man ein wenig Interesse für die Mythologie des Druidentums mitbringt und für die Metapher des Baumes als Sinnbild des Lebens etwas übrighat. Für alle anderen Zuschauer kann das Geschehen ansonsten schnell ins Lächerliche abdriften. Aber die Hingabe, mit der Camilla ihrem „stämmigen“ Beschützer treu ergeben ist, macht sie zu einer äußerst selten gesehenen und gleichzeitig höchst faszinierenden Figur, mit deren leidenschaftlichen Darstellung sich Jenny Seagrove einen Platz unter den großen Horrorikonen mehr als verdient hat.

Roger Ebert hasste „Das Kindermädchen“

Für Friedkin war die Rückkehr ins Horrorgenre 1990 künstlerisch wie kommerziell ein Misserfolg. „Das Kindermädchen“ wurde zerrissen, der legendäre Filmkritiker Roger Ebert setzte das Werk sogar auf seine Liste der meistgehassten Filme. Wie Seagrove im Interview erzählt, welches im Bonusmaterial zu finden ist, hatte sie sich im Angesicht der zahlreichen Skriptänderungen schon während des Drehs immer wieder gefragt, ob die Geschichte ohne die Fantasy-Elemente nicht besser funktioniert hätte. Eine Babysitterin entführt die Kinder, auf die sie aufpassen soll. Es wäre wohl in finanzieller Hinsicht die bessere Wahl gewesen: 1992 schaffte es der Psychothriller „Die Hand an der Wiege“ mit Rebecca DeMornay auf Platz 12 der erfolgreichsten Filme des Jahres in den USA.

Wird der kleine Jake ein weiteres Opfer des Baumes werden?

Welche Regiearbeiten William Friedkins sollen wir bei „Die Nacht der lebenden Texte“ noch vorstellen? Seine bis dato von uns berücksichtigten Filme sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Veröffentlichung: 13. Juli 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Guardian
USA 1990
Regie: William Friedkin
Drehbuch: William Friedkin, Stephen Volk, basierend auf dem Roman „Satans Frau“ von Dan Greenburg
Besetzung: Jenny Seagrove, Dwier Brown, Carey Lowell, Brad Hall, Miguel Ferrer, Natalija Nogulich, Gary Swanson, Xander Berkeley
Zusatzmaterial: Interviews mit Cast & Crew, Making-of, Cast & Crew Profiles, englischer Trailer, TV Spots, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 

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Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings: Blutiges Fondue in der Geschlossenen

Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings

Von Volker Schönenberger

Horror // Im Glenville Sanatorium in West Virginia führt 1974 der Anstaltsleiter eine neu hinzugekommene Psychologin durch den Trakt mit den schweren Fällen. Am gefährlichsten seien drei Brüder, die im Wald gefunden wurden, wo sie vermutlich ihre Eltern verspeist hatten. Einer von ihnen habe sich in der Zelle zwei Finger abgekaut, der andere sich selbst ein Auge entfernt und es vermutlich ebenfalls gegessen, Nummer drei seine Zähne spitz zugewetzt. Es kommt, wie es kommen muss: Das Trio befreit sich und die übrigen Insassen der Nervenheilanstalt und richtet unter dem Personal ein Massaker an. Dem Leiter der Einrichtung wird dabei besonders übel mitgespielt: Die Brüder vierteilen ihn (tatsächlich fünfteilen sie ihn) mit einer Zugvorrichtung und viel Stacheldraht – in der ungeschnittenen Fassung eine sehr effektvolle Sequenz, die beim Zusehen schmerzt. Dafür muss man allerdings auf Veröffentlichungen aus dem Vereinigten Königreich oder den USA zurückgreifen – in Deutschland ist die FSK-18-Fassung um etwa sechseinhalb Minuten gekürzt. Wer den Schnittbericht auch nur grob überfliegt, muss zu dem Schluss kommen, die deutschen Veröffentlichungen links liegen zu lassen.

Merke: Sex ist tödlich

Wir bleiben in West Virginia, springen aber ins Jahr 2003. Der geneigte Leser weiß bereits, um wen es sich bei dem brüderlichen Trio handelt. „Three Finger“ (Sean Skene), „One Eye“ (Dan Skene) und „Saw Tooth“ (Scott Johnson) lauern auf neue Opfer. Die werden sogleich mit unzüchtigem Verhalten eingeführt: Zwei Pärchen treiben es parallel in zwei Betten in einem Zimmer – Skandal! Mit Sara (Tenika Davis) und Bridget (Kaitlyn Leeb) ist eins der Paare sogar ein lesbisches – noch mehr Skandal! Im US-Slasherfilm weiß nun jeder, was kommt: Es darf gestorben werden.

„Ey, Bruderherz, haste Lust auf Fondue?“

Die Gruppe junger Leute begibt sich auf einen Ausflug mit Schneemobilen. Eine falsche Abzweigung – mal wieder ein „Wrong Turn“ – später findet sie sich in dem mittlerweile verlassenen und verfallenen Sanatorium wieder. Ratet mal, wer sich dort über die Neuankömmlinge freut! Richtig geraten. Die Brüder dürfen nun ausgiebig ihrer Neigung zu Folter, Gemetzel und Kannibalismus frönen. Ein Fondue vom lebenden Objekt ist aber auch lecker. Erneut kommt Stacheldraht zum versierten Einsatz.

Originalität – Fehlanzeige

Gebt den Fans, wonach es den Fans gelüstet! Die „Wrong Turn“-Reihe ist ein Paradebeispiel dafür, wie man mit dünnster Story, miesem Drehbuch und üble Dialoge von sich gebenden Schauspielern die Gemeinde der Gorehounds bei der Stange hält. Das gilt auch für das Prequel „Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings“. Das darf natürlich jedermann Spaß machen – hat es mir auch. Auf der Habenseite stehen immerhin die fein anzuschauenden blutigen Tricks. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Reihe das Horrorgenre in keiner Weise voranbringt, was aber wohl auch nicht die Absicht der Produzenten war. Der Anschluss des vierten Teils an die Vorgänger ist erzählerisch nicht ganz geglückt, das mag Freunden des Franchises egal sein.

„Hier ein besonders schönes Stück Fleisch!“

Die Reihe im Überblick:

Wrong Turn (2003)
Wrong Turn 2 – Dead End (2007)
Wrong Turn 3 – Left for Dead (2009)
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)
Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)
Wrong Turn 6 – Last Resort (2014)

Ein Opfer wird für kurze Zeit auch mal zum Jäger

Veröffentlichung: 19. Januar 2012 als Blu-ray und DVD

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 84 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings
USA/D 2011
Regie: Declan O’Brien
Drehbuch: Declan O’Brien
Besetzung: Jennifer Pudavick, Tenika Davis, Kaitlyn Leeb, Terra Vnesa, Ali Tataryn, Samantha Kendrick, Dean Armstrong
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Highlight Communications / Constantin Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Fotos & Packshot Blu-ray: © 2012 Highlight Communications / Constantin Film

 

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