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Hatchet – Victor Crowley erstmals als Gott des Gemetzels

Hatchet

Von Volker Schönenberger

Horror // Vater und Sohn (Robert Englund, Joshua Leonard) jagen des Nachts in einem Sumpf in der Gegend um New Orleans Alligatoren. Bald jedoch werden die beiden selbst zur Beute eines unerkannten Jägers, der die beiden auf so unsanfte wie blutige Weise ins Jenseits befördert.

Touristenführer Shawn (r.) hat’s nicht drauf

„Old School American Horror“ prangt auf dem Cover von „Hatchet“, und in der Tat gelang Drehbuchautor und Regisseur Adam Green mit seinem ersten Horrorfilm und seiner zweiten Regiearbeit ein herrlich nostalgischer Beitrag zum Slasherfilm-Genre, in der die Fans gepflegter Splatter-Exzesse voll auf ihre Kosten kommen und mit Victor Crowley ein Finsterling etabliert wurde, der es an Beliebtheit beinahe mit Michael Myers und Jason Vorhees aufnehmen kann. Drei Fortsetzungen bis 2017 sprechen eine deutliche Sprache, zuletzt machte „Hatchet – Victor Crowley“ den Fans auf dem Fantasy Filmfest 2017 Freude. Die Handlung der Teile eins bis drei baut im Übrigen unmittelbar aufeinander auf und spielt sich innerhalb eines Zeitraums von wenigen Tagen ab.

Von Mardi-Gras-Freuden ins Sumpf-Grauen

Im Anschluss an den tödlichen Prolog mit Gastauftritt von Robert „Freddy Krueger“ Englund lernen wir Ben (Joel David Moore) kennen, der von den „Mardi Gras“-Gelagen mit seinen Saufkumpanen genug hat und sich mit Kumpel Marcus (Deon Richmond) abseilt. Ben steht der Sinn nach etwas Grusel, um sich davon abzulenken, dass seine Freundin ihn verlassen hat. Von Reverend Zombie (bewährtes Overacting von Tony Todd) erhalten sie den Tipp, zu „Marie Laveau’s House of Voodoo“ zu gehen. Die von Shawn (Parry Shen) mehr schlecht als recht geleitete „Haunted Swamp Tour“ mit einem Haufen anderer Touristen beginnt eher langweilig, auch wenn Ben auf linkische Weise versucht, zu der ruhigen Marybeth (Amara Zaragoza) Kontakt aufzunehmen. Als das Boot auf einen Fels läuft und die Gruppe im nächtlichen Regen von Bord muss, ahnen die Teilnehmer noch nicht, dass Victor Crowley sie alsbald mit offenen Armen empfangen wird …

Victor Crowley schlägt zu

In einer Doppelrolle als Victor Crowley und – in einem kurzen Rückblick – dessen Vater ist Kane Hodder zu sehen, der mit Jason Vorhees in vier „Freitag, der 13.“-Filmen von 1988 bis 2001 eine andere Ikone des Slasherfilms gespielt hat und auf Horror-Conventions ein gern gesehener Gast ist. Sein missgestalteter Victor Crowley macht mit seinen Opfern nicht viel Federlesens. Die handgemachten Tötungsszenen sind allesamt mit viel Liebe fürs blutige Detail inszeniert und lassen Slasher-Fans vor Freude frohlocken. Der oft plumpe Humor kann da nicht mithalten, aber das ist bei dem Genre ja systemimmanent. Auch die simple Story und Victor Crowleys Hintergrundgeschichte folgen altbekannten Pfaden.

Uncut-Fassung im zweiten Anlauf mit FSK-Segen

Wenig überraschend, dass der Film es im ersten Anlauf nicht schaffte, eine Freigabe zu erhalten. Sunfilm hatte schon angekündigt, „Hatchet“ auch ohne FSK-Siegel auf jeden Fall unzensiert veröffentlichen zu wollen, doch dann erteilte die FSK der ungeschnittenen Fassung im zweiten Anlauf doch noch die Freigabe ab 18 Jahren. Bedauerlich, dass Sunfilm-Nachfolger Tiberius Film heute keine Scheu mehr hat, gekürzte Fassungen zu veröffentlichen. „Hatchet“ bringt Freude.

Die Gruppe wird zunehmend dezimiert …

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Adam Green sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Tony Todd in der Rubrik Schauspieler.

… und sucht ihr Heil in der Flucht

Veröffentlichung: 10. November 2016 als Blu-ray als Teil der „Hatchet Trilogie“ (3-Disc Limited Futurepak Edition), 2. Oktober 2014 als Blu-ray als Teil des 3-Disc-Sets „Hatchet Trilogie – Die Legende vom Sumpfkiller“, 7. April 2011 als Blu-ray, 9. November 2007 als 2-DVD Special Edition im Steelbook und DVD

Länge: 80 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Hatchet
USA 2006
Regie: Adam Green
Drehbuch: Adam Green
Besetzung: Kane Hodder, Joel David Moore, Deon Richmond, Amara Zaragoza (als Tamara Feldman), Mercedes McNab, Parry Shen, Joel Murray, Tony Todd, Robert Englund, Joshua Leonard
Zusatzmaterial: Making-of, Interview, Featurettes („Guts and Gore, „A Twisted Tale“, „The Legend“, „Meeting Victor Crowley“), Bloopers/Outtakes, Trailer
Label/Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © Tiberius Film

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Kinder des Zorns – Tod im Maisfeld

Children of the Corn

Von Volker Schönenberger

Horror // Im beschaulichen Örtchen Gatlin in Nebraska schien an jenem Tag alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Während seine Schwester Sarah (Anne Marie McEvoy) mit Fieber zu Hause im Bett lag, besuchte der Knirps Job (Robby Kiger) mit seinem Vater die Kirche und anschließend ein Diner-Restaurant. Beiläufig berichtet Job – als Stimme aus dem Off –, dass er an dem Tag das einzige Kind beim Gottesdienst war. Alle anderen waren mit einem gewissen Isaac (John Franklin) ins Maisfeld gegangen. Jobs Vater mochte Isaac nicht. Eine Vorahnung? Entsetzt musste der kleine Job ansehen, wie die anwesenden Jugendlichen seinen Vater und alle anderen erwachsenen Gäste des Lokals niedermetzeln. So geschah es auch überall anderswo in Gatlin.

Isaac schlägt die Minderjährigen von Gatlin in seinen Bann

Drei Jahre später ist das junge und sehr verliebte Pärchen Vicky („Terminator“-Heroine Linda Hamilton) und Burt (Peter Horton) in den Weiten Nebraskas abseits der Highways unterwegs. Auf einer Nebenstrecke zwischen weiten Maisfeldern steht aus heiterem Himmel plötzlich ein Junge auf der Fahrbahn. Burt hat keine Chance auszuweichen und fährt ihn über den Haufen. In einem Maisfeld entdeckt Burt jedoch einen blutgesprenkelten Koffer – der Junge war offenbar schon tot, bevor er auf der Straße landete. Bald darauf gerät das Paar nach Gatlin und in die Fänge eines mörderischen Kults.

Job muss Schreckliches ansehen

Religiöser Wahn oder Einfluss eines Dämons? „Kinder des Zorns“ lässt das lange Zeit offen, was die Spannungsschraube durchaus anzieht. Zu den großen Stephen-King-Verfilmungen schließt der Horrorfilm nicht auf, er war im Kino aber ein anständiger Erfolg und hat über die Jahre seine Fans gefunden. Etwas mehr Substanz hätte die Kurzgeschichten-Adaption gut vertragen können, aber mehr gab die Vorlage eben nicht her – ein paar Freiheiten hat sich der Drehbuchautor genommen. Der Junge Job als nicht dem Kult verfallenes Kind beispielsweise ist neu hinzugekommen. Die Inszenierung der bedrückenden Weite der Maisfelder setzt in einigen Passagen atmosphärische Akzente und bringt Spannung. Das Grauen spielt sich vornehmlich bei Tageslicht ab, durchaus ungewöhnlich für einen Horrorfilm. Als Pluspunkt ist die Personalie John Franklin zu werten, der Isaac mit Engelsgesicht und hypnotisierendem Blick eine sinistre Aura verleiht. Auch Courtney Gains passt gut in die Rolle von Isaacs eifrigem Handlanger Malachai – einfach gestrickt, dienstbeflissen bis zur Skrupellosigkeit, böse und sogar gegenüber seinem jüngeren Boss mit eigenem Kopf. Insgesamt hebt sich „Kinder des Zorns“ somit über den Durchschnitt der vielen Stephen-King-Verfilmungen, von denen es ja durchaus einige völlig missratene gibt. Wer an Filme mit mörderischen Kindern interessiert ist, möge sich Narciso Ibáñez Serradors spanischen Schocker „Ein Kind zu töten …“ („¿Quién puede matar a un niño?“, 1976) zu Gemüte führen, der hierzulande aufgrund einer skurrilen Auflösung in der deutschen Synchronisation auch unter dem bescheuerten Titel „Tödliche Befehle aus dem All“ vermarktet worden ist und 2012 in Mexiko ein sogar recht gelungenes Remake mit dem Titel „Come Out and Play – Kinder des Todes“ erhalten hat.

Ein bizarrer Kult entsteht

Stephen Kings Kurzgeschichte „Kinder des Mais“ („Children of the Corn“) wurde erstmals 1977 im Penthouse-Magazin veröffentlicht. Ein Jahr später erschien sie als Teil der Kurzgeschichtensammlung „Nachtschicht“ („Night Shift“), aus der einige King-Verfilmungen hervorgingen, darunter „The Mangler“ (1995), „Manchmal kommen sie wieder“ (1991) sowie Kings einzige – und missratene – Regiearbeit „Rhea M – Es geschah ohne Warnung“ (1986).

„Und ein Kind soll sie führen.“ So steht es geschrieben

capelight pictures hatte „Kinder des Zorns“ im Verbund mit Teil zwei und drei 2014 als Blu-ray im Mediabook veröffentlicht – damals waren alle drei Filme noch indiziert. 2017 erfolgte die Listenstreichung inklusive Einstufung mit FSK-Freigabe ab 16 Jahren, sodass das Label nunmehr eine ebenso schöne Edition als Steelbook mit Reliefprägung folgen ließ, der obendrein das fürs Fernsehen gedrehte 2009er-Remake von Teil eins beiliegt. Ob man sich das Mediabook oder das Steelbook in die Sammlung stellt, bleibt wohl Geschmackssache – die einen schwören auf das eine Format, die anderen auf das andere. Das Steelbook enthält die neue Arrow-Video-Abtastung des ersten Teils, das mag für manchen Filmfan den Ausschlag geben. Dem Steelbook-Verächter entgeht damit das TV-Remake, wer auf das Mediabook verzichtet, dem entgeht auch das schöne Booklet mit vielen Bildern und einem kenntnisreichen Text von Gerhard Maier. Insgesamt brachte es das „Kinder des Zorns“-Franchise bislang auf sieben Teile plus die erwähnte Fernseh-Neuverfilmung.

Das Liebespaar Vicky und Burt muss um sein Leben fürchten

Stephen King bei „Die Nacht der lebenden Texte“:

Der dunkle Turm (2017)
Es (2017)
11.22.63 – Der Anschlag (2016)
Mercy – Der Teufel kennt keine Gnade (2014)
Stephen King’s A Good Marriage (2014)
Carrie (2013)
Stephen Kings Stark – The Dark Half (1993)
Manchmal kommen sie wieder (1991)
Katzenauge (1985)
Werwolf von Tarker Mills (1985)
Der Feuerteufel (1984)
Kinder des Zorns (1984)
Christine (1983)
Dead Zone (1983)
Shining (1980)
Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976)

Auch Isaac muss Federn lassen

Veröffentlichung: 27. Dezember 2017 als Blu-ray im Steelbook (inklusive der Fortsetzungen „Kinder des Zorns II“, „Kinder des Zorns III“ und dem TV-Remake „Kinder des Zorns“), 8. Dezember 2017 als DVD, 5. Dezember 2014 als Blu-ray im 3-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (3 Blu-rays inklusive der beiden Fortsetzungen), 5. September 2009 als DVD mit Teil 1 und 2, 1. September 2004 als DVD (gekürzt, FSK 16), 10. April 2001 als DVD

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Children of the Corn
USA 1984
Regie: Fritz Kiersch
Drehbuch: George Goldsmith, nach einer Kurzgeschichte von Stephen King
Besetzung: Linda Hamilton, Peter Horton, R. G. Armstrong, John Franklin, Courtney Gains, John Philbin, Robby Kiger, Anne Marie McEvoy, Julia Maddalena
Zusatzmaterial Steelbook: Bonusmaterial zu Teil 1: Audiokommentar mit „Kinder des Zorns“-Historiker John Sullivan und Horror-Journalist Justin Beahm, Audiokommentar mit Regisseur Fritz Kiersch, Produzent Terrence Kirby und den Schauspielern John Franklin & Courtney Gains, „Cut from the Cornfield“: Interview mit Rich Kleinberg über die berüchtigte „verlorene“ „Blue Man“-Szene, „Field of Nightmares“: Interview mit Drehbuchautor George Goldsmith, „Harvesting Horror“: Das Making-of von „Kinder des Zorns“, „It Was the Eighties!“: Interview mit Linda Hamilton, „Stephen King on a Shoestring“: Interview mit Produzent Donald, P. Borchers; „Welcome to Gatlin“: Interview mit Produktionsdesigner Craig Stearns und Komponist Jonathan Elias, Bilder- Postergalerie, Storyboard-Skizzen, Titelsequenz-Skizzen, Kinotrailer zu Teil 1–3, Blu-ray-Remake-Bonus: Featurette: „Rough Cuts: Remaking Children of the Corn“ – „Neue Richtungen“, „Die Darsteller“, „Leben und Sterben in Gatlin“, „Fliege
an der Wand“, Kinotrailer „Kinder des Zorns“ (1984)
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Szenenfotos: © capelight pictures / Al!ve AG

 

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Haus des Grauens – Des Wahnsinns fette Beute

Paranoiac

Von Volker Schönenberger

Psychothriller // War 1963 das Jahr der Familien am Rande des Nervenzusammenbruchs? In der von Roger Corman produzierten frühen Francis-Ford-Coppola-Regiearbeit „Dementia 13“ ging es ebenfalls um die Erbschaft einer begüterten Familie und tödliche Umtriebe. In der Hammer-Films-Produktion „Haus des Grauens“ sind es die Ashbys, bei denen der Haussegen gehörig schief hängt. Eleanor (Janette Scott) hat den Unfalltod ihrer Eltern elf Jahre zuvor nie verwunden. Dass sich wenige Jahre später ihr Bruder Tony anscheinend in selbstmörderischer Absicht von den nahe gelegenen Klippen ins Meer stürzte, wirkte zusätzlich traumatisierend. Sein Leichnam wurde nie gefunden.

Lebemann Simon hegt finstere Absichten

Eleanors zweiter Bruder Simon (Oliver Reed) frönt dem Alkohol, schnellen Autos und schönen Frauen und lebt auf diese Weise über seine Verhältnisse. Nur noch wenige Wochen trennen ihn vom Zugriff auf die Erbschaft – das Vermögen wurde seit dem Tod der Eltern vom Treuhänder John Kosset (Maurice Denham) verwaltet, der die Ashby-Nachkommen eher kurz hielt. Verständlicherweise passt es Simon gar nicht, als wie aus heiterem Himmel ein Mann (Alexander Davion) auftaucht, der behauptet, Tony Ashby zu sein und seinen Selbstmord seinerzeit vorgetäuscht zu haben. Muss das Erbe nun durch drei geteilt werden?

Auf den Spuren von „Die Teuflischen“

Ich gestehe: Meine Sichtung von Henri-Georges Clouzots „Die Teuflischen“ (1954) liegt zu lange zurück, als dass ich mich zu ausführlichen Vergleichen hinreißen lassen könnte. Jedenfalls lösten Henri-Georges Clouzots Regiearbeit und natürlich Alfred Hitchcocks „Psycho“ (1960) einen Boom an Psychothrillern aus, die mal mit mehr, mal mit weniger Horror-Elementen daherkamen. Da wollte auch die britische Produktionsfirma Hammer Films nicht nachstehen – „Ein Toter spielt Klavier“ („Taste of Fear“) markierte 1961 den ersten Beitrag mit kräftigem Psycho-Einschlag.

Driftet Eleanor (r.) in den Wahnsinn ab?

„Paranoiac“, so der Originaltitel von „Haus des Grauens“, zeigt in schönen Schwarz-Weiß-Bildern einen mit vollem Einsatz aufspielenden Oliver Reed, seinerzeit mit Filmen wie „Der Fluch von Siniestro“ (1961) und „Sie sind verdammt“ (1963) zum Stammpersonal von Hammer Films zu zählen. Reeds kraftvolle Präsenz lässt die anderen Figuren etwas in den Hintergrund rücken, speziell Alexander Davion als verlorener Sohn – oder Hochstapler? – Tony kann da charismatisch leider nicht ganz mithalten.

Verlorener Sohn oder Hochstapler?

Die mehrschichtige Story gleicht das aber aus. Ein Sohn mit finsteren, ein Heimkehrer mit undurchsichtigen Absichten – das bringt Spannung und eine Erwartungshaltung, die vom weiteren Verlauf auch eingelöst wird. Gleitet Eleanor langsam in den Wahnsinn ab? Das Schicksal der jungen Frau interessiert uns. Die Schaffung von Atmosphäre wird bei Hammer seit jeher großgeschrieben, auch „Haus des Grauens“ hält die Messlatte in dieser Hinsicht hoch, nicht zuletzt auch durch die sperrige Musik.

Die junge Frau freut sich über Tonys Rückkehr – aber ist es Tony?

An der Neuveröffentlichung von „Haus des Grauens“ von Anolis Entertainment gibt es wie gewohnt nichts zu mäkeln. Der 20. Teil der Hammer Edition des Labels gehört zu den weniger bekannten Filmen der Produktionsfirma. Umso positiver ist zu würdigen, dass Anolis auch diesmal die selbst auferlegten Qualitätsstandards hält. Hammer-Films-Sammler werden sich den Film sowieso zulegen – ob in Form des Mediabooks oder als Softcase-Edition. Wer beklemmendem Psycho-Thrill frönt, kann ebenfalls bedenkenlos zuschlagen. Ein Jahr später legte die kreative Kombination aus Drehbuchautor Jimmy Sangster und Regisseur Freddie Francis mit „Der Satan mit den langen Wimpern“ gekonnt einen weiteren Psychothriller nach.

Simon (r.) hat da Zweifel

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Freddie Francis sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Oliver Reed in der Rubrik Schauspieler. Einen lesenswerten Text über „Haus des Grauens“ gibt’s auch bei den Kollegen von Evil Ed zu lesen.

Was geht im Haus des Grauens vor?

Veröffentlichung: 16. Februar 2018 als Blu-ray im limitierten Mediabook (in zwei Covervarianten) und Blu-ray, 5. Dezember 2008 als DVD

Länge: 80 Min. (Blu-ray), 77 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Paranoiac
GB 1963
Regie: Freddie Francis
Drehbuch: Jimmy Sangster, nach Motiven von Josephine Teys Roman „Brat Farrar“
Besetzung: Janette Scott, Oliver Reed, Sheila Burrell, Maurice Denham, Alexander Davion, Liliane Brousse, Harold Lang, Arnold Diamond, John Bonney, John Stuart
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz, Making-of, amerikanischer Kinotrailer, deutscher, britischer und französischer Werberatschlag, Filmprogramm, Bildergalerie, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet mit Texten von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad
Label/Vertrieb: Anolis Entertainment (Vertrieb DVD: Koch Films)

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Fotos & Packshots: © 2018 Anolis Entertainment

 

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