RSS

Schlagwort-Archive: Horror

Gewinnspiel: 1 x Wildling als Limited Collector’s Edition Mediabook

Verlosung

Ein bei seinem verschrobenen „Daddy“ in einer abgelegenen Waldhütte aufgewachsenes Mädchen kommt als 16-Jährige bei der Gesetzeshüterin der nächstgelegenen Kleinstadt unter. Doch die Teenagerin umgibt ein dunkles Geheimnis. capelight pictures hat das mit Liv Tyler und Brad Dourif besetzte Horrordrama „Wildling“ kürzlich im Mediabook veröffentlicht. Das Verlosungsexemplar aus dem Dezember-Gewinnspiel ging seinerzeit an Wulf Brandt – und der hat es uns nach einmaliger Sichtung zurückgegeben, damit wir es erneut unter die Leute bringen können. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerin oder des kommenden Gewinners! Wulf ist kein ausgewiesener Horrorfan, ihm reichte es, den Film einmal zu sichten. Er ist mit dem Mediabook sorgsam umgegangen, es befindet sich nach wie vor in hervorragendem Zustand.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 2,60 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Andreas’ Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 23. Juni 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes. Da sich dort bereits Kommentare befinden, gilt diesmal, dass lediglich Antworten ab Beginn der Laufzeit dieses erneuten Gewinnspiels zur Teilnahme führen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Dezember dürfen sich aber selbstverständlich an ihren früheren Antworten orientieren.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf das Mediabook. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Rezension von „Wildling“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Werbeanzeigen
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Die Gruft des Grauens – Vampir als Vergewaltiger

Grave of the Vampire

Von Volker Schönenberger

Horror // Des Nachts auf einem nebelumwobenen Friedhof. Wir sehen eine massive Gruft, der Name Croft ist erkennbar. Dann hebt sich langsam der Deckel … Ein junges Pärchen hält nach einer Party auf dem Heimweg noch auf eben diesem Friedhof – warum auch immer die beiden das tun. Leslie Hollander (Kitty Vallacher) und ihr Freund Paul (Jay Scott) unterhalten sich, im Auto kommen sie einander näher. Doch Caleb Croft (Michael Pataki) steigt aus seinem Grab, tötet Paul und saugt ihm das Blut aus dem Leib. Dann widmet er sich Leslie, zieht die junge Frau in ein frisch gegrabenes Grabloch und vergewaltigt sie. Als der Morgen graut, sucht der Vampir in einem baufälligen Haus einen Unterschlupf, der ihm Schutz vor der Sonne bietet.

Bald darauf erfährt Leslie, dass sie schwanger ist. Sie ist erfreut, glaubt, es sei Pauls Baby. Ihr Hausarzt aber warnt sie: Was sie in ihrem Leib trage, sei kein normales menschliches Wesen, sondern ein Parasit. Doch die junge Frau lässt sich nicht beirren. Derweil frönt Caleb Croft weiter seinem unersättlichen Blutdurst. Neun Monate nach dem grausigen Ereignis auf dem Friedhof bringt Leslie einen Jungen zur Welt, den sie mit ihrem Blut ernährt. Der Knabe wächst zu einem stattlichen jungen Mann heran: James Eastman (William Smith), der sich als Student auf die Suche nach seinem Vater begibt, um ihn zu töten.

Beinahe ein Oscar für John Hayes

Regisseur John Hayes war sogar mal für einen Oscar nominiert: 1959 für den von ihm produzierten Kurzfilm „The Kiss“, zu dem er auch das Drehbuch geschrieben hatte. Als Filmemacher kam er über den Sektor der B-Movies und Exploitationfilme nicht hinaus, drehte bisweilen sogar Pornos. „Die Gruft des Grauens“ ist natürlich weit davon entfernt, zu den Großtaten des Vampirfilms aufzuschließen. In nur elf Tagen mit einem Budget von 50.000 US-Dollar gedreht, hat das Werk allerdings auch wenig mit Trash-Machwerken vom Schlage des ein Jahr früher entstandenen „Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein“ zu tun. Das geringe Budget sieht man dem Indie-Schocker natürlich an, aber er hat doch seine gruseligen Momente.

Paul muss dran glauben

Vampir Caleb Croft ist gar nicht schlecht geraten. Seine anfangs arg billig wirkende Maskerade ist bald darauf glücklicherweise nicht mehr notwendig, da sich der Vampir dank ausreichend oraler Blutzufuhr sichtlich verjüngt. Etwas fehlbesetzt erscheint allerdings William Smith als Protagonist, der seinen vampirischen Neigungen nicht folgen und stattdessen mit seinem Vater abrechnen will. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits über 30 Jahre alt, habe ich ihm den jungen Studenten einfach nicht abgenommen. Seine Motivation wirkt auch nicht unbedingt schlüssig, sein Wesen wirkt undurchdacht: Ist er nun ein Vampir oder nicht? Weshalb will er seinen Vater töten? Und woher weiß er, wie er ihn finden kann? Vielleicht ist mir einiges entgangen, aber es tun sich doch ein paar Logiklöcher auf – natürlich keine Seltenheit bei Produktionen wie dieser. Die Kamera findet einige stimmungsvolle Bilder und Einstellungen. Bis zum Showdown im Anschluss an eine Séance mangelt es etwas an Höhepunkten, die interessante Story macht den Streifen aber doch sehenswert.

Nach 25 Jahren vom Index entfernt

1982 indiziert, wurde „Die Gruft des Grauens“ 2007 turnusmäßig nach 25 Jahren von der Liste gestrichen. Rechtzeitig zur Veröffentlichung der deutschen DVD durch Studio Hamburg Enterprises im Januar 2019 erhielt der Horrorfilm von der FSK eine Altersfreigabe ab 16 Jahren für die ungeschnittene Fassung, was angemessen erscheint. Das Label hat dennoch das rote FSK-18-Logo aufs Cover gepackt, warum auch immer – ob als Köder für hartgesottene Horrorfans oder aufgrund eines Trailers mit 18er-Freigabe in der Trailershow. Laut Vermerk auf dem Backcover der DVD handelt es sich um eine neue Abtastung aus dem Jahr 2017. Hohen qualitativen Ansprüchen genügt sie nicht, was auch für die deutsche und englische Tonspur gilt. In den USA hat „Shout! Factory“ den Film kürzlich sogar als Blu-ray veröffentlicht. Da „Die Gruft des Grauens“ in den USA als Public Domain eingestuft ist, kann er sogar kostenlos und völlig legal im Internet Archive angeschaut und heruntergeladen werden. Das mag manchen Vampirfans für diesen Film vielleicht sogar reichen.

Caleb Croft ist wieder da

Veröffentlichung: 18. Januar 2019 als DVD

Länge: 86 Min.
Altersfreigabe: FSK 16 (18)
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Grave of the Vampire
USA 1972
Regie: John Hayes
Drehbuch: David Chase
Besetzung: William Smith, Michael Pataki, Lyn Peters, Diane Holden, Lieux Dressler, Ernesto Macias, Jay Adler, Carmen Argenziano, William Guhl, Margaret Fairchild, Abbi Henderson
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Label/Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises

Copyright 2019 by Volker Schönenberger
Szenenfotos: © 2019 Studio Hamburg Enterprises

 
 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Polaroid – Tödliche Schnappschüsse

Polaroid

Von Andreas Eckenfels

Horror // Es tut gut, dass zur Abwechslung mal nicht das Logo des derzeit marktführenden Horror-Studios Blumhouse Productions zum Filmstart erscheint. Stattdessen flimmert der gute alte Schriftzug von Dimension Films über den Bildschirm, dem Studio, welches uns unter anderem Genre-Klassiker wie „From Dusk Till Dawn“ (1996), „Sin City“ (2005) oder die „Scream“-Reihe (1996–2011) bescherte. Allerdings hat dies heute einen durchaus bitteren Beigeschmack: Die Firma gehörte zu The Weinstein Company. Aufgrund des Skandals rund um Filmproduzent Harvey Weinstein wurde die Veröffentlichung einiger bereits abgedrehter Filme lange auf Eis gelegt. So erwischte es außer dem „Ziemlich beste Freunde“-Remake „Mein Bester & ich“ auch „Polaroid“, der ursprünglich im August, dann im November 2017 in den USA und im Dezember 2017 hierzulande hätte starten sollen. Der Termin wurde immer wieder verschoben, nach der Insolvenz von The Weinstein Company konnte sich schließlich 2018 Lantern Entertainment einen Großteil der Rechte an der Weinstein-Filmothek sichern. Und so gab es doch noch ein Happy End: Im Januar 2019 lief der Teenie-Horrorstreifen in den deutschen Kinos an, nun ist er fürs Heimkino erhältlich.

Sarah (l.) und Linda finden auf dem Dachboden eine alte Polaroid-Kamera

Die schüchterne Highschool-Schülerin Bird (Kathryn Prescott) bessert sich in einem Antiquitätenladen ihr Taschengeld auf. Nicht ganz ohne amouröse Hintergedanken überreicht ihr Tyler (Davi Santos) ein besonderes Geschenk, welches der Neffe des Besitzers auf einem Flohmarkt entdeckt hat: eine Polaroid-Sofortbildkamera. Die Hobbyfotografin ist völlig aus dem Häuschen. Wie sie sogleich bemerkt, handelt es sich um eine SX-70, ein rares Modell, welches in den 1970er-Jahren produziert wurde. Für Tyler gibt es im Gegenzug leider nicht den ersehnten Kuss. Bird ist nämlich heimlich in den coolen Connor (Tyler Young) verknallt. Immerhin schießt sie sogleich mit der Polaroid-Kamera ein Foto von Tyler – was den jungen Mann kurz darauf allerdings das Leben kostet. Denn was Bird noch nicht weiß: Jede Person, die von der Kamera abgelichtet wird, stirbt auf mysteriöse Weise …

Ein Kurzfilm wird auf Länge gestreckt

Für den norwegischen Regisseur Lars Klevberg ging wohl ein Traum in Erfüllung: Sein Horror-Kurzfilm „Polaroid“ (2015) wurde weltweit auf einigen Filmfestivals gezeigt – unter anderem sogar im spanischen Torremolinos prämiert – und eine Kopie davon landete auf dem Laptop des Hollywood-Produzenten Roy Lee („Ring“, „Der Fluch – The Grudge“)! Wie schon zuvor James Wan mit „Saw“ oder David F. Sandberg mit „Lights Out“ durfte Klevberg die Langfassung seiner Geschichte auch noch selbst inszenieren. Was will man mehr als junger Filmemacher? Den 15-minütigen Kurzfilm könnt ihr euch auf seiner Vimeo-Seite kostenlos und legal ansehen.

Die Kamera landet später bei Hobbyfotografin Bird

Der Vorspann, in dem „Riverdale“-Beauty Madelaine Petsch einen tragenden Gastauftritt hat und wir gleich erfahren, dass die Kamera wohl nichts Gutes hinter ihrer Linse führt, übernimmt dabei fast 1:1 die Geschichte des Kurzfilms. Danach zeigt sich wieder einmal das Problem, welches solche Projekte häufig mit sich herumtragen: Der knappe Inhalt muss mühsam auf Spielfilmlänge gestreckt werden. Drehbuchautorin Blair Butler bemüht sich zwar, eine glaubhafte und spannende Hintergrundgeschichte für den Fluch abzuliefern, bedient sich aber für die eigentliche Handlung zahlreicher bekannter Vorbilder, was auch schon auf dem DVD-Cover als Werbebotschaft passend formuliert wird: „The Ring“ trifft auf „Final Destination“! Mit der Kamera gibt es einen verfluchten Alltagsgegenstand und jeder und jedem, der auf einem Foto verewigt wird, droht der Tod – wobei der Fluch, wie die austauschbare Teenager-Clique bald herausfindet, natürlich eigenen Regeln unterliegt. Dazu gibt es die üblichen schemenhaften Schattenspiele – lauert da was Böses im Hintergrund? – und nervige Jump-Scares. Soweit, so bekannt sind die Zutaten.

Das Grauen ist erwacht

Viel zu selten blitzen hier und da ein paar originelle und atmosphärische Momente auf, die Klevberg leider nicht durch den kompletten Film platziert, aber immerhin eine eigene Handschrift erkennen lassen. So gibt es leider nur zu Beginn einige Einstellungen, die wirken, als ob sie durch einen Kamerasucher aufgenommen wurden. Auch die Idee, dass wenn ein Foto angezündet wird, die darauf befindliche Person in der realen Welt ebenfalls anfängt zu brennen, ist ziemlich gut – aus dieser Spielerei hätte man wesentlich mehr machen können. „Polaroid“ richtet sich ziemlich klar an eine jugendliche Zielgruppe, die auch durchaus ihren Gruselspaß haben wird. Es bleibt zu hoffen, dass Lars Klevberg in seiner kommenden Regiearbeit mehr zeigen kann: Sein „Chucky“-Reboot startet am 18. Juli in den Kinos und wird von Horror-Fans wohl wesentlich kritischer beäugt werden als dieser blasse „Polaroid“-Schnappschuss.

Kann Bird den Fluch stoppen, bevor sie selbst zum Opfer wird?

Veröffentlichung: 17. Mai 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 88 Min. (Blu-ray), 84 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Polaroid
KAN/NOR/USA 2019
Regie: Lars Klevberg
Drehbuch: Blair Butler
Besetzung: Kathryn Prescott, Tyler Young, Samantha Logan, Keenan Tracey, Priscilla Quintana, Mitch Pileggi, Madelaine Petsch, Erika Prevost, Davi Santos
Zusatzmaterial: Kinotrailer, Filmtipps
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2019 by Andreas Eckenfels

Szenenfotos, Packshot & Trailer: © 2019 capelight pictures

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: