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Gewinnspiel: 3 x The Crucifixion auf Blu-ray

Verlosung

William Friedkin hat das Horror-Subgenre des Exorzistenfilms 1973 mit „Der Exorzist“ gleichermaßen begründet und zu Ende geführt. Nichts was danach kam, kann diesem Meisterwerk auch nur annähernd das Wasser reichen. Gleichwohl versuchen sich immer wieder Filmemacher daran, mal durchaus gelungen wie bei „Der letzte Exorzismus“ von 2010, mal völlig missraten wie bei dessen 2013er-Fortsetzung „Der letzte Exorzismus – The Next Chapter“. Nun hat sich der französische „Frontière(s)“-Regisseur Xavier Gens mit „The Crucifixion“ an dem Thema versucht. Tiberius Film hat uns davon drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Andreas’ Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 11. Februar 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Fallen euch keine Filme ein, die Ihr nennen könnt, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Christian Anger,
– Alexandra Deppe,
– Sascha Grunert.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „The Crucifixion“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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The Crucifixion – Teufelsaustreibung in Rumänien

The Crucifixion

Von Andreas Eckenfels

Horror // Mit seinem Spielfilmdebüt „Frontière(s)“ (2007) setzte Xavier Gens die Messlatte in Sachen Gewaltdarstellung enorm hoch. Der Regisseur wurde in einem Atemzug mit seinen französischen Kollegen Alexandre Aja („High Tension“, 2003), Alexandre Bustillo, Julien Maury („Inside“, 2007) sowie Pascal Laugier („Martyrs“, 2008) genannt, die mit ihren Werken die Grenzen des Terrorkinos ausloteten und teils überschritten. Doch nach der Videospielverfilmung „Hitman – Jeder stirbt alleine“ (2007) und dem Endzeithorrorthriller „The Divide“ (2011) wurde es ruhig um Gens. Der Franzose inszenierte lediglich noch die knapp sechsminütige Episode „X is for XXL“ für die Horror-Anthologie-Reihe „The ABCs of Death“ (2012), in der besonders die Make-up-Experten ordentlich zu tun hatten, sowie drei Folgen der Krimiserie „Crossing Lines“. So durfte man zehn Jahre nach dem Erstling durchaus auf seinen vierten Spielfilm „The Crucifixion“ gespannt sein, zumal das Drehbuch zu dem Exorzismus-Horrorfilm auch noch von den Hayes-Zwillingen stammte, die als Autoren für die „Conjuring“-Teile durchaus frischen Wind ins Mainstream-Horrorkino gebracht hatten.

Besessen oder psychisch gestört?

Die junge US-amerikanische Journalistin Nicole (Sophie Cookson, „Kingsman – The Secret Service“) überzeugt ihren Chefredakteur (Jeff Rawle) davon, dass im fernen Rumänien eine Wahnsinnsstory lauert: Ein Priester (Iván González) und eine Gruppe von Nonnen wurden festgenommen, nachdem sie an der angeblich besessenen Schwester Adelina (Ada Lupu) einen Exorzismus inklusive Kreuzigung durchgeführt hatten. Die Ordensfrau starb bei der Teufelsaustreibung qualvoll. Doch der Priester beharrt darauf, nicht er, sondern ein Dämon habe den Tod herbeigeführt. Hat er eine psychisch gestörte Frau getötet oder war sie tatsächlich besessen? Bei ihren Nachforschungen vor Ort macht sich Nicole ein Bild von der Lage. Bis auf Schwester Vaduva (Brittany Ashworth) und Priester Anton (Corneliu Ulici) zeigen sich die weiteren Klostermitarbeiter nicht besonders gesprächsbereit, was auch daran liegen mag, dass die Journalistin seit dem Krebstod ihrer Mutter nicht an Gott und die Kirche glaubt. Doch bald wird Nicole selbst Zeuge seltsamer Ereignisse, für die es keine rationalen Erklärungen zu geben scheint. Hat der Dämon ein neues Opfer gefunden?

Der wahre Fall der Maricica Cornici

Laut einführender Texttafeln basiert „The Crucifixion“ auf einer wahren Begebenheit, welche allerdings nicht genauer benannt wird. Da der Film im Jahr 2004 angesiedelt ist und es auch sonst starke inhaltliche Parallelen gibt, liegt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um einen Fall handelt, der sich 2005 im ostrumänischen Tanacu ereignete: Die 23-jährige Novizin Maricica Cornici starb während einer Exorzismus-Zeremonie. Der verantwortliche Priester beteuerte seine Unschuld, wurde aber 2007 zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Geschichte von Maricica Cornici wurde bereits 2012 unter dem Titel „Jenseits der Hügel“ von Cristian Mungiu („4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“) verfilmt.

Schwester Adelina stirbt einen qualvollen Tod am Kreuz

Ob der Priester schuldig ist oder nicht, spielt in Gens’ Film keine Rolle. Der reale Vorfall dient lediglich als Aufhänger für eine Aneinanderreihung von Genreklischees über Dämonen und Besessenheit, die man so oder ähnlich schon viele Male gesehen hat – und das meist auch weitaus origineller und furchteinflößender. Nach der durchaus gelungenen Eingangssequenz, in der Schwester Adelina am Kreuz gefesselt Qualen durchleidet, stellt sich besonders in der ersten Hälfte schnell Leerlauf ein. Wenn die Journalistin Nicole ihren Recherchen nachgeht und in endlos wirkenden Dialogen Einheimische befragt, wirkt die Handlung mehr wie ein Kriminalstück statt wie ein Horrorschocker. Dabei wird das Mysterium, ob es Mord war oder vielleicht doch eine übernatürliche Macht gewerkelt hat, von Anfang an verworfen. „The Crucifixion“ macht keinen Hehl daraus, dass ein Dämon die Schuld trägt – und wirft dadurch einiges an Spannungspotenzial über Bord.

Propaganda für den Katholizismus?

Es ist natürlich schwer, dem Exorzistenhorror-Subgenre neue Aspekte abzugewinnen. Doch von dem Gespann Gens-Hayes hätte man mehr erwarten dürfen als nur ein paar vorhersehbare, in regelmäßigen Abständen eingestreute Jump-Scare-Momente, die den Zuschauer kurzzeitig aus der Lethargie hochschrecken lassen sollen. Auch wer aufgrund des Regisseurs auf Gewaltspitzen hofft, wird enttäuscht. Da gibt es nicht viel zu sehen, was die Freigabe ab 16 Jahren in Frage stellen würde. Und wenn gegen Ende endlich die Teufelsaustreibung vollzogen wird, ist sie auch nur von kurzer Dauer und unspektakulär in Szene gesetzt. Eine schnelle Erlösung. Dabei stößt besonders übel auf, dass die gepredigte Botschaft über die Macht des Glaubens sich wie ein unterschwelliges Propagandaprogramm für den Katholizismus anfühlt.

Journalistin Nicole forscht in Rumänien nach

Es bleibt zu hoffen, dass Xavier Gens mit seinem neuen Film zu alter Form zurückfindet: Der Survival-Thriller „Cold Skin“ wurde bereits auf den diesjährigen Fantasy Filmfest White Nights gezeigt. Welche Exorzisten-Filme jenseits von William Friedkins 1973er-Meisterwerk „Der Exorzist“ könnt Ihr empfehlen?

Schwester Adelina (l.) hat sich nicht immer vorbildlich benommen

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Xavier Gens sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Veröffentlichung: 1. Februar 2018 als 3D-Blu-ray, Blu-ray und DVD

Länge: 89 Min. (Blu-ray), 86 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Crucifixion
USA/GB/RUM 2017
Regie: Xavier Gens
Drehbuch: Chad Hayes, Carey W. Hayes
Besetzung: Sophie Cookson, Corneliu Ulici, Brittany Ashworth, Ada Lupu, Iván González, Matthew Zajac, Radu Bânzaru, Florian Voicu, Jeff Rawle
Zusatzmaterial: Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2018 by Andreas Eckenfels

Der Dämon lässt einiges auf Nicole niederprasseln

Fotos & Packshot: © 2018 Tiberius Film

 
 

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