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Schlagwort-Archive: Jack Lemmon

Gewinnspiel: 2 x Der Glückspilz auf Blu-ray

Verlosung

„Der Glückspilz“ zeigt das Traumpaar Jack Lemmon und Walter Matthau als Schwäger, die nach einem Unfall bei einem Football-Spiel die Versicherung betrügen wollen. Koch Films hat Billy Wilders Komödie von 1966 kürzlich erstmals auf Blu-ray und in Neuauflage auf DVD veröffentlicht und uns zwei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Simons Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 7. Oktober 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Imke,
– Sören Prescher.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Der Glückspilz“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Billy Wilder (VI): Der Glückspilz – Traumpaar falscher Patient und Winkeladvokat

The Fortune Cookie

Von Simon Kyprianou

Komödie // Der Kameramann Harry Hinkle (Jack Lemmon) wird bei einem Football-Match leicht verletzt, als ihn der Spieler Luther „Boom Boom“ Jackson (Ron Rich) umrennt. Harrys gerissener Schwager Willie Gingrich (Walter Matthau) wittert die Chance: Der Rechtsanwalt – besser: Winkeladvokat – überredet den Sportreporter, eine Lähmung vorzutäuschen, um Schmerzensgeld von der Versicherung zu kassieren. Nebenbei nutzt der Verletzte die Situation, um sich wieder Chancen bei seiner Ex-Frau Sandy (Judi West) zu schaffen. Die Versicherung wiederum schickt ihren Agenten Purkey (Cliff Osmond) los, um den Fall zu prüfen und Harry auf den Zahn zu fühlen. Damit ist das Chaos perfekt.

Bei einem Football-Spiel wird Kameramann Harry verletzt

„Der Glückspilz“ ist ein Selbstläufer in jedem Sinne: Billy Wilders Regie ist klassisch und funktional, aber leider auch ohne viele große Einfälle, wie sie immer wieder in seinen früheren Filmen (und teilweise auch seinen späteren) zu sehen sind, Matthau und Lemmon sind natürlich wunderbar, einzeln und vor allem im Verbund, sie vitalisieren diesen Film geradezu. Die Geschichte ist vergnüglich und wird leicht und angenehm verdaulich vorgetragen. Leider traut sich der Film nicht, sich so böse, so scharf und präzise in den Beobachtungen oder schlicht derb zu geben, was viele von Wilders übrigen Komödien auszeichnet, etwa „Das Appartement“, oder „Das Privatleben des Sherlock Holmes“. Immerhin fällt „Der Glückspilz wenigstens ansatzweise erfreulich fies aus.

Oscar für Walter Matthau

Der Film ist zweifellos ein Vergnügen, viele Gags gehen auf, den Schauspielern bei der Arbeit zuzusehen, ist eine große Freude, die Chemie zwischen dem Hauptdarsteller-Duo ist hervorragend – nicht umsonst brachten sie es auf stolze zehn gemeinsame Filme. Matthau gewann für seinen Auftritt als durchtriebener Rechtsverdreher 1967 verdientermaßen den Oscar als bester Nebendarsteller.

Sein gerissener Schwager Willie will das ausnutzen

Die Dialoge von Wilder und seinem langjährigen Drehbuch-Partner I. A. L. Diamond sind sehr gut, aber der Film ist stellenweise langatmig und leidet unter seiner überlangen Laufzeit. Vor allem zum Ende hin überlebt sich das Vergnügen etwas, und Wilders Regie kann der aufkommenden Behäbigkeit des Drehbuchs wenig entgegensetzen. Was sehr schade ist, wenn man an Wilders temporeiche Komödien wie „Eins, zwei, drei“ denkt. Etwas mehr Tempo hätte vielleicht auch schon gereicht, um aus „Der Glückspilz“ nicht nur einen guten, sondern einen sehr guten Film zu machen, denn auch humoristisch hätte ein wenig Verdichtung nicht geschadet.

Erstmals als Blu-ray

Der Film ist sicher keiner der Gebirgsgipfel in Wilders (Spät-)Werk, natürlich trotzdem sehenswert, wenn möglich auf der schönen neuen Blu-ray. Danach kann man ja auch mit weiteren späten Wilder-Filmen weitermachen, am besten gleich mit „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ von 1970, der kürzlich ebenfalls auf Blu-ray erschienen ist. Welcher gemeinsamer Leinwandauftritt von Jack Lemmon und Walter Matthaus ist euer Favorit?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Billy Wilder sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Susan Sarandon in der Rubrik Schauspielerinnen, Filme mit Jack Lemmon und Walter Matthau unter Schauspieler.

Den Schwindel durchzuziehen, fällt Harry nicht immer leicht

Veröffentlichung: 12. Juli 2018 als Blu-ray und DVD, 22. November 2001 als DVD (MGM), 14. März 2008 als DVD (Twentieth Century Fox Home Entertainment)

Länge: 125 Min. (Blu-ray), 121 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Fortune Cookie
USA 1966
Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond
Besetzung: Jack Lemmon, Walter Matthau, Ron Rich, Judi West, Cliff Osmond, Lurene Tuttle, Harry Holcombe, Les Tremayne, Lauren Gilbert, Marge Redmond, Ann Shoemaker
Zusatzmaterial: Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 
 

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Billy Wilder (V): Extrablatt – Aus Hildegard wird Hildebrand

The Front Page

Von Simon Kyprianou

Komödie // Billy Wilders drittletzte Regiearbeit ist die dritte filmische Bearbeitung des Theaterstücks „The Front Page“ von Ben Hecht und Charles MacArthur. Die bekannteste Leinwand-Adaption dürfte Howard Hawks’ „His Girl Friday – Sein Mädchen für besondere Fälle“ von 1940 darstellen. Im Gegensatz zu Hawks’ Film, der den Schlagabtausch der Geschlechter – der natürlich in der Liebe mündet – in den Mittelpunkt der Erzählung stellt, konzentriert sich Billy Wilders Film darauf, die sensationsgierigen, amoralischen Machenschaften der Presse und die von Korruption und Inkompetenz geprägten Machtverhältnisse offenzulegen. Aus Hildegard Johnson im Original wird bei Wilder Hildebrand Johnson (Jack Lemmon), genau wie sein weibliches Pendant ein knallharter und hervorragender Sensationsreporter, der seinem Chef Walter Burns (Walter Matthau) seine Kündigung wegen der bevorstehenden Eheschließung mit seiner Freundin Peggy (Susan Sarandon) eröffnet. Burns ist damit alles andere als zufrieden und sabotiert die Heiratspläne, wo er nur kann, denn er braucht „Hildy“, der für seine Zeitung von einer bevorstehenden Hinrichtung schreiben soll.

Hildy will kündigen und Freundin Peggy heiraten

Bei Wilder tritt der Beziehungsaspekt tatsächlich fast völlig in den Hintergrund. Man hätte ja vielleicht erwarten können, er impliziere eine homoerotische Spannung zwischen den beiden Protagonisten, aber nichts dergleichen ist zu finden. Bei Wilder aber rückt der Verurteilte mehr in den Mittelpunkt, die reißerische Arbeit der Journalisten und die korrupten Verflechtungen von Polizei und Regierung stehen im Blickpunkt. Angelegt in den späten 20er-Jahren, erzählt Wilder damit natürlich über diese Zeit hinaus, auch in die damalige journalistische Gegenwart der von Spannungen gezeichneten amerikanischen 70er hinein.

Dynamisches Spiel vom Dream-Team Lemmon und Matthau

Inszenatorisch unterscheidet sich „Extrablatt“ weniger vom großen Vorbild Hawks: Jack Lemmon und Walter Matthau spielen genauso angespannt, druckvoll und dynamisch wie Cary Grant und Rosalind Russell, die Dialoge sind genauso schnell und pointiert und werden selten normal gesprochen, meist geschrien und geblafft. Sie sind genauso dynamisch beziehungsweise gestisch, es wirkt mehr wie ein körperlicher Schlagabtausch als lediglich ein verbaler. Der jungen Susan Sarandon gelingt ein starker Eindruck in ihrer eigentlich tragischen Rolle als ständig ignorierte Freundin, die den Kampf um Hildebrands Herz gegen Walter Burns mehr und mehr verliert.

Sein Chef Walter Burns (l.) will das verhindern

Auch wenn die erste Hälfte des Films etwas angestrengt wirkt und Wilder das Durcheinander nur mühevoll in Gang bringt, findet „Extrablatt“ danach doch noch in einem dynamischen Tempo ins Chaos hinein – von dem Zeitpunkt an ist es wirklich großartig.

Er will die Story des zum Tode verurteilten Polizistenmörders exklusiv

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Billy Wilder sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Susan Sarandon in der Rubrik Schauspielerinnen, Filme mit Jack Lemmon und Walter Matthau unter Schauspieler.

Dafür gibt’s Ärger mit der Polizei

Veröffentlichung: 22. Februar 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 105 Min. (Blu-ray), 101 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Front Page
USA 1974
Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond, nach einem Bühnenstück von Ben Hecht und Charles MacArthur
Besetzung: Jack Lemmon, Walter Matthau, Susan Sarandon, Vincent Gardenia, Charles Durning, David Wayne, Allen Garfield, Austin Pendleton, Herb Edelman, Harold Gould
Zusatzmaterial: Trailer, Interview mit Regisseur Billy Wilder, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 
 

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