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October Sky – König der Raketenmänner

October Sky

Von Lars Johansen

Drama // Joe Johnston ist ein Raketenliebhaber. Der Regisseur und Szenenbildner begann seine Karriere mit 27 Jahren als Mitarbeiter von George Lucas bei dessen „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ (1977). Er entwickelte dabei wohl unter anderem Bobba Fett und – für „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ (1980) – Yoda mit. Natürlich gab es in diesem Film nur Raumschiffe, aber das sind ohnehin eigentlich weiterentwickelte Raketen. Außerdem drehte Johnston 1991 als zweiten eigenen Spielfilm „Rocketeer“. Dieser entstand in Anlehnung an das Serial „König der Raketenmänner“ (1949), in dem es um Männer ging, die wie Superhelden fliegen konnten, dafür aber einen Raketenrucksack benötigten. Bei Johnston wurde daraus eine wirklich gelungene und witzige Hommage an die Zeit jener Serials, komplett mit einer wunderschönen Frau (Jennifer Connelly), bösen Nazis und einem furchtlosen jungen Raketenflieger. Ein schwungvoller Spaß, der die Freude des Regisseurs an eben diesen Raketen deutlich manifestierte.

„Stand by Me“

Acht Jahre später fiel ihm das Buch „Rocket Boys“ in die Hände, ein autobiografischer Roman des NASA-Ingenieurs Homer Hickam. Der poetische Titel des Films ist übrigens ein Anagramm von „Rocket Boys“. Und so geht es nicht um Raketenmänner, sondern um Raketenjungen. Und diese fliegen auch nicht selbst, sondern lassen Raketen steigen. Den Impuls dafür gibt 1957 der Start des russischen Satelliten Sputnik. Homer Hickam (Jake Gyllenhaal) lebt in einer kleinen Bergarbeiterstadt, sein Vater John (Chris Cooper) ist Bergarbeiter und wünscht sich das auch für seine Söhne. Ein Football-Stipendium scheint die einzige und auch vom Vater akzeptierte Möglichkeit zu sein, an die Universität zu kommen. Das gelingt Homers großem Bruder Jim (Scott Thomas), Homer dagegen ist weder sportlich noch ein guter Schüler. Aber nachdem er den russischen Satelliten am Nachthimmel über der Stadt gesehen hat, tut er sich mit seinen Freunden Roy und O’Dell (William Lee Scott, Chad Lindberg) sowie dem Streber Quentin (Chris Owen) zusammen, um eine Rakete zu konstruieren. Ermuntert und unterstützt wird er dabei von seiner jungen Lehrerin Miss Riley (Laura Dern).

„Rocketeer“

Anfangs klappt nichts und als es endlich funktioniert, findet sich eine große Zahl von Zuschauern aus dem kleinen Ort ein. Sogar die Zeitung berichtet. Dadurch wird die Polizei alarmiert, weil durch eine kleine Rakete ein Waldbrand ausgelöst worden war. Die Jungen werden verhaftet und Homers Vater verbietet ihm, weiter zu forschen. Auch Schuldirektor Turner (Chris Ellis) ist alles andere als hilfreich. Bei einem Unfall in der Kohlenmine wird Homers Vater schwer verletzt. Damit sein großer Bruder nicht das Stipendium verliert, bricht Homer die Schule ab und beginnt, im Bergwerk zu arbeiten. Nachdem der Vater wieder gesundet ist, findet Homer heraus, dass nicht ihre Rakete den Waldbrand ausgelöst hat, sondern ein fremdes Flugobjekt des Militärs. Er rechnet seinem Direktor an der Schultafel vor, warum es nicht sein Werk gewesen sein kann, beginnt wieder zur Schule zur gehen und mit Raketen zu experimentieren. Schließlich steht ein großer Schulwettbewerb an, dessen Gewinn zu einem Stipendium führen könnte.

Working Class Hero

Die Handlung zeigt es schon deutlich: Es geht um den alten amerikanischen Traum, in dem man alles erreichen kann, wenn man nur will und bereit ist, hart dafür zu arbeiten. Das ist natürlich erst einmal ein furchtbar abgegriffenes Klischee, aber Johnston gelingt es sehr gut, mit dieser Prämisse umzugehen. Denn bei allem Pathos, welches einem solchen Projekt innewohnt, beruht die Story zum einen auf realen Ereignissen, und Johnston schafft es, ein Bild der 50er-Jahre zu vermitteln, welches einigermaßen authentisch wirkt; zum anderen sind exzellente Darsteller am Start. Dass die Jugendlichen mit Schauspielern besetzt sind, die etwa dem Alter ihrer dargestellten Figuren entsprechen, ist dabei sehr hilfreich. Gerade Jake Gyllenhaal zeigt in seiner ersten Hauptrolle, was für ein großartiger Schauspieler er schon als Jugendlicher war. Er porträtiert diesen anfangs unsicheren Teenager aus einer Kleinbürgerfamilie so präzise, dass Homer unbedingt glaubhaft erscheint.

Raketen bauen

Dazu kommt Chris Cooper als strenger Vater, der sich mit Gyllenhaal unbedingt sehenswerte schauspielerische Duelle liefert. Hier muss nicht laut gepoltert werden, es sind oft leise Töne und kleine Gesten, die mehr andeuten, als dass sie ausgespielt werden. So ist der Vater nie nur dummer Patriarch, er ist eben auch gerecht und immer wieder versöhnlich, gleichzeitig fühlt er sich überfordert und vermag seine Zuneigung nur schwer zu zeigen. So schenkt er seiner Frau Elsie (Natalie Canerday) Kohlen statt der Diamanten, von denen er annimmt, dass sie sie gern hätte. Und wenn er ganz am Ende sehr vorsichtig den Arm um seinen Sohn legt, dann ist diese Geste klein und zugleich groß. Da nähern sich zwei einander an, die sich viel ähnlicher sind, als es der erste Anschein hergibt. Das macht tatsächlich auch die Klischees des Drehbuchs einigermaßen erträglich. Denn natürlich muss die Lehrerin an Lymphdrüsenkrebs erkranken, der Vater beinahe das Augenlicht verlieren und am Ende stehlen neidische Konkurrenten auch noch das Modell für den Wettbewerb. Doch, das Leben ist schön, die gesamte Kleinstadt hält hier zusammen und über Nacht gelingt es, die fehlenden Teile zu ersetzen. Und alles wird gut.

Raketen schauen

Im Amerika der späten 90er den Geist der 50er zu beschwören, etwas Vergleichbares war ja Johnstons Mentor George Lucas schon gelungen, der rund 25 Jahre zuvor in „American Graffiti“ (1973) die frühen 60er aufleben ließ. Und ein wenig erinnert die Geschichte auch an die Stephen-King-Verfilmung „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“ (1986). Auch da sind es vier männliche Jugendliche, die zwar keine Raketen konstruieren, aber auch an den Schienen, die in „October Sky“ ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, entlang gehen, um am Ende ein wenig erwachsener geworden zu sein. Das spielt 1959 und man hat immer das Gefühl, die Jungen hätten sich begegnen können, so ähnlich sind sich die Wege. In beiden Filmen fällt die wirklich gute Schauspielführung der jugendlichen Darsteller auf. Chris Owen zum Beispiel spielte im gleichen Jahr in „American Pie – Wie ein heißer Apfelkuchen“ mit. Da ist er der, wenn man den Humor mag, überaus komische „Sherminator“, in „October Sky“ spielt er, angenehm zurückgenommen, den aus einer sehr armen Familie stammenden Quentin. Sein breites Grinsen ist beinahe schon anrührend still.

Raketenliteratur

Die Ausstattung ist stimmig, was bei einem gelernten Szenenbildner wie Johnston nicht weiter überraschen mag, aber angenehm auffällt. Die gedeckten herbstlichen Farben erlauben atmosphärische Bilder, welche die inneren Befindlichkeiten der Akteure sehr gut unterstreichen. Hier geht etwas zu Ende, die Jugend, die Gesundheit (des Vaters und der Lehrerin), aber auch die Mine, welche nahezu erschöpft ist, doch eigentlich die Stadt am Leben erhält. Gleichzeitig beginnt etwas Neues, Aufbruch liegt in der herbstlichen Luft.

Rededuelle: leise …

Was „October Sky“ nicht ganz so gut bekommt, ist der Soundtrack von Mark Isham. Der überzieht alles mit einer süßlichen Klangsauce, die nie zu schweigen vermag und alle Emotionen noch einmal musikalisch doppelt. Auch die Songs aus den 50ern sind, mit Verlaub, ein wenig abgegriffen und dadurch nur bedingt wirkungsvoll. Doch auch der Soundteppich schadet dem Gesamteindruck nur marginal. Letztendlich ist dieser kleine, eher ruhige Film eine angenehme Erfahrung.

… und laut

Das Mediabook von capelight pictures ist, keine Überraschung bei dem Label, wieder einmal exzellent geworden. Bild und Ton sind sehr gut, die Extras ordentlich und das Booklet informativ. Ein Audiokommentar wäre schön gewesen, denn ich hätte gern mehr von Johnston und seiner Arbeitsweise erfahren, aber wenn er nicht im Angebot ist, dann kann man das nicht dem deutschen Label anlasten. Die Veröffentlichung lohnt sich für alle, die mit ihren Kindern zusammen Homeschooling erlebt haben und nun Naturwissenschaftler oder sogar Raketenkonstrukteure aus ihrem Nachwuchs machen wollen. Denn es wird ein durchaus unterhaltsames und überaus positives Bild von Mathematik und Physik vermittelt. Das vermag zu motivieren.

Skeptisch, aber glücklich

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Laura Dern haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet. Filme mit Chris Cooper und Jake Gyllenhaal unter Schauspieler.

Und am Ende Applaus

Veröffentlichung: 20. September 2019 als 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (Blu-ray & DVD) und DVD, 14. August 2003 als DVD

Länge: 107 Min. (Blu-ray), 103 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: October Sky
USA 1999
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Lewis Colick
Besetzung: Jake Gyllenhaal, Chris Cooper, Chris Owen, Laura Dern, William Lee Scott, Chad Lindberg, Scott Thomas, Elya Baskin, Chris Ellis, Courtney Cole-Fendley, Natalie Canerday
Zusatzmaterial: Featurettes (ca.40 Min.), Trailer, 20-seitiges Booklet von Patrick Reinbott
Label/Vertrieb 2019: capelight pictures
Vertrieb 2019: Al!ve AG
Label/Vertrieb 2003: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2019 by Lars Johansen

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2019 capelight pictures

 

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The Day After Tomorrow – Donald Trump wäre „not amused“

The Day After Tomorrow

Von Volker Schönenberger

SF-Katastrophenthriller // Eine Eisscholle von der Größe des US-Staats Rhode Island löst sich vom an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel gelegenen Larsen-Schelfeis. Über Tokio geht ein Hagelschauer von großer Zerstörungskraft nieder. Die indische Hauptstadt Neu-Delhi muss sich mit massivem Temperatursturz und Schneefall herumplagen – passenderweise findet dort gerade die UN-Klimakonferenz statt. Der US-Paläoklimatologe Jack Hall (Dennis Quaid) trägt dort seine Erkenntnisse über eine erdgeschichtliche Eiszeit in der vormenschlichen Vergangenheit vor. Ihm zufolge haben abschmelzende Eismassen der Polkappen den Wärme spendenden Golfstrom zum Erliegen gebracht. Mit seinen Schlussfolgerungen für die Zukunft macht er sich speziell beim US-Vizepräsidenten Raymond Becker (Kenneth Welsh) nicht gerade beliebt.

Temperatursturz im Nordatlantik

Gehör findet Hall immerhin beim renommierten Ozeanographen Terry Rapson (Ian Holm). Der stellt kurz darauf in seiner schottischen Forschungseinrichtung fest, dass diverse im Nordatlantik treibende Messbojen massive Temperaturstürze melden. Halls Theorie bestätigt sich somit viel früher, als er es sich selbst je ausgerechnet hätte. Die Katastrophenmeldungen reißen nicht ab: Los Angeles wird von gigantischen Tornados heimgesucht, die die kalifornische Metropole in Schutt und Asche legen. Über der Nordhalbkugel brauen sich drei gigantische Stürme zusammen, in deren Auge die Temperatur rasend schnell auf enorm niedrige Werte fällt, weil kalte Luft aus der oberen Troposphäre heruntergesaugt wird. Die Vereinigung dieser drei Hurrikans beschwört eine neue Eiszeit herauf …

Tornados über Los Angeles

Roland Emmerich – der „Master of Disaster“. Ob er die Bezeichnung gern hört? Aber dass sie verdient ist, sieht man allein schon an der Szene, in der eine gigantische Flutwelle erst die Freiheitsstatue bis an den Hals unter Wasser setzt und dann über Manhattan hereinbricht. Dort hält sich gerade Jack Halls Sohn Sam (Jake Gyllenhaal) mit seiner von ihm angeschmachteten Mitschülerin Laura Chapman (Emmy Rossum) und seinem Schulkameraden Brian Parks (Arjay Smith) auf. Mit Müh und Not retten sie sich wie viele andere vor den Wassermassen in die New York Public Library. Bald sind die Straßen des Big Apple von einer meterdicken Eisschicht bedeckt. Und während weiter Schnee fällt, müssen die Eingeschlossenen entscheiden, ob sie in der Bibliothek ausharren oder sich auf den Weg machen.

Vater und Sohn

Aaah – Hollywoods Klaviatur der Gefühle. Darauf muss man auch und gerade in Blockbustern wie diesem erst mal spielen können. Und man kann über Roland Emmerich sagen, was man will, das beherrscht er. So findet sich in diesem spektakulären Katastrophen-Szenario ausreichend Zeit für eine Vater-Sohn-Geschichte. Diese „family values“ verkörpern mit Dennis Quaid und Jake Gyllenhaal zwei sympathische Darsteller, die sich dafür vortrefflich eignen.

Kaum in New York City eingetroffen, müssen sich Sam (r.), Brian und Laura …

Die Tricktechnik beeindruckt, auch wenn ich glaube, dass sich seitdem einiges getan hat und beispielsweise die Flutwelle heute etwas knackiger aussehen würde. Die Eröffnungssequenz zeigt einen Flug über antarktisches Eis – es kommt vollständig aus dem Computer. Tote zu sehen gibt es nur wenige – so ist es in diesen großen Hollywood-Katastrophenfilmen üblich. Zwar sterben mutmaßlich viele Millionen Menschen, das erleben wir visuell aber nicht mit, sondern eher anhand einiger Einzelschicksale. Etwa mit einem Polizisten, der in gutem Glauben die falsche Entscheidung trifft und damit sich und viele andere dem Tod überantwortet. Auch in diesen Momenten versteht es Emmerich, die Emotionen in uns zu berühren. Das kann man für pathetisch und plump halten, aber es funktioniert.

Eiszeit von jetzt auf gleich?

Wenn uns am Ende die moralische Botschaft mit aller Macht um die Ohren gehauen wird, ist das natürlich ein bisschen viel des Guten. Andererseits macht das „The Day After Tomorrow“ auch wieder erschreckend aktuell. Ein Weckruf in Richtung globale Erwärmung sollte der Film sein, und das war vor mehr als anderthalb Jahrzehnten. Die wissenschaftliche Akkuratesse vermag ich nicht zu beurteilen, aber zumindest klingt einiges plausibel, was sich dort abspielt. Dass schmelzende Polkappen etwas mit dem Golfstrom anrichten, ist zumindest kein hergeholter Gedanke. Was genau all das anrichtet, gehört in den Bereich Spekulation, oder, sofern es auf wissenschaftliche Weise etwas seriöser untersucht wird: Es sind Hypothesen – und im Falle von „The Day After Tomorrow“ von mir aus auch Unfug. Dass eine Eiszeit innerhalb weniger Wochen ausbrechen kann, mag dramaturgischen Notwendigkeiten für einen Katastrophenthriller geschuldet sein. Oder es war einfach eine überkandidelte Drehbuchidee.

… vor den Wassermassen in Sicherheit bringen

Richtiggehend politisch wird „The Day After Tomorrow“, wenn massenweise US-Bürger durch den Rio Grande waten und als „illegale Einwanderer“ in Mexiko eindringen. Ein schöner Seitenhieb auf die damalige und heutige amerikanische Regierung gleichermaßen sowie beider Gebaren bezüglich der Grenze zum südlichen Nachbarn. Das ist seitdem ja nicht besser geworden. Donald Trump dürfte an Roland Emmerichs Regiearbeit jedenfalls in jeder Hinsicht keinen Gefallen finden. Das wiederum kommt geradezu einem Ritterschlag gleich.

Roland Emmerich und sein Werk

Roland Emmerich wird insbesondere in seiner deutschen Heimat gern mal mit Häme überzogen. An erfolgreichen Menschen etwas aussetzen, das tun wir offenbar gern. Natürlich ist es völlig in Ordnung, Kritikpunkte an seinen Werken anzusprechen (das praktiziere ich auch) und sie nicht nur deshalb zu feiern, weil er es geschafft hat, einen Larger-than-Life-Blockbuster nach dem anderen auf uns loszulassen. Von seinen frühen Arbeiten wie „Das Arche Noah Prinzip“ (1984), „Moon 44“ (1990) und „Universal Soldier“ (1992) bis zu seinem jüngsten Kriegsdrama „Midway – Für die Freiheit“ (2019) hat der Regisseur von „Independence Day“ (1998) uns immer wieder Effekt-Kintopp sondergleichen serviert. Wegen dieser bombastischen Filme gehen wir gern ins Kino (zumindest manche von uns). Popcorn-Kino im besten Sinne. Und wenn ich mir Emmerichs Regisseurs-Filmografie vor Augen führe, stelle ich fest, dass „The Day After Tomorrow“ vielleicht sogar mein Favorit unter seinen Arbeiten ist. Und sei es nur, um mich von Donald Trump zu distanzieren.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Roland Emmerich haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Jake Gyllenhaal und Dennis Quaid unter Schauspieler.

New York City wird von Schnee und Eis begraben

Veröffentlichung: 19. Juli 2018 und 23. Oktober 2009 als Blu-ray, 1. Dezember 2016 als Blu-ray im Steelbook (exklusiv bei einem Online-Händler), 7. Oktober 2004 als 2-Disc Special Edition DVD und DVD

Länge: 124 Min. (Blu-ray), 119 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: The Day After Tomorrow
USA 2004
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland Emmerich, Jeffrey Nachmanoff
Besetzung: Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal, Emmy Rossum, Ian Holm, Dash Mihok, Jay O. Sanders, Sela Ward, Austin Nichols, Arjay Smith, Tamlyn Tomita, Sasha Roiz, Perry King, Kenneth Welsh
Zusatzmaterial Blu-ray: Audiokommentar, Spiel: „Kälte Zone“, nicht verwendete Szenen mit optionalem Kommentar, Trailer
Zusatzmaterial DVD: Audiokommentar von Roland Emmerich und Mark Gordon (englisch, keine UT), Audiokommentar von Ko-Autor Jeffrey Nachmanoff, Kameramann Ueli Steiger, Cutter David Brenner und Ausstatter Barry Chusid (englisch, keine UT), Interview mit Emmerich (13:51), Inside Look: Making-of von „Alien vs. Predator“ (2:10), nur Special Edition: nicht verwendete Szenen, Featurettes („Wissenschaft von Morgen“, „Inside The Day after Tomorrow“, „Global Watch“, „Stadt in Eis“), Schuber
Label/Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment

Copyright 2020 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & unterer Packshot: © Twentieth Century Fox Home Entertainment

 

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Spider-Man – Far from Home: Spinnenmann schwingt sich durch Europa

Spider-Man – Far from Home

Kinostart: 4. Juli 20169

Von Iris Janke

SF-Action // Erwachsenwerden auf der Klassenfahrt – paradox, aber genau dieses Kunststück gelingt Jon Watts („Clown“) mit „Spider Man – Far from Home“, seiner auf „Spider-Man – Homecoming“ folgenden Regiearbeit. Watts schickt Peter Parker (Tom Holland) alias Spider-Man diesmal auf eine Klassenfahrt quer durch Europa. Dabei versucht der junge Mann, den richtigen Moment zu finden, seiner Klassenkameradin Michelle Jonas (Zendaya, „K.C. Undercover“) alias MJ seine Gefühle zu gestehen.

Spinnenmann auf Klassenausflug

Peter Parkers ursprünglicher Plan für den Europatrip sah vor: viel Entspannung, das rote Superheldenkostüm auf jeden Fall daheim lassen und MJ auf dem Eiffelturm ein romantisches Geschenk überreichen. Doch dabei hat er die Rechnung ohne Happy Hogan (Jon Favreau) gemacht. Der informiert ihn, dass sein neuer Ziehvater Nick Fury (Samuel L. Jackson) ihn dringend sprechen will. Wir erinnern uns: Spider-Man-Förderer Tony Stark (Robert Downey Jr.) alias Iron-Man ist tot. Peter Parker jedoch steht der Sinn gerade wenig nach Action. Kein Wunder also, dass er Happy Hogans Aufforderung ignoriert, Nick Fury zu kontaktieren. Fury allerdings lässt sich nicht so leicht abweisen. Kurzerhand leitet er den gesamten Europatrip der Klasse um – geradewegs dahin, wo sich vier übermächtige Bösewichte tummeln: die Elementals Hydron, Magnum, Zephyr und Hellfire. Klar, dass Peter Parker in altbekannte Gefahrensituationen gerät und sich zwecks Rettung seiner Klassenkameraden und der übrigen Bevölkerung plötzlich durch Venedig, Prag, Berlin und London schwingt. Seltsam: Überall dort, wo gerade eine Katastrophe passiert, taucht Quentin Beck (Jake Gyllenhaal) alias Mysterio, auf …

Soll Peter Parker MJ seine Liebe gestehen?

Der MCU(Marvel Cinematic Universe)-Episode „Spider-Man – Far from Home“ tut es extrem gut, dass sie an für Spider-Man ungewöhnlichen Orten spielt. Scheinbar mühelos lässt Regisseur Watts den Spinnenmann in – gefühlt – ganz Europa Menschen retten. Spider-Man Peter Parker mit Tom Holland in der Hauptrolle wirkt, anders als seine Rollen-Vorgänger (Tobey Maguire und Andrew Garfield) frischer, jünger und irgendwie entstaubt. Auch Zendaya als Peter Parkers neuer Schwarm MJ trägt zur Verjüngung des Teams bei. Ebenfalls toll besetzt: Jake Gyllenhaal als Hingucker Mysterio, umso interessanter, da er einst selbst einst als Spider-Man-Besetzung im Gespräch war. Watts gelingt der Mix aus guten jungen Schauspielern und etablierten Stars, computeranimierten Superschurken, historischer Kulisse und pointierten Gags. Ergebnis: gelungenes buntes Popcornkino für alle.

Nick Fury (r.) will Spider-Man für seine Zwecke einsetzen

Kenner des MCU werden zudem ihren Spaß daran haben, diesen „Spider-Man“-Teil in die „richtige“ zeitliche Reihenfolge der anderen Teiles zu bringen. Wichtig: Unbedingt bis nach dem Abspann im Kinosessel sitzen bleiben, denn wie bei den meisten Marvel-Filmen gibt es einen Ausblick auf kommende Ereignisse, tatsächlich sogar zwei völlig verschiedene – einen vergleichsweise kurz nach Beginn des Abspanns, den anderen ganz am Ende.

Freunde? Spider-Man und Mysterio (r.)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Marisa Tomei haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Jake Gyllenhaal und Samuel L. Jackson unter Rubrik Schauspieler.

Neuer schwarzer Anzug für Spider-Man

Länge: 129 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Spider-Man – Far from Home
USA 2019
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Chris McKenna, Erik Sommers, nach den Comicvorlagen von Steve Ditko und Stan Lee
Besetzung: Tom Holland, Jake Gyllenhaal, Samuel L. Jackson, Marisa Tomei, Jon Favreau, Zendaya, Jacob Batalon, Remy Hii, Angourie Rice, Cobie Smulders, Martin Starr, Numan Acar
Verleih: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Copyright 2019 by Iris Janke

Filmplakate, Szenenfotos & Trailer: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

 

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