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Split – Zurück zu alter Form

Split

Von Andreas Eckenfels

Horrorthriller // Nach zahlreichen teuren Kassenflops betätigte der einst so hoch gepriesene Filmemacher M. Night Shyamalan 2015 frustriert die Reset-Taste. Ohne Stars und mit einem bescheidenen Budget inszenierte der „The Sixth Sense“-Regisseur mit der Horrorkomödie „The Visit“ ein Werk, bei dem leichte Hoffnung aufkeimte, dass der Spannungsmeister doch noch einmal die Kurve kriegen könnte. Tatsächlich gelang es ihm mit seinem nächsten Film „Split“, die gesteigerten Erwartungen sogar zu übertreffen. Die Kritiker zeigten sich größtenteils begeistert und an den Kinokassen spielte der raffinierte Horrorthriller weltweit mehr als 275 Millionen US-Dollar ein. 1,2 Millionen Zuschauer strömten in die deutschen Kinos.

Kevin leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung

Nachdem die Teenager Casey (Anya Taylor-Joy), Claire (Haley Lu Richardson) und Marcia (Jessica Sula) von einem fremden Mann überfallen und narkotisiert wurden, erwachen sie in einem teilweise frisch renovierten Keller. Zwei Betten stehen in dem kargen Raum, ein kleines Badezimmer ist vorhanden. Ihr Entführer (James McAvoy) stellt sich ihnen zunächst als Dennis vor. Als der Kidnapper später in Frauenkleidung zu seinen Geiseln zurückkehrt und sich kurz darauf wie ein kleiner Junge benimmt, bemerken die jungen Frauen, dass sie es offenbar mit einem schwer gestörten Mann zu tun haben. Nur die Therapeutin Dr. Karen Fletcher (Betty Buckley) weiß über den Zustand ihres Patienten Kevin Bescheid. Er leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Dennis, die Frau Patricia und der neunjährige Junge Hedwig sind nur drei von insgesamt 23 Individuen, die in ihm beherbergt sind und abwechselnd seinen Geist und Körper kontrollieren.

Twists in kleinen Dosen

Nach langer Durststrecke stellt „Split“ für M. Night Shyamalan endlich eine Rückkehr zur alten Form dar. Seine berühmten Twists serviert er diesmal bewusst in kleinen Dosen, nicht wie üblich am Ende mit einem Paukenschlag. Sein Handwerk hatte der Filmemacher ja nie verlernt. Auch seine schwächeren Filme lebten immer von einer spannenden Atmosphäre. Nur seine Geschichten waren zumeist einfach zu unausgegoren oder zu abstrus – man denke nur an „The Happening“ (2008). In „Split“ stimmt beides. Mit Ausnahme des Beginns und einigen Sitzungen in Dr. Fletchers Zuhause, spielt sich ein Großteil der Handlung in den Räumen des Kellergeschosses ab. In diesem Mikrokosmos lebt Kevin mit seiner „Horde“, wie er zusammenfassend seine verschiedenen Persönlichkeiten nennt, und wo er seine drei Geiseln gefangen hält.

Die jungen Frauen ergeben sich keineswegs untätig ihrem Schicksal. Sie setzen sich durchaus zur Wehr und versuchen, einen Ausweg aus ihrer Situation zu finden. Dabei kommt Casey – dargestellt von der wieder einmal großartigen Newcomerin Anya Taylor-Joy („The Witch“) – eine besondere Rolle zu: In Rückblenden erfahren wir nach und nach mehr aus ihrer schwierigen Kindheit und warum sie es so gut versteht, den richtigen Moment zur Gegenwehr abzuwarten oder auch auf Kevin als neunjähriger Hedwig beeinflussend einzureden.

Casey (l.) versucht ihren Entführer mit Worten zu beeinflussen

Doch ohne die überragende Leistung von James McAvoy („X-Men – Apocalypse“) würde „Split“ kaum so gut funktionieren. Er pendelt nur minimal zwischen den verschiedenen Figuren, die er verkörpert. Neben anderer Kleidung oder anderem Gang sind es diese kleinen Nuancen, mit denen es ihm gelingt, dass jeder einzelne Charakter zu einer echten Persönlichkeit mit Hintergrundgeschichte wird. Gleichzeitig entwickelt sich sein Kevin durch die Persönlichkeitsstörung zu einem äußerst gefährlichen, weil unberechenbaren Bösewicht.

Der Fall des Billy Milligan

Wer solch eine extreme Störung ins Reich der Fiktion verbannt, sollte sich mit dem Fall von Billy Milligan vertraut machen, der für Shyamalans Drehbuch als Inspiration diente. Der US-Amerikaner beging in den 1970er-Jahren bewaffnete Raubüberfälle, wurde wegen dreier Vergewaltigungen festgenommen und in Ohio vor Gericht gestellt. Die von der Verteidigung eingesetzten Psychologen konnten nachweisen, dass bei Milligan eine Geisteskrankheit vorlag: 24 verschiedene Persönlichkeiten lebten ihrer Ansicht nach in seinem Gehirn. Mindestens eine davon sei für die Verbrechen verantwortlich gewesen. Milligan habe nicht gewusst, was er tat und könne auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Statt ins Gefängnis wurde er in eine Psychiatrie eingewiesen. Seine Geschichte schildert Daniel Keyes in der Biographie „Das Leben des Billy Milligan“.

Nur Dr. Fletcher weiß über Kevins Zustand Bescheid

Neben seinem obligatorischen Cameo-Auftritt kann Shyamalan den Twist am Filmende dann auch diesmal nicht komplett aussparen. Aber dieser stellt nicht wie üblich die gesamte Handlung auf den Kopf, sondern lässt das übergeordnete Geschehen nur in einem etwas anderen Licht erstrahlen. Auf die bereits bestätigte Fortsetzung darf man gespannt sein.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von M. Night Shyamalan sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit James McAvoy in der Rubrik Schauspieler.

Casey auf der Flucht

Veröffentlichung: 8. Juni 2017 als 4k-UHD, Blu-ray und DVD

Länge: 117 Min. (Blu-ray), 112 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: Split
USA/JAP 2016
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: M. Night Shyamalan
Besetzung: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Kim Director, Haley Lu Richardson, Betty Buckley, Jessica Sula, Izzie Coffey, Brad William Henke, Sebastian Arcelus
Zusatzmaterial: alternatives Ende, unveröffentlichte Szenen, Making-of, Die vielen Gesichter des James McAvoy, Aus der Sicht des Filmemachers: M. Night Shyamalan
Vertrieb: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2017 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshot: © 2017 Universal Pictures Germany GmbH

 
 

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X-Men – Apocalypse: Staub zu Staub

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X-Men – Apocalypse

Kinostart: 19. Mai 2016

Von Anja Rohde

Fantasy-Action // Apocalypse (Oscar Isaac) ist der erste Mutant auf Erden. Dank seiner diversen übernatürlichen Kräfte kann er einfach alles, hält sich daher für einen Gott und wird von der Menschheit auch als solcher verehrt. Blöderweise geht bei einem Ritual in der Antike etwas schief, Apocalypse wird verschüttet und wacht erst in den 1980er-Jahren wieder auf.

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Apocalypse räumt auf

Schon die Zeitreise, durch die uns der Vorspann schickt, ist eine Wucht. Wir düsen aus Apocalypses Pyramide an Jesus und diversen Kriegen vorbei ins 20. Jahrhundert, wo wir Zeugen des ersten Rundgangs des ehemaligen Gottes werden, der natürlich extrem enttäuscht darüber ist, was aus seiner Welt geworden ist. So hatte er sich das nicht vorgestellt! Nachdem er sich schnell durch Handauflegen auf einen Fernsehapparat das Wissen der letzten paar tausend Jahre angeeignet hat, beschließt er, die korrekte Weltordnung wiederherzustellen. Seine Idee: Nur die Starken überleben, alles Schwache muss ausgerottet werden, egal ob Mensch oder Mutant. Er sammelt vier apokalyptische Mitstreiter und beginnt mit der Arbeit.

Alte Bekannte – junge Gesichter

„X-Men – Apocalypse“ bildet als Fortsetzung zu „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ (2014) den dritten Teil der zweiten X-Men-Trilogie. Für Chronisten wird es im X-Men-Universum immer komplizierter, hatte es doch in „Zukunft ist Vergangenheit“ eine Zeitreise gegeben, die große Teile der ersten Trilogie obsolet gemacht hatte. Oder doch nicht? In „Apocalypse“ treffen wir jedenfalls auf junge Versionen altbekannter Mutanten, die sich entweder irgendwo auf der Welt verstecken, weil das Mutantendasein eben doch nicht ganz so rosig ist, wie es das Ende des vorherigen Films vorgaukelte, oder die in „Xaviers Institut für begabte Jugendliche“ wohnen und lernen.

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Magneto hilft ihm

Dort treffen sich zum Beispiel Cyclops und Jean Grey zum ersten Mal. Cyclops (Tye Sheridan) ist erstmal nur der Teenager Scott, der Augenschmerzen bekommt – kein Wunder, stellt er doch kurz darauf fest, dass er zerstörerische Strahlen aus seinen Augen schießen kann. Schnell ab mit ihm in Xaviers Schule und eine Brille verpasst, die das Schlimmste verhindert! Wer James Marsden noch aus der ersten Trilogie in Erinnerung hat, kann sich Sheridan durchaus als junge Fassung des coolen, aber auch schwierigen Mutanten vorstellen.

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Die Guten: Xavier und seine Crew

Nicht ganz so gut klappt das mit Sophie Turner („Game of Thrones“), die die Rolle der seinerzeit von der anbetungswürdigen Famke Janssen gespielten Jean Grey übernimmt. Allerdings ist die junge Jean der 80er-Jahre eben noch nicht selbstsicher und stark, sondern hadert mit ihrem Schicksal, telepathische und telekinetische Fähigkeiten zu haben. So richtig viele Freunde macht man sich damit nämlich nicht.

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Jean weiß, was du denkst

Aus den Vorgängerfilmen kennen wir bereits Professor Charles Xavier (James McAvoy), der mit einer deutlich positiveren Weltsicht als zuvor seine kreative Schule leitet, und Erik Lehnsherr / Magneto (Michael Fassbender), dem diesmal extrem übel mitgespielt wird und dessen Entscheidung für die dunkle Seite der Macht daher nachvollziehbar ist. Neben der Rückkehr von Raven / Mystique (Jennifer Lawrence) und Hank McCoy / Beast (Nicholas Hoult) erfreut vor allem Quicksilvers (Evan Peters) Einsatz mit der wohl schönsten Sequenz des ganzen Films. Quicksilver nutzt einmal mehr seine extreme Geschwindigkeit – in diesem Fall, um alle Schülerinnen und Schüler aus Xaviers Institut vor einem Angriff zu retten. Wie schon im Vorgängerfilm sehen wir die Geschehnisse in Quicksilvers Tempo – alles rundherum passiert extrem langsam, sodass er alle Zeit der Welt zu haben scheint, die Dinge ins rechte Bild zu rücken, inklusive Biss in eine Pizza und anderer kleiner Gags. Und das zu den Klängen von Eurythmics‘ „Sweet Dreams (Are Made of This)“ – schließlich befinden wir uns in den Achtzigern!

Mutant sein – ja bitte! Aber welcher?

Ich überlege bei den X-Men-Filmen ja immer, welcher mein Lieblingsmutant ist und welche Mutationen ich gern hätte. Wie Leserinnen und Leser meiner Rezensionen vielleicht schon bemerkt haben, lasse ich mich leicht in Fantasiewelten hineinziehen, mal möchte ich Vampir sein, mal Mutantin. Die Idee, dass es auf der Welt nicht nur sterbliche Normalos gibt, gefällt mir einfach – und die Welt der X-Men fasziniert natürlich ganz besonders, da es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, anders zu sein.

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Scott: Besser, er lässt die Brille auf

Ich hätte wohl schon am liebsten solche überragenden Gedankenfähigkeiten wie Jean oder Xavier. Aber am schönsten anzusehen sind definitiv Quicksilvers Geschwindigkeitsrekorde. Also würde ich ihn hier schon gern zum Lieblingsmutanten erklären – wäre da nicht ein kleiner, aber durchschlagender Auftritt von … Hach!

Der dritte Teil ist immer der schlechteste?

„X-Men – Apocalypse“ kommt nicht in allen Kritiken gut weg. Ich finde ihn toll. Bin ich zu einfach zu kriegen? Hier und da wird bemängelt, es seien zu viele Personen beteiligt. In der Tat sind einige Handlungsstränge zusammenzuführen, das klappt aber stimmig, und es bleibt durchaus Zeit für einzelne Charakterstudien. Die schauspielerische Leistung? Keine großen Ausfälle! Die kleineren Rollen müssen in einem Actionfilm nicht von hochkarätigen Method Actors gespielt werden, die Hauptrollen sind aber hervorragend besetzt. Eventuell müssten die bösen Helden nicht mehrere Szenen lang beratend in einer Steinlandschaft herumstehen, aber darüber kann man hinwegsehen. Zu wenig Action? Von wegen! Städte werden zu Staub, aus dem Staub entsteht Neues, Metall fliegt durch die Luft – da lohnt sich die 3D-Version! Witz und Drama sind gleichermaßen vertreten, wechseln sogar in knackiger Abfolge. Hat man sich gerade erst an Quicksilvers Aufräumsequenz ergötzt, folgt Trauer auf dem Fuße. Wem das alles nicht gefällt, der kann sich den Film zumindest deswegen ansehen, weil er erfährt, wie Xavier zum Glatzkopf wird.

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Einer von mehreren blauen Mutanten: Nightcrawler

„Well, at least we can all agree, the third one is always the worst“, sagt Jean, nachdem sie mit einigen Schulfreunden „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ gesehen hat. Das ist erstens lustig im dritten Teil einer Filmreihe, und zweitens für die X-Men nicht zutreffend. Der nächste X-Men-Film wird laut Drehbuchautor Simon Kinberg zehn Jahre nach „X-Men – Apocalypse“ spielen – aber hoffentlich nicht erst erscheinen!

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Fürs Finale gibt’s sogar Uniformen: Raven und Quicksilver

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Michael Fassbender, Nicholas Hoult, Oscar Isaac, Hugh Jackman und James McAvoy sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt, Filme mit Jennifer Lawrence und Sophie Turner in der Rubrik Schauspielerinnen.

Länge: 144 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: X-Men – Apocalypse
USA 2016
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Simon Kinberg
Besetzung: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Oscar Isaac, Nicholas Hoult, Rose Byrne, Evan Peters, Sophie Turner, Kodi Smit-McPhee, Tye Sheridan, Olivia Munn, Alexandra Shipp, Lucas Till, Josh Helman, Lana Condor, Ben Hardy, Hugh Jackman
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2016 by Anja Rohde

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2016 Twentieth Century Fox

 

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Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn: Lasst das ja Mary Shelley nicht mitbekommen!

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Victor Frankenstein

Kinostart: 12. Mai 2016

Von Volker Schönenberger

SF-Action // Wüsste Mary Shelley, was ihrem wunderbaren Roman zuletzt von Filmemachern angetan worden ist, eine Umdrehung im Grabe würde sicher nicht ausreichen, ihrem Ungemach Ausdruck zu verleihen. Anfang 2014 beutete „I, Frankenstein“ die Vorlage zugunsten eines bombastischen Fantasy-Spektakels aus. Nun kommt „Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn“, in dem besonders das Schicksal von Frankensteins Gehilfe Igor in den Fokus rückt – der kam in Shelleys Roman gar nicht vor.

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Victor Frankenstein (l.) und Igor …

Igor (Daniel Radcliffe) fristet im viktorianischen England sein erbärmliches Dasein als buckliger Clown in einem Zirkus. Er interessiert sich für die menschliche Anatomie, von seinen Zirkusgenossen erntet er nur Verachtung – Mitleid, wenn’s gut läuft. Eines Tages kreuzt der angehende Arzt Victor Frankenstein (James McAvoy) bei einer Zirkusvorstellung in London seinen Weg. Er befreit Igor aus dessen misslicher Lage, entfernt ihm den Buckel – eine Zyste, in der sich Flüssigkeit gesammelt hat – und macht ihn zu seinem Assistenten, später Partner. Gemeinsam wollen die beiden Leben erschaffen, gehen dabei nicht zimperlich vor. Ihnen setzt sich Inspector Roderick Turpin (Andrew Scott) auf die Fersen, der ihre Experimente verdammt.

Der Prolog inklusive Igors Befreiung aus dem Zirkus gibt die Tonalität vor: Bei „Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn“ handelt es sich um ein Kostümspektakel ohne Substanz. Von der berückend schönen Geschichte Mary Shelleys sind nur Fragmente erkennbar. Welchen Sinn hat diese filmische Umsetzung des Mythos? Leider gar keinen. Kaum verwunderlich, dass ihr an den internationalen Kinokassen kein großer Erfolg beschieden war und sie auch bei den Kritikern nicht gerade wohlgelitten ist.

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… sind dem Geheimnis des Lebens auf der Spur

Schade um die gute Besetzung. James McAvoy wird seine Titelrolle vermutlich in Kürze mit der erneuten Verkörperung von Professor Xavier in „X-Men – Apocalypse“ vergessen machen. Als Victor Frankensteins Vater ist Charles Dance („Game of Thrones“) zu sehen, als Igors Love Interest Jessica Brown Findlay („Downton Abbey“).

Diese Adaption musste nun wirklich nicht sein. Da erfreuen wir uns doch lieber an „Frankenstein“ von 1931 mit Boris Karloff. Auch Kenneth Branaghs 1994er-Umsetzung „Mary Shelleys Frankenstein“ mit Branagh in der Titelrolle und Robert De Niro als Kreatur ist empfehlenswert und sogar vergleichsweise werkgetreu. Dafür braucht Mary Shelley jedenfalls nicht im Grab zu rotieren.

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Inspector Turpin ist ihnen auf den Fersen

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit James McAvoy und/oder Daniel Radcliffe sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 110 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Victor Frankenstein
GB/USA/KAN 2015
Regie: Paul McGuigan
Drehbuch: Max Landis, nach dem Roman von Mary Shelley
Besetzung: James McAvoy, Daniel Radcliffe, Jessica Brown Findlay, Bronson Webb, Daniel Mays, Spencer Wilding, Andrew Scott, Charles Dance
Verleih: Twentieth Century Fox

Copyright 2016 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2016 Twentieth Century Fox

 
2 Kommentare

Verfasst von - 2016/05/09 in Film, Kino, Rezensionen

 

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