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Gewinnspiel: Black 47 – 1 x auf Blu-ray, 1 x auf DVD

Verlosung

„Black 47“ spielt während der Großen Hungersnot in Irland, 1847 markiert deren schlimmstes Jahr. Die Zeit hat sich ins kollektive Gedächtnis der Iren eingebrannt. Ein Ire kehrt vom Kriegseinsatz für die Briten in Übersee zurück und findet seine Familie ausgelöscht und sein Land im Elend vor, woraufhin er einen Rachefeldzug startet. Ascot Elite Home Entertainment hat uns von dem Historiendrama eine Blu-ray und eine DVD zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,45 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 24. März 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray oder DVD. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die Verspätung bei der Auslosung und Bekanntgabe der Gewinnerinnen bitte ich zu entschuldigen. Gewonnen haben

– die Blu-ray: Ina Meier,
– die DVD: Heike HB.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Black 47“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Black 47 – Irische Tristesse von Hunger und Vergeltung

Black ’47

Von Volker Schönenberger

Historiendrama // Als „Great Famine“ hat sich die ab 1845 grassierende Große Hungersnot in Irland ins kollektive Bewusstsein der Bevölkerung eingebrannt. Eine Million Menschen verhungerten oder starben durch Krankheiten, was zwölf Prozent der damaligen Einwohnerinnen und Einwohner entsprach. Zwei Millionen Menschen emigrierten nach Nordamerika, Großbritannien oder Australien. Wie so oft in der Geschichte der Menschheit traf die Katastrophe in erster Linie die unteren Schichten, die Armen und Hilflosen. Auslöser war eine Kartoffelfäule, die zu Missernten führte, verschärft wurde die Situation aufgrund unzureichender Gegenmaßnahmen der Regierung und der englischen Großgrundbesitzer – das Land war seinerzeit Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland. Die Hungersnot gilt heute als eins der zentralen und wegweisenden Ereignisse der irischen Geschichte und führte nach einer Phase der politischen Lähmung der Bevölkerung zum Erstarken des Wunsches nach Unabhängigkeit von Großbritannien – im Zweifel mit Gewalt. Dem Irischen Unabhängigkeitskrieg (1919–1921) folgten schließlich die Gründung des Irischen Freistaats (1922) und der Republik Irland (1937).

Martin Feeney geht auf Rachefeldzug …

„Black 47“ bezeichnet das schlimmste Jahr der Hungersnot – 1847. In diesem Jahr kehrt Martin Feeney (James Frecheville) in seine irische Heimat in der Region Connemara zurück. Als Freiwilliger hatte er für die Briten Soldatendienst in Übersee geleistet, was ihn in den Augen vieler Landsleute zum Verräter abstempelt. Vor seinem Elternhaus muss er feststellen, dass seine Mutter verhungert ist und sein Bruder gehängt wurde, weil er einen Gerichtsvollzieher erstochen hatte, der die Räumung des Hauses durchsetzen wollte. Die englischen Vermieter sind schnell dabei, ihre verarmten irischen Pächter hinauszuwerfen, sobald mal die Pacht nicht mehr bezahlt werden kann.

Der Rächer und sein Jäger

Als Feeney auch verbleibende Verwandte verliert, begibt er sich auf einen Rachefeldzug. Damit zieht er zügig die Aufmerksamkeit der Ordnungsmacht auf sich, die ihrerseits den Ermittler Hannah (Hugo Weaving) auf ihn ansetzt. Den erwartet an sich der Tod durch den Strang, weil er im Verhör einen Verdächtigen erwürgt hatte. Hannah reist in Begleitung des jungen Soldaten Pope (Freddie Fox) nach Connemara, um Feeney aufzuspüren.

Die Hungersnot in Irland als Rachewestern

Regisseur Lance Daly („The Good Doctor“, 2011) kleidet die Handlung in triste, artifizielle Bilder mit herabgesetzter Farbsättigung vor Matte-Painting-Hintergrund. Wenn Feeney durch die karge Landschaft reitet und auf dem Wege an ärmlichst bis spärlich bekleideten Iren vorbeikommt, verströmt das eine endzeitliche Atmosphäre, die seinerzeit unter den Betroffenen womöglich tatsächlich verspürt worden ist. In diesen Sequenzen ist der Film als Historiendrama stark und wird dem tragischen Ereignis gerecht. In der Folge wandelt sich „Black 47“ zum Duell des Protagonisten mit seinem Jäger Hannah, wobei Hugo Weaving („Matrix“) aufgrund seines Charismas die Nase vorn hat. James Frecheville („The Drop – Bargeld“) lässt es mimisch etwas eintönig angehen, selten wandelt sich sein Blick, was angesichts des Elends und der auf ihn lauernden Gefahren nicht recht passt. In Nebenrollen adeln Stephen Rea („The Crying Game“) und Oscar-Preisträger Jim Broadbent („Iris“) die Besetzung. „Black 47“ geht bei aller Bildgewalt eher als Rachewestern ins Ziel als als Historien-Epos. Das ist auch in Ordnung, dennoch bleibt der Gedanke hängen, dass mehr dringewesen wäre. Welche Historienfilme rund um die irische Geschichte könnt Ihr empfehlen?

… Hannah auf die Jagd

Veröffentlichung: 14. Dezember 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 100 Min. (Blu-ray), 96 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Black ’47
IRL/LUX 2018
Regie: Lance Daly
Drehbuch: Lance Daly
Besetzung: Hugo Weaving, James Frecheville, Stephen Rea, Jim Broadbent, Freddie Fox, Barry Keoghan, Moe Dunford, Sarah Greene,Ciaran Grace
Zusatzmaterial: Originaltrailer, deutscher Trailer, Wendecover
Label/Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Trailer: © 2018 Ascot Elite Home Entertainment

 
 

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Paddington – Der kleine Bär in der großen Stadt

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Paddington

Familienkomödie // Er kann sprechen, stammt aus dem dunkelsten Peru und wird am Londoner Bahnhof Paddington von der englischen Familie Brown aufgelesen. Die Browns benennen den niedlichen kleinen Bären nach dem Bahnhof. So beginnt der erste Band der Paddington-Reihe des englischen Autors Michael Bond. Die Geschichten wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und verkauften sich weltweit mehr als 35 Millionen Mal. Ab den 70er-Jahren entstand eine Puppentrick-Fernsehserie, ab den 90er-Jahren eine Zeichentrickserie.

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Paddington ist in Paddington angekommen

Auch in der Kinoadaption ist Paddington etwas tollpatschig, weshalb er immer wieder in turbulente Situationen gerät – was meine Töchter und ihre Freundin beim Filmgucken mehrfach in lautes Gelächter ausbrechen ließ. Einige Male wurde es sogar so chaotisch, dass sich eine meiner Töchter das gar nicht mehr ansehen wollte; sie verließ kurz das Wohnzimmer oder verkroch sich auf meinen Schoß – nicht aus Angst, sondern weil sie das Chaos nicht sehen wollte. Sie sagte im Anschluss an den Film dann auch, dass er ihr nicht gefallen habe (obwohl ich das nicht recht glauben kann).

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Mama Brown schließt ihn sofort ins Herz …

Jedenfalls gewinnt Paddington schnell die Herzen der Hälfte der Browns: Mutter Mary (Sally Hawkins) und Sohn Jonathan (Samuel Joslin) wollen den einsamen Bären gar nicht ziehen lassen, während Tochter Judy (Madeleine Harris) und besonders Vater Henry (Hugh Bonneville) den chaotischen Bären am liebsten schnell wieder aus dem Haus hätten. Und dann ist da auch noch die böse Tierpräparatorin Millicent (Nicole Kidman), die den Bären aus nur ihr bekannten Gründen unbedingt ausstopfen und im Museum ausstellen will.

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… Papa Brown braucht dafür etwas länger

Dominieren in der ersten Hälfte des Films das Kennenlernen von Familie Brown und die turbulenten Situationen, in die sich Paddington immer wieder bringt, so geht es im weiteren Verlauf verstärkt um die Gefahr, in der Paddington durch die Tierpräparatorin schwebt. Die Familienwerte werden manchmal etwas überstrapaziert, das fällt aber nicht allzu sehr ins Gewicht.

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Hunde sind auf der Rolltreppe zu tragen

Die Bären – zu Beginn sehen wir Paddington im peruanischen Dschungel mit Onkel und Tante – sind am Computer entstanden und in den Realfilm eingefügt, auch einige Animatronik-Figuren kommen zum Einsatz. Das ist technisch perfekt, und niedlich ist der kleine Bär sowieso. Für die deutsche Synchronisation lieh der österreichische Schauspieler Elyas M’Barek („Fack ju Göhte“) Paddington die Stimme. Er erledigt seine Sache anständig.

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Im Badezimmer passiert ein Malheur

Dem Charme des knuddeligen Tollpatsches wird sich kaum jemand entziehen können. Da ich – Schande über mich – die Vorlage nicht kenne, verweise ich für einen kurzen Vergleich auf die Rezension beim Filmdienst, nach der der Film vor allem vom kongenial aus der Vorlage bewahrten Charme der hervorragend animierten Titelfigur lebe. „Paddington“ bietet rundum gelungene Unterhaltung für einen Filmnachmittag im Kreis der lieben Familie.

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Millicent will Paddington ausstopfen

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Sally Hawkins und Nicole Kidman sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgeführt.

Veröffentlichung: 4. April 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 95 Min. (Blu-ray), 91 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Paddington
GB 2014
Regie: Paul King
Drehbuch: Paul King, Hamish McColl, nach den „Paddington“-Büchern von Michael Bond
Besetzung: Sally Hawkins, Hugh Bonneville, Julie Walters, Madeleine Harris, Samuel Joslin, Nicole Kidman, Jim Broadbent, Peter Capaldi
Zusatzmaterial: Featurettes „Vom Buch auf die Leinwand“, „Ein Bär zu Besuch“ und „Die Figuren“, Making-of, Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

Copyright 2015 by Volker Schönenberger

Fotos, Packshots & Trailer: © 2015 Studiocanal Home Entertainment

 

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