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Schlagwort-Archive: John Wayne

Gewinnspiel: 1 x McLintock als Limited Collector’s Edition Mediabook

Verlosung

John Wayne ist „McLintock“! Im gleichnamigen Western von Andrew V. McLaglen („Die Wildgänse kommen“) gibt er einen Viehbaron, der nicht davor zurückschreckt, seine von Maureen O’Hara verkörperte Angetraute übers Knie zu legen. capelight pictures hat den Western von 1963 kürzlich als Mediabook mit Blu-ray und DVD veröffentlicht und uns ein Exemplar zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerin oder des kommenden Gewinners!

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 2,70 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel sind bis Sonntag, 9. Februar 2020, 22 Uhr, folgende Fragen zu beantworten, was euch nach Lektüre von Lars Johansens Rezension des Films keine Probleme bereiten sollte:

1. Womit hatte John Wayne 1960 Pech gehabt?

2. Welches Gerät verwenden zwei Protagonisten des Films, um Frauen zu züchtigen?

3. Wer hat den schwer verletzten McLintock im letzten Krieg nach Hause transportiert?

4. John Wayne war auch in anderen Bereichen tätig, was sich durchaus auf den Film auswirkte. Welche Professionen übte er aus?

5. Wer ersetzte bei den Dreharbeiten kurzzeitig den erkrankten Regisseur Andrew McLaglen?

Einen Fehlschuss gebe ich euch – jeder hat ja mal einen Blackout, daran soll die Teilnahme nicht scheitern, also landet Ihr mit vier korrekten Antworten im Lostopf. Minimal fehlerhafte Schreibweisen und Tippfehler toleriere ich, wenn klar ist, wer oder was gemeint ist. Alle Kommentare werden erst nach Ende der Abgabefrist veröffentlicht. Während der Laufzeit des Gewinnspiels werde ich nach und nach die Namen aller bislang eingegangenen Kommentatorinnen und Kommentatoren hier unten auflisten.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Hat sich die Gewinnerin oder der Gewinner drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verliert er oder sie den Anspruch auf das Mediabook. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnerin oder den Gewinner werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und ihn oder sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Bislang teilgenommen haben (mit fünf korrekten Antworten, sofern nicht anders vermerkt):

01. Jens
02. Andreas H.
03. Michael Behr
04. Dirk Busch
05. Markus Tump
06. Thomas Oeller
07. pygospa

Gewonnen hat Markus Tump. Herzlichen Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Die Rezension von „McLintock“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2020 by Volker Schönenberger

 

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McLintock! Frauen hauen

McLintock!

Von Lars Johansen

Western // John Wayne hatte 1960 Pech gehabt. Sein mit ursprünglich 192 Minuten überlanger, extrem patriotischer und extrem teurer Film „Alamo“ floppte an den Kinokassen erbarmungslos. Der Star hatte das monumentale Werk zusammen mit seinem Drehbuchautor James Edward Grant produziert und außer der Hauptrolle auch die Regie übernommen. Der Film war Waynes Herzensprojekt und genau so erzreaktionär wie er selbst. „Ich liebe diesen verdammten Republikaner“, sagte John Ford einmal über ihn und bringt damit die Ambivalenz Waynes ziemlich genau auf den Punkt. Jean-Luc Godard hat es anders und doch eigentlich genauso formuliert: „Es ist unmöglich, Wayne nicht zu hassen, wenn er sich für einen Mann wie Goldwater einsetzt. Und es ist unmöglich, Wayne nicht zu lieben, wenn er im vorletzten Akt der ,Searchers‘ plötzlich Natalie Wood in seine Arme nimmt.“ Nun versuchte Wayne seine Weltsicht in preisgünstigeren und nicht ganz so patriotischen Produktionen auf die Leinwand zu bringen. Und so machte er sich drei Jahre später mit dem gleichen Drehbuchautoren daran, eine Komödie auf die Leinwand zu bringen.

Hart, aber …

„McLintock“ lautet der Name des Örtchens, das zum größten Teil dem knurrigen Viehbaron gleichen Namens (John Wayne) gehört. Nun kommt es gleichzeitig zu Konflikten mit neuen Siedlern, Indianern, seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau (Maureen O’Hara) und der gemeinsamen Tochter Becky (Stefanie Powers), die aus dem Internat zurückkehrt. McLintock löst alle Probleme mit zupackender Souveranität. Dazu gehört auch, dass er nicht einschreitet, als der um die Hand seiner Tochter anhaltende Devlin Warren (Patrick Wayne) Becky mit einer Kohlenschaufel verprügelt – auf Beckys Wunsch erschießt McLintock diesen zum Schein. Letzteres ist eine wirklich unerwartete und hochkomische Szene, die positiv konnotierte Prügel jedoch definitiv nicht. Die Prügelszene wiederholt sich noch einmal, aber dieses Mal ist es McLintock, der am Ende des Films mit der gleichen Schaufel seine Frau verprügelt, die danach sanft und nachgiebig ist.

Mit Schlägen eine Widerspenstige zähmen?

Wenn Mike Siegel im ansonsten klugen und kenntnisreichen Booklet schreibt: „[Die Szene] entspricht natürlich nicht mehr unserem heutigen Frauenbild, ist aber im Kontext ihrer Zeit trotzdem vergnüglich anzusehen“, dann irrt er an dieser Stelle. Denn das war damals mindestens unangemessen und peinlich und ist heute unmöglich. Dass es sich um eine Anlehnung an Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ handelt – geschenkt. Natürlich stellt es auch ein Zitat aus John Fords „Die Katze mit dem roten Haar“ („The Quiet Man“, 1952) dar, in welchem Wayne die widerstrebende O’Hara aus den Zug zerrt, sie zu ihrem Bruder schleppt und diesem vor die Füße wirft. Maureen O’Hara berichtet in einem Making-of, welches vor ungefähr 20 Jahren entstanden sein muss und es leider nicht auf diese Veröffentlichung geschafft hat, dass sie bei den Dreharbeiten zu „McLintock“ tatsächlich verprügelt wurde und schmerzhafte blaue Flecken davontrug. Auch wenn man das unter Schauspiel subsummieren mag, bleibt es eine eher widerliche und zutiefst frauenverachtende Szene.

… herzlich

Das ist umso überraschender, weil der Film ansonsten in großen Teilen eine erstaunliche Liberalität an den Tag legt. Da gibt es den Studenten Matt Douglas (Jerry Van Dyke), der McLintock einen Reaktionär nennt, sich dann entschuldigt und behauptet, dass alle jungen Menschen die ältere Generation so zu bezeichnen pflegen. Der entpuppt sich als guter Tänzer, aber als Ehemann für die Tochter wird er nicht in Erwägung gezogen, weil ihm die zupackende Natürlichkeit des jungen Farmarbeiters Devlin Warren fehlt, der am Ende diese für sich gewinnen kann. Aber die Indianer sind hier eben nicht indifferent böse gezeichnet, sondern als ehrenvolle Gegner, deren Häuptling Puma (Michael Pate) seinen schwer verletzten Gegner McLintock im letzten Krieg sogar nach Hause transportiert hat. So setzt sich der Viehbaron gegen den Gouverneur und den völlig überforderten Indianerbeauftragten der Regierung für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. Er tut dies auf Augenhöhe, will keine Almosen für sie, denn diese kränken die Krieger, welche die Gaben zwar für Witwen und Waisen schätzen, für sich selbst aber ablehnen. Und er will nicht, dass die alten Häuptlinge in ein Reservat gezwungen werden, wo sie wie aufmüpfige Schüler behandelt werden, die sich zu melden haben. So verhilft er ihnen schließlich zur Flucht und zu Waffen, damit der Präsident gezwungen wird, mit ihnen zu verhandeln.

Schlammschlacht ohne Whisky

Wenn das am Ende nur angedeutet und nicht ganz ausgeführt wird, stellt das eine kleine Schwäche des Films dar, der einige dramaturgische Risse aufweist und nicht jeden losen Faden zu Ende verfolgt. Witzig ist es auf jeden Fall, wenn eine ältere Indianerin einem ausgewiesenen Indianerhasser kräftig an den Hintern fasst, da er vor 20 Jahren eine Affäre mit ihr gehabt zu haben scheint, woran er sich aber nicht gern erinnern will. Und wenn es zur großen Prügelei kommt, die sich im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Schlammschlacht auswächst, sind es die Indianer, die distanziert und ein wenig pikiert den sich prügelnden Massen dabei zuschauen. Wenn dann noch einer der Häuptlinge den fehlenden Whisky bei dieser Party bemängelt und darauf zusammen mit den anderen den Schauplatz verlässt, hat auch das eine eigenartige Würde und einen sehr angenehmen Humor.

Rassistengesänge: „Hoch auf dem gelben Wagen“

Erstaunlich modern auch, dass McLintock seiner Tochter das Erbe verweigert, sondern ihr nur eine kleine Farm und etwas Vieh für sie und ihren Ehemann überlassen will, da die großen Ländereien nach seinem Tod zu Allgemeineigentum und einem Park werden sollen, damit die Umwelt nicht weiter zerstört wird. Das ist die andere Seite John Waynes, der selbst als Farmer und Viehzüchter tätig war und genau wusste, welche Gefahr die übergroße Ausbeutung der Natur mit sich bringen kann. Diese Ambivalenz lässt sich immer wieder bei den Filmen nachweisen, bei welchen er Einfluss auf die Produktion nehmen konnte, und das war spätestens seit dem Ende der 50er-Jahre eigentlich durchgehend der Fall. Waynes persönliches Weltbild nahm in den Filmen, in denen er mitwirkte, immer größeren Raum ein.

In… In… In…dianer

Eigentlich waren es schon beinahe familiäre Strukturen, die ihn bei der Filmarbeit begleiteten. So war bei „McLintock!“ sein Sohn Patrick als Schauspieler dabei, sein älterer Sohn Michael fungierte als Produzent. Mit Maureen O’Hara hatte er schon einige Klassiker gedreht, darunter den grandiosen „Rio Grande“ von 1950, in dem es ebenfalls um die Annäherung eines Ehepaars geht, das sich eigentlich getrennt hat. Dort ist es ein Sohn, der die beiden Partner einander wieder näherbringt. Yvonne de Carlo, deren Erfolge schon ein wenig zurücklagen, bekam das Engagement hauptsächlich deswegen, weil sich ihr Ehemann, ein Stuntman, bei den Dreharbeiten zu „Das war der wilde Westen“ („How the West Was Won“, 1962) so schwer verletzt hatte, dass er nicht mehr arbeiten konnte und die Familie zu verarmen drohte. Regisseur Andrew V. McLaglen war der Sohn von Waynes Freund und häufigem Filmpartner Victor McLaglen. Er hatte bislang nur für das Fernsehen gearbeitet und würde danach noch einige Filme mit Wayne und anderen drehen. Über besseres Handwerk ist er nie hinausgekommen und auch hier hat Wayne wohl ein wenig in die Regie eingegriffen.

John Ford hilft aus

Als McLaglen krankheitsbedingt ein paar Drehtage ausfiel, erzählte Stefanie Powers einmal, sei sogar ein misslauniger John Ford auf dem Set erschienen, der sich ein ein wenig darüber geärgert hatte, dass Wayne nicht ihm die Regie übertragen hatte, aber trotzdem bereitwillig einsprang, war doch sein Stammkameramann mit von der Partie. Dieses Familiäre strahlt auch der fertige Film aus, der seinerzeit ein veritabler Erfolg war, aber danach irgendwie ein wenig in Vergessenheit geriet. Er verfügt über ein paar schöne Momente, ist aber auch ganz schön lang geworden.

Da braut sich was zusammen

Die Blu-ray von capelight pictures ist mehr als ordentlich geworden, das Bild wurde gegenüber der amerikanischen Veröffentlichung noch einmal überarbeitet, und das ist dem Ergebnis sehr gut bekommen. Die Extras sind überschaubar, dafür ist das Booklet sehr dick geworden und neben der guten Arbeit von Mike Siegel ist es vor allem der zeitgenössische Comic zum Film, der einen echten Mehrwert darstellt. Kurz, man kann nur dazu raten, zuzugreifen, wenn man Western und John Wayne mag.

Abgefedert

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Andrew V. McLaglen haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit John Wayne unter Schauspieler.

Flaschenpfand und Paybackpunkte

Veröffentlichung: 29. November 2019 als 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (Blu-ray & DVD) und DVD, 3. Mai 2007 als DVD

Länge: 127 Min. (Blu-ray), 122 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: McLintock!
USA 1963
Regie: Andrew V. McLaglen
Drehbuch: James Edward Grant
Besetzung: John Wayne, Maureen O’Hara, Patrick Wayne, Stephanie Powers, Yvonne de Carlo, Jerry Van Dyke, Jack Kruschen, Chill Willis
Zusatzmaterial: Making-of von 1963, deutscher Kinotrailer, US-Kinotrailer, 60-setiges Booklet mit einem Text des Filmhistorikers Mike Siegel, seltenen Bildern zum Film und dem vollständig restaurierten „Gold Hey Comic“ zum Film
Label 2019: capelight pictures
Vertrieb 2019: Al!ve AG
Label 2007: Paramount
Vertrieb 2007: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2019 by Lars Johansen

Szenenfotos & unterer Packshot: © 2019 capelight pictures

 

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Der Schatten des Giganten – Die Straße nach Jerusalem

Cast a Giant Shadow

Von Ansgar Skulme

Kriegsdrama // Der angehende Staat Israel steht nur wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs kurz vor der Unabhängigkeit, muss sich jedoch gegen energische Widerstände – vor allem aus der arabischen Welt – behaupten. Es fehlt den Emporkömmlingen an militärischem Wissen und einer wirklichen Armee, zudem an ausreichender Bewaffnung. Die Bewegung droht zu scheitern – Israel ist in Gefahr. Der Mut und Willen der im Weltkrieg so sehr gepeinigten Juden ist allerdings unerschütterlich, und in David „Mickey“ Marcus (Kirk Douglas) finden sie einen erfahrenen militärischen Berater, der mit Entschlossenheit alle Kräfte der Menschen zu bündeln versteht, mögen sie für sich genommen noch so gering sein. Die ersten Erfolge werden davon überschattet, dass Jerusalem in feindliche Hand zu fallen droht. Militärisch scheint die Stadt zwar relativ bedeutungslos zu sein, doch ihr symbolischer Wert ist für den Staat Israel geradezu unermesslich. Marcus muss sich dem Willen seiner Auftraggeber beugen, zur Rettung Jerusalems viele Leben zu riskieren.

Mit Waffen kennt sich Mickey (l.) aus

„Der Schatten des Giganten“ ist routiniert gefilmtes Star-Kino, das mit seinen politischen Aussagen auch heute noch stark polarisieren kann – vielleicht sogar noch mehr als zum Zeitpunkt des Kinostarts. Einerseits ist die geschilderte aufopferungsvolle Bewegung mit dem Ziel der Gründung eines Staates in gewisser Weise beeindruckend und auch bewegend, andererseits enttäuscht der Film immer wieder mit Eindimensionalität. Die Geschichte hat eine ähnliche Dynamik als würde man Noah beim Bau seiner Arche und der waghalsigen Fahrt zusehen. Leider bleibt der Film aber selbst bei der Schilderung des Verhältnisses von Marcus zu den vielen Menschen, mit denen er es zu tun bekommt und die letztlich für ihn und mit ihm kämpfen, viel zu oberflächlich. Kirk Douglas macht sich als moderner Noah eigentlich gar nicht schlecht; sowieso passte der mittlerweile 101 Lebensjahre zählende Mime immer wieder gut in voranpreschende, energiegeladene Rollen. Der Film hat zweifelsohne Potenzial, leider gelang es Melville Shavelson nicht, das Ganze wenigstens richtig spannend und mitreißend in Szene zu setzen – wenn schon die eindimensionale Botschaft mehr als diskutabel ist, dass die Israelis unzweifelhaft die Guten und alle Araber die Bösen sind. Aber wenn man zumindest Elmer Bernstein als Komponisten im Boot hat, ist die Musik immerhin die halbe Miete.

Fragen aufwerfendes Konzept

Eine Frage, die ich mir während der Sichtung immer wieder stellte, ist, warum man ausgerechnet für diesen Stoff, ausgerechnet für diesen Film den recht merkwürdigen Weg ging, mit Yul Brynner, Frank Sinatra und John Wayne gleich drei damalige Superstars als sogenannten „Special Appearance Cast“ in Nebenrollen zu verpflichten, der im Vorspann und auch schon im Trailer ausdrücklich dementsprechend gekennzeichnet ist. In Rollen, die allesamt recht beliebig wirken, aber wiederum auch mehr als bloße Cameos sind. Das Ganze erweckt ein wenig den Eindruck, als hätte man krampfhaft versucht, über Schwachstellen des Konzepts hinwegzutäuschen und das Publikum zu ködern, frei nach dem Motto: „Wenn die alle mitspielen, dann muss es ja stimmen!“ Es gab zwar damals ein paar andere Filmprojekte, die mit enorm vielen Stars aufwarteten, wie vor allem der Kriegsfilm „Der längste Tag“ und der Western „Das war der Wilde Westen“ – beide 1962 erschienen –, eine Variante mit einer Handvoll Stars in ganz normalen Nebenrollen wie in „Der Schatten des Giganten“ ist jedoch ziemlich ungewöhnlich.

Asher (r.) ist skeptisch, doch lässt sich beraten

Dass das wie eine Anbiederung wirkt, ist allerdings der Story geschuldet, denn wäre der Film wirklich gut, würde sich das Problem nicht stellen und man würde sich über die Stars freuen und dieses Stelldichein feiern, statt sich fast schon zu ärgern, dass sie sich dafür hergegeben haben. Besonders enttäuschend ist, dass die Geschichte dieses Films ein Bild arabischer Völker vermittelt, das beim besten Willen eindeutig oberflächlicher ist als das Indianerbild in den meisten US-Western der 50er-Jahre – B-Filme eingeschlossen. Und das, obwohl wir es bei „Der Schatten des Giganten“ mit einer sehr teuren, aufwendigen Produktion zu tun haben. Albern ist zudem, dass man hier zwar Werbung für den Staat Israel macht, eine internationale Besetzung zusammentrommelte und in teure Stars investierte, es aber ausgerechnet nicht für nötig hielt, wenigstens einen einzigen israelischen Schauspieler in einer einigermaßen großen Rolle zu besetzen. Mit einer Ausnahme: Topol, der allerdings einen Araber spielt und das zudem wild chargierend und klischeebeladen, wie es extremer kaum geht. Das ist dann leider wirklich der Gipfel aller Absurditäten dieses Films.

Wayne interessiert’s!

Filme dürfen meinetwegen oberflächlich sein, wenn sie wenigstens das Handwerk guter Unterhaltung verstehen, spannend gemacht sind und dabei den Mund nicht zu voll nehmen, was ihren Anspruch und die Botschaften, die sie zu vermitteln versuchen, betrifft; doch „Der Schatten des Giganten“ scheitert hinsichtlich dieser Aspekte. Der Film ist nicht mehr als solider Standard im Gewand eines Epos – unverhältnismäßig teuer mit großen Namen in nicht-großen Rollen besetzt und mit langer Laufzeit versehen, die bei dem Thema auch fast unumgänglich ist –, man kann sich an den vielen bekannten Gesichtern freuen, aber am Ende bleibt das Gefühl, dass der Streifen für seine Ambitionen, seine Länge, seine Geschichte, seine Stars und sein Potenzial schlichtweg unfassbar beliebig und durchschnittlich ist. Nicht haarsträubend schlecht oder unprofessionell, sondern einfach ziemlich belanglos – und das ist angesichts des behandelten Themenkomplexes nicht nur bedauerlich, sondern ärgerlich. Ich tu mich sogar schwer damit zu glauben, dass dieser Film wenigstens den Menschen zum überwiegenden Teil gefällt, für die er überdeutlich Partei ergreift. Auch als Israeli oder ganz allgemein als Jude würde ich mir hier, aufgrund der einfachen Sichtweisen auf die Dinge, vermutlich sehr oberflächlich dargestellt vorkommen – da täuschen auch einige tragische Szenen und die Momente, in denen das moderne „Volk Israel“ als starke Gemeinschaft buchstäblich über Nacht eine Straße baut, nicht wirklich darüber hinweg. Die Geschichte fühlt sich auf ganz seltsame Weise blutleer und überflüssig an, was bei dieser Länge und der Präsenz bestimmter Schauspieler wirklich erstaunlich ist. Einige verärgerte Kritiker und Historiker bezeichneten das Werk als anti-arabische oder auch anti-palästinensische Propaganda. Mag man das nun teilen oder auch nicht, so ist es zumindest nicht sonderlich schwierig nachzuvollziehen, warum sie zu dieser Ansicht gelangten.

Die Beteiligung des als oberflächlicher US-Patriot berüchtigten John Wayne macht einen Film, der die Araber ohne kritisches Hinterfragen als Feindbild heraufbeschwört, bei Licht betrachtet zudem nicht unbedingt glaubwürdiger in seinen Ansinnen. Waynes flapsiger Jargon, der sogar gegenüber Vorgesetzten keinen Halt macht, womit er dem Militär eine Art besonders menschliche Note zu verleihen versuchte, wirkt zumeist auch eher absurd übertrieben als alles andere – man kauft ihm einen ernsthaften General nicht ab, sondern nur den Schauspieler, der in den 40ern vor der Kamera Soldaten darstellte und vom Militärdienst befreit war, während andere wirklich in den Krieg mussten. Sein kauziges Gehabe ist zugegebenermaßen in der Regel ganz lustig und kann zuweilen sogar ganze Filme – auch Kriegsfilme – tragen, wenn der legendäre Mime die Hauptrolle spielt, aber wirkt in „Der Schatten des Giganten“ doch recht deplatziert. Ob es eine Szene gebraucht hätte, in der der „Duke“ an der Seite von Kirk Douglas sogar noch der Befreiung eines Konzentrations- oder auch Vernichtungslagers beiwohnen und dies mit sichtlich entsetzter Miene quittieren darf, sei ganz besonders in Frage gestellt. Man stelle sich vor, Chuck Norris hätte in einem heutigen Film einen Cameo bei der Befreiung von Auschwitz – mag er die Rolle in dieser Szene plötzlich noch so bemüht ernsthaft spielen, muss das in der Form nicht sein. Man sieht die Szene und hat das Gefühl, dass John Wayne dort einfach nichts zu suchen hat, aufgrund seiner gesamten Vorgeschichte als Person wie auch als Schauspieler – es hat etwas Pietätloses, Anmaßendes, das Gezeigte unangemessen Vereinfachendes, obwohl es natürlich genau umgekehrt gemeint ist.

General Randolph hasst idiotische Befehle

Man fragt sich bei dem Film, vor allem in den Szenen mit John Wayne, so oft „Was soll das?“ und womit diese eigentlich historisch durchaus relevante Story das alles verdient hat, dass man irgendwann gedanklich die Stimme von Herbert Grönemeyer zu hören glaubt. Letzten Endes sind die Figuren des Films fast durch die Bank viel zu oberflächlich, wodurch eine Einfühlung enorm erschwert wird. „Der Schatten des Giganten“ wird so zu einem Paradebeispiel dafür, dass noch so viele Stars nichts helfen, wenn sich ein schwaches Drehbuch an beeindruckenden historischen Begebenheiten – der wahren Geschichte des David Marcus – entlanghangelt. Mehr als bestenfalls der Schatten von etwas Großem ist dieser Film einfach nicht – und John Waynes Präsenz ist hier vergleichbar mit der eines betrunkenen Fußballfans, der sich durch eine nicht erklärbare Wildcard plötzlich in der Startaufstellung eines bedeutenden Spiels seiner Lieblingsmannschaft wiederfindet. Auch ein Schatten – seiner selbst.

Der Mann, der die Stars an die Wand spielte

Der einzige Aspekt, der mich an „Der Schatten des Giganten“ wirklich positiv beeindruckte, ist die schauspielerische Leistung von Luther Adler in der Rolle des Jacob Zion – zudem grandios synchronisiert vom damals bereits 74 Jahre alten Robert Klupp. Ohne Luther Adler wäre die Botschaft dieses Films hoffnungslos verloren, ihm gelingt es, den händeringenden Willen dieses Volkes nach einem eigenen Staat greifbar und fühlbar zu machen. Adler schafft es, dass man eine Offenheit entwickelt, sich auch angesichts der Gräuel des heutigen Palästina-Konflikts näher mit der Thematik zu befassen und weder die eine noch die andere Seite pauschal zu verurteilen. Da wurden nun keine Kosten und Mühen gescheut, einen Haufen internationaler Schauspieler und US-amerikanischer Stars zu engagieren, aber der eine, der dann so richtig überzeugt, ist der einzige US-Schauspieler in einer größeren Rolle, der vergleichsweise eher unbekannt ist, also weder in die Kategorie „international“ noch „US-Star“ fällt – man weiß nicht so recht, ob man darüber nun lachen oder weinen soll.

Wenn man sich allerdings eine Weile mit dem US-amerikanischen Kino und Fernsehen der 40er bis 70er beschäftigt hat, kennt man Luther Adler bereits als verlässlichen, wandlungsfähigen Charakterdarsteller, der seine Rollen stets mit Hingabe ausfüllte. Es kommt nicht von ungefähr, dass es Luther Adler war, dem man das Vertrauen aussprach, Adolf Hitler in „Rommel, der Wüstenfuchs“ (1951) zu spielen, obwohl Hitler im US-Kino bis dato meist von Darstellern verkörpert worden war, die ihm möglichst besonders ähnlich sahen, weniger mit Blick auf schauspielerischen Tiefgang. Ebenso wenig überrascht es, dass die Wahl auf Adler fiel, als es darum ging, im US-Remake von Fritz Langs „M“ (ebenfalls von 1951) die Rolle des alkoholkranken Anwalts zu besetzen, die im Remake wesentlich umfangreicher als im Original ist. Bis ins hohe Alter wusste Luther Adler immer wieder zu überzeugen und ganz unterschiedliche, des Öfteren auch recht schräge Figuren sehr intensiv mit Leben zu erfüllen, darunter beispielsweise eine tolle Gastrolle in der alten „Mission: Impossible“-Serie, wo er einen Diktator spielte, dem Halluzinationen vorgegaukelt werden, oder einen kriminellen Patriarchen in einer dreiteiligen Spezialepisode der langlebigen Kultserie „Hawaii Fünf-Null“.

Nur für Blu-ray-Fans wirklich lohnend

Der Film ist vor über zehn Jahren bereits in Deutschland auf DVD veröffentlicht worden. Die damaligen Editionen enthielten sowohl mehr unterschiedliche Sprachfassungen als auch mehr Untertiteloptionen. Die jetzige Veröffentlichung hat ein verbessertes Bild auf HD-Niveau und daher nun auch eine Blu-ray zu bieten – die diesem Artikel beigefügten Fotos bieten einen guten Eindruck der Bildqualität. Abgesehen von den technischen Aspekten bringt die neuerliche Auswertung aber leider keinen wirklichen Mehrwert mit sich – der Bonus ist mit lediglich einer Bildergalerie sowie den Kinotrailern aus Deutschland und den USA, die vor allem durch die hohlen, unbeholfenen Phrasen des Erzählers im Gedächtnis bleiben, recht knapp bemessen. Auf dem Cover sind auf der Frontseite, direkt neben dem Titelbild, zu allem Überfluss auch noch zwei Schreibfehler (das Wort „die“ ist fälschlich großgeschrieben, obwohl es nicht durch das Format zu rechtfertigen ist, und in „verblüffte“ fehlt ein Buchstabe), was irgendwie gut zur Oberflächlichkeit des gesamten Films passt. Auch wenn man diese Fehler in dem Slogan von einem Kinoplakat übernommen haben sollte, hätte man sie dennoch korrigieren können. Sowas kann passieren, klar, aber führt im Gesamtbild letztlich zu dem Urteil, dass sowohl an diesem Film als auch der Veröffentlichung einfach so gut wie gar nichts wirklich rund ist.

Zudem spiegelt der Film eine Tendenz wider, dass neuerdings vermehrt klassische Produktionen in zweiter oder dritter DVD-Auflage auf den deutschen Markt gelangen. Dies wird vor allem damit gerechtfertigt, dass man sie nun „erstmals auf Blu-ray“ veröffentlichen kann. Ich würde es allerdings begrüßen, wenn man stattdessen mehr Filme auf den Markt bringen würde, die es hierzulande bisher noch nicht einmal auf DVD gibt. Eine Blu-ray macht die Filme nicht besser, sondern nur das Bild und gegebenenfalls den Ton. Es ist zu früh, um mit dieser Art des Recyclings den Markt zu überschwemmen und damit Ressourcen zu blocken, die verhindern, dass es viele andere Filme überhaupt einmal auf den Markt schaffen, denn lohnende Produktionen schlummern noch zu Hunderten oder Tausenden – allein schon was das Hollywoodkino der 30er bis 60er und dabei Produktionen anbelangt, deren deutsche Synchronfassungen definitiv greifbar sind.

Na, wenigstens etwas!

Immerhin ist die deutsche Synchronfassung recht gelungen. Senta Berger synchronisierte sich in „Der Schatten des Giganten“ selbst und gehörte zweifelsohne zu den deutschsprachigen Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich auch hinter dem Mikrofon gut zu verkaufen wussten, wenn es ans Synchronisieren der eigenen Person ging. Interessant ist die Synchronfassung auch dahingehend, weil Arnold Marquis damals der Stammsprecher von Kirk Douglas war, aber auch gerade als Stammsprecher von John Wayne aufgebaut wurde, weshalb man ihn als Stimme von Wayne hier durch Wolfgang Lukschy ersetzte. Der hatte Wayne zuvor bereits immer mal wieder gesprochen und gehörte zudem schon wesentlich länger zu John Waynes Stimmen als Marquis. Lukschy geht – vor allem in den 60ern, weil seine Stimme da erheblich tiefer und kräftiger als Anfang der 50er klang – als Wayne-Stimme durchaus in Ordnung, aber an Heinz Engelmann, der vor allem in den 50ern die große Stammkraft als Stimme von John Wayne war, führt aus meiner Sicht qualitativ kein Weg vorbei. Engelmann war Mitte der 60er als Wayne-Sprecher aber leider bereits so gut wie abgelöst.

Die Liebe zu seiner Frau ist Mickeys letzte Bindung an die Heimat

Es gab in den 60ern mehrere Filme, in denen Arnold Marquis als Stimme von Kirk Douglas auf andere Schauspieler traf, die er seinerzeit ebenfalls regelmäßig synchronisierte – weshalb es immer wieder zu Umbesetzungen kam, da Marquis nicht mehrere große Rollen in einem Film sprechen konnte, gipfelnd in „Der Weg nach Westen“ (1967), wo mit Kirk Douglas, Richard Widmark und Robert Mitchum gleich drei Schauspieler zu sehen sind, die zum damaligen Zeitpunkt vorrangig von Marquis synchronisiert wurden.

Interessant ist die Synchronfassung von „Der Schatten des Giganten“ auch, als Gernot Duda hier überraschend zu seinem einzigen Einsatz als Stimme von Yul Brynner kam, obwohl dieser damals mit Klaus Miedel und Heinz Giese zwei gängige Optionen mitbrachte, die auch beide sonst nicht im Film zu hören sind. Duda kommt Brynners Stimme rein klanglich wahrscheinlich näher als jeder sonstige deutsche Sprecher, der ihn im Laufe der Jahre synchronisieren durfte, vielleicht sogar noch näher als Heinz Giese, schauspielerisch jedoch fehlt ihm hier das Charisma, um Brynner die notwendige spezielle Note zu geben. Dadurch ist die Rolle am Ende dann eben in der Synchronfassung erst recht genau das, was sie eigentlich auch ist: ein Nebenpart, ohne wirklich besondere Kennzeichen – Star-Effekt hin oder her. Demgegenüber hatte wenigstens Frank Sinatra das Glück, hier mit einem seiner besten und treffendsten Sprecher, Herbert Stass, aufwarten zu können, obwohl Sinatra die kleinste Rolle unter den Stars dieses Films hat. Eine sehr gute Besetzung für Sinatra war sicherlich auch Wolfgang Kieling. Da ich diesen aber absolut für Kirk Douglas favorisiere, wäre ich hier spätestens an zweiter Stelle dann auch bei Herbert Stass als Stimme von Frank Sinatra gelandet – und hätte trotz Kirk Douglas und John Wayne letztlich komplett auf Arnold Marquis verzichtet, der hier aber dennoch einen guten Job machte.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Yul Brynner, Kirk Douglas, Frank Sinatra und John Wayne haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Der Berater scheut auch den Einsatz des eigenen Lebens nicht

Veröffentlichung: 8. Februar 2018 als Blu-ray und DVD, 9. Oktober 2009 und 21. Mai 2007 als DVD (in der „John-Wayne-Collection 2“), 15. September 2003 als DVD

Länge: 138 Min. (Blu-ray), 133 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch – frühere dt. VÖ außerdem: Französisch, Spanisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch – frühere dt. VÖ außerdem: Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch
Originaltitel: Cast a Giant Shadow
USA 1966
Regie: Melville Shavelson
Drehbuch: Melville Shavelson, nach einem Roman von Ted Berkman
Besetzung: Kirk Douglas, Senta Berger, Angie Dickinson, Luther Adler, Yul Brynner, James Donald, Stathis Giallelis, John Wayne, Gordon Jackson, Frank Sinatra
Zusatzmaterial: Deutscher Kinotrailer, US-Kinotrailer, Bildergalerie
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2018 by Ansgar Skulme
Fotos & Packshot: © 2018 Koch Films

 

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