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Spider-Man – Far from Home: Spinnenmann schwingt sich durch Europa

Spider-Man – Far from Home

Kinostart: 4. Juli 20169

Von Iris Janke

SF-Action // Erwachsenwerden auf der Klassenfahrt – paradox, aber genau dieses Kunststück gelingt Jon Watts („Clown“) mit „Spider Man – Far from Home“, seiner auf „Spider-Man – Homecoming“ folgenden Regiearbeit. Watts schickt Peter Parker (Tom Holland) alias Spider-Man diesmal auf eine Klassenfahrt quer durch Europa. Dabei versucht der junge Mann, den richtigen Moment zu finden, seiner Klassenkameradin Michelle Jonas (Zendaya, „K.C. Undercover“) alias MJ seine Gefühle zu gestehen.

Spinnenmann auf Klassenausflug

Peter Parkers ursprünglicher Plan für den Europatrip sah vor: viel Entspannung, das rote Superheldenkostüm auf jeden Fall daheim lassen und MJ auf dem Eiffelturm ein romantisches Geschenk überreichen. Doch dabei hat er die Rechnung ohne Happy Hogan (Jon Favreau) gemacht. Der informiert ihn, dass sein neuer Ziehvater Nick Fury (Samuel L. Jackson) ihn dringend sprechen will. Wir erinnern uns: Spider-Man-Förderer Tony Stark (Robert Downey Jr.) alias Iron-Man ist tot. Peter Parker jedoch steht der Sinn gerade wenig nach Action. Kein Wunder also, dass er Happy Hogans Aufforderung ignoriert, Nick Fury zu kontaktieren. Fury allerdings lässt sich nicht so leicht abweisen. Kurzerhand leitet er den gesamten Europatrip der Klasse um – geradewegs dahin, wo sich vier übermächtige Bösewichte tummeln: die Elementals Hydron, Magnum, Zephyr und Hellfire. Klar, dass Peter Parker in altbekannte Gefahrensituationen gerät und sich zwecks Rettung seiner Klassenkameraden und der übrigen Bevölkerung plötzlich durch Venedig, Prag, Berlin und London schwingt. Seltsam: Überall dort, wo gerade eine Katastrophe passiert, taucht Quentin Beck (Jake Gyllenhaal) alias Mysterio, auf …

Soll Peter Parker MJ seine Liebe gestehen?

Der MCU(Marvel Cinematic Universe)-Episode „Spider-Man – Far from Home“ tut es extrem gut, dass sie an für Spider-Man ungewöhnlichen Orten spielt. Scheinbar mühelos lässt Regisseur Watts den Spinnenmann in – gefühlt – ganz Europa Menschen retten. Spider-Man Peter Parker mit Tom Holland in der Hauptrolle wirkt, anders als seine Rollen-Vorgänger (Tobey Maguire und Andrew Garfield) frischer, jünger und irgendwie entstaubt. Auch Zendaya als Peter Parkers neuer Schwarm MJ trägt zur Verjüngung des Teams bei. Ebenfalls toll besetzt: Jake Gyllenhaal als Hingucker Mysterio, umso interessanter, da er einst selbst einst als Spider-Man-Besetzung im Gespräch war. Watts gelingt der Mix aus guten jungen Schauspielern und etablierten Stars, computeranimierten Superschurken, historischer Kulisse und pointierten Gags. Ergebnis: gelungenes buntes Popcornkino für alle.

Nick Fury (r.) will Spider-Man für seine Zwecke einsetzen

Kenner des MCU werden zudem ihren Spaß daran haben, diesen „Spider-Man“-Teil in die „richtige“ zeitliche Reihenfolge der anderen Teiles zu bringen. Wichtig: Unbedingt bis nach dem Abspann im Kinosessel sitzen bleiben, denn wie bei den meisten Marvel-Filmen gibt es einen Ausblick auf kommende Ereignisse, tatsächlich sogar zwei völlig verschiedene – einen vergleichsweise kurz nach Beginn des Abspanns, den anderen ganz am Ende.

Freunde? Spider-Man und Mysterio (r.)

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jake Gyllenhaal und Samuel L. Jackson sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Neuer schwarzer Anzug für Spider-Man

Länge: 129 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Spider-Man – Far from Home
USA 2019
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Chris McKenna, Erik Sommers, nach den Comicvorlagen von Steve Ditko und Stan Lee
Besetzung: Tom Holland, Jake Gyllenhaal, Samuel L. Jackson, Marisa Tomei, Jon Favreau, Zendaya, Jacob Batalon, Remy Hii, Angourie Rice, Cobie Smulders, Martin Starr, Numan Acar
Verleih: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Copyright 2019 by Iris Janke

Filmplakate, Szenenfotos & Trailer: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

 

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Kiss the Cook – So schmeckt das Leben! Wohlfühlen im Food-Truck

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Chef

Von Matthias Holm

Komödie // Food-Trucks. Der neueste Schrei. Dabei ist das nur ein neuer Name für eine altbekannte Art der Nahrungsbeschaffung – den Imbisswagen. Aber das klingt wohl heute nicht mehr interessant genug oder ist zu negativ konnotiert. Jedenfalls baut sich Jon Favreau in „Kiss the Cook – So schmeckt das Leben!“ als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion auch so einen Wagen zusammen und fährt damit durch die südlichen USA.

Vater Carl und Sohn Percy schmeißen den Laden

Der von ihm verkörperte Carl Casper wird nach einem Streit mit dem Restaurant-Besitzer Riva (Dustin Hoffman) als Chefkoch gefeuert. Dazu kommt, dass seine Ehe mit der hübschen Inez (Sofia Vergara) gescheitert ist, von seinem Sohn Percy (Emjay Anthony) ist er entfremdet. Also besorgt sich Carl einen alten Imbisswagen, motzt ihn auf und begibt sich mit seinem Kumpel Martin (John Leguizamo) und Percy auf eine Reise – nicht nur, um Kunden mit hervorragenden Speisen zu beglücken, sondern auch, um zu sich selbst zu finden.

Leerer Bauch schaut nicht gern Food-Truck zu

Eine Warnung vorweg – schaut diesen Film nicht mit leerem Magen! Man bekommt sofort Lust, etwas Ausgefallenes zu kochen und/oder zu verspeisen. Oder in den Fernseher zu springen und alle Gerichte selbst zu probieren. Mein persönliches Highlight war das langsam gegarte Barbecue-Fleisch in Texas – wem dabei nicht das Wasser im Munde zusammen läuft, der ist vermutlich Vegetarier.

Gerade die müssen in der ersten Szene besonders stark sein, wenn Carl ein Schwein seziert. Das sieht man nicht in voller Pracht, aber der Fantasie wird auch nicht allzu viel Spielraum gelassen. Das war es dann auch schon mit den Stolpersteinen. Ab der ersten Minute versprüht der Film eine wunderbare Atmosphäre, in der man sich einfach wohlfühlt.

Stimmiger Soundtrack

Dafür sorgt zum einen die hervorragende Musik. Die ist stets passend zu den Standorten der Protagonisten eingebaut. So hört man zum Beispiel in Little Havanna in Miami wunderbare kubanische Klänge. Eine meiner Lieblingsszenen spielt sich im Wagen selbst ab: Carl und Martin schunkeln munter zu einer hervorragenden Coverversion von Marvin Gayes „Sexual Healing“, während Percy nicht versteht, was die alten Männer an dem Song so toll finden.

Kunden-Akquise über Lautsprecher

Hier sticht ein zweiter Punkt ins Auge – der superbe Cast. Jon Favreau ist ohnehin einfach sympathisch. John Leguizamo darf als Martin lockere Oneliner bringen und beim Blick auf die weitere Besetzung klappt einem die Mundlade runter: Neben Dustin Hoffmann bekommt man Scarlett Johansson als Kellnerin, Oliver Platt als Restaurantkritiker und Robert Downey Jr. als Ex-Mann von Inez zu sehen. Und allesamt haben sie sichtlich Spaß an ihren Rollen, seien die auch noch so klein.

Hat jemand etwas gegen Twitter?

Lediglich die Chemie zwischen Jon Favreau und Jungdarsteller Emjay Anthony stimmt nicht so richtig. Das ist insofern schade, als sich der Film während seiner Laufzeit immer stärker auf die Verbindung von Vater und Sohn konzentriert. Außerdem darf man nicht allergisch auf Twitter reagieren – der Kurznachrichtendienst wird zusammen mit Vines inflationär gezeigt.

Das sind allerdings nur geringe Kritikpunkte. Für mich ist „Kiss the Cook“ für das Kochen der Film, der „Can a Song Save Your Life?“ für Indie-Musik war. Einfach ein wunderbarer Einblick in die Branche und dabei ein fluffig-leichter Film. Ich fliege jetzt nach Texas und mach bei einem Barbecue mit.

Inez tanzt gern

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Scarlett Johansson sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Dustin Hoffman in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 22. Oktober 2015 als Blu-ray und DVD

Länge: 114 Min. (Blu-ray), 110 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Chef
USA 2014
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Jon Favreau
Besetzung: Jon Favreau, John Jeguizamo, Bobby Cannavale, Sofia Vergara, Scarlett Johansson, Rovert Downey Jr., Dustin Hoffman, Oliver Platt, Emjay Anthony
Zusatzmaterial: Audiokommentar, Trailer, Deleted Scenes, Interviews, Trailershow
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2015 by Matthias Holm

Fotos, Packshots & Trailer: © 2015 Koch Media

 
 

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