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Gewinnspiel: 3 x The Green Inferno auf Blu-ray

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Verlosung

„Hostel“-Regisseur Eli Roth haucht dem Kannibalengenre neues Leben ein. Vom jüngst bei uns in ungeschnittener Pracht erschienenen Schocker „The Green Inferno“ hat mir Constantin Film drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Zur Teilnahme reicht ein Kommentar

Wer eine der „The Green Inferno“-Blu-rays gewinnen will, begebe sich zu meiner Rezension des Films und beantworte dort (genau: dort unter der Rezension, nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 27. März 2016, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende der Rezension.

Wer keine Antwort findet, schreibe das einfach. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt ist nur, wer eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands hat oder bereit ist, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt, und bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen).

Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze.

Die drei Blu-rays gehen an

– Andrea Stein,
– Heiko,
– Sven Plog.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Zu meiner Rezension von „The Green Inferno“ geht’s auch hier.

Copyright 2016 by Volker Schönenberger

 

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The Green Inferno – Eli Roth macht Helfer zur Beute

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The Green Inferno

Von Simon Kyprianou

Horror // Um gegen die Abholzung des peruanischen Regenwalds zu protestieren, schließt sich die Studentin Justine (Lorenza Izzo) einer von Alejandro (Ariel Levy) geführten Gruppe an. Die Umweltaktivisten wollen vor Ort mit ihren Smartphones filmen und auf diese Weise das Unternehmen zur Aufgabe seiner Holzfäller-Aktivitäten bewegen. Es gilt, die dortigen indigenen Stämme vor der Vertreibung zu bewahren. Doch die Protestaktion scheint früh zum Scheitern verurteilt, als das Flugzeug der Gruppe im tiefen Regenwald abstürzt. Es gelingt der Gruppe, sich zu einem Stamm durchzuschlagen, doch dort erwartet sie das Grauen.

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Die jungen Leute hätten beim entspannten Uni-Leben bleiben sollen

Wieder einmal schickt Eli Roth ahnungslose US-Bürger in die Fremde, wo er sie mit Gewalt und Tod konfrontiert. Diesmal aber geht er ungleich komplexer vor als in „Hostel“ (2005), eher schon auf dem Niveau von „Hostel 2“ (2007), Roths bis dato bestem Film: Diesmal sind es idealistische Umweltaktivisten, die mit besten Absichten in den Dschungel vordringen, keine feierfreudigen Touristen, die auf billigen, schnellen Sex aus sind, auch keine Studentinnen auf Wochenendausflug.

Nicht gerade ein Menschenfreund, dieser Eli Roth

Auch die besten Absichten schützen eben nicht immer, erst recht nicht vor Eli Roths Menschenfeindlichkeit, und so wird die Gruppe im Dschungel gehörig dezimiert, verspeist, zerlegt und mit Abgründen konfrontiert. Die vermeintliche kulturelle Überlegenheit löst sich im Angesicht der Gewalt in Wohlgefallen auf, die Ideale bröckeln. Man erkennt, dass man eben doch nicht so viel von der Welt versteht, wie man dachte. Naivität und Überheblichkeit bestraft Eli Roth eben sofort.

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Stolz und selbstsicher kommen die Studenten im Dschungel an …

Ebenso wie „Hostel 2“ ist die politische Komponente, die mehr oder minder subtil, auch ein bisschen augenzwinkernd über „The Green Inferno“ schwebt, recht clever in den Film eingebaut. Vor allem aus einem anderen Grund aber fällt es leicht, „The Green Inferno“ zu mögen: Er reaktiviert auf schöne Art und Weise ein Kino, das es lange nicht mehr gab – das Kannibalenkino. Damit ist „The Green Inferno“ erfreulicherweise nicht allein: In diesem Jahr lieferte bereits der fantastische „Bone Tomahawk“ bestialisches Kannibalenkino, das an frühere, rauere Kinozeiten gemahnt, mit bissiger Zivilisationskritik. Und auch Roths Film schließt nahtlos an vergangenes Kino an, nämlich an das italienische Kannibalenkino der 70er – mit allen Stärken und auch allen Schwächen, von denen dieser dreckige Bastard des Horrorgenres reichlich hatte. Gute oder wenigstens interessante Vertreter sind spärlich gesät, „The Green Inferno“ ist auf jeden Fall einer – bei uns in FSK-18-Fassung ungeschnitten zu erhalten.

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… bemerken aber schnell, dass die Dinge aus dem Ruder laufen

An Originalschauplätzen im Dschungel von Peru gedreht, machte bald eine bizarre Anekdote die Runde: Auf der Suche nach Komparsen zeigte Eli Roth einem ganzen Dorf inklusive Alten und Kindern einen Film – die Einwohner hatten noch nie einen gesehen. Der Film? „Nackt und zerfleischt“ („Cannibal Holocaust“, 1980) von Ruggero Deodato. Dem Vernehmen nach waren die Dörfler begeistert, die Komparsenstellen zügig besetzt – der örtliche Jugendschutz hatte anscheinend beide Augen zugedrückt. Umberto Lenzis „Die Rache der Kannibalen“ („Cannibal Ferox“, 1981) ist noch so ein berüchtigter Kannibalen-Exploitation-Exzess. Fallen euch weitere ein, die Ihr empfehlen oder von denen Ihr abraten könnt?

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Das grüne Inferno wird ein blutrotes

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Eli Roth sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Veröffentlichung: 3. März 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 101 Min. (Blu-ray), 97 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: The Green Inferno
USA/KAN/CHL 2013
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Guillermo Amoedo, Eli Roth
Besetzung: Daryl Sabara, Aaron Burns, Lorenza Izzo, Ariel Levy, Kirby Bliss Blanton, Magda Apanowicz, Sky Ferreira, Nicolás Martínez, Ignacia Allamand, Ramón Llao, Richard Burgi, Tatiana Panaifo
Zusatzmaterial: Der Dreh (2 Min.), Die Dorfbewohner (2 Min.), Eli Roth über „The Green Inferno“ (1 Min.), Lorenza Izzo über den Dreh im Amazonasgebiet (1 Min.), Lorenza Izzo über die Rolle Justine (1 Min.), Musikvideo DJ Ashba, deutscher Trailer englischer Trailer, Wendecover
Vertrieb: Constantin Film

Copyright 2016 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2016 Constantin Film

 
 

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Bone Tomahawk – Western-Horror mit Starpower und ein paar Längen

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Bone Tomahawk

Von Volker Schönenberger

Horror-Western // Als Westerndarsteller ist Kurt „Die Klapperschlange“ Russell bislang nicht nachhaltig in Erscheinung getreten. Ein Vierteljahrhundert nach seiner Rolle als Marshal Wyatt Earp in „Tombstone (1993) ist er nun innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal im Genre vertreten: kommende Woche in Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“ auf deutschen Kinoleinwänden; ein paar Tage früher bereits erscheint „Bone Tomahawk“ bei uns auf Blu-ray und DVD.

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Sheriff Hunt (r.) und sein Deputy Chicory haben einen Gefangenen verloren

Das Drehbuch- und Regiedebüt des Musikers und Romanautors S. Craig Zahler kommt immerhin mit den Lorbeeren des Regie- und des Kritikerpreises beim Sitges 2015 an, dem renommierten Festival des fantastischen Films in der gleichnamigen Stadt bei Barcelona. In Kombination mit der namhaften Besetzung also gute Aussichten für einen genussvollen Genremix, der auch schon bei den ersten Fantasy Filmfest White Nights im Dezember 2015 lief.

Aus zwei Meuchelmördern mach einen

Zu Beginn sehen wir die Galgenvögel Buddy (Sid Haig, „Haus der 1000 Leichen“) und Purvis (David Arquette, „Scream“) bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: dem Meuchelmord. Nachdem die beiden ein paar ahnungslose Reisende im Schlaf abgemurkst haben, machen sie den Fehler, über eine geweihte Stätte zu schreiten, was Buddy prompt das Leben kostet. Purvis entkommt und rettet sich nach elf Tagen ins Städtchen Bright Hope. Dort landet er nach einem Fluchtversuch mit einer Schusswunde im Knast von Sheriff Hunt (Kurt Russell).

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Arthur will seine Frau retten

Am nächsten Morgen ist jedoch nicht nur Purvis verschwunden, sondern auch Hunts Deputy sowie Samantha (Lili Simmons), die die Wunde des Ganoven versorgt hatte. Eine Spur deutet darauf hin, dass die drei von einem Indianerstamm entführt worden sind, der fünf Tagesritte entfernt in einem entlegenen Tal in Höhlen hausend sein Unwesen treibt. Hunt macht sich auf, die Verschleppten zu befreien. Ihn begleiten sein alter Deputy Chicory (Richard Jenkins, „Six Feet Under“), Brooder (Matthew Fox, „Lost“) sowie Samanthas Ehemann Arthur (Patrick Wilson, „Conjuring – Die Heimsuchung“), der trotz eines gebrochenen Beines darauf besteht mitzukommen. Dem Quartett schwant noch nicht, worauf es sich eingelassen hat.

Nicht viel Gewalt, aber wenn, dann richtig

In weiteren, eher kleinen Nebenrollen sind Michael Paré („Straßen in Flammen“) sowie Kathryn Morris („Cold Case“) als Hunts Ehefrau zu sehen. Eine illustre Darstellerschar also, die sich da für ein Regiedebüt eingefunden hat. Zahler hat sich für eine extrem ruhige und bedächtige Erzählweise entschieden, verzichtet fast vollständig auf Score und lässt die Geschichte in ganz langsamen Schritten vorankommen – auf ein Finale zu, das mit kleinen, aber schockierenden, und völlig ironiefrei inszenierten Gewalteruptionen einen fiesen Kontrast zum vorherigen Geschehen bietet. Die 18er-Freigabe ist völlig berechtigt. Auch wenn nur wenig Splatter geboten wird – der gezeigte hat es in sich, und das auch in Deutschland ungeschnitten.

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Der Rettungstrupp ist unterwegs

Das mangelnde Tempo führt zwangsläufig zu ein paar Längen. Einen mehrtägigen Trip eines kleinen Rettungstrupps auf Dauer spannend zu gestalten, dazu mangelt es dem Regisseur etwas an Erfahrung. So interessant ist das Beziehungsgeflecht des Quartetts nicht. Teilweise gleichen das die schönen Landschaftsaufnahmen aus, dennoch sind die knapp 130 Minuten deutlich zu lang. 100 Minuten hätten es auch getan, ohne dass es hektisch wird. Unterm Strich kommt ein Horror-Bastard von einem Western dabei heraus, der unbedingt sehenswert ist, aber manche Filmgucker ratlos zurücklassen wird – Western- wie Horrorfans gleichermaßen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von S. Craig Zahler haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Michael Paré, Kurt Russell und Patrick Wilson unter Schauspieler.

Veröffentlichung: 21. Januar 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 132 Min. (Blu-ray), 127 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Bone Tomahawk
USA 2015
Regie: S. Craig Zahler
Drehbuch: S. Craig Zahler
Besetzung: Kurt Russell, Patrick Wilson, Matthew Fox, Richard Jenkins, David Arquette, Sid Haig, Kathryn Morris, Michael Paré, Lili Simmons, Evan Jonigkeit, Fred Melamed
Zusatzmaterial: keins
Vertrieb: Constantin Film

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshots: © 2016 Constantin Film

 

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