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Gewinnspiel: 3 x Deep Web – Die dunkle Seite des Internets auf DVD

Verlosung

Ein gelangweilter Jüngling mit sadistischen Neigungen lässt sich im Darknet leichtsinnigerweise zu Provokationen hinreißen. Das bekommt ihm nicht gut … Der Ulmer Underground-Filmemacher Stefan Cersosimo hat uns von seiner jüngsten Regiearbeit „Deep Web – Die dunkle Seite des Internets“ drei DVDs zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel sind einige Fragen zu beantworten, was euch nach Lektüre meiner Rezension des Films nicht schwerfallen wird. Nicht verzweifeln, wenn Ihr eure Antworten nicht sogleich erblickt – damit niemand von vorherigen Kommentaren abschreibt, werden alle Antworten erst nach Ende der Abgabefrist freigeschaltet. Diese endet am Sonntag, 7. Juli 2019, um 22 Uhr.

Nun zu den Fragen, die per Kommentar hier unter dem Gewinnspiel zu beantworten sind:

1. Was für Leute provoziert der Protagonist im „Deep Web“?

2. Worauf basiert der 19-minütige Kurzfilm?

3. Welchen klitzekleinen Filmfehler („Goof“) hat sich Stefan Cersosimo bei der Mutter des Protagonisten geleistet?

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die DVD. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail oder über Facebook benachrichtigen.

Bislang teilgenommen haben:

01. Daniel Wagener
02. Jens Albers
03. Thomas aus Hamburg
04. Jens
05. Dirk Busch
06. Petra
07. Michael Kleu
08. Mike Mylan
09. Mallory Sepulvado darf bei Frage 2 noch nachbessern
10. Kerstin R.
11. Marco Grindhouse (außer Konkurrenz, da frischgebackener Autor bei „Die Nacht der lebenden Texte“)

Gewonnen haben

– Mike Mylan,
– Petra,
– Daniel Wagener.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Deep Web – Die dunkle Seite des Internets“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Deep Web – Die dunkle Seite des Internets: Vorsicht im Darknet!

Deep Web – Die dunkle Seite des Internets

Von Volker Schönenberger

Kurzfilm-Thriller // Über das sogenannte Darknet wissen viele Menschen eher wenig – ich zum Beispiel kaum etwas. Angeblich wird dort alles gehandelt, was man sich an illegalen Gütern vorstellen kann – seien es Drogen, Waffen, Snuff-Filme, Kinderpornografie und und und. Der Ulmer Underground-Filmemacher Stefan Cersosimo nennt das Darknet „Deep Web“. Sein 19-minütiger Kurzfilm handelt von einem Teenager (Mike Lee Sepulvado), der der Faszination dieser für viele verborgenen Welt erliegt und seiner sadistischen Neigung frönt, indem er heftigsten Content sucht. Eines Tages stößt er auf einen Chat für Mörder und Pädophile und macht sich einen Spaß daraus, die dort aktiven User zu provozieren. Doch dann wird sein Rechner gehackt, und seine Identität wird dort allen offenbart. Zwei Monate später erhält er immer noch Morddrohungen …

Das Elternhaus ist umstellt

„Deep Web – Die dunkle Seite des Internets“ basiert auf dem zwei Jahre zuvor entstandenen knapp fünfminütigen Kurzfilm, den Stefan Cersosimo auf seinem YouTube-Kanal sowohl in deutscher
als auch in englischer Sprache zur Verfügung gestellt hat. Der Regisseur versteht es geschickt, beim Publikum das Interesse daran zu wecken, wie es mit dem namenlosen Protagonisten weitergeht. Sein Thriller verzichtet auf jedweden Dialog, die gezeigten Bilder werden von Anfang bis Ende mittels Stimme aus dem Off erläutert. Dabei hat mir die Sequenz mit der Hauptfigur vor dem Rechner deutlich besser gefallen als das anschließende Geschehen zwei Monate später. Während sich der Protagonist im Deep Web um Kopf und Kragen tippt, ahnt man, dass die Anonymität, in welcher er sich sicher aufgehoben wähnt, eine trügerische ist. An dieser Sequenz habe ich überhaupt nichts auszusetzen, sie fesselt und wirkt nicht einmal übertrieben.

Die Mama sitzt in der Ecke und weint

Ein Polizeieinsatz im Elternhaus des namenlosen Unglückseligen erscheint mir nicht ganz rund inszeniert. Das Gebäude ist umstellt und abgeriegelt, dennoch lässt man den Knilch einfach durchschlüpfen und durch alle Räume bis in sein Zimmer stürmen. Einen klitzekleinen Filmfehler hat sich Stefan Cersosimo dann geleistet: Mittels Stimme aus dem Off äußert der Protagonist über seine Mutter: Sie stand in der Ecke und weinte. Tatsächlich sitzt sie jedoch in der Ecke. Sofern Cersosimo das bereits selbst bemerkt hat, wird er sich darüber vermutlich mehr ärgern als jeder andere. Aber es handelt sich ja nur um einen kleinen Goof.

Die Reue kommt verspätet

Hauptdarsteller Mike Lee Sepulvado macht seine Sache anständig. Das tut natürlich auch Not, trägt er den Film doch schauspielerisch vollständig auf seinen Schultern. Nur ab und zu wirkt seine Mimik ein wenig überzogen, und Weinen vor der Kamera muss er vielleicht noch lernen, aber daran sind ja schon Profis gescheitert. Wir bekommen allerdings nicht seine Stimme zu hören, im Abspann wird ein Philip Wolf als Sprecher genannt. Auf Dauer missfiel mir etwas der weinerliche Unterton, aber zugegeben: Der Protagonist hatte auch allen Grund, weinerlich zu sein. Ganz am Ende folgt ein rabenschwarzer Twist, wobei schon vorher deutlich geworden ist, dass es eine wie auch immer geartete Wendung geben muss, da eine Szene etwas zuvor unvollendet geblieben ist. Das kann man im Nachhinein vorhersehbar finden, aber kommt erst mal drauf!

Als DVD oder zum Download verfügbar

Online ist zu erfahren, dass Stefan Cersosimos Kurzfilm Fans der Netflix-Serie „Black Mirror“ begeistern könnte. Mangels Kenntnis der Serie gebe ich das nur wieder, aber ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln. „Deep Web – Die dunkle Seite des Internets“ ist seit dem 4. Mai 2019 auf diversen Online-Plattformen verfügbar und kann zum Download oder als von Cersosimo selbst produzierte DVD auch direkt bestellt oder in Kürze bei „Die Nacht der lebenden Texte“ gewonnen werden. Die schmale Papphülle wirkt wertig gedruckt. Das Vorabendprogramm vieler Fernsehsender mit ihren unterirdischen Scripted-Reality-Formaten und Daily Soaps legt ja nahe, dass viele Zuschauerinnen und Zuschauer kein Problem mit Laiendarstellern haben. Insofern kann es auch für „Deep Web – Die dunkle Seite des Internets“ ein Publikum geben. Unter Underground-Freunden sowieso.

Veröffentlichung: 4. Mai 2019 als DVD sowie zum Download

Länge: 19 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: keine
Originaltitel: Deep Web – Die dunkle Seite des Internets
D 2019
Regie: Stefan Cersosimo
Drehbuch: Stefan Cersosimo
Besetzung: Mike Lee Sepulvado, Giorgio Vindini, Tanja Emler, Calvin Harrigan, Jermaine Wolff, Steffen Cziupka, Christian Hauf, Alessandro Cersosimo, Michael Davis, Sprecher: Philip Wolf
Zusatzmaterial: keins
Studio/Label: Achilles Films

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos, Packshot & Trailer: © 2019 Achilles Films / Stefan Cersosimo

 
 

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Torture Fetish 2 – Aus den Tiefen des Schweizer Untergrunds hervorgekramt

Torture Fetish 2

Von Volker Schönenberger

Kurzfilm-Horror // Ein diesiger Morgen an irgendeiner Bergstraße. Ein maskierter Typ scheint zu viel Zeit zu haben. Doch schnell wechselt die Szenerie in einen düsteren Raum, in dem eine mit den Händen auf dem Rücken gefesselte, spärlich bekleidete Frau am Boden liegt. Jemand klapst ihr wiederholt auf die blanken, bereits blutigen Pobacken, sie stöhnt vor Schmerz, liegt dort offenbar schon eine Weile.

Morgenstimmung

Zwei Maskierte vertreiben sich die Zeit, sprayen Nazisymbole an Wände, zermatschen einen toten Welpen, ein Gartenstuhl wird zertrümmert, sie streiten. Als einer der beiden ihre Begleiterin mit einem langen Messer attackiert, erschießt ihn der andere. Nun liegt es an der jungen Frau, als Lockvogel einen Passanten zu ködern. Der Bedauernswerte ist schnell gekidnappt und wird nun ein wenig gequält – und ein wenig mehr. Ein nächstes Opfer wird kurzerhand in der Badewanne ertränkt.

Bedauernswert

Keine Erklärung, keine Erlösung. Der Schweizer Underground-Kurzfilmer Juval Marlon gibt uns mit seiner jüngsten Arbeit „Torture Fetish 2“ wenig, an dem wir uns entlanghangeln können. Die Tonspur wirkt wenig bearbeitet, auf musikalische Untermalung verzichtet Marlon völlig, den roten Erzählfaden müssen wir uns selbst suchen. Die Handlung springt vermeintlich unentschlossen von einer Szenerie zur nächsten, doch das scheint System zu haben – nur welches?

Das Zauberwort heißt Snuff

Der Kurztrailer des Vorgängers „Torture Fetish“ von 2015 ist leider zu kurz geraten, um uns wirklich Aufschluss über die Intention hinter dem Folterfetisch zu bringen, aber Halt: In einer erneuten Lockvogel-Szene findet sich darin der Satz „the first ever SNUFF film from Switzerland“. Marlon spielt also mit dem Snuff-Mythos, wonach Menschen Filme drehen, in denen andere Menschen ermordet werden. Nun denn.

Zorn

Die Entführung eines Folteropfers bekommen wir nicht zu sehen, vielleicht erkannte Marlon, dass die Ausarbeitung und der Dreh dieser Szene ihn für einen Kurzfilm an die Grenzen des Machbaren gebracht hätten. Das Gezeigte wirkt natürlich amateurhaft – ist es ja auch, das versucht „Torture Fetish 2“ gar nicht erst zu verbergen. Die Make-up-Effekte – viele wurden nicht benötigt – funktionieren aber, speziell eine Taschenmesser-Tötungsszene wirkt echt und äußerst schmerzhaft. Die – jawohl – Friss-Fäkalien-Sequenz hingegen hinterlässt ein wenig den Eindruck, mit Nutella gedreht worden zu sein.

Das Gegenteil von Mainstream

Was wird aus der gefesselten Frau? Am Ende sehen wir sie zwar noch einmal, aber die mit oben erwähnter Szene geschürte Erwartungshaltung erfüllt Juval Marlon nicht. Wie gemein von ihm! Auf eine sonderbare, nicht recht erklärbare Weise passt das aber zum Gesamtbild. Die DVD von „Torture Fetish 2“ kann auf der Facebook-Seite von Marlons Produktionsfirma Beheading Films geordert werden. Interessierte sollten sich sputen, die Auflage ist nahezu out of print. Wie so oft bei so speziellen Filmsegmenten wie einem Underground-Horror-Kurzfilm kann ich weder eine Empfehlung aussprechen noch davon abraten. Wer krudem Underground-Horror etwas abgewinnen kann, darf zuschlagen, viele Mainstream-Gucker von Blumhouse-Produktionen und Filmen wie „Conjuring“ dürften sich angewidert abwenden. Snuff als Zeitvertreib für Gelangweilte ist angetan, Horrorfans zu verstören. So auch in diesem Fall. Danach erst mal unter die Dusche.

Spott

Veröffentlichung: 24. November 2018 als DVD

Länge: 16:17 Min.
Altersfreigabe: FSK ungeprüft
Sprachfassungen: Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Torture Fetish 2
CH 2018
Regie: Juval Marlon
Drehbuch: Juval Marlon
Besetzung: Juval Marlon
Zusatzmaterial: keine Angabe
Label/Vertrieb: Beheading Films

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Szenenfotos & Packshot: © 2018 Beheading Films

 

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