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Tunes for Eternity (IV): Cowboy Junkies – Sweet Jane

Cowboy Junkies – Sweet Jane

Von Volker Schönenberger

Indie-Folk // Auf die süße Jane stieß ich spät – Ende 1994 im Kino zog mich die Cowboy-Junkies-Version im Soundtrack von Oliver Stones „Natural Born Killers“ in ihren Bann. Trotz sparsamer Instrumentierung wirkt das Klangbild des Stücks voluminös, und in Verbindung mit der Stimme von Sängerin Margo Timmins und ihrem dunklen Timbre übt „Sweet Jane“ auf mich damals wie heute eine hypnotische Wirkung aus. Das sah Lou Reed wohl ähnlich, der das Lied geschrieben hatte: Von ihm ist überliefert, dass er die Coverversion der Cowboy Junkies für die beste Interpretation seines Songs überhaupt hielt.

The Velvet Underground: Loaded

Kurz zum Original: 1970 auf dem Album „Loaded“ (auch sehr zu empfehlen) erschienen, gehörte der Titel auch zum Live-Repertoire von The Velvet Underground, später auch zu dem von Lou Reed solo. Die Cowboy Junkies orientierten sich an der ruhigen Variante, die The Velvet Underground 1974 auf „1969 – Velvet Underground Live with Lou Reed“ veröffentlicht hatten.

Die kanadischen Cowboy Junkies bestehen aus den Geschwistern Margo (Gesang), Michael (Gitarre) und Peter Timmins (Schlagzeug) sowie Alan Anton (Bass). Die 1985 gegründete Band nahm ihre Version des Stücks am 27. November 1987 in der Church of the Holy Trinity (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) in Toronto auf, aus der 1988 ihr zweites Album hervorging. Es trägt den Titel „The Trinity Session“.

Erst Jack, dann Jimmy

Die süße Jane, das ist wohl eine Frau, die früher mit Jack ein wilderes Leben genoss als heute: Me, babe, I’m in a rock ’n’ roll band. Ridin’ in a Stutz Bearcat, Jim, those were different times. (…) Now, Jack, he is a banker, and Jane, she is a clerk. Nun ist Jack Bankangestellter, und auch Jane hat einen langweiligen Bürojob. Was ist nur aus ihnen geworden? So zumindest im Original. Die Cowboy Junkies übernahmen auch textlich die oben erwähnte 1969er-Variante des Live-Albums. Sie verzichteten auf banker und clerk, was den Inhalt mehr von der Realität abhebt, ihn ins Mystische abgleiten lässt. Aus Jack wurde zudem Jimmy. Anyone who’s ever had a heart wouldn’t turn around and break it. Im Original weit hinten angesiedelt, beginnt die Neufassung damit. Wunderschön.

Meine Reihe „Tunes for Eternity“ im Überblick:

01. David Bowie – Space Oddity
02. Bruce Springsteen – Youngstown
03. Peter Gabriel – Mercy Street
04. Cowboy Junkies – Sweet Jane
05. ???

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

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