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Gewinnspiel: Boy Missing – 1 x auf Blu-ray, 1 x auf DVD

Verlosung

Von Oriol Paulo, dem Regisseur und Drehbuchautor von „The Body – Die Leiche“, kommt ein Thrillerdrama um eine Kindesentführung, in deren Folge die Mutter es nicht hinnehmen will, dass der vermeintliche – oder tatsächliche? – Kidnapper davonkommt. OFDb Filmworks hat uns eine Blu-ray und eine DVD von „Boy Missing“ zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Andreas’ Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 8. April 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Fallen euch keine Antworten ein, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf ihren Gewinn. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Die DVD gewinnt Rico Lemberger, die Blu-ray geht an Daniela Schmitz. Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Boy Missing“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Boy Missing – Die Rache einer Mutter

Secuestro

Von Andreas Eckenfels

Thrillerdrama // Schockmoment für die alleinerziehende Anwältin Patricia (Blanca Portillo): Ihr gehörloser Sohn Victor (Marc Domènech) ist entführt worden. Wenige Stunden später kehrt er jedoch relativ unverletzt zurück. Vor der Schule sei er von einem Unbekannten verschleppt worden, berichtet der Zehnjährige mithilfe von Gebärdensprache seiner Mutter, die für den leitenden Ermittler (Antonio Dechent) übersetzt. Er konnte dem Täter allerdings entkommen. Dank des angefertigten Phantombilds präsentiert die Polizei zügig einen Verdächtigen. Doch es stellt sich heraus, dass der Kleinkriminelle Charlie (Andrés Herrera) ein Alibi besitzt. Auf dem Weg zu einer illegalen Hundekampf-Wettveranstaltung wurde er von einer Verkehrsüberwachungsanlage gefilmt. Charlie wird frei gelassen, was Patricia nicht wahrhaben will. Sie setzt alles daran, dass der vermeintliche Entführer ihres kleinen Sohnes doch noch seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Mit drastischen Folgen …

Der entführte Victor konnte seinem Peiniger entkommen

Nach „Julia’s Eyes“ (2010), „The Body – Die Leiche“ (2012) und „Der unsichtbare Gast“ (2016) ist „Boy Missing“ der neueste Thriller aus Spanien, welcher auf einem Drehbuch von Oriol Paulo beruht. Wie kaum ein anderer versteht es Paulo derzeit, sein Publikum mit cleveren Wendungen immer wieder in die Irre zu führen und somit die Spannung bis zur letzten Minute aufrechtzuerhalten. Auch in „Boy Missing“, der von der vornehmlich als Produzentin tätigen Mar Tagarona („Das Waisenhaus“) inszeniert wurde, mangelt es nicht an Überraschungen. Jedoch sind diese diesmal weitaus vorhersehbarer und weniger ausgefeilt geraten. Durch die Mutter-Sohn-Beziehung kommt noch eine emotionale Note hinzu, die die bekannte düstere Grundstimmung aus seinen drei zuvor genannten Werken etwas verdrängt und dem ganzen Film einen konventionelleren Anstrich verleiht.

Mutter Patricia hilft bei der Befragung durch die Polizei

Einem spannenden Krimiabend steht dennoch nichts im Wege, was vor allem daran liegt, dass die Geschichte sich bald von ihrem Entführungsplot verabschiedet und sich zu einem hintergründigen Drama entwickelt, bei dem die Mutter zunehmend die Kontrolle über die Ereignisse verliert, die sie durch ihren Wunsch nach Selbstjustiz selbst in Gang gesetzt hat. Patricia wird von der starken Charakterdarstellerin Blanca Portillo verkörpert wird, die unter anderem durch ihre Rollen in Pedro Almodóvars „Volver – Zurückkehren“ (2006) und „Zerrissene Umarmungen“ (2009) bekannt wurde. Aufgrund ihrer Leistung verzeiht man auch einige fragwürdige Entscheidungen, die ihre Figur trifft. Aber wer weiß: Vielleicht würde man ebenso reagieren, wenn man sein Kind beschützen will. Welche Entführungsthriller könnt Ihr empfehlen?

Charlie (r.) gerät ins Visier der Ermittlungen

Veröffentlichung: 22. März 2018 als Blu-ray und DVD

Länge: 106 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Secuestro
SP 2016
Regie: Mar Targarona
Drehbuch: Oriol Paulo
Besetzung: Blanca Portillo, Antonio Dechent, Vicente Romero, Marc Domènech, Andrés Herrera, Macarena Gómez, José Coronado
Zusatzmaterial: Trailer, Making-of, Interviews mit Cast & Crew, Bildergalerie, Wendecover
Label/Vertrieb: OFDb Fimworks

Copyright 2018 by Andreas Eckenfels

Doch die Polizei muss ihn wieder gehen lassen

Fotos & Packshot: © 2018 OFDb Fimworks

 
 

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Shrew’s Nest – Ein riesiger Sarg voller Schuld

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Musarañas

Von Andreas Eckenfels

Horrordrama // Klar, der große Crowdpleaser auf dem Fantasy Filmfest 2015 war „Turbo Kid“. Doch überraschenderweise schnappte ein anderes Erstlingswerk dem charmanten Retrokracher den Publikumspreis vor der Nase weg. Der „Fresh Blood“-Award ging an „Shrew’s Nest“ aus Spanien, produziert von keinem Geringeren als dem genreerfahrenen Álex de la Iglesia, Regisseur von „El día de la bestia“ und „Witching & Bitching“.

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Die Schneiderin Montse leidet unter Agoraphobie

Madrid in den 1950er Jahren: Die streng religiöse Schneiderin Montse (Macarena Gómez) leidet an Agoraphobie. Seit Jahren lebt sie völlig zurückgezogen in der Wohnung, in der sie auch aufgewachsen ist. Ihre Krankheit ist so schwer, dass sie noch nicht mal den Flur des mehrstöckigen Appartmenthauses betreten kann. „Ich habe diese Wohnung in einen riesigen Sarg verwandelt, aus dem ich nicht raus kann“, erzählt sie.

Die Geschichte von zwei Schwestern

Ihre Verbindung zur Außenwelt ist ihre Schwester (Nadia de Santiago). Doch die trägt eine schwere Bürde: Bei ihrer Geburt starb die Mutter, was die tieftraurige Montse sie nicht vergessen lässt und weshalb sie ihr stets zusätzliche Schuldgefühle aufbürdet. Zudem kehrte der Vater (Luis Tosar) nie aus dem Krieg zurück, sodass Montse seit 14 Jahren auch Mutterersatz ist. Doch ihre kleine Schwester feierte gerade ihren 18. Geburtstag und sehnt sich danach, endlich ein eigenes Leben zu führen.

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Ihre Schwester ist ihr Kontakt zur Außenwelt

Alles ändert sich, als eines Tages Nachbar Carlos (Hugo Silva) die Treppe hinunterstürzt und vor Montses Tür liegen bleibt. Sie schleppt den schwer verletzten Mann in ihre Wohnung, pflegt ihn aufopferungsvoll – endlich hat ihr Leben wieder einen Sinn …

Gefangen von der Spitzmaus

Wenn man das titelgebende englische Wort „Shrew“ oder den spanischen Originaltitel „Musarañas“ übersetzt, kann man sich vorstellen, dass Carlos die Wohnung nicht allzu schnell wieder verlassen wird: Es bedeutet „Spitzmaus“ – wie später im Film erklärt wird, sind diese Tiere Einzelgänger; sie verstecken sich im Hinterhalt, ähneln aufgrund ihres schlecht entwickelten Gesichtssinns einem Maulwurf – und können bei Gefahr ein tödliches Gift abgeben.

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Der verletzte Carlos ist Montse hilflos ausgeliefert

Der Debütfilm des Regieduos Juanfer Andrés und Esteban Roel ist mehr Psycho-Drama als reiner Horror. Nur vereinzelt kommt es zu kurzen, dafür umso härteren Gewaltausbrüchen, bei dem auch mal eine Säge zum Einsatz kommt. Das Schicksal der beiden Schwestern steht im Vordergrund. Es berührt, besonders die hervorragende Darbietung von Macarena Gómez ist angsteinflößend. Montse ist eine komplexe Figur, sehnsüchtig und böse zugleich, aufgrund ihrer Persönlichkeitsstörung völlig unberechenbar.

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Ihre Persönlichkeitsstörung macht Montse unberechenbar

Einen Vergleich mit Kathy Bates als Pflegerin Annie in der Stephen-King-Verfilmung „Misery“ braucht Gómez nicht zu scheuen – für ihre Rolle war sie für einen Goya nominiert. Für Make-up und Hairstyling erhielt „Shrew’s Nest“ schließlich den spanischen Filmpreis. Auch die Ausstattung und die exquisite Kamerarbeit hätten eine Auszeichnung verdient gehabt. Das dunkle Geheimnis, welches die Schwestern umgibt, ist zwar schnell durchschaut, dennoch ist „Shrew’s Nest“ ein mehr als gelungenes Debütwerk, welches sich mühelos in die Topriege der letzten düsteren Hits aus Spanien – „Sleep Tight“ oder „The Body“ – einreihen kann.

Veröffentlichung: 8. Januar 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Musarañas
SP/F 2014
Regie: Juanfer Andrés, Esteban Roel
Drehbuch: Juanfer Andrés, Sofía Cuenca
Besetzung: Macarena Gómez, Nadia de Santiago, Hugo Silva, Luis Tosar, Gracia Olayo, Lucía González, Carolina Bang
Zusatzmaterial: Originaltrailer, deutscher Trailer, Making-of, alternatives Ende, entfernte Szenen, Wendecover
Vertrieb: OFDb Filmworks

Copyright 2016 by Andreas Eckenfels
Fotos & Packshots: © 2016 OFDb Filmworks

 

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