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Schlagwort-Archive: Mario Bava

Gewinnspiel: 1 x Mario Bava Collection #5 – Die drei Gesichter der Furcht

Verlosung

Nicht zuletzt dank der schönen Collector’s Editions von Koch Films erhält der italienische Grusel-Großmeister Mario Bava in Deutschland endlich die Veröffentlichungs-Würdigung, die ihm gebührt. Vom Episodenfilm „Die drei Gesichter der Furcht“ mit Boris Karloff hat uns das Label ein Exemplar zum Verlosen zur Verfügung gestellt – es enthält Blu-ray und DVD. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerin oder des Gewinners.

Teilnahmebedingungen

Weil es sich um einen so schönen und wertigen Preis handelt, sind diesmal wieder ein paar Fragen zu beantworten – bis Sonntag, 26. November, 22 Uhr. Da sie sich allesamt grob um Mario Bavas hier bereits rezensierte Filme drehen, hilft der Blick auf unsere Auflistung seiner Regiearbeiten.

Fragen über Fragen

Wie gewohnt gilt: Ein Fehlschuss ist frei, vier korrekte Antworten führen in den Lostopf.

1. Für welchen Film verpasste man Mario Bava zwecks internationaler Vermarktung das Pseudonym John M. Old?
2. Eine englische Doom-Metal-Band benannte sich nach dem internationalen Titel eines Mario-Bava-Films. Nenne die Band – und damit den Titel!
3. In einem auf unserem Blog rezensierten Film Mario Bavas treibt sich eine deutsche Schauspielerin auf einer österreichischen Burg herum. Nenne den Namen der Aktrice und des Gemäuers!
4. Die bislang bei „Die Nacht der lebenden Texte“ rezensierten Mario-Bava-Filme sind bei Koch Films erschienen – mit zwei Ausnahmen. Nenne mindestens einen der Filme und das Label!
5. Nenne deinen persönlichen Mario-Bava-Favoriten, sofern du einen hast – egal, ob hier bereits vorgestellt oder nicht!

Folgt uns direkt oder bei Facebook

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Während der Laufzeit des Gewinnspiels werde ich nach und nach die Namen aller bislang eingegangenen Kommentatorinnen und Kommentatoren hier unten auflisten. Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Hat sich die Gewinnerinnen oder der Gewinner fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet, geht der Anspruch auf den Preis verloren. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnerin oder den Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie oder ihn auch per E-Mail benachrichtigen.

Bislang teilgenommen haben (mit fünf korrekten Antworten, sofern nicht anders vermerkt):

01. TomHorn
02. Lars Johansen
03. Mike Hennig
04. Jens Albers
05. Filmschrott
06. Sascha Bommes
07. ma419
08. Oliver Maey
09. Jörg Ruland
10. Sascha Nolte
11. Melanie Wehrmann
12. Adrian
13. lacyleech
14. Sascha Frettlöh
15. Andreas Hilt
16. Thomas
17. Rico Lemberger
18. Ralf
19. Dirk B.
20. Michael Behr

Und gewonnen hat: Dirk B.! Glückwunsch! Du wirst benachrichtigt.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

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Horror für Halloween (XXIV) / Mario Bava (VII): Die drei Gesichter der Furcht – Die gesuchte Horror-Anthologie

I tre volti della paura

Von Volker Schönenberger

Episoden-Horror // Boris Karloff persönlich begrüßt uns zu Beginn von Mario Bavas „Die drei Gesichter der Furcht“ und warnt uns vor Vampiren und Gespenstern. Dann geht es auch schon los mit der ersten Episode: In „Il telefono“ kehrt die junge Rosy (Michèle Mercier) abends nach Hause zurück und bereitet sich auf die Nachtruhe vor. Dazu kommt es jedoch nicht: Ein unbekannter Anrufer terrorisiert sie am Telefon, droht sie zu ermorden. Ist es Frank, ihr ehemaliger Zuhälter, den sie einst mit ihrer Aussage ins Gefängnis brachte und der gerade ausgebrochen ist? Rosy bittet Maria (Lidia Alfonsi) um Hilfe, die auch zügig eintrifft. Sie ahnt nicht, dass ihre Besucherin selbst mit verstellter Stimme angerufen hatte …

„Il telefono“: Rosy wird am Telefon terrorisiert

„I Wurdalak“ – die zweite Episode trägt den Namen russischer Vampire im Titel. Sie spielt im Russland des 19. Jahrhunderts: Graf Vladimir Durfe (Mark Damon), zu Pferde unterwegs, findet am Ufer eines Gewässers einen Mann ohne Kopf mit einem langen Dolch im Rücken. Er findet Unterschlupf bei einer Bauernfamilie, wo er erfährt, dass der Tote ein gefürchteter Vampir war, auf den Gorca (Boris Karloff), der Herr des Hauses, Jagd gemacht hatte. Später kehrt kehrt Gorca zurück – eine Nacht des Grauens beginnt.

Der geklaute Ring, der Wassertropfen und die Fliege

„La goccia d’acqua“ bedeutet Wassertropfen. Um einige solche geht es in der dritten und letzten Episode. Die ehemalige Krankenschwester Nancy (Jacqueline Pierreux) wird im London des Jahrs 1910 spätabends zu einem hochherrschaftlichen Hause gerufen, um die Leiche einer Frau zur Totenfeier vorzubereiten. Die Verstorbene war als Medium bekannt, hatte spiritistische Sitzungen veranstaltet, um mit den Toten zu sprechen. Ein schwerer Ring am Finger der Leiche weckt Nancys Gier. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und nimmt ihn an sich. Dabei kippt sie ein Glas Wasser um, der Inhalt tropft langsam auf den Boden. Gleichzeitig macht sich eine Fliege bemerkbar. Das lästige Insekt und der Klang tropfenden Wassers suchen Nancy in der Folge auch zu Hause heim.

„I Wurdalak“: Der alte Gorca …

In der Einzelbetrachtung fällt die erste Episode mit konstruierten Wendungen etwas ab, überzeugt aber dennoch als Porträt einer Frau, die eine Nacht des Terrors erlebt. Die beiden anderen Erzählungen liegen qualitativ auf einem Level, wobei mich „I Wurdalak“ mit seiner kalten russischen Nacht noch etwas mehr gefesselt hat. Speziell Boris Karloff adelt die Geschichte um russische Vampirwesen doch sehr. Trotz der einen oder anderen Wendung sind die drei Episoden recht gradlinig im Thema – es geht in der Tat um Furcht, die die Protagonistinnen und Protagonisten erleiden, und das nicht zu knapp.

Ein Film als Namensgeber für Black Sabbath

Im englischsprachigen Raum kam der Film unter dem Titel „Black Sabbath“ in die Kinos. Er inspirierte einige Jungs aus Birmingham, den Namen ihrer Band von „Earth“ zu „Black Sabbath“ zu ändern und ihren Stil ebenfalls etwas gruseliger zu gestalten. Ozzy Osbourne, Tony Iommi & Co. hatten bemerkt, dass ein Kino gegenüber ihres Probenraums gut besucht war, wenn Horrorfilme liefen, und dachten sich, dies könne man auf die Musik übertragen – offenbar nicht zu Unrecht. Der Rest ist Musikgeschichte.

… versetzt seine Familie in Angst und Schrecken

Die 2002 erschienene DVD von „Die drei Gesichter der Furcht“ ist seit langer Zeit vergriffen und gehört auf dem Sammlermarkt zu den gesuchtesten und damit teuersten der Mario-Bava-Reihe, die das mittlerweile nicht mehr existente Label E-M-S veröffentlicht hat. Höchste Zeit also für eine adäquate Neuauflage. Zur Sichtung lagen mir nur die nackten Screener-Discs vor, aber angesichts der Qualität, die Koch Films zuverlässig vorlegt, ist anzunehmen, dass auch die „Mario Bava Collection #5“ in der Collector’s Edition als Digipack ihren Preis wert ist. Sie enthält auch die US-Fassung des Films, die sich durchaus signifikant von der europäischen unterscheidet: So ließ die US-Produktionsfirma American International Pictures Boris Karloffs Prolog in Los Angeles neu drehen, zudem wurde die Reihenfolge der Episoden geändert. Obendrein passte man die Handlung von „Il telefono“ etwas den etwas prüderen amerikanischen Moralvorstellungen an. Einige Szenen von „I Wurdalak“ wurden ebenfalls modifiziert. Insgesamt ging etwas an Atmosphäre verloren, sodass die vier Minuten kürzere europäische Fassung vorzuziehen ist. Mit der Collector’s Edition von Koch Films könnt Ihr euch aber selbst ein Bild davon machen, welche Version Ihr vorzieht. So oder so: Es lohnt sich. Mario Bava hat mit „Die drei Gesichter der Furcht“ eine famose Horror-Anthologie vorgelegt.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Mario Bava sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Boris Karloff unter Schauspieler.

„La goccia d’acqua“: In diesem Haus ist ein Medium gestorben

Veröffentlichung: 26. Oktober 2017 als Mario Bava Collection #5 (Blu-ray & 2 DVDs), 18. Juli 2002 als DVD (E-M-S)

Länge: 92 Min. (Blu-ray), 89 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Italienisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: I tre volti della paura
Internationaler Titel: Black Sabbath
IT/F 1963
Regie: Mario Bava
Drehbuch: Marcello Fondato, nach Motiven aus Kurzgeschichten von Anton Chekhov, Aleksei Tolstoy, Guy de Maupassant, F. G. Snyder und Franco Lucentini
Besetzung: Michèle Mercier, Lidia Alfonsi, Boris Karloff, Mark Damon, Susy Andersen, Massimo Righi, Rika Dialyna, Glauco Onorato, Jacqueline Pierreux, Milly, Harriet Medin, Gustavo De Nardo
Zusatzmaterial: US-Schnittfassung (96 Min.), Audiokommentar von Tim Lucas, Interview mit Darsteller Mark Damon, Interview mit Lamberto Bava, Diverse Trailer und TV-Spots u. a.
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2017 Koch Films

 

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Mario Bava (VI): Baron Blood – Der Blutbaron geht um

Gli orrori del castello di Norimberga

Von Volker Schönenberger

Horror // Peter Kleist (Antonio Cantafore) besucht in Österreich seinen Onkel Karl Hummel (Massimo Girott), um mehr über seine Vorfahren zu erfahren. Otto von Kleist, Urahn der beiden, war als „Blutbaron“ gefürchtet. Das alte Schloss der Familie soll in ein Hotel umgewandelt werden. Schnell wirft Peter ein Auge auf Eva (Elke Sommer), die Assistentin des Investors. Bei einem nächtlichen Ausflug in das Gemäuer spricht der junge Mann einen Fluch aus, der den Blutbaron zurück ins Leben holen soll.

Peter (3. v. l.) wirft ein Auge auf Eva

Gedreht wurde „on location“ in Österreich, darunter auf Burg Kreuzenstein, die bis heute als Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen gern genommen wird. Regisseur Mario Bava fungierte für „Baron Blood“ auch als Kameramann. Sein Gespür für Perspektiven und beispielsweise auch der Einsatz von Zoom bringt die herrlichen Kulissen zu schauriger Geltung. Das und einige im positiven Sinne brutale Szenen überdecken ein wenig, dass wir es mit einem der schwächeren Werke des italienischen Filmemachers zu tun haben.

Keine „Scream Queen“: Elke Sommer

Leider trübt ausgerechnet Elke Sommer das Sehvergnügen beträchtlich. Ihre albern wirkenden Angstausbrüche und Schreckensschreie sind nicht gerade angetan, sie zu einer frühen „Scream Queen“ zu adeln. Szenen, in denen sie wiederholt vor der Schreckensgestalt des auferstandenen Barons flieht, erscheinen eher unfreiwillig komisch als gruselig. Ihr Schauspielpartner Antonio Cantafore agiert farblos, und auch Joseph Cotten haben wir schon deutlich besser gesehen – er spielt den im Rollstuhl sitzenden Millionär Alfred Becker, der das Schloss bei einer Auktion ersteigert.

Das junge Paar erlebt Grauenhaftes

Übernatürlicher Horror bedingt zwangsläufig, dass wir als Filmgucker in der realen Welt unmögliche Phänomene und Erscheinungen hinnehmen. Sie sollten jedoch ihrer inneren Logik folgen. „Baron Blood“ übertreibt es mit den fantastischen Absurditäten etwas. Das genauer zu thematisieren, würde aber zu viel verraten. Lasst euch überraschen, vielleicht stört Ihr euch nicht so sehr daran wie ich!

US-Fassung ebenfalls enthalten

Die 2005 erschienene DVD ist lange vergriffen, mit dem vierten Teil der Mario Bava Collection schließt Koch Films die nächste Lücke. Für Bava-Fans ist „Baron Blood“ trotz seiner Mängel natürlich unverzichtbar, umso besser, dass der Film nun in einer prima Veröffentlichung und guter Bild- und Tonqualität vorliegt. Sie enthält außer einigen Interviews auch die um einige Gewaltszenen und Dialoge gekürzte und mit alternativem Score versehene Schnittfassung für die US-Kinos.

Keine schöne Ruhestätte

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Mario Bava sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Joseph Cotten in der Rubrik Schauspieler.

Der auferstandene Blutbaron jagt Eva

Veröffentlichung: 22. Juni 2017 als Mario Bava Collection #4 (Blu-ray & 2 DVDs), 27. Oktober 2005 als DVD (E-M-S)

Länge: 98 Min. (Blu-ray, europäische Fassung), 91 Min. (Blu-ray, US-Fassung), 94 Min. (DVD, europäische Fassung), 87 Min. (DVD, US-Fassung)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Italienisch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Gli orrori del castello di Norimberga
Alternativer US-Titel: The Torture Chamber of Baron Blood
IT/BRD 1972
Regie: Mario Bava
Drehbuch: Vincent Fotre
Besetzung: Joseph Cotten, Elke Sommer, Massimo Girotti, Antonio Cantafora, Luciano Pigozzi, Umberto Raho, Rada Rassimov, Dieter Tressler
Zusatzmaterial: Interviews mit Elke Sommer, Antonio Cantafora, Stelvio Cipriani, Lamberto Bava und Pilar Castel, Audiokommentar mit Tim Lucas, Doku „Schloss des Grauens“, alternative Anfänge und Enden, amerikanische Schnittfassung, englischer und italienischer Trailer
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Fotos, Packshot & Trailer: © 2017 Koch Films

 
 

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