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Born to Fight – Sie kämpfen, um zu überleben: Das tun sie!

Kerd ma lui

Von Volker Schönenberger

Action // Zwei Typen suchen in Thailand eine Drogengang auf, um Ware zu kaufen. Doch der Boss der Bande, General Yang (Nappon Gomarachun), überwacht das Geschehen per Kamera und riecht Lunte; er befiehlt, die beiden umzulegen. Es entbrennt eine wilde Schießerei nebst Verfolgungsjagd, die nicht nur etliche der Gangster das Leben kostet, sondern am Ende auch einen der beiden vermeintlichen Kunden. Die zwei waren verdeckte Ermittler. Dem überlebenden Deaw (Dan Chupong) gelingt es immerhin, General Yang festzunehmen.

Voll der Trauer über den Tod seines väterlichen Partners sucht Deaw Ablenkung. Er beschließt, seine jüngere Schwester Nui (Kessarin Ektawatkul) bei einer wohltätigen Mission zu begleiten. Sie ist Taekwondo-Champion und besucht mit anderen Sportlern ein armes Dorf in der Nähe der burmesischen Grenze, um Hilfsgüter und Spielzeug zu verteilen. Der Frieden wird jäh zerstört, als Terroristen die kleine Ortschaft überfallen, ein Blutbad anrichten und die überlebenden Dörfler und ihre Besucher als Geiseln nehmen. Ziel: General Yang freizupressen, den Thailand an die USA ausliefern will.

Dörfler werden niedergemäht

Und Action! „Born to Fight“ geht gleich im Prolog in die Vollen. Der hektische Techno-Score nervt dabei schnell, aber angesichts der furiosen Bilder lässt er sich gut ausblenden. Die Mischung aus Schusswechseln, Martial Arts und Lkw-Stunts gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag. Nach einer kurzen Phase des Durchatmens, in der die Dörfler die karitative Mission begrüßen, bricht urplötzlich ein Massaker los, das den Atem stocken lässt. Nachdem die ersten Gewehrsalven über die unglücklichen Opfer hereingebrochen sind und das Publikum noch einmal kurz verschnaufen darf, bevor es dann bis zum Ende ohne Unterlass kracht, musste ich mich bei meiner ersten Sichtung erst einmal zurücklehnen und mich fragen, was ich da gerade gesehen habe. Das oft übertriebene Wort „Niedermähen“ passt in diesem Fall wie die Faust aufs Auge. Eine nukleare Bedrohung bringt zusätzlichen Nervenkitzel.

Schauspieler und Stunt-Kräfte mussten vollen körperlichen Einsatz bringen, aber es hat sich gelohnt. Schaut euch die missglückten oder zumindest wohl tatsächlich schmerzhaften Szenen im Abspann an, das erhöht den Respekt vor der Leistung der Beteiligten! Zwischendurch wird es etwas albern, wenn die Sportler ihre athletischen Fähigkeiten einsetzen, um Terroristen auszuschalten. Damit meine ich natürlich nicht die Taekwondo-Kämpferin Nui, deren Darstellerin Kessarin Ektawatkul tatsächlich nationaler Champion in ihrer Disziplin war, sondern Fußballer und Geräteturner. Man kann einen Gegner eben auch außer Gefecht setzen, indem man ihn mit einem heißen Teekessel abschießt. Und selbst ein Einbeiniger kann mit einem harten Rattanball und gezieltem Schuss einiges ausrichten.

Bei uns ungeschnitten

Angesichts einiger Szenen überrascht es, dass „Born to Fight“ die FSK im Jahr 2006 mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren ohne Schnittauflagen passiert hat. Mir soll’s recht sein. Tiefgründige Story-Elemente sind hier nicht zu finden, aber vermutlich sucht sie auch niemand. „Born to Fight“ will gar nicht mehr sein, als es ist: ein brutales Action-Feuerwerk.

Auf dem Cover prangt die Auskunft „Von den Machern von Ong-Bak“. Kurze Prüfung: „Born to Fight“-Regisseur und Ko-Drehbuchautor Panna Rittikrai zeichnet bei dem Muay-Thai-Martial-Arts-Film mit Tony Jaa immerhin für die Story verantwortlich. Die vier Personen mit „Born to Fight“-Produzenten-Credits finden sich auch unter den „Ong-Bak“-Produzenten. Das gilt synchron dazu für die drei Stunt-Koordinatoren von „Born to Fight“. Hauptdarsteller Dan Chupong kommt aus dem Stuntman-Gewerbe und hatte in allen drei „Ong-Bak“-Teilen kleine Rollen. Viel internationale Aufmerksamkeit hat er bislang nicht erhalten, woran auch immer das gelegen haben mag – seine Martial-Arts-Fähigkeiten sind jedenfalls exzellent. Somit lässt sich konstatieren: Wer den 2003 entstandenen „Ong-Bak“ mag und nichts dagegen einzuwenden hat, wenn ein Actionfilm noch eine Schippe an Härtegrad drauflegt, macht mit „Born to Fight“ nichts falsch.

Veröffentlichung: 28. Januar 2010 und 30. April 2008 als Blu-ray, 10. Dezember 2009 und 4. Januar 2007 als DVD

Länge: 96 Min. (Blu-ray), 92 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Thailändisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Kerd ma lui
THAI 2004
Regie: Panna Rittikrai
Drehbuch: Morakat Kaewthanek, Nontakorn Taweesuk, Thanapat Taweesuk
Besetzung: Dan Chupong, Nappon Gomarachun, Santisuk Promsiri, Piyapong Piew-on, Somrak Khamsing, Amornthep Waewsang, Suebsak Pansueb, Nantaway Wongwanichislip, Kessarin Ektawatkul, Rattaporn Khemtong, Chatthapong Phantana-Angkul, Sasisa Jindamanee, Payong Mounda, Swat Hoopsom
Zusatzmaterial: Hinter den Kulissen (10:39), Texttafel-Biografien von Regisseur Panna Rittikrai und Hauptdarsteller Dan Chupong, deutscher Kinotrailer, thailändischer Trailer, Trailershow
Label/Vertrieb: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Gewinnspiel: 2 x Kickboxer – Die Abrechnung auf DVD

Verlosung

In „Kickboxer – Die Abrechnung“ muss sich Alan Moussi alias Kurt Sloane erneut in Thailand durchboxen. Auch Jean-Claude Van Damme läuft wieder mit Sonnenbrille durchs Bild. Von dem Martial-Arts-Spektakel hat uns Ascot Elite Home Entertainment zwei DVDs zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Pfingstmontag, 21. Mai 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die beiden Fragen am Ende des Textes.

Fallen euch keine Antworten ein, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf ihren Gewinn. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– TomHorn,
– Rico Lemberger.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Kickboxer – Die Abrechnung“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Jean-Claude Van Damme (XVIII): Kickboxer – Die Abrechnung: Mal wieder gegen ein Monstrum kämpfen

Kickboxer – Retaliation

Von Volker Schönenberger

Action // Erinnern wir uns: 18 Monate zuvor war es Kurt Sloane (Alain Moussi) gelungen, den Tod seines Bruders zu rächen – siehe „Kickboxer – Die Vergeltung“ (2016). Er schwor den illegalen Kämpfen ab, verließ Thailand und schlug eine legale Karriere als Kampfsportler ein. Doch nun holt ihn die Vergangenheit wieder ein: Sloane wird entführt und landet in einem Knast nördlich von Bangkok. Hinter der Aktion steht Thomas Tang Moore (Christopher Lambert), Promoter illegaler Kämpfe. Der will Sloane überreden, für eine Million Dollar gegen den Champion Mongkut (Hafþór Júlíus Björnsson) zu kämpfen. Sloane lehnt ab und lässt sich auch durch konstante Drangsalierungen im Knast nicht umstimmen. Als seine Frau Liu (Sara Malakul Lane) nach Thailand kommt, um ihren Ehemann zu suchen, nutzt Moore die Gelegenheit und kidnappt sie, um ein Druckmittel gegen Sloane in der Hand zu haben.

Im thailändischen Knast trifft Kurt Sloane auf …

Der siebte, bei uns ungeschnitten ab 16 Jahren freigegebene Aufguss der „Kickboxer“-Reihe entpuppt sich als Nummernrevue, aber letztlich sind Martial-Arts-Actionfilme ja oft nichts anderes. Interpretiert man den Vorgänger „Kickboxer – Die Vergeltung“ als Reboot des ersten „Kickboxer“-Films „Karate Tiger 3 – Der Kickboxer“, handelt es sich bei „Kickboxer – Die Abrechnung“ um den zweiten Teil. Teil 3 ist längst in Planung, trug vormals anscheinend den Titelzusatz „Syndicate“, der mittlerweile aber offenbar durch das kernigere „Armageddon“ ersetzt wurde.

… den schlagkräftigen Amerikaner Briggs

Im thailändischen Knast muss sich Kurt Sloane anfangs einige Thailänder vom Leib halten, was ihm nicht schwer fällt. Dann stört er die Meditation des Amerikaners Briggs, der von keinem Geringeren als dem ehemaligen Box-Weltmeister Mike Tyson verkörpert wird. Nach einer anfänglichen Auseinandersetzung raufen sich die beiden zusammen, zumal sie gemeinsam ausgepeitscht werden – das verbindet. Briggs führt Sloane eines Nachts zu dessen ehemaligem Trainer Durand – Auftritt Jean-Claude Van Damme.

Auch Coach Durand mischt wieder mit

Während seiner Trainingseinheiten hinter Gittern wird Kurt Sloane einmal sogar mit Fußbällen beschossen, die ein gewisser Ronaldinho tritt – eine kuriose Einlage, letztlich aber nur ein Gimmick. Der isländische Strongman Hafþór Júlíus Björnsson, Darsteller von Kurt Sloanes Endgegner Mongkut, spielt seit der vierten Staffel von „Game of Thrones“ den so bösartigen wie monströsen Kämpfer Gregor „Der reitende Berg“ Clegane. Christopher „Highlander“ Lambert ist leider seit langer Zeit nur noch ein Schatten früherer Star-Zeiten, sein schmieriger Auftritt in „Kickboxer – Die Abrechnung“ passt da gut ins Bild.

Promoter Moore zieht die Fäden

Wie im Genre üblich, dient die Handlung lediglich als Aufhänger für ausgiebig zelebrierte Kampfeinlagen. Und die haben es in sich. Die Besetzung ist gespickt mit Kampfsport-erfahrenen Athleten: Renato Sobral, Frankie Edgar, Renzo Gracie, Maurício „Shogun“ Milani Rua und Rico Verhoeven spielen sich selbst oder andere Figuren. Der aus dem Stuntman-Sektor kommende Hauptdarsteller Alain Moussi kann da glücklicherweise durchaus bestehen. Die spektakulären Kampfszenen sind erwartungsgemäß ansprechend und ideenreich choreografiert – Fans des Genres kommen voll auf ihre Kosten. Und für die ist „Kickboxer – Die Abrechnung“ schließlich auch gemacht. Welche Martial-Arts-Klassiker sind eure Favoriten? Welche Geheimtipps könnt Ihr empfehlen?

Möchten Sie gegen diesen Herrn antreten?

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jean-Claude Van Damme sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Sloane wagt es

Veröffentlichung: 27. April 2018 als Blu-ray und DVD sowie als Teil der Blu-ray-Box „Ultimate Kickboxer Collection“ im Verbund mit „Kickboxer – Die Vergeltung“

Länge: 111 Min. (Blu-ray), 106 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Kickboxer – Retailiation
USA 2018
Regie: Dimitri Logothetis
Drehbuch: Dimitri Logothetis
Besetzung: Alain Moussi, Christopher Lambert, Jean-Claude Van Damme, Mike Tyson, Sara Malakul Lane, Hafþór Júlíus Björnsson, Sam Medina, Steven Swadling, Renato Sobral, Frankie Edgar, Renzo Gracie, Maurício „Shogun“ Milani Rua
Zusatzmaterial: Interviews: Meet the Fighters, Wendecover
Label: Ascot Elite Home Entertainment
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2018 Ascot Elite Home Entertainment

 
 

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