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Ridley Scott (IX): The Last Duel – Historischer Zweikampf mit aktueller Botschaft

The Last Duel

Kinostart: 14. Oktober 2021

Von Andreas Eckenfels

Historiendrama // Mit einem Zweikampf begann Ridley Scotts Regiekarriere: Für „Die Duellisten“ mit Harvey Keitel und Keith Carradine gewann er 1977 bei den Filmfestspielen von Cannes den Preis für das beste Debüt. Seitdem wurden viele weitere Kämpfe in seinen Filmen ausgefochten: Ellen Ripley gegen den Xenomorph in „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979), Rick Deckard gegen den Replikantenanführer Roy Batty in „Blade Runner“ (1982) oder Maximus gegen Commodus in „Gladiator“ (2000). Nun blickt Ridley Scott in „The Last Duel“ auf ein historisch verbrieftes Duell um Leben und Tod zurück, welches zum Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich stattgefunden haben soll.

Freunde werden zu Rivalen

1386 stehen sich in einer Arena der Ritter Jean de Carrouges (Matt Damon) und der Junker Jacques Le Gris (Adam Driver) auf ihren Pferden in voller Rüstung mit Lanzen unter dem Arm geklemmt gegenüber. Nachdem die zwei Duellanten das erste Mal ineinandergekracht sind, springt die Handlung zurück ins Jahr 1370. Damals, so erfahren wir, kämpften der tapfere Recke Carrouges und der gebildete Le Gris, Sohn eines normannischen Gutsherrn, Seite an Seite für den französischen König. Le Gris verteidigt seinen Freund sogar vor dem Lehnsherren Graf Pierre d’Alençon (Ben Affleck), als Carrouges in finanzielle Not gerät und seine Pacht nicht zahlen kann.

Die Freunde Jean de Carrouges (l.) und Jacques Le Gris kämpfen Seite an Seite für den französischen König

Carrouges Geldsorgen und der Zwang einen männlichen Erben zu bekommen, führen dazu, dass er Marguerite (Jodie Comer) zur Frau nimmt. Die Tochter von Sir Robert de Thibouville (Nathaniel Parker) bringt eine beträchtliche Mitgift in die Ehe ein, darunter an sich auch einen Landbesitz, den sich aber zuvor schon Le Gris unter den Nagel gerissen hatte. Carrouges legt Klage ein. Doch da Graf Pierre d’Alençon im Grundstücksstreit natürlich zugunsten seiner rechten Hand Le Gris entscheidet, beginnt die Freundschaft zwischen Le Gris und Carrouges langsam zu bröckeln. Die Rivalität zwischen den zwei Männern steigert sich über die Jahre durch weitere Ereignisse immer mehr und gipfelt schließlich in einer brutalen Attacke: Als Carrouges von einer Reise nach Paris zurückkehrt, berichtet Marguerite ihm, Le Gris habe sie überraschend besucht und vergewaltigt. Obwohl Le Gris die Tat bestreitet, bleibt Marguerite bei ihrer Aussage – für die sie ihr Gatte in diesen Zeiten töten könnte.

Doch Carrouges entscheidet sich dagegen: Um die Schande von seiner Familie zu nehmen, zieht er schließlich zum Justizpalast nach Paris und bittet Charles VI. (Alex Lawther) erfolgreich um ein Gottesurteil: Ein Duell zwischen Carrouges und Le Gris um Leben und Tod soll über die Wahrheit in dem Streit entscheiden. Verliert Carrouges, muss auch Marguerite sterben – auf dem Scheiterhaufen.

Erzählmuster à la Akira Kurosawa

Angeblich soll dies der letzte offiziell dokumentierte gerichtliche Zweikampf seiner Art in Europa gewesen sein. Nach jahrelanger Recherche hatte der US-Autor und Mittelalterexperte Eric Jager die wahre Geschichte in „The Last Duel: A True Story of Trial by Combat in Medieval France“ 2004 in Romanform veröffentlicht. Matt Damon und Ben Affleck übernahmen in Ridley Scotts mitreißender Verfilmung nicht nur tragende Rollen, erstmals seit ihrem mit dem Oscar-gekrönten Skript für „Good Will Hunting“ (1997) schrieben beide auch gemeinsam wieder das Drehbuch. Um der weiblichen Perspektive auf den Fall gerecht zu werden, engagierten sie zusätzlich Nicole Holofcener („Can You Ever Forgive Me?“, 2018) als Unterstützung hinzu.

Graf Pierre d’Alençon fördert den belesenen Jacques Le Gris

Die Autoren bedienen sich dabei eines alten Drehbuchkniffs, der seit Akira Kurosawas „Rashomon – Das Lustwäldchen“ (1950) weit verbreitet ist: Die Geschichte ist in drei Kapitel unterteilt. Wie bei einer Zeugenbefragung erfahren wir zunächst Jean de Carrouges’ Sicht auf die Ereignisse, die zu dem Konflikt führten, anschließend folgt die Perspektive von Jacques Le Gris, zuletzt ist Marguerite an der Reihe. Somit bekommen die Zuschauer und Zuschauerinnen mehrmals die gleiche Geschichte erzählt. Obwohl sich einige Passagen zwangsläufig wiederholen, kommt keine Langeweile auf: Es sind die kleinen, aber feinen Unterschiede in den Aussagen, die für Spannung sorgen und zuvor gefasste Meinungen verschieben. Zudem ist der authentische Blick auf das mittelalterliche Rechtssystem höchst interessant – Jager konnte für seinen Roman die originale, handgeschriebene Akte mit den juristisch gültigen Zeugenaussagen einsehen, die dank des im 14. Jahrhundert benutzten robusten Pergaments sehr gut erhalten und klar leserlich waren.

An Originalschauplätzen gedreht, verströmen die epischen Bilder zusammen mit den Kostümen und der Ausstattung mittelalterliches Flair durch und durch. Wer bei „The Last Duel“ ein großes Schlachtenepos erwartet hat, wird aber etwas enttäuscht werden. Das Drama steht hier mehr als die Action im Vordergrund – allerdings: Wenn im Finale das letzte Duell ausgefochten wird, geschieht dies mit solch brachialer Gewalt und enormer Intensität, dass einem der Atem stockt. Da werden Erinnerungen an die Kämpfe aus Ridley Scotts „Gladiator“ wach.

Parallelen zu #metoo

Was der Geschichte von „The Last Duel“ für ein modernes Publikum die nötige Relevanz verleiht, ist nicht der Streit der beiden Männer, sondern die Rolle von Marguerite de Carroughes. Sie wird zur eigentlichen Heldin der Handlung, nicht die tapferen Rittersleute. In einer Zeit, als Frauen über keinerlei Rechte verfügten und nur als Gebärmaschinen sowie für den Triebabbau der Männer dienten, fasste sie den Mut, nicht zu schweigen – trotz des hohen Risikos, von ihrem Ehemann wegen Untreue getötet oder für immer öffentlich gebrandmarkt zu werden. Hier werden unübersehbare Parallelen zur #metoo-Bewegung gezogen – selbst heutzutage werden Frauen leider noch stigmatisiert, wenn sie ihre Stimmen wegen sexuellen Missbrauchs erheben. Dass es zwischen mächtigen Männern eine Art „Schweigegelübde“ bei solchen Taten gibt, wird im Film durch die Beziehung von Graf Pierre d’Alençon und Jacques Le Gris demonstriert, die sich für ihre Gelüste gern mal die Frauen teilen. Zudem will Jean de Carrouges mit dem damals schon veralteten Brauch des Gottesurteils nur seinen eigenen Namen reinwaschen und seine Ehre wieder herstellen. Das Schicksal seiner Ehefrau ist ihm relativ egal – Hauptsache sie bringt ihm einen männlichen Nachkommen auf die Welt.

Marguerite will nicht schweigen

Wenn man bedenkt, dass Matt Damon und Ben Affleck zu Beginn ihrer Karrieren stark von Harvey Weinstein profitiert haben und gefördert wurden – unter anderem wurden „Good Will Hunting“, „Dogma“ (1999) und „Der talentierte Mr. Ripley“ (1999) von dessen Firma Miramax produziert beziehungsweise verliehen –, kann man „The Last Duel“ fast als reumütiges Entschuldigungsschreiben der beiden Hollywood-Stars interpretieren. Vielleicht haben sie sich zur Buße deshalb auch solche schrägen – wenn auch historisch wohl korrekten – Frisuren für ihre Figuren auferlegt.

Ridley Scott und die Frauen

Betrachtet man die Filmografie von Ridley Scott sind solche selbstbewussten Frauenfiguren, die in typische Männerrollen schlüpfen oder sich gegen Männer behaupten, nicht ungewöhnlich: Die schon erwähnte Ellen Ripley gilt nicht umsonst als eine der ersten weiblichen Actionheldinnen der Filmgeschichte. Im gefloppten „Die Akte Jane“ (1997) will Demi Moore als Soldatin als erste Frau bei den US Navy SEALs aufgenommen werden – hartes Ausbildungsprogramm und Glatze inklusive. Dann ist da natürlich das Roadmovie „Thelma & Louise“ (1991) mit Susan Sarandon und Geena Davis, die sich als Freundinnen gegen die Unterdrückung durch die Männerwelt auflehnen. Zudem startet am 25. November Scotts „House of Gucci“ in den Kinos, in welchem Lady Gaga als Patrizia Reggiani das Modehaus Gucci zum Wanken bringt.

Gott soll sie richten!

In diese Riege passt Marguerite de Carroughes bestens hinein, hervorragend verkörpert von Jodie Comer, die dank ihrer Leistung in der grandiosen schwarzhumorigen Thrillerserie „Killing Eve“ nun den Sprung nach Hollywood geschafft hat, zuletzt in „Free Guy“ (2021). Auch Ridley Scott setzt erneut auf das Talent der Britin und besetzte sie neben Joaquin Phoenix in seinem kommenden Napoleon-Biopic „Kitbag“. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2022 beginnen. Ach, ja. Danach will der aktuell 83-jährige Ridley Scott wirklich noch „Gladiator 2“ drehen, wie er in einem Interview bekräftigte.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Ridley Scott haben wir in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Ben Affleck, Matt Damon, Adam Driver, Zeljko Ivanek und Michael McElhatton unter Schauspieler.

Das Duell auf Leben und Tod beginnt

Länge: 152 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: The Last Duel
USA/GB 2021
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Matt Damon, Ben Affleck, Nicole Holofcener
Besetzung: Matt Damon, Ben Affleck, Jodie Comer, Adam Driver, Harriet Walter, Alex Lawther, Zeljko Ivanek, Michael McElhatton, Marton Csokas, Nathaniel Parker, Serena Kennedy
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Copyright 2021 by Andreas Eckenfels

Filmplakat & Trailer: © 2021 Walt Disney Studios Motion Pictures Germany,
Fotos: © 2021 20th Century Studios, Fotos 1, 3 & 4: Patrick Redmond, Foto 2: Jessica Forde

 

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The Heart Is Deceitful above All Things – Wie zerstört man eine Kinderseele?

The Heart Is Deceitful above All Things

Von Volker Schönenberger

Drama // Ungewöhnlich, dass ein derart sperriger Originaltitel für die deutsche Veröffentlichung erhalten bleibt, zumal ihn einige hiesige Filmgucker sicher nicht auf Anhieb verstehen werden. „The Heart Is Deceitful above All Things“ bedeutet in etwa „Vor allem anderen ist das Herz betrügerisch.“ „Deceitful“ lässt sich auch mit „trügerisch“ oder gar „hinterlistig“ übersetzen. Tatsächlich handelt es sich beim Filmtitel um ein Bibelzitat aus dem Buch Jeremia, Vers 17:9, gemäß Lutherbibel: Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?

Ob Jeremiah bei seiner leiblichen Mutter gut aufgehoben ist?

Wessen Herz gemeint ist, wird schnell klar: das des kleinen Jeremiah (Jimmy Bennett), der von jahrelangem Aufenthalt bei liebevollen Pflegeltern zu seiner mittlerweile 23-jährigen Mutter Sarah (Regisseurin Asia Argento) zurückkehrt. Schnell wird klar, dass das zuständige Jugendamt offenbar beide Augen zugedrückt hat. Sarah hat ihre Drogen- und Alkoholsucht nicht im Griff und lässt Jeremiah auch schon mal im Auto zurück, um eine schnelle Nummer zu schieben. Ihre wechselnden Freunde behandeln den Knirps alles andere als gut, tatsächlich wird ihm sogar aufs Übelste mitgespielt. Damit Sarah und ihr aktueller Kerl Emerson (Jeremy Renner) einen Trip nach Atlantic City unternehmen können, lassen die beiden den Jungen allein in der Wohnung zurück und schärfen ihm ein, die Tür zu verschließen, nicht ans Telefon zu gehen und den Fernseher nur leise anzustellen. Jeremiah nutzt das Alleinsein, um die Wohnung auf den Kopf zu stellen.

Vom Regen in die Traufe

Auch Sarah hat natürlich ein trügerisches Herz, ihre Männerbekanntschaften ziehen sie immer mehr in den Abgrund. Jeremiah (nun von den Zwillingen Dylan und Cole Sprouse gespielt) wird nach einiger Zeit von seiner Großmutter (Ornella Muti) abgeholt, die ihn nach West Virginia bringt, wo sein Großvater (Peter Fonda) eine radikale christliche Sekte führt. Auch dort werden Kinder nicht gerade vorbildlich behandelt.

Der Knirps richtet Unfug an

Das Sozialdrama markiert nach „Scarlet Diva“ (2000) Asia Argentos zweite Langfilm-Regiearbeit. 2014 folgte „Missverstanden“, ansonsten hat die Tochter des italienischen Horror-Kultregisseurs Dario Argento („Opera“) in erster Linie Kurzfilme gedreht. „The Heart Is Deceitful above All Things“ atmet „White Trash“ aus jeder Pore und bietet die schmerzvolle Sicht auf ein Kind, das – unschuldig, wie es ist – keine Chance hat, seinen Platz in einem erfüllten Leben zu finden, höchstens in einem kaputten Leben, wie es seine Mutter führt. Vernachlässigung, seelischer und körperlicher Missbrauch – Asia Argento überschreitet bisweilen die Grenzen des Erträglichen und gönnt dem Publikum auch keine Erholung, von Erlösung ganz zu schweigen. Jeremiahs Seele zerbricht, so viel wird klar. Offen bleibt, wer letztlich für das Dasein im „White Trash“ oder überhaupt die Existenz dieser Bevölkerungsschicht verantwortlich ist.

Später verbreitet Jeremiah für seinen Großvater biblische Botschaften

Für kleine Nebenrollen wurde eine illustre Besetzung gewonnen – Peter „Easy Rider“ Fonda und Ornella Muti („Flash Gordon“) erwähnte ich bereits. Außer Jeremy Renner („Arrival“) sind auch Jeremy Sisto („Wrong Turn“, „Six Feet Under“) und Schock-Rocker Marilyn Manson als kurzzeitige Liebhaber Sarahs zu sehen. Ben Foster („Hell or High Water“) spielt einen Gehilfen von Jeremiahs Großvater.

Asia Argento und Jimmy Bennett

Das Steelbook mit der DVD von „The Heart Is Deceitful above All Things“ stand schon lange bei mir im Regal, ich hatte mich wohlweislich noch nicht herangetraut und den Film irgendwann vergessen (welcher Filmsammler das Phänomen nicht kennt, der möge den ersten Stein werfen). Im Zuge von #metoo wurde ich nun aber wieder darauf aufmerksam gemacht – kürzlich wurde ja der Vorwurf laut, Asia Argento habe 2013 den damals 17-jährigen Jimmy Bennett sexuell missbraucht. Die beiden waren 2004 für „The Heart Is Deceitful above All Things“ erstmals aufeinandergetroffen, als Bennett sieben Jahre alt war und die Rolle des jungen Jeremiah übernahm.

Sarah führt ein unstetes Leben auf der Rasierklinge

„Das Herz ist eine hinterlistige Person“ lautet ein deutscher Alternativtitel des Films, allerdings ist es mir nicht gelungen, zu ermitteln, in welchem Kontext er verwendet worden ist – ein deutsches Filmplakat oder DVD-Cover damit findet sich jedenfalls nicht. Die Buchvorlage von JT LeRoy ist in Deutschland unter dem Titel „Jeremiah“ erschienen. Aber Namen sind letztlich Schall und Rauch, „The Heart Is Deceitful above All Things“ hat hierzulande trotz des Titels immerhin einige Aufmerksamkeit erlangt und ist in der „Störkanal“-Reihe auch gut aufgehoben. Und irgendwie passt der Titel in seiner Sperrigkeit auch zum Film. Einige halluzinogene Passagen und der Score von Billy Corgan (Smashing Pumpkins) und Kim Gordon (Sonic Youth) intensivieren die verstörende Filmerfahrung. Asia Argento hat ein sehenswertes Stück Independent-Kino inszeniert, das berührt und schmerzt.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Asia Argento haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Peter Fonda, Ben Foster und Jeremy Renner unter Schauspieler.

Die junge Frau holt sich ihren Sohn erneut zurück

Veröffentlichung: 15. April 2011 als DVD im Digipack (Störkanal Edition), 30. November 2007 als DVD im Steelbook („StarMetalpak“)

Länge: 94 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Deutscher Verleihtitel: Das Herz ist eine hinterlistige Person
Originaltitel: The Heart Is Deceitful above All Things
USA/GB/F/JAP 2004
Regie: Asia Argento
Drehbuch: Asia Argento, nach einer Vorlage von Laura Albert alias JT LeRoy
Besetzung: Asia Argento, Jimmy Bennett, Ornella Muti, Peter Fonda, Ben Foster, Marilyn Manson, Jeremy Sisto, Jeremy Renner, Kip Pardue, Michael Pitt, Winona Ryder, Cole Sprouse, Dylan Sprouse, Kara Kemp, Brent Almond, David Dwyer
Zusatzmaterial: Featurettes: „Sex, Drugs and Jeremie“ & „The Heart of Jeremie“, Trailer, Trailershow, nur Störkanal-Edition: Booklet
Label: splendid film
Vertrieb: WVG Medien GmbH

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshots Störkanal-Edition: © splendid film / WVG Medien GmbH

 
 

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