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Gewinnspiel: 5 x Scorpio, der Killer auf Blu-ray

Verlosung

„Scorpio, der Killer“ – das ist Alain Delon, der in der Titelrolle als CIA-Auftragsmörder seinen von Burt Lancaster verkörperten Ausbilder und Mentor um die Ecke bringen soll. Koch Films hat den Thriller von 1973 jüngst erstmals auf Blu-ray veröffentlicht und uns fünf Exemplare zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwar bringt es mir Spaß, Filme unter die Leute zu bringen, weil sich die überwältigende Mehrzahl der Gewinnerinnen und Gewinner aufrichtig freut und höflich bedankt. Dennoch geht der Versand etwas ins Geld, zumal „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress). Daher: Auf völlig freiwilliger Basis darf mir jede/r Gewinner/in gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,45 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Gebt mir das aber bitte nicht schon im Kommentar mit eurer Antwort bekannt, sondern erst im Gewinnfalle. Ich will nicht in Verdacht geraten, die Sieger danach zuzuteilen.

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Lucas Grönings Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 19. Mai 2019, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann. Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben,

– Christoph B.,
– Birgit,
– Dirk Busch,
– nowitzki.tim
– Rainer Pampuch.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Scorpio, der Killer“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

 

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Scorpio, der Killer – Der Anti-Bond

Scorpio

Von Lucas Gröning

Thriller // Denken wir an die großen Agentenfilme, kommen uns in den meisten Fällen die Verfilmungen von Ian Flemings berühmtester Romanfigur in den Sinn. Die Rede ist natürlich von den Werken rund um James Bond. Seit 1962 ist Agent 007 regelmäßig in Bewegtbild dabei zu bewundern, wie er die Welt vor bösen Superschurken rettet, Cocktails schlürft und Sex mit einer Reihe attraktiver Frauen hat. Bond wirkt dabei wie ein verdammt cooler Typ, welcher vollkommen unantastbar scheint und jede noch so gefährliche Situation wieder unter Kontrolle bekommt. Michael Winners „Scorpio, der Killer“ steht als Agentenfilm selbstverständlich in der Tradition dieser Werke, geht jedoch einen vollkommen anderen Weg. Kommen wir aber zunächst zum Plot: Der alternde Auftragsmörder Cross (Burt Lancaster) tötet im Auftrag der CIA Menschen, welche der US-Regierung Schaden zufügen könnten. Für die Bewältigung dieser Aufgabe arbeitet er häufig mit dem jungen Killer Jean Laurier (Alain Delon), genannt „Scorpio“, zusammen. Diesen hat er zum Teil selbst ausgebildet, die beiden pflegen ein freundschaftliches Verhältnis zueinander. Als CIA-Chef McLeod (John Colicos) beschließt, dass Cross ausgeschaltet werden soll, ist es ausgerechnet dessen Schüler Scorpio, der den Auftag bekommt, seinen Mentor zu töten. Fortan beginnt eine nervenaufreibende Hetzjagd durch die USA, Europa und wieder zurück, bei der wir uns immer wieder fragen müssen, auf wessen Seite wir eigentlich gerade stehen.

Scorpio ist Cross dicht auf den Fersen

Der Thriller inszeniert seine Figuren dabei bewusst sympathisch, indem er uns viel aus dem Privatleben der beiden Killer zeigt. So erfahren wir, dass Cross ein sehr großes und schönes Haus hat sowie eine wundervolle Ehefrau namens Sarah (Joanne Linville), welche sich vermutlich in einem ähnlichen Alter befindet wie er. Wenn wir die beiden in ihrem Haus sehen, kommt uns automatisch das Bild von der bereits seit Ewigkeiten anhaltenden Jugendliebe in den Sinn. In diesen Szenen zeigt uns Winners Werk große Bodenständigkeit. Kein Vergleich zu Agent 007, welcher in seinen 25 Filmen Sex mit 53 verschiedenen Frauen praktizierte. Auch im weiteren Verlauf erfahren wir viel über den alternden Killer, vor allem über seine Vorlieben für Kultur, klassische Musik und das Theater. Wenn man noch den Faktor dazurechnet, dass Cross von der CIA regelrecht abserviert werden soll, können wir gar nicht mehr anders, als in ihm einen Sympathieträger zu sehen. Aber auch Cross’ Gegenpart Scorpio wird auf ähnliche Weise inszeniert. Das erste, was wir über den jungen Killer erfahren, ist, dass er eine große Anzahl von Katzen sein Eigen nennt. Diese Katzen wirken dabei nicht nur wie ein irgendein Element, welches man dem Charakter angedichtet hat, um ihn menschlicher erscheinen zu lassen. Uns wird unmissverständlich klar, dass Scorpio diese Katzen liebt. Er hebt sie hoch, lächelt sie an, schaut minutenlang auf sie, streichelt sie, knuddelt sie und es scheint so, als seien ihm diese Katzen wichtiger als die meisten Menschen. Sie sind es primär, die ihm in dieser dunklen, von Misstrauen und Verrat geprägten Welt Halt geben. Die einzige Figur, mit der er eine ähnliche Beziehung teilt, ist seine Freundin Susan (Gayle Hunnicutt), die er über seine Schwester Anne (Mary Maude) kennengelernt hat. Auch hier werden wir Zeuge einer von großer Liebe geprägten Beziehung, welche nur, im Gegensatz zur Beziehung von Cross und seiner Frau, noch sehr jung ist. Wir erfahren also sehr viel über das Privatleben von Cross und Scorpio, wodurch sie von uns zu Sympathieträgern erhoben werden.

Privatleben vor Beruf

Doch die Präsentation dieser Bilder der Liebe hat noch einen anderen Grund: Im Verlauf des Films weichen sie immer mehr anderen Motiven, welche uns Gewalt, Verrat und eine omnipräsente Gefahr zeigen. Das Leben beider Protagonisten wird mehrmals bedroht. Vor allem trifft dies auf Cross zu, welcher sich immer wieder auf der Flucht vor Scorpio und der CIA befindet. Man bekommt hier eine Konstellation „Einer gegen alle“ präsentiert, sodass die Sympathien mehr und mehr in Richtung des alternden Killers ausschlagen, ohne dass wir jedoch Scorpios Motivation nicht nachvollziehen könnten und ihm als Charakter gänzlich die Rolle des Antagonisten zuschreiben wollen. Gerade aufgrund der Informationen, die wir über beide haben, fällt es schwer, Partei zu ergreifen. Wir wissen viel über beider Privatleben und daher ist uns auch bewusst, dass beide enorm viel zu verlieren haben.

„Scorpio, der Killer“ nutzt dabei vor allem Cross, um uns diese Menschlichkeit und Antastbarkeit zu vermitteln und ihm ein anderes Antlitz zu geben als das des eiskalten Killers. Dies geschieht zum Beispiel, wenn er mit einem russischen Agenten (Paul Scofield) seiner Generation über den Verlust von Werten in der Gesellschaft, den Unterschied zwischen Kommunismus und Stalinismus sowie die Sinnlosigkeit von Agenten in einer nahezu gläsernen Gesellschaft spricht. Wir sehen hier einen Mann, der Zeit seines Lebens für die Regierung Menschen umgebracht hat, und wir erfahren in solchen Szenen, wie brüchig dieses Konstrukt tatsächlich ist. Cross hinterfragt seine eigene Existenz, und es wird klar, dass er selbst diesen Job verabscheut. Er sucht einen Ausweg, den er nicht finden kann. Mit den Hintergrundinformationen über Cross ist uns auch bewusst, dass er viel zu verlieren hat, was ihm deutlich wichtiger ist als sein von Gefahren geprägter Job. Hier finden wir einen fundamentalen Unterschied zu den James-Bond-Filmen. Bei Bond ist es der Beruf, der klar im Vordergund steht. Alles wird diesem untergeordnet und alle nebensächlichen Vergnügungen wie Cocktails, Frauen oder Partys sind bloß interessant, solange sie dem Auftrag nicht im Wege stehen. In Michael Winners Werk wird mit diesem Agentenbild gebrochen und der Privatmann tritt aus dem Schatten des Berufskillers.

Der gealterte Killer weiß um die Gefahr

Genau diesen Konflikt zwischen Privatperson und Berufsperson behandelt der Thriller. Wir wünschen uns einen Ausweg für beide Protagonisten aus dieser höllischen Welt, in der sie gegeneinander ausgespielt werden und in der ihnen die ganze Macht einer CIA vor Augen geführt wird, von der ihr Leben komplett abhängig ist. Cross wird als der Charakter dargestellt, der dies im hohen Alter erkannt hat und langsam die Ausweglosigkeit seiner Situation begreift. Der junge Scorpio hingegen erkennt noch nicht, was er verlieren kann und worin seine Tragödie begründet liegt. Er erkennt noch nicht, wie sehr er sich in die Abhängigkeit zu Leuten begibt, für die er nichts anderes ist als ein austauschbarer Killer, welcher irgendwann vielleicht auf die gleiche Weise abserviert werden soll wie sein Lehrmeister. Aufgrund von Cross’ Situation erkennt aber der Zuschauer dieses Dilemma, was es schmerzhaft macht, zu beobachten, wie der selbstsichere Scorpio immer tiefer in den Schlund hineinrutscht. Diesen Plot inszeniert der Regisseur großartig.

Tolle Schauspieler vor ansprechender Kulisse

Wir sehen fantastische schauspielerische Leistungen, insbesondere von Burt Lancaster, Alain Delon und Paul Scofield, die extrem nahbare und glaubwürdige Figuren erschaffen haben. Diese Schauspielkunst wird uns in wunderschönen Kulissen präsentiert – egal ob die idyllische Nachbarschaft in Washington D.C. oder die nächtlichen Straßen von Wien. Alles wirkt wie aus einem Guss. Auch technisch macht der Thriller einiges richtig und die Kamera zeigt uns Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben. Wenn man hier etwas kritisieren möchte, sind es die teilweise lahm geschnittenen Actionsequenzen, die dem Genuss des Werks jedoch kaum im Wege stehen, da es seine Faszination sowieso eher aus den tollen Dialogen gewinnt.

Wer auf der Suche nach einem Agentenfilm ist, der das Klischee vom eiskalten, coolen Killer negiert und uns stattdessen angreifbare, nahbare Menschen in Ausnahmesituationen zeigt, kommt um „Scorpio, der Killer“ nicht herum. Ein wirklich toller Film. Einen Plot mit ähnlicher Figurenkonstellation hatte Michael Winner („Ein Mann sieht rot“) ein Jahr zuvor mit „Kalter Hauch“ („The Mechanic“) inszeniert – darin sind Charles Bronson als gealterter und Jan-Michael Vincent als Nachwuchskiller zu sehen. 2011 kam ein Remake mit Jason Statham und Ben Foster in die Kinos.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Alain Delon und Burt Lancaster sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet. Welche Alain-Delon-Filme sind eure Favoriten?

Eine blutige Hetzjagd

Veröffentlichung: 11. April 2019 als Blu-ray und DVD, 10. Februar 2004 als DVD

Länge: 110 Min. (Blu-ray), 106 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Scorpio
USA 1973
Regie: Michael Winner
Drehbuch: David W. Rintels, Gerald Wilson
Besetzung: Burt Lancaster, Alain Delon, Paul Scofield, John Colicos, Gayle Hunnicutt, J. D. Cannon, Joanne Linville, Mel Stewart, Vladek Sheybal, Mary Maude, James Sikking, William Smithers
Zusatzmaterial: Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Wendecover
Label/Vertrieb 2019: Koch Films
Label/Vertrieb 2004: MGM

Copyright 2019 by Lucas Gröning
Szenenfotos & Packshot: © 2019 Koch Films

 
 

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Chatos Land – Ein Halbblut wird gejagt

Chato’s Land

Von Andreas Eckenfels

Western // Das kleine Städtchen Arillo ist nicht gerade für seine Gastfreundschaft bekannt. Besonders Indianer sind dort nicht gern gesehen, was das Apachen-Halbblut Pardon Chato (Charles Bronson) am eigenen Leib erfahren muss. Nicht mal ein Drink für seine durstige Kehle ist ihm im örtlichen Saloon vergönnt. Er wird verspottet und diskriminiert. Als ihn auch noch der Sheriff erschießen will, zieht Chato aus Notwehr schneller als der Gesetzeshüter, der anschließend tot am Boden liegt.

Chato (r.) ist im Saloon von Arillo nicht erwünscht

Während sich der Indianer aus dem Staub macht, sammelt Kriegsveteran Quincy Whitmore (Jack Palance) eine Gruppe von etwa zehn rachsüchtigen Männern um sich, darunter die drei skrupellosen Hooker-Brüder Jubal (Simon Oakland), Elias (Ralph Waite) und Earl (Richard Jordan). Mit einem mexikanischen Fährtenleser (Raul Castro) verfolgen sie Chatos Spuren durch die karge Berglandschaft. Aber das Halbblut ist ihnen stets einen Schritt voraus. Erst als Whitmore und seine Männer in Chatos Behausung eindringen, dessen Frau (Sonia Rangan) vergewaltigen und seinen Bruder ermorden, dreht der Indianer den Spieß um. Jetzt sind die Jäger die Gejagten – und in Chatos Land haben sie keine großen Überlebenschancen.

Bronsons zweiter Frühling

Mit „Chatos Land“ begann 1972 die erste von insgesamt sechs Kollaborationen zwischen Hauptdarsteller Charles Bronson und Regisseur Michael Winner. Bereits zwei Jahre später sollte das Duo mit „Ein Mann sieht rot“ einen kaum für möglich gehaltenen Kassenhit landen. Bronson erlebte im Alter von 53 Jahren seinen zweiten Frühling und stieg zur Action-Ikone auf. Die Rolle des wortkargen Rächers hatte er aber auch schon in „Chatos Land“ kultiviert. Als Halbblut macht er nicht viele Worte – und wenn Chato was sagt, dann tut er dies fast ausschließlich in Indianer-Sprache. Wenn Bronson dazu noch beeindruckend durchtrainiert und nur mit Lendenschurz bekleidet seinen Gegnern entgegentritt, strahlt dies enorme Selbstsicherheit und Überlegenheit aus, was seiner Figur große Stärke verleiht.

Quincy Whitmore (r.) sammelt Männer, die das Halbblut hängen sehen wollen

Wie Chato schon fast in „Rambo“-Manier geschickt die Gegebenheiten seines ihm vertrauten Territoriums ausnutzt, seinen zahlenmäßig klar überlegenen Gegnern auflauert und diese nach und nach kalt macht oder gegeneinander ausspielt, das macht „Chatos Land“ auch für Nicht-Western-Fans höchst sehenswert.

Papa Walton als Fiesling

Der in Andalusien gedrehte knallharte Rachewestern wurde wie auch Michael Winners Hollywood-Debüt „Lawman“ (1971) von Gerald Wilson geschrieben. „Chatos Land“ gehört nicht nur aufgrund seines Produktionsjahres klar zum Subgenre des Spätwesterns, welche die klassische „Guter-Cowboy-böser-Indianer“-Konstellation immer mehr auflöste. Hier ist nicht der Indianer, sondern der weiße Mann derjenige, der sich wie ein Barbar benimmt und in ein für ihn fremdes Land eindringt. In der zeitgenössischen Kritik wurden dabei Parallelen zum damals wütenden Vietnam-Krieg gezogen.

Ein kurzer Moment der Ruhe: Chato trifft seinen Bruder

Innerhalb der namhaften Besetzung ist es interessant zu sehen, dass auch etwa ein Ralph Waite, der liebe und friedliebende „Waltons“-Papa, einen echten Fiesling spielen kann. Dem Film ist es hoch anzurechnen, dass sich unter anderem auch Jack Palances Figur von der Vergewaltigung distanziert, da dies klar seine moralischen Grenzen verletzt. Allerdings: Einem Indianer, der aus Notwehr getötet hat, einen Lynchmob hinterherzuschicken, findet er völlig in Ordnung. Nicht gerade die feine Art, was der Film auch in aller Konsequenz eindeutig zeigt. Somit positioniert sich der Western klar gegen den früher im Genre durchaus vorherrschenden Rassismus.

Hübsches Artwork

Die Veröffentlichung von capelight pictures enttäuscht zwar in Sachen Extras – bis auf die Originaltrailer ist nichts zu finden; dafür ist das Artwork des wie immer hochwertig produzierten Mediabooks diesmal besonders gelungen. Das Innenleben glänzt mit einem interessanten Text von „Deadline“-Autor Daniel Wagner und tollen Behind-the-Scenes-Fotos der Dreharbeiten, die von Bronson-Biograph Michael Rothfischer bereitgestellt wurden.

Elias legt an: Die Jagd geht weiter

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Charles Bronson und Jack Palance haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Chato ist seinen Häschern immer einen Schritt voraus

Veröffentlichung: 31. August 2018 als 2-Disc-Limited-Collector’s Edition Mediabook in zwei Covervarianten (Blu-ray & DVD) und DVD

Länge: 100 Min. (Blu-ray), 96 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Chato’s Land
GB/USA/SP 1972
Regie: Michael Winner
Drehbuch: Gerald Wilson
Besetzung: Charles Bronson, Jack Palance, James Whitmore, Simon Oakland, Ralph Waite, Richard Jordan, Victor French, Sonia Rangan
Zusatzmaterial: deutscher Originaltrailer, Originaltrailer, Filmtipps, 24-seitiges Booklet mit einem Text von Daniel Wagner
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Andreas Eckenfels
Szenenfotos & Packshot: © 2018 capelight pictures

 

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