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Aufbruch zum Mond – Von den kleinen Schritten zum großen Sprung

First Man

Kinostart: 8. November 2018

Von Lutz R. Bierend

Weltraum-Abenteuer // Biopics berühmter Personen mögen finanziell immer ein großes Risiko für Produzenten sein, haben aber für Kritiker etwas ungemein Praktisches: Man braucht sich nicht so viele Gedanken zu machen, man könnte spoilern, denn das Ende ist meist schon bekannt, vor allem, wenn der Hauptcharakter bereits tot ist oder wie in „Aufbruch zum Mond“ der Titel schon sagt, wohin uns der Film führen wird: zum großen Sprung für die Menschheit – Neil Armstrongs Landung auf dem Mond. Soviel sei hier dann doch gespoilert: „First Man“, so der Originaltitel, verfolgt keine der zahlreichen Verschwörungstheorien, nach denen zum Beispiel Stanley Kubrick die Mondlandung in irgendeiner Wüste inszeniert hat. Der Film verfolgt Armstrongs Leben, von jener Zeit, als er mit der „X-15“ Höhen- und Geschwindigkeitsrekorde aufstellte, bis zu jenem Zeitpunkt, als er mit dem berühmtesten Versprecher aller Zeiten in die Geschichtsbücher einging. Bei seiner Landung auf der Oberfläche des Mondes.

Vom Regisseur von „La La Land“

In einer Zeit, in der ein populistischer Präsident Trump Amerika wieder groß machen will, mag dem kritischen Zuschauer ein kalter Schauer den Rücken runterlaufen, wenn Hollywood ausgerechnet jetzt den größten Propagandaerfolg des Kalten Krieges filmisch aufbereitet. Schreit diese Geschichte doch förmlich danach, amerikanischen Pioniergeist, die großartigen Ingenieurleistungen der Amerikaner und die Überlegenheit des westlichen Systems zu zelebrieren. Ähnlich praktizierte es ja schon Ron Howard bei „Apollo 13“ (1995) mit Tom Hanks, wo man selbst das Scheitern als Spielplatz zum Austoben der eigenen Brillanz nutzte. Glücklicherweise wird jeder eines Besseren belehrt, der hier Hurra-Pariotismus erwartet. Regisseur Damien Chazelle („Whiplash“) hat zuletzt mit seinem oscarprämierten „La La Land“ bewiesen, dass er selbst ein Genre wie das Musical sehr klischeebefreit und unkitschig inszenieren kann und dass er wenig auf die Erwartungshaltung des Publikums gibt. Und so ist die Atmosphäre selbst nach erfolgter Rückkehr vom Mond erstaunlich unspektakulär und eher intim. Mit Ryan Gosling als Neil Armstrong hat Chazelle auch wieder einen passenden Mitstreiter in der Hauptrolle, der genug Talent hat, um auch mit kleinen Gesten zu überzeugen, etwa wenn der Film mit so einem persönlichen Thema wie dem Tod von Armstrongs zweijähriger Tochter einsteigt.

Neils Motto: Besser hier eine Bruchlandung als auf dem Mond

Wenig interessiert sich Chazelle hingegen für die Propagandaschlacht, die das amerikanische Weltraumprojekt für die Präsidenten von Kennedy bis Nixon war. Der Wettlauf der Supermächte wird eher nebenbei erwähnt, wenn man in der ersten Hälfte des Filmes immer mal wieder hört, dass die Russen erneut schneller waren. Der erste Satellit, das erste Lebenwesen (die Hündin Leika) und der erste Mensch (Juri Gagarin) im All. In einem Nebensatz erwähnt der Film die technische Motivation, alle Prioritäten auf die Reise zum Mond zu setzen. Der Mondflug stellt die Raumfahrt vor komplett andere Herausforderungen, die nicht einfach nur mit simpler Manpower, Mut zur Lücke und Bereitschaft zum Menschenopfer zu lösen sind. Einen Mann ins All zu schießen, kurz die Kapsel verlassen und wieder landen zu lassen, ist halt etwas anderes als die Astronauten acht Tage in der lebensfeindlichsten Umgebung am Leben zu halten und eine Mondlandekapsel ab- und vor allem wieder anzukoppeln und dazwischen auf dem Mond spazieren zu gehen.

Das perfekte Mondbild – und der Verschwörungstheoretiker hat recht: Es entstand im Studio

Die großartige Leistung von Chazelle ist, dass all diese Ingenieursleistungen, die in „Apollo 13“ 90 Prozent der Dramaturgie erzeugen, kaum eine Rolle spielen. Chazelle bleibt fast immer bei jenen Menschen, die den Mut hatten, sich von über zwei Millionen Litern Treibstoff mit einer Blechbüchse in die Umlaufbahn auf die Mondreise schießen zu lassen, denn genau dieses Gefühl vermitteln die Bilder und vor allem der großartige Ton von „Aufbruch zum Mond“. Immer wieder hört man etwas hinter sich vibrieren und erwartet, dass die Kapsel jeden Moment auseinanderbricht. Vergewissern können wir uns dessen nicht, denn die Kamera bleibt bei jenen Personen, die bei einem Fehler dem Tod ins Auge sehen. Oder bei den Menschen, die meist auch nicht mehr wissen, weil sie auf der Erde mit ihnen fiebern. Selbst als die Katastrophe bei einer Routineübung bei Apollo 1 die gesamte Crew auslöscht, bleibt die Kamera fast ausschließlich bei den Astronauten, bis sie in der Feuersbrunst sterben. Das Mission Control Center spielt kaum eine Rolle. Im Zweifelsfall konnte es ohnehin nichts tun.

Das Mission Control Center und die Kontrolle

Bei der Gemini-8-Mission gerät die Raumkapsel beim ersten Weltraumdockingmanöver mit einem Satelliten so sehr ins Trudeln, dass eine Rotation an den Grenzen der Belastbarkeit von Menschen und Schiff entsteht. Da ist kaum Zeit, um auf der Erde einen Masterplan zu entwerfen. Und dass die Anzeigen signalisieren, dass die Astronauten kürz vor der Bewusstlosigkeit stehen, hilft auch niemandem weiter. Es ist die Crew in der Kapsel, die schließlich eine Lösung findet. Das Mission Control Center tut sich lediglich dadurch hervor, dass es beim Abzeichnen der Katastrophe die Mithörgelegenheit für Mrs. Armstrong „aus Gründen der nationalen Sicherheit“ kappt. Wenn Deke Slayton (Kyle Chandler) als Chef des Flugbetriebes versucht, Janet Armstrong (Claire Foy) zu beruhigen, man hätte alles unter Kontrolle, erwidert sie nicht unpassend: „Ihr seid ein Haufen Jungs, die sich Modelle aus Balsaholz basteln. Ihr habt gar nichts unter Kontrolle.“

Bis zum Mondflug wird jeder Handgriff zum Checklisten-Eintrag

Insofern verschiebt „Aufbruch zu Mond“ die Perspektive auf die Raumfahrt und unterscheidet sich hier am deutlichsten von „Apollo 13“. Wirkt die Darstellung sonst meist so, als sei technisch alles eine Routine-Leistung, die ähnlich wie eine Fahrt mit der Achterbahn gefährlicher aussieht, als sie ist, weil ja großartige Techniker für jede Eventualität vorgesorgt haben, erinnert „Aufbruch zum Mond“ daran, dass diese Sicherheit in Zeiten vor komplexen Computersimulationsmodellen doch erschreckend oft durch Try and Error erlangt wurde, und hier begleiten wir eben jene Menschen, deren Forscherdrang erst zu den Verbesserungen geführt hat, die zwischenzeitlich die Raumfahrt wie einen Spaziergang wirken ließ. Wie Neil Armstrong es schon im Trailer so schön sagt: „Wir müssen hier auf der Erde scheitern, damit wir nicht da oben scheitern.“ Jedes Scheitern auf der Erde verbessere die Chancen der folgenden Teams. Apollo 1 und auch die Beinahkatastrophe von Gemini 8 lösten diesen schmerzhaften Lernprozess aus und sorgten erst dafür, dass künftig bei jedem Flug ein komplettes Kompetenzteam im Mission Control Center bereitstehen musste, welches dann bei Apollo 13 alle Kreativität spielen lassen konnte, um die Astronauten zu retten.

Alles unter Kontrolle? Einer der Jungs mit den Balsaholzmodellen

„First Man“ sollte eng bei der von Armstrong autorisierten gleichnamigen Biografie bleiben, die eben nicht nur die technischen Aspekte und Leistungen beleuchtete, sondern auch die Leistung ihrer Familien, die permanent in der Angst lebten, ihre Männer und Väter könnten ihrem Pioniergeist zu Opfer fallen. Nach einem Vorschlag von Ryan Gosling für wurde „Aufbruch zu Mond“ auch als „Die Küche und der Mond“ gepitcht. Während diese Männer in den Geschichtsbüchern immer überlebensgroß wirken, zeichnet Regisseur Chazelle sie ganz menschlich, teilweise, als sei es eine Doku-Soap, bei der wir die Akteure zu ihrem Job genauso begleiten wie zum Barbecue oder eben an den Küchentisch. Das, was diese Männer besonders macht, wird eigentlich nie thematisiert – bis zu dem Moment, wo sie beweisen müssen, dass sie besonders sind. Der Film erschafft echte Ehrfurcht vor den Pionieren der Raumfahrt, denn in den Situationen, in denen ihr Leben auf der Kippe steht, sind sie meist auf sich selbst gestellt – und auf den Mann, der neben ihnen in der Kapsel sitzt.

Kein Gedanke ans Scheitern

Interessant ist auch die Zeichnung von Armstrongs Frau, die nicht einfach nur zur „Fußballerfrau“ degradiert wurde, die sich als nettes Beiwerk um Haus und Kinder kümmert, während sie bei Veranstaltungen nur mitgenommen wird, um ihren Ehemann/Helden anzuhimmeln. Ihre Sorge ist spürbar, und auch wenn sich in klassischer Rollenaufteilung darum kümmert, dass zu Hause alles läuft, ist sie trotzdem anders, weil sie auch immer mit dem Gedanken lebt, ihr Mann könne von der Arbeit nicht zurückkehren. Einer der großen Konflikte zwischen Neil und Janet betrifft die Frage, wer bitte den Kindern sagen soll, dass ihr Vater möglicherweise nicht vom Mondflug nach Hause kommt. Wenn sie ihren Mann fragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass seine Kinder ihn nie wiedersehen, fühlt man sich an den Dialog in „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ (1980) erinnert, wenn C-3PO mahnt, die Chance, unbeschadet ein Asteroiden-Feld zu durchfliegen, stehe bei 3,720 zu 1, und Han Solo erwidert „Sag mir nie, wie meine Chancen stehen!“ Während die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Mann nicht zurückkommt, ihr Leben bestimmt, weil sie zurückbleiben und es mit den Kindern ertragen müsste, spürt man in Goslings Spiel, dass das genau jene Frage ist, die er sich nicht stellen will, weil er davon ausgehen will und muss, dass er es irgendwie hinbekommt. Ebenso wie bei all den anderen Tests und Probeflügen, bei denen er zwar eine Bruchlandung hingelegt hat, bei denen er aber dank seines Improvisationstalents dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Der Gedanke ans Scheitern trägt den ersten Ansatz zur Visualisierung des Scheiterns in sich. Deshalb will er sich mit diesem Gedanken auch nicht wirklich auseinandersetzen. Entsprechend ausweichend führt er dieses Gespräch dann auch mit seinen Kindern. Er weist lieber darauf hin, dass vieles genau wie vorgesehen eintreten muss, damit er auf dem Mond landet, als Berechnungen darüber anzustellen, wie wahrscheinlich es ist, dabei nicht wieder zurückzukehren. Der Stoff, aus dem die Helden sind, ist eben doch nicht aus Todesmut gewebt, sondern zu einem großen Teil aus Han Solos Ignoranz der Wahrscheinlichkeiten. Wer permanent nur daran denkt, was schief gehen kann, wird nie den notwendigen Flug durchs Asteroidenfeld wagen oder in einer wackligen Blechkiste acht Tage essen, schlafen und den Sprung zum Mond riskieren.

Helden des Alltags: Neil Armstrong nutzt die freie Zeit mit seinem Sohn

Insofern ist „Aufbruch zum Mond“ ein sehr inspirierender Film, den man sich gut mit seinen sinnsuchenden Kindern anschauen kann, denn er macht eines deutlich: Außergewöhnliche Leistungen erreicht man nur, wenn man sich außergewöhnliche Aufgaben nicht von seinen wohlmeinenden Freunden und Verwandten und der Angst vor dem Scheitern, kaputtmachen lässt. Das ist es, was solche außergewöhnlichen Menschen vermutlich alle gemein haben.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Kyle Chandler, Jason Clarke und Ryan Gosling sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Ein Bild, das viel darüber aussagt, wer in der Beziehung von Neil und Janet die Hosen anhat

Länge: 141 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: First Man
USA 2018
Regie: Damien Chazelle
Drehbuch: Josh Singer, nach einer Vorlage von James R. Hansen
Besetzung: Ryan Gosling, Claire Foy, Jason Clarke, Pablo Schreiber, Christopher Abbott, Ethan Embry, Ciarán Hinds, Kyle Chandler, Corey Stoll, Shea Whigham, Lukas Haas
Verleih: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2018 by Lutz R. Bierend

Filmplakate, Fotos & Trailer: © 2018 Universal Pictures Germany GmbH

 

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Operation Avalanche – Kubrick und die Mondlandung als Found-Footage-Agentenhriller

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Operation Avalanche

Von Volker Schönenberger

Thriller // 1965 rekrutierte die CIA 25 Top-Studenten aus Harvard, Princeton und Yale. Diese „bright recruits“ hatten keinen militärischen Hintergrund noch eine geheimdienstliche Ausbildung, teilten aber eine Eigenschaft … Ehrgeiz. Aha. So war das also. Gut zu wissen. Unter diesen „scharfsinnigen Rekruten“ befinden sich jedenfalls auch Matt Johnson (Matt Johnson) und Owen Williams (Owen Williams), die alsbald als Dokumentarfilmer getarnt die NASA infiltrieren, um einen dort vermuteten sowjetischen Spion aufzuspüren.

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Kann man die Mondlandung auf der Erde nachspielen?

Per Zufall entdecken die Nachwuchs-Geheimagenten kurz darauf eine bittere Wahrheit, die die US-Weltraumbehörde unter Verschluss hält: Die geplante bemannte Mondlandung lässt sich nicht realisieren, zumindest nicht mit einer Rückkehr der Astronauten. Filmfan Matt Johnson verfällt daraufhin auf eine verrückte Idee: Wie wäre es, wenn man sich bei seinem Idol Stanley Kubrick ein paar Filmtricks abschaut und die Mondlandung daraufhin auf der Erde inszeniert? Die Astronauten könnten die vorab gefilmten Bilder auf die Apollo-Mission mitnehmen und zur Erde funken, der Schwindel würde somit nur einen Teil der Mission betreffen – wenn auch den entscheidenden Teil.

Alternative Fakten

Kubrick? Mondlandung? Da war doch was … Richtig: Nach einer gängigen Verschwörungstheorie hat der geniale Filmemacher die erste Landung von Menschen auf dem Mond am 20. Juli 1969 höchstselbst im Auftrag der NASA auf der Erde inszeniert und so die gesamte Menschheit hinters Licht geführt. Ich habe keine Ahnung, ob es eine nennenswerte Zahl von Menschen gibt, die diese Theorie tatsächlich glauben, in unseren postfaktischen Zeiten voller alternativer Fakten mögen es aber einige sein. Vielleicht solche, die auch der These der Chemtrails nachhängen.

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Ein kleiner Schritt für einen Menschen …

Sei es, wie es ist, bereits 2002 entstand in Frankreich eine überaus sehenswerte und launige Mockumentary mit dem Titel „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“. „Operation Avalanche“ geht einen anderen Weg, kommt nicht als Fake-Doku daher, sondern als Found-Footage-Thriller, der aber aufgrund des verwendeten Bildmaterials sehr authentisch wirkt. Grobes Korn, Unschärfe, echte Archivaufnahmen – man ist geneigt zu glauben, es tatsächlich mit einem in den 60er-Jahren gedrehten Doku-Drama zu tun zu haben. Gedreht wurde zum Teil auf NASA-Gelände, wenn auch sicher nicht in streng geheimen Bereichen, aber die Filmemacher ließen die US-Weltraumbehörde dem Vernehmen nach im Glauben, einen Studentenfilm über das Raumfahrtprogramm der 60er-Jahre drehen zu wollen.

Verschwörung im Kalten Krieg

Zwar rückt die Absurdität der gezeigten Ereignisse den Film ein wenig in die komödiantische Ecke, die Handlung verläuft aber ernsthaft und mit stetig steigender Spannungskurve bis hin zu Lebensgefahr für die Protagonisten, die sich im Zentrum verschwörerischer Machenschaften mitten im Kalten Krieg wiederfinden.

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… ein großer Sprung für die Menschheit, Verzeihung: Filmwelt

Regisseur Matt Johnson schrieb gemeinsam mit Josh Boles das Drehbuch, beide spielen auch mit. Die Verschwörungstheorie um die von Kubrick inszenierte Mondlandung wird nicht 1:1 wiedergegeben, zumal sie ohnehin kein klar umrissenes Konstrukt darstellt, die Filmemacher nutzen das Gerüst für ihre ureigene Version des Geschehens. Das artet teilweise ins Aberwitzige aus, aber die Welt ist nun mal aberwitzig. Das Drehbuch mag nicht viel mehr als eine Rahmenkonstruktion gewesen sein, dem Vernehmen nach wurde die Handlung konsequent improvisiert. Das Team – auch Ko-Hauptdarsteller Owen Williams gehört dazu – hat 2013 mit „The Dirties“ bereits Found-Footage-Erfahrung gesammelt und setzt diese Erfahrung für „Operation Avalanche“ gut ein. Wer an Verschwörungstheorien als Gedankenspiel seine Freude hat, wird sich sehr amüsieren. Wer sie zum Anlass nimmt, hinter jedem Stein und jeder Ecke das Böse zu vermuten, sollte vielleicht lieber einen Arzt aufsuchen, statt Realität und Film zu vermischen.

Veröffentlichung: 13. Januar 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 95 Min. (Blu-ray), 91 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Operation Avalanche
USA 2016
Regie: Matt Johnson
Drehbuch: Josh Boles, Matt Johnson
Besetzung: Matt Johnson, Owen Williams, Josh Boles, Jared App, Andrew Appelle, Krista Madison, Madeleine Sims-Fewer, Joe Thomas, Tom Bolton, Sharon Belle, Chris Gonsalves, Samantha Michelle
Zusatzmaterial: Interview mit Matt Johnson, deutscher und englischer Trailer, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Fotos, Packshot & Trailer: © 2017 Ascot Elite Home Entertainment

 

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Kubrick, Nixon und der Mann im Mond – Wussten wir’s doch!

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Opération lune

Mockumentary // Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit. Ob sich der 2012 verstorbene Neil Armstrong in seinen letzten Lebensjahren dafür geschämt hat, dass er die ganze Welt glauben ließ, er habe diesen berühmten Satz auf dem Mond gesprochen? Es ist einfach unfassbar, wie es der US-Raumfahrtbehörde NASA gelingen konnte, die gesamte Menschheit glauben zu machen, die Apollo-11-Mondlandung am 20. Juli 1969 habe tatsächlich stattgefunden. Die meisten glauben es heute noch!

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Ja ja, macht Ihr nur!

Zum Glück gibt es William Karels aufschlussreiche Doku „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ von 2002, für die der tunesische Filmemacher im Folgejahr einen verdienten Grimme-Preis erhalten hat. Die Interviews von Beteiligten und anderen Zeitzeugen sprechen eine deutliche Sprache. Es ist beispielsweise auszuschließen, dass die „Astronauten“ (von wegen) auf dem Mond derart hochwertige Fotos knipsen konnten. Die damalige Ausrüstung war den dort vorherrschenden niedrigen Temperaturen und enormen Temperaturstürzen gar nicht gewachsen, wie Karel in seinem Film Experten belegen lässt.

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Das verschlagene Grinsen im Gesicht ganz links spricht Bände

Zu Wort kommt auch Christiane Kubrick, Ehefrau des genialen Filmemachers Stanley Kubrick. Sie entdeckte im Nachlass Ihres 1999 verstorbenen Ehemanns Dokumtente, die eine eindeutige Verbindung von Kubrick zur NASA beweisen. Was bedarf es noch mehr? Stanley Kubrick hat für die NASA auf der Erde die Mondlandung inszeniert!

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Dass ich nicht lache!

Stanley Kubrick hatte offenbar zeitlebens mit Gewissensbissen zu kämpfen – verständlich, wenn man die ganze Menschheit hinters Licht geführt hat. Das mag der Grund sein, weshalb er in seinen fulminanten Horrorfilm „Shining“ (1980) nach Stephen Kings Roman so viele Hinweise eingebaut hat, die auf seine Beteiligung an der Fake-Mondlandung deuten. Andere haben das erkannt und im Dokumentarfilm „Room 237“ auf all die Anspielungen in „Shining“ hingewiesen. Warum findet das kein Gehör? Unter diesen Gesichtspunkten bekommt auch das Ableben Kubricks am 7. März 1999 einen verdächtigen Beigeschmack. Das will ich aber nicht weiter thematisieren – die Arme der NASA und des CIA reichen weit, ganz sicher auch bis zu „Die Nacht der lebenden Texte“.

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Schäm dich, Stanley!

Die Veröffentlichung von „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ in der Reihe Pidax Doku-Highlights kommt in anständiger Bildqualität ohne Bonusmaterial daher. Das macht auch nichts, ist sie selbst doch aufschlussreich genug. Schön, dass es investigative Filmemacher wie William Karel gibt, die uns darüber aufklären, wie wir tagtäglich von denen da oben getäuscht werden. Ich wünsche mir, dass Karel eine ähnliche Doku über die Gefahren durch Chemtrails und die diesbezüglichen Vertuschungsaktionen der Mächtigen produziert. Aufklärung über die Illuminaten und Freimaurer tut ebenfalls dringend Not. Schlimm, das Ganze! Und erst die Feministinnen und Feministen! Kaninchenzüchter! St.-Pauli-Fans! Blogger! Weight Watchers! Urologen … (Rezensent von Männern in weißen Kitteln fortgebracht)

Veröffentlichung: 6. Oktober 2015 als DVD

Länge: 55 Min.
Altersfreigabe: entfällt (Infoprogramm gemäß $ 14 JuSchG)
Sprachfassungen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch (bei fremdsprachigen Interviews)
Originaltitel: Opération lune
F 2002
Regie: William Karel
Drehbuch: William Karel
Mitwirkende (zum Teil Archivmaterial): Stanley Kubrick, Richard Nixon, Buzz Aldrin, Christiane Kubrick, Henry Kissinger, Alexander Haig, Donald Rumsfeld, Jan Harlan
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2015 Ascot Elite Home Entertainment / Pidax Film

 

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