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Schlagwort-Archive: Monster

Horror für Halloween (V): Gewinnspiel: 3 x Das Grauen aus der Tiefe auf Blu-ray

Verlosung

Humanoide Fischmonster stapfen in ihrer schuppigen Pracht an Land, um Männer und Kinder abzumurksen und Frauen zu schänden. Wegen Filmen wie „Das Grauen aus der Tiefe“ („Humanoids from the Deep“, 1980) werden wir Horrorfans von unseren Mitmenschen scheel angeschaut. Obwohl der wunderschöne Digipack der Roger-Corman-Produktion noch lieferbar ist, hat OFDb Filmworks den Streifen kürzlich auch in herkömmlicher Verpackungen veröffentlicht. Das Label hat uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 21. Oktober 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Adrian Lübke,
– Oliver Maey,
– Hans Schulte.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Das Grauen aus der Tiefe“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Pans Labyrinth – Der Bürgerkrieg und die Fabelwesen

El laberinto del fauno

Von Simon Kyprianou

Fantasy-Drama // Der Spanische Bürgerkrieg ist vorbei, die Faschisten haben gewonnen, von den Revolutionären sind nur noch kleine Splittergruppen übrig, die sich vor der Armee verstecken.

Ofelia geht gern in den Wäldern spazieren

In der Unterwelt – nicht jene düstere altgriechische Vorstellung, wo die Seelen nach dem Tod hinwandern, sondern schlicht eine andere Welt unter der unsrigen – ist lange Zeit vorher die Tochter des Königs ausgerissen. Auf der Oberfläche angekommen starb sie, und eine Legende erzählt von ihrer Wiedergeburt als Menschenkind.

Die Wiedergeburt der Prinzessin?

In den Nachkriegswirren reist die junge Ofelia (Ivana Baquero) mit ihrer Mutter Carmen (Ariadna Gil) zu einem Außenpunkt des Militärs, wo Hauptmann Vidal (Sergi López), der Ehemann von Carmen, den letzten Revolutionären nachjagt, die sich dort in den Wäldern verstecken. In eben jenen Wäldern kommt Ofelia zum ersten Mal mit den Repräsentanten der Unterwelt in Berührung, einem Pan (Doug Jones) samt Elfen, die in ihr die Wiedergeburt der Prinzessin entdecken und ihr drei Prüfungen auferlegen, die ihre Herkunft beweisen mögen.

Dabei trifft sie auf einen Pan

Seit März 2018 doppelter Oscar-Preisträger (bester Film und beste Regie für „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“), bewies Guillermo del Toro schon 2006 seinen unbändigen Drang darzustellen, zu zeigen, vorzuführen, abzubilden was geschieht, sowohl auf der realen als auch auf der magischen Ebene. Und der mexikanische Regisseur spielt diese beiden Ebenen nicht gegeneinander aus, lässt auch nicht zu, dass die eine die andere ausblendet. Die Brutalität der Realität wird nicht etwa durch eine Flucht in die Märchenebene ausgeblendet, im Gegenteil: del Toro ist sehr gewissenhaft darin, die kriegerischen Gewalttaten samt der dazugehörigen Ideologien explizit abzubilden, aber auch die Gewalt und Unheimlichkeit der magischen Aventüren, sodass die magische Welt nicht vorbehaltlos als Eskapismusstrategie funktioniert, wohl auch nicht funktionieren soll. Strukturell gibt es also keinen Schwarz-Weiß-Dualismus, es wirkt eher so, als schwappe die Gewalt des Krieges auch auf diesen magischen Ort über. Bis zum Schluss bleibt er ein Ort der Unsicherheit, lässt del Toro es doch offen, ob die Absichten des Pans wirklich gut sind.

Für den muss das Mädchen drei Prüfungen bestehen

Getrieben von diesem Drang zu zeigen, gestaltet del Toro seine Bilder sehr detailliert, auch die Bilder der Gewalt sind genau und direkt. Auf der Märchenebene scheint es, als könne sich die Kamera ebenso wie Ofelia und der Zuschauer nicht entscheiden, mal will sie in die Welt hineingleiten, mal verharrt sie unsicher auf Distanz. Handwerklich ist „Pans Labyrinth“ ein Genuss: Ausstattung, Set-Design – das alles ist hervorragend und detailversessen, das muss es auch, um del Toros Ambition der genauen Abbildung gerecht werden zu können. Verdienter Lohn: die Oscars für Szenenbild und Make-up 2007, einen dritten Academy Award gab’s für die Kamera. Beim spanischen Filmpreis Goya hatte „Pans Labyrinth“ kurz zuvor schon die Kategorien Originaldrehbuch, Nachwuchsdarstellerin (Ivana Baquero), Kamera, Ton, Maske, Spezialeffekte und Schnitt gewonnen.

Im Double Feature mit „The Devil’s Backbone“

„Pans Labyrinth“ funktioniert auch als Schwesternfilm oder auch als Weiterführung in größerem Rahmen zu „The Devil’s Backbone – Das Rückgrat des Teufels“ (2001), deshalb ist es sehr schön, dass beide Filme in jüngster Zeit aufwendig wiederveröffentlicht wurden – del Toros Frühwerk im März dieses Jahres von Wicked-Vision Media, „Pans Labyrinth“ vier Monate später von capelight pictures. Beide Veröffentlichungen haben eine ausgezeichnete Bildqualität und lassen sich hervorragend zusammen anschauen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Guillermo del Toro sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Hauptmann Vidal macht gnadenlose Jagd auf Partisanen

Veröffentlichung: 19. Juli 2018 als 3-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook (2 Blu-rays & DVD) und Ultimate Edition (Mediabook, 2 weitere Blu-rays & Soundtrack-CD), 3. Juni 2009 als Blu-ray, 15. Januar 2015 und 30. Juli 2007 als DVD (Senator Film), 30. Juli 2007 als 3-Disc Limited Collector’s Edition DVD

Länge: 119 Min. (Blu-ray), 114 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Spanisch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: El laberinto del fauno
SP/MEX/USA 2006
Regie: Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro
Besetzung: Ivana Baquero, Ariadna Gil, Sergi López, Maribel Verdú, Doug Jones, Álex Angulo, Manolo Solo, César Vea, Roger Casamajor, Ivan Massagué, Juanjo Cucalón
Zusatzmaterial Mediabook: 24-seitiges Booklet, Ultimate Edition zusätzlich auch: Blu-ray mit der Dokumentation „Creature Designers – The Frankenstein Complex“ (102 Min., OmeU), Blu-ray mit vier Stunden weiteren Extras, inklusive der Vortragsreihe „Masterclass mit Guillermo del Toro“, Soundtrack-CD, 100-seitiges Storyboard-Booklet, 6 Postkarten, Poster, nummeriertes Zertifikat
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2018 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshot: © 2018 capelight pictures

 

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A Quiet Place – Wenn sie dich hören, jagen sie dich

A Quiet Place

Kinostart: 12. April 2018

Von Iris Janke

Horrorthriller // Stell dir vor, das Ende ist nah, es herrscht eine bedrückende Stille, jedes Knistern und Plätschern ist intensiv und laut. So ähnlich ergeht es dem Familienvater Lee Abbott (John Krasinski), seiner Frau Evelyn (Emily Blunt) und ihren drei Kindern. In „A Quiet Place“, der dritten Regiearbeeit von John Krasinski, der zudem den Part des Hauptdarstellers inne hat, treiben spinnenartige, riesige Monster ihr Unwesen.

Vater Lee bringt seinem Sohn Marcus alles über Monster bei

Krasinskis Horrorthriller spielt um 2020 in einer postapokalyptischen Welt. Vieles im Film stimmt, damit dessen äußere Umgebung für den Zuschauer so real wie möglich wirkt. So müssen die Protagonisten barfuß und möglichst auf Sand laufen, um keine Geräusche zu machen, mit denen sie die gefräßigen, gepanzerten, extrem schnellen und überall lauernden Monster anlocken würden. Immerhin sind die Kreaturen blind.

Was tun, wenn das Baby schreit?

Die fünfköpfige Familie Abbott, anscheinend einzige Überlebende der Monster-Apokalypse, hat sich in einem abgelegenen Farmhaus verschanzt, sie verständigt sich fast nur über Zeichensprache. Selbst Flüstern ist zu laut und würde die Monster anlocken. Als Mutter Evelyn erneut schwanger wird, steht die ganze Familie vor einer zusätzlichen Herausforderung.

Mutter und Tochter müssen jedes Geräusch vermeiden

Die Zusammenarbeit des Filmehepaars Lee und Evelyn harmoniert perfekt. Beide verstehen sich buchtäblich auch ohne Worte. Lee geht mit absolutem Beschützerinstinkt in seiner Rolle als Retter der bedrohten Familie auf. Und vielleicht stimmt die Chemie des Paares auf der Leinwand genau deshalb, weil die Hauptdarstellerin Emily Blunt („Sicario“) und Hauptdarsteller und Regisseur John Krasinski („Detroit“) auch im echten Leben ein Paar sind. Toll spielen auch die Kinderdarsteller, Regan (Mellicent Simmonds), Marcus (Noah Jupe) und Beau (Cade Woodward). Besonders Mellicent Simmonds sticht als mutige und schlaue und gehörlose Tochter Regan hervor.

Nicht mit dem Popcorn knistern!

Für wen eignet sich „A Quiet Place“? Zweifelsohne für all jene, die gern Horrothriller mir guten, ungewöhnlichen Effekten schauen. Aber Achtung: Jede Knabberei mit Geräuschen, also Popcorn und Nachos, bleibt womöglich im Hals stecken, getreu dem Motto des Films „Wenn sie dich hören, jagen sie dich“. Durch einige unlogische, teilweise nervige Handlungen der Hauptfiguren sollte sich selbst der Genrefan keineswegs den Spaß verderben lassen, sondern die Erkenntnis aus der alten „Scream“-Regel: „Niemals die Treppe rauf!“ – oder so ähnlich – einfach vergessen.

Regan und Marcus sind barfuß auf der Flucht

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Emily Blunt sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet.

Ob die Wanne Emily Schutz vor den Monstern bietet?

Länge: 95 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: A Quiet Place
USA 2018
Regie: John Krasinski
Drehbuch: Bryan Woods, Scott Beck, John Krasinski
Besetzung: Emily Blunt, John Krasinski, Noah Jupe, Millicent Simmonds, Cade Woodward
Verleih: Paramount Pictures Germany

Copyright 2018 by Iris Janke

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2018 Paramount Pictures Germany

 

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