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Schlagwort-Archive: New Orleans

Gewinnspiel: 3 x Hatchet – Victor Crowley auf Blu-ray

Verlosung

Mit „Hatchet – Victor Crowley“ geht das beliebte Slasher-Franchise aus den Sümpfen Louisianas in die vierte Runde. Tiberius Film hat uns davon drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu Andreas’ Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 18. März 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die beiden Fragen am Ende des Textes.

Fallen euch keine Antworten ein, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Sascha Mrowka,
– Samara,
– Fabian Seibel.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Hatchet – Victor Crowley“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Jean-Claude Van Damme (III): Harte Ziele – John Woos Menschenjagd in New Orleans

Harte_Ziele-Cover

Hard Target

Action // Einer der super-blutdürstigen Actionfilme dieses Sommers – einer, der die Chance hat, aus dem Genre herauszuragen, schrieb die Kritikerin der „New York Times“ im August 1993 über John Woos Hollywood-Debüt. Das ist nicht übertrieben. Der chinesische Regisseur solch stilbildender Gewalt-Epen wie „The Killer“, „Bullet in the Head“ und „Hard Boiled“ lieferte auch mit „Harte Ziele“ viel Brutalität ab, sodass die – der deutschen FSK vergleichbare – MPAA dem Film erst in gekürzter Form und im siebten Anlauf das R-Rating erteilte. In Deutschland steht diese Schnittversion ebenso wie die Unrated-Fassung auf dem Index.

Van Damme als Matrose auf Jobsuche

In den Straßen von New Orleans sucht Natasha (Yancy Butler) nach ihrem Vater. Als sie von Ganoven angegriffen wird, kommt ihr der arbeitslose Matrose Chance Boudreaux (Jean-Claude Van Damme mit schickem 80er-Vokuhila) zu Hilfe. Kaum hat er die Angreifer vertrieben, engagiert ihn Natasha, mit ihr ihren Vater zu finden. Die Spur führt zum Millionär Fouchon (Lance Henriksen). Der veranstaltet mit seinem ruchlosen Assistenten van Cleef (Arnold Vosloo) für seine Freunde Treibjagden auf Obdachlose. Schnell fühlt sich Fouchon von Chance und Natasha gestört. Die beiden geraten ebenfalls auf seine Abschussliste.

Mit „Harte Ziele“ gab Regisseur John Woo eindrucksvoll seine Visitenkarte in Hollywood ab. Sein US-Debüt gilt vielen Actionfans trotz „Face/Off – Im Körper des Feindes“ (1997) und „Mission: Impossible II“ (2000) als sein bester Hollywoodfilm. 2008 kehrte er für das Epos „Red Cliff“ in seine asiatische Heimat zurück, wo er seitdem wieder als Filmemacher arbeitet.

Eine furiose Gewaltorgie

Woos Markenzeichen sind furios choreografierte Actionsequenzen und exzessive Bleiorgien. Beides kommt ausgiebig in „Harte Ziele“ zum Tragen, wunderbar ergänzt durch die Körperbeherrschung Jean-Claude Van Dammes, die Woo kunstvoll in Szene setzt. Der belgische Karateka mit Balletausbildung mischt gekonnt seine Kontrahenten auf und darf sogar einer Klapperschlange die Klapper abbeißen, um das nun tonlose Kriechtier als tödliche Falle einzusetzen. Lance Henriksen und Arnold Vosloo brillieren als Gegenspieler. Apropos Schlange: An sich war für Van Dammes Rolle Kurt „Snake Plissken“ Russell vorgesehen, aus Termingründen war der aber nicht verfügbar.

Missstimmung bei den Dreharbeiten?

Aufgrund des Kassenerfolgs von „Harte Ziele“ beabsichtigten die produzierenden Studios, Regisseur Woo einen weiteren Actionthriller mit Van Damme inszenieren zu lassen. Die beiden hatten sich beim Dreh allerdings nicht allzu gut verstanden, sodass es nicht dazu kam – der Belgier hatte recht viel Einfluss auf die Endfassung von „Harte Ziele“ geltend gemacht.

Das Lexikon des internationalen Films war wieder einmal nicht amüsiert und bescheinigte „Harte Ziele“, lediglich an der Vorführung ausgeklügelter Tötungsarten und neuester Handfeuerwaffen interessiert und darüber hinaus menschenverachtend zu sein sowie aufgrund der unverhohlenen Aufforderung zur Selbstjustiz gewaltverherrlichend zu wirken. Vor dem Hintergrund eines absurden Männlichkeitswahns entziehe sich der Film jedem inhaltlichen Diskurs. Zum Teil ist das nicht zu leugnen, dennoch: Jawohl, die Einschätzung als Woos bester Hollywoodfilm kommt nicht von ungefähr.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jean-Claude Van Damme sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 99 Min. (Blu-ray), 95 Min. (DVD)
Altersfreigabe: SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: Hard Target
USA 1993
Regie: John Woo
Drehbuch: Chuck Pfarrer
Besetzung: Jean-Claude Van Damme, Lance Henriksen, Arnold Vosloo, Yancy Butler, Kasi Lemmons, Robert Apisa, Chuck Pfarrer

Copyright 2015 by Volker Schönenberger

 

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12 Years a Slave – Oscar-Favorit?

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12 Years a Slave

Kinostart: 16. Januar 1014

Historiendrama // Ließe man mir die Wahl, für Steve McQueens herausragendes Sklaverei-Epos einen einzigen Oscar zu vergeben, so wäre die Entscheidung leicht: Michael Fassbenders vielschichtige Darstellung des Plantagenbesitzers Edwin Epps ist sensationell. Man müsste ihn hassen, so brutal gebärdet sich der Sklaventreiber gegenüber seinem beweglichen Eigentum. Und doch schimmert unter der gnadenlosen Fassade stets auch ein menschliches Antlitz hervor; der Mann ist kein Sadist und auch kein Psychopath, er glaubt – abgeleitet aus der Bibel –, im Recht zu sein und das Richtige zu tun. Seine Zuneigung zur Sklavin Patsey (Lupita Nyong’o) bringt Epps in einen inneren Konflikt. Dieses Hin- und Hergerissensein wird beim Zuschauer intensiv spürbar und macht es unmöglich, die Figur einfach nur als abscheulich abzutun. Das ist Fassbenders Verdienst, seine Leistung ist es, die aus einem ansonsten lediglich sehr guten Film ein herausragendes Kinoerlebnis macht.

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In New Orleans wird Northup (l.) verkauft

Ein einziger Oscar – das ist natürlich nur Gedankenspielerei. Angesichts der Vorschusslorbeeren und vorherigen Auszeichnungen wäre es keine Überraschung, wenn „12 Years a Slave“ einige Academy Awards gewinnt, auch in den wichtigen Kategorien. Bei den Golden Globes allerdings hat’s gerade nur für eine der Kugeln gereicht, wenn auch immerhin die wichtigste: für den besten Film der Kategorie Drama. Mein Favorit Michael Fassbender hat als Nebendarsteller gegen Jared Leto den Kürzeren gezogen, der zugegeben in „Dallas Buyers Club“ brillant ist (ich habe bereits die Hamburger Pressevorführung besucht). Chiwetel Ejiofor musste sich ebenfalls seinem Konkurrenten aus dem AIDS-Drama geschlagen geben: Matthew McConaughey. Auch das ist einzusehen.

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Die Sklaven müssen aufs Feld

„12 Years a Slave“ erzählt die wahre Geschichte von Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor), der als freier Mann im Staat New York lebt, aber 1841 nach New Orleans verschleppt wird. Dort kauft ihn der Plantagenbesitzer William Ford (Benedict Cumberbatch, „Star Trek – Into Darkness“), auf dessen Anwesen Northup immerhin einigermaßen zivilisiert behandelt wird. Doch nach einer Streitigkeit mit dem Aufseher John Tibeats (Paul Dano) stößt Ford seinen Sklaven an seinen Nachbarn Edwin Epps (Fassbender) ab. Fortan muss Northup unter üblen Bedingungen Baumwolle pflücken. Seine Leidensgenossin Patsey (Nyong’o) pflückt wie besessen und hält mit ihrer täglichen Quote den Leistungsdruck unter den Sklaven hoch. Für Epps ist die Peitsche ein gern gewähltes Mittel als Strafe für Minderleistung.

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William Ford (l.) hält sich für zivilisiert

Höchstes Lob allerorten. Bei Rotten Tomatoes hat das Drama in der Kritikerwertung fette 95 Prozent erreicht, beim Publikum auch noch satte 90 Prozent (Stand August 2019). Es wäre einfach, hier Rezensionen zu zitieren, die dem Film den Status eines Meisterwerks zubilligen oder ihm ein „Must-See“ bescheinigen. Derlei Aussagen finden sich im Netz zuhauf. Bleiben wir auf dem Teppich – der Versuch einer kritischen Würdigung jenseits der Superlative: „12 Years a Slave“ wartet mit glaubwürdiger Schauspielkunst auf. Fassbenders Leistung ragt dabei heraus, aber natürlich lässt auch Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor das Leid, die Sehnsucht und das Agieren seiner Figur jederzeit nachvollziehbar erscheinen. „Sherlock“-Darsteller Benedict Cumberbatch beweist, dass ihn die US-Filmindustrie zu Recht nach Hollywood geholt hat. Der von ihm verkörperte Gutsbesitzer Ford ist ein Feingeist, der die grausame Realität der Sklaverei schlicht ignoriert und nicht an sich heranlässt – ein feiner Kontrast zu Fassbenders Epps, der mittendrin ist in der Unterdrückung der Sklaven. Auch Nebendarstellerin Lupita Nyong’o hat bereits diverse Auszeichnungen und Nominierungen abgeräumt. Ihre Patsey ist stark, aber fügt sich, weil sie die Ausweglosigkeit ihres Daseins erkannt hat und schlicht überleben will.

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Edwin Epps (l.) herrscht mit harter Hand

Das Drehbuch hält sich dem Vernehmen nach eng an den gleichnamigen Tatsachenroman, den der echte Solomon Northup nach seinen Erinnerungen schrieb. Dieses Bemühen um historische Genauigkeit führt bisweilen dazu, dass Handlungsfaden und Dramaturgie etwas konventionell inszeniert wirken. Das ist gewiss Jammern auf hohem Niveau, verhindert aber womöglich am Ende die Einordnung als Meisterwerk – zumindest bei „Die Nacht der lebenden Texte“. Aber ob es dafür reicht, muss ohnehin erst die Zeit zeigen.

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Northup (r.) muss Baumwolle pflücken

Regisseur Steve McQueen hat sich mit seinen vorherigen Langfilmen den Ruf erarbeitet, intensive Kinoerlebnisse zu erschaffen: In „Hunger“ ließ er die Zuschauer 2008 am Hungerstreik von IRA-Häftlingen teilhaben, in „Shame“ 2013 an der Sexsucht seiner Hauptfigur. Michael Fassbender scheint McQueens Lieblingsschauspieler zu sein – er war in beiden dabei. Der in Heidelberg geborene deutsch-irische Schauspieler ist eben immer eine gute Wahl.

An der Ausstattung von „12 Years a Slave“ gibt es nichts zu mäkeln, ebenso wenig am Soundtrack – da ist mit dem Deutschen Hans Zimmer ein erfahrener Hollywood-Komponist an Bord, der bewährt-verlässliche musikalische Untermalung ohne Überraschungen liefert.

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Patsey ist leidensfähig

Schon der Titel deutet an, dass das Leid ein Ende hat. Der echte Northup hat nun mal nach zwölf Jahren seine Freiheit zurückerlangt. Und zugegeben: Es war eine nahezu körperlich spürbare Erleichterung, dies am Ende des Films zu sehen. Die Wiedervereinigung mit Northups Familie bringt zwangsläufig akuten Taschentuch-Alarm, in der Szene wird überdeutlich, was die zwölf Jahre für Northup bedeutet haben müssen. Derlei Verschleppungen freier schwarzer Menschen waren in den USA seinerzeit offenbar gar nicht so selten, da für die Entführer lukrativ. Etwas mutigeres Filmemachen wäre es vielleicht gewesen, ein solches Schicksal nicht über zwölf Jahre mit anschließender Befreiung zu zeigen, sondern über 40 Jahre mit anschließendem elenden Verrecken – vermutlich der häufigere Fall. Das wäre aber am Ende als Zuschauer kaum zu ertragen, gestatten wir Hollywood insofern den halbwegs glücklichen Ausgang der Geschichte.

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Bibelfest: Epps glaubt sich im Recht

Solomon Northups Leidensweg ist bereits 1984 filmisch aufbereitet worden: in der Episode „<a Solomon Northup’s Odyssey“ der TV-Serie „American Playhouse“. So richtig oft haben US-Filmschaffende die Geschichte der Sklaverei in den USA bislang nicht thematisiert. Quentin Tarantinos „Django Unchained“ ist als spektakulärer Action-Kommentar natürlich noch sehr in Erinnerung, auch die TV-Miniserie „Roots“ hat sich 1977 Verdienste erworben, dieses dunkle Kapitel amerikanischer Geschichte in den Fokus der US-Öffentlichkeit zu rücken. Zwei Jahre zuvor hatte Regisseur Richard Fleischer mit „Mandingo“ einen umstrittenen Beitrag zum Thema geliefert. Es wäre somit keine Überraschung, wenn sich Hollywood bei der Oscar-Verleihung am 2. März 2014 mit mehr als einem Academy Award für diesen Geschichtsunterricht selbst auf die Schulter klopft. Es gab schon unbedeutendere Oscar-Preisträger.

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Der Sklaventreiber (r.) misstraut Northup

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Lupita Nyong’o sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgeführt, Filme mit Benedict Cumberbatch, Paul Dano, Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender und Brad Pitt unter Schauspieler.

Länge: 135 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
USA 2013
Originaltitel: 12 Years a Slave
Regie: Steve McQueen
Drehbuch: John Ridley, nach dem Roman von Solomon Northup
Besetzung: Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Benedict Cumberbatch, Lupita Nyong’o, Paul Giamatti, Brad Pitt, Alfre Woodard, Paul Dano
Verleih: Tobis Film

Copyright 2014 by V. Beautifulmountain

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2013 Tobis Film

 

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