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Asterix in Amerika – Obelix mag auch Truthahn

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Zeichentrick-Abenteuer // Mit dem Tod René Goscinnys 1977 nahm leider die Qualität der Asterix-Bände schlagartig ab. Zeichner Albert Uderzo fehlten einfach die genialen Ideen und der hintersinnige Humor des Texters Goscinny. Goscinny starb während der Arbeit an „Asterix bei den Belgiern“, der vorletzte unter seiner Mitwirkung fertiggestellte Band war „Die große Überfahrt“, Band 22, der als Vorlage für die 1994er-Zeichentrickversion „Asterix in Amerika“ diente (zwischen der Überfahrt und den Belgiern lag noch „Obelix GmbH & Co. KG“).

Cäsar will den Druiden Miraculix vom Rand der Erdscheibe ins Nichts schleudern lassen, um endlich das unbeugsame gallische Dorf besiegen zu können. Stattdessen landet Miraculix allerdings in einer neuen Welt. Ihm dicht auf den Fersen sind glücklicherweise die tapferen Krieger Asterix und Obelix. Bei ihrer Suche nach dem Druiden treffen die beiden Gallier auf sonderbares, aber wohlschmeckendes Federvieh und mit Federn geschmückte Eingeborene.

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Auf ans Ende der Welt!

„Asterix in Amerika“ gehört zweifellos zu den schwächsten Asterix-Zeichentrick-Abenteuern – über die Realverfilmungen sei ohnehin der Mantel des Schweigens gedeckt. Liegt’s daran, dass der Film unter deutscher Federführung entstanden ist und ihm somit der französische Esprit etwas abgeht? Logisch, das ist wieder Erwachsenenkritik; den beiden sechsjährigen Töchtern des Rezensenten hat der Film gut gefallen. Seit „Der kleine Drache Kokosnuss bei den Indianern“ mögen sie ohnehin Geschichten mit – Indianern.

Natürlich kann man „Asterix in Amerika“ mit dem Fazit „turbulenter Spaß für die ganze Familie“ versehen, und das wäre auch nicht falsch. Aber etwas mehr Pep, etwas mehr Witz, etwas mehr Geist, das wär’s gewesen. Die Vorlage gab das an sich her, aber der selige Goscinny konnte am Film nun mal nicht mehr mitwirken. So bleibt das Abenteuer ein Fall für Asterix-Komplettisten – aber von denen gibt es ja mehr als genug. Wer beispielsweise den Comic-Band 33 „Gallien in Gefahr“ (der mit den Außerirdischen) gekauft hat, hat keine Ausrede, auf „Asterix in Amerika“ zu verzichten.

Veröffentlichung: 10. April 2014 als Blu-ray – am selben Tag wie auch „Asterix der Gallier“, „Asterix und Kleopatra“ und „Asterix erobert Rom“.

Länge: 85 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Schwörerdeutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Asterix et les Indians
D/F 1994
Regie: Gerhard Hahn
Drehbuch: Thomas Platt, Rhett Rooster, nach einem Comic von Albert Uderzo und René Goscinny
Zusatzmaterial: Alternativer Abspann für Kinofassung, Making-of, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

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Auch Indianermädchen mögen Idefix

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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Asterix erobert Rom – Die spinnen, die Römer

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Zeichentrick-Abenteuer // Von der Verklärung nostalgischer Kindheitserinnerungen: Manche Dinge, die man als Kind klasse fand, wirken bei erneuter Betrachtung im Erwachsenenalter weniger toll. Ich wage den Selbstversuch: „Asterix erobert Rom“ ist am 12. März 1976 in den westdeutschen Kinos gestartet. Irgendwann in dieser Zeit habe ich den Film als Achtjähriger geschaut – und fand ihn super. Das dazugehörige Album zum Film – kein Comic, es lief außerhalb der Reihe – habe ich in den Folgejahren x-mal geradezu verschlungen, den Film allerdings nie wieder geguckt. Nun ist „Asterix erobert Rom“ erstmals auf Blu-ray erschienen, eine gute Gelegenheit, die Kindheitserinnerung zu überprüfen – in Gegenwart meiner sechsjährigen Töchter, versteht sich.

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Ein Schluck Zaubertrank kann nicht schaden

Julius Cäsar ist es leid, dass seine römischen Legionäre immer wieder von den unbeugsamen Galliern aus dem uns allen bekannten Dorf verhauen werden. Handelt es sich bei den gallischen Kriegern etwa um Götter? Cäsar will die Probe aufs Exempel machen und fordert das Dorf heraus, zwölf Aufgaben zu meistern wie einst der griechische Halbgott Herkules (Herakles).

Keine Frage: Diese Aufgaben übernehmen Asterix und Obelix. Auf die beiden Freunde warten schwierige Prüfungen: Zu Beginn müssen sie gegen einen raketenschnellen griechischen Läufer rennen, einen Speer weiter werfen als der Perser Kermes und den Judoka Bombastik im Kampf bezwingen – alles unter den kritischen, aber neutralen Augen des Schiedsrichters Gaius Pupus. Gut, dass Asterix vor Beginn der Prüfungen eine Flasche Zaubertrank vom Druiden Miraculix erhalten hat (Obelix braucht ja keinen, weil er als Kind in den Zaubertrank gefallen ist).

Den Aufenthalt auf der von schönen Priesterinnen bevölkerten Freudeninsel überstehen Asterix und Obelix ebenso unbeschadet wie den ägyptischen Zauberer Iris. Die Prüfung im Gasthaus von Mannekenpix erweist sich als ganz nach Obelix’ Geschmack: Er futtert dem Wirt einfach die Küche leer. Im Anschluss an die Höhle der Bestie erwartet die beiden das Haus, das Verrückte macht (eine wunderbare, kafkaeske Anspielung auf Auswüchse der Bürokratie).

Es folgen das unsichtbare Seil über den Krokodilfluss, das Rätsel auf dem Berggipfel und die Übernachtung auf der Ebene der Toten, bevor Asterix und Obelix im Kolosseum zu Rom auf die übrigen Dorfbewohner treffen. Dort muss das ganze Dorf Gladiatoren und wilde Tiere besiegen. Wenn das mal gut geht – für die Gladiatoren und Tiere.

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Diese Prüfung gefällt Obelix besonders

Herrlich! Es muss eine alkoholgeschwängerte Brainstorming-Sitzung gewesen sein, in der sich René Goscinny und Albert Uderzo die Aufgaben für Asterix und Obelix ausgedacht haben. Mit ihren Comicalben haben Texter Goscinny und Zeichner Uderzo bewiesen, was für eine lebhafte Fantasie sie haben. Mit den zwölf Prüfungen bestätigen sie das. „Asterix erobert Rom“ ist eins der verspieltesten und spektakulärsten Zeichentrick-Abenteuer mit den gallischen Kriegern und auch heute noch sehenswert. Die machen den ganzen Zirkus tot, jammert am Ende ein Gladiatoren-Aufseher. Das stimmt nicht, der Film ist selbst geradezu ein Zirkus, eine wunderbare Nummernrevue voller Action und überbordender Einfälle. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Handlung völlig unabhängig von den Comicalben funktioniert und im Universum der Comics nirgendwo anzusiedeln ist.

Die Bildqualität hält modernen Standards nicht ganz stand, das macht aber nichts. Es ist eben ein Zeichentrickfilm alter Schule. Mangels Besitz der DVD ist ein Vergleich des HD-Transfers mit dem DVD-Bild nicht möglich. Wer sie hat, kann auf den Kauf der Blu-ray wohl verzichten. Als zusätzliches Gimmicks ist die bayerische Fassung enthalten, in der die Gallier in bayerischer Mundart sprechen. Wer’s braucht …

Auch meinen Töchtern hat der Film gefallen. Fazit einer von ihnen (Vorsicht, Spoiler): Gut, dass die es geschafft haben! Dem ist nur eins hinzuzufügen: Nicht immer sind Kindheitserinnerungen nostalgisch verklärt.

Veröffentlichung: 10. April 2014 als Blu-ray – am selben Tag wie auch „Asterix der Gallier“, „Asterix und Kleopatra“ und „Asterix in Amerika“.

Länge: 79 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Französisch, Bayerisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Les douze traveaux d’Astérix
F 1976
Regie: René Goscinny, Albert Uderzo, Henri Gruel, Pierre Watrin
Drehbuch: René Goscinny, Albert Uderzo, nach Motiven ihrer Comics
Zusatzmaterial: Die bayerische Fassung – Mitwirkende und Sprecher, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

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Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt …

Copyright 2014 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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Asterix und Kleopatra – Wie die Sphinx ihre Nase verlor

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Gastrezension von Matthias Holm

Zeichentrick-Abenteuer // Eine Beleidigung! Weil Julius Caesar behauptet, die Ägypter seien rückständig, lässt sich die stolze Königin Kleopatra auf eine Wette ein: Innerhalb von nur drei Monaten soll der Architekt Numerobis einen Tempel zu Ehren Caesars bauen. Glücklicherweise hat Numerobis einen Bekannten, der ihm nur zu gern hilft: den gallischen Druiden Miraculix. Und wenn der auf Reisen geht, sind Asterix und Obelix nie weit weg.

Nach dem eher mittelprächtigen „Asterix der Gallier“ von 1967 folgt nur ein Jahr später ein Paukenschlag: „Asterix und Kleopatra“ ist einer der witzigsten Filme der Reihe. Es gibt so viele Szenen, die einfach hängen bleiben, wie der Bau des Temples mit Hilfe des Zaubertranks oder das Bad der Kleopatra – mitsamt dem tumben Löwen: Er ist stark wie 20 Ochsen, leider fehlt ihm der Verstand.

Obwohl wie erwähnt nur ein Jahr zwischen den Filmen liegt, ist der technische Fortschritt kaum zu fassen. Auch heute sieht der Film anständig aus, die Bilder sind deutlich detaillierter als im Vorgänger. Leider kann die Blu-Ray da nicht noch eine Schippe drauf legen, sie sieht nur minimal besser aus als die DVD.

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Wo willst du denn hin?

Eine deutliche Steigerung gab’s auch, was den Humor angeht. Bereits die Eingangssequenz, in der sich der Erzähler im Voraus entschuldigt, dass die deutsche Synchronisation nicht lippensynchron ist, hat mehr Gags als so manch anderer Zeichentrickfilm über seine gesamte Lauflänge. Der Witz, der sich sowohl in der Sprache als auch in den Bildern widerspiegelt, transportiert fast perfekt die Stimmung der Comics auf den Fernsehschirm.

Wer die besten Asterix-Filme haben möchte, wird um „Asterix und Kleopatra“ nicht herumkommen. Wenn man jedoch bereits die DVD sein Eigen nennt, braucht man sich die Blu-ray nicht anzuschaffen – die Bildunterschiede sind zu gering, obendrein mangelt es an Extras.

Veröffentlichung: 10. April 2014 als Blu-ray – am selben Tag wie auch „Asterix der Gallier“, „Asterix erobert Rom“ und „Asterix in Amerika“.

Länge: 72 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Sprachfassungen: Deutsch, Französisch, Hessisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Astérix et Cléopâtre
F/BEL 1968
Regie: René Goscinny, René Goscinny
Drehbuch: Jos Marissen, Eddie Lateste, nach dem Comic von Albert Uderzo und René Goscinny
Zusatzmaterial: Die hessische Fassung – Mitwirkende und Sprecher, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

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Kleopatra und ihr Haustier

Copyright 2014 by Gastrezension von Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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