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Parasite Doctor Suzune – Evolution: Die Rückkehr der Sexparasiten

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Kisei jûi – Suzune: Evolution

Gastrezension von Matthias Holm

SF-Thriller // Und da ist sie, die von mir langersehnte Fortsetzung des Soft-Sexfilmchens „Parasite Doctor Suzune – Genesis“. Normalerweise packen zweite Teile im Gegensatz zum Original ja immer noch etwas mehr von allem drauf. Da diese beiden Machwerke jedoch als ein großes, schlüpfriges Ganzes gedreht wurden, braucht man sich keine Hoffnungen zu machen.

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Da macht jemand aber große Augen

Suzune (Akari Hoshino) und ihr Kompagnon Takaja (Hassei Takano) wurden von der Firma entführt, die hinter den Kraft und Wolllust verleihenden Parasiten steckt. Beide tragen aufgrund dubioser Experimente ihrer Eltern besonders starke Varianten der Schmarotzer-Lebensform in sich. Nun sollen sie als Keimzellen einer neuen Rasse von Supermenschen dienen.

Klingt auf dem Papier nicht so schlecht. Doch wie bereits im ersten Teil herrscht über die gesamte Laufzeit gähnende Langeweile. Dazu kommt, dass der Ort der Handlung durch die Entführung auf einen nie enden wollenden Betonbau festgelegt ist, was nicht gerade zur Atmosphäre beiträgt.

Ansonsten gibt es all das, was bereits im ersten Teil furchtbar war: schlechte Sexszenen, grauenhafte Schauspieler und Spezialeffekte, die so mancher YouTube-Amateurfilmer besser hinbekommt. Ein Beispiel gefällig? Wenn den Schauspielern offensichtliche Gummiaugen aus den vor den Kopf geschlagenen Händen quellen, kommt das natürlich besonders gut. Aber Achtung, es gibt auch positive Dinge! Die Szenen mit Suzunes heimlichem Verehrer haben mir immerhin ein Schmunzeln entlockt und die Dame im Hausmädchenkostüm verleiht dem ganzen Treiben immerhin etwas (postiv) Gruseliges. Und: Es gibt keine Tentakel-Vergewaltigung!

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Auch eine sexhungrige Tierärztin muss mal schlafen

Tja, wer hätte es gedacht? Auch der zweite Teil des „Parasite Doctors“ ist ziemlicher Schund. Bloß schnell aus dem Blu-Ray-Player holen und noch schneller vergessen.

Zur Rezension von Teil 1 geht’s auch hier.

Veröffentlichung:
5. Juni 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 70 Min. (Blu-ray), 70 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel:
Originaltitel: Kisei jûi – Suzune: Evolution
JAP 2011
Regie: Ryû Kaneda
Drehbuch: Yoshinobu Fujioka, Yûji Kobayashi, nach einem Manga von Haruki
Besetzung: Motoki Fukami, Akari Hoshino, Yukijirô Hotaru, Megumi Kagurazaka, Hôka Kinoshita, Yurika Kubo, Masahiro Kuranuki
Zusatzmaterial: Trailer
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Tiberius Film

 

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Parasite Doctor Suzune – Genesis: Angriff der Sex-Parasiten

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Gastrezension von Matthias Holm

SF-Thriller // Wer kennt das nicht: Man sitzt nichtsahnend im Büro, als plötzlich eine Kollegin hereinkommt und sich halb auszieht. Daraufhin schmeißt sie einen auf die im Büro stehende Couch, um die ansonsten hart arbeitende Person gegen ihren Willen (!) oral zu befriedigen. Dann jedoch wird sie von einer weiteren Frau aufgehalten, die aus dem Unterleib der vermeintlichen Nymphomanin einen kleinen Wurm zieht. Dieser wird daraufhin von einem Frosch gefressen, der in einer Tasche am Oberschenkel der fremden Frau lebt. Ein ganz normaler Morgen eben.

Suzune Arizono (Akari Hoshino) macht Jagd auf einen ganz besonderen Feind: Kleine Parasiten nisten sich im menschlichen Körper ein, steigern dessen Libido ins Unermessliche und schenken ihm praktischerweise auch gleich übermenschliche Kräfte. Bei ihrem Kampf gegen diese Schmarotzer trifft Suzune auf Gangster, die mit Hilfe der Parasiten die Menschen kontrollieren wollen. Doch welche Rolle spielt ihr tot geglaubter Vater bei all dem?

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Der Gesichtsausdruck ist mit dem des Rezensenten vergleichbar

Memo an mich selbst: Deutlicheren Hintergrundcheck machen, bevor man Rezensionen zusagt. Bei „Parasite Doctor Suzune – Genesis“ handelt es sich um die zweiteilige Verfilmung eines Hentai-Mangas; das bedeutet, dass sich der Plot hauptsächlich um Sex dreht. Ein beliebter Internet-Gag ist in dem Zusammenhang der Spruch „I’ve seen enough Hentai to know where this is going“, der immer dann kommt, wenn man in einem Bild Tentakel und eine Frau sieht. Und ja, auch hier gibt es eine solche Tentakel-Szene.

Ob der Film nah an der Vorlage ist, kann ich aufgrund mangelnder Kenntnis nicht sagen, der Look sieht aber schon sehr nach Comic aus. Alles andere hat den Charme eines Asylum-Trashfilms: doofe Dialoge, dilettantische Schnitte und Schauspieler, die wohl nur aufgrund ihres Aussehens gecastet worden sind.

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Ich fürchte, ihm gefällt diese Position mehr, als dass es ihn schmerzt

Eine Kaufempfehlung ist deshalb auch nicht auszusprechen. Wer sich trotz alledem ein Bild von diesem speziellen Film machen möchte, kann ihn in voller Länge auf YouTube finden.

Zur Rezension von Teil 2 geht’s hier.

Veröffentlichung: 8. Mai 2014 als Blu-ray und DVD

Länge: 73 Min. (Blu-ray), 70 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel:
Originaltitel: Kisei jûi – Suzune: Genesis
JAP 2011
Regie: Ryû Kaneda
Drehbuch: Yoshinobu Fujioka, Yûji Kobayashi, nach einem Manga von Haruki
Besetzung: Yoshii Rei, Motoki Fukami, Akari Hoshino, Yukijirô Hotaru, Megumi Kagurazaka, Hôka Kinoshita, Yurika Kubo, Masahiro Kuranuki
Zusatzmaterial: Trailer
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2014 by Matthias Holm
Fotos & Packshot: © 2014 Tiberius Film

 

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The Bay – Die Umwelt schlägt zurück

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The Bay

Von Volker Schönenberger

Horrorthriller // An sich wollte Barry Levinson einen Dokumentarfilm über die Chesapeake Bay südlich von New York drehen. Dies ist mit einer Länge von etwa 300 Kilometern der größte Flussmündungsabschnitt der USA. Die Chesapeake Bay leidet unter Überfischung und der Verschmutzung durch industrielle wie landwirtschaftliche Abwässer. Bei seinen Recherchen stellte Levinson alsbald fest, dass es bereits eine solche, überaus sehenswerte Doku gibt, die jedoch anscheinend niemanden interessiert hat. Also beschloss er, stattdessen einen Spielfilm zu drehen, um damit mehr Menschen zu erreichen.

Unheil am Unabhängigkeitstag

Als Klammer der Geschichte fungiert die junge Donna Thompson (Kether Donohue), die einem Interviewer von den Ereignissen berichtet, die sich rund um den Unabhängigkeitstag 2009 zugetragen haben. An diesem 4. Juli war sie als junge Reporterin mit einem Kameramann in der an der Chesapeake gelegenen (fiktiven) Kleinstadt Claridge in Maryland unterwegs, um über die Feierlichkeiten zu berichten.

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Es beginnt mit schmerzhaftem Hautausschlag

Eine verzweifelte Frau schreit nach ihrem Mann – ihr Körper ist übersät mit starkem Hautausschlag. Sie bleibt nicht lange die einzige Betroffene. Die Teilnehmer eines Krabben-Wettessens müssen sich kollektiv übergeben. Womöglich normal bei derlei Aktivität, aber bald ist nichts mehr normal. Immer mehr Menschen zeigen Symptome. Blasen und Eiterbeulen am ganzen Körper sind schlimm genug, doch es kommt schlimmer, was sowohl die Zahl der Patienten als auch Art und Ausprägung der Symptome angeht. Etliche Bewohner und Besucher von Claridge werden den Tag nicht überleben.

Found Footage aus verschiedenen Quellen

Mit Horrorfilmen ist der Regisseur solcher Glanztaten wie „Good Morning Vietnam“, „Rain Man“ (Oscar!) und „Sleepers“ bislang nicht in Erscheinung getreten. Obendrein bedient sich Barry Levinson der mittlerweile arg ausgelutschten Found-Footage-Technik, um einen semidokumentarischen Charakter zu erzielen. Doch siehe da: Herausgekommen ist ein hoch spannender und glaubwürdiger Schocker, der lange nachwirkt. Skype, YouTube, Podcasts, Handyfilme, Twitter- und SMS-Texte – Levinson nutzt die Vielfalt moderner Medien für eine beklemmende Vision. Dabei verzichtet er auf den belehrenden Zeigefinger, vielmehr bringt er den Zuschauern seine Botschaft mit der Spannungsschraube einer mörderischen Heimsuchung nachhaltig ins Bewusstsein.

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Das medizinische Personal ist überfordert

Wie viel des naturwissenschaftlichen Hintergrunds von „The Bay“ aus Fakten besteht – zu lesen ist von bis zu 85 Prozent –, darf dahingestellt bleiben. Die Inszenierung als Zusammenstellung von Amateur- und Profiaufnahmen verleiht dem Horrorthriller eine Authentizität, die unter die Haut geht – sogar buchstäblich.

Die von Levinson im aufschlussreichen Interview im Bonusmaterial erwähnte Frontline-Doku trägt den Titel „Poisoned Waters“.

Veröffentlichung: 26. Juli 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 85 Min. (Blu-ray), 82 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
USA 2012
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Michael Wallach
Besetzung: Kristen Connolly, Kether Donohue, Christopher Denham, Jane McNeill
Zusatzmaterial: Audiokommentar und Interview mit Regisseur Barry Levinson, Trailer
Vertrieb: Koch Media

Copyright 2013 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2013 Koch Media

 

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