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Ostwind – Aufbruch nach Ora: Auf Spurensuche in Spanien

Ostwind – Aufbruch nach Ora

Von Volker Schönenberger

Familien-Abenteuer // Mika (Hanna Binke) träumt mal wieder – diesmal von einem seltsamen Symbol, das Pferde ins Heu getrampelt haben. Ihr Freund Milan (Jannis Niewöhner) weist sie darauf hin, dass es sich bei dem Symbol um ein Brandzeichen handelt – das ihres Hengstes „Ostwind“. Mika geht der Spur der Herkunft ihres Pferdes nach und findet heraus, dass „Ostwind“ offenbar von einem alten Gestüt im spanischen Andalusien stammt. Ihre Tätigkeit als „Pferdeflüsterin“ im zum Therapiezentrum umfunktionierten Gestüt Kaltenbach nervt sie sowieso gerade – zu viele ignorante Pferdebesitzer ohne Gespür für ihre Tiere erwarten Wunderdinge von ihr. Also auf nach Andalusien! Natürlich nicht ohne „Ostwind“, ist ja klar.

Abschied von Milan – Mika bricht nach Andalusien auf

Nachdem „Ostwind – Zusammen sind wir frei“ (2013) und „Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach“ (2015) hauptsächlich rund um das Gestüt Kaltenbach spielten, geht es in Teil 3 auf die iberische Halbinsel. Diesmal muss Mika vollständig ohne ihre von Nina Kronjäger und Jürgen Vogel verkörperten Eltern auskommen, und Gestütsbesitzerin Maria Kaltenbach (Cornelia Froboess) sowie Herr Kaan (Tilo Prückner) sind eher Randfiguren zu Beginn und am Ende. Immerhin reisen ihr ihre Freundin Fanny (Amber Bongard) und Kumpel Sam (Marvin Linke) bald hinterher. Der Wiedererkennungswert ist also trotz allem hoch.

Ora zu finden, erweist sich …

Neu an Bord ist Sam 2: Sam(antha) (Lea van Acken, „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“) ist die Tochter des andalusischen Gestütsbesitzers Pedro (Thomas Sarbacher), der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Mika kommt dort als Saisonaushilfe unter und freundet sich nach schwierigem Start mit Sam an. Deren Tante Tara (Nicolette Krebitz) hat sich mit ihrem Bruder – Sams Vater – zerstritten und lebt als Eremitin in der Ruine eines alten Gestüts – eben jenes Gestüts, von dem „Ostwind“ stammt.

… als gar nicht so einfach

Ging es im ersten Film um ein Mädchen, das zu sich selbst und seiner Bestimmung finden muss, und im zweiten um die finanzielle Schieflage des Gestüts Kaltenbach und ein geheimnisvolles weißes Pferd im Wald, so ist diesmal ein andalusischer Pferdehof zu retten. Das soll mit der Wiederbelebung eines traditionsreichen Pferderennens gelingen, das zuletzt vor Jahrzehnten ausgetragen worden war.

An der Quelle

Mehr noch als die beiden Vorgänger setzt „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ auf Pferdebilder. Die setzt Regisseurin Katja von Garnier („Bandits“) gewohnt eindrucksvoll in Szene, zumal auch andalusische Wildpferde eine Rolle spielen. Der Soundtrack spielt dabei eine wichtige Rolle, schwillt zu den gern in Zeitlupe gehaltenen Bildern der anmutigen Tiere in Bewegung stets an. Die Story ist dabei nicht unbedingt nebensächlich, ihre Wendungen sind allerdings recht vorhersehbar und simpel. In Teil 2 wurde das Gestüt Kaltenbach am Schluss auch eher im Vorbeigehen gerettet, das ist hier nicht viel anders.

Der Start mit Sam gestaltet sich schwierig

Nicht jeder situationskomische Gag sitzt, aber der Komödienanteil bildet auch keinen Schwerpunkt. Etwas unfreiwillig komisch wirkt allerdings der an sich versierte Martin Feifel in der Rolle des ersten spanischen Reiters, dem Mika begegnet – später bekommt seine Figur noch anderweitige Bedeutung. Klar, dass er Mika als „Chica“ ansprechen muss. Vielleicht hätte man bei der Besetzung einiger Rollen erwachsener Spanier etwas über den Tellerrand deutscher TV-Schauspieler hinausschauen müssen, das gilt auch für den Rancher Pedro und seine Schwester.

Wieder vereint

Bleibt abschließend die Bewertung durch die Zielgruppe: Meine neunjährigen Zwillingstöchter waren wie von den beiden Vorgängern auch von „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ begeistert, ihre Freundinnen ebenfalls. Also wohl alles richtig gemacht.

„Ostwind“ ist zu Hause

Veröffentlichung: 7. Dezember 2017 als Blu-ray und DVD

Länge: 105 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Ostwind – Aufbruch nach Ora
D 2017
Regie: Katja von Garnier
Drehbuch: Lea Schmidbauer
Besetzung: Hanna Binke, Jannis Niewöhner, Amber Bongard, Marvin Linke, Lea van Acken, Tilo Prückner, Cornelia Froboess, Thomas Sarbacher, Nicolette Krebitz, Martin Feifel
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Constantin Film

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

Packshot & Trailer: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH, Fotos: © 2016 Constantin Film Verleih GmbH / SamFilm GmbH / Marc Reimann

 

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Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach: Angst um den Reiterhof

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Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach

Kinostart: 14. Mai 2015

Familien-Abenteuer // Kann ein Vater einen größeren Liebesbeweis bringen als seine Töchter in einen Pferdefilm zu begleiten? Spaß beiseite, für wen das als Vater ein Opfer darstellt, der soll sich gehackt legen. Wenn Mädchenaugen vor Freude leuchten, kann auch der erwachsene Begleiter sich genüsslich im Kinosessel zurücklehnen.

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Eine Stute hat’s „Ostwind“ angetan

„Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach“ setzt auf Bewährtes: Regie, Drehbuch, alle zentralen Rollen – die Personalien kennen wir aus „Ostwind – Zusammen sind wir frei“. Im Zentrum stehen wieder „Pferdeflüsterin“ Mika (Hanna Binke) und ihr geliebter Hengst „Ostwind“.

„Ostwind“ und die Stute

Endlich Sommerferien, endlich wieder aufs Gut Kaltenbach! Doch kaum angekommen, bemerkt Mika rätselhafte Kratzspuren an „Ostwind“. Schnell findet sie heraus, wo die herkommen: Ihren geliebten Hengst zieht es in den Wald, wo er sich durch Dornenbüsche zwängt, um eine weiße Stute zu treffen. Was hat es mit dem Tier auf sich?

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Was hat es mit dem Schimmel auf sich?

Der Reiterhof steht derweil kurz vor der Pleite, und Mikas Großmutter Maria Kaltenbach (Cornelia Froboess) will die Probleme nicht recht wahrhaben. Nur eins kann helfen: Mika muss auf „Ostwind“ ein lukratives Reitturnier gewinnen. Doch es ist ein Vielseitigkeitswettbewerb, in dem nicht nur Fähigkeiten im Springreiten gefragt sind, sondern auch Dressur und Geländeritt auf dem Programm stehen. In der Kürze der Zeit ist das kaum zu schaffen. Doch neben Opa Kaan (Tilo Prückner) und Stallbursche Sam (Marvin Linke) taucht plötzlich Hilfe von ganz anderer Seite auf.

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Dressurtraining mal anders

Die Geschichte ist etwas komplexer als beim Vorgänger, aber die beiden Handlungsstränge – „Ostwinds“ Geheimnis und die Finanznot des Gestüts – werden einigermaßen sauber zusammengeführt. Die Dramatik wirkt etwas überzogen, das Happy End kommt zudem wie Kai aus der Kiste, aber bei einem Pferdefilm für die junge Generation wollen wir mal nicht kleinlich sein.

Ein Film für Mädchen – für wen auch sonst?

Entscheidend ist wie beim Vorgänger das Urteil der Zielgruppe. Wie das ausfällt, war schon während der Pressevorführung in den Gesichtern der kleinen Besucherinnen zu bemerken: Meine Töchter und ihre Freundin waren sehr angetan. Das teilten sie anschließend dem Promoter auch gern mit. Insofern kann das Fazit nur lauten: Väter, begleitet eure Töchter ins Kino (gilt natürlich auch für Mütter)!

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Können Mika und „Ostwind“ das Turnier gewinnen?

Länge: 105 Min.
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Originaltitel: Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach
D 2015
Regie: Katja von Garnier
Drehbuch: Lea Schmidbauer, Kristina Magdalena Henn
Besetzung: Hanna Binke (vorm. Höppner), Marvin Linke, Cornelia Froboess, Tilo Prückner, Nina Kronjäger, Jürgen Vogel, Amber Bongard, Jannis Niewöhner
Verleih: Constantin Film

Copyright 2015 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2015 Constantin Film

 

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Ostwind – Zusammen sind wir frei: Mädchen sind begeistert

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Ostwind – Zusammen sind wir frei

Familien-Abenteuer // Mit „Abgeschminkt!“ und „Bandits“ brachte Katja von Garnier in den 90er-Jahren frischen weiblichen Wind in die deutsche Kinolandschaft. Danach wurde es etwas ruhiger um die Regisseurin, die sich 2007 mit „Blood and Chocolate“ dem Horrorgenre zuwandte. 2013 gab’s dann den nächsten Themenschwenk: „Ostwind – Zusammen sind wir frei“ ist ein lupenreiner Familien- und Jugendfilm, der sich aber aufgrund des Pferde-Themas doch eher an Mädchen richtet (ich weiß, ich bin ein grober Klotz, der in Klischees denkt – lasst mich doch).

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Mika und Sam werden Freunde

Der Film beginnt allerdings mit einer sonderbaren Prämisse: Kann es ein junges Mädchen als Strafe ansehen, die Sommerferien auf einem Gestüt zu verbringen? Weil ihre schulischen Leistungen mehr als zu wünschen übrig lassen und aufgrund eines ihr angelasteten Missgeschicks das Auto des Lehrers in Flammen aufging, schicken ihre Eltern (Nina Kronjäger, Jürgen Vogel) die junge Mika (Hanna Binke) im Sommer auf den Reiterhof ihrer gestrengen Großmutter Maria Kaltenbach (Cornelia Froboess).

Eine Pferdeflüsterin wird entdeckt

An sich ist dort Lernen für die Schule angesagt, doch schnell nimmt Mika der Reiz des Ortes gefangen. Sie freundet sich mit dem Stallburschen Sam (Marvin Linke) und dessen Großvater Herr Kaan (Tilo Prückner) an und entdeckt ihr Herz für den scheuen und als unzähmbar geltenden Hengst „Ostwind“. Herr Kaan entdeckt bald, dass Mika eine besondere Gabe hat: Sie hat ein tiefes Gespür für Pferde und besonders für „Ostwind“.

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An Ostwind verliert das Mädchen sein Herz

„Der Pferdeflüsterer“ lässt grüßen. Ja, es geht kitschig zu, aber schöne Aufnahmen und die Unbekümmertheit der frischen Hauptdarstellerin Hanna Binke helfen darüber hinweg. Auch der Rest der Besetzung ist rund, als Mikas Eltern haben Nina Kronjäger und Jürgen Vogel allerdings arg kurze Auftritte. Mit Cornelia Froboess lässt ein Name nostalgische Gefühle aufkommen, auch wenn ihre Rolle der strengen, aber langsam auftauenden Großmutter nicht der Originalität letzter Schluss ist.

Den Töchtern hat’s gefallen

Natürlich ist das kein Film, der mich in der Zielgruppe hat, also lassen wir die Zielgruppe selbst urteilen: Eine Schulfreundin meiner siebenjährigen Töchter zählt „Ostwind – Zusammen sind wir frei“ zu ihren absoluten Lieblingsfilmen, weshalb wir alle ihn uns einen Tag vor der Pressevorführung der Fortsetzung anschauten. Wenig überraschend: Auch meine Töchter waren begeistert. Da das die relevanten Bewertungen sind, belassen wir es einfach dabei.

Als bester Jugendfilm bzw. bester Kinder- und Jugendfilm wurde „Ostwind – Zusammen sind wir frei“ 2014 mit dem Bayerischen und Deutschen Filmpreis geehrt. Zwei weitere gute Gründe für die Fortsetzung, die auch nicht lange auf sich warten ließ. Kinostart ist der 14. Mai 2015.

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Sams Großvater hilft Mika

Veröffentlichung: 7. November 2013 als Blu-ray und DVD

Länge: 106 Min. (Blu-ray), 102 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Sprachfassungen: Deutsch
Untertitel: Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte
Originaltitel: Ostwind – Zusammen sind wir frei
D 2013
Regie: Katja von Garnier
Drehbuch: Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidbauer
Besetzung: Hanna Binke (vorm. Höppner), Marvin Linke, Cornelia Froboess, Tilo Prückner, Nina Kronjäger, Jürgen Vogel, Amber Bongard
Zusatzmaterial: Darstellerin und Regisseurin über ihre Arbeit, Setrundgang, Pferde & Action, Mikas Welt, Weltpremiere Frankfurt am Main, Interviews, Blick hinter die Kulissen, Trailer, Teaser „Fünf Freunde 3“, Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Constantin Film

Copyright 2015 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Trailer: © 2015 Constantin Film

 

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