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Landmine Goes Click – Der falsche Schritt

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Landmine Goes Click

Von Volker Schönenberger

Horrorthriller // Drei amerikanische Backpacker in der Wildnis des Südkaukasus: Das Pärchen Daniel (Dean Geyer) und Alicia (Spencer Locke) ist mit Daniels bestem Kumpel Chris (Sterling Knight) in Georgien unterwegs. Alica und Chris plagen Gewissensbisse, weil sie vor einiger Zeit in einem unbedachten Moment miteinander ins Bett gegangen sind. Dennoch verbringen sie eine schöne Zeit, so scheint’s. Morgens stößt der undurchsichtige Devi (Giorgi Tsaava) zu ihnen, den Daniel und Alicia immerhin kennen. Er will ein Foto des Trios schießen und stellt die drei zurecht. Ein Klick – und ehe er es sich versieht, ist Chris auf eine Landmine getreten. Für den jungen Mann lautet nun die Devise: „Nicht bewegen“. Devi bietet an, Hilfe zu holen. Doch er harrt in sicherer Entfernung aus und beobachtet das weitere Geschehen.

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Trio auf Tour: Chris (l.), Alicia und Daniel

Früh kommt es zu einer ersten Wendung, weshalb die Handlung an dieser Stelle nicht weiter erzählt werden soll. In der Folge stößt der Wanderer Ilya (Kote Tolordava) mit Hund dazu, der Unruhe bringt, aber Hilfe anbietet.

Der Mann auf der Mine

Die Prämisse verspricht Hochspannung: Ein Mann steht hilflos auf einer Mine, und als sei das nicht beängstigend genug, muss er mit ansehen, wie um ihn herum sonderbare Dinge geschehen. Spannung ist auch durchaus vorhanden. Leider trüben nicht nachvollziehbare Verhaltensweisen das Vergnügen – die zwecks Spoiler-Vermeidung nicht detailliert ausgeführt werden können. Dass Chris wiederholt jemanden wüst beschimpft, der ihm helfen kann – und obendrein bewaffnet ist –, ist noch das kleine Übel und in seiner Ausnahmesituation vielleicht sogar nicht ganz auszuschließen. Schwerer wiegt Daniels Gebaren, das letztlich Auslöser für vieles ist. Ilya schließlich ist ein hibbeliger Geselle, der für seine Unterstützung beunruhigende Forderungen stellt. Das treibt das Geschehen zwar voran, als Zuschauer will man wissen, wie es weitergeht; glaubwürdig ist das aber mitnichten. Zu allem Überfluss verschwinden zwei vermeintlich wichtige Figuren früh von der Bildfläche, um nie wieder thematisiert zu werden – ärgerlich.

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Landmine Goes Click?

Da die Handlung anscheinend keinen Anderthalbstünder hergab, gibt es nach einer guten Stunde mit einem abrupten Szeneriewechsel eine weitere Überraschung, die mit der Landmine überhaupt nichts mehr zu tun hat. Auch die neue Sequenz ist sehr spannend, und sie leidet ebenfalls daran, dass das Benehmen mindestens einer der handelnden Figuren wenig glaubhaft wirkt. Es ist zwar aufgrund der vorangegangenen Ereignisse nachvollziehbar, aber die dort zur Schau gestellte Abgebrühtheit der Person ist nicht gut gespielt und arg konstruiert. Das Ende soll dann aufwühlen, das misslingt aber aufgrund des überzogenen Schauspiels und der Dialoge. Speziell die deutsche Synchronisation ist sehr missraten.

Hochspannung trotz übler Dialoge

Tja, das lässt vermutlich manchen Leser ratlos zurück. Aber will man sich die Spannung erhalten, ist es besser, nicht mehr zu wissen, als ich verraten habe. Schauspielerisch gerät das leider unterdurchschnittlich, ob es an den Schauspielern liegt oder an ihrer Führung durch den Regisseur. Wer das und ein paar mies zusammengeschriebene Dialoge ertragen kann, bekommt immerhin einen fesselnden georgischen Horrorthriller mit einigen Überraschungen geboten, dessen FSK-18-Wertung aufgrund der gezeigten psychischen und zum Teil physischen Gewalt gerechtfertigt ist.

Veröffentlichung: 30. September 2016 als Blu-ray und DVD

Länge: 99 Min.
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Landmine Goes Click
GEO 2015
Regie: Levan Bakhia
Drehbuch: Adrian Colussi
Besetzung: Sterling Knight, Spencer Locke, Dean Geyer, Kote Tolordava, Giorgi Tsaava, Helen Nelson, Nana Kiknadze
Zusatzmaterial: Trailershow, Wendecover
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Studio Hamburg Enterprises

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Gewinnspiel: 3 x Rache – Bound to Vengeance auf Blu-ray

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Verlosung

„Rache – Bound to Vengeance“ ist ein durchaus origineller kleiner Vertreter des Rape-and-Revenge-Sektors. Tiberius Film hat uns drei Blu-rays davon zur Verfügung gestellt, die ich gern unter meinen Leserinnen und Lesern verlose. Dem Publisher und der zuständigen Agentur vielen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnehmen? Kommentar genügt

Wer eine der „Rache – Bound to Vengeance“-Blu-rays gewinnen will, begebe sich zu meiner Rezension des Films und beantworte dort (genau: dort unter der Rezension, nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 11. September 2016, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Könnt Ihr die Frage mangels Sichtung solcher Filme nicht beantworten, so schreibt das einfach. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzagen, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle Volljährigen, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Ich benötige obendrein die Zusage, dass die Sendung nicht von Minderjährigen entgegengenommen werden kann.

Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Michael Behr,
– Jörg Plutta,
– Jean Saucisson.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr erhaltet auch eine E-Mail.

Zu meiner Rezension von „Rache – Bound to Vengeance“ geht’s auch hier.

Copyright 2016 by Volker Schönenberger

 

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Rache – Bound to Vengeance: Die Gepeinigte schlägt zurück

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Bound to Vengeance

Von Volker Schönenberger

Horrorthriller // Das Cover mit einer leichtbekleideten Dame inklusive Waffe in ihrer Hand lässt erst einmal nichts Besonderes erwarten. Ähnliche Motive hat man in der jüngsten Vergangenheit mehrfach erblickt, nicht zuletzt von Tiberius Film, dem Label, das auch „Rache – Bound to Vengeance“ für den deutschen Markt zugänglich macht – ungeschnitten, immerhin.

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Eve bringt …

Der Einstieg verspricht dann aber doch etwas mehr – und der Rest hält es ein. Wir sehen einen Mann mit einem Tablett in den Keller gehen. Er will seiner Gefangenen die tägliche Mahlzeit bringen. Phil (Richard Tyson), so erfahren wir später, hat Eve (Tina Ivlev) ein halbes Jahr zuvor in seine Gewalt gebracht, um sie wieder und wieder zu vergewaltigen. Doch Eve hat niemals aufgegeben, überwältigt Phil nun mit einem Ziegelstein. Vor seinem Haus merkt sie, dass Phil sie in eine gottverlassene Wüstengegend gebracht hat. Sie gönnt sich erst einmal eine Dusche. Eve entdeckt einige Fotos, die sie vermuten lassen, Phil habe an anderen Orten weitere Frauen in seiner Gewalt. Sie versucht, deren Verbleib aus Phil herauszuholen …

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… ihren Peiniger Phil in ihre Gewalt

Was anfangs einen herkömmlichen Rape-and-Revenge-Streifen vermuten lässt, entwickelt sich in der Folge zu einem durchaus doppelbödigen Horrorthriller, der einige Verwirrung auslöst. Da sind etwa die immer wieder eingestreuten Video-Schnipsel, die Eve in unbeschwerten Momenten mit ihrem Freund Ronnie (Kristoffer Kjornes) zeigen – sie scheint im Urlaub und glücklich zu sein. Was soll uns das sagen?

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Wo sind die anderen Frauen?

Man könnte andere Szenen erwähnen, lobend erwähnen, wie sie die Doppelbödigkeit vorantreiben. Aber es erscheint dem Filmgenuss unserer Leser zuträglicher, einfach gar nichts mehr zu verraten. Stürzt euch kopfüber in die Nacht mit Eve und ihrer Tour de Force mit Phil! Wie so oft im Sektor billig produzierter Genrefilme ist die deutsche Synchronfassung bestensfalls mittelmäßig zu nennen. Wer der englischen Sprache ausreichend mächtig ist, greife daher lieber auf die Original-Tonspur zurück. „Rache – Bound to Vengeance“ ist als fieser kleiner Horrorthriller die Sichtung auf jeden Fall wert.

Rape and Revenge ist ein finsterer Bastard des Horrorgenres. Für den Konsum dieser Filme wird man im privaten Umfeld gern mal scheel angeschaut – vielleicht nicht zu Unrecht. Welche könnt Ihr empfehlen?

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Da ist eine von ihnen

Veröffentlichung: 1. September 2016 als limitiertes 2-Disc-Mediabook (Blu-ray & DVD), Blu-ray und DVD

Länge: 80 Min. (Blu-ray), 76 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Originaltitel: Bound to Vengeance
USA 2015
Regie: José Manuel Cravioto
Drehbuch: Rock Shaink Jr., Keith Kjornes, Dustin Quick, Kristoffer Kjornes, Stephanie Charles
Besetzung: Tina Ivlev, Richard Tyson, Amy Okuda, Bianca Malinowski
Zusatzmaterial: deutscher und englischer Trailer, Trailershow, Wendecover, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet
Vertrieb: Tiberius Film

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Tiberius Film

 
 

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