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Doctor Sleeps Erwachen – Overlook ist überall

Doctor Sleep

Kinostart: 21. November 2019

Von Volker Schönenberger

Horror // Hand aufs Herz: Wer hat nach Sichtung von Stanley Kubricks Horrorklassiker „Shining“ (1980), der von Stephen King persönlich produzierten TV-Miniserie „The Shining“ (1997) oder Lektüre des Romans darüber nachgedacht, wie wohl das spätere Leben von Danny Torrance verlaufen werde? Niemand? Ich auch nicht. Stephen King offenbar schon. Vielleicht hat er sich auch von diesbezüglichen Äußerungen motivieren und inspirieren lassen, 2013 – 36 Jahre nach Erscheinen des ersten Romans – die Fortsetzung „Doctor Sleep“ nachzuschieben. Dem Vernehmen nach hatte 1998 bei einer Signierstunde jemand den Horrorautor gefragt, was aus Danny geworden sein mag. So oder so hat dessen Schöpfer natürlich jedes Recht, um die Figur herum eine neue Geschichte zu spinnen. Und angesichts der derzeitigen Schwemme an King-Verfilmungen war klar, dass das Kino nicht um eine Adaption herumkommt. Visuell erinnerte mich „Doctor Sleeps Erwachen“ mehr an Kubricks Regiearbeit als an die Zweitverfilmung – und das, obwohl Stephen King als Executive Producer am Kino-Sequel beteiligt war. Sollte er im Lauf der Jahre seinen Frieden mit der ungeliebten Kubrick-Version gemacht haben? Vielleicht war ihm der visuelle Aspekt auch gleichgültig, solange nun endlich die Bösartigkeit des Overlook-Hotels deutlich werden würde – und das kann konstatiert werden.

Rückblick: Danny im Overlook

Die Handlung setzt 1980 kurz nach den Ereignissen von „Shining“ ein. Wendy Torrance (Alex Essoe) und ihr Sohn Danny (Roger Dale Floyd) sind ins sonnige Florida gezogen und versuchen, die grauenvollen Ereignisse in den Bergen von Colorado zu verdrängen. Doch die Dämonen des Overlook geben keine Ruhe, verfolgen Danny. Glücklicherweise erhält er Unterstützung vom Geist von Dick Hallorann (Carl Lumbly), ehemaliger Chefkoch des Hotels. Der lehrt ihn, wie er die bösartigen Entitäten bezwingen und in mentale Boxen sperren kann.

Vom Alkoholiker zu Doctor Sleep

Im Jahr 2011 scheint sich Dan Torrance (Ewan McGregor) aufgegeben zu haben. Als schwerer Alkoholiker zieht er ziellos durch die Gegend, hat keine Hemmungen, bei einer Kneipenschlägerei seinen Kontrahenten mit einer Billardkugel brutal zusammenzuschlagen und kurz darauf eine Bettgefährtin zu beklauen, obwohl diese ein Kind hat. In einer Kleinstadt in New Hampshire trifft er auf Billy Freeman (Cliff Curtis), der seine helfende Hand ausstreckt – und Dan ergreift sie. Weitere acht Jahre später hat sich der seitdem trockene Alkoholiker zu einem anständigen Menschen entwickelt, der seine „Shining“-Gabe nutzt, um in einem Hospiz Sterbenden ihren letzten Weg zu erleichtern. Dafür wird er Doctor Sleep genannt.

Dan erhält eine beunruhigende Botschaft

Ein unsichtbares Band verbindet Dan mit dem jungen Mädchen Abra Stone (Kyliegh Curran), die ebenfalls über das „Shining“ verfügt. Ohne dass die beiden einander je begegnet sind, kommunizieren sie auf telepathische Weise miteinander. Doch Unheil braut sich zusammen: Die schöne, aber bösartige Rose the Hat (Rebecca Ferguson, „Mission: Impossible – Rogue Nation“) führt eine kleine, aber verschworene Gemeinschaft, einem sonderbaren Kult ähnlich, die sich „Wahrer Knoten“ (im Original „True Knot“) nennt. Die Gruppe zieht wie fahrendes Volk in Wohnmobilen durch die Vereinigten Staaten und führt nichts Gutes im Schilde.

Rose the Hat führt …

„Doctor Sleeps Erwachen“ dockt in einigen Sequenzen visuell so stark an Kubricks „Shining“-Variante an, dass manche puristische Fans den Untergang des Abendlandes befürchten und greinen werden, der neue Film schade dem älteren. Seid unbesorgt: Es ist in all den Jahren nicht mal Stephen King mit seinem Gemecker über Kubrick gelungen, am Status des Films als großes Meisterwerk des Horrorkinos etwas zu ändern. Wie soll das einer Fortsetzung gelingen?

… den wahren Knoten – doch wohin?

Natürlich erreicht „Doctor Sleeps Erwachen“ zu keinem Zeitpunkt die visuelle Wucht von „Shining“. Der gut beschäftigte Kameramann Michael Fimognari („Abattoir – Er erwartet dich!“, „Before I Wake“) braucht noch etwas, um an Kubricks Kameramann John Alcott heranzukommen, der immerhin 1976 einen Oscar für die Bilder von „Barry Lyndon“ erhalten hatte. Aber Fimognari stümpert nicht herum und findet einige schöne Einstellungen, zollt mit einigen Bildern dem Vorgänger auch unmittelbar Tribut. Das musste er allein schon deswegen tun, weil Regisseur und Drehbuchautor Mike Flanagan („Oculus – Das Böse ist in dir“) ein paar Rückblenden einbauen wollte. Fans des filmischen und literarischen Stephen-King-Universums können sich ohnehin auf die Suche nach Referenzen begeben, von denen es einige zu entdecken gibt. Der oft dissonante Score der Newton Brothers, mit denen Flanagan bereits mehrfach kooperiert hat, bringt dräuende Atmosphäre und treibt immer wieder mit ruhigen, dumpfen Percussion-Klängen das Geschehen voran, speziell in den Sequenzen mit dem „True Knot“.

Von Danny zu Dan

Mike Flanagan inszenierte zuvor für Netflix die gelungene Stephen-King-Verfilmung „Das Spiel“ („Gerald’s Game“, 2017) und die hochgelobte Horrorserie „Spuk in Hill House“ („The Haunting of Hill House“, seit 2018). „Doctor Sleeps Erwachen“ ist mit zweieinhalb Stunden recht lang geraten. Damit muss bei Stephen-King-Verfilmungen stets gerechnet werden, neigt der Gute doch zu überlangen Romanen, die dann eben auch lange Verfilmungen nach sich ziehen. Aus der im Deutschen mehr als 700 Seiten langen Vorlage strich Mike Flanagan einiges heraus, anderes modifizierte er. So gab King im Roman der Entwicklung von Danny zu Dan deutlich mehr Raum; dies fürs Kino zu straffen, erscheint sinnvoll, damit der Film den Fokus auf eine Haupthandlung legen kann, die innerhalb eines stärker begrenzten Zeitraums stattfindet und nicht über mehrere Jahre hinweg ausfranst. Auch der Showdown im Finale gestaltet sich im Film gegenüber der Vorlage mit großen Unterschieden, aber ich unterlasse es, dies näher zu erläutern, damit sich niemand gespoilert fühlt. So recht zufriedengestellt hat mich die Entwicklung der Story hin zu diesem Showdown im Film nicht, sie erschien mir etwas herbeifabuliert. Aber da wir es mit übernatürlichen Ereignissen und Phänomenen zu tun haben, die sich unserem realistischen Verständnis von Logik entziehen, mögen sich andere Kinobesucherinnen und -besucher vielleicht nicht daran stören.

Konfrontation: Abra (l.) und Rose

In den US-Kinos kam „Doctor Sleep“ rumpelig aus den Startlöchern, schon ist vom „größten Schock“ die Rede. Ob das berechtigt ist, werden die kommenden Wochen und der Erfolg an den europäischen Kinokassen zeigen. Immerhin hat der Film seine Produktionskosten von 45 Millionen Dollar weltweit bereits eingespielt, ganz so arg wird es also nicht werden. Dennoch hat sich Warner nach dem Erfolg von „Es“ (2017) und „Es – Kapitel 2“ (2019) zweifellos mehr erhofft.

Kubricks „Shining“ bleibt unerreicht und unangekratzt

Ich neige dazu, solche Fortsetzungen mit hochgezogenen Augenbrauen wahrzunehmen, weil sie angetan sind, eine Figur zu entmystifizieren, wenn man sie zu Ende erzählt. Andererseits stellt Stanley Kubricks „Shining“ ein derartiges Monument eines Horrorfilms dar, dass nichts und niemand dem Werk seinen Mythos nehmen kann. „Doctor Sleeps Erwachen“ wird nach meiner Einschätzung niemals zu den wenigen großen Stephen-King-Verfilmungen aufschließen, muss sich angesichts der vielen missratenen Adaptionen aber auch nicht verstecken, reiht sich somit im soliden oberen Mittelfeld ein.

Auch im Busch-Labyrinth

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Stephen-King-Adaptionen sind in unserer Rubrik Filmreihen aufgelistet. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Mike Flanagan haben wir unter Regisseure aufgeführt, Filme mit Ewan McGregor in der Rubrik Schauspieler.

Was war hier noch mal passiert?

Länge: 152 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Doctor Sleep
USA/GB 2019
Regie: Mike Flanagan
Drehbuch: Mike Flanagan, nach dem Roman von Stephen King
Besetzung: Ewan McGregor, Rebecca Ferguson, Kyliegh Curran, Cliff Curtis, Zahn McClarnon, Emily Alyn Lind, Selena Anduze, Robert Longstreet, Carel Struycken, Met Clark, Roger Dale Floyd, Alex Essoe, Carl Lumbly
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Filmplakat, Szenenfotos & Trailer: © 2019 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 2019/11/20 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Life – Der Tod kommt vom Mars

Life

Kinostart: 23. März 2017

Von Volker Schönenberger

SF-Horror // „Life“ – welch großes Wort. Als Filmtitel eines Weltraum-Abenteuers deutet es tiefgründige Begegnungen mit außerirdischen Lebensformen an. Doch wer danach sucht, ist bei Denis Villeneuves „Arrival“ besser aufgehoben. „Life“ entpuppt sich nach kurzer Zeit als lupenreiner Survival-Horror. Das erklärt die Skepsis, die Daniel Espinosas („Safe House“) Regiearbeit entgegengebracht wird, zumal den Besuchern der Pressevorführung für Rezensionen eine Veröffentlichungsbeschränkung bis wenige Tage vor Kinostart auferlegt wurde – derlei Embargos sind oft Hinweis darauf, dass der Verleih seinem eigenen Werk nicht traut. Wer sich jedoch an der simplen Prämisse einer Menschenjagd auf der Raumstation nicht stört, bekommt einen effektiven und konsequenten Schocker geboten, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Roy Adams bereitet sich auf einen …

Die Crew der internationalen Raumstation im Erdorbit bereitet sich auf einen heiklen Einsatz vor: Eine mit Proben vom Mars zurückkehrende Sonde ist ins Trudeln geraten, mit einem Greifarm soll sie eingefangen werden, bevor sie beim unkontrollierten Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Dazu muss Astronaut Roy Adams (Ryan Reynolds) einen Weltraumausflug unternehmen. Unter den besorgten Augen von Kommandantin Katerina Golovkin (Olga Dihovichnaya), der Medizinerin Dr. Miranda North (Rebecca Ferguson), dem einen Rekord für Weltraumaufenthalte anstrebenden David Jordan (Jake Gyllenhaal) und den anderen Crewmitgliedern gelingt Adams der Zugriff.

… gefährlichen Weltraumausflug vor

Die wichtigen Proben sind gerettet, werden an Bord der Raumstation geholt – und entpuppen sich als Sensation: Wissenschaftler Hugh Derry (Ariyon Bakare) entdeckt eine einzellige Lebensform – oder, Moment: Die Zellen fügen sich zusammen, es entsteht ein ganzer Organismus, der schnell fürs menschliche Auge sichtbar wird und entfernt an einen Seestern erinnert, dessen Zacken als Tentakeln fungieren. Auf der Erde wird die Nachricht weltweit zum Tagesgespräch, die Astronauten werden in Fernsehshows zugeschaltet. An Bord der Raumstation ist besonders Derry vor Begeisterung kaum zu halten, im sorgsam abgeschirmten Labor hegt er das „Calvin“ getaufte Wesen unter den neugierigen Augen der anderen. Schnell aber stellt es – nun größer als eine Hand – im Brutkasten sein Wachstum ein und verharrt in Regungslosigkeit. Nun will Derry es mit leichten Stromstößen stimulieren …

Unter den Augen der übrigen Crew …

An dieser Stelle verlässt „Life“ sein ruhiges Terrain einer friedlichen Begegnung zwischen Menschen und Marsianer. Über die außerirdische Lebensform erfahren die Astronauten zügig mehr, als ihnen lieb ist: Sie ist sehr anpassungsfähig, schnell, hochintelligent und damit enorm lernfähig – und tödlich. Erklärungen über die Anatomie und organische Zusammensetzung des Wesens, die die nun zur Schau gestellten Fähigkeiten möglich machen, werden den Zuschauern allerdings nicht geliefert. Vielleicht besser so, lieber Lücken als Logiklöcher.

… untersucht Hugh Derry die Lebensform vom Mars

Auch wenn ein paar Mal die Raumstation verlassen wird: Als Weltraum-Abenteuer ist „Gravity“ (2013) weitaus beeindruckender, dessen visuelle Kraft erreicht „Life“ nicht. Auch Ridley Scotts „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) sei als Referenz genannt, der Klassiker bleibt natürlich auf seinem Thron. Auf der Habenseite von „Life“ aber steht eine steil ansteigende Spannungskurve von dem Moment, als die Kreatur auf die Stromstöße reagiert. Bald begreifen die Astronauten, dass mehr auf dem Spiel steht als nur ihr Leben. Das ist rasant und packend inszeniert, sehr effektiv. Sicher keine Science-Fiction-Großtat, aber als Survival-Horrorschocker sehr gut konsumierbar. Auch mal ganz angenehm, solche Plots nicht nur als B-, C- oder Direct-to-Video-Ware zu sehen zu bekommen, sondern als Hochglanz-Hollywood-Produkt mit A-Besetzung. Wer das goutieren kann, wird anständig unterhalten.

David Jordan muss eine fatale Entscheidung treffen …

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Jake Gyllenhaal und/oder Ryan Reynolds sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

… und selbst ums Überleben kämpfen

Länge: 103 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Originaltitel: Life
USA 2017
Regie: Daniel Espinosa
Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick
Besetzung: Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds, Jake Gyllenhaal, Hiroyuki Sanada, Olga Dihovichnaya, Naoko Mori, Ariyon Bakare, Alexandre Nguyen, Camiel Warren-Taylor, Hiu Woong-Sin
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Copyright 2017 by Volker Schönenberger
Filmplakate & Fotos: © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

 

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Mission: Impossible – Rogue Nation: Schwindelerregende Action mit minimalistischem Finale

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Mission: Impossible – Rogue Nation

Von Simon Kyprianou

Actionthriller // Die Verbrecherorganisation „Syndikat“ unterwandert das IMF und entführt Ethan Hunt (Tom Cruise). Gleichzeitig gibt es politischen Ärger: CIA-Chef Hunley (Alec Baldwin) will die Impossible Missions Force (IMF) schließen lassen und lässt nach Hunt fahnden. Doch der kann sich mithilfe der MI-6-Doppelagentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) aus den Fängen des Syndikats befreien. Zurückkehren kann er nicht, da nach ihm gefahndet wird, also stellt er im Alleingang Nachforschungen an. Der Superagent findet heraus, dass das Syndikat unter Leitung von Solomon Lane (Sean Harris) für Dutzende Anschläge überall auf der Welt verantwortlich ist. Mit alten Freunden wie Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) geht er zum Angriff über.

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Seltener Anblick: Ethan Hunt in Gewahrsam

„Mission: Impossible – Rogue Nation“ war dieses Jahr schlicht der bessere Bond-Film, könnte man schelmisch behaupten. Schon mit dem von Brad Bird inszenierten Vorgänger „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ gelang der Reihe ja ein Höhenflug, auf dem dieser Teil mühelos weitergleitet. Christopher McQuarrie hat sich durch die Regie von „Jack Reacher“ (2012) – ebenfalls mit Tom Cruise – als kompetenter Action-Handwerker empfohlen und wird nach dem Erfolg von „Rogue Nation“ voraussichtlich auch den für 2017 angekündigten nächsten Teil der Reihe inszenieren.

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Ilsa Faust leistet dem Agenten Schützenhilfe

„Rogue Nation“ ist schlicht ein Genuss, ganz herrlich fotografiert vom großen Robert Elswit (Oscar für die Kamera von „There Will Be Blood“) und voller handwerklich beeindruckender Actionszenen. Eine komplexe und fantastische Sequenz beispielsweise inszeniert McQuarrie in der Wiener Staatsoper zur gewaltigen Arie „Nessun dorma“: Tom Cruise und Rebecca Ferguson kämpfen sich innerhalb des Operngebäudes zum alles entscheidenden Schlussakkord. Weitere Höhepunkt sind eine wahrlich schwindelerregende Motorrad-Verfolgungsjagd und ein ebenso schwindelerregender Taucheinsatz. Action kann McQuarrie einfach gut inszenieren und das zu großen Teilen auch handgemacht, darüber hinaus schwelgt er in seinen Schauplätzen und weiß das Potenzial von Tom Cruise genau zu nutzen.

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Wenn das mal nicht …

Das Finale ist dann im Gegensatz zum zuvor aufgefahrenen Krawall beinahe minimalistisch und entschleunigt, eine nächtliche Hatz durchs labyrinthische London, eine düstere Paranoia-Welt, ein eleganter Abschluss. „Rogue Nation“ ist ein Film, an dem alles stimmt, mit schlafwandlerischer Sicherheit inszeniert und punktgenau über die Bühne gebracht, wenn auch nicht ganz so schön wie Birds „Phantom Protokoll“.

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… eine unmögliche Mission ist

Veröffentlichung: 17. Dezember 2015 als Blu-ray und DVD, Blu-ray-Steelbook (exklusiv bei einem Online-Händler) sowie in „Mission: Impossible – Die 5-Movie-Collection“

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Tom Cruise, Simon Pegg und Jeremy Renner sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Länge: 132 Min. (Blu-ray), 127 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch u. a.
Untertitel: Deutsch, Englisch u. a.
Originaltitel: Mission: Impossible – Rogue Nation
USA 2015
Regie: Christopher McQuarrie
Drehbuch: Christopher McQuarrie
Besetzung: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Ving Rhames, Sean Harris, Simon McBurney, Jingchu Zhang, Tom Hollander, Alec Baldwin, Jens Hultén
Zusatzmaterial: Audiokommentare von Tom Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie, Der Zünder ist scharf, Cruise Control, Helden …, Reiseflughöhe, Mission: Versenken, Das Auto, Die Mission geht weiter
Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Copyright 2015 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshots: © 2015 Paramount Home Entertainment

 

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