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Prison – Rückkehr aus der Hölle: Damals auf dem elektrischen Stuhl

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Prison – Rückkehr aus der Hölle

Von Volker Schönenberger

Horror // 20 Jahre nach seiner Schließung wird das Wyoming State Penitentiary in der Nähe von Rawlins erneut geöffnet und seiner Bestimmung zugeführt. Knastreformen haben beim Gouverneur im Wahlkampf keine Priorität, da muss eben so ein alter Schuppen die überquellenden Gefängnisse entlasten .Zum Direktor wird der harte Hund Eaton Sharpe (Lane Smith) berufen – er hatte als junger Gefängniswärter in eben dieser Einrichtung noch eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl miterlebt. Die Gefängnisreformerin Katherine Walker (Chelsea Field) will die Zustände in dem Knast abmildern, ihr Einfluss auf Sharpe ist aber begrenzt. Unter den neuen Insassen befindet sich auch der junge Autodieb Burke (Viggo Mortensen). Bald kommt es zu unerklärlichen Vorkommnissen – und ersten Toten.

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Insasse Burke …

Ein Knast als Spukhaus – das ist schon mal nicht schlecht. Ganz löst „Prison – Rückkehr aus der Hölle“ das Versprechen nicht ein, das uns das herrlich schaurige Covermotiv verspricht, aber ein paar originelle und drastische Todessequenzen bekommen wir doch geboten. Das ist mit viel Action angereichert, die mit elektrischen Entladungen und Funkenflug einhergeht – immerhin war der Auslöser des späteren Spuks besagte Hinrichtung vor Schließung des Knasts.

Ein kleiner Twist geht immer

Ein mit Burke und der Hinrichtung zusammenhängender Twist wird nicht so recht erklärt – darüber hätte ich gern mehr erfahren. Die übliche Knastfolklore ist zu beobachten, nichts Neues aus der Richtung, aber auch kein Ärgernis.

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… riskiert für einen Mithäftling sein Leben

1988 bei uns in gekürzter Fassung auf VHS erschienen und schnell indiziert, wurde „Prison – Rückkehr aus der Hölle“ 25 Jahre später nach Neuprüfung vom Index genommen. Im selben Jahr – 2013 – erschien auch eine ungekürzte DVD, nun ist der Film erstmals auf Blu-ray erhältlich: im Mediabook von Koch Films inklusive zweier DVDs, einer mit dem Film, einer mit dem Zusatzmaterial. Ob genug Horrorfans auf den 80er-Film gewartet haben, die willens sind, sich das Mediabook zuzulegen? Eine herkömmliche Amaray-Case-Verpackung zum günstigeren Preis hätte es auch getan. Einigen wir uns darauf, dass die Veröffentlichung eine Lücke schließt und allein schon deshalb gerechtfertigt ist. Die Bildqualität ist ganz anständig, besonderen Aufwand hat man beim HD-Transfer aber nicht betrieben.

Mit dem jungen Viggo Mortensen

Zwei Personalien sind bemerkenswert: Da ist zum einen der spätere „Der Herr der Ringe“-Weltstar Viggo Mortensen, jung und mit cooler Grease-Frisur in seiner ersten Hauptrolle. Zum anderen lohnt ein Blick auf den Regiestuhl: „Prison – Rückkehr aus der Hölle“ markiert das Hollywood-Debüt des Finnen Renny Harlin („Deep Blue Sea“). Ein Jahr später inszenierte er mit „Nightmare on Elm Street 4“ einen weiteren Horrorfilm, um 1990 mit „Stirb langsam 2“ durchzustarten. Nach u. a. „Cliffhanger – Nur die Starken überleben“ versetzte der Freibeuter-Flop „Die Piratenbraut“ seiner Karriere 1995 allerdings einen gewissen Knick.

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Knastdirektor Sharpe hat Angst

„Prison – Rückkehr aus der Hölle“ zeigt bereits Harlins Faible für Action. Muss nicht in jedem Horrorregal stehen, taugt aber für einen unterhaltsamen Retro-Horror-Abend. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Viggo Mortensen sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

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Etwas will Rache

Veröffentlichung: 25. Februar 2016 als Mediabook (1 Blu-ray, 2 DVDs)

Länge: 103 Min. (Blu-ray), 99 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Prison – Rückkehr aus der Hölle
USA 1987
Regie: Renny Harlin
Drehbuch: C. Courtney Joyner
Besetzung: Lane Smith, Viggo Mortensen, Chelsea Field, Lincoln Kilpatrick, Tom Everett, Ivan Kane, André De Shields, Tommy „Tiny“ Lister, Stephen E. Little, Larry Flash Jenkins, Arlen Dean Snyder
Zusatzmaterial (auf der Bonus-DVD): Audiokommentar mit Regisseur Renny Harlin, Making-of (38 Min.), Interview mit Renny Harlin (48 Min.), zwei „Wild Force“-Musikvideos von Renny Harlin, Grußwort von Viggo Mortensen, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, 16-seitiges Booklet mit einem Text von Christoph Huber
Vertrieb: Koch Films

Copyright 2016 by Volker Schönenberger
Fotos & Packshot: © 2016 Koch Films

 

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Deep Blue Sea – Der Hai ist schlau (Ist er Fan vom HSV?)

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Deep Blue Sea

Von Volker Schönenberger

Horror-Action // Haifisch-Horror scheint in erster Linie aus zwei Gruppen zu bestehen: Da drängeln sich auf der einen Seite die ultratrashigen Billigstproduktionen vom Schlage „Sharknado“, „Hai Attack“ und dergleichen, auf der anderen Seite haben wir Meisterwerke wie Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ und – Moment: nichts sonst! Von den stark abfallenden Fortsetzungen des Klassikers abgesehen, thront „Der weiße Hai“ einsam auf seiner Seite und grinst spöttisch und vielzahnig zum Trash herüber.

Okay, in der Mitte finden sich einigermaßen packende Horrorthriller wie „Open Water“, „The Reef – Schwimm um dein Leben“ und der actionlastige „Deep Blue Sea“ von 1999. Das war’s dann aber auch.

Mit Haifischhirnen pfuscht man nicht herum

Ein Heilmittel gegen Alzheimer in den Gehirnen von Makohaien zu finden – das ist das Ziel der kleinen Gruppe in der Forschungsstation Aquatica mitten im Ozean. Weil das Budget knapp bemessen ist, haben die Leiterin Dr. Susan McCallister (Saffron Burrows) und ihr Mitarbeiter Jim Whitlock (Stellan Skarsgård) ohne das Wissen der anderen einfach ein paar Forschungsschritte übersprungen. Folge: Die Intelligenz der in Gefangenschaft gehaltenen Biester hat rapide zugenommen.

Der Hai auf dem Weg an die Spitze der Nahrungskette

Ausgerechnet an dem Wochenende, an dem sich Geldgeber Russell Franklin (Samuel L. Jackson) zu einem Besuch angesagt hat, bricht ein Sturm über Aquatica herein. Ein tragischer Unfall mit einem der Haie lässt das Chaos hereinbrechen. Bald sind die Teammitglieder in der Station gefangen. Und die Haie sind nicht nur clever, sondern auch hungrig – sehr hungrig. Der besonnene Taucher Carter Blake (Thomas Jane) übernimmt bald die Führung.

Anspruch: Action!

Die Verantwortung des Forschers und der Wissenschaft – daraus hätte man einen intelligenten Science-Fiction-Thriller machen können. Regisseur Renny Harlin („Stirb langsam 2“, „Tödliche Weihnachten“) macht daraus glücklicherweise lediglich das, was er kann: Action! „Deep Blue Sea“ nutzt die wissenschaftliche Prämisse für einen stellenweise klaustrophobischen, dafür immer nassen Horrortrip, der randvoll ist mit knackiger Action. Für ein paar erholsame Momente zum Zurücklehnen ist Rapper LL Cool J als Teamkoch Preacher zuständig. All das mag anspruchslos sein, aber einen Anspruch hat der Film immerhin: über eindreiviertel Stunden rasant zu unterhalten – und das gelingt vorzüglich.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Saffron Burrows und Aida Turturro haben wir in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Samuel L. Jackson, Thomas Jane, Michael Rapaport und Stellan Skarsgård unter Schauspieler.

Veröffentlichung: 20. August 2010 als Blu-ray, 6. August 2001 als DVD

Länge: 105 Min. (Blu-ray), 101 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch u. a.
Originaltitel: Deep Blue Sea
USA/AUS 1999
Regie: Renny Harlin
Drehbuch: Duncan Kennedy, Donna Powers, Wayne Powers
Besetzung: Thomas Jane, Saffron Burrows, Samuel L. Jackson, LL Cool J, Stellan Skarsgård, Michael Rapaport, Jacqueline McKenzie, Aida Turturro, Cristos
Zusatzmaterial: Audiokommentar von Regisseur Renny Harlin und Darsteller Samuel L. Jackson, Dokumentation: Wenn Haie angreifen, Making-of: Die Haie der Tiefsee, nicht verwendete Szenen (mit zuschaltbarem Audiokommentar von Renny Harlin)
Label/Vertrieb: Warner Home Video

Copyright 2015 by Volker Schönenberger
Packshot: © 2010 Warner Home Video

 

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