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Der Mitternachtsmann – Bearbeitung einer Männlichkeitskrise

The Midnight Man

Von Lucas Gröning

Krimidrama // Der auf Bewährung freigelassene Ex-Polizist Jim Slade (Lancaster) nimmt einen neuen Job als Nachtwächter an einem College an. Eigentlich ein ruhiger Job, so erscheint es dem ehemaligen Gesetzeshüter, doch bereits in seiner ersten Nacht bricht jemand in eines der Campusgebäude ein und entwendet wichtige Aufnahmen der dortigen Universitätspsychatrie. Ein paar Nächte später folgt der nächste Schock: Eine junge Frau, ausgerechnet die Tochter des dort ansässigen Senators, findet sich tot in einem der Gebäude. Es beginnen unruhige Zeiten, der Mordfall überfordert die ansässige Polizei. Nun liegt es ausgerechnet am in den Rang eines Nachtwächters degradierten Ex-Cop, der Sache auf den Grund zu gehen.

Das ist die Ausgangslage in Roland Kibbees und Burt Lancasters Film „Der Mitternachtsmann“ von 1974. Beide schrieben darüber hinaus das Drehbuch, dessen Geschichte auf dem Roman „The Midnight Lady and the Mourning Man“ von David Anthony aus dem Jahr 1969 basiert. Lancasters Verkörperung des Ex-Cops gehört zu seinen weniger bekannten Rollen, kennt man ihn doch eher auch aus Filmen wie „Verdammt in alle Ewigkeit“ (1953), „Der Leopard“ (1963) und „Elmer Gantry“ (1960), für den er 1960 den Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen konnte. Roland Kibbee wiederum kennt man vor allem für seine Arbeit als Drehbuchautor für Fernsehserien, etwa „Barney Miller“ (1974–1982), „Columbo“ (1973–1975) und „The Bob Newhart Show“ (1961–1962). „Der Mitternachtsmann“ stellt seine einzige Langfilm-Regiearbeit dar, zuvor hatte er auch nur ein einziges Mal bei einer Serienepisode Regie geführt. Man kann es bereits vorweg anführen: Die Zusammenarbeit einer über die gesamte Karriere vor allem als Schauspieler tätigen Filmikone und eines Drehbuchautors für Fernsehserien sorgt nicht unbedingt dafür, dass am Ende ein brillanter Film herauskommt. Für Lancaster war es nach „Der Mann aus Kentucky“ (1955) seine zweite und letzte offizielle Regiearbeit – die IMDb gibt ihn für „Weißer Herrscher über Tonga“ von 1954 als Ko-Regisseur „uncredited“ an, sein tatsächlicher Anteil an der Regie des Pazifik-Abenteuers bleibt aber offen.

Film oder Fernsehserie?

So oder so finden sich in „Der Mitternachtsmann“ einige interessante Aspekte, die es zu analysieren gilt. Kommen wir zunächst zur Ästhetik des Films, die sich in gewisser Weise extrem ambivalent verhält und das sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Zum einen werden uns zum Teil wunderschön komponierte Bilder präsentiert, die sowohl hinsichtlich der Aufteilung ihrer Objekte als auch was die Ausleuchtung mit ganz verschiedenen Farben, beispielsweise dem roten Licht in einer Diskothek, angeht, durchaus zu beeindrucken wissen. Auch eine toll eingesetzte Plansequenz in Kombination mit einem inneren Monolog gehört zu den besten technischen Umsetzungen des Werkes. In diesen Momenten merkt man dem Film Burt Lancasters große Kinoerfahrung aus der Zusammenarbeit mit etlichen Regisseuren an. Durch den ganzen Film ziehen sich diese tollen Bilder jedoch nicht, denn es ist neben Lancasters Einfluss auch noch derjenige der anderen Person zu erkennen, die auf dem Regiestuhl Platz genommen hat.

Die zum Teil recht innovativen und ästhetisch wertvollen Bilder wechseln sich nämlich mit recht innovationslosen und einfach gehaltenen Eindrücken ab. Dies wird besonders in den Dialogen ersichtlich, wenn sich die Kamera oftmals keiner weiteren Mittel bedienen kann als dem klassischen Schuss-Gegenschuss-Verfahren. Hier wird auch keine weitere Ebene aufgemacht, indem man die Personen zum Beispiel aus verschiedenen Winkeln von oben oder unten filmt, um beispielsweise die Überlegen- oder Unterlegenheit eines Charakters gegenüber einem anderen zu suggerieren. Stets zeigt die Kamera hier ein Aufeinandertreffen von Personen auf Augenhöhe, obwohl das, was uns die Geschichte über diese erzählt, oftmals etwas ganz anderes vermuten lässt. Das mag auch damit zu tun haben, dass Kameramann Jack Priestley mit wenigen Ausnahmen ausschließlich fürs Fernsehen tätig war. So wechseln sich hier lediglich vor allem halbnahe Aufnahmen und Close-ups ab, je nachdem, ob man den Dialogen noch einen Schuss Emotionalität hinzufügen will. Dialoge sind hier ein gutes Stichwort, denn diese dienen in „Der Mitternachtsmann“ anscheinend an vielen Stellen in erster Linie zur Streckung, nämlich dann, wenn die sprechenden Personen sich über Nichtigkeiten und Aspekte austauschen, die in keinem Bezug zur Handlung stehen. Darüber hinaus fällt auch die in vielen Szenen merkwürdige, etwas jazzige Popmusik auf, die sich mit eher bluesigen Tönen in ruhigen Momenten abwechselt. Die Kombination aus der nur begrenzt kreativ eingesetzten Kamera, den zum Teil belanglosen Dialogen und dieser Form der Musiknutzung erinnert frappierend an Fernsehserien der 70er- und 80er-Jahre wie eben zum Beispiel „Columbo“. Hier ist ein deutlicher Einfluss von Regisseur Roland Kibbee zu spüren, auch wenn dieser für das finale Ergebnis sicherlich nicht allein verantwortlich gemacht werden sollte.

Das Wiedererlangen der Männlichkeit

Nun, da wir die formalen Aspekte des Films, zumindest im Ansatz, analysiert haben, soll es um das dominierende Motiv von Lancasters und Kibbees Werk gehen. Hierbei fällt auf, dass „Der Mitternachtsmann“ ein enorm subjektiver Film ist, in dem uns nur in Ausnahmefällen Szenen gezeigt werden, in denen wir nicht der Hauptfigur des College-Nachtwächters Slade folgen. Ansonsten dreht sich das Krimidrama ausschließlich um den Protagonisten, wir haben es geradezu mit einem Psychogramm des Ex-Cops zu tun. Dabei ist es zunächst wichtig zu erfahren, warum Slade überhaupt im Gefängnis war. Begründet wird dies damit, Slade habe in einem Anfall von Eifersucht den Liebhaber seiner Frau erschossen, wofür er zu einem nicht näher bezifferten Aufenthalt im Gefängnis verurteilt wurde.

Der zweite wichtige Punkt ist generell der Job des Nachtwächters, der dem eines Polizisten ideell zwar recht nahe kommt, in dem sich jedoch nicht die Befugnisse und das gesellschaftliche Ansehen eines Polizisten vereinen. Dies wird besonders deutlich in Szenen, in denen Slade auf höhergestellte Menschen wie seine Bewährungshelferin und sein gleichzeitiges Love-Interest Linda (Susan Clark) oder auf andere Polizisten und in besonderer Weise dann auf den Senator und Vater des Mordopfers, Clayborne (Morgan Woodward), trifft. Hinzu kommt eine entscheidende Äußerung Slades. In einer Szene des Beisammenseins fragt Linda den Ex-Polizisten, warum er denn überhaupt Polizist werden wollte. Slade verweist auf den Berufsweg seines Vaters, der ebenfalls als Gesetzeshüter für den Staat tätig war. Das gewünschte Schicksal Slades orientiert sich also an dem seines Vaters, während ein Verfolgen eigener, davon losgelöster Motivationen keine Option darstellt. Wir haben es hier in gewisser Weise mit einer Form von ödipalem Konflikt zu tun, in dem es darum geht, den eigenen Vater stolz zu machen um so dessen Anerkennung zu gewinnen. Der Faktor, dass Slade nun nicht mehr als Polizist arbeitet, sondern lediglich den Job eines Nachtwächters ausführt, stellt hier im Freudschen Sinne die Kastration dar, genauso wie die sich im Seitensprung offenbarende sexuelle Unzufriedenheit seiner Ex-Frau. Das Lösen des Falles um das ermordete Mädchen drückt hierbei eine symbolische Rückkehr in den Beruf des Polizisten aus, in deren letzter Konsequenz sich die Rehabilitierung als Mann und somit die erneute Ausstattung mit dem Phallus vollenden soll.

Maskulinismus statt Feminismus

Dieses Motiv macht den Film als psychoanalytische Aufarbeitung einer Männlichkeitskrise durchaus interessant, wie er jedoch mit seinen Frauenfiguren umgeht, macht ihn allerdings rückschrittlich. Dies wird an der Darstellung der Bewährungshelferin Linda besonders ersichtlich. Diese wird von Slade in erster Linie als Objekt sexueller Begiere betrachtet, was dadurch sichtbar wird, dass er sie immer wieder danach fragt, ob sie einen Freund hat oder ob ein anderer Mann ihre Aufmerksamkeit erregt hat. Die Motivationen Lindas selbst spielen für ihn nur eine geringe Rolle und müssen seinen eigenen Interessen untergeordnet werden. Zwar werden grundsätzliche emotionale Ausfälle des Protagonisten gegenüber Linda, wie zum Beispiel eine Ohrfeige, vom Film durchaus kritisch betrachtet und auch als Aspekt seiner Hilflosigkeit durch den Verlust der eigenen Männlichkeit dargestellt, ein generelles Hinterfragen, eine Verschiebung oder eine Gleichsetzung der Machtverhältnisse findet hier jedoch nicht statt. Man könnte auch sagen, dass hier der Maskulinismus, also die natürliche Überlegenheit des Mannes gegenüber der Frau und das Zurückbesinnen des Mannes auf seine Männlichkeit propagiert werden und das feministische Strömungen beziehungsweise hier Lindas individuelle Interessen, in dieser Welt über keinen Platz verfügen. So ist der Film leider nur als psychologische Studie von Slade interessant, ohne am Ende den entscheidenden letzten Schritt zu gehen und auch das Verhältnis von Mann und Frau auf intelligente Weise zu bearbeiten.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Burt Lancaster haben wir in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 28. November 2019 als Blu-ray und DVD, 11. November 2010 als DVD

Länge: 119 Min. (Blu-ray), 112 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: The Midnight Man
USA 1974
Regie: Roland Kibbee, Burt Lancaster
Drehbuch: Roland Kibbee, Burt Lancaster, nach dem Roman „The Midnight Lady and the Mourning Man“ von David Anthony
Besetzung: Burt Lancaster, Susan Clark, Cameron Mitchell, Morgan Woodward, Harris Yulin, Robert Quarry, Joan Lorring, Lawrence Dopkin, Ed Lauter, Mills Watson, Charles Tyner, Catherine Bach
Zusatzmaterial: Kinotrailer, Bildergalerie
Label 2019: explosive media
Vertrieb 2019: Koch Films
Label/Vertrieb 2010: EuroVideo Medien GmbH

Copyright 2020 by Lucas Gröning

 
 

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Horror für Halloween (X): Gewinnspiel: 1 x Die sieben Pranken des Satans als Limited Collector’s Edition Mediabook

Verlosung

„Die sieben Pranken des Satans“ von 1971 gilt als Fortsetzung von „Junges Blut für Dracula“ (1970), stellt tatsächlich jedoch eher eine Neuverfilmung des Vorgängers dar. Wicked-Vision Media hat „The Return of Count Yorga“, so der Originaltitel, als deutsche Heimkino-Premiere veröffentlicht, wofür der Vampirfilm vom original MGM-Material abgetastet wurde. Das 2-Disc Limited Collector’s Edition Mediabook enthält den Film auf Blu-ray und DVD, hinzu kommt reichlich Bonusmaterial, darunter ein 24-seitiges Booklet. Ein Exemplar mit Cover B hat uns das Label zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerin oder des kommenden Gewinners!

Teilnahmebedingungen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 28. Oktober 2018, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf das Mediabook. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnerin oder den Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie oder ihn auch per E-Mail benachrichtigen.

Trommelwirbel! Dieses schöne Mediabook geht noch heute raus an – Dirk Busch. Glückwunsch! Du wirst nicht benachrichtigt, da ich deine Anschrift noch habe.

Die Rezension von „Die sieben Pranken des Satans“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

 

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Horror für Halloween (II): Die sieben Pranken des Satans – Graf Yorga kehrt zurück

The Return of Count Yorga

Von Volker Schönenberger

Horror // Auf dem Gelände eines kalifornischen Waisenhauses unterhalten sich Pastor Westwood (Tom Toner) und die Lehrerin Cynthia Nelson (Mariette Hartley) über den sanften, kaum hörbaren Wind, der gerade weht. Es ist der „Wind des Todes“, der Unheil verkündet (im Original sind es die „Santa Ana Winds“). Der Waisenjunge Tommy läuft derzeit mit seinem Ball umher und gelangt zum benachbarten Friedhof. Dort erheben sich aber gerade ein paar Vampirfrauen aus ihren Gräbern. Ein gewisser Graf Yorga (Robert Quarry) ist auch nicht weit …

Graf Yorga beim Kostümball – aber ohne Kostüm

Im Gegensatz zum mit falschem deutschem Titel in die Irre führenden Vorgänger „Junges Blut für Dracula“ taucht Graf Dracula in „Die 7 Pranken des Satans“ immerhin tatsächlich auf – wenn auch nur in Gestalt eines Gastes beim Kostümfest des Waisenhauses zu Beginn. Auch Graf Yorga mischt sich unter die Gäste, Cynthia weckt das besondere Interesse des bulgarischen Adligen.

Die Blutgier steht der Dame ins Gesicht geschrieben

Früh im Film kommt es zu einer ersten großen Vampirattacke auf ein Haus und dessen Bewohnerinnen und Bewohner, die intensiv und gruselig ausfällt. Anfangs weht nur der erwähnte Wind des Todes leise ums Haus, umso stimmungsvoller, da ohne musikalische Untermalung inszeniert. Doch dann bricht die erste Vampirin durchs Fenster, und aus den den Gesprächen der im Innern befindlichen Personen werden Schreie.

Mehr Remake als Sequel

Inszenierte Regisseur und Ko-Drehbuchautor Bob Kelljan „Junges Blut für Dracula“ noch mit mehr Exploitation-Elementen, geht es in „Die sieben Pranken des Satans“ erstaunlich züchtig und vergleichsweise blutarm zu – obwohl Yorga doch einige vampirische Gespielinnen um sich schart. Etwas mehr von beidem hätte nicht geschadet, das ändert aber nichts daran, dass die stilvolle Schauermär einen höheren Bekanntheitsgrad verdient hätte. „The Return of Count Yorga“, so der Originaltitel, ist allerdings weniger eine Fortsetzung als eine Neuverfilmung des Vorgängers.

Auch die Polizei kann wenig ausrichten

Graf Yorga und Robert Quarry haben nie zu Dracula und dessen Darstellern wie Bela Lugosi und Christopher Lee aufgeschlossen, was Mythos und Ruhm angeht. Bedauerlich, verkörpert Quarry seine Figur doch ebenfalls mit Eleganz und Schrecken. Die örtliche und zeitliche Platzierung der Handlung im Los Angeles der Entstehungszeit verleiht den beiden „Count Yorga“-Filmen Originalität. Der Aufbau dieses neuen Vampir-Franchises bewahrte die Produktionsfirma American International Pictures (AIP) nicht vor dem Niedergang, zum geplanten dritten Teil kam es nicht mehr.

Der bulgarische Blutsauger schlägt zu

Umso erfreulicher, dass es nun auch das Sequel „Die sieben Pranken des Satans“ erstmals in die deutschen Heimkinos geschafft hat, wobei anzuführen ist, dass ich vergeblich nach sieben teuflischen Tatzen gesucht habe. Wer Aufschluss über die Titel-Kreation fürs deutsche Kino geben kann, möge das bitte per Kommentar tun. Wicked-Vision Media hat auch diesmal viel Blut, Schweiß und Tränen ins Aufpolieren des Bildes gesteckt, das höchsten Ansprüchen genügt. Auch die beiden Tonspuren überzeugen qualitativ, wobei die deutsche Sprachfassung einen Hauch klarer daherkommt als die englische. In den deutschen Kinos lief der Film nur zensiert, weshalb die seinerzeit entfallenen Szenen nie synchronisiert wurden – sie sind in der deutschen Fassung dieser Veröffentlichung im Original belassen und deutsch untertitelt.

Die Jüngerinnen des Vampirs wirken etwas blutarm

Im ansprechend illustrierten Booklet des Mediabooks finden sich interessante Texte über AIP und die beiden „Count Yorga“-Filme. Zentrale Bestandteile des Bonusmaterials sind die beiden Audiokommentare, ein neu produzierter mit den Sprechern Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann, ein schon älterer mit Filmhistoriker Steve Haberman und Nebendarsteller Rudy De Luca, der einen Polizisten spielt. Ebenfalls enthalten ist die 17-minütige deutsche Super-8-Fassung des Films. Insgesamt eine vorbildliche Veröffentlichung, die jeder Vampirfilm-Sammlung gut zu Gesicht steht. Welche wenig bekannten Vampirfilme sollten ebenfalls mehr Verbreitung erfahren?

Veröffentlichung: 16. März 2018 als 2-Disc Limited Collector’s Edition (Blu-ray & DVD) im Mediabook (zwei Covermotive à 666 Exemplare) und Blu-ray (500 Exemplare)

Länge: 97 Min. (Blu-ray), 93 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Return of Count Yorga
USA 1971
Regie: Bob Kelljan
Drehbuch: Bob Kelljan, Yvonne Wilder
Besetzung: Robert Quarry, Mariette Hartley, Roger Perry, Yvonne Wilder, Tom Toner, Rudy De Luca, Philip Frame, George Macready, Walter Brooke, Edward Walsh, Craig T. Nelson, David Lampson, Karen Ericson
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann, Audiokommentar mit Steve Haberman und Darsteller Rudy De Luca, deutsche Super-8-Fassung (17:22), Radio-Spots, Originaltrailer, TV-Spot, Bildergalerien, nur Mediabook: 24-seitiges Booklet mit Texten von Dr. Rolf Giesen und David Renske
Label/Vertrieb: Wicked-Vision Media

Copyright 2018 by Volker Schönenberger

Fotos & Packshots: © 2018 Wicked-Vision Media

 
 

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