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Ein Gauner & Gentleman – Letzter Auftritt eines großen Charmeurs?

The Old Man & the Gun

Kinostart: 28. März 2019

Von Philipp Ludwig

Krimikomödie // Robert Redford kann auf eine wahrhaft imposante Karriere im Filmgeschäft zurückblicken. Seit seinem 1969 erfolgten Durchbruch als Sundance Kid im Western-Klassiker „Zwei Banditen“ („Butch Cassidy and the Sundance Kid“) verdiente er sich bis heute durch zahlreiche Leinwandauftritte einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis. Mit seinem guten Aussehen und seiner tollen Ausstrahlung weckte er dabei nicht nur allerlei Begehrlichkeiten – gerade die Rolle des großen Charmeurs (egal ob Outlaw oder Einzelgänger) scheint ihm bis heute wie auf den Leib geschrieben und zieht sich wie ein roter Faden durch seine persönliche Kinokarriere.

Witwe Jewel und Bankräuber Forrest: mehr als nur eine Zufallsbegegnung?

Doch nicht nur vor der Kamera gibt der mittlerweile 82-jährige Tausendsassa weiterhin eine gute Figur ab, auch als Regisseur und Produzent kann er zahlreiche filmische Erfolge für sich verbuchen. Die Krimikomödie „Ein Gauner & Gentleman“ soll nun seinen Abschied zumindest vor der Kamera bedeuten, wie er im Vorfeld der US-Premiere des Films im September 2018 selbst wiederholt ankündigte. Doch ob ein so mit der Kamera verbundener Filmbesessener wie Redford dieser tatsächlich entsagen kann? Er selbst hat zuletzt bereits durchklingen lassen, die Endgültigkeit seiner Entscheidung sei noch nicht in Stein gemeißelt.

Kann Jewel den alten Sturkopf und notorischen Gauner vom Räuber-Ruhestand überzeugen?

In seinem nun also vermeintlich letzten Leinwandauftritt verkörpert Redford den Bankräuber Forrest Tucker, den es wirklich gegeben hat und der im Film interessanterweise vor eine ähnliche Alters-Problematik gestellt wird – auch wenn sich dieser im Leben nicht durch seine Schauspielfertigkeiten ausgezeichnet hat, sondern eben durch seinen notorischen Hang zu Banküberfällen. Bereits als Jugendlicher fing Tucker mit der Räuberei an, und er kann sich auch bis ins hohe Alter hinein keine bessere Erfüllung eines Lebens nach seinem Verständnis von Freiheit vorstellen als den Kick, den er bei der Ausführung eines Überfalls und der anschließenden Flucht verspürt. Trotz zahlreicher damit verbundener Festnahmen und Inhaftierungen. Als talentierter Ausbruchskünstler hält ihn sowieso keine Gefängnismauer für lange Zeit auf. Glaubt man seinen abenteuerlichen Erzählungen, wohl noch nicht einmal das berüchtigte Alcatraz. Tuckers Markenzeichen: sein stets charmantes und freundliches Auftreten. Denn seine Waffe habe er noch niemals abfeuern müssen, wie er ebenso stolz zu betonen pflegt.

Senioren-Clique auf großer Raubtour

Zu Beginn der 1980er-Jahre begibt sich Forrest Tucker mit seiner vertrauten Gang aus ebenfalls betagten Räubern (großartig: Danny Glover und Grummelsänger Tom Waits) auf seinen bislang wohl größten Raubzug quer durch die USA. Während der anschließenden Flucht vor der Polizei trifft er nach einem der zahlreichen Überfälle auf die verwitwete Farmerin Jewel (Sissy Spacek). Rasch entwickeln sich aus dieser Zufallsbegegnung romantisch-freundschaftliche Gefühle zwischen den beiden einsamen Seelen. Und somit wird auch Tucker, ebenso wie sein prominenter Darsteller, mit der Frage konfrontiert, ob es nicht langsam doch Zeit für den wohlverdienten Ruhestand wäre. Aber kann der notorische Gauner wirklich einfach so mit seiner großen Leidenschaft aufhören und auf den Thrill eines Lebens auf der Flucht verzichten, der ihm so viel bedeutet?

Alles Gute zum 40. Geburtstag: Detective John Hunt wirkt müde

Ihm auf den Fersen ist der in Dallas ansässige Detective John Hunt (Casey Affleck). Der erkennt in der Reihe von im Grunde genommen recht harmlos erscheinenden Überfällen des vermeintlichen Gentleman-Räubers als Erster einen Zusammenhang. Die neue Herausforderung kommt ihm gerade recht, droht der frischgebackene 40-jährige doch unaufhaltsam in eine handfeste Midlife-Crisis zu schlittern. Bald steigt auch das öffentliche Interesse an der nicht enden wollenden Bankraubserie des Seniorentrios. Da Tuckers Raubzüge auch andere Behörden wie das FBI auf den Plan rufen, muss Hunt um seinen ihm zunehmend ans Herz gewachsenen Fall bangen. Doch nicht nur das: Er muss sich fragen, ob nicht auch er langsam, aber sicher dem Charme des alten Haudegens erliegt. Will er ihn wirklich schnappen oder stellt vielleicht die eigentliche Jagd selbst für ihn den Reiz dar? Ebenso wie für seinen Gegenpart Tucker die stete Flucht vor dem Gesetz.

Größtenteils nach wahren Begebenheiten

Die spannende Lebensgeschichte des Bankräubers und Ausbruchsexperten Forrest Tucker wurde erstmalig durch David Granns Artikel „The Old Man and the Gun“ im Magazin „The New Yorker“ 2003 einer größeren Öffentlichkeit präsentiert. Die Geschichte erweckte auch die Aufmerksamkeit des 1980 geborenen Filmemachers David Lowery. Auf loser Grundlage des Zeitungsartikels verfasste er nicht nur ein Drehbuch, er übernahm auch direkt den Regiestuhl bei der unter anderen von Redford mitproduzierten Kino-Adaption. Lowery selbst hat in seiner noch jungen Karriere als Filmemacher bereits zuvor mit diesem als Schauspieler in der Disney-Verfilmung „Elliot’s Drache“ (2016) sowie gleich zweimal mit Casey Affleck zusammengearbeitet – bei „The Saints – Sie kannten kein Gesetz“ (2013) und „A Ghost Story“ (2017).

Die „Altherrengang“ um Forrest hat auf ihrem Raubzug vor allem eins: eine Menge Spaß

Lowery passt seinen Forrest Tucker nicht nur alterstechnisch an Redford an, er verlagert die Geschichte von dessen großer Raubserie zudem ins Jahr 1981. Sein Werk spielt jedoch nicht nur Anfang der 1980er-Jahre, es könnte dank der Kameraarbeit mit dem fast schon ausgestorbenen Super-16-Verfahren und der damit einhergehenden Ästhetik der 1970er-Jahre ebenso gut selbst aus dieser Zeit stammen. Neben dem daher stets etwas grizzeligen und fast schon historisch anmutenden Bild ist dies auch der bedächtigen und etwas altbacken anmutenden Inszenierung zu verdanken. Herrlich entschleunigend lässt der Regisseur die Geschichte vor unseren Augen mit viel Gefühl und ganz gemächlich ihre Wirkung entfalten. Außer dem einnehmenden Charme nahezu sämtlicher Figuren vertraut er dabei vor allem auf eine gehörige Portion an intelligentem und feinfühligem Humor und Wortwitz. Durch die passende musikalische Untermalung, die sich größtenteils als Jazz-artige Fahrstuhlmusik bezeichnen lässt, macht sich hier ein rundherum wohliges Gefühl längst vergangener filmischer wie gesellschaftlicher Tage breit. Gerade Filmnostalgikerinnen und -nostalgiker dürften ihre helle Freude an dieser durchweg sympathischen Gaunergeschichte haben.

Oscar-gekröntes Trio begeistert

Neben der angenehm unaufgeregten Art der Inszenierung sind es vor allem die vielen liebenswürdigen und toll ausgearbeiteten Figuren, die Lowerys Bankräuber-Komödie mit dem nötigen Leben füllen. Einerseits eine Leistung des Regisseurs und Drehbuchautors in Personalunion, andererseits durch die überzeugenden Darstellungen der beeindruckenden Riege an Schauspielschwergewichten bedingt. Die zudem mit einer Menge Oscar-Glanz ausgestattet sind. Zusätzlich zu dem bereits zweifach preisgekrönten Redford (der außer seinem Regie-Oscar 1981 für „Eine ganz normale Familie“ im Jahr 2002 auch einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhielt), haben sowohl Sissy Spacek (ebenfalls 1981 ausgezeichnet als beste Hauptdarstellerin in „Nashville Lady“) als auch Casey Affleck (2017 ausgezeichnet als bester Hauptdarsteller in „Manchester by the Sea“) einen der begehrten Goldjungen in der Vitrine stehen.

Neuer Fall, neuer Elan – der Detective führt nach langer Zeit mal wieder seine Frau Maureen aus

Spacek gelingt es auf beeindruckende Weise, ausgestattet mit viel Alterscharme und einer durchweg liebevollen Ausstrahlung, die aufkommenden Gefühle zwischen ihr und Forrest sowie deren inniger werdende Beziehung mit viel Wärme zur Geltung zu bringen. Ebenso nimmt man ihr glaubhaft ihre Rolle als einzige Person ab, der zuzutrauen ist, den alten Sturkopf von seinem Weg abzubringen. Wohingegen es mit Casey Affleck wohl kaum eine bessere Besetzung für den vom Leben zunehmend gelangweilten John Hunt geben dürfte. Der Detective ist zwar voll der Liebe für seine kleine Familie, aufgrund seines 40. Geburtstages aber auch von einer tiefen Lebens- und Sinnkrise bedroht. Und fortan zunächst offenbar kaum imstande, beim Sprechen seine Zähne vernünftig auseinanderzubekommen sowie überhaupt noch halbwegs wach auf den Beinen zu bleiben. Nur gut, dass die Senioren-Bankräuber ihm wieder ein Ziel und somit neuen Elan verleihen.

Hommage an einen Großen seiner Zunft

Doch so gut „Ein Gauner & Gentleman“ bis in die kleinste Nebenrolle hinein besetzt sein mag – über allem thront wie selbstverständlich der alte Haudegen Robert Redford. Einfach beeindruckend dessen schier unglaubliche Leinwandpräsenz, schafft er es doch mit seinem beinahe jungenhaften Charme, die Leinwand zu erfüllen und den Film zu jeder Sekunde seines Auftretens allein zu tragen. Ein Zucken der Mundwinkel, ein leichtes Anheben der Augenlider oder sein gewinnendes Lächeln reichen dafür vollkommen aus. Phänomenal, wie man mit mitunter so wenig Aufwand so viel Wirkung erzeugen kann. Der endgültige Beweis, so es bei Redford denn noch eines bedurft hätte, dass man es hier tatsächlich mit einer wahren Schauspielgröße zu tun hat.

Durch das von Redford selbst im Vorfeld kolportierte Karriereende hat der Film ja bereits eine gewisse Sonderstellung eingenommen. Passend dazu nimmt „Ein Gauner & Gentleman“ mitunter sogar die Funktion einer Hommage an Redford ein, verkörpert dieser doch eine Figur, die als eine Kreuzung der prägendsten Figuren seiner langen Karriere durchgeht. Wenn dieser dann auch noch einer perplexen Jewel von seiner spannenden Lebensgeschichte erzählt und dies mit einer Montage aus alten Filmszenen Redfords in jungen Jahren sowie seiner weiteren Laufbahn unterlegt wird, so kann es einem schon vorkommen, als verneige sich Regisseur Lowery auf diese Weise filmisch vor seinem Hauptdarsteller. Die Grenzen zwischen Illusion und Wirklichkeit verschwimmen in dieser Szene auf eindrucksvolle Weise und man fragt sich in diesem Moment: Geht es gerade um Forrest Tucker oder um Robert Redford?

Kommt Forrest auf seine alten Tage tatsächlich ins Grübeln?

Einzig die Mär vom „guten“ Verbrecher ist es, die mich bei diesem eigentlich rundum gelungenen filmischen Werk zumindest etwas zum kritischen Nachdenken bringt. Denn ich denke, jeder der selbst einmal im Einzelhandel tätig war oder andere, mit der Öffentlichkeit in Kontakt stehende Berufe ausübt, kennt die Angst, eventuell einmal überfallen beziehungsweise Opfer einer Gewalttat zu werden. Ob das dann ein netter oder weniger netter Mensch sein sollte – ein traumatisches Erlebnis stellt so etwas für die Betroffenen wohl immer dar. Auch wenn natürlich ein höflicher und gewaltfreier Räuber in so einem Fall immer noch zu bevorzugen ist. Ich komme dennoch nicht umhin, mit den Opfern auch der sogenannten Gentleman-Räuber mitzufühlen und somit hier bei dieser Thematik stets ein wenig meine inneren Alarmsensoren hochzufahren. Dankenswerterweise scheint sich auch Lowery dieser Verantwortung zumindest etwas bewusst zu sein, lässt er doch wenigstens in zwei Fällen in der Reihe der ansonsten durchweg vom Charme Tuckers eingenommenen Opfer Menschen auftreten, die mit den von ihnen gemachten Erfahrungen durchaus zu kämpfen haben. Und auch besagtem Räuber-Charmeur Forrest in einem Fall schamvoll anerkennen lassen müssen, dass das, was er tut, nicht wirklich richtig ist und auch immer andere Menschen durch sein Handeln betroffen sind. Egal wie nett er dabei auch zu sein scheint.

Sympathisches Räuber-und-Gendarm-Spiel

Dies soll dann aber auch tatsächlich der einzige Punkt sein, bei dem ich überhaupt mal ernsthaft zur Kritik ansetze. Auch wenn „Ein Gauner & Gentleman“ durch die durchweg sympathischen und liebenswürdigen Figuren beinahe schon etwas naiv wirkt, so sind es gerade diese liebevollen Figuren, die zu jeder Sekunde den besonderen Charme des Films ausmachen. Zusammen mit der bedächtigen und altmodischen Inszenierung sowie dem tollen Witz entsteht ein wunderbarer filmischer Entschleuniger, der einem für gut anderthalb Stunden auf unterhaltsame und ansehnliche Weise Ausflucht aus dem hektischen Trubel unserer auf Geschwindigkeit und Schnelllebigkeit getrimmten Zeit bietet. Für mich persönlich hat Lowerys Film auf jeden Fall direkt den Status einer kleinen Filmperle erlangt, die Krimikomödie wirkt aufgrund ihres filmhistorisch anmutenden Stils bereits jetzt schon selbst fast wie eine Art Klassiker. Absolut empfehlenswert.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Casey Affleck und Robert Redford sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Aber ob der leidenschaftliche Gauner jemals auf seine bevorzugte Lebensweise verzichten kann?

Länge: 94 Min.
Altersfreigabe: FSK 6
Originaltitel: The Old Man & the Gun
USA 2018
Regie: David Lowery
Drehbuch: David Lowery, basierend auf dem Zeitschriftenartikel „The Old Man and the Gun“ von David Grann in „The New Yorker“ (2003)
Besetzung: Robert Redford, Casey Affleck, Sissy Spacek, Tom Waits, Danny Glover, Tika Sumpter, Elisabeth Moss, Keith Carradine, John David Washington
Verleih: DCM Film Distribution GmbH

Copyright 2019 by Philipp Ludwig

Filmplakat & Trailer: © 2018 DCM, Szenenfotos: © 2018 Eric Zachanowich, DCM

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Die drei Tage des Condor – Paranoia-Kino für Verschwörungsfans

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Three Days of the Condor

Von Simon Kyprianou

Thriller // Joe Turner (Robert Redford) hat einen wunderlichen Beruf: Er liest Crime-Literatur für die CIA, um mögliche Mordmethoden zu studieren und zu katalogisieren. Eigentlich ein ruhiger Bürojob in einer als American Literary Historical Society getarnten Außenstelle des Geheimdienstes – ganz so, wie Turner es haben will.

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Turner (r.) trifft den Killer

Doch als der Schreibtisch-Agent eines Tages von der Mittagspause zurückkommt, findet er seine Kollegen allesamt ermordet vor. Auch Turner steht auf der Abschussliste des Killers (Max von Sydow). Bald findet er heraus, dass die CIA selbst in dem Komplott eine Rolle spielt. Auf seiner Flucht trifft Turner auf Kathy Hale (Faye Dunaway), mit deren Hilfe er zum Angriff gegen die Verschwörer übergeht.

Zuschauer und Hauptfigur bleiben ahnungslos

„Die drei Tage des Condor“ ist voll und ganz Paranoia-Kino der 70er-Jahre: Bei aller Präzision und Detailfreude werden doch weder die Handlung noch die Figuren wirklich ausbuchstabiert. Viele Details werden zwar gezeigt, später aber nicht mehr aufgegriffen, über viele Handlungsstränge und Motivationen bleibt man im Ungewissen. Damit bindet uns der Film an seine Hauptfigur, die ebenso ahnungslos und naiv in die Machenschaften der Geheimdienste stolpert, dessen Teil sie ironischerweise ja selbst ist – ein unwissendes kleines, aber funktionierendes Rädchen in der großen Allmachts-Maschinerie.

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Kathy hilft dem Agenten

Nach und nach schürt der Agententhriller Misstrauen gegen diesen „Staat im Staat“, dessen eskalierende Allmachtsfantasien immer schwerer zu verschleiern sind. Sydney Pollack erzählt langsam und ausgiebig, lässt sich viel Zeit, um seinen Thriller bedächtig aufzubauen und die Figuren bei der Eskalation der Geschehnisse genau zu beobachten – manchmal auch mit feiner Ironie. Besonders die behutsam gezeichnete, wunderlich fragile Beziehung zwischen Redfords und Dunaways Figur bleibt mysteriös und ist gerade darum so interessant.

Max von Sydow als eiskalter Auftragskiller

Der Regisseur und sein Star arbeiteten ja mehrfach zusammen, so in „Der elektrische Reiter“ (1979), „Jenseits von Afrika“ (1985) und „Havanna (1990). Redford wird von Pollack ganz wunderbar inszeniert: Zuerst stolpert er mit herrlicher Tumbheit, später marschiert er mit trotziger Entschlossenheit durch den Thriller. Sein aufgekratzter Charakter wird dabei perfekt von der mysteriösen und passiven Faye Dunaway ausbalanciert. Als eiskalter Auftragskiller sorgt der große Max von Sydow für so manche Gänsehaut. Das Ende ist konsequent offen – keine Frage wird beantwortet, es gibt keine Sicherheiten, die Paranoia kennt kein Ende.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von und/oder mit Robert Redford sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Veröffentlichung: 25. April 2014 als Blu-ray, 16. September 2010 als Digibook-DVD in der Arthaus Collection Literatur, 18. September 2009 als Digibook-Blu-ray in der Studiocanal Collection, 27. Februar 2001 als DVD

Länge: 117 Min. (Blu-ray), 112 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
Originaltitel: Three Days of the Condor
USA 1975
Regie: Sydney Pollack
Drehbuch: Lorenzo Semple Jr., David Rayfiel, nach einem Roman von James Grady
Besetzung: Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson, Max von Sydow, John Houseman, Tina Chen
Zusatzmaterial: Etwas über Sydney Pollack, Mehr über den Condor, CIA: Geheimkrieg‚ Undercover Operations – Eine Episode der Serie von William Karel, Audiokommentar von Sydney Pollack, Trailer, Wendecover
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

Copyright 2014 by Simon Kyprianou
Fotos & Packshots: © 2014 Studiocanal Home Entertainment

 

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The Return of the First Avenger – Die Hydra hat immer noch einige Köpfe zu viel

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Captain America – The Winter Soldier

Gastrezension von Florian Schneider

Fantasy-Action // Die Fortsetzung der Comic-Saga um den Supersoldaten Steve Rogers (Chris Evans) alias Captain America wurde zum Kinostart in diesem Blog bereits ausführlich besprochen, weshalb an dieser Stelle auf eine Inhaltsangabe verzichtet wird. Vielmehr sollen hier einige Worte über das glorreiche Kino-Franchise- Projekt Marvel Cinematic Universe verloren werden.

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Captain America und Natasha Romanoff aka Black Widow arbeiten gemeinsam für S.H.I.E.L.D.

Anfang des neuen Jahrtausends rang sich die legendäre Comicschiede Marvel dazu durch, nicht mehr einfach nur Lizenzen für ihre Storys und Superhelden an diverse Produktionsfirmen zu verhökern, um dann dabei zuzusehen, wie entweder ordentlich Reibach gemacht wurde („Spider-Man“) oder grandiose Flops entstanden („Daredevil“, „Elektra“); vielmehr beschlossen die Entscheider bei Marvel, über das Marvel Cinematic Universe eine eigenständige Vision von filmischen Superhelden-Adaptionen zu realisieren, ja, einen regelrechten Superheldenkosmos rund um „The Avengers“ und S.H.I.E.L.D. auszubilden. Da konnte man durchaus von einer gewissen Risikobereitschaft sprechen – das Filmgeschäft ist schließlich teuer und Kassenerfolge sind nicht planbar.

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Captain America muss sich einer Armee aus Verschwörern erwehren

Zum Glück für Marvel und die Fans war bereits die erste Eigenproduktion, „Iron Man“ 2008 ein enormer Erfolg. Die Erfolgsgeschichte ist bis heute ungebrochen (momentan räumen die „Guardians of the Galaxy“ an den Kinokassen ab), weshalb sich Comicfreunde zu Recht auf eine weitere Ausdehnung des marvelschen Superheldenkosmos freuen dürfen.

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Es ist keine gute Idee, sich dem Captain in den Weg zu stellen

So gesehen ist „The Return of the First Avenger“ lediglich ein kleines Puzzlestück in einer noch lange nicht zu Ende erzählten Geschichte. Womöglich wird auch 2015 mit „Avengers – Age of Ultron“ nicht das letzte Wort gesprochen werden. Doch dass die einzelnen Filmteile auch für sich selbst funktionieren müssen (und jeder für sich seine Kosten wieder einspielen muss), versteht sich von selbst – es ist eine Mission, die Captain America (Chris Evans) auch in seinem zweiten Solo-Auftritt in diesem Jahrzehnt spielend und mit Bravour meistert.

Zur Rezension anlässlich des Kinostarts geht’s auch hier. Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Scarlett Johansson sind in unserer Rubrik Schauspielerinnen aufgelistet, Filme mit Samuel L. Jackson und/oder von oder mit Robert Redford in der Rubrik Schauspieler.

Veröffentlichung: 14. August 2014 als Blu-ray-Steelbook (inkl. 3D- und 2D-Fassung), 3D Blu-ray (inkl. 2D-Fassung), Blu-ray und DVD

Länge: 136 Min. (Blu-ray), 130 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Türkisch
Originaltitel: Captain America – The Winter Soldier
USA 2014
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely, nach der Comicvorlage von Joe Simon and Jack Kirby
Besetzung: Chris Evans, Scarlett Johansson, Cobie Smulders, Sebastian Stan, Emily VanCamp, Samuel L. Jackson, Robert Redford, Hayley Atwell, Dominic Cooper, Stan Lee
Zusatzmaterial: Featurette: Steve Rogers Notizbuch, zusätzliche Szene: S.H.I.E.L.D. verfolgt Captain America, nur Blu-ray: Audiokommentar, Gag Reel, Insiderblick auf Captain Americas Kampfplätze, am Set mit Anthony Mackie, zusätzliche & erweiterte Szenen
Vertrieb: Walt Disney

Copyright 2014 by Florian Schneider
Fotos & Packshot: © 2014 Walt Disney / Marvel

 

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