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The Believer – Der jüdische Nazi

The Believer

Von Lucas Gröning

Drama // In den 1960er-Jahren ereignete sich in den Vereinigten Staaten von Amerika eine bemerkenswerte Geschichte: Daniel Burros, ein jüdisch-aufgezogener junger Mann, schloss sich der nationalsozialistischen American Nazi Party an und arbeitete sich im Laufe der Zeit bis zum Sekretär der Organisation hoch. Auch nach seinem Austritt aus der Partei blieb er der Neonazi-Szene treu und trat weiteren Organisationen und Parteien bei. Überfälle, Mordversuche und Folterungen an jüdischen Mitgliedern der Gesellschaft sowie Gegnern der nationalsozialistischen Ideologie gehörten in dieser Zeit zu Burros’ Taten. 1965 beging er Selbstmord, nachdem seine jüdische Herkunft von einem Journalisten der New York Times aufgedeckt worden war. Die Geschichte diente Henry Bean als Grundlage seiner Regiearbeit „The Believer“ aus dem Jahr 2001, für die er auch das Drehbuch verfasst hatte. Für die Hauptrolle des Daniel Burros verpflichtete der Regisseur Ryan Gosling („Blade Runner 2049“, „The Place Beyond the Pines“), der damals lediglich durch kleine Nebenrollen wie in Boaz Yakins „Remember the Titans“ aufgefallen war. Henry Bean selbst ist vor allem als Drehbuchautor bekannt und zeichnete in dieser Rolle unter anderem für „Venus Rising“ (1995) und „Basic Instinct – Neues Spiel für Catherine Tramell“ (2006) verantwortlich. Die Geschichte des jüdischen Nazis inszenierte Henry Bean als eine von nur zwei Regiearbeiten – 2007 folgte noch das Drama „Noise“ mit Tim Robbins und William Hurt.

Viele Irrwege

Dafür nahm sich Bean einige kreative Freiheiten und verlegte die Story aus den 1960ern in die Gegenwart. Wir lernen den für den Film in Danny Balint umbenannten Protagonisten gleich als brutalen Schlägertypen kennen, der in der ersten Szene des Films einen Juden, scheinbar ohne Grund, verfolgt und auf offener Straße zusammenschlägt. In der Folge lernt Danny die faschistischen Intellektuellen Curtis Zampf (Billy Zane) und Lina Moebius (Theresa Russell) kennen, die aufgrund einiger pseudointellektueller Äußerungen großes Potenzial in dem Neonazi erkennen. Lediglich sein offen zur Schau getragener Antisemitismus wird als Schwäche entlarvt, da Zampf und Moebius ihre Ablehnung des Judentums subtiler in die Gesellschaft tragen wollen. Ihr Ansinnen ist, nach außen hin, eine Erneuerung und Modernisierung der klassischen nationalsozialistischen Gedanken, um Brücken hin zum intellektuellen, konservativen Bürgertum zu bauen und so den Weg in die gesellschaftliche Mitte zu finden. Trotzdem sehen sie in ihm die Möglichkeit, Neonazis für ihre Idee um sich zu scharren und sie als Attentäter zu missbrauchen, etwa für Mordanschläge auf Juden in Schlüsselpositionen der Gemeinschaft. Dazu wird Danny, zusammen mit anderen Neonazis, zu einem Camp eingeladen, in welchem diese lernen sollen, mit Schusswaffen umzugehen und Anschläge auf die Gegner der Organisation zu planen. Während die Nazis genau das tun, kommt der Journalist Guy Danielsen Dannys Geheimnis auf die Spur und droht, die jüdische Identität des Protagonisten an die Öffentlichkeit zu bringen. Währenddessen verliebt sich Danny in die Tochter von Lina Moebius, Carla (Summer Phoenix), welche zunehmend ein Interesse am Judentum entwickelt und dahingehend von Danny unterrichtet wird. So viel zur, zugegebenermaßen komplizierten Geschichte es Werkes.

Anfangs ist Danny noch einer von mehreren gefestigten Nazis …

Die Frage stellt sich nun: Wie kann man die Geschichte lesen? Ist „The Believer“ eine Außeinandersetzung mit der Neonaziszene in den Vereinigten Staaten? Sehen wir hier das Eindringen von Aspekten rechter Ideologien in die Mitte der Gesellschaft und damit einen Vorboten auf unsere Gegenwart geprägt von Trump, AfD und Co.? Bietet das Drama eventuell eine Auseinandersetzung mit den generellen Themen Radikalisierung, Ideologie, Antisemitismus oder Religion im Allgemeinen? All diese Ideen müssen wohl über Bord geworfen werden, ist der Film doch wesentlich intelligenter, als wir es auf den ersten Blick annehmen.

Gott als Diktator eines schwachen Volkes

Es geht hier weniger um die Verhandlung gesellschaftlicher Gestaltungspositionen, als um den Protagonisten selbst. Henry Bean konzentriert sich in seinem Werk auf Danny und dessen inneren Konflikt zwischen seiner jüdischen Vergangenheit (und auch Gegenwart) und seiner nach außen getragenen Identität als Neonazi. Beide Seiten seiner Persona koexistieren und stehen zusätzlich im Konflikt mit den äußeren Einflüssen, die auf Danny einprallen. Kommen wir zunächst zum inneren Konflikt und der Frage, warum dieser überhaupt vorhanden ist: Könnte sich Danny nicht einfach für eine Seite entscheiden oder beiden Ideen abschwören, sowohl der des Nationalsozialismus als auch der des Judentums? So einfach ist es leider nicht, wie uns „The Believer“ besonders durch seine Rückblenden klarmachen will. Diese zeigen Danny als aufgeweckten, diskursorientierten Schüler an einer jüdischen Lehreinrichtung. Er debattiert dort angeregt mit Mitschülern und seinem Lehrer über Aspekte des Judentums. Das größte Thema der Diskussionen ist die Aufforderung Abrahams durch Gott, seinen Sohn Isaak zu opfern. Obwohl ein Engel Abraham von der Ermordung Isaaks abhält, interpretiert Danny den blinden Gehorsam des israelischen Stammvaters als Verherrlichung einer autoritären Ideologie. Gott wird von ihm ab diesem Moment als Faschist betrachtet. Nicht zuletzt aufgrund des vehementen Widerspruchs der anderen Anwesenden wiederum interpretiert er die Lehren des Judentums fortan generell als faschistisch, während alle anderen diese in seinen Augen falsch deuten. Zugleich sieht er in der Rolle Abrahams als blindem Gefolgsmann Gottes die Schwäche des jüdischen Volkes repräsentiert. Die Juden seien somit grundsätzlich schwach, in einer permanenten Opferrolle und verlieren somit ihre Existenzberechtigung.

In der Gegenwart wiederum sehen wir Dannys Sicht auf die Religion ebenfalls aus zwei Perspektiven. Zum einen wird uns der Antisemitismus präsentiert, der sich aus seinem Denken und seinem Studium der jüdischen Kultur entwickelt hat. Zum anderen eine tiefe Faszination für jüdische Schriften, Traditionen und auch die hebräische Sprache. Somit ist es nicht das Judentum an sich, das die Hauptfigur des Werkes verabscheut, sondern lediglich einige Aspekte, die mit ihren Vorstellungen nicht vereinbar sind. Diese Aspekte, gepaart mit der von ihm konstatierten Schwäche des jüdischen Volkes, hält Danny für derart verabscheuenswürdig, dass er in Teilen so weit wie möglich weg will von dieser Ideologie – der Grund für sein Dasein als Neonazi.

Abwesenheit des Intellektuellen

Inmitten der nationalsozialistischen Gemeinschaft findet Danny eine Heimat. Diese vereint zwei Aspekte, die ihm sehr wichtig sind: Zum einen die Ablehnung des Judentums, zum anderen die angestrebte Überlegenheit, die in ihrer Ideologie propagiert wird, sowohl in intellektueller, als auch in körperlicher Hinsicht. Kurzum: Er sieht in der vermeintlichen Stärke des Nationalsozialimus ein Gegenstück zur von ihm ausgemachten Schwäche des Judentums. Doch auch auf Seiten der Nazis fühlt sich Danny im Verlauf alles andere als heimisch. Zum einen symphatisiert er nicht mit der Idee von Zampf und Moebius, eine Aufweichung des Nationalsozialismus in Form bürgerlicher, konservativer Ideen voranzutreiben, zum anderen wird ihm immer wieder bewusst gemacht, dass er sich im Dunstkreis der Nazis nicht in dem intellektuellen Milieu befindet, welches er für seine Seelenheimat benötigt. Dies wird anhand mehrerer Szenen deutlich: Zum Beispiel geht Danny mit einigen Verbündeten in ein koscheres Restaurant und sorgt dort für Ärger. Der Unterschied zwischen Danny und den anderen wird in dieser Szene sehr subtil herausgearbeitet. Während seine Mitstreiter lediglich dumme Kommentare von sich geben und beispielsweise Sandwiches mit Fleisch und Käse bestellen wollen (Produkte, die mit koscheren Essgewohnheiten nicht vereinbar sind), zitiert Danny aus jüdischen Schriften und versucht die Betreiber des Restaurants eher durch inhaltliche und in seinen Augen sinnentleerte Lücken in den Texten bloßzustellen.

Das Gleiche sehen wir, wenn der Protagonist auf andere Juden trifft, beispielsweise in Synagogen. Er diskutiert mit diesen auf Augenhöhe und schafft es in den meisten Fällen, sie argumentativ auszumanövrieren. Den anderen Nazis wiederum fehlen diese intellektuelle Tiefe und dieses Bewusstsein der jüdischen Kultur. In einer weiteren Szene schleichen sich die Faschisten in eine Synagoge ein, um dort zu randalieren. Während sie im Zuge dessen eine Tora (der erste Teil der Tanach, der hebräischen Bibel) beschmutzen, entwendet Danny ihnen diese und weist zögerlich auf ihre Bedeutung hin, während sich die anderen Nazis unwissend zeigen. Es zeigt sich der Unterschied zwischen dem blinden, antiintellektuellen Hass der übrigen Nazis und der, zumindest teilweise fundierten, Ablehnung der Ideen durch Danny, die lediglich in ein fehlgeleitetes Extrem gestiegen ist. Folgerichtig fragt Danny die anderen dann auch danach, wie sie etwas hassen können, was sie nicht verstehen und womit sie sich nicht beschäftigt haben. Auf eine Antwort wartet Danny vergeblich.

… doch seine Überzeugungen drohen zu bröckeln

In diesen Konflikten zwischen der Ablehung des Judentums und der gleichzeitigen Verehrung der heiligen Schriften liegt das große Problem der Hauptperson. Danny lehnt die Unterwerfung der Juden vor einem aus seiner Sicht faschistischen Gott ab und tut dies als Schwäche ab. Im Nationalsozialismus wiederum sieht er zwar in gewisser Weise Gegenstücke dazu, findet jedoch keine intellektuelle Seelenheimat und erfährt auch, wie seine Sicht auf die Überlegenheit des Nationalsozialismus entlarvt wird. Zugleich empfindet er trotz seiner offensichtlichen Ablehnung des Judentums eine tiefe Liebe zur jüdischen Kultur und zum Menschen an sich, die er nicht abstreifen kann. Am besten wird dieser Konflikt in einer Szene dargestellt, in der die staatliche Obrigkeit Danny zwingt, sich Erfahrungsberichte von Überlebenden des Holocaust anzuhören. Einer von ihnen erzählt, dass er dabei zusehen musste, wie sein Sohn von einem Nazi umgebracht wurde. Die Hinrichtung wird dabei szenisch dargestellt und ereignet sich so auch in Danny Kopf. Dieser stellt sich vor, wie er in die Rolle des Nazis schlüpft, der das Kind hinrichtet. Später im Film sehen wir die Szene erneut. Während er immer noch die Rolle des Nazis einnimmt, ist er gleichzeitig der flehende Vater, welcher der Ermordung seines Kindes beiwohnen muss. Danny wird somit Opfer und Täter zugleich und uns wird gezeigt, wie er sich durch seinen Konflikt und dessen Sinnlosigkeit selbst Schaden zufügt. Es bleibt ihm lediglich die reine Liebe zur menschlichen Existenz mit all ihren Fehlern und dem Akzeptieren ihrer Schwächen. Ein Versuch des Ausmerzens dieser ist weder möglich noch in irgendeiner Form zielführend.

Die Bilder der Hinrichtung sind schlussendlich die wohl eindringlichsten, furchtbarsten, aber auch besten in einem rundum genialen Drama, das sich zwar extrem sperrig zeigt, seinen Rezipienten aber eine fantastische Charakterstudie präsentiert, sofern diese dazu bereit sind, sich auf dieses anspruchsvolle Werk einzulassen. Ein wirklich fantastischer Film mit einem großartigen Ryan Gosling in einer frühen Rolle. Ein Jammer, dass Henry Bean anschließend nur noch einmal auf den Regiestuhl zurückgekehrt ist.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Ryan Gosling sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Auch Carla lässt ihn an seiner Identität zweifeln

Veröffentlichung: 21. Juni 2019 als 3-Disc Limited Collector‘s Edition Mediabook (Ultra HD Blu-ray, Blu-ray & DVD) und DVD, 12. Juni 2009 als DVD unter dem Titel „Inside a Skinhead“

Länge: 99 Min. (Blu-ray), 95 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 18
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Believer
Alternativtitel: Inside a Skinhead
USA 2001
Regie: Henry Bean
Drehbuch: Henry Bean
Besetzung: Ryan Gosling, Summer Phoenix, Peter Meadows, Garret Dillahunt, Kris Eivers, Joel Marsh Garland, Billy Zane, Theresa Russell
Zusatzmaterial: Verschiedene Texte (Hintergrundinformationen zu den realen Ereignissen und eine Einordnung dieser, ein Text zum Entstehungsprozess des Films, eine Analyse des Filmstoffs, ein Text zur realen Neonaziszene der USA), Trailershow
Label: capelight pictures
Vertrieb: Al!ve AG

Copyright 2019 by Lucas Gröning
Szenenfotos: © 2019 capelight pictures

 

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Aufbruch zum Mond – Von den kleinen Schritten zum großen Sprung

First Man

Kinostart: 8. November 2018

Von Lutz R. Bierend

Weltraum-Abenteuer // Biopics berühmter Personen mögen finanziell immer ein großes Risiko für Produzenten sein, haben aber für Kritiker etwas ungemein Praktisches: Man braucht sich nicht so viele Gedanken zu machen, man könnte spoilern, denn das Ende ist meist schon bekannt, vor allem, wenn der Hauptcharakter bereits tot ist oder wie in „Aufbruch zum Mond“ der Titel schon sagt, wohin uns der Film führen wird: zum großen Sprung für die Menschheit – Neil Armstrongs Landung auf dem Mond. Soviel sei hier dann doch gespoilert: „First Man“, so der Originaltitel, verfolgt keine der zahlreichen Verschwörungstheorien, nach denen zum Beispiel Stanley Kubrick die Mondlandung in irgendeiner Wüste inszeniert hat. Der Film verfolgt Armstrongs Leben, von jener Zeit, als er mit der „X-15“ Höhen- und Geschwindigkeitsrekorde aufstellte, bis zu jenem Zeitpunkt, als er mit dem berühmtesten Versprecher aller Zeiten in die Geschichtsbücher einging. Bei seiner Landung auf der Oberfläche des Mondes.

Vom Regisseur von „La La Land“

In einer Zeit, in der ein populistischer Präsident Trump Amerika wieder groß machen will, mag dem kritischen Zuschauer ein kalter Schauer den Rücken runterlaufen, wenn Hollywood ausgerechnet jetzt den größten Propagandaerfolg des Kalten Krieges filmisch aufbereitet. Schreit diese Geschichte doch förmlich danach, amerikanischen Pioniergeist, die großartigen Ingenieurleistungen der Amerikaner und die Überlegenheit des westlichen Systems zu zelebrieren. Ähnlich praktizierte es ja schon Ron Howard bei „Apollo 13“ (1995) mit Tom Hanks, wo man selbst das Scheitern als Spielplatz zum Austoben der eigenen Brillanz nutzte. Glücklicherweise wird jeder eines Besseren belehrt, der hier Hurra-Pariotismus erwartet. Regisseur Damien Chazelle („Whiplash“) hat zuletzt mit seinem oscarprämierten „La La Land“ bewiesen, dass er selbst ein Genre wie das Musical sehr klischeebefreit und unkitschig inszenieren kann und dass er wenig auf die Erwartungshaltung des Publikums gibt. Und so ist die Atmosphäre selbst nach erfolgter Rückkehr vom Mond erstaunlich unspektakulär und eher intim. Mit Ryan Gosling als Neil Armstrong hat Chazelle auch wieder einen passenden Mitstreiter in der Hauptrolle, der genug Talent hat, um auch mit kleinen Gesten zu überzeugen, etwa wenn der Film mit so einem persönlichen Thema wie dem Tod von Armstrongs zweijähriger Tochter einsteigt.

Neils Motto: Besser hier eine Bruchlandung als auf dem Mond

Wenig interessiert sich Chazelle hingegen für die Propagandaschlacht, die das amerikanische Weltraumprojekt für die Präsidenten von Kennedy bis Nixon war. Der Wettlauf der Supermächte wird eher nebenbei erwähnt, wenn man in der ersten Hälfte des Filmes immer mal wieder hört, dass die Russen erneut schneller waren. Der erste Satellit, das erste Lebenwesen (die Hündin Leika) und der erste Mensch (Juri Gagarin) im All. In einem Nebensatz erwähnt der Film die technische Motivation, alle Prioritäten auf die Reise zum Mond zu setzen. Der Mondflug stellt die Raumfahrt vor komplett andere Herausforderungen, die nicht einfach nur mit simpler Manpower, Mut zur Lücke und Bereitschaft zum Menschenopfer zu lösen sind. Einen Mann ins All zu schießen, kurz die Kapsel verlassen und wieder landen zu lassen, ist halt etwas anderes als die Astronauten acht Tage in der lebensfeindlichsten Umgebung am Leben zu halten und eine Mondlandekapsel ab- und vor allem wieder anzukoppeln und dazwischen auf dem Mond spazieren zu gehen.

Das perfekte Mondbild – und der Verschwörungstheoretiker hat recht: Es entstand im Studio

Die großartige Leistung von Chazelle ist, dass all diese Ingenieursleistungen, die in „Apollo 13“ 90 Prozent der Dramaturgie erzeugen, kaum eine Rolle spielen. Chazelle bleibt fast immer bei jenen Menschen, die den Mut hatten, sich von über zwei Millionen Litern Treibstoff mit einer Blechbüchse in die Umlaufbahn auf die Mondreise schießen zu lassen, denn genau dieses Gefühl vermitteln die Bilder und vor allem der großartige Ton von „Aufbruch zum Mond“. Immer wieder hört man etwas hinter sich vibrieren und erwartet, dass die Kapsel jeden Moment auseinanderbricht. Vergewissern können wir uns dessen nicht, denn die Kamera bleibt bei jenen Personen, die bei einem Fehler dem Tod ins Auge sehen. Oder bei den Menschen, die meist auch nicht mehr wissen, weil sie auf der Erde mit ihnen fiebern. Selbst als die Katastrophe bei einer Routineübung bei Apollo 1 die gesamte Crew auslöscht, bleibt die Kamera fast ausschließlich bei den Astronauten, bis sie in der Feuersbrunst sterben. Das Mission Control Center spielt kaum eine Rolle. Im Zweifelsfall konnte es ohnehin nichts tun.

Das Mission Control Center und die Kontrolle

Bei der Gemini-8-Mission gerät die Raumkapsel beim ersten Weltraumdockingmanöver mit einem Satelliten so sehr ins Trudeln, dass eine Rotation an den Grenzen der Belastbarkeit von Menschen und Schiff entsteht. Da ist kaum Zeit, um auf der Erde einen Masterplan zu entwerfen. Und dass die Anzeigen signalisieren, dass die Astronauten kürz vor der Bewusstlosigkeit stehen, hilft auch niemandem weiter. Es ist die Crew in der Kapsel, die schließlich eine Lösung findet. Das Mission Control Center tut sich lediglich dadurch hervor, dass es beim Abzeichnen der Katastrophe die Mithörgelegenheit für Mrs. Armstrong „aus Gründen der nationalen Sicherheit“ kappt. Wenn Deke Slayton (Kyle Chandler) als Chef des Flugbetriebes versucht, Janet Armstrong (Claire Foy) zu beruhigen, man hätte alles unter Kontrolle, erwidert sie nicht unpassend: „Ihr seid ein Haufen Jungs, die sich Modelle aus Balsaholz basteln. Ihr habt gar nichts unter Kontrolle.“

Bis zum Mondflug wird jeder Handgriff zum Checklisten-Eintrag

Insofern verschiebt „Aufbruch zu Mond“ die Perspektive auf die Raumfahrt und unterscheidet sich hier am deutlichsten von „Apollo 13“. Wirkt die Darstellung sonst meist so, als sei technisch alles eine Routine-Leistung, die ähnlich wie eine Fahrt mit der Achterbahn gefährlicher aussieht, als sie ist, weil ja großartige Techniker für jede Eventualität vorgesorgt haben, erinnert „Aufbruch zum Mond“ daran, dass diese Sicherheit in Zeiten vor komplexen Computersimulationsmodellen doch erschreckend oft durch Try and Error erlangt wurde, und hier begleiten wir eben jene Menschen, deren Forscherdrang erst zu den Verbesserungen geführt hat, die zwischenzeitlich die Raumfahrt wie einen Spaziergang wirken ließ. Wie Neil Armstrong es schon im Trailer so schön sagt: „Wir müssen hier auf der Erde scheitern, damit wir nicht da oben scheitern.“ Jedes Scheitern auf der Erde verbessere die Chancen der folgenden Teams. Apollo 1 und auch die Beinahkatastrophe von Gemini 8 lösten diesen schmerzhaften Lernprozess aus und sorgten erst dafür, dass künftig bei jedem Flug ein komplettes Kompetenzteam im Mission Control Center bereitstehen musste, welches dann bei Apollo 13 alle Kreativität spielen lassen konnte, um die Astronauten zu retten.

Alles unter Kontrolle? Einer der Jungs mit den Balsaholzmodellen

„First Man“ sollte eng bei der von Armstrong autorisierten gleichnamigen Biografie bleiben, die eben nicht nur die technischen Aspekte und Leistungen beleuchtete, sondern auch die Leistung ihrer Familien, die permanent in der Angst lebten, ihre Männer und Väter könnten ihrem Pioniergeist zu Opfer fallen. Nach einem Vorschlag von Ryan Gosling für wurde „Aufbruch zu Mond“ auch als „Die Küche und der Mond“ gepitcht. Während diese Männer in den Geschichtsbüchern immer überlebensgroß wirken, zeichnet Regisseur Chazelle sie ganz menschlich, teilweise, als sei es eine Doku-Soap, bei der wir die Akteure zu ihrem Job genauso begleiten wie zum Barbecue oder eben an den Küchentisch. Das, was diese Männer besonders macht, wird eigentlich nie thematisiert – bis zu dem Moment, wo sie beweisen müssen, dass sie besonders sind. Der Film erschafft echte Ehrfurcht vor den Pionieren der Raumfahrt, denn in den Situationen, in denen ihr Leben auf der Kippe steht, sind sie meist auf sich selbst gestellt – und auf den Mann, der neben ihnen in der Kapsel sitzt.

Kein Gedanke ans Scheitern

Interessant ist auch die Zeichnung von Armstrongs Frau, die nicht einfach nur zur „Fußballerfrau“ degradiert wurde, die sich als nettes Beiwerk um Haus und Kinder kümmert, während sie bei Veranstaltungen nur mitgenommen wird, um ihren Ehemann/Helden anzuhimmeln. Ihre Sorge ist spürbar, und auch wenn sich in klassischer Rollenaufteilung darum kümmert, dass zu Hause alles läuft, ist sie trotzdem anders, weil sie auch immer mit dem Gedanken lebt, ihr Mann könne von der Arbeit nicht zurückkehren. Einer der großen Konflikte zwischen Neil und Janet betrifft die Frage, wer bitte den Kindern sagen soll, dass ihr Vater möglicherweise nicht vom Mondflug nach Hause kommt. Wenn sie ihren Mann fragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass seine Kinder ihn nie wiedersehen, fühlt man sich an den Dialog in „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“ (1980) erinnert, wenn C-3PO mahnt, die Chance, unbeschadet ein Asteroiden-Feld zu durchfliegen, stehe bei 3,720 zu 1, und Han Solo erwidert „Sag mir nie, wie meine Chancen stehen!“ Während die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Mann nicht zurückkommt, ihr Leben bestimmt, weil sie zurückbleiben und es mit den Kindern ertragen müsste, spürt man in Goslings Spiel, dass das genau jene Frage ist, die er sich nicht stellen will, weil er davon ausgehen will und muss, dass er es irgendwie hinbekommt. Ebenso wie bei all den anderen Tests und Probeflügen, bei denen er zwar eine Bruchlandung hingelegt hat, bei denen er aber dank seines Improvisationstalents dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Der Gedanke ans Scheitern trägt den ersten Ansatz zur Visualisierung des Scheiterns in sich. Deshalb will er sich mit diesem Gedanken auch nicht wirklich auseinandersetzen. Entsprechend ausweichend führt er dieses Gespräch dann auch mit seinen Kindern. Er weist lieber darauf hin, dass vieles genau wie vorgesehen eintreten muss, damit er auf dem Mond landet, als Berechnungen darüber anzustellen, wie wahrscheinlich es ist, dabei nicht wieder zurückzukehren. Der Stoff, aus dem die Helden sind, ist eben doch nicht aus Todesmut gewebt, sondern zu einem großen Teil aus Han Solos Ignoranz der Wahrscheinlichkeiten. Wer permanent nur daran denkt, was schief gehen kann, wird nie den notwendigen Flug durchs Asteroidenfeld wagen oder in einer wackligen Blechkiste acht Tage essen, schlafen und den Sprung zum Mond riskieren.

Helden des Alltags: Neil Armstrong nutzt die freie Zeit mit seinem Sohn

Insofern ist „Aufbruch zum Mond“ ein sehr inspirierender Film, den man sich gut mit seinen sinnsuchenden Kindern anschauen kann, denn er macht eines deutlich: Außergewöhnliche Leistungen erreicht man nur, wenn man sich außergewöhnliche Aufgaben nicht von seinen wohlmeinenden Freunden und Verwandten und der Angst vor dem Scheitern, kaputtmachen lässt. Das ist es, was solche außergewöhnlichen Menschen vermutlich alle gemein haben.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Kyle Chandler, Jason Clarke und Ryan Gosling sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgelistet.

Ein Bild, das viel darüber aussagt, wer in der Beziehung von Neil und Janet die Hosen anhat

Länge: 141 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: First Man
USA 2018
Regie: Damien Chazelle
Drehbuch: Josh Singer, nach einer Vorlage von James R. Hansen
Besetzung: Ryan Gosling, Claire Foy, Jason Clarke, Pablo Schreiber, Christopher Abbott, Ethan Embry, Ciarán Hinds, Kyle Chandler, Corey Stoll, Shea Whigham, Lukas Haas
Verleih: Universal Pictures Germany GmbH

Copyright 2018 by Lutz R. Bierend

Filmplakate, Fotos & Trailer: © 2018 Universal Pictures Germany GmbH

 

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Blade Runner 2049 – Villeneuves Flehen

Blade Runner 2049

Kinostart: 5. Oktober 2017

Von Kay Sokolowsky

Science-Fiction // Bevor die Pressevorführung von „Blade Runner 2049“ begann, war auf der Leinwand in mannshohen Lettern eine Botschaft des Regisseurs Denis Villeneuve an uns Kritiker zu lesen: Er wisse zwar nicht, was wir von seinem neuen Spielfilm halten werden. „Doch ich möchte Sie bitten, dem Publikum das Erlebnis zu bewahren, das Sie haben, wenn Sie den Film heute sehen – also ohne irgendein Detail der Handlung zu kennen. Ich weiß, dass ich viel verlange, aber ich hoffe, dass Sie meinen Wunsch respektieren. Beste Grüße, Denis.“

City of nightmares: K in den Gassen von Greater Los Angeles

Diese Bitte ist eine Zumutung und eigentlich nicht zu erfüllen. Denn wie soll der Kritiker begründen, was ihm an einem Kinostück ge- oder missfällt, wenn er sich bei den Details bedeckt halten soll? Pointen nicht zu verraten, versteht sich von selbst, und ellenlange Inhaltsbeschreibungen sind was für Dilettanten, die nichts zu sagen haben. Aber wenn die Kritik sich nur vage zur Story äußern darf, muss sie oberflächlich bleiben, und das kann am Ende auch dem Regisseur nicht recht sein. Dabei sind die überraschenden Wendungen von „Blade Runner 2049“ nicht mal überraschend, und nur selten steckt im Drehbuch von Hampton Fancher die düstere Poesie, die sein Skript zum ersten „Blade Runner“ auszeichnet. Andererseits hat Villeneuve sichtbar viel Energie und Kreativität an diese Fortsetzung des Klassikers von 1982 verwandt, und weil das Achtung verdient, werde ich seinen Wunsch erfüllen und nichts ausplaudern, was nicht schon in den Trailern und Shorts zu sehen war, die in den vergangenen Monaten veröffentlicht wurden.

Die Geschichte spielt 30 Jahre nach Rick Deckards großer Jagd auf meuternde Nexus-6-Replikanten. Das Desaster mit den synthetischen Menschen hat die Tyrell-Corporation in die Pleite getrieben, aber der superreiche Elon-Musk-Typ Niander Wallace (Jared Leto) bringt jetzt eine neue Serie von Androiden auf den Markt. Das Modell Nexus 8 ist noch leistungsfähiger als seine Vorgänger, doch auf bedingungslosen Gehorsam programmiert. Behauptet jedenfalls Wallace. Störende Replikanten werden derweil von ihresgleichen ausgeschaltet. Konstanter K (Ryan Gosling) erledigt für das Los Angeles Police Department die „Skin jobs“ und macht sich über den blutigen Job in seinem genoptimierten Schädel nicht allzu viele Gedanken. Bis er auf die Spur des verschollenen Detektivs Deckard (Harrison Ford) gerät und an eine Entdeckung rührt, die die ganze Welt umstürzen könnte. Ende der Nacherzählung.

In der Achselhöhle des Orion

Es gehört Mumm dazu, ein Meisterwerk wie Ridley Scotts „Blade Runner“ fortzusetzen. Man braucht Selbstvertrauen, um dieser genialen Mixtur aus Werbe- und Film-noir-Ästhetik etwas Eigenes gegenüberzustellen. Denis Villeneuve setzt sich enormen Erwartungen aus, die niemand erfüllen könnte, nicht mal Ridley Scott. Der es vielleicht auch deshalb vorzog, sich als Produzent im Hintergrund zu halten, statt die Sache selbst zu inszenieren. Es stellt sich allerdings die Frage, ob ein Sequel nicht nur unmöglich, sondern schlicht überflüssig ist. Mir fällt es schwer, hier nicht mit einem Ja zu antworten.

Schwefelgelb des Hades: K erkundet die trostlose Umgebung

Denn die große Magie des alten Films bestand vor allem darin, dass in ihm so vieles rätselhaft, vieldeutig, unergründlich war. Einige dieser Mysterien klärt Villeneuve nun auf – was die Fangemeinde übrigens seit Jahrzehnten verlangt hat. Doch wie es immer ist bei Zauberei: Wer hinter den Trick kommt, fühlt eher Enttäuschung als Befriedigung. Worüber sich früher trefflich spekulieren ließ, das wirkt plötzlich matt und fad. „Blade Runner 2049“ versucht, dieser Falle zu entkommen, indem einige neue Scharaden ins Spiel gebracht werden. Doch keine von ihnen hat das Zeug, den Zuschauer nachhaltig zu beschäftigen. Mir ist es jedenfalls herzlich egal, warum der Hi-Tech-Gott Wallace es vorzieht, mit grauem Star in beiden Augen durch die Gegend zu stolpern, statt sich Ersatzorgane klonen zu lassen.

Wie es einer ordentlichen Fortsetzung ziemt, pflastert Villeneuve die Szenen mit Reminiszenzen an den alten „Blade Runner“. Ein anderer Klassiker des dystopischen Science-Fiction-Films wird gleichfalls zitiert, Richard Fleischers „Jahr 2022 … die überleben wollen“ („Soylent Green“) von 1973. Das Name- und Image-dropping ist meistens unterhaltsam, weil durchdacht und stilvoll, doch reichen all die schlauen Anspielungen nicht hin, um den Film zu einer ähnlich berauschenden Erfahrung zu machen, wie sein Vorgänger es bis heute ist. Irgendwann öden die Querverweise und Hommagen nurmehr, weil sie wie ausschweifende Fußnoten unter einem etwas dürftigen Text wirken.

Will unbedingt ein noch größeres Arschloch als Steve Jobs sein: Niander Wallace

Das größte Manko von „Blade Runner 2049“ liegt in eben dieser Aufgeblasenheit. Die 163 Minuten des Films ließen sich ohne Verlust auf 90 kürzen; die Erzählung hat Längen, an denen bloß die härtesten Fans Vergnügen finden. Die – vorzüglich inszenierten – Actionszenen rütteln das Publikum alle Viertelstunde aus einem Halbschlaf, von dem auch Ryan Gosling erfasst scheint, so dröge, wie er sich durch die Szenen bewegt.

Kann der Schöpfer reparieren, was er schuf?

„Blade Runner 2049“ ist genauso gut geworden, wie eine überflüssige Fortsetzung im besten Fall werden konnte. Das verdankt sich der Kunstfertigkeit Villeneuves und seiner Crew. Der Film hat prächtige Schauwerte, ohne Zweifel. Wir bekommen zum Beispiel eine Müllkippe zu sehen, groß wie eine Millionenstadt. Oder eine „Proteinfarm“, die sich mit ihren Solarspiegeln und Gewächshäusern von Horizont zu Horizont erstreckt. Oder einen gewaltigen Damm, der „Greater Los Angeles“ vor den Auswirkungen des Klimawandels schützt. Oder ein Las Vegas, das von der Wüste zurückerobert wurde und in einem schwefelgelben Licht wie aus der Hölle schwelt. Die CGI ist State-of-the-art, wenn nicht gar besser. Das wird besonders deutlich in einer Szene, die vorführt, wie sich mit einem Hologramm, also mit einer Figur aus nichts als Licht, Sex machen lässt. Für diesen visuellen Effekt sollte, müsste es einen Oscar geben. Vielleicht gebe ich eine Wette darauf ab.

Ein Fall für Dr. Freud: „Blade Runner“ K und das gigantische Lust-Hologramm

Die Farbdramaturgie hält sich geflissentlich an die düsteren Vorgaben des Ur-Films. Altmeister Roger Deakins (u. a. „Kundun“ und „Fargo“) leuchtet die Szenen aus wie manieristische Gemälde von Caravaggio oder Tizian. Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch ahmen den großartigen Score, den Vangelis für den ersten „Blade Runner“, komponierte, kongenial nach. Was die Set-Designer hingestellt haben, ist bis zum kleinsten Kratzer überlegt. Sogar im Product-Placement kann „Blade Runner 2049“ mit dem Klassiker mithalten – jedes Stück Technik trägt hier ein Schild mit Markennamen.

Wofür dieses Raffinement, diese höchst liebevolle Gestaltung aber gut sind außer für sich selbst, kann ich nicht sagen. Ich könnte es nicht mal sagen, würde ich hemmungslos spoilern. „Blade Runner 2049“ ist eine ungeheure Verschwendung von Zeit und Potenzial, sieht dabei freilich großartig aus. Ich möchte Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, das Erlebnis nicht verderben, indem ich Einzelheiten offenbare. Doch ich möchte Sie warnen: Hier gibt’s wenig Interessantes, bloß Spektakuläres. Eventuell weiß das auch Denis Villeneuve, und möglicherweise hat er deshalb vor die Preview den peinlichen Aufruf an uns Pressehansel plaziert. „Blade Runner 2049“ handelt, äußerst einfallsreich, mit nichts als heißer (und miefiger) Luft. Aber auch so was muss man erst mal können.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Denis Villeneuve sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit Harrison Ford, Ryan Gosling und/oder Jared Leto in der Rubrik Schauspieler.

Länge: 163 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Blade Runner 2049
GB/USA/KAN 2017
Regie: Denis Villeneuve
Drehbuch: Hampton Fancher, Michael Green, nach Motiven von Philip K. Dicks Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ („Do Androids Dream of Electric Sheep?“)
Besetzung: Ryan Gosling, Ana de Armas, Jared Leto, Dave Bautista, Harrison Ford, Mark Arnold, Wood Harris, Sylvia Hoeks, Edward James Olmos, Mackenzie Davis
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Copyright 2017 by Kay Sokolowsky

Filmplakate, Fotos & Trailer: © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

 

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