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Schlagwort-Archive: Science-Fiction

Gewinnspiel: The Girl with All the Gifts – 1 x Blu-ray, 1 x DVD

Verlosung

Für herausragende Produktionen wie „The Girl with All the Gifts“ wühlen wir uns gern durch den Sumpf unterdurchschnittlicher bis unterirdischer Zombie- und Infiziertenfilme. Von dem intelligenten britischen SF-Horrordrama haben wir eine Blu-ray und eine DVD zum Verlosen zur Verfügung gestellt bekommen. Im Namen der beiden kommenden Gewinnerinnen oder Gewinner herzlichen Dank an SquareOne Entertainment und Universum Film für die Exemplare.

Fragen über Fragen

Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch in gewohnter Manier zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort bis Sonntag, 30. Juli 2017, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage am Ende des Textes.

Könnt Ihr sie mangels ausreichender Sichtung solcher Filme nicht beantworten, so schreibt einfach das. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert, bislang sind noch alle Sendungen bei den Empfängern eingetroffen). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich fünf Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werde ich im Lauf der Woche nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und auch per E-Mail benachrichtigen.

Meine Rezension von „The Girl with All The Gifts“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2017 by Volker Schönenberger

 

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Valerian – Die Stadt der tausend Planeten: Ein intergalaktischer Augenschmaus

Valerian and the City of a Thousand Planets

Kinostart: 20. Juli 2017

Von Florian Schneider

Science-Fiction // Es gibt Filme, deren Realisierung erst in den vergangenen Jahren möglich geworden ist – dem Computerzeitalter sei Dank. Ansonsten hätte Regisseur und Visionär Luc Besson seiner Kindheitsliebe, dem französischen Kult-Comic „Valérian et Laureline“ (dt. „Valerian und Veronique“) von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin, wohl schon vor Jahrzehnten ein filmisches Denkmal gesetzt. Stattdessen schuf er 1997 mit dem Box-Office-Hit „Das fünfte Element“ einen kleinen aber sehr erfolgreichen Science-Fiction-Bruder von „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“. Übrigens erarbeitete Jean-Claude Mézières zusammen mit der zweiten französischen Zeichnerlegende Jean Giraud (Moebius) das komplette Artwork von „Das fünfte Element“.

Dem mystischen und friedliebenden Volk der Pearls …

Zum Inhalt: Als sich ein triumphal hochgeworfener Knochen in der Luft drehend in eine Raumstation verwandelt, ist dies der Beginn des unvergesslichen Science-Fiction-Epos „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick. Bei „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ verfolgen wir zu den Klängen von David Bowies „Space Oddity“ nun das Wachstum einer internationalen zu einer intergalaktischen Weltraumstation. Illustriert wird es durch die Jahrhunderte mit Begrüßungszeremonien, anfangs zwischen Menschen (US-Amerikanern, Russen, Chinesen etc.), im Lauf der Zeit auch zwischen Menschen und Außerirdischen. Sehr schön ist hier die Reminiszenz an „Das fünfte Element“: Die Mondoshawan haben auch einen kleinen Auftritt.

… droht Ungemach – und die Menschen sind mitschuldig

Im 28. Jahrhundert erreicht die Weltraumstation Alpha, längst losgelöst von der Erde und an einem fernen Punkt der Galaxie angekommen, eine gigantische Größe. Alpha beherbergt inzwischen siebzehn Millionen Einwohner, zusammengesetzt aus Tausenden verschiedenen Spezies, womit sie zu einer „Stadt der tausend Planeten“ geworden ist.

Die Raum-Zeit-Agenten Valerian und Laureline auf geheimer Mission

 

Kontrolliert, militärisch und verwaltungstechnisch, wird Alpha allerdings immer noch von Menschen, womit unsere Helden, die Raum-Zeit-Agenten Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne), ins Spiel kommen. Im Auftrag ihres Chefs, Commander Arün Filitt (Clive Owen), machen sich die beiden Agenten zunächst auf die Suche nach einem kleinen Nagetierchen, das mystische Kräfte besitzt, um anschließend dem Commander bei einer diplomatischen Mission auf Alpha zur Hand zu gehen.

Sieht aus wie ein Milchbubi, hat es aber faustdick hinter den Ohren: Major Valerian

Wie es sich für ein ordentliches Abenteuer gehört, geht dabei so einiges schief, und immer wieder nimmt die Geschichte eine neue Wendung. Doch eines ist sowieso klar: die Geschichte selbst dient lediglich als Vehikel für das dialogspritzige Zusammenspiel der beiden Helden und, mehr noch, für die atemberaubende Bilderflut, mit der Besson seiner Kindheitsliebe Leben einhaucht.

Commander Arün Filitt blickt nicht nur finster drein

Wie in einem Panoptikum betrachten wir dabei staunend ein Szenario nach dem anderen, wobei Besson die Ideen nie auszugehen scheinen – ob bei der Gestaltung der fantastischen Welten oder der Vielzahl ihrer unterschiedlichsten Bewohner. Man merkt einfach bei jeder Szene und jedem Detail, wie viel Herzblut Besson in seinen Film gesteckt hat. Das Ergebnis ist ein Bilderrausch, der sogar die US-amerikanischen Blockbuster wie „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in den Schatten stellt. Auftritte von internationalen Stars wie der Popsängerin Rihanna, dem Musikgenie Herbie Hancock und Schauspielergrößen wie Ethan Hawke und Rutger Hauer leisten ihr Übriges.

Mit „Space-Orks“ ist nicht gut Kirschen essen

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Luc Besson sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet, Filme mit John Goodman, Rutger Hauer und Ethan Hawke in der Rubrik Schauspieler.

Wenn Laureline Fragen stellt, sollten auch sprechende Enten besser antworten

Länge: 137 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Originaltitel: Valerian and the City of a Thousand Planets
F/USA 2017
Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson, nach der Comic-Vorlage von Pierre Christin und Jean-Claude Mézières
Besetzung: Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen, Rihanna, Ethan Hawke, John Goodman, Rutger Hauer, Mathieu Kassovitz, Elizabeth Debicki, Aymeline Valade, Kris Wu, Emilie Livingston, Diva Cam, Sam Spruell, Alexandre Willaume, Herbie Hancock, Alexandre Nguyen
Verleih: Universum Film

Copyright 2017 by Florian Schneider

Filmplakat, Fotos & Trailer: © 2017 Universum Film

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 2017/07/19 in Film, Kino, Rezensionen

 

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Don Siegel (VIII): Die Dämonischen – Bloß nicht einschlafen!

Invasion of the Body Snatchers

Von Simon Kyprianou

SF-Horror // Je abstrakter die Bedrohung und je mehr sie an das alltägliche Leben gekoppelt ist, je unsichtbarer sie bleibt, desto wirkungsvoller ist sie. In „Die Dämonischen“ werden die Mitmenschen, die Nachbarn, Freunde, Familienangehörige zu den titelgebenden Dämonischen. John Carpenter hat das später ebenso konzipiert: In „Das Ding aus einer anderen Welt“ (1982) kann das Alien die Form seiner Opfer annehmen, bei „Sie leben“ (1988) sind es ebenfalls Mitmenschen, die unbemerkt durch Außerirdische ausgetauscht wurden. Auch Robert Rodriguez verwendete das Motiv parodistisch angehaucht 1998 in „Faculty – Trau keinem Lehrer“.

Siegel setzt die langsam anwachsende Paranoia in dem sorgfältig inszenierten Kleinstadtsetting effektiv um. Wenn Dr. Miles Bennell (Kevin McCarthy) und seine Freundin Becky Driscoll (Dana Wynter) bar jeden Zweifels herausgefunden haben, dass eine fremde Macht ihre Opfer des freien Willens und ihrer Gefühle beraubt, findet der Film in der zweiten Hälfte zu seinem Höhepunkt. Die beiden werden gefangen und eingesperrt. Sie wissen: Sobald sie einschlafen, werden auch sie durch gefühllose Hüllen ersetzt. In einer herzzerreißenden Szene sagt Mary, sie wolle lieben und sie wolle leiden. Kurz darauf kämpfen sie mit dem Schlaf und planen verzweifelt ihre Flucht. Siegels Inszenierung ist handwerklich gewohnt sicher und kompakt, „Die Dämonischen“ ist wunderbar ökonomisch erzählt.

Der Horror wartet im Schlaf

Der Transformations-Prozess an sich ist furchteinflößend, das bloße Einschlafen genügt, es ist etwas das zum alltäglichen Leben, zum Menschsein dazugehört. Wie auch Wes Craven später das unabwendbare Einschlafen als Ursprung seines Horrors in „Nightmare – Mörderische Träume“ (1984) gemacht hat.

Die Bedrohung einer fremden Macht, die Menschen ihrer Gefühle und ihres Willens beraubt, wurde in der Rezeption unterschiedlich gedeutet: Sie kann für die Furcht vor kommunistischer Unterwanderung der Vereinigten Staaten stehen, andere stellen fest, dass es genauso gut eine Kritik am McCarthy-Regime sein könnte, das auch versuchte, Gedanken, Meinungen und Gefühle gleichzuschalten. Beide Lesarten sind denkbar, der Film lässt keine Gewissheit zu. Don Siegel kommentiert das nur insofern, als er sich als unpolitischer Regisseur positioniert, sich aber gleichzeitig als Privatperson den Linken zurechnet. Die Rahmenhandlung lässt zwar eher erstgenannte Deutung vermuten, sie war dem Regisseur aber vom Studio aufgenötigt worden, Siegel selbst war damit nicht zufrieden. Außerdem lässt die Rahmenhandlung Siegels eigentliches Schlussbild verblassen, ein Bild des Schreckens und der Ungewissheit. Diese Widersprüchlichkeiten und Uneindeutigkeiten machen den ohnehin hervorragenden Film nur noch interessanter.

Erste Verfilmung des Romans von Jack Finney

Jack Finneys Romanvorlage wurde später mehrfach erneut verfilmt. In „Die Körperfresser kommen“ spielten 1978 unter anderen Donald Sutherland, Leonard Nimoy und Jeff Goldblum unter der Regie von Philip Kaufman. 1993 verlegte Abel Ferrara die Handlung in „Body Snatchers – Angriff der Körperfresser“ auf einer US-Militärbasis. Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel schließlich inszenierte 2007 „Invasion“ mit Nicole Kidman und Daniel Craig.

Die 2006 veröffentlichte deutsche DVD von „Die Dämonischen“ ist nach wie vor lieferbar. Eine angemessene Edition auf Blu-ray erscheint wünschenswert.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von Don Siegel sind in unserer Rubrik Regisseure aufgelistet.

Veröffentlichung: 6. Oktober 2006 als DVD

Länge: 77 Min.
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Invasion of the Body Snatchers
USA 1956
Regie: Don Siegel
Drehbuch: Daniel Mainwaring, nach einem Roman von Jack Finney
Besetzung: Kevin McCarthy, Dana Wynter, Larry Gates, King Donovan, Carolyn Jones, Jean Willes
Zusatzmaterial: keine Angabe
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment

Copyright 2017 by Simon Kyprianou
Packshot: © 2006 Studiocanal Home Entertainment

 

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