RSS

Schlagwort-Archive: Science-Fiction

The Beyond (2017) – Konservativer Transhumanismus

The Beyond

Von Lucas Gröning

Science-Fiction // Seit dem Anbruch des digitalen Zeitalters stellen sich dem Menschen immer mehr Fragen um seinen Platz in der schönen neuen Welt. Wie will er künftig leben? Wie will er arbeiten? Bieten sich Chancen, das eigene Leben signifikant zu verbessern, oder nützt die Digitalisierung doch eher den Reichen, Mächtigen und den Großkonzernen des Silicon Valley? Auch der Film sucht in diesem Zusammenhang nach Antworten und hat dies in der Vergangenheit bereits mit intelligenten Beiträgen getan. Zu nennen ist etwa Ridley Scotts „Blade Runner“ (1982), der nach einer Definition des menschlichen Wesens in einer technisierten Welt sucht und diese Suche in den Zusammenhang zur klassischen Philosophie von René Descartes und in den Gegensatz zu einem christlichen Wertegerüst setzt. In „Blade Runner 2049“ (2017), der direkten Fortsetzung von Scotts Werk, ist Denis Villeneuve unter anderem der Frage nachgegangen, inwiefern der Mensch in modernen, kapitalistisch-geprägten Gesellschaften über zwei Identitäten verfügt – eine als Produkt auf dem Arbeitsmarkt, eine als Konsument von produzierten Gütern und Dienstleistungen. Des Weiteren hat Alex Proyas 2004 in „I Robot“ die Macht einer künstlichen und vom Menschen erschaffenen Intelligenz thematisiert, die sich über seinen Erschaffer hinwegsetzt und in der Diktatur über den Menschen die einzige Rettung für dessen Existenz erkennt.

Auch „The Beyond“ (2017) von Hasraf Dulull nimmt sich der genannten Themen an – der britische Regisseur verfasste auch das Drehbuch. Zuvor hatte er diese Funktionen in vier Kurzfilmen ausgeübt, sodass „The Beyond“ sein Langfilmdebüt darstellt. Dulull war bis dato in erster Linie als „Visual Effects Supervisor“ tätig, und das durchaus für Großproduktionen wie „The Dark Knight“ (2008) und „Prince of Persia – Der Sand der Zeit“ (2010). Schon einmal vorweg: „The Beyond“ erreicht nicht im Ansatz die Höhe der eingangs genannten Science-Fiction-Filme. Das wäre angesichts deren Qualität auch zu viel verlangt, gerade vor dem Hintergrund, dass es sich bei Dululls Beitrag um eine Independent-Produktion handelt. Doch auch, wenn man die handwerklichen und erzählerischen Schwächen des Films ausblendet, gibt es viel zu kritisieren.

Die Dokumentation von Ereignislosigkeit

Worum geht es in „The Beyond“? Im Jahr 2019 taucht praktisch aus dem Nichts ein mysteriöses Wurmloch am Himmel über der Erde auf. Kurz darauf tritt eine große Zahl fremdartiger Himmelskörper aus eben jenem Loch heraus und bringt sich über dem gesamten Planeten verteilt in Stellung. Gillian Lacroux (Jane Perry), Chefin einer Raumfahrtbehörde, will das Wurmloch erforschen und entsendet zu diesem Zweck mehrere Astronauten, die einen Blick auf die Erscheinung werfen sollen. Da ein Mensch die enormen Gravitationskräfte des Loches nicht überleben würde, schaltet sich das Militär ein und bietet der Behörde eine hochentwickelte Robotertechnologie an, durch die sich das Gehirn eines Menschen mit einem künstlich erschaffenen Körper verbinden lässt. Das Ergebnis ist der sogenannte Human 2.0, der in der Lage sein soll, sich dem Wurmloch zu nähern und dort auf Spurensuche zu gehen.

Eines Tages taucht über der Erde ein mysteriöses Wurmloch auf

Den Großteil des Films erleben wir aus der Sicht eines Kamerateams. Dieses soll einen internen Film über die Arbeit der Raumfahrtbehörde drehen und begleitet die Protagonisten über die Dauer der Handlung. Somit erinnert Dulalls Werk zumeist eher an eine Dokumentation als an einen Spielfilm. Hier wechselt sich die Darstellung der handelnden Personen im Mockumentary-Stil, ähnlich wie in beispielsweise „The Blair Witch Project“ (1999) und „[Rec]“ (2007), mit Interviewsituationen auf einer diegetischen, fiktiven Ebene ab. So erfahren wir beispielsweise in den als Found Footage gedrehten Mockumentary-Szenen einen Aspekt der Handlung, der in der nächsten Szene im Rahmen eines Interviews von den handelnden Personen oder Experten kommentiert werden, ganz im Stile durchschnittlicher Fernsehproduktionen. Dieses Mittel zum Vorantreiben der Handlung zieht sich durch den gesamten Film und entfernt somit den Zuschauer vom Eindruck einer fiktiven Handlung. Das Gleiche sehen wir auf ästhetischer Ebene. Alle Bilder sind recht hell, perfekt ausgeleuchtet und schreien förmlich nach der Wahrnehmung als überproduziertes TV-Format. Das Problem hierbei ist jedoch, dass eine Dokumentation ja dazu da wäre, reale Ereignisse mit dem Anspruch der Intersubjektivität darzustellen, während ein fiktiver Film auch den Anspruch hat, seine Rezipienten zu unterhalten und ihnen eine gute Geschichte zu erzählen.

Genau hier liegt die Krux von „The Beyond“ aus handwerklicher Sicht: Der Film erzählt eine fiktive Geschichte, die jedoch aufgrund des reinen Dokumentationsstils und die Ereignislosigkeit seiner Handlung nicht unterhält. Viel zu oft wird die Handlung mit belanglosen Dialogen und Interviews aufgefüllt, welche die Handlung in keinster Weise vorantreiben und immer wieder aufs Neue betonen, wie unglaublich bedeutsam der Kontakt mit dem außerirdischen Fremden für die Geschichte der Menschheit ist. Bis sich wirklich etwas ereignet, lässt sich der Film knapp 50 Minuten Zeit, womit die Hälfte der Lauflänge bereits überschritten wird. Auf der anderen Seite ist die dokumentarische Darstellung einer fiktiven Geschichte nur von geringem Wert, da es sich ja um Ereignisse handelt, die in der realen Welt nicht stattfinden oder stattgefunden haben. Insofern bietet „The Beyond“ auch keinen Mehrwert im Sinne einer Wissensvermittlung über Aspekte der realen Welt, wie es Dokumentationen an sich haben sollten.

Gott und die Silicon-Valley-Ideologie

„The Beyond“ hat jedoch nicht nur Probleme damit, seine Geschichte auf spannende Art und Weise zu vermitteln. Das gezeigte Material ist auch aus ideologischer Sicht problematisch – vor allem in seinem Bezug zum Konzept des Human 2.0. Fernab des Films lassen sich in der Realität tatsächlich Tendenzen erkennen, den Menschen und sein Umfeld immer effizienter zu machen, vor allem von Seiten der Digitalisierungsbranche, allen voran des Silicon Valley. So zeigen uns Smartwatches inzwischen Pulswerte, Herzfrequenzen, den Zustand unseres vegetativen Nervensystems und unseren Kalorienverbrauch – das Ziel: dem Menschen zu ermöglichen, all diese Werte im Alltag im Auge zu behalten, ein gesundes Dasein zu führen und so seine Lebensdauer erheblich zu verlängern. Zugleich versuchen Konzerne wie Google, Apple und Amazon, unser Kaufverhalten zu optimieren, indem uns beispielsweise Werbung für Produkte angezeigt wird, die hinsichtlich unserer Sucheingaben auf unseren Interessen basiert. Auch das Zugreifen auf neuronale Strömungen unseres Gehirns zur Optimierung unseres Medienkonsums ist bereits Thema im Silicon Valley. Die Botschaft dahinter: Die Digitaliserung und Technologisierung unseres Alltags sei das zentrale Schlüsselement für eine Verbesserung des menschlichen Daseins – oder um es mit der philosophischen Denkrichtung zu benennen: Es geht um den Transhumanismus zur Verbesserung des menschlichen Lebens. Verbesserung und Optimierung klingt erst mal ganz gut, nicht wahr? Doch man muss sich die Frage stellen, inwiefern eine Optimierung all dieser Aspekte wirklich Teil der menschlichen Existenz sein sollte, also ob das alles wirklich „gebraucht wird“ oder ob es im Endeffekt nicht viel mehr um die Optimierung der Einnahmengenerierung der angesprochenen Großkonzerne geht und um die Verlängerung des menschlichen Lebens zur Existenz als Arbeitskraft und Konsument. Darüber hinaus wäre der Aspekt des „Gedankenlesens“ und der eventuell folgenden Gedankenkontrolle durch Beschallung mit bestimmten Ideologien ein großes Geschenk für jene autoritären, antidemokratischen Tendenzen, die sich aktuell weltweit beobachten lassen. Hier sei ein weiterer Film genannt, der sich bereits 1988 mit derlei Gedankengut befasst hat, wenn auch etwas exploitativer: John Carpenters „Sie leben“.

Weitere Himmelskörper zeigen sich über dem Planeten

Die Spitze einer solchen Optimierung des Menschen wäre wohl der Human 2.0, wie er in „The Beyond“ dargestellt wird. Der Roboteranzug, der hier bereits mit dem menschlichen Gehirn verknüpft wird, bietet die zentrale Lösung zur Erkundung des außerirdischen Wurmlochs. Er macht den Menschen körperlich robuster, stärker und widerstandsfähiger. Die Verknüpfung zum Gehirn erlaubt es den Beteiligten der Raumfahrtbehörde außerdem, sämtliche neuronalen Strömungen zu überwachen, während sich die Astronautin Jessica Johnson (Noeleen Comiskey) als „Jessica 2.0“ auf ihrer Mission befindet. Ein marktwirtschaftlicher Nutzen wird hier zwar noch nicht etabliert, das Konzept des Human 2.0 basiert allerdings auf Überlegungen, die im Silicon Valley bereits unter den Maximen der kapitalistischen Prinzipien Umsatz-und Gewinnmaximierung angestrengt werden.

„The Beyond“ ordnet diesem technischen Fortschritt dabei alles unter – selbst das menschliche Leben selbst. So wird zwar einigen Personen nachgetrauert, die im Zuge einer Entwicklung des Human 2.0 sterben, beispielsweise durch Fehlkonstruktionen, ihr Ableben wird jedoch recht schnell als notwendiges Übel abgetan. Sie sterben in diesem Sinne einen Märtyertod, der für die Entwicklung des Human 2.0 nötig ist, und zugleich wird gezeigt, dass sich aus den schwachen Individuen ein starkes erheben muss, um die Mission letztlich zu beginnen. Dieser Märtyrertod geschieht ganz im christlichen Sinne für das Fortschreiten einer Idee, an die geglaubt wird. War das in früheren Zeiten eher der Glauben an das Christentum, Gott und Jesus, ersetzt „The Beyond“ Gott durch den Übermenschen im Sinne von Friedrich Nietzsche, worauf auch der Titel schließen lässt. Statt für moderne humanistische Werte einzutreten, nach denen jeder Mensch für die Gesellschaft, als auch ganz als Individuum seinen eigenen Wert hat, tritt der Film eben für eine höhere Form des Menschen ein, eine optimierte Form, die sich letztlich auch als eine Art Gottgestalt interpretieren lässt. Hier spricht aus dem Film, genauso wie aus der Silicon-Valley-Ideologie, ein enormer Konservatismus, der im Kontrast zum eigentlich angestebten Fortschritt steht. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Technischer Fortschritt führt nicht automatisch zu gesellschaftlichem Fortschritt, sondern womöglich gar zum Gegenteil.

All diese Aspekte machen aus „The Beyond“ einen recht problematischen Film. Die Symbiose aus Mockumentary und Fernsehdokumentation funktioniert nur bedingt, da über den gesamten Film hinweg zu wenig passiert. Der Film tut sich schwer damit, Spannung aufzubauen. Auf der einen Seite erzählt er eine fiktive Geschichte, die mit der nötigen Dramatik erzählt werden möchte, auf der anderen Seite ordnet er all dies einer Anmutung als Dokumentation unter, die angesichts seiner eigentlichen Identität als Erzählplattform für einen fiktiven Stoff wenig zielführend ist. Doch auch darüber hinaus bietet „The Beyond“ Inhalte, die es zumindest zu hinterfragen gilt. Hier wird die Silicon-Valley-Ideologie vom Allheilmittel des technischen Fortschritts propagiert, ohne sich die Frage zu stellen, ob dies wirklich einen gesellschaftlichen Fortschritt bedeutet. Der Film selbst gibt sich inmitten seiner Darstellung der Digitalisierung äußerst konservativ und flüchtet sich durch seine Erschaffung des Übermenschen in Form des Human 2.0 in alte christlich-fundamentalistische Ideologie und in die zweifelhaften Aspekte der Philosophie eines Friedrich Nietzsche. Dies ist umso verwunderlicher, da Regisseur und Drehbuchautor Hasraf Dulull die Science-Fiction-Größen Ridley Scott, James Cameron und Steven Spielberg als seine Vorbilder genannt hat, die diese Themen wesentlich intelligenter und weitsichtiger bearbeiteten.

Zur Kommunikation mit dem Außerirdischen wird der Human 2.0 entworfen

Veröffentlichung: 12. Juli 2019 als Blu-ray und DVD

Länge: 91 Min.
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: The Beyond
GB 2017
Regie: Hasraf Dulull
Drehbuch: Hasraf Dulull
Besetzung: Jane Perry, Nigel Barber, Noeleen Comiskey, Ezra Faroque Khan, Kosha Engler, Stuart Ashton, Alexander Clay, Louisa Hollway, Wes Nike, Melissa Graham,
Zusatzmaterial: Wendecover
Label/Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises

Copyright 2019 by Lucas Gröning
Szenenfotos: © 2019 Studio Hamburg Enterprises

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , ,

Horror für Halloween (XXXIII): Insel der verlorenen Seelen – Verstörendes im „Haus des Schmerzes“

Island of Lost Souls

Von Volker Schönenberger

SF-Horror // Aus dem Hochsee-Nebel taucht der Frachter „Covena“ auf. Ein Schiffbrüchiger wird gerettet und an Bord geholt. Edward Parker (Richard Arlen) hatte sich an Bord eines anderen Schiffs befunden, das gesunken ist. Sein vermeintliches Glück im Unglück: Die „Covena“ steuert die Südee-Insel Apia an, auch sein Ziel. Dort will Parker seine Verlobte Ruth Thomas (Leila Hyams) heiraten. Das Schiff transportiert im Auftrag des geheimnisumwitterten Dr. Moreau (Charles Laughton) etliche wilde Tiere verschiedener Arten, die dem Doktor bei einem Zwischenstopp mitten auf See übergeben werden sollen. Per Schiffskran werden die Tiere von der „Covena“ auf Moreaus Schoner gehievt. Weil sich Parker kurz zuvor mit Kapitän Davies (Stanley Fields) angelegt hatte, wirft der ihn kurzerhand über Bord auf das andere Schiff.

Edward Parker trifft auf fremdartige Kreaturen

Widerwillig, aber freundlich nimmt Dr. Moreau seinen neuen Passagier mit auf seine eigene Insel und gewährt ihm dort Gastfreundschaft in seiner Privatklinik. Der Wissenschaftler stellt seinem Gast die schöne Lota (Kathleen Burke) vor, deren freundliches Wesen mit einer merkwürdigen geistigen Schlichtheit einhergeht. Als Parker schließlich bemerkt, dass die Forschungsarbeit seines Gastgebers aus ethisch höchst fragwürdigen Experimenten besteht und er offenbar Menschen und Tiere gleichermaßen als Versuchskaninchen für grausame Zwecke missbraucht, flieht er aus der Klinik. Kurz darauf findet er sich unter fremdartigen Kreaturen wieder, menschenähnlichen Wesen mit animalischen Charakteristika. Was geht auf der Insel vor? Und was hat es mit Dr. Moreaus „House of Pain“ auf sich?

Bela Lugosi ganz haarig als Verkünder der Gesetze

Bela Lugosi! Jawohl auch der „Dracula“-Darsteller tritt prominent in Erscheinung. Allerdings ist er kaum zu erkennen, da sich sein Gesicht hinter starker Behaarung verbirgt. Die Make-up-Crew hat nicht nur bei ihm ganze Arbeit geleistet, die auch heute noch Respekt abringt. Lugosi gibt den „Sayer of the Law“ („Verkünder der Gesetze“), einen Affenmenschen, der die wilde Horde von „Beast Men“ („Tiermenschen“) führt, die allesamt unter der strengen Knute von Dr. Moreau stehen. Charles Laughton verkörpert diesen frühen filmischen „Mad Scientist“ mit Inbrunst und in blasierter Kultiviertheit. Sein Dr. Moreau ist geradezu die Personifizierung des verrückten Wissenschaftlers, wobei Verrücktheit gar nicht mal seine hervorstechendste Eigenschaft darstellt. Viel nachhaltiger wirkt auf uns Zuschauerinnen und Zuschauer seine Skrupellosigkeit, die tatsächlich heute noch fassungslos macht. Do you know what it feels to feel like god? Die Frage, wie es sich anfühle, sich wie Gott zu fühlen, stellt er seinem Gast Edward Parker in voller Ernsthaftigkeit; und in der Tat gebärdet er sich gegenüber den Kreaturen auf der Insel wie ein Gott. Der „liebe“ Gott des Alten Testaments war ja ebenfalls mit großer Skrupellosigkeit gesegnet, aber das nur am Rande. Ob Gott oder nicht, gegenüber Laughtons Schauspielkunst verblassen zwangsläufig alle anderen Darstellerinnen und Darsteller.

Grausliche Experimente

Fragen nach Verantwortung und Hybris der Wissenschaft stellen sich bei „Insel der verlorenen Seelen“ nicht, gar zu monströs ist Moreaus Wirken. Wie genau seine Operationen und Vivisektionen zu Resultaten führen, erfahren wir nicht, das erscheint auch als richtige Entscheidung, da die Ergebnisse allzu absurd anmuten – was aber der Wirkung keinen Abbruch tut. Ob damalige Kinogängerinnen und -gänger das Gezeigte für machbar gehalten haben? Die Ergebnisse von Moreaus Experimenten und Operationen sind auch nach heutigen Maßstäben grauslich. Und mögen sie auch unrealistisch sein, ganz und gar nicht weltfremd ist es, uns Menschen grausamste Versuche mit unseresgleichen zuzutrauen, wie etwa die Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern und das Wüten der Einheit 731 der Kaiserlich Japanischen Armee in der Mandschurei nachdrücklich belegen.

„Freaks“ und „Graf Zaroff“ lassen grüßen

In Verbindung mit der formidablen Ausleuchtung und dem damit einhergehenden Licht-und-Schattenspiel entfaltet sich wahrer Horror in dem Panoptikum mutierter Wesen, die bisweilen aus dem Gehölz auftauchen und dem nichts Böses ahnenden Zuschauer direkt ins Gesicht starren. Tod Brownings „Freaks“ aus demselben Jahr kam mir während der Sichtung von „Insel der verlorenen Seelen“ in den Sinn. Beide Werke dürften auf das Kinopublikum der 1930er-Jahre eine vergleichbar verstörende Wirkung gehabt haben. Mit seinem auf eine Insel begrenzten Setting und dem sinistren Herrn der Insel erinnert der Film auch an „Graf Zaroff – Genie des Bösen“, ebenfalls aus dem Produktionsjahr 1932.

Bilder vom „Sunrise“-Kamerapionier Karl Struss

In den Bildern verschwimmen die Grenzen zwischen Studiokulissen und Außen-Drehorten. Kein Wunder, denn mit Karl Struss findet sich dann auch ein echter Könner als Kameramann, der als einer der Wegbereiter der Technik und Handhabung von Filmkameras in Hollywood gilt und nicht umsonst 1929 für seine Arbeit an F. W. Murnaus „Sonnenaufgang“ mit dem Oscar prämiert wurde – bei der ersten Oscar-Verleihung überhaupt. Bis 1942 war Struss drei weitere Male nominiert: 1932 für „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, 1934 für „Im Zeichen des Kreuzes“ und 1942 für „Aloma, die Tochter der Südsee“.

Drehort Santa Catalina Island

Die Außenaufnahmen entstanden auf Santa Catalina Island vor der kalifornischen Küste. Die Insel diente ein paar Jahre später auch als Drehort für „Meuterei auf der Bounty“ (1935), bei dem Charles Laughton ebenfalls in tragender Rolle zu sehen ist. Auch Teile des Horror-Trashfilms „Sand Sharks“ (2012) sind dort entstanden.

Pre-Code in Reinkultur

1932 existierte der Hays-Code zwar schon, die darin gelisteten Vorgaben zur Produktion von Filmen, die dem vermeintlichen sittlichen Empfinden der Gesellschaft nicht schaden sollten, waren für die Hollywood-Studios aber noch nicht verbindlich, eher als freiwillige Selbstverpflichtung zu verstehen. Demzufolge ließ sich die Traumfabrik in der Zeit bis zur Verbindlichwerdung dieses Zensurwerks in den sogenannten Pre-Code-Filmen häufig zu etwas deutlicheren Andeutungen und Darstellungen von Sexualität und Gewalt hinreißen, auch wenn viele Szenen nach heutigen Maßstäben harmlos erscheinen mögen. „Insel der verlorenen Seelen“ wartet mit einigen Motiven auf, die in Zeiten des Hays-Codes nicht mehr durchgegangen wären, etwa die Andeutung sexueller Verlockungen zwischen Edward Parker und Lota, die nach 30er-Jahre-Maßstäben umso skandalöser wirkt, da es sich um einen Weißen und eine Polynesierin handelt und Lota zudem gar … aber ich will nicht spoilern. Zum Finale werden wir Zeuge einer versuchten Vergewaltigung durch eine animalische, nur halb menschliche Kreatur, und Dr. Moreaus Grausamkeit mit der Peitsche und am OP-Tisch ist natürlich alles andere als Hays-kompatibel, von seinem blasphemischen Auftreten als „Gott der Insel“ ganz zu schweigen. Mit der Zensur durch empörte Moralwächter hatte „Insel der verlorenen Seelen“ dann auch ordentlich zu kämpfen. In Schweden beispielsweise wurde die Aufführung 1933 untersagt, desgleichen im Vereinigten Königreich, dort sogar mehrfach bis in die 1950er-Jahre hinein. Auch in Nazi-Deutschland verhinderte die Obrigkeit, dass das Kinopublikum den Film zu sehen bekam. Wurde er in Deutschland überhaupt je irgendwann gezeigt, etwa im Fernsehen? Hinweise dazu nehme ich gern per Kommentar entgegen.

Nach dem Roman von H. G. Wells

„Insel der verlorenen Seelen“ bildet die erste Verfilmung des 1896 veröffentlichten Romans von H. G. Wells („Die Zeitmaschine“). Zwei weitere folgten ihr deutlich später: 1977 mit „Die Insel des Dr. Moreau“ mit Burt Lancaster in der Titelrolle, 1996 mit John Frankenheimers „D.N.A. – Experiment des Wahnsinns“ mit Marlon Brando als Dr. Moreau. Beide Adaptionen tragen im Original denselben Titel wie die Romanvorlage: „The Island of Dr. Moreau“.

Gibt es eine Rettung von der Insel?

Den Trivia der IMDb zufolge mochte Wells „Island of Lost Souls“ nicht, weil der Horror zu sehr über die philosophischen Aspekte seiner Geschichte dominierte. Die Filmhandlung unterschlägt auch bedeutsame Aspekte des Romans, etwa zur gesellschaftlichen Struktur der Kreaturen. Eine kritische Meinung steht dem Romanautor natürlich zu, wir hingegen können konstatieren: Regisseur Erle C. Kenton („Frankenstein kehrt wieder“, „Draculas Haus“) hat mit „Insel der verlorenen Seelen“ ein Meisterwerk des frühen Tonfilm-Horrorgenres geschaffen.

Erst 2019 in deutsche Heimkinos

Der Film hat es in Deutschland erst im August 2019 im Rahmen der „Classic Chiller Collection“ des Labels Ostalgica ins Heimkino geschafft. Da mir die Edition nicht vorliegt, kann ich darüber nichts äußern. Referenz-Veröffentlichungen kommen einmal mehr vom US-Label The Criterion Collection sowie in der „The Masters of Cinema Series“ des englischen Labels Eureka Entertainment. Eureka hat den Titel nicht nur im herkömmlichen Softcase veröffentlicht, sondern auch als überaus attraktiv aufgemachtes Steelbook. Beide Varianten enthalten den Film auf Blu-ray und DVD, ein 32-seitiges Booklet mit vielen Fotos und einem lesenswerten Text des englischen Publizisten Kim Newman rundet das Gesamtpaket vorzüglich ab.

Dass sich nur wenige deutschsprachige Texte zu „Insel der verlorenen Seelen“ im Netz finden, lässt vermuten, dass der Film hierzulande weniger bekannt ist, als er es verdient hat. An sich nehme ich genug Filmfreunde mit Interesse an uralten Horror- und Science-Fiction-Stoffen wahr, diese müssten sich die Finger nach dem Werk lecken. Vielleicht gelingt es der Ostalgica-Veröffentlichung, „Insel der verlorenen Seelen“ die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme mit Charles Laughton und Bela Lugosi sind in unserer Rubrik Schauspieler aufgeführt.

Veröffentlichung: 9. August 2019 als 3-Disc Classic Chiller Collection (Blu-ray & 2 DVDs)

Länge: 73 Min. (Blu-ray), 70 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Island of Lost Souls
USA 1932
Regie: Erle C. Kenton
Drehbuch: Waldemar Young, Philip Wylie, nach dem Roman „Die Insel des Dr. Moreau“ von H. G. Wells
Besetzung: Charles Laughton, Bela Lugosi, Richard Arlen, Leila Hyams, Kathleen Burke, Arthur Hohl, Stanley Fields, Paul Hurst, Hans Steinke, Tetsu Komai, George Irving
Zusatzmaterial: Audiokommentar mit Bodo Traber, Matthias Künnecke & Gerd Naumann, „Trailers from Hell“ mit John Landis, englischer Originaltrailer, Bildergalerie, Audio-CD mit Hörspiel nach H. G. Wells: „Die Insel des Dr. Moreau“
Label: Ostalgica
Vertrieb: Media Target Distribution GmbH

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Szenenfotos, Aushangmotive & Packshot Classic Chiller Collection: © 2019 Ostalgica

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Horror für Halloween (XXX) / David Cronenberg (VIII): Shivers – Parasiten-Mörder: Die Sexbestien im Hochhaus

Shivers

Von Volker Schönenberger

SF-Horror // Ein älterer Mann jagt in einem Appartement einer jungen Frau in Schuluniform hinterher. Sie wehrt sich, aber schließlich gelingt es ihm, sie zu erwürgen. Er legt ihren Oberkörper frei, zieht sie aus, dann auch sich. Mit einem fachmännischen Schnitt legt der Mann die Bauchhöhle der Toten frei. Er gießt Säure in die Wunde, dann schneidet er sich selbst die Kehle durch.

Parallel erfahren wir mehr über den hochmodernen Hochhauskomplex, in dem sich das beklemmende Geschehen abspielt. Es handelt sich um die Starliner Towers auf Starliner Island, einer bei Montreal gelegenen Insel. Die Appartements sind offenbar heiß begehrt. Der in der kleinen Klinik des Gebäudes tätige Arzt Roger St. Luc (Paul Hampton) entdeckt die beiden Leichname und benachrichtigt die Polizei. Zuvor hatte schon der Nachbar Nicholas Tudor (Allan Kolman) das Appartement betreten, angesichts des grausamen Anblicks aber nur fluchtartig das Weite gesucht.

Parasiten als Organersatz

Beim Mörder handelt es sich um den Wissenschaftler Dr. Hobbes. Dessen Partner Rollo Linsky (Joe Silver) klärt St. Luc darüber auf, dass die beiden daran gearbeitet hatten, einen Parasiten zu züchten, der in der Lage ist, die Funktion eines menschlichen Organs zu übernehmen. Bald darauf entdeckt Linsky, dass Hobbes die Experimente insgeheim etwas modifiziert hat, um einen Parasiten zu entwickeln, der die sexuelle Gier steigert und gleichzeitig das Denken ausschaltet, damit sich die Menschen hemmungslosen Orgien hingeben. Die junge Frau diente ihm dabei als Versuchskaninchen. St. Luc berichtet dem Wissenschaftler, sie habe in den Starliner Towers diverse Affären gehabt …

Sexuelle Triebhaftigkeit

Orgien, Orgien, wir wollen Orgien! Verzeiht mir diese kleine Asterix-Reminiszenz in einer Rezension eines David-Cronenberg-Films, aber sie passt ja. Wobei die Sexbesessenheit der von den Parasiten befallenen Unglückseligen in „Shivers – Parasiten-Mörder“ nicht unbedingt gewollt ist. Mit der übersteigerten Triebhaftigkeit geht auch Aggressivität einher, jedenfalls haben die Befallenen keinerlei Hemmungen, lüstern über bislang nicht infizierte Menschen herzufallen und ihnen dabei auch den Parasiten unterzujubeln.

Wer Cronenbergs Durchbruch-Film von 1975 mit voyeuristischer Erwartung startet, sei gewarnt: Zwar bekommen wir reichlich nackte Haut und sich wälzende Körper zu sehen, die Erotik geht dabei aber eher flöten. Vielmehr haben die Sexbestien mit ihrer Fixierung auf einen Aspekt der Körperlichkeit Ähnlichkeit mit Zombies. Hat George A. Romero je zugegeben, „Shivers“ vor den Dreharbeiten zu „Zombie“ („Dawn of the Dead“, 1978) gesehen zu haben? Die mangelnde Befriedigung des Voyeurs verleiht Cronenbergs Regiearbeit Distanz zu reiner Exploitation.

David Cronenbergs Body Horror

Der Ausdruck Body Horror muss in Texten über viele Arbeiten des kanadischen Filmemachers natürlich fallen, so auch in diesem, dem sei hiermit Genüge getan. Er passt perfekt zu Cronenbergs erstem abendfüllenden Spielfilm, das brauche ich wohl nicht weiter auszuführen. Die Parasiten sind eben sehr körperlich, machen sich unter der Bauchdecke bemerkbar, kommen aus Mündern hervorgekrochen … Da kann sich schon mal ein gewisser Ekel einstellen.

Warnung vor dem Spoiler

In diesem Absatz spoilere ich etwas. Wer „Shivers“ noch nicht geschaut hat, möge spätestens nach dem nächsten Satz direkt zum Folgeabsatz springen. Gedreht wurde auf der Île des Sœurs oder Nuns’ Island im Sankt-Lorenz-Strom bei Montreal, ein dort befindlicher Hotelbau diente als Starliner Towers. Glück für die Menschheit, möchte man meinen, da die Verbreitung der Parasiten so begrenzt bleibt – doch weit gefehlt: Am Ende verlassen die Menschen per Auto das Gebäude, zweifellos, um den Parasiten in die Welt zu tragen, wie auch eine über den Beginn des Abspanns gelegte Radiomeldung andeutet. Von sexueller Raserei ist dabei nichts mehr zu bemerken, fast verwundert es, dass die Menschen überhaupt noch Auto fahren können. Hat Cronenberg in der Hinsicht etwa ein kleines Logikloch übersehen? Vielleicht hat der Parasit aber auch eine Art Schwarmintelligenz entwickelt, die ihm bewusst gemacht hat, auf welche Weise er seine Art am besten erhält – nämlich, indem er die Starliner Towers verlässt und sich in die Welt begibt. Hier meine ich, ein paar Parallelen zu Don Siegels „Die Dämonischen“ („Invasion of the Body Snatchers“, 1956) zu bemerken. Fast hätte ich auf Philip Kaufmans „Die Körperfresser kommen“ („Invasion of the Body Snatchers“, 1978) verwiesen, aber der ist ja drei Jahre nach „Shivers“ entstanden.

Was haben sich die Kanadier damals nur gedacht?

„Shivers“ entstand seinerzeit mit Fördermitteln des kanadischen Staats. Ob die Entscheider wussten, was sie da förderten? Im Booklet des NSM-Mediabooks erfahren wir, dass sich nach dem Kinostart der kanadische Senat mit der Frage beschäftigte, was für Filme man finanziell fördern soll. Nach einem Verriss in einer Zeitschrift wurde Cronenberg angeblich sogar aus seiner Wohnung geworfen, weil er einen so unmoralischen Film gedreht hatte. Vermutlich hatte sein Vermieter (oder seine Vermieterin) „Shivers“ nicht mal gesehen – die heftigsten Reaktionen auf kontroverse Werke kommen ja oft von Menschen, die wissen, wie schlimm ein Film ist, ohne auch nur eine Minute davon geschaut zu haben. Übrigens hatte ich mich bis hierhin erfolglos gefragt, wie ich meinen Leserinnen und Lesern den Parasiten beschreiben soll, glücklicherweise nimmt mir der Booklettext das Problem ab: … wie eine Mischung aus Phallus und Exkrement. Generell ein interessanter Text, den Manfred Riepe fürs Mediabook verfasst hat, aber noch mehr will ich daraus nicht abschreiben.

Featurette von Cronenberg-Kenner Marcus Stiglegger

Im Zusatzmaterial des Mediaboooks gefallen vor allem das Interview mit David Cronenberg sowie das eigens für diese Edition produzierte 23-minütige Featurette „Creative Cancer and the New Flesh“, in welchem sich der Publizist und Kulturwissenschaftler Marcus Stiglegger ausgiebig über David Cronenberg und „Shivers“ auslässt. Das hat er übrigens auch schon in gedruckter Form getan – Stigleggers Standardwerk „David Cronenberg“ ist 2011 bei Bertz & Fischer erschienen. Blu-ray und DVD des Mediabooks enthalten sowohl die ursprüngliche deutsche Synchronisation von 1975, bei der die damals fehlenden Sequenzen nachsynchronisiert worden sind, als auch die neue Synchronisation von 2002. Eine empfehlenswerte Veröffentlichung. Mein Steelbook aus dem englischen Hause Arrow Video möchte ich dennoch nicht missen (siehe Foto ganz oben), auch wenn das Label in der Erstauflage irrtümlich die zensierte R-Rated-Fassung aus den USA auf die Discs gepackt hatte. Die Nachlieferung der ungeschnittenen Fassung lief aber problemlos, nachdem Arrow die Ersatz-Discs produziert hatte.

J. G. Ballard grüßt aus seinem Hochhaus

Das Hochhaus-Setting erinnert an J. G. Ballards im selben Jahr wie Cronenbergs Film veröffentlichten Roman „Hochhaus“ („High-Rise“), in welchem die Bewohnerinnen und Bewohner sich nach und nach der Anarchie hingeben, 2015 vom englischen Regisseur Ben Wheatley („Sightseers – Killers on Tour“) als „High-Rise“ in die Kinos gebracht. Die Exzesse in „Shivers – Parasiten-Mörder“ sind roher, enthemmter, Cronenbergs Regiearbeit wirkt im Vergleich zu „High-Rise“ deutlich räudiger. Als weiterer Vergleich bietet sich der mit Cronenbergs späteren Filmen „Rabid – Der brüllende Tod“ (1977) und „Die Brut“ (1979) an, aber dazu müsste ich beide erst mal wieder sichten. Es gehört nicht viel Fantasie zu der Annahme, dass diese Cronenbergs Können gereift zeigen. „Shivers – Parasiten-Mörder“ ist dennoch unverzichtbar, ein so raues wie brillantes Frühwerk des großen kanadischen Autorenfilmers.

Alle bei „Die Nacht der lebenden Texte“ berücksichtigten Filme von David Cronenberg sind in unserer Rubrik Regisseure aufgeführt, Filme mit Barbara Steele unter Schauspielerinnen.

Veröffentlichung: 29. März 2019 als limitiertes 2-Disc Edition Mediabook (Blu-ray & DVD, 6 Covermotive à 555, 2 x 333 und 3 x 222 Exemplare), 25. September 2009 und 14. Oktober 2002 als DVD

Länge: 88 Min. (Blu-ray), 84 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Originaltitel: Shivers
Alternativtitel: They Came from Within / It Came from Within
KAN 1975
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: David Cronenberg
Besetzung: Paul Hampton, Joe Silver, Lynn Lowry, Allan Kolman, Susan Petrie, Barbara Steele, Ronald Mlodzik, Barry Baldaro, Camil Ducharme, Hanna Poznanska, Wally Martin, Vlasta Vrana, Silvie Debois
Zusatzmaterial Mediabook: Audiokommentar von Dr. Gerd Naumann und Dr. Rolf Giesen, Interview mit David Cronenberg, „Creative Cancer and the New Flesh“ (Featurette mit Marcus Stiglegger, 23 Min.), Open-Matte-Fassung (R-Rated, Standard Definition), Super-8-Fassung, Bildergalerie, deutscher Trailer, Vintage Trailer, Originaltrailer, neuer englischer Trailer, 16-seitiges Booklet mit einem Text von Manfred Riepe
Label/Vertrieb Mediabook: NSM Records
Label DVD: splendid film
Vertrieb DVD: splendid film

Copyright 2019 by Volker Schönenberger

Packshots: © 2019 NSM Records

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: