RSS

Schlagwort-Archive: Shim Sung-bo

Gewinnspiel: 3 x Sea Fog auf Blu-ray

Verlosung

Ein verschuldeter Fischer will sich als Schlepper betätigen – mit seiner Besatzung eine Gruppe Migranten von China nach Südkorea einschleusen. Das hat fatale Folgen. Koch Films hat das auf wahren Begebenheiten beruhende südkoreanische Thrillerdrama „Sea Fog“ (2014) als Blu-ray und DVD veröffentlicht und uns drei Blu-rays zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank im Namen der kommenden Gewinnerinnen und Gewinner.

Teilnahmebedingungen

Da „Die Nacht der lebenden Texte“ nach wie vor keinen Cent Ertrag abwirft (die unten ab und zu eingeblendete Werbung schaltet WordPress): Wer möchte, darf mir im Gewinnfalle gern anbieten, das Porto in Höhe von 1,55 Euro zu übernehmen – oder höher beim Wunsch nach versichertem Versand. Dies ist aber völlig freiwillig und keine Teilnahmevoraussetzung. Nicht freiwillig, sondern verbindlich hingegen: Zwecks Teilnahme am Gewinnspiel begebt Ihr euch zu meiner Rezension des Films und beantwortet dort (also nicht hier unter dem Gewinnspiel) bis Sonntag, 16. Mai 2021, 22 Uhr, im Kommentarfeld die Frage im letzten Absatz des Textes.

Seid Ihr dazu nicht in der Lage, so schreibt das einfach hin. Alle veröffentlichten Antworten landen im Lostopf. Nicht verzweifeln, wenn Ihr euren Kommentar nicht sogleich erblickt – aus Sicherheitsgründen schalten wir ihn erst frei. Das ist aber Formsache.

Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“!

Wollt Ihr kein Gewinnspiel und keine Rezension verpassen? Folgt „Die Nacht der lebenden Texte“! Entweder dem Blog direkt (in der rechten Menüleiste E-Mail-Adresse eintragen und „Folgen“ anklicken) oder unserer Facebook-Seite.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Teilnahmeberechtigt sind alle, die eine Versandanschrift innerhalb Deutschlands haben oder bereit sind, die Differenz zum Inlandsporto zu übernehmen. Für Transportverlust übernehme ich keine Haftung (verschicke aber sicher verpackt und korrekt frankiert). Gewinnerinnen oder Gewinner, die sich drei Tage nach meiner zweiten Benachrichtigung nicht gemeldet haben, verlieren den Anspruch auf die Blu-ray. In dem Fall lose ich unter den leer ausgegangenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen neuen Namen aus.

Nur eine Teilnahme pro Haushalt. Ich behalte mir vor, Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht für den Lostopf zuzulassen oder ihnen im Gewinnfall nachträglich den Preis abzuerkennen, sofern mir Mehrfachteilnahmen unter Alias-Namen unterkommen. Autorinnen und Autoren von „Die Nacht der lebenden Texte“ sowie deren und meine Familienmitglieder dürfen leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werde ich im Lauf von zwei Wochen nach Ende der Frist bekanntgeben, indem ich diesen Text um einen Absatz ergänze, und sie auch per E-Mail benachrichtigen.

Gewonnen haben

– Sven Böttger,
– Sven Plog,
– Jörg Plutta.

Herzlichen Glückwunsch! Ihr werdet benachrichtigt.

Die Rezension von „Sea Fog“ findet Ihr auch hier.

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Sea Fog – Der Fischkutter und die Migranten

Haemoo

Von Volker Schönenberger

Thrillerdrama // Den Fischkutter „Jun Jin“ von Kapitän Kang Chul-joo (Kim Yoon-seok) kann man fast schon Seelenverkäufer nennen. Ständig muss die Besatzung an dem Schiff herumschrauben und -reparieren. Die Reparatur lohnt sich kaum noch, aber der Skipper hängt an der „Jun Jin“ und kann sich nicht überwinden, die Abwrackprämie in Anspruch zu nehmen. Einen neuen Kredit gibt ihm die Bank auch nicht, denn: Für Kapitäne von Fischerbooten sind die rosigen Tage vorbei.

Kapitän Kang Chul-joo plagen Geldsorgen

Um an Geld zu kommen, lässt sich Kang auf eine illegale Aktion ein: Er will eine Reihe Migranten aus China nach Korea schmuggeln. Schon die Übernahme der Menschen von einem Frachter vor der chinesischen Küste gestaltet sich schwierig, der junge Matrose Dong-sik (Park Yoo-chun) kann mit Müh und Not eine junge Frau retten, die ins Wasser gestürzt ist. Überhaupt Frauen: Die Anwesenheit einiger von ihnen unter der menschlichen „Ladung“ macht ein paar Besatzungsmitglieder ganz wuschig.

Im Laderaum verborgen

Die Stimmung wechselt schnell von angespannt zu brenzlig. Als sich ein anderes Schiff nähert und ein Kontrollbeamter an Bord zu kommen begehrt, sollen sich die Passagierinnen und Passagiere im Laderaum verstecken. Als einer aufbegehrt, prügelt Kapitän Kang ihn windelweich. Es kommt zur Katastrophe.

Der Skipper rastet aus

Zeitlich in der koreanischen Finanzkrise 1997 angesiedelt, greift „Sea Fog“ (2014) den „7th Taechangho Accident“ auf, der sich 2001 ereignete und internationales Aufsehen erregte. Das Thrillerdrama nimmt sich gegenüber den wahren Begebenheiten einige Freiheiten, die dramaturgische Zuspitzung tut dem Film aber gut.

Kooperation mit Bong Joon-ho

Für Regisseur Shim Sung-bo ist es die bislang einzige Regiearbeit. Er schrieb auch am Drehbuch von „Memories of Murder“ (2003) mit. Dessen Regisseur Bong Joon-ho ist spätestens seit den Oscars für „Parasite“ (2019) nicht nur in Korea eine große Nummer, sondern auch international. Er schrieb mit Shim Sung-bo das Drehbuch von „Sea Fog“ und gehörte zu den Produzenten des Films. Der darin abgebildete Stil eines sozialen Realismus dürfte auch Bong Joon-hos Einfluss geschuldet sein.

Hier regiert nur einer!

Es verwundert etwas, dass ein deutsches Label das Werk erst sieben Jahre nach dessen koreanischer Premiere für den hiesigen Markt lizenziert hat. Womöglich hat Koch Films es erst im Zuge des Trubels um Bong Joon-ho entdeckt. Allerdings lief es 2014 und 2015 auf zahlreichen internationalen Festivals, beginnend mit dem renommierten TIFF im kanadischen Toronto. Diverse Filmpreise sind verdienter Lohn für ein Thrillerdrama, das zeigt, wie eine heikle Situation auf engem Raume eskaliert.

Popstar Park Yoo-chun an Bord

Den jungen Matrosen Dong-sik spielt Park Yoo-chun, in Südkorea als Popstar eine Berühmtheit. Da ich mit K-Pop nicht vertraut bin, war mir der Name kein Begriff, ich gestehe gern, erst durch den Hinweis im Pressetext von Koch Films darauf gestoßen zu sein. Er macht seine Sache schauspielerisch sehr gut, wie auch seine Mitstreiterinnen und -streiter. Das Geschehen und das Verhalten der Menschen an Bord wirken authentisch, so weit ich das im Rahmen meines begrenzten Einfühlungsvermögens in die fernöstliche Mentalität beurteilen kann. „Sea Fog“ vermag zu fesseln, verstört und wirkt realitätsnah. Die Reihe überaus sehenswerter südkoreanischer Produktionen reißt nicht ab. Weiter so. Welche sind eure Favoriten?

Abschließend sei erwähnt: Kein Mensch ist illegal!

Gibt es eine Rettung?

Veröffentlichung: 25. März 2021 als Blu-ray und DVD

Länge: 111 Min. (Blu-ray), 106 Min. (DVD)
Altersfreigabe: FSK 16
Sprachfassungen: Deutsch, Koreanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Haemoo
KOR 2014
Regie: Shim Sung-bo
Drehbuch: Shim Sung-bo, Bong Joon-ho
Besetzung: Kim Yoon-seok, Park Yoo-chun, Yeri Han, Mun Seong-kun, Kim Sang-ho, Lee Hee-joon, Yoo Seung-mok, Jeong In-gi, Jo Kyung-sook
Zusatzmaterial: entfernte Szenen (7:42 Min.), Die Geburt des Schiffs „Jun Jin“ (7:49 Min.), Vorher/nachher – VFX in „Sea Fog“ (2:06 Min.), Featurette (15:09 Min.), Originaltrailer (2 Min.), Trailershow
Label/Vertrieb: Koch Films

Copyright 2021 by Volker Schönenberger

Szenenfotos & Packshot: © 2021 Koch Films

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: