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Soul Eater – Volume 4: Folge 40–51: Das Ende vom Wahnsinn

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Sôru îtâ

Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Fantasyserie // „Eine gesunde Seele wohnt in einem gesunden Geist und in einem gesunden Körper.“ Diese Worte, die man zum Anfang jeder „Soul Eater“-Folge gehört hat, erklingen nun zum letzten Mal. Der finale Kampf steht an!

Es brennt an allen Fronten. Die Shibusen-Schule geht einen Pakt mit Medusa ein und wappnet sich zum Kampf gegen Arachnophobia. Diese wiederum haben es geschafft, den Kishin Ashura auf ihre Seite zu ziehen. Können Maka Albarn und ihre Freunde es verhindern, dass sich der Wahnsinn des Kishins über die gesamte Welt verbreitet?

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Arachne wacht über den Kishin

Was sich am Ende des dritten Volumes nur angedeutet hat, ist nun in der vierten Volume durchgehend so: Die Anime-Serie entfernt sich komplett von der Manga-Vorlage. Dadurch entstehen einige inhaltliche Verwicklungen, die auch Serien-Fans überraschen sollten. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass derart umfangreiche Änderungen gegenüber dem Ursprungsmaterial nicht jedem gefallen werden.

Die Geschichte entspinnt sich auch dieses Mal anfangs langsam. Da werden Konflikte gesät, die später innerhalb eines Dialogs gelöst werden, oder es wird mal wieder eine gesamte Folge darauf verwendet, nach einem magischen Artefakt zu suchen, obwohl es an anderer Stelle viel spannender zugeht. Auch wirkt der von mir so sehnlich herbeigewünschte letzte Kampf zwischen Mifune und Black Star erstaunlich kurz. Da war der Kampf im Manga einfach epischer.

Hinten raus wird es zum Glück wieder besser. Die zweite Disc wartet mit einigen phänomenalen Momenten auf – wie der Kampf zwischen dem Kishin und dem Shinigami, den es in dieser Form nur im Anime gibt. Eine positive Konstante bleibt auch der Look der Serie: Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, mit welcher Kreativität die Macher ihre Schauplätze füllen.

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Kann Death the Kid seinem Vater noch trauen?

Die letzte Folge ist mir etwas kitschig geraten, aber das macht nichts. „Soul Eater“ ist kein außergewöhnlich guter Anime geworden, hat sich jeodch seinen Platz unter den Shōnen-Platzhirschen wie „Naruto“ oder „One Piece“ redlich verdient.

Zur Rezension von Volume 1 geht’s hier, zu der von Volume 2 hier und zu der von Volume 3 hier.

Veröffentlichung: 29. August 2014 als Doppel-DVD

Länge: 240 Min. (12 Folgen à 20 Min.)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sôru îtâ
JAP 2008/2009
Regie: diverse
Drehbuch: diverse, nach einem Manga von Atsushi Ohkubo
Zusatzmaterial: Wendecover
Vertrieb: polyband Medien GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Szenenbilder & Packshot: © 2014 polyband Medien GmbH

 

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Soul Eater – Volume 3: Folge 27–39: Mit kleinen Schritten auf die Zielgerade

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Sôru îtâ

Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Fantasyserie // Allmählich merkt man, dass der Anime „Soul Eater“ deutlich weniger Zeit hat als die Manga-Vorlage: Die Entwicklungen in den letzten 13 Episoden wirken allesamt etwas zusammenhangslos und beliebig. Wer ist zum Beispiel dieser plötzlich ach so wichtige Eibon?

Nachdem es Medusa gelungen ist, den Kishin Asura zu erwecken, verbreitet er seinen Wahnsinn über die gesamte Welt. Das führt dazu, das ein weiterer, uralter Feind der Shibusen erwacht: die Hexe Arachne, die in den 800 Jahren ihres Exils mithilfe kleiner Spinnen über sämtliche Weltgeschehnisse im Bild geblieben ist. Sie bildet mit ihren Helfern Mosquito und Giriko die Gemeinschaft Arachnophobia, deren Ziel die Auslöschung des Shinigami ist.

Inzwischen ist „Soul Eater“ an dem Punkt angelangt, bei dem Neulinge nur noch den Kopf schütteln können. Die Geschichte hat sich schon zu sehr verstrickt, als dass man die Folgen 27 bis 39 mit einen Unwissenden gucken kann. Umso ärgerlicher, dass sich die Macher der Serie dazu verleiten gelassen haben, einzelne Kapitel des Mangas als ganze Folgen zu zeigen. Klar, die gezeigten Ereignisse haben alle einen Bezug zum späteren Verlauf der Story, aber ohne einen ähnlich gelagerten Handlungsstrang wie Kids Suche nach einem ewig fahrenden Zug wirkt die Folge merkwürdig alleinstehend und beliebig.

Wie bereits bei Volume 2 verwundert die FSK-12-Freigabe. Obwohl nicht mehr ganz so viel Blut spritzt – was den geringeren Anteil an Kämpfen geschuldet ist –, tritt durch den Wahnsinn des Kishins immer mehr der Horror-Aspekt hervor. Es ist, obwohl nur gezeichnet, ein verstörendes Bild, wenn der allmählich verrückt werdende Dr. Stein sich nackt unter den Kishin stellt und dieser ihn in einem Wasserfall aus Blut aus seinem Mund badet. Auch dass ein totgeglaubter Antagonist sich in den Körper eines kleinen Mädchens stiehlt, ist nicht unbedingt für Zwölfjährige geeignet.

Sehr cool ist die Rückkehr meines Lieblingscharakters: Der übermächtige Samurai Mifune. Da sich die kleine Hexe, die er beschützt, Arachnophobia angeschlossen hat, kommt es mehrmals zu Auseinandersetzungen mit der Shibusen. Und nachdem Mifune in der zweiten Folge der Serie eine Niederlage gegen den überheblichen Black Star einstecken musste, darf er dem jungen Heißsporn in einer Folge so richtig den Hintern versohlen. Hoffentlich fiel die letzte Auseinandersetzung der beiden nicht dem Zeitdruck des Animes zum Opfer, und wir sehen das Ende dieser Fehde in Volume 4.

Es passt, dass die letzte Folge starke Veränderungen zum Manga aufweist. Bereits hier merkt man, dass die Serie frühzeitig beendet werden musste und die Erzähler einen anderen Twist finden mussten, um den Anime zu einem befriedigenden Abschluss kommen zu lassen. Volume 3 kann dem spannenden Kampf um den Kishin in den vorherigen Episoden nicht ganz das Wasser reichen. Sie macht aber mit einem verdammt guten Cliffhanger Lust auf die letzten Konfrontationen – und das ist es, was am Ende zählt.

Zur Rezension von Volume 1 geht’s hier, zu der von Volume 2 hier und zu der von Volume 4 hier.

Veröffentlichung: 25. April 2014 als Doppel-DVD

Länge: 260 Min. (13 Folgen à 20 Min.)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sôru îtâ
JAP 2008
Regie: diverse
Drehbuch: diverse, nach einem Manga von Atsushi Ohkubo
Zusatzmaterial: Wendecover
Vertrieb: polyband Medien GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Packshot: © 2014 polyband Medien GmbH

 

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Soul Eater – Volume 2: Folge 14–26: Gerade noch die Kurve gekriegt

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Sôru îtâ

Gastrezension von Matthias Holm

Anime-Fantasyserie // Puh. Genau in dem Moment, in dem ich dachte, dass die Macher aus dem guten Manga „Soul Eater“ eine viel zu lang gestreckte Anime-Serie machen, können sie das Ruder zum Glück herumreißen und das Tempo ordentlich steigern. Dabei kommen einige richtig gute Folgen raus, die Lust auf die zweite Hälfte der Serie machen.

Nachdem Medusa den unsterblichen Werwolf Free befreit hat und Chrona stark genug ist, greift sie die Shibusen direkt an: Während einer Feierlichkeit werden der Shinigami-Sama und (vermeintlich) alle anderen Schüler und Lehrer in einem Zauber gefangen. Doch der Zombie Sid schafft es, die Schüler Maka, Black Star und Death the Kid mitsamt ihrer Waffen und dem Lehrer Dr. Stein von dem Zauber abzuschirmen. Ihnen kommt jetzt die Aufgabe zu, Medusa und ihr kleines Gefolge aufzuhalten, die ein dunkles Ziel verfolgen …

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So unbeschwert wird Maka den Abendempfang nicht zu Ende brignen können

Ein Blick auf das Cover verdutzt den Käufer der ersten Volume. Warum ist die von der FSK ab 16 Jahren freigegeben, Volume zwei aber ab zwölf? Auch nach Sichtung der Folgen ist dieser Umstand nicht ganz klar. Lediglich Blair, die Katzenfrau mit magischen Fähigkeiten, springt nicht mehr ganz so häufig halbnackt durchs Bild.

Alle anderen Aspekte, allen voran die Horror-Fantasy-Elemente und der Gewaltgehalt, ziehen an. Gerade eine bestimmte Erweckung würde in einem herkömmlichen Horrorfilm zu den schauerlichsten Szenen zählen. Und auch der „Wahnsinn“, der Maka in einem zentralen Kampf unglaubliche Kräfte verleiht, sie aber auch verrückt werden lässt, ist schön unheimlich inszeniert.

Bei den ganzen Kämpfen fließt zudem eine Menge Blut. Am Ende sogar so viel, dass es in Strömen herabregnet. Bei den Fights sticht einer besonders hervor. Nachdem der Hauptantagonist die Bühne betreten hat, kommt es direkt zu einer Konfrontation mit dem Shinigami. Dass bei dem Kampf zweier Götter-Wesen die Fetzen fliegen, sollte klar sein.

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Nach all der Aufregung tut eine Runde Basketball zum Ablenken ganz gut

Es geht anscheinend in dem hohen Tempo weiter, das ab Folge 18 vorherrscht. Mit nur einer Episode zum Durchatmen macht sich „Soul Eater“ in der letzten Folge der Doppel-DVD gleich auf in den nächsten Storystrang. Hier kommt dann auch einer meiner Lieblingskämpfe der gesamten Serie. Hoffen wir also, dass Volume drei das erreichte gute Niveau halten kann.

Zur Rezension von Volume 1 geht’s hier, zu der von Volume 3 hier und zu der von Volume 4 hier.

Veröffentlichung: 26. April 2013 als Doppel-DVD

Länge: 260 Min. (13 Folgen à 20 Min.)
Altersfreigabe: FSK 12
Sprachfassungen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Originaltitel: Sôru îtâ
JAP 2008
Regie: diverse
Drehbuch: diverse, nach einem Manga von Atsushi Ohkubo
Zusatzmaterial: Wendecover
Vertrieb: polyband Medien GmbH

Copyright 2014 by Matthias Holm
Szenenbilder & Packshot: © 2014 polyband Medien GmbH

 

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